[Deutscher Bundestag Drucksache 17/10795
17. Wahlperiode 26. 09. 2012 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sabine Stüber, Cornelia Möhring,
Herbert Behrens, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/10620 –
Munition in Nord- und Ostsee
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Munition und andere Kampfmittel wurden zu unterschiedlichen Zeiten in
Nord- und Ostsee versenkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, bis etwa 1948,
waren es über eine Million Tonnen. Noch heute gelangt Munition im
Zusammenhang mit militärischen Schießübungen der Bundeswehr (z. B. auf den
Truppenübungsplätzen Putlos und Todendorf in Schleswig-Holstein) ins Meer.
Die Arbeitsgemeinschaft Bund/Länder-Messprogramm für die Meeresumwelt
von Nord- und Ostsee (ARGE BLMP) hat, als oberstes Lenkungsgremium der
marinen Umweltüberwachung, am 10. November 2011 den Ergebnisbericht
„Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer – Bestandsaufnahme und
Empfehlungen“ verabschiedet.
Der Bericht beschreibt folgende Situation:
1. Nachweislich befinden sich derzeit bis zu 1,6 Millionen Tonnen
konventionelle Munition auf dem Meeresgrund, davon 1,3 Millionen Tonnen in
der Nordsee. Hinzu kommen noch etwa 170 000 Tonnen chemische
Munition in der Nordsee und 42 000 bis 65 000 Tonnen in der Ostsee.
2. Die Informationslage über die tatsächliche Menge, den Korrosionszustand,
die genaue Lage der Munition sowie deren Auswirkungen auf
subaquatische Ökosysteme ist nach wie vor, insbesondere für den Ostseeraum,
lückenhaft.
3. Obwohl eine sukzessive breit gestreute Freisetzung der Wirkstoffe als
wahrscheinlich gilt, findet kein ausreichendes Monitoring der
Auswirkungen von kampfmittel- und sprengstofftypischen Verbindungen auf die
Meeresumwelt statt. Zu den ökologischen Folgen gibt es bisher nur wenige
wissenschaftliche Untersuchungen. Sowohl die betreffenden
konventionellen als auch die chemischen Kampfmittel gelten jedoch größtenteils als
wassergefährdende Stoffe mit einer hohen Toxizität. Sie stehen im
Verdacht krebserregend und erbgutverändernd zu wirken und überdies auch
die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen bzw. das Kind im
Mutterleib zu schädigen. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit vom 24. September 2012 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/10795 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode4. Es existiert keine offiziell überprüfte Aufstellung von Unfallereignissen in
den deutschen Küstengewässern und der Ausschließlichen Wirtschaftszone
(AWZ).
5. Eine zentrale Stelle, bei der alle Meldungen zusammengeführt werden und
das Berichtswesen koordiniert wird, gibt es nicht. Das erschwert die
Einhaltung der umfassenden Meldeverpflichtungen nach OSPAR
(Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks) und
HELCOM (Übereinkommen über den Schutz der Meeresumwelt des
Ostseegebiets).
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass eine Gefährdung strandnaher
Küstenbereiche aufgrund der Strömungsverhältnisse in Nord- und Ostsee
unwahrscheinlich ist, obwohl Kampfmittel grundsätzlich eine latente Gefahr für
Menschen im marinen Bereich und die Meeresumwelt sind und es immer wieder
zu Verletzungen kommt. Beispielsweise durch eine Verwechslung von
angespülten Phosphorstücken aus korrodierter Munition mit Bernstein (Phosphor
oxidiert an der Luft und entzündet sich selbst, nachdem es getrocknet ist).
Nachdem im April 2012 Spazierende am Usedomer Strand (Mecklenburg-
Vorpommern) unabhängig voneinander schwere Verbrennungen erlitten
(Mitteldeutsche Zeitung vom 23. April 2012 „Bernsteinsammlerinnen verbrennen
sich an Phosphor), fand Ende Juli 2012 ein sechsjähriger Junge am
Schönberger Strand (Schleswig-Holstein) einen eineinhalb Kilogramm schweren
Klumpen Schießwolle. Dieses Gemisch unter anderem aus TNT und
Hexanitrodiphenylamin ist schon bei Hautkontakt sehr giftig (vgl.
www.schleswig-
holstein.nabu.de/themen/meeresschutz/meeresschutz/15083.html).
Die Abwehr von Gefahren in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee ist
bis zur Hoheitsgrenze (12-Seemeilen-Zone) Aufgabe der Länder, soweit diese
nicht dem Bund zugewiesen ist. Der Bund hat in den Küstengewässern nach
dem Seeaufgabengesetz den Auftrag, jegliche Gefahren für den
Schiffsverkehr abzuwehren. Die Abwehr sonstiger Gefahren in den Küstengewässern,
z. B. durch Kampfmittel für Badende, Sporttauchende und die Fischerei, ist
wiederum Aufgabe des jeweiligen Anrainerlandes. Der Bund ist allerdings als
Eigentümer der Seewasserstraßen, die sich überwiegend mit dem Gebiet der
Küstengewässer decken, für die öffentliche Sicherheit seines Eigentums
verantwortlich. Nach dem allgemeinen Kriegsfolgengesetz ist der Bund ebenso
zuständig, sofern die Munition aus Verteidigungsanlagen stammt und laut dem
Einigungsvertrag auch für Munition aus der ehemaligen DDR. Die
Föderalismusreform von 2006 nimmt den Bund darüber hinaus in die Pflicht, sofern die
Munition die vom Aussterben bedrohte Arten im Meer gefährdet. Daraus
ergibt sich die Notwendigkeit einer grundlegenden engen Abstimmung und
Kooperation zwischen Bund und Ländern bei der Beseitigung von Gefahren,
die durch Kampfmittel in Nord- und Ostsee hervorgerufen werden.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Feststellung der Fragesteller in der Vorbemerkung „Nach dem allgemeinen
Kriegsfolgengesetz ist der Bund ebenso zuständig, sofern die Munition aus
Verteidigungsanlagen stammt und laut dem Einigungsvertrag auch für Munition
aus der DDR.“ trifft nicht zu.
Nach dem Allgemeinen Kriegsfolgengesetz (AKG) finanziert der Bund
(Bundesministerium der Finanzen) Maßnahmen zur Beseitigung von unmittelbaren
Gefahren für das Leben oder die Gesundheit von Menschen auf nicht
bundeseigenen Liegenschaften, soweit die Gefahren von ehemals reichseigenen
Kampfmitteln (Munition, Kampfstoff und -gerät) verursacht oder mitverursacht
worden sind und ein Handlungs- oder Zustandsstörer nicht haftbar gemacht
werden kann.
Auf bundeseigenen Liegenschaften sind die jeweiligen Ressorts zuständig. Das
AKG findet hier keine Anwendung.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/107951. Entspricht der Ergebnisbericht „Munitionsbelastung der deutschen
Meeresgewässer – Bestandsaufnahme und Empfehlungen“ nach Ansicht der
Bundesregierung einer umfassenden Risikoanalyse, und erfüllt er alle
Anforderungen an eine solche (bitte begründen)?
Der Bericht „Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer –
Bestandsaufnahme und Empfehlungen“1 wurde von Experten des Bundes und der
Küstenländer erstellt. Der Bericht und seine Anhänge stellen auf mehr als 1 000
Seiten den Kenntnisstand des Jahres 2011 umfassend dar. Er kommt zu folgender
Gesamtbewertung:
„Derzeit ist nicht erkennbar, dass eine großräumige Gefährdung der marinen
Umwelt über den lokalen Bereich der munitionsbelasteten Flächen hinaus
vorhanden oder zukünftig zu erwarten ist. Eine Gefährdung besteht jedoch
punktuell für Personengruppen, die im marinen Bereich der Nord- und Ostsee mit
Grundberührung tätig sind.“
Der Bericht ist als lebendiges Dokument konzipiert und wird jährlich in der
Verantwortung des Expertenkreises „Munition im Meer“ des Bund/Länder-
Ausschusses Nord- und Ostsee fortgeschrieben.
2. Wie bewertet die Bundesregierung die Einschätzung im Ergebnisbericht
zur Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer, dass die
Gefährdung von Mensch und Meeresumwelt nur punktuell und ansonsten
unerheblich ist, obwohl bisher nur ein geringer Teil der tatsächlich mit
Kampfmitteln belasteten Flächen bekannt ist?
Wie in der Antwort zu Frage 1 dargestellt, basiert die Gesamtbewertung auf
dem Kenntnisstand des Jahres 2011. Die Gesamtbewertung wird im Licht
gegebenenfalls hinzukommender neuer Erkenntnisse bei der Fortschreibung
überprüft und erforderlichenfalls aktualisiert.
3. Was unternimmt die Bundesregierung, um die bisher lückenhaften
Kenntnisse über die Munitionslagerflächen, besonders von konventioneller
Altmunition, aufzuklären?
4. Wie beurteilt die Bundesregierung die Informationslage zu den
Versenkungsmaßnahmen von Kampfmitteln nach 1945 in Mecklenburg-
Vorpommern, auf die zwar Aussagen von Zeitzeugen hinweisen, die aber nicht
durch belastbare Daten dokumentiert wurden?
Die Fragen 3 und 4 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung ist Mitglied des in der Antwort zu Frage 1 genannten
Expertenkreises, dessen Mitglieder unter anderem Recherchen in einschlägigen
Archiven durchführen. Die Ergebnisse solcher Archivrecherchen können in
begründeten Fällen Untersuchungen vor Ort nach sich ziehen.
Hinsichtlich der Versenkungsmaßnahmen von Kampfmitteln nach 1945 in
Mecklenburg-Vorpommern beurteilt die Bundesregierung die Informationslage
nach wie vor als lückenhaft und unterstützt weitere Recherchen historischer
und technischer Art.
1
www.munition-im-meer.de oder
www.schleswig-holstein.de/UXO/DE/Bericht/Bericht_node.html.
Drucksache 17/10795 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode5. Wurden oder werden in nachweislich munitionsbelasteten Arealen und
Verdachtsgebieten von Nord- und Ostsee regelmäßig Wasser- und/oder
Sedimentproben zur Prüfung entnommen?
Wenn nein, warum nicht?
Wenn ja, wann, wo, und wie oft wurden und werden diese Proben
entnommen, und welche Analysen wurden und werden damit durchgeführt (bitte
aufschlüsseln nach Region, Anzahl der Proben seit 2010 und
durchgeführten Analyseparametern)?
Eine rechtliche Verpflichtung zur routinemäßigen (d. h. wiederholten)
Überwachung der Meeresumwelt (Monitoring) besteht im Rahmen des
Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR), des
Helsinki-Übereinkommens von 1992 über den Schutz der Meeresumwelt des
Ostseegebiets sowie der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und der
Wasserrahmenrichtlinie der EU zur Beurteilung der Qualität der Meeresumwelt im
Allgemeinen. Eine rechtliche Verpflichtung zur speziellen Untersuchung der
Meeresumwelt auf die Freisetzung von Inhaltsstoffen versenkter Munition besteht
nicht. Solche Untersuchungen werden insofern nur stichprobenartig und/oder
anlassbezogen durchgeführt.
Der Bericht „Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer –
Bestandsaufnahme und Empfehlungen“ kommt zu dem Schluss, dass
sprengstofftypische Verbindungen zwar eine Belastung bzw. Gefahr für die Meeresumwelt
darstellen können. Eine über den unmittelbaren Nahbereich versenkter
Kampfmittel hinausgehende konkrete Gefährdung konnte jedoch bisher nicht
nachgewiesen werden.
Weitere Gefährdungsabschätzungen müssen jeweils einer individuellen
standörtlichen Einzelbetrachtung vorbehalten bleiben.
6. Sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit einer Beprobung von
Sediment und aquatischer Fauna und Flora nach Sprengungen von
Altmunition, und werden derartige Beprobungen durchgeführt?
Wenn ja, in welchen Zeitraum nach der Sprengung finden die
Beprobungen statt, und was wird beprobt?
Wenn nein, warum nicht (bitte die Gründe ausführlich erläutern)?
Solche Untersuchungen sind in der Vergangenheit unter
Forschungsgesichtspunkten durchgeführt worden (vgl. Kapitel 3.3.1.3.2 Untersuchungen nach
erfolgten Detonationen unter Wasser des Berichts „Munitionsbelastung der
deutschen Meeresgewässer – Bestandsaufnahme und Empfehlungen“). Hinsichtlich
der daraus gezogenen Schlussfolgerungen wird auf die Antwort zu Frage 5
verwiesen.
7. Wird sich die Bundesregierung für ein umfassendes Monitoring der
Auswirkungen von Kampfmitteln bzw. sprengstofftypischen Verbindungen auf
die Meeresumwelt einsetzen?
Wenn ja, wie wird sich die Bundesregierung dafür einsetzen, in welcher
Höhe sind dafür Bundesmittel vorgesehen, und wann soll das Monitoring
beginnen?
Wenn nein, warum nicht?
Die Voraussetzungen für ein umfassendes Monitoring der Auswirkungen von
Kampfmitteln bzw. sprengstofftypischen Verbindungen auf die Meeresumwelt
sind derzeit nicht gegeben. Zu den Voraussetzungen zählt unter anderem, dass
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/10795die Untersuchungsergebnisse auch aussagekräftige Schlussfolgerungen
zulassen. So muss geklärt sein, dass eventuell positive Ergebnisse (z. B. ein
Arsennachweis) ursächlich auch eindeutig (lokal) vorhandener Munition zugeordnet
werden können. Außerdem müssen zu untersuchten sprengstofftypischen
Verbindungen auch belastbare ökotoxikologische Daten zu deren Bewertung
existieren.
Die Bundesregierung unterstützt insofern die Empfehlung des Expertenkreises,
die Entwicklung geeigneter Methoden zur Bewertung und Überwachung von
munitionsbelasteten Gebieten bzw. Munitionsversenkungsgebieten anzustreben.
8. Welche Studien und Untersuchungen gibt es nach Kenntnis der
Bundesregierung zur Bioakkumulation von Wirkstoffen aus Kampfstoffen in
(Meeres-)Lebewesen?
Fragen der Bioakkumulation von Wirkstoffen aus Kampfstoffen in (Meeres-)
Lebewesen werden u. a. untersucht von:
• Beddington, J. & Kinloch, A. J. (2005): „Munitions Dumped at Sea: A
Literature Review“ – 90 S.; Imperial College London, IC Consultants Ltd.,
London 2005.
• Gupta, R.C. (ed.) 2009: „Handbook of Toxicology of Chemical Warfare
Agents“ – 1 168 S.; Academic Press; ISBN 978-0-12-374484-5.
• Marrs, T. C. et al. (Herausg.) (2007): „Chemical Warfare Agents –
Toxicology and Treatment“ – 738 S.; John Wiley & Sons Ltd., Second Edition,
England 2007.
• Niiranen, S. et al. (2008): „Modelled bioaccumulation of chemical warfare
agents within the Baltic Sea food web“ – US/EU-Baltic International
Symposium, 2008 IEEE/OES. 06/2008; DOI: 10.1109/BALTIC.2008.4625532.
• Sanderson, H. et al. (2010): „Environmental Hazards of Sea-Dumped
Chemical Weapons“ – Environmental Science & Technology 44, S. 4389–4394,
2010.
9. Welche Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen wurden nach
Kenntnis der Bundesregierung zu den ökologischen Auswirkungen von
konventionellen und chemischen Kampfmitteln in Nord- und Ostsee
durchgeführt, welche befinden sich derzeit noch in Bearbeitung, und wann
werden diese fertiggestellt sein (bitte auflisten)?
Zum Bericht „Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer –
Bestandsaufnahme und Empfehlungen“2 gehören drei Anhänge, die diese Aspekte
beleuchten:
• 10.4.1.2 „Burmeier Nds“ – Ökotoxikologisches Gefahrenpotential durch
sprengstofftypische Verbindungen aus Munitionsaltlasten in der
niedersächsischen Nordsee (265 S.),
• 10.4.1.3 „Burmeier SH“ – Ökotoxikologisches Gefahrenpotential durch
sprengstofftypische Verbindungen und Tabun aus Munitionsaltlasten in der
schleswig-holsteinischen Nord- und Ostsee (325 S.),
• 10.4.2.4 H. Sanderson et al. – Environmental Hazards of Sea-Dumped
Chemical Weapons (Zusammenfassung des MERCW-Projekts3; siehe auch die
2
www.schleswig-holstein.de/UXO/DE/Bericht/Bericht_node.html.
3
http://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/es903472a und
www.mercw.org/index.php?option=com_content&view=article&id=61&Itemid=72.
Drucksache 17/10795 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeWebsite des EU-Projekts MERCW – Modelling of Environmental Risks
related to sea-dumped Chemical Weapons.).
Auf EU-Ebene wurde im Rahmen der Ostseestrategie im Jahr 2011 das Projekt
CHEMSEA – Chemical Munitions, Search and Assessment – begonnen, das
bis 2014 läuft und unter der Leitung des Institute of Oceanology of the Polish
Academy of Sciences (IOPAN) in Polen steht. Hieran sind auch deutsche
Wissenschaftler beteiligt.
10. Welchen Forschungsbedarf für die Entwicklung alternativer
Bergungsmethoden sieht die Bundesregierung, welche finanziellen Mittel stehen
derzeit dafür zur Verfügung, und wie ist die Planung für die nächsten fünf
Jahre?
Nach Auffassung der Bundesregierung stehen technische Möglichkeiten zur
Beseitigung im Meer lagernder Kampfmittel heute weitestgehend zur
Verfügung. Zukünftig wird es wesentlich darauf ankommen, dass rationelle, mit dem
Umweltschutz gut zu vereinbarende und kostengünstige Verfahrensweisen
entwickelt werden.
Auf die offene (Förder-)Bekanntmachung zum Themenfeld „Maritime
Sicherheit (vom 31. Mai 2012)“ im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile
Sicherheit II“ der Bundesregierung wurde zum Stichtag 15. August 2012 ein
Projektvorschlag „Maritime Munitionsbergung und Entsorgung“ mit
beantragten drei Jahren Laufzeit und einem Fördervolumen von knapp 5 Mio. Euro
eingereicht. Die Bewertung des Projektvorschlags ist noch nicht abgeschlossen.
11. Wie bewertet die Bundesregierung in Bezug auf den Meeresschutz die
Annahme im Bericht, dass mit einer zeitlich sukzessiven Freisetzung der
Wirkmittel durch Korrosion aus den bisher noch intakten Behältnissen zu
rechnen ist?
12. Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der im
Ergebnisbericht als gut bewerteten Informationslage zu den chemischen
Kampfmitteln und deren derzeitigen Korrosionszustand in Nord- und
Ostsee?
13. Sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit, eine Strategie zur
Schadensminimierung durch chemische Wirkstoffe aus Altmunition zu
entwickeln?
Wenn ja, wie soll diese Strategie aussehen, und wem obliegt die
Verantwortung darüber?
Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 11, 12 und 13 werden wegen ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Der Bericht „Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer –
Bestandsaufnahme und Empfehlungen“ legt dar, dass auf Basis der zum Zeitpunkt der
Berichterstellung vorliegenden Informationen belastbare Aussagen über bereits
stattgefundene und zukünftig noch zu erwartende Korrosionsraten und die
damit verbundene Freisetzung von Wirkmitteln in Wasser und Sediment nicht
möglich sind. Er kommt zudem zu dem Schluss, dass sprengstofftypische
Verbindungen zwar eine Belastung bzw. Gefahr für die Meeresumwelt darstellen
können, eine über den unmittelbaren Nahbereich versenkter Kampfmittel
hinausgehende konkrete Gefährdung jedoch bisher nicht nachgewiesen werden
konnte. Die Bundesregierung sieht insofern derzeit keine Veranlassung, eine
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/10795Strategie zur Schadensminimierung durch chemische Wirkstoffe aus
Altmunition zu entwickeln. Sobald die Ergebnisse des Projekts CHEMSEA (vgl.
Antwort zu Frage 9) vorliegen, wird der Expertenkreis „Munition im Meer“ die
Situation neu bewerten.
14. Wie viel Altmunition oder Kampfmittel wurden in den letzten fünf Jahren
in der Nord- und Ostsee vernichtet oder geborgen (bitte zeitliche
Auflistung seit 2008 nach Standorten und gesondert nach konventioneller und
chemischer Munition)?
Für den Bereich der Nordsee wird auf die Informationen in Anlage 1 am Ende
des Dokuments verwiesen, die für die Jahre 2008 bis 2010 die Funde
wiedergibt, die der OSPAR-Kommission gemeldet worden sind. Die
Fundinformationen für das Jahr 2011 sind mit dargestellt. Sie konnten aber noch nicht an die
OSPAR-Berichtsanforderungen angepasst werden und sind deshalb
stellenweise nicht konsistent formuliert.
Vonseiten der Helsinki-Kommission wird ausschließlich chemische Munition
erfasst, und nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Bundesregierung sind
solche Funde seit längerer Zeit nicht vorgekommen. Eine den genannten Zeitraum
umfassende Zusammenstellung der Munitionsfunde in der deutschen Ostsee
konnte in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht realisiert werden.
15. Sieht die Bundesregierung in der zunehmenden Bautätigkeit am
Meeresboden durch Pipelines und Offshore-Windparks eine Erhöhung des
Gefahrenpotenzials durch Altmunition für Mensch und Meeresumwelt (bitte
begründen)?
Eine zunehmende Bautätigkeit am Meeresgrund erhöht das Risiko, mit solchen
Altlasten in Berührung zu kommen, und somit auch deren Gefahrenpotenzial für
Mensch und Meeresumwelt. Dies betrifft insbesondere Personen, die dabei
direkt (Taucher) oder indirekt (Verlegetätigkeiten, Baggermaßnahmen,
Erstellung von Fundamenten) mit dem Meeresboden im Kontakt kommen. Gefahren
bestehen insbesondere in der unbeabsichtigten Auslösung einer Explosion oder
der plötzlichen Freisetzung größerer Mengen an Schadstoffen bei der Bewegung
korrodierter Munition. Insbesondere bei Arbeiten in bekannten
Belastungsgebieten sollte ein solches Gefahrenpotenzial durch entsprechende Schulung des
Personals (u. a. auch Entwicklung von Merkblättern, Verhaltensmaßregeln),
durch Voruntersuchungen sowie durch geeignete Sprengungs- und/oder
Bergungsmaßnahmen minimiert werden können.
16. Gibt es für die Fischerei und Bautätigkeiten in den bekannten
Risikozonen verbindliche Sicherheitsregeln, die der Spezifik des Risikos
angepasst sind?
Wenn ja, welche?
Wenn nein, warum nicht, und was ist geplant?
Durch entsprechende Kennzeichnungen in den Seekarten (z. B. „Unrein,
Munition“) sind Seefahrer und Fischer ausreichend gewarnt. Der Expertenkreis
„Munition im Meer“ hat empfohlen, ein Fischereiverbot für das ehemalige
Munitionsversenkungsgebiet Helgoländer Loch auszusprechen, für das bereits
der Hinweis „unrein (Gasmunition)“ in den Seekarten vermerkt ist. Wie bereits
in der Antwort auf die Kleine Anfrage „Giftgasmunition vor Helgoland“
(Bundestagsdrucksache 17/1865) ausgeführt, könnte ein ausdrückliches Fischerei-
Drucksache 17/10795 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeverbot nur durch das Land Schleswig-Holstein erlassen werden, da sich das
Versenkungsgebiet innerhalb der 12-Seemeilen-Zone befindet.
Während Bautätigkeiten in Nord- und Ostsee ist der Bauherr durch den
Genehmigungsbescheid verpflichtet, die DIN 4020 zu beachten. Danach ist der
Baugrund vor Beginn der Bauarbeiten auf Kampfmittelfreiheit zu untersuchen.
Soweit im Rahmen der Erkundung Kampfmittel aufgefunden werden, ist der
Baugenehmigungsbehörde ein Räumungskonzept vorzulegen. Dieses muss
unter anderem effektive Schallschutzmaßnahmen zur Vermeidung der Schädigung
mariner Säuger enthalten. Das Räumungskonzept wird von der
Baugenehmigungsbehörde unter Einbeziehung der zuständigen Wasser- und
Schifffahrtsdirektion, der Wehrbereichsverwaltung sowie der für den Arbeitsschutz
verantwortlichen Stelle geprüft.
17. Plant die Bundesregierung verbindliche Grenzwerte für Schallemissionen
bei Unterwassersprengungen?
Wenn ja, wo liegen diese Grenzwerte, und wie soll deren Einhaltung
überprüft werden?
Wenn nein, warum nicht?
Für Rammtätigkeiten (z. B. beim Bau von Windenergieanlagen) bestehen aus
der Biologie der Schutzgüter abgeleitete, verbindlich einzuhaltende
Lärmgrenzwerte (in einer Entfernung von 750 Metern ein Einzelschallereignispegel
von 160 dB (re 1 µPa2 s) bzw. ein Spitzenschalldruckpegel von 190 dB (re 1 µPa)).
Diese Lärmgrenzwerte dienen insbesondere dem Schutz von Schweinswalen
vor Auswirkungen von impulsartigem Schall. Diese Grenzwerte schließen
Unterwassersprengungen nicht explizit ein.
Über die analoge Anwendung dieser Grenzwerte auf Unterwassersprengungen
entscheidet die die Sprengung beaufsichtigende Behörde.
18. Hält die Bundesregierung den Einsatz der Blasenschleiertechnologie zum
Schutz der Meeresumwelt bei Sprengungen für ausreichend (bitte
begründen)?
Der Einsatz von Blasenschleiern ist ein bewährtes Instrument zur Minimierung
der Ausbreitung von Unterwasserschall. Bei Unterwassersprengungen reicht
die schalldämpfende Wirkung allerdings nicht aus, um die in der Antwort zu
Frage 17 genannten Grenzwerte in der auf diese Grenzwerte bezogenen
Entfernung einzuhalten.
19. Beabsichtigt die Bundesregierung bei Sprengungen in Nord- und Ostsee
den Einsatz von Blasenschleiern zur Minderung der Druckwellen als
verbindlichen Standard durchzusetzen?
Wenn ja, bis wann soll das geschehen?
Wenn nein, warum nicht (bitte begründen)?
Dem Vorteil, dass ein Blasenschleier dafür sorgt, dass die Wucht der
Druckwelle erheblich gemindert und der Schalldruck in bestimmten
Frequenzbereichen erheblich gedämpft wird, stehen auch Nachteile gegenüber.
Beim Einsatz des Blasenschleiers besteht eine nicht unerhebliche
Wetterabhängigkeit. Zudem entsteht ein erhöhter logistischer Vorlauf und die örtliche
Flexibilität ist beeinträchtigt. Insofern ist nicht nur der Zeitaufwand größer, es erhöhen
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/10795sich auch die Kosten etwa um den Faktor 5 gegenüber einer
Vernichtungssprengung ohne Blasenschleier.
Weniger aufwändig und derzeit praktizierte Maßnahmen des Artenschutzes
sind z. B. der Einsatz von Vergrämungsmaßnahmen (seal scarer) mit
anschließenden Vergrämungssprengungen mit kleinen Sprengladungen zur Vertreibung
von Robben und Walen, die einer Vernichtungssprengung vorausgehen.
Vor diesem Hintergrund bedarf es, abhängig von der durchzuführenden
Vernichtung, einer Abwägung, welche Artenschutzmaßnahme für den Einzelfall
angemessen ist.
20. Wie beurteilt die Bundesregierung die Weiterentwicklungen
umweltschonender Techniken, wie Wasserstrahlschneidetechnik in Verbindung mit
mobilen Detonationskammern und Roboterbergung mit anschließender
UV-Bestrahlung, in den letzten Jahren?
21. Sollten diese Techniken (siehe Frage 20) aus Sicht der Bundesregierung
zur allseitigen Gefahrenminimierung als Standardverfahren verwandt
werden?
Wenn ja, ab wann?
Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 20 und 21 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung begrüßt die in den letzten Jahren erfolgte
Weiterentwicklung von Methoden, die den Eintrag von Schall und/oder Stoffen ins Meer bei
der Munitionsbeseitigung reduzieren oder vermeiden.
Welche Technik letztlich zum Einsatz kommt, obliegt aber der
situationsbezogenen Einzelfallentscheidung der die Sprengung beaufsichtigenden Behörde.
22. Wie verhält sich die Bunderegierung zur Forderung des
Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU), der Gesellschaft zur Rettung der
Delphine e. V. (GRD) und der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere
e. V. (GSM), finanzielle Mittel bereitzustellen, um alternative Techniken
weiter zu entwickeln und in Nord- und Ostsee eine risikoärmere
Altmunitionsentsorgung einzusetzen, und wie begründet sie ihre Haltung?
Auf die Antwort zu Frage 10 wird verwiesen.
23. Wie bewertet die Bundesregierung die Notwendigkeit eines zentral
organisierten Meldewesens zur Registrierung von Munitionsfunden und -
unfällen in Deutschland?
24. Bis wann wird eine solche zentrale Stelle zur Registrierung von
Munitionsfunden und -unfällen in deutschen Küstengewässern und der AWZ
geschaffen?
Falls keine zentrale Stelle in Planung ist, warum nicht?
25. Wie will die Bundesregierung die Meldung von Munitionsfunden und -
unfällen an die Kommissionen von HELCOM und OSPAR erleichtern?
Drucksache 17/10795 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode26. Wann und durch wen wird eine überprüfbare Aufstellung aller Unfälle,
die im Zusammenhang mit Munitionsaltlasten stehen, erstellt?
Die Fragen 23 bis 26 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung prüft den Vorschlag des Expertenkreises „Munition im
Meer“, eine nationale registrierende Stelle für Munitionsfunde und Ereignisse
mit Fundmunition zu etablieren. Damit könnten eine einheitliche
Dokumentation sowie ein vereinfachter Datenaustausch mit dem Unterwasserdatenzentrum
der Bundeswehr und Diensten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und
Hydrographie (z. B. Seekarten) erreicht werden. Dies könnte gleichermaßen auch die
Berichterstattung an HELCOM und OSPAR erleichtern.
Arbeiten zur Etablierung einer solchen Zentralstelle sind unter Federführung
des Landes Schleswig-Holstein im Gange. Wann eine solche Zentralstelle
eingerichtet werden kann, hängt vom Fortgang dieser Arbeiten ab.
Eine Aufstellung und Bewertung von Unfällen in den deutschen Gewässern in
den Jahren 1945 bis 2007 befinden sich im Kapitel 4.1.3 des Berichts
„Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer – Bestandsaufnahme und
Empfehlungen“. Eine Überprüfung der zugrunde liegenden Informationen ist nicht
vorgesehen. Sie würde allenfalls im Einzelfall bei neu aufkommendem
Klärungsbedarf vorgenommen.
27. Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Priorität 3
des Aktionsplanes zur EU-Ostseestrategie mit dem Ziel der
„Verringerung des Einsatzes und der Auswirkungen gefährlicher Stoffe“ für die in
Nord- und Ostsee lagernden intakten Behältnissen mit chemischen
Kampfmitteln?
Der Aktionsplan in der Fassung vom Januar 2012 enthält in Prioritätsfeld 3
(Koordinierung durch Schweden) ein sogenanntes Flagship Project mit der
Kurzbeschreibung Assess the need to clean up chemical weapons, where
required to protect sensitive marine ecosystems. Das Projekt steht unter
polnischer Leitung und sieht unter anderem den Informationsaustausch aller
Vertragsstaaten des Helsinki-Übereinkommens von 1992 über den Schutz der
Meeresumwelt des Ostseegebiets vor. In diesem Zusammenhang hat die
Helsinki-Kommission die „HELCOM ad hoc expert group on dumped chemical
munition“ (HELCOM MUNI) eingerichtet, in der Deutschland maßgeblich
mitwirkt und die unter gemeinsamer deutsch-polnischer Leitung steht.
28. Wie schätzt die Bundesregierung den Stand der internationalen
Vernetzung bezüglich innovativer Weiterentwicklungen in der
Munitionsbergetechnik und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse ein?
Auf der Ebene von HELCOM und OSPAR findet ein entsprechender
Informationsaustausch gegebenenfalls im Rahmen der HELCOM MUNI bzw. dem
Environmental Impact of Human Activities Committee (EIHA) statt.
Eine internationale Vernetzung existiert im Rahmen des „International
Dialogue on Underwater Munitions (IDUM)“, einer im Jahr 2003 gegründeten
Nichtregierungsorganisation. IDUMs Ziel ist die Schaffung eines auf unter
Wasser liegende Munition bezogenen Übereinkommens zur internationalen
Zusammenarbeit u. a. im Bereich der Forschung, hinsichtlich des Umgangs mit
solcher Munition einschließlich der umweltfreundlichen Sanierung von
Munitionsaltlasten. Die Bundesregierung nimmt an IDUM-Kongressen teil.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/1079529. Welche vorhandenen Medien werden aus Kenntnis der Bundesregierung
genutzt, um die Bürgerinnen und Bürger über die vorhandenen Gefahren
zu informieren, und bewertetet sie die zur Verfügung stehenden
Informationsmaterialien als ausreichend?
Wenn nein, was fehlt aus Sicht der Bundesregierung für eine
ausreichende Bürgerinnen- und Bürgerinformation, und was wird sie
unternehmen, um die vorhandenen Lücken zu schließen?
Das Internet ist das Hauptmedium zur Information der Bürgerinnen und Bürger
über die vorhandenen Gefahren von Munitionsaltlasten im Meer. Der
umfassende Bericht „Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer –
Bestandsaufnahme und Empfehlungen“ ist am 5. Dezember 2011 in Hamburg der
Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dabei wurde auch darauf verwiesen, dass
dieser Bericht auf dem vom Land Schleswig-Holstein betriebenen Portal
Munition im Meer (
www.munition-im-meer.de) öffentlich zur Verfügung steht.
Darüber hinaus wird anlassbezogen z. B. über Sperrhinweise am Strand, die
(regionale) Tagespresse oder (regionale) Rundfunk- und Fernsehnmeldungen oder
- programme informiert.
Berufsgruppen, die potenziell gefährdet sind (z. B. Seefahrer, Fischer), werden
z. B. durch entsprechende Einträge in den Seekarten, durch die
Bekanntmachungen für Seefahrer und durch berufsbezogene Merkblätter informiert. Auch
für diese Berufsgruppen ist das Portal „Munition im Meer“ von Bedeutung.
30. Welche Schlussfolgerung zieht die Bundesregierung aus der Aussage von
NABU, GSM und GRD zur MIREMAR-Konferenz in Neumünster
(November 2010), nach der ein Verbleib in den Meeren für den Großteil der
Munition keine Option sei?
Die mit dieser Schlussfolgerung der MIREMAR-Konferenz postulierte
Notwendigkeit, dass der Großteil der versenkten Munition geborgen werden
müsste, ist unter infrastrukturellen, personellen und finanziellen
Gesichtspunkten nicht praktikabel.
Die Expertenkreis bzw. die zuständigen Behörden ermitteln den gegebenenfalls
erforderlichen weiteren Handlungsbedarf auf der Grundlage der Überprüfung
und Bewertung von munitionsbelasteten Flächen unter Berücksichtigung
ökologischer, ökonomischer und technischer Aspekte. Übergeordnete
Fragestellung jeder Überprüfung und Bewertung ist, ob unmittelbare Gefahren
abzuwehren sind. Weitere Optionen bis hin zu einer Sanierung können auf Basis der
Empfehlungen abgewogen werden.
31. Wie viele Mittel wurden und werden
a) von der Bundesregierung und
b) nach Kenntnis der Bundesregierung von den Bundesländern für die
Entsorgung von Altmunition aus Nord- und Ostsee bereitgestellt
(bitte nach Jahren seit 2000 und für den geplanten Haushalt 2013
aufschlüsseln)?
Eine Ermittlung der seit dem Jahr 2000 vonseiten der Bundesregierung bzw.
der Bundesländer bereitgestellten bzw. für 2013 geplanten Mittel für die
Entsorgung von Altmunition aus Nord- und Ostsee ließ sich innerhalb der zur
Verfügung stehenden Zeit nicht realisieren.
Drucksache 17/10795 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode32. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung über illegale
Munitionsbergung, und wie bewertet sie die mögliche Gefahr des missbräuchlichen
Handels und des illegalen Einsatzes ebensolcher Munition (bitte
erläutern)?
33. Wie sichert die Bundesregierung als Eigentümerin von Altmunition im
Meer, die aus Verteidigungsanlagen der beiden Weltkriege oder der
ehemaligen DDR stammt, die bislang bekannten Fundorte vor möglicher
illegaler Munitionsbergung?
Die Fragen 32 und 33 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Eine Sicherung erfolgt im Rahmen der normalen Routineeinsätze der
zuständigen Behörden auf See. Gleichwohl kann die Möglichkeit der illegalen
Munitionsbergung, des missbräuchlichen Handels mit und des illegalen Einsatzes
solcher Munition nicht ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus ist festzustellen, dass die in der Frage 33 zum Ausdruck
gebrachten Eigentumsverhältnisse in dieser allgemeinen Form nicht zutreffen. Es
ist vielmehr davon auszugehen, dass das Eigentum an Munition im Meer
spätestens im Zeitpunkt der Verwendung oder Versenkung aufgegeben worden ist.
34. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung über eine Erfolgskontrolle von
Vernichtungssprengungen, und wie beurteilt sie deren Notwendigkeit?
Die Erfolgskontrolle ist Sache des jeweils tätig werdenden
Kampfmittelräumdienstes. Ob über die Verifizierung durch Beobachtung der typischen
Erscheinungen bei Vernichtungssprengungen (Schockwelle unter Wasser,
Überwassereffekte) hinaus eine weitergehende Erfolgskontrolle erforderlich ist, wird
durch den jeweiligen Kampfmittelräumdienst im Einzelfall entschieden.
35. Wie beurteilt die Bundesregierung die Gefährdung von Mensch und
Meeresumwelt durch verstreute Munitionsteile bei nicht erfolgreich
verlaufenen Vernichtungssprengungen?
36. Welche Kenntnis hat die Bundesregierung über Anzahl und Ort von nicht
optimal erfolgreich verlaufenen Vernichtungssprengungen, und wie
werden diese dokumentiert (bitte Auflistung von entsprechenden
Vorkommnissen seit 2008)?
Die Fragen 35 und 36 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Der Bundesregierung sind keine nicht optimal erfolgreich verlaufenen
Vernichtungssprengungen bekannt.
Der Erfolg einer Vernichtungssprengung ist durch den ausführenden
Kampfmittelräumdienst festzustellen. Sollte eine Vernichtungssprengung einmal nicht
optimal erfolgreich verlaufen, ist es Sache des Kampmittelräumdienstes zu
prüfen, ob von den gegebenenfalls verstreuten Munitionsteilen eine Gefahr
ausgeht und eine solche Gefahr zu beseitigen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/1079537. In welchem finanziellen Rahmen beteiligt sich die Bundesregierung als
Eigentümerin von Altmunition im Meer aus Verteidigungsanlagen der
beiden Weltkriege oder der ehemaligen DDR an der
Kampfmittelberäumung oder -vernichtung?
Die Küstenbereiche von Nord- und Ostsee sind bundeseigene Liegenschaften
im Ressortvermögen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung (Seewasserstraßen). Die notwendigen Ausgaben der von den Ländern
im Bereich der Seewasserstraßen vorgenommenen
Kampfmittelräummaßnahmen werden, wenn sie der Gefahrenabwehr dienen, aufgrund der Staatspraxis
aus dem Haushalt des Bundes (Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung und Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes) als
Eigentümer der Wasserstraßen getragen.
Die Bundeswehr hat während der Munitionsräumkampagnen vor Heidkate
(Schleswig-Holstein) in den Jahren 2009 bis 2012 im Eigeninteresse das
Mehrzweckboot „Stollergrund“ und die schocksichere Messschute „Bums“ der
Wehrtechnischen Dienststelle 71 beigestellt sowie in Zusammenarbeit mit dem
Land Schleswig-Holstein technisch-wissenschaftliche Untersuchungen der
Schockwellen durchgeführt.
38. Beurteilt die Bundesregierung die personelle Ausstattung der
Kampfmittelräumdienste als ausreichend (bitte erläutern)?
Wenn nein, welche personelle Ausstattung hält die Bundesregierung für
notwendig, um die Erfüllung der Aufgaben des Kampfmittelräumdienstes
zu gewährleisten?
Die Kampfmittelräumdienste befinden sich in der Zuständigkeit der Länder.
Einzelheiten zu den dort vorhandenen Personalressourcen sind der
Bundesregierung nicht bekannt.
39. Wie häufig fanden seit 2008 Schießübungen der Bundeswehr im marinen
Bereich statt, und wie viel Munition welchen Typs wurde dabei
eingesetzt (bitte jeweils nach Schießgebieten und Jahren aufschlüsseln)?
Gemäß Nutzungskonzept für Truppenübungsplätze halten hier die
Truppenübungsplätze Putlos und Todendorf pro Jahr 235 Nutzungstage für die übenden
Truppenteile vor, so dass es sich insgesamt (im Nachweiszeitraum) um
705 Schießübungen handelt.
a) Wie hoch war jeweils der Anteil von Gefechts- und Übungsmunition?
Bei den Schießübungen wurden in Bezug auf die Schusszahl anteilig ca. 5
Prozent Gefechtsmunition und ca. 95 Prozent Übungsmunition eingesetzt.
Einzelheiten sind der Anlage 2 „Verschussstatistik“ zu entnehmen.
b) Wie viel Munition welchen Typs wurde seit 2008 bei diesen
Schießübungen versenkt (bitte jeweils unter Angabe des Gewichts)?
Bestimmungsgemäßer Verschuss mit durch die Bundeswehr eingeführter
Munition bedeutet, dass gefährliche Stoffe nur in einem Maße von 1 bis 3 Prozent
Blindgänger (fertigungstechnisch bedingt durch die Industrie) in den marinen
Bereich versenkt wurden.
Der dabei geführte Nachweis liegt für die Jahre 2009 bis 2012 vor und führt zu
folgenden Angaben:
Drucksache 17/10795 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDas Versenkungsgewicht pro Jahr entspricht ca. 4 Tonnen Metallschrott, die
sich gemäß der Aufstellung in der Anlage 2 „Verschussstatistik“ in Bezug auf
die Schusszahl zu rund 5 Prozent auf Gefechts- und zu rund 95 Prozent auf
Übungsmunition verteilen.
c) Wie beurteilt die Bundesregierung die Risiken für Umwelt und
Gesundheit durch die bei den Schießübungen anfallenden
Munitionsresten und Einzelbestandteilen der Munition?
Die anfallenden Munitionsreste stellen lediglich Metallschrott dar.
Statistisch gesehen liegt die fertigungstechnische Blindgängerrate der
Gefechtsmunition bei ca. 1 bis 3 Prozent. Die hierbei anfallenden Stoffe sind
Sprengstoffe wie Trinitrotoluol (TNT), High-Molecular-Weight Research Department
Explosive (HMX) usw.
40. Aus welchen Gründen setzt die Bundeswehr zu Ausbildungszwecken
nicht generell Übungs- oder Einsteckmunition im marinen Bereich ein?
Zu Ausbildungszwecken wird, schon aus Kostengründen, Übungsmunition für
die verschiedenen Rohrwaffensysteme genutzt. Die sogenannte
Einsteckmunition ist für die in der Marine eingeführten Rohrwaffen nicht verfügbar.
41. Stehen dem Kampfmittelräumdienst für die Munitionsortung die gleichen
Techniken zur Verfügung wie der Bundeswehr, und wie unterstützt diese
die Arbeit des Bund/Länder-Messprogramms Meeresumwelt und die
Kampfmittelräumdienste der Länder mit ihrem Know-how?
Der Kampfmittelräumdienst ist Ländersache und wird aus den Haushalten der
Länder finanziert. Die Länder können die gleichen technischen Mittel wie die
Bundeswehr auf dem freien Markt erwerben.
Die Bundeswehr hat zum Beispiel den Kampfmittelräumdienst Schleswig-
Holstein durch Messkampagnen zur Wirkung von Blasenschleiern bei
Sprengungen sowie in Amtshilfe die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord durch
Messfahrten mit Seitensichtsonaren und einem autonomen
Unterwasserfahrzeug beim Auffinden von Altmunition unterstützt. Ferner werden ferngelenkte
Drohnen sowie Taucher zur Identifizierung eingesetzt. Das Deutsche Mine
Warfare Data Centre im Marineamt/Marinekommando unterstützt durch
Aufnahme, Auswertung, Aufbereitung und Bereitstellung der Daten. Es fungiert als
nationales Dokumentationszentrum für Munitionsaltlasten im Meer und
arbeitet in den ressortübergreifenden Arbeitsgruppen auf Bund/Länder-Ebene mit.
42. Hält die Bundesregierung ein Bundesprogramm zur Bergung der
Munition und Kampfmittel für erforderlich?
Wenn ja, wann wird dieses Programm anlaufen, und wie wird es
finanziert?
Wenn nein, warum hält die Bundesregierung ein solchen Programm für
nicht erforderlich?
Die Bundesregierung hält ein solches Programm nicht für erforderlich. Ein
solches Programm gehört auch nicht zu den Empfehlungen des Berichts
„Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer – Bestandsaufnahme und
Empfehlungen“. Wo keine Gefährdungssituation besteht, gilt nach wie vor der
Grundsatz, dass versenkte Munition und Kampfmittel wegen des mit einer Ber-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/10795gung verbundenen Risikos am besten dort verbleiben, wo sie liegen. Eine
flächendeckende Bergung von Munition und Kampfmitteln ist unter
infrastrukturellen, personellen und finanziellen Gesichtspunkten nicht darstellbar. Insofern
wird eine Bergung oder Beseitigung von Munition in aller Regel nur dort
stattfinden können, wo ein immanentes Gefährdungspotenzial festgestellt worden
ist.
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Anlage 1: In den Jahren 2008 bis 2011 in der Nordsee aufgefunden Altmunition
(Quellen: Daten für 2008 – 2010 aus EIHA 12/02/03; Daten für 2011 aus der derzeitigen Zusammenstellung für OSPAR)
Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
De65 n/a n/a Dredging activities 07.01.2008 Conventional Disposed of on land Partly
De66 53,6833 7,2333 Found on shore 30.04.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De67 53,6833 0,2333 Found on shore 09.05.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De68 53,6833 7,2333 Found on shore 19.05.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De88 53,5167 8,1667 Found on shore 01.08.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De89 n/a n/a Found on shore 03.06.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De91 53,6667 8,3667 Found on shore 06.06.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De92 53,5167 8,1667 Other 10.06.2008 Conventional Disposed of on land Partly
De113 53,8167 7,9167 Found on shore June 2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De116 53,8500 8,5833 Found on shore June 2008 Conventional Disposed of on land Heavily
De117 n/a n/a Dredging activities 01.06.2008 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-SH-08-1 54,0253 10,9447 Minehunting 18.04.2008 Conventional Other Good condition For the time being remained on dumpside
DE-SH-08-2 54,0747 10,9933 Minehunting 17.04.2008 Conventional Other Good condition For the time being remained on dumpside
DE-SH-09-1 54,1878 7,8886 Diving 15.07.2009 Conventional Disposed of on land Good condition
DE-SH-09-2 54,0817 10,8217 Found on Shore 22.06.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-1-OL 01/01/09 53,8652 8,5168 Found on shore 05.01.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DEE-NI-2-OL 12/01/09 53,7900 7,8485 Found on shore 16.01.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-3-OL 15/01/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 22.01.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-4-OL 15/01/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 22.01.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-5-OL 15/01/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 22.01.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-6-OL 04/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 02.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-7-OL 04/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 02.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-8-OL 04/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 02.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-9-OL 12/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 16.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-10-OL 12/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 16.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-11-OL 12/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 16.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-12OL 18/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 23.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-13-OL 18/02/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 23.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
DE-NI-14-OL 23/02/09 53,7900 7,8485 Found on shore 26.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-15OL 23/02/09 53,7900 7,8485 Found on shore 26.02.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-16-OL 03/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 05.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-17-OL 03/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 05.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-18-OL 08/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 12.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-19-OL 08/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 12.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 1 x INC 30 lbs smoke
DE-NI-20-OL 12/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 20.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 1 x INC 30 lbs smoke
DE-NI-21-OL 12/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 20.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-22-OL 12/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 20.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-23-OL 12/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 20.03.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-24-OL 16/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 26.03.2009 Conventional Disposed of on land Unknown 13 shell
DE-NI-25-OL 16/03/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 26.03.2009 Conventional Disposed of on land Unknown 5 fuse
DE-NI-26-OL 06/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 08.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-27-OL 06/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 08.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-28-OL 16/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 17.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-29-OL 16/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 17.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-30-OL 16/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 17.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-31-OL 16/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 17.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-32-OL 16/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 17.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-33-OL 16/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 17.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-34-OL 19/04/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 21.04.2009 Conventional Disposed of on land Unknown 11 shell
DE-NI-35-OL 19/04/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 21.04.2009 Conventional Disposed of on land Unknown 3 fuse
DE-NI-36-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Destroyed Heavily 1 shell destroyed
DE-NI-37-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-38-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-39-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-40-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-41-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-42-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-43-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
DE-NI-44-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-45-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-46-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-47-OL 28/04/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.04.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-48-OL 08/05/09 not available not available Dredging activities 11.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily shell World War I
DE-NI-49-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-50-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-51-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-52-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-53-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-54-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-55-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-56-OL 09/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-57-OL 15/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 20.05.2009 Conventional Disposed of on land Partly 10 shell
DE-NI-58-OL 15/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 20.05.2009 Conventional Disposed of on land Partly 2 fuse
DE-NI-59-OL 16/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 25.05.2009 Conventional Disposed of on land Partly 15 shell
DE-NI-60-OL 16/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 25.05.2009 Conventional Disposed of on land Partly 8 fuse
DE-NI-61-OL 16/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 25.09.2009 Conventional Disposed of on land Partly 2 shell
DE-NI-62-OL 22/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 27.05.2009 Conventional Disposed of on land Partly 4 shell
DE-NI-63-OL 22/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 27.05.2009 Conventional Disposed of on land Partly 1 fuse
DE-NI-64-OL 22/05/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 27.05.2009 Conventional Destroyed Heavily
DE-NI-65-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-66-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-67-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-68-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-69-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-70-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-71-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-72-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-73-OL 23/05/09 53,8652 8,5168 Found on shore 29.05.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
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e 17/10795
Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
DE-NI-74-OL 05/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 08.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-75-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-76-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-77-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-78-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-79-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-80-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-81-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-82-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-83-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-84-OL 02/06/09 53,8652 8,5168 Found on shore 26.06.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-85-OS 11/06/09 53,5415 6,9660 Entanglement in nets 17.06.2009 Conventional Destroyed Heavily LMB 1000kg seamine
DE-NI-86-OL 17/06/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 25.06.2009 Conventional Disposed of on land Partly 5 shell
DE-NI-87-OL 17/06/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 25.06.2009 Conventional Disposed of on land Partly 5 fuse
DE-NI-88-OL 20/06/09 53,7900 7,8485 Found on shore 29.06.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-89-OL 02/07/09 53,7900 7,8485 Found on shore 06.07.2009 Conventional Disposed of on land Partly 3 fuse
DE-NI-90-OL 02/07/09 53,7900 7,8485 Found on shore 06.07.2009 Conventional Disposed of on land Partly 23 shell
DE-NI-91-OL 02/07/09 53,7900 7,8485 Found on shore 06.07.2009 Conventional Disposed of on land Partly 1 TLP
DE-NI-92-OL 15/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.07.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-93-OL 15/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 15.07.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-94-OL 31/07/09 53,7900 7,8485 Found on shore 29.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-95-OL 31/07/09 53,7900 7,8485 Found on shore 29.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-96-OL 31/07/09 53,7900 7,8485 Found on shore 29.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-97-OL 28/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-98-OL 28/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-99-OL 28/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-100-OL 28/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-101-OL 28/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-102-OL 28/07/09 53,8652 8,5168 Found on shore 30.07.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-103-OL 01/11/09 not available not available Found on shore 03.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 11 shell
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
DE-NI-104-OL 01/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 03.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly 2 fuse
DE-NI-105-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-106-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-107-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-108-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-109-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-110-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-111-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-112-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-113-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-114-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-115-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-116-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-117-OL 05/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 31.08.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-118-OL 15/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 25.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 4 fuse
DE-NI-119-OL 15/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 25.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 25 shell
DE-NI-120-OL 15/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 25.08.2009 Conventional Destroyed Heavily
DE-NI-121-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-122-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-123-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-124-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-125-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-126-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-127-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-128-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-129-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-130-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-131-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-132-OL 20/08/09 53,8652 8,5168 Found on shore 28.08.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-133-OL 21/08/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 28.08.2009 Conventional Destroyed Heavily 1 250 Kg bomb
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
DE-NI-134-OL 11/09/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 09.09.2009 Conventional Disposed of on land Partly 1 shell
DE-NI-135-OL 19/09/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.09.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 14 shell
DE-NI-136-OL 19/09/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.09.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 8 fuse
DE-NI-137-OL 27/09/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 30.09.2009 Conventional Disposed of on land Partly 5 shell
DE-NI-138-OL 04/10/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 06.10.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-139-OL 04/10/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 06.10.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-140-OL 04/10/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 06.10.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-141-OL 08/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 07.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 1x 28,0 cm shell
DE-NI-142-OS 08/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 12.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-143-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-144-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-145-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-146-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-147-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-148-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-149-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-150-OL 14/10/09 53,8652 8,5168 Found on shore 23.10.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-151-OL 01/11/09 53,7900 7,8485 Found on shore 04.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-152-OL 01/11/09 53,7900 7,8485 Found on shore 04.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-153-OL 01/11/09 53,7900 7,8485 Found on shore 04.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-154-OL 01/11/09 53,7900 7,8485 Found on shore 04.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-155-OL 19/11/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 23.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily 1x 28,0 cm shell
DE-NI-156-OL 19/11/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 23.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-157-OL 19/11/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 23.11.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-158-OL 04/12/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 04.12.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-159-OL 05/12/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 04.12.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-160-OL 05/12/09 53,6161 8,1292 Dredging activities 04.12.2009 Conventional Disposed of on land Partly
DE-NI-161-OL 16/12/09 53,7900 7,8485 Found on shore 28.12.2009 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-1-OL 02/02/10 53,5650 8,3800 Dredging activities 22.02.2010 Conventional Disposed of on land Partly
DEE-NI-2-OL 15/03/10 53,5650 8,3800 Dredging activities 18.03.2010 Conventional Disposed of on land Partly World War I, 15 cm shell
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
DE-NI-3-OL 21/03/10 53,5650 8,3800 Dredging activities 19.03.2010 Conventional Disposed of on land Partly World War I, 15 cm shell
DE-NI-4-OL 11/07/10 53,8652 8,5168 Found on shore 19.07.2010 Conventional Disposed of on land Heavily 36 shell, 2 28,0 cm shell
DE-NI-5-OL 11/07/10 53,8652 8,5168 Found on shore 19.07.2010 Conventional Disposed of on land Heavily 2 fuse
DE-NI-6-OL 13/10/10 53,8652 8,5168 Found on shore 12.10.2010 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-7-OL 13/10/10 53,8652 8,5168 Found on shore 12.10.2010 Conventional Disposed of on land Heavily
DE-NI-8-OL 27/10/10 53,7900 7,8485 Found on shore 26.10.2010 Conventional Disposed of on land Heavily 3 fuse
DE-NI-9-OL 27/10/10 53,7900 7,8485 Found on shore 26.10.2010 Conventional Disposed of on land Heavily 9 shell
DE-NI-10-OL 27/10/10 53,7900 7,8485 Found on shore 26.10.2010 Conventional Disposed of on land Heavily 2 fuse
DE-NI-11-OL 10/11/10 53,7900 7,8485 Found on shore 16.11.2010 Conventional Disposed of on land Heavily
ab hier Gauß-Küger
Koordinatensystem
NI-OL 01/01/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 05.01.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 6 shell,
NI-OL 08/02/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 16.02.2011 conventional Disposed of on land seriously corroded 28 shell
NI-OL 08/02/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 16.02.2011 conventional Disposed of on land completely corroded
NI-OL 01/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.03.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 1 shell,
NI-OL 01/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.03.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 1 shell,
NI-OL 01/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.03.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 1 shell,
NI-OL 01/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.03.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 1 shell,
NI-OL 01/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.03.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 1 shell,
NI-OL 02/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.03.2011 conventional Disposed of on land completely corroded
NI-OL 13/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 15.03.2011 conventional destroyed partly corroded 1 mine
NI-OL 13/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 15.03.2011 conventional destroyed partly corroded 43 shell
NI-OL 13/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 15.03.2011 conventional destroyed partly corroded 17 fuse
NI-OL 13/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 15.03.2011 conventional Disposed of on land completely corroded 7 shell
NI-OL 13/03/11 44.64.453 59.29.971 laying cables 15.03.2011 conventional destroyed partly corroded 4 waterbomb MK 6, 23 waterbomb MK 11
NI-OL 19/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 23.03.2011 conventional destroyed partly corroded 1 mine
NI-OL 19/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 23.03.2011 conventional destroyed partly corroded 44 shell, 17 fuse,
NI-OL 23/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 29.03.2011 conventional destroyed partly corroded 1 shell 28,0 cm
NI-OL 23/03/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 29.03.2011 conventional destroyed partly corroded 3 shell,
NI-OL 02/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 05.04.2011 conventional destroyed partly corroded 5 shell
NI-OL 07/04/11 44.64.453 59.29.971 laying cables 06.04.2011 conventional destroyed partly corroded 3 waterbomb MK 6, 46 waterbomb MK 11
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
NI-OL 08/04/11 44.64.453 59.29.971 laying cables 11.04.2011 conventional destroyed partly corroded 1 waterbomb MK 6, 27 waterbomb MK 11
NI-OS 09/04/11 not available entanglement in nets 18.04.2011 conventional Disposed of on land seriously corroded 1 shell
NI-OL 16/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 18.04.2011 conventional destroyed partly corroded
NI-OL 16/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 18.04.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 11 shell
NI-OL 16/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 18.04.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 3 fuse
NI-OL 16/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 18.04.2011 conventional Disposed of on land completely corroded
NI-OS 09/04/11 not available found on shore 18.04.2011 conventional Disposed of on land completely corroded 1 bomb
NI-OL 16/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 18.04.2011 conventional Disposed of on land completely corroded 16 shell
NI-OL 26/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 11.04.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 1 mine
NI-OL 26/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 11.04.2011 conventional Disposed of on land completely corroded 6 fuse
NI-OL 26/04/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 11.04.2011 conventional destroyed partly corroded 7 shell
NI-OL 04/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 02.05.2011 conventional Disposed of on land seriously corroded 3 shell
NI-OL 04/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 09.05.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 5 shell
NI-OL 04/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 09.05.2011 conventional Disposed of on land partly corroded 3 fuse
NI-OL 04/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 09.05.2011 conventional Disposed of on land completely corroded 1 smoke
NI-OL 04/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 09.05.2011 conventional Disposed of on land completely corroded
NI-OL 08/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 11.05.2011 conventional disposed of on land partly corroded
NI-OL 08/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 11.05.2011 conventional disposed of on land completely corroded 3 smoke
NI-OL 14/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 20.05.2011 conventional disposed of on land completely corroded 31 shell
NI-OL 19/05/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 26.05.2011 conventional disposed of on land seriously corroded
NI-OL 07/06/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 14.06.2011 conventional destroyed seriously corroded 1 bomb SD 70
NI-OL 08/06/11 34.24.180 59.62.720 found on shore 15.06.2011 conventional disposed of on land partly corroded 17 shell
NI-OL 08/06/11 34.24.180 59.62.720 found on shore 15.06.2011 conventional disposed of on land completely corroded 1 mine, 27 shell, 1 smoke
NI-OL 13/06/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 20.06.2011 conventional disposed of on land partly corroded 20 shell
NI-OL 13/06/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 20.06.2011 conventional disposed of on land partly corroded 16,4 kg infanterie, 2 fuse
NI-OL 13/06/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 20.06.2011 conventional disposed of on land completely corroded
NI-OL 13/06/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 20.06.2011 conventional destroyed partly corroded
NI-OL 16/06/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 24.06.2011 conventional disposed of on land seriously corroded 1 shell
NI-OL 04/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 07.07.2011 conventional disposed of on land partly corroded 15 shell
NI-OL 04/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 07.07.2011 conventional disposed of on land completely corroded 2 fuse
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
NI-OL 04/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 07.07.2011 conventional disposed of on land completely corroded
NI-OL 04/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 07.07.2011 conventional disposed of on land completely corroded
NI-OL 07/07/11 not available found on shore 11.07.2011 conventional disposed of on land seriously corroded 1 shell, 28,0 cm
NI-OL 10/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 14.07.2011 conventional disposed of on land partly corroded
NI-OL 10/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 14.07.2011 conventional disposed of on land completely corroded 2 shell
NI-OL 10/07/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 14.07.2011 conventional disposed of on land completely corroded
NI-OL 06/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 04.08.2011 conventional disposed of on land seriously corroded 5 shell
NI-OL 08/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 09.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 15 shell
NI-OL 08/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 09.08.2011 conventional disposed of on land seriously corroded 12 shell
NI-OL 11/08/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 11.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 15 shell, 4 fuse
NI-OL 13/08/11 34.43.000 59.40.180 found on shore 16.08.2011 conventional destroyed partly corroded 2 shell, 1 shell 21,0 cm, 1 bomb sc 500
NI-OL 18/08/11 not available found on shore 22.08.2011 conventional disposed of on land seriously corroded 1multi flasch
NI-OL 20/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 24.08.2011 conventional disposed of on land seriously corroded 52 shell
NI-OL 20/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 24.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 6 fuse
NI-OL 20/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 24.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 1 smoke
NI-OL 20/08/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 24.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 6 fuse
NI-OL 22/08/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 25.08.2011 conventional disposed of on land partly corroded 85 shell
NI-OL 22/08/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 25.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 79 fuse
NI-OL 23/08/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 25.08.2011 conventional disposed of on land partly corroded 1 bomb 1000 lbs.
NI-OL 25/08/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 25.08.2011 conventional disposed of on land completely corroded 73 fuse
NI-OL 02/09/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 02.09.2011 conventional disposed of on land completely corroded 3 fuse, 14 shell
NI-OL 19/09/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 16.09.2011 conventional disposed of on land completely corroded 1 smoke 50 kg, 5 shell, 1smoke, 1 fuse
NI-OL 17/09/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 16.09.2011 conventional disposed of on land completely corroded 16 shell, 41 fusee
NI-OL 12/11/11 34.24.180 59.62.720 found on shore 16.11.2011 conventional disposed of on land completely corroded 17 shell, 13 fuse, 0,5kg TLP
NI-OL 10/12/11 34.42.663 59.41.708 found on shore 19.12.2011 conventional disposed of on land completely corroded 3 shell, 2 fuse,
NI-OL 11/12/11 34.27.895 59.63.215 found on shore 27.12.2011 conventional destroyed completely corroded 1 waterbomb MK 6
NI-OL 20/09/11 34.68.280 59.70.580 found on shore 17.09.2011 conventional destroyed partly corroded 29 shell
NI-OL 34/09/11 not available dredging 19.09.2011 conventional destroyed corroded 1 bomb 500 lbs
NI-OL 04/10/11 not available entanglement in nets 04.10.2011 conventional destroyed completely corroded 1 mine EFA
NI-OL 18/10/11 not available dredging 24.10.2011 conventional disposed of on land partly corroded 1 shell 12,8 cm
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Contracting Party
ID No. 1
Latitude
WGS 84
Longitude
WGS 84 Nature of Encounter
2 Date Type of munition 3 Action taken
4 State of munition 5 Remarks 6
NI-OL 08/10/11 53.42.067 08.08.690 found on shore 07.10.2011 conventional other completely corroded 2 shell, pikrin
NI-OL 24/10/11 not available dredging 28.10.2011 conventional disposed of on land partly corroded 3 shell 12,8 cm
NI-OL 13/05/11 53.36.764 08.27.097 found on shore 26.05.2011 conventional disposed of on land partly corroded 1 shell 10,5 cm, 5 shell 28,0 cm WK I
NI-OL19/05/11 53.38.425 08.10.425 found on shore 26.05.2011 conventional disposed on of land partly corroded 1 shell 21,0 cm
NI-OL 08/06/11 34.24.180 59.62.720 found on shore 15.06.2011 conventional disposed on of land partly corroded 14 shell
1 Von der Vertragspartei benutzte Identifizierungsnummer
2 Fundumstände
- Diving = Beim Tauchen
- Dredging activities = Beim Baggern
- Entanglement in nets = Im Netz verfangen
- Found on shore = Im Küstenbereich aufgefunden
- Laying cable = Beim Verlegen von Kabeln
- Minehunting = Minenräumung
- Other = Nicht näher bestimmte andere Fundumstände
3 Munitionstyp
- Conventional = Konventionelle Munition
4 Maßnahme
- Destroyed = Vernichtet
- Disposed of on land = An Land entsorgt
- Other = Nicht näher bestimmte Maßnahme oder gemäß Angaben in den Anmerkungen.
5 Zustand der Munition
- Good condition = Guter Zustand
- Heavily / completely / seriously [corroded] = Stark korrodiert
- Partly [corroded] = Teilweise korrodiert
6 Anmerkungen
- Bomb = Bombe
- For the time being remained on dumpside = Erst einmal vor Ort gelassen.
- Fuse = Zünder
- Mine = Mine
- Multiflash = Seenotsignalmittel
- Shell = Granate
- Smoke = Nebelkerze / Nebeltopf / Rauchbombe
- TLP = Treibladungspulver
- Waterbomb = Wasserbombe
- World War I / WK I = Weltkrieg I
n/a oder not available = Nicht verfügbar
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Anlage 2: Verschossene Munition 01.09.2009 bis 31.08.2012
Schießgebiet
Hohwachter Bucht
Truppenübungsplätze
Putlos und Todendorf
nicht inerte Munition
(Gefechtsmunition)
inerte Munition
(Übungs- und Gefechtsmunition)
Beschuss von
"Zielbau auf See" bzw. „über See"
(ggf. Blindgänger 1 – 3% landen im Wasser)
Der Blindgängeranteil im Wasser kann nicht
dokumentiert werden.
Schusszahl auf
"Zielbau auf See" bzw. "über See"
(d.h. Geschosse landen im Wasser)
MunArt WaSys Schusszahl
Geschossgewicht in kg
ohne Explo. (Gesamt)
Schusszahl
Geschossgewicht in kg
(Gesamt)
Patr 5,56mm x 45 Gewehr G36 604708 2418,832
Patr 7,62mm x 51 Maschinengewehr MG3 819402 7743,349
Patr 20mm x 102 DM61 M61 Vulcan 8000 888
Patr 20mm x 139 DM51 Schützenpanzer Marder 922 102,342
Patr 20mm x 139 DM51 Waffenträger Wiesel 961 106,671
Patr 20mm x 139 DM81 Spähpanzer Luchs 17253 1915,083
Patr 20mm x 139 DM81/101 Schützenpanzer Marder 331 36,741
Patr 27mm x 145 DM63 Marineleichtgeschütz MLG 880 206,8
Patr 35mm x 228 DM21 Fla-Panzer Gepard 9106 3988,428
Patr 35mm x 228 DM31 Fla-Panzer Gepard 12823 6270,447
Patr 35mm x 228 DM48 Fla-Panzer Gepard 597 328,35
Patr 35mm x 228 DM48 Fla-System Mantis 1162 639,1
Patr 35mm x 228 DM51 Fla-System Mantis 1828 1371
Patr 120mm DM11/111S Mörser Tampella 445 4688,52
Patr 120mm DM26 Mörser Tampella 313 3503,409
Patr 120mm DM51 Mörser Tampella 5 50,93
Patr 120mm DM61 Mörser Tampella 5 51
LFK LZ Strela Fliegerfaust 1 581 4067
LFK LZ Stinger Fliegerfaust 2 127 889
Gesamt: 52.700
27928,326
ca. 1,4 Mio 11336,431
Blindgängeranteil liegt im
Durchschnitt bei 1 – 3 % von 527 bis max.1.581 von 260 bis ca. 790 kg
Davon gelangen ins Wasser
in 3 Jahren/ 1 Jahr ca. max. 1.581/527 EA ca. max. 0,79/0,263 t ca. 1,4/ 0,46 Mio EA ca. 11,3/3,7 t
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]