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Kleine AnfrageWahlperiode 17Beantwortet

Energiekosten bei der Bundeswehr

Entwicklung der Energiekosten bei der Bundeswehr seit dem Jahr 2000, Energiekosten bei Auslandseinsätzen, Energieeffizienzsteigerungen, Energiekostensenkung durch technische und bauliche Erneuerungen, Einsparungen im Bundeswehretat, neue Energieeffizienz-Richtlinie der EU, Stärkung erneuerbarer Energien bei der Bundeswehr, Konsequenzen aus deutschen und europäischen Initiativen, Peak-Oil-Studie des &quot;Zentrums für Transformation der Bundeswehr&quot;<br /> (insgesamt 10 Einzelfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

29.10.2012

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 17/1094909. 10. 2012

Energiekosten bei der Bundeswehr

der Abgeordneten Omid Nouripour, Bärbel Höhn, Marieluise Beck (Bremen), Volker Beck (Köln), Agnes Brugger, Viola von Cramon-Taubadel, Thilo Hoppe, Uwe Kekeritz, Katja Keul, Ute Koczy, Tom Koenigs, Kerstin Müller (Köln), Lisa Paus, Claudia Roth (Augsburg), Manuel Sarrazin, Dr. Frithjof Schmidt und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen10

1

Wie haben sich die Energiekosten bei der Bundeswehr – aufgeteilt in die Segmente Strom, Gas, Fernwärme und Erdölprodukte – seit dem Jahr 2000 entwickelt? Wie hoch ist der Ansatz für dieses Jahr, und welche Entwicklung der Energiekosten wird für die nächsten fünf bis zehn Jahre erwartet?

2

An welchen Stellen im Bundeswehretat ist in den vergangenen Jahren durch Effizienzsteigerung gespart worden, wenn die Energiepreise gestiegen sind? Wie sind diese Einsparungen konkret erzielt worden, und in welchem Verhältnis stehen diese zum tatsächlichen Verbrauch?

3

Welches Potenzial sieht die Bundeswehr bei der weiteren Energieeffizienzsteigerung, und welche Maßnahmen werden konkret verfolgt?

4

Auf welche Höhe beliefen sich in den letzten fünf Jahren die jährlichen Energiekosten der Bundeswehr in den jeweiligen Auslandseinsätzen (bitte nach Einsatzgebiet bzw. Mandat, Jahren und Kosten aufschlüsseln)? Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten je Liter Betriebsstoff im Einsatz, wenn logistischer Transport und Schutz für die Bereitstellung mit einberechnet werden?

5

Welche technischen und baulichen Erneuerungen wurden und werden getätigt, um Energiekosten zu senken? Wie stellt die Bundeswehr sicher, Entwicklungen auf dem zivilen Sektor effektiv zu integrieren?

6

Gibt es eine nationale Strategie bzw. einen Zukunftsplan zur Stärkung erneuerbarer Energien bei der Bundeswehr? Gibt es europäische Ansätze der Stärkung von erneuerbaren Energien in den Streitkräften, an denen sich die Bundeswehr beteiligt?

a) Wie viele Photovoltaikprojekte, aufgeschlüsselt nach Größe und Standorten, wurden auf Einrichtungen der Bundeswehr errichtet? Stammen diese Mittel aus dem Einzelplan 14 oder aus anderen Quellen, wie z. B. dem ehemaligen Konjunkturprogramm? Wird der erzeugte Strom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert? Wie hoch sind die Kosten je Kilowattstunde für die Bundeswehr auf 20 Jahre Laufzeit gerechnet? Befinden sich diesbezüglich derzeit Anlagen in der Umsetzungsphase, Planung oder im Bau?

b) Mit welchen Kosten für die Stärkung aller erneuerbarer Energien bei den Streitkräften wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren gerechnet?

c) Welche konkreten Maßnahmen sollen weiterhin umgesetzt werden, und welche Haushaltsmittel werden dafür über welchen Zeitraum eingeplant?

d) Welche Herausforderungen sieht das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) mit Blick auf die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in zukünftigen Einsätzen?

7

Welche Schlussfolgerungen zieht das BMVg aus europäischen Initiativen, wie die der Europäischen Verteidigungsagentur „European Armed Forces GO GREEN“, zur Stärkung der erneuerbaren Energien, und wie werden diese zielgerichtet unterstützt?

8

Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus dem Projekt der bundeswehreigenen Beratungsgesellschaft g.e.b.b. Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH zur flächendeckenden Marktsichtung, und welche Maßnahmen konnten daraus umgesetzt werden?

9

Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundeswehr aus der neuen Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Energieeffizienz und zur Aufhebung der Richtlinien 2004/8/EG und 2006/32/EG für die Bundeswehrliegenschaften?

a) Welche Maßnahmen werden getroffen, um diese Richtlinie in der Bundeswehr umzusetzen?

b) Verfolgt das BMVg Ansätze, die neue Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Energieeffizienz innerhalb der Europäischen Verteidigungsagentur konkret umzusetzen, und wenn ja, welche und wie? Wenn nein, warum nicht?

10

Welche Konsequenzen und Überlegungen zieht die Bundeswehr aus der Peak-Oil Studie des „Zentrums für Transformation der Bundeswehr“ aus dem Jahr 2010?

Berlin, den 9. Oktober 2012

Renate Künast, Jürgen Trittin und Fraktion

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