[Deutscher Bundestag Drucksache 17/12780
17. Wahlperiode 15. 03. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Annette Groth,
Andrej Hunko, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/12493 –
Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug nach erneuter
Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
(Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 17/11661)
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In seinem ersten Grundsatzurteil vom 30. März 2010 zu den
Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug hatte das Bundesverwaltungsgericht
(BVerwG) derart hohe Vorgaben für Ausnahmefälle gemacht, dass sie in der
Praxis kaum zur Anwendung kommen können. Selbst wenn der Spracherwerb
im Ausland unverschuldet dauerhaft unmöglich ist, sei es demnach hier
lebenden Drittstaatsangehörigen mit unbefristeter Niederlassungserlaubnis
zuzumuten, ihre gesamte ökonomische und soziale Existenz und ihr Aufenthaltsrecht
in Deutschland aufzugeben, um die Ehe im Ausland zu führen. Die
Bundesregierung erklärt entsprechend: „Dem im Bundesgebiet lebenden ausländischen
Ehepartner sind grundsätzlich Anstrengungen zumutbar, die familiäre Einheit
durch Besuche oder nötigenfalls zur Gänze im Ausland herzustellen“
(Bundestagsdrucksache 17/11661, Antwort zu Frage 3). Die Bundesregierung und das
BVerwG übersehen dabei, dass die Familienzusammenführungsrichtlinie der
Europäischen Union unter den dort genannten Bedingungen einen subjektiven
Rechtsanspruch auf Einreise und Familienzusammenführung in der
Europäischen Union enthält und dass nach der Rechtsprechung des Europäischen
Gerichtshofs (EuGH, vgl. Chakroun-Urteil vom 4. März 2010 – C-578/08)
Handlungsspielräume der Richtlinie nicht so genutzt werden dürfen, dass das
Richtlinienziel einer Begünstigung der Familienzusammenführung
beeinträchtigt wird. Dass die deutsche Rechtslage, die keine allgemeine
Härtefallregelung oder Verhältnismäßigkeitsprüfung kennt, mit EU-Recht unvereinbar
sein könnte, musste später auch das BVerwG einräumen (vgl. Beschluss vom
28. Oktober 2011 – 1 C 9.10).
Mit seiner zweiten Grundsatzentscheidung vom 4. September 2012 (10 C
12.12) forderte das BVerwG – allerdings nur beim Nachzug zu deutschen
Staatsangehörigen – eine von der Bundesregierung bislang stets abgelehnte
Zumutbarkeitsprüfung, die persönliche Gründe ebenso berücksichtigen müsse
wie besondere Umstände im Herkunftsland (vgl. Urteil, Rn. 28). Das BVerwG
zog dabei eine Grenze von einem Jahr Trennung der Eheleute, die nicht über- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 13. März 2013
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/12780 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeschritten werden dürfe, wenn zumutbare Bemühungen zum Spracherwerb im
Ausland erfolglos geblieben seien. Deutschkenntnisse müssten aber „von
vornherein“ nicht im Ausland erworben werden, wenn Betroffenen der
Spracherwerb nicht zuzumuten sei, etwa wenn in dem betreffenden Land keine
Sprachkurse angeboten werden und auch sonst keine Erfolg versprechenden
Alternativen zum Spracherwerb bestehen. Weiter heißt es im Urteil: „Bei der
Zumutbarkeitsprüfung sind insbesondere die Verfügbarkeit von
Lernangeboten, deren Kosten, ihre Erreichbarkeit sowie persönliche Umstände zu
berücksichtigen, die der Wahrnehmung von Lernangeboten entgegenstehen können,
etwa Krankheit oder Unabkömmlichkeit“ (a. a. O.).
Es ist offenkundig, dass diese abstrakten höchstrichterlichen Vorgaben
genauerer Anwendungshinweise bedürfen, um in der Praxis wirksam zu werden. Auf
die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. erklärte die Bundesregierung
Ende November 2012 (vgl. Bundestagsdrucksache 17/11661, Antwort zu
Frage 7), dass das Auswärtige Amt die Auslandsvertretungen mit Runderlass
vom 10. September 2012 über das Urteil unterrichtet habe. Ein ergänzender
Runderlass mit einer Urteilsauswertung und Hinweisen zur praktischen
Anwendung solle „in Kürze folgen“. Die Informationen auf der Internetseite des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zum Ehegattennachzug
würden „baldmöglichst“ an die Rechtsprechung des BVerwG angepasst.
Fast drei Monate später lässt sich feststellen, dass die bisherige Anpassung der
Internetseite des BAMF sich in dem bloßen Hinweis erschöpft, wonach es ein
aktuelles Urteil des BVerwG zum Sprachnachweis für den Ehegattennachzug
zu Deutschen gebe, das verlinkt wird. Was das Urteil beinhaltet und zur
Konsequenz hat, dazu findet sich auf der offiziellen Informationsseite des BAMF
nichts (
www.bamf.de/DE/Migration/EhepartnerFamilie/ehepartnerfamilienode.
html, abgerufen am 15. Februar 2013). Auch der angekündigte ergänzende
Runderlass des Auswärtigen Amts liegt nach Kenntnis der Fragesteller bis
heute nicht vor. Dies ist umso bedenklicher, als der Runderlass vom 10.
September 2012 mit der Urteilsbegründung unvereinbar ist und dadurch eine im
Einzelfall verfassungswidrige Praxis amtlich vorgegeben wird. Demnach ist ein
Visum ausnahmsweise nur dann zu erteilen, „wenn unter Anwendung eines
strengen Maßstabes nachweisliche Bemühungen des ausländischen Ehegatten
zum Erwerb einfacher deutscher Sprachkenntnisse innerhalb eines Jahres
nicht erfolgreich waren“, so die Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache
17/11661, Antwort zu Frage 7. Von einem „strengen Maßstab“ ist im Urteil des
BVerwG aber nirgendwo die Rede. Zudem heißt es dort eindeutig, dass in
bestimmten Fällen die „Jahresfrist nicht abgewartet“ werden muss (Rn. 28 des
Urteils) – was nach dem Wortlaut des bisherigen Erlasses aber ausgeschlossen
wird. Schließlich erlegt die Formulierung „nachweislicher Bemühungen“ den
Betroffenen eine Beweislast auf, die dem Urteil ebenfalls nicht zu entnehmen
ist. Eine Verhältnismäßigkeitsprüfung ist bei entsprechend substantiiertem
Vorbringen der Betroffenen von Amts wegen vorzunehmen, um den durch Artikel 6
Absatz 1 des Grundgesetzes geschützten Belangen der Ehegatten zu
entsprechen.
1. Weshalb liegt der auf Bundestagsdrucksache 17/11661, Antwort zu Frage 7
angekündigte ergänzende Runderlass des Auswärtigen Amts mit einer
Auswertung des Urteils des BVerwG vom 4. September 2012 und
praktischen Anwendungshinweisen hierzu immer noch nicht vor, und wann ist
gegebenenfalls mit ihm zu rechnen?
Das Auswärtige Amt hat seine Auslandsvertretungen mit Runderlass vom
10. September 2012 erstmals über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
(BVerwG)vom 4. September 2012 (10 C 12.12) unterrichtet. Nach der
Veröffentlichung der schriftlichen Urteilsgründe hat das Auswärtige Amt am 6.
Dezember 2012 einen zweiten, ergänzenden Runderlass verschickt, der den
Auslandsvertretungen die dem Urteil zugrunde liegenden Erwägungen des
BVerwG, welche am 10. September 2012 noch nicht vorlagen, näher erläutert.
Hierauf hat die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, in ihrem
Schreiben an die Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Sevim Dag˘delen,
vom 4. März 2013 bereits hingewiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/127802. Falls der ergänzende Runderlass nunmehr vorliegen sollte, was genau
beinhaltet er (bitte beifügen oder im Wortlaut benennen oder so genau wie
möglich ausführen)?
Die Auslandsvertretungen wurden per Runderlass vom 6. Dezember 2012
darüber informiert, dass Ausnahmen vom – nach Ansicht des BVerwG
verfassungsrechtlich im Grundsatz nicht zu beanstandenden – Spracherfordernis (§ 28
Absatz 1 Satz 5 i. V. m. § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des
Aufenthaltsgesetzes) für Ehegatten eines Deutschen geboten sind. Der Runderlass weist
ausdrücklich darauf hin, dass nach dem Urteil des BVerwG vom 4. September 2012
dem ausländischen Ehepartner eines Deutschen grundsätzlich nur zumutbare
Bemühungen zum Spracherwerb abverlangt werden dürfen und dazu ein
zeitlicher Rahmen von einem Jahr nicht überschritten werden darf. Sind
entsprechende Bemühungen im Herkunftsstaat im Einzelfall in zumutbarer Weise nicht
möglich oder führen sie innerhalb eines Jahres nicht zum Erfolg, ist dem
ausländischen Ehegatten nunmehr dennoch ein Einreisevisum zu erteilen. Dies
enthebt den ausländischen Ehepartner allerdings nicht von Bemühungen, die
gesetzlich geforderten Sprachkenntnisse nach der Einreise zu erwerben.
Vor diesem Hintergrund wurden die Auslandsvertretungen angewiesen, ab
sofort bei Vorliegen der übrigen Erteilungsvoraussetzungen das Visum auch dann
zu erteilen, wenn der nicht Deutsch sprechende ausländische Ehegatte glaubhaft
machen kann, dass ihm der Erwerb von Sprachkenntnissen von vornherein
nicht zumutbar war oder er sich zumindest ein Jahr lang in zumutbarer Weise
um den Erwerb der notwendigen Sprachkenntnisse bemüht hat. Wie die
Bemühungen nachzuweisen sind, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls
ab. Entscheidend ist, ob ernsthafte und nachhaltige Lernanstrengungen
plausibel und nachvollziehbar dargelegt werden können. Hierbei sollen auch die
persönliche Situation des Antragstellers (z. B. Krankheit oder anderweitige
Unabkömmlichkeit) sowie die besonderen Umstände im Herkunftsland
(Verfügbarkeit von Lernangeboten, deren Kosten, ihre Erreichbarkeit) berücksichtigt
werden.
Davon, dass die Bemühungen zum Spracherwerb von vornherein nicht
zumutbar sind, ist dann auszugehen, wenn Sprachkurse im betreffenden Land nicht
angeboten werden oder deren Besuch mit einem hohen Sicherheitsrisiko
verbunden ist und auch sonstige erfolgversprechende Alternativen zum
Spracherwerb nicht bestehen. In diesem Fall braucht die Jahresfrist nicht abgewartet zu
werden.
3. Falls der ergänzende Runderlass immer noch nicht vorliegen sollte,
inwieweit ist dies verantwortbar angesichts der mit einem verzögerten oder
verweigerten Ehegattennachzug verbundenen erheblichen Eingriffe in die
Grundrechte der Betroffenen, nachdem das BVerwG die
Verfassungswidrigkeit der geltenden Gesetzeslage unter bestimmten Umständen eindeutig
festgestellt hat (bitte ausführlich begründen)?
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.
4. Wie ist es angesichts der schwerwiegenden und grundrechtsrelevanten
Auswirkungen der konkreten Auslegung und Anwendung des Urteils des
BVerwG vom 4. September 2012 insbesondere zu verantworten, dass mit
dem Erlass des Auswärtigen Amts vom 10. September 2012 eine
Umsetzung des Urteils vorgegeben und bis heute nicht korrigiert wurde, die den
Urteilsgründen – und damit auch dem Grundgesetz – widerspricht (siehe
Vorbemerkung der Fragesteller, bitte ausführen)?
Das Auswärtige Amt hat seine Auslandsvertretungen per Runderlass vom
10. September 2012 umgehend über das Urteil des BVerwG informiert. Da zu
diesem Zeitpunkt die Urteilsgründe des BVerwG noch nicht vorlagen, konnte
Drucksache 17/12780 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodederen Wortlaut bei der Abfassung des Runderlasses nicht berücksichtigt
werden. Der den Runderlass vom 10. September 2012 ergänzende Runderlass vom
6. Dezember 2012 bildet die Urteilsgründe nunmehr umfassend ab.
5. Stimmt die Bundesregierung zu, dass der Erlass vom 10. September 2012
mit den Urteilsgründen unvereinbar ist, insoweit damit vorgegeben wird,
dass
a) in jedem Fall zunächst ein Jahr abgewartet werden muss („Bemühungen
[…] nicht erfolgreich waren“), während das Urteil ausdrücklich vorgibt,
dass in bestimmten Fällen die „Jahresfrist nicht abgewartet“ werden
muss (siehe Vorbemerkung der Fragesteller),
b) ein „strenger Maßstab“ bei der Prüfung der Zumutbarkeit des
Spracherwerbs anzuwenden sei, wofür es im Urteil jedoch keinerlei Grundlage
gibt, zumal – ganz im Gegenteil – die Anwendung eines strengen
Maßstabs der Grundrechtsrelevanz der Verhältnismäßigkeitsprüfung
widersprechen dürfte,
c) die Beweislast für die Unzumutbarkeit des Spracherwerbs einseitig den
Betroffenen auferlegt wird („nachweisliche Bemühungen“), während es
im Urteil hierfür keinerlei Anhaltspunkte gibt und die
Verhältnismäßigkeitsprüfung bei entsprechend nachvollziehbaren Hinweisen oder
einem schlüssigen Vorbringen von Amts wegen erfolgen muss,
und wenn nein, wie genau begründet sie ihre Auffassung in der
Auseinandersetzung mit den Urteilsgründen (bitte nach Unterfragen getrennt
beantworten)?
Auf die Antwort zu Frage 4 wird verwiesen.
Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass der Runderlass vom 6. Dezember
2012 weder den Begriff des „strengen Maßstabs“ noch das Erfordernis der
„nachweislichen Bemühungen“ enthält und schon im Runderlass vom 10.
September 2012 mit hinreichender Deutlichkeit darauf hingewiesen worden ist,
dass nicht in jedem Fall die vom Bundesverwaltungsgericht gesetzte Frist von
einem Jahr abgewartet werden muss, bevor ein Visum erteilt werden kann.
6. Wieso kann die Bundesregierung keine Angaben dazu machen, in welchen
Ländern derzeit keine Sprachkurse angeboten werden (Nachfrage zu Frage 8a
auf Bundestagsdrucksache 17/11661), obwohl sie noch auf
Bundestagsdrucksache 17/5732 zu Frage 8 durch Verweis auf ihre vorliegenden
detaillierten Listen umfangreiche Angaben hierzu machen konnte, und wie
lautet also die Antwort auf die gestellte Frage, wobei sie auf Sprachkurse
der Goethe-Institute bzw. lizensierter Partner zur Vorbereitung der
Sprachtests beim Ehegattennachzug abzielt?
Frage 8a auf Bundestagsdrucksache 17/11661 vom 28. November 2012 bezieht
sich nicht auf das Sprachkursangebot der Goethe-Institute bzw. seiner
lizensierten Partner, sondern auf das allgemeine Sprachkursangebot weltweit und ist
daher korrekt beantwortet. Zum Sprachkursangebot der Goethe-Institute bzw.
seiner lizensierten Partner wird auf Anlage 1 im Anhang verwiesen, aus der sich
die internationale Präsenz des Goethe-Instituts und seiner Lizenznehmer oder
Prüfungslizenznehmer ergibt.
7. Wieso kann die Bundesregierung keine näheren Angaben dazu machen,
welche Wegezeiten zum Erreichen eines Sprachkurses im Ausland im
Rahmen des Ehegattennachzugs zu Deutschen für zumutbar gehalten werden
(Nachfrage zu Frage 8b auf Bundestagsdrucksache 17/11661), obwohl es
für die Zumutbarkeit eines Sprachkursbesuchs in Deutschland entspre-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/12780chende allgemeine Vorgaben und Bewertungen gibt, und welche
Wegezeiten werden in Deutschland beim obligatorischen Sprachkursbesuch für
zumutbar gehalten?
Ob Anfahrtsweg und Anfahrtszeit zum Erreichen eines Sprachkurses im
Ausland zumutbar sind oder nicht, hängt von den konkreten Umständen des
Einzelfalls sowie insbesondere von den landesspezifischen Besonderheiten
(Sicherheitslage, Straßenbeschaffenheit, zur Verfügung stehende Transportmittel,
Witterung) ab. Generelle Vorgaben bezüglich der Zumutbarkeit von Wegezeiten im
Ausland können daher nicht gemacht werden. Vielmehr obliegt es – wie in der
Antwort der Bundesregierung zu Frage 8b der Kleinen Anfrage der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 17/11661 vom 28. November 2012
bereits ausgeführt – der zur Entscheidung berufenen Auslandsvertretung in jedem
Einzelfall, unter Berücksichtigung aller vom BVerwG in seinem Urteil
aufgeführten Zumutbarkeitskriterien eine sachgerechte Entscheidung zu treffen.
Für die in Deutschland angebotenen Integrationskurse gibt es im Hinblick auf
Wegezeiten keine Vorgaben.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 8 verwiesen.
8. Hält die Bundesregierung bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung beim
Ehegattennachzug zu Deutschen insbesondere die Begründung zur
Integrationskursverordnung für übertragbar, wonach bei der Frage der zumutbaren
Erreichbarkeit von Kursen von den ortsüblichen räumlich-zeitlichen
Entfernungen und Fahrtkosten auszugehen ist, d. h. von Entfernungen, die bei
der Bewältigung des Alltags im Rahmen von üblichen beruflichen und
familiären Verpflichtungen, von Behördengängen, Einkäufen und
sonstigen Erledigungen zurückgelegt werden und auf die Betroffenen
grundsätzlich eingestellt sein müssen, wobei unter Berücksichtigung der
persönlichen Umstände, etwa einer körperlichen Behinderung oder auch berufliche
oder familiäre Verpflichtungen im Einzelfall ein Kurs trotz ortsüblicher
Entfernung nicht zumutbar erreichbar sein kann, und wenn nein, warum
nicht?
Die Begründung zur Integrationskursverordnung ist auf die
Verhältnismäßigkeitsprüfung im Rahmen der Prüfung des Spracherfordernisses als
Visumvoraussetzung nicht übertragbar. Der deutsche Gesetzgeber hat keinen Einfluss auf
die Infrastruktur und Daseinsvorsorge in den Herkunftsländern. Im Rahmen der
Prüfung der Visumvoraussetzungen ist der aktuelle Erlass des Auswärtigen
Amtes vom 6. Dezember 2012 maßgeblich.
9. Stimmt die Bundesregierung zu, dass es vor dem Hintergrund des Urteils
des BVerwG Betroffenen beim Ehegattennachzug zu Deutschen nicht
zugemutet werden kann, einen Sprachkurs in einer entfernten Stadt zu
belegen, insbesondere wenn dies mit zusätzlichen Kosten, einer zusätzlichen
Wohnungsnahme und/oder dem hierdurch bedingten Verzicht auf
Einkommen verbunden ist, und wenn nein, wie ist dies zu begründen angesichts
der Vorgabe des BVerwG, dass Kosten und Erreichbarkeit der Sprachkurse
bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung berücksichtigt werden müssen, was
nicht der Fall ist, wenn alle zusätzlichen Kosten solange für zumutbar
erachtet werden, wie sie nur dem „Preisniveau für entsprechende Leistungen
in dem Herkunftsland entsprechen“, wie die Bundesregierung auf
Bundestagsdrucksache 17/11661 zu Frage 8e antwortete (bitte ausführlich
begründen)?
Das Urteil des BVerwG vom 4. September 2012 (10 C 12.12) hat das
Spracherfordernis vor Einreise dem Grundsatz nach erneut bestätigt. In welchen Fällen
beim Ehegattennachzug zu Deutschen vor dem Hintergrund des Urteils auf das
Drucksache 17/12780 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeSpracherfordernis vor Einreise verzichtet werden kann, wird anhand der
jeweiligen Lebenssachverhalte in einschlägigen Einzelfällen entschieden.
Dass die Erreichbarkeit von Sprachkursen und deren Kosten im Rahmen der
Verhältnismäßigkeitsprüfung eine Rolle spielen können, hat das BVerwG
vorgegeben. Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten des Spracherwerbs ist
jedoch nicht davon auszugehen, dass allein eine große Entfernung zu einem
Goethe-Institut oder einer sonstigen Sprachlernschule und die Aufwendung
üblicher Kosten die Unzumutbarkeit des Spracherwerbs nach sich zieht.
10. Stimmt die Bundesregierung zu, dass es unzulässig wäre, Betroffene aus
Ländern, in denen es keine Sprachkursangebote des Goethe-Instituts bzw.
lizensierter Partner gibt, oder denen kein solcher Sprachkurs in
zumutbarer Nähe und/oder zu zumutbaren Kosten zur Verfügung steht, auf die
– praktisch immer bestehende – Möglichkeit des eigenständigen
Spracherwerbs mittels CD, Radio, Internet usw. zu verweisen, weil ansonsten die
Vorgabe des BVerwG, es müsse berücksichtigt werden, ob Sprachkurse in
dem betroffenen Land angeboten werden, was sie kosten und wie sie zu
erreichen sind, sinnlos wäre (wenn nein, bitte ausführlich begründen)?
Es müssen nicht zwingend Sprachkursangebote des Goethe-Instituts oder eines
lizensierten Partners besucht werden. Der Spracherwerb kann über die in der
Frage erwähnten Möglichkeiten hinaus auch durch jeden privaten Sprachlehrer
vermittelt werden. Die Vorgabe des BVerwG ist schon deshalb nicht sinnlos,
weil sie neben dem Sprachkurs ausdrücklich auch „sonstige
erfolgversprechende Alternativen zum Spracherwerb“ erwähnt und auch die generelle
Unzumutbarkeit des Spracherwerbs im Herkunftsland für möglich hält. Letzterem
wird durch die generelle Ausnahme vom Spracherfordernis vor Einreise in
folgendem Beispiel Rechnung getragen: Seit Oktober 2012 müssen Ehegatten aus
Syrien kein Sprachzertifikat mehr vorlegen, da der Spracherwerb ihnen nicht
zumutbar ist. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 9 verwiesen.
11. Stimmt die Bundesregierung zu, dass es bei der Prüfung, was
„erfolgversprechende Alternativen“ zum Spracherwerb mittels eines Sprachkurses
sein könnten, nach Maßgabe der Gründe des BVerwG-Urteils vom 4.
September 2012 darauf ankommt, ob diese Alternativen unter
Berücksichtigung aller persönlichen und örtlichen Umstände auch zum Erwerb von
schriftlichen und mündlichen Deutschkenntnissen des Niveaus A1 GER
innerhalb eines Jahres befähigen (wenn nein, bitte ausführlich und in
Auseinandersetzung mit dem Urteil begründen)?
Mündliche und schriftliche Deutschkenntnisse des Niveaus A1 des
Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) sind in jedem Fall
vom Antragsteller anzustreben – entweder mittels eines Sprachkurses oder
aufgrund einer erfolgversprechenden Alternative. Dieses Bemühen muss glaubhaft
gemacht werden. In seinem Urteil hält das BVerwG es auch für möglich, dass
das erforderliche Bemühen im Einzelfall nicht innerhalb eines Jahres zu diesem
Erfolg führt (vgl. Rn. 28 a. E.). Nach dem Urteil des BVerwG (10 C. 12.12)
kann das erforderliche Bemühen auch darin zum Ausdruck kommen, dass der
Ausländer zwar die schriftlichen Anforderungen nicht erfüllt, wohl aber die
mündlichen. Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 9 und 10
verwiesen.
12. Welche Erkenntnisse oder Einschätzungen hat die Bundesregierung vor
dem Hintergrund des Urteils des BVerwG vom 4. September 2012 dazu,
unter welchen Bedingungen der Eigenerwerb von schriftlichen und
mündlichen Deutschkenntnissen des Niveaus A1 GER im Ausland inner-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/12780halb eines Jahres mittels CD, Radio oder Internet im „Selbststudium“
möglich ist, insbesondere für
a) (primäre bzw. sekundäre – bitte differenzieren) Analphabeten/
Analphabetinnen,
b) lernungewohnte und/oder bildungsbenachteiligte Personen,
c) alleinstehende Eltern von Kleinkindern und
d) Erwerbstätige (Lohnarbeit, Selbständige, Arbeit im Familienbetrieb
usw.)?
Der Bundesregierung liegen keine Statistiken dazu vor. Es kann aber festgestellt
werden, dass der Ehegattennachzug sich seit Einführung des
Spracherfordernisses – nach einem erwartungsgemäßen kurzen Rückgang in den ersten Monaten
nach Einführung – konstant entwickelt hat.
13. Stimmt die Bundesregierung zu, dass primäre Analphabeten/
Analphabetinnen nicht auf die Möglichkeit des Spracherwerbs (mit dem Ziel
mündlicher und schriftlicher Deutschkenntnisse des Niveaus A1 GER) im
„Selbststudium“ verwiesen werden können, nachdem die Unmöglichkeit
eines solchen Unterfangens auf Bundestagsdrucksache 16/11997,
Antwort zu Frage 8e bereits eingestanden wurde („Aufgrund der
erforderlichen Umsetzungen von gesprochener in geschriebene Sprache und der
dafür zu erlernenden motorischen Fähigkeiten im Zuge der
Alphabetisierung können primäre Analphabeten die lateinische Schrift nicht im
Wege des Selbststudiums erlernen“), und wenn nein, warum nicht?
Einer Alphabetisierung im Selbststudium sind gewiss Grenzen gesetzt. Diese
wird aber auch nicht gefordert. Die Alphabetisierung kann etwa zunächst in der
Muttersprache stattfinden – dazu bedarf es vorerst keines Vermittlers der
deutschen Sprache. Zudem kann es nach den Ausführungen des BVerwG im
Einzelfall genügen, dass die Bemühungen den Erwerb von (nur) mündlichen
Sprachkenntnissen zur Folge haben.
14. Ist der „vergleichsweise hohe Aufwand beim Spracherwerb“ für
Analphabeten und Analphabetinnen (so die Bundesregierung in ihrer Antwort auf
Bundestagsdrucksache 16/11997 zu Frage 8a) Betroffenen im Rahmen
des Ehegattennachzugs zu Deutschen nach dem BVerwG-Urteil vom
4. September 2012 überhaupt noch zuzumuten (bitte begründen)?
Ja, sofern im Einzelfall die vom BVerwG definierten Zumutbarkeitsgrenzen
gewahrt bleiben. Bei Analphabeten sind der Integrationsbedarf und der
persönliche Nutzen sogar am größten.
15. In welchen Ländern bzw. Städten werden von den Goethe-Instituten oder
lizensierten Partnern spezielle Sprachkurse zum Erwerb des Niveaus A1
GER für Analphabeten angeboten, in welchem Turnus werden diese
angeboten, wie lange dauern sie, welchen Zeitraum nehmen sie in
Anspruch, was kosten diese Kurse, und was ist über entsprechende
Bestehensquoten bei Sprachtests für den Ehegattennachzug nach dem Besuch
solcher Kurse bekannt?
Das Goethe-Institut und seine lizensierten Partner bieten nur vereinzelt, z. B. in
Ghana oder Thailand, spezielle Kurse zum späteren Erwerb des Sprachniveaus A1
GER für Analphabeten an. Anfragen interessierter Analphabeten werden in der
Regel an die für Alphabetisierungsmaßnahmen zuständigen staatlichen Stellen
im jeweiligen Land bzw. an dortige spezialisierte private Bildungsträger
weitergeleitet.
Drucksache 17/12780 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode16. Wie lange benötigen (primäre bzw. sekundäre – bitte differenzieren)
Analphabeten/Analphabetinnen in Integrationskursen in Deutschland
durchschnittlich, um das Niveau A1 GER (schriftlich und mündlich) zu
erreichen, und wie sind die diesbezüglichen Erfahrungen mit entsprechenden
A-Kursen in Deutschland?
Das Sprachniveau A1 wird in den Integrationskursen nicht getestet. Im Konzept
für einen bundesweiten Alphabetisierungskurs, welches unter Beteiligung von
erfahrenen Praktikern erstellt wurde, gibt es dazu keine verbindliche Vorgaben.
Daher liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse dazu vor, wann
Teilnehmende von Alphabetisierungskursen das Sprachniveau A1 erreichen.
17. Inwieweit ist angesichts der Vorgabe des BVerwG, dass auch die Kosten
von Sprachlernangeboten bei der Zumutbarkeitsprüfung beim
Ehegattennachzug zu Deutschen berücksichtigt werden müssen, bei der
Verhältnismäßigkeitsprüfung ebenso zu berücksichtigen, welche Kosten den
Eheleuten dadurch entstehen, dass mit einem verzögerten Nachzug
Steuervorteile in Höhe mehrerer Tausend Euro verloren gehen können, weil
z. B. die erheblichen Begünstigungen durch das Ehegattensplitting erst
nach Einreise für das jeweils laufende Jahr beantragt und damit wirksam
werden können (bitte ausführlich begründen)?
Nicht zum Tragen kommende Steuervergünstigungen sind keine Kosten für den
Spracherwerb, sondern gegebenenfalls die mittelbare Folge eines nicht
erbrachten Spracherwerbs. Es handelt sich bei dem sog. Ehegattensplitting vielmehr
um eine dem Grundgesetz gemäße Besteuerung, die erst entstehen kann, wenn
alle gesetzlichen Voraussetzungen für das Ehegattensplitting vorliegen. Dazu
gehört der Ehegattennachzug nach Deutschland, der – wie das BVerwG in
seiner Grundsatzentscheidung am 4. September 2012 (10 C. 12.12) erneut
bekräftigt hat – grundsätzlich vom Spracherwerb vor Einreise abhängt.
18. Welche Besprechungen und Vereinbarungen hat es inzwischen zu den
Auswirkungen des BVerwG-Urteils vom 4. September 2012 gegeben,
etwa mit den Bundesländern, Ausländerbehörden, Auslandsvertretungen,
mit der Integrationsbeauftragten oder auch zwischen unterschiedlichen
Ministerien, und was waren jeweils die maßgeblichen Ergebnisse dieser
Besprechungen?
Die Bundesregierung verweist auf ihre Antwort zu Frage 9 der Kleinen Anfrage
der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 17/11661 vom 28.
November 2012.
19. Wie viele Aufenthaltserlaubnisse nach § 16 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) wurden in den Jahren 2009 bis 2012 erteilt (bitte nach
Jahren und den 20 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren; bitte
außerdem gesondert aufführen, wie viele der jeweils erteilten
Aufenthaltserlaubnisse an Personen gingen, die aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit kein
Visum zur Einreise benötigten und soweit möglich zudem die Zahl der
jeweiligen Personen über 18 Jahren nennen)?
Aus technischen Gründen lassen sich Daten im Sinne der Fragestellung aus dem
Ausländerzentralregister (AZR) nicht valide, sondern nur näherungsweise
ermitteln. So sind Erteilungen der Aufenthaltserlaubnisse solcher Personen, deren
Datensätze mittlerweile gelöscht wurden, nicht einbezogen. Auch lässt sich das
Alter zum Zeitpunkt der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nicht
automatisiert herausfiltern.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/12780Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf den Auswertungsstichtag 31.
Dezember 2012.
20. Welche Kenntnisse oder Einschätzungen hat die Bundesregierung dazu,
in welchem Umfang ein Ehegattennachzug im Ausnahmefall
entsprechend der Vorgaben des Urteils des BVerwG vom 30. März 2010 für
Härtefälle ermöglicht wurde, auch vor dem Hintergrund der vorherigen
Angaben zur Aufenthaltserteilung nach § 16 Absatz 5 AufenthG an
volljährige Personen aus (nicht) visapflichtigen Ländern (bitte ausführen)?
Die Bundesregierung verfügt über keine entsprechenden Statistiken.
Insbesondere weist das AZR nicht aus, inwiefern Visa zum Spracherwerb speziell an
Ehegatten erteilt wurden, die langfristig einen Aufenthaltstitel zum
Familiennachzug anstreben.
erteilte AE nach § 16 Absatz 5
AufenthG 2009 bis 2012
darunter aus Staaten
ohne Visumpflicht
Gesamt 31 156 18 018
davon
2009 7 700 4 494
2010 8 104 4 760
2011 8 004 4 631
2012 7 348 4 133
erteilte AE nach § 16 Absatz 5 AufenthG 2009 – 2012
Gesamt 31 156
darunter:
Vereinigte Staaten von Amerika 4 171
Brasilien 3 739
China 2 850
Mexico 1 913
Korea (Republik) 1 723
Japan 1 699
Russische Föderation 1 343
Kolumbien 1 250
Türkei 785
Thailand 769
Kanada 619
Ukraine 580
Australien 566
Argentinien 536
Israel 429
Ecuador 384
Chile 381
Taiwan 380
Georgien 364
Libyen 351
Drucksache 17/12780 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode21. Welche Kenntnisse oder Einschätzungen hat die Bundesregierung dazu,
in welchem Umfang infolge des BVerwG-Urteils vom 4. September 2012
ein Visum für den Ehegattennachzug zu Deutschen im Ausnahmefall
auch ohne A1-Sprachnachweis erteilt bzw. trotz Vorbringens
unzumutbaren Spracherwerbs verweigert wurde, und welche Gerichtsverfahren sind
nach Kenntnis der Bundesregierung diesbezüglich mit welchem Stand
anhängig oder schon entschieden worden?
Der Bundesregierung liegen keine statistischen Angaben dazu vor, in welchem
Umfang infolge des Urteils des BVerwG vom 4. September 2012 auch ohne die
Vorlage eines entsprechenden Sprachnachweises ein Visum erteilt bzw. trotz
vorgetragener Unzumutbarkeit des Spracherwerbs ein Visum verweigert
worden ist. Die Frage der Zumutbarkeit von Bemühungen zum Spracherwerb ist
derzeit Gegenstand einer Reihe von Klageverfahren, deren genaue Zahl die
Bundesregierung nicht erfasst hat.
In der Folge des Urteils des BVerwG sind einige Klageverfahren eingestellt
worden, nachdem das Auswärtige Amt über ein Jahr andauernde Bemühungen
zum Spracherwerb auch ohne A1-Zertifikat als hinreichendes Bemühen
anerkannt und entsprechende Visa erteilt hat. Gegen ein Urteil des
Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 23. Oktober 2012 (Az. OVG 2 B 13.10),
in dem die Bundesregierung unter Hinweis auf die Rechtsprechung des
BVerwG zur Erteilung des streitgegenständlichen Visums zum
Ehegattennachzug ohne Sprachnachweis verpflichtet wurde, hat das Auswärtige Amt für die
Bundesregierung Rechtsmittel eingelegt. Im Übrigen ist das dem Urteil des
BVerwG vom 4. September 2012 zugrundeliegende Klageverfahren nach der
Zurückverweisung durch das BVerwG erneut vor dem Verwaltungsgericht
Berlin anhängig, das nunmehr nach den vorgegebenen Kriterien über die
Zumutbarkeit des Spracherwerbs der Klägerin zu entscheiden hat.
22. Welche konkreten Anforderungen beim Ehegattennachzug zu Deutschen
stellen die deutschen Auslandsvertretungen an die zumutbaren
Bemühungen zum Spracherwerb des Niveaus A1 innerhalb eines Jahres, welche
Nachweise werden etwa in Bezug auf die Teilnahme an besuchten
Sprachkursen verlangt, und wie wird insbesondere beurteilt, ob es im
Verschulden der Betroffenen liegt, wenn ein Sprachkursbesuch über ein Jahr
hinweg nicht zum positiven Abschluss auf dem Niveau A1 führte (bitte so
genau wie möglich ausführen)?
Entsprechend dem Urteil des BVerwG kann nach dem Grundsatz der
Verhältnismäßigkeit im Einzelfall das Erfordernis des Nachweises einfacher deutscher
Sprachkenntnisse auf dem Niveau A 1 des GER unzumutbar sein. Dabei kann
sich die Unzumutbarkeit u.a. daraus ergeben, dass es dem ausländischen
Ehegatten aus besonderen persönlichen Gründen oder wegen der besonderen
Umstände in seinem Heimatland nicht möglich oder nicht zumutbar ist, die deutsche
Sprache innerhalb angemessener Zeit zu erlernen. Bei der Prüfung der
Zumutbarkeit sind insbesondere auch die Verfügbarkeit von Lernangeboten, deren
Kosten, ihre Erreichbarkeit sowie persönliche Umstände zu berücksichtigen, die der
Wahrnehmung von Lernangeboten entgegenstehen können, etwa Krankheit oder
Unabkömmlichkeit. Dies setzt der aktuelle Runderlass des Auswärtigen Amtes
vom 6. Dezember 2012 um. Weitere generelle Vorgaben lassen sich wegen der
gebotenen Verhältnismäßigkeitsprüfung im Einzelfall den zur Anwendung der
gesetzlichen Vorschriften berufenen Auslandsvertretungen nicht machen.
23. Wie viele Visa zum Ehegattennachzug wurden im Jahr 2012 erteilt (bitte
auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren und zudem
die jeweiligen prozentualen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr
benennen)?
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/12780a) Wie lautet die gesonderte Statistik des Auswärtigen Amts zum
Sprachnachweis beim Ehegattennachzug für die zehn
Hauptherkunftsländer für das Jahr 2012?
b) Wie hoch war der Anteil „Externer“ an Sprachprüfungen „Start
Deutsch 1“ der Goethe-Institute weltweit im Jahr 2012 bzw. zum
letzten verfügbaren Stand (bitte auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
c) Wie hoch waren die Bestehensquoten bei Sprachprüfungen „Start
Deutsch 1“ der Goethe-Institute weltweit im Jahr 2012 bzw. zum
letzten verfügbaren Stand (bitte auch nach externen und internen
Prüfungsteilnehmenden sowie nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren und zudem die jeweils zehn Länder mit den höchsten
bzw. niedrigsten Quoten mit einer Teilnehmendenzahl von über 100
angeben)?
Bezüglich Frage 23 sowie 23 a wird auf die Anlagen 2 bis 4 im Anhang
verwiesen. Bezüglich Frage 23 b und c liegen für das Jahr 2012 noch keine
abschließenden Statistiken des Goethe-Instituts vor.
24. Wie viele Aufenthaltserlaubnisse wurden im Jahr 2012 erstmalig im
Rahmen des Ehegattennachzugs erteilt (bitte auch nach den 20 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die nachfolgenden AZR-Zahlen zum Auswertungsstichtag 31. Dezember 2012
beziehen sich auf Personen, die im Jahr 2012 nach Deutschland einreisten und
im gleichen Jahr eine Aufenthaltserlaubnis aufgrund Ehegattennachzuges
erhalten haben.
erteilte Aufenthaltserlaubnisse im Jahr 2012 aufgrund Ehegattennachzuges
Gesamt 45 424
darunter:
Türkei 6 799
Russische Föderation 3 366
Kosovo 2 369
Indien 2 204
Vereinigte Staaten von Amerika 2 025
China 1 995
Ukraine 1 718
Marokko 1 622
Serbien 1 139
Japan 1 099
Thailand 1 077
Tunesien 1 001
Brasilien 966
Bosnien und Herzegowina 901
Vietnam 788
Iran 756
Kroatien 626
Mazedonien 593
Pakistan 590
Syrien 564
Drucksache 17/12780 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode25. Welchen aktuellen Stand hat das „EU-Pilot“-Verfahren mit der
Referenznummer 3818/12/HOME (Anwendung der EU-
Familienzusammenführungsrichtlinie) in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland, und
inwieweit steht ein entsprechendes Vertragsverletzungsverfahren gegen die
Bundesrepublik Deutschland oder nach Kenntnis der Bundesregierung
andere EU-Mitgliedstaaten bevor oder wurde bereits eingeleitet?
Das EU-Pilotverfahren mit der Referenznummer 3818/12/HOME ist
abgeschlossen. Ein Vertragsverletzungsverfahren wurde bisher nicht eingeleitet. Der
Bundesregierung ist nicht bekannt, dass gegen einen anderen EU-Mitgliedstaat
ein entsprechendes Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet worden wäre oder
unmittelbar bevorstünde.
26. Was konkret wurde bislang in der am 10. September 2012 das erste Mal
tagenden Arbeitsgruppe aus Vertretern der Europäischen Kommission
und den Mitgliedstaaten im Rahmen der Grünbuch-Evaluierung der EU-
Familienzusammenführungsrichtlinie besprochen, und wie und mit
welchem Ziel bringt sich die Bundesregierung hier ein?
Das Thema der Arbeitsgruppensitzung am 10. September 2012 war die
„Bekämpfung von Missbrauch und Betrug im Zusammenhang mit der Erlangung
von Aufenthaltstiteln“. Die Mitgliedstaaten – auch Deutschland – tauschten
Erfahrungen im Umgang mit dieser Problematik aus und informierten über
aktuelle Entwicklungen.
27. Wie ist der Stand der Erarbeitung von Leitlinien zur Auslegung der EU-
Familienzusammenführungsrichtlinie durch die Europäische
Kommission, und was beinhalten die Leitlinien (gegebenenfalls im
Entwurfsstadium) insbesondere zum Punkt der Zulässigkeit von
Sprachnachweisen eines bestimmten Niveaus als Einreisebedingungen beim
Ehegattennachzug (vgl. Artikel 7 Absatz 2 der Richtlinie)?
Es liegt noch kein Entwurf der Europäischen Kommission zu den in Aussicht
gestellten Leitlinien zur Auslegung der Familienzusammenführungsrichtlinie
vor. Integrationsmaßnahmen vor und nach Einreise werden voraussichtlich im
Rahmen der Erstellung der Leitlinien thematisiert werden.
28. Wie begründet die Bundesregierung ihre Auffassung, nur ein Sprachtest
im Ausland könne den Erwerb von einfachen Sprachkenntnissen
sicherstellen und deshalb sei der damit verbundene Eingriff in das Grundrecht
auf Ehe- und Familienzusammenleben verhältnismäßig (vgl. z. B.
Bundestagsdrucksache 16/11997, Antwort zu Frage 8c), angesichts des
Umstands, dass auch diejenigen Personen, die den Test im Ausland bestanden
haben, in ihrer Mehrheit in Deutschland wieder im 1. Modul eines
Integrationskurses anfangen müssen, weil ihre Sprachkenntnisse infolge der
langen Übergangs- und Wartezeiten im Visum- und Einreiseverfahren
wieder verloren gehen (vgl. Bundestagsdrucksache 17/10221, S. 206 f),
während zugleich bei einem Integrationskursbesuch in Deutschland
Prüfungsteilnehmende zu 92 Prozent sogar das höhere Niveau A2 aufweisen
(bitte begründen)?
Ist ein Aufenthaltstitel zum Familiennachzug einmal erteilt, wird dieser stets
um ein Jahr verlängert, wenn der Ausländer den Nachweis der erfolgreichen
Teilnahme an einem Integrationskurs nicht erbringt. Eine
Aufenthaltsbeendigung ist nicht möglich. Aufenthaltsrechtlich gibt es somit keine effektive
Möglichkeit, einer beharrlichen Verweigerung erster Integrationsbemühungen
entgegenzuwirken. Insofern ist die Geeignetheit des Spracherfordernisses vor Ein-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/12780reise für die Ziele des Gesetzgebers (Integration und Bekämpfung von
Zwangsheiraten) gegeben.
Die Gründe für längere Übergangszeiten zwischen dem Sprachkurs vor Einreise
und dem Integrationskurs in Deutschland sind multikausal und liegen oftmals
nicht im Einflussbereich der zuständigen Behörde. Grundsätzlich ist
gewährleistet, dass der Antragsteller nach Einreise nicht länger als drei Monate auf die
Teilnahme an einem Integrationskurs warten muss. Erste Deutschkenntnisse
sind auch in der Zwischenzeit von Vorteil und erleichtern in jedem Fall den
Einstieg in den Kurs – unabhängig davon, ob der Ausländer seine
Deutschkenntnisse mit einem Anfängerkurs auffrischen möchte oder ob er den
Fortgeschrittenenkurs besucht.
29. Welche Erfahrungen wurden bislang mit der Regelung für syrische
Staatsangehörige gemacht, die beim Ehegattennachzug auch ohne
vorherigen Nachweis einfacher Deutschkenntnisse einreisen dürfen, wenn sie
sich verbindlich für einen Sprachkurs in Deutschland angemeldet haben,
und wenn es bislang zu keinen nennenswerten Problemen beim späteren
Spracherwerb und -nachweis in Deutschland gekommen ist, warum wird
eine solche Verfahrensweise nicht generell praktiziert, da sie einen
minderschweren Eingriff in das grundrechtlich geschützte Ehe- und
Familienleben darstellt als das derzeitige, für viele Betroffene belastende
Verfahren des Spracherwerbs im Ausland (bitte ausführlich begründen)?
Der Bundesregierung liegen keine statistischen Angaben dazu vor, wie viele
syrische Staatsangehörige bereits von der Sonderregelung zum
Sprachnachweiserfordernis Gebrauch gemacht haben. Im Übrigen ist die Sonderregelung
auf die aktuellen Umstände in Syrien zurückzuführen und trägt somit dem
Gedanken der Zumutbarkeit von Bemühungen um Spracherwerb Rechnung.
30. Wieso stellt die Aussage, das Sprachniveau B1 sei für gleiche
Teilhabechancen in der Gesellschaft erforderlich und deshalb dürften bei der
Erreichung dieses Ziels keine Abstriche gemacht werden, nach Auffassung
der Bundesregierung eine Antwort auf die ganz anders gelagerte Frage
dar, ob es in sich schlüssig ist, sowohl für eine Einbürgerung als auch für
eine mehr als einjährige Aufenthaltserlaubnis dasselbe Sprachniveau zu
fordern, wie es seit der Neuregelung des § 8 Absatz 3 Satz 6 AufenthG
der Fall ist (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 17/11661, Frage 21)?
Ein niedrigeres Sprachniveau als B1 ermöglicht keine gleichen
Teilhabechancen in der Gesellschaft. Die Bundesregierung fördert durch die genannten
Anforderungen die Eigenmotivation der Betroffenen und deren Integration durch
ein entsprechendes Angebot. Die Teilhabemöglichkeiten sollen sowohl für
Menschen, die sich einbürgern lassen wollen und sich damit dauerhaft zu
Deutschland bekennen als auch für Menschen, die zumindest längerfristig in
Deutschland leben wollen, in jedem Fall gewährleistet sein. Auch letztere
Personengruppe stellt einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft dar und darf nicht
sozial und gesellschaftlich benachteiligt werden. Im Übrigen verweist die
Bundesregierung auf die Antwort zu Frage 25 der Kleinen Anfrage der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 17/5693 vom 2. Mai 2011.
Drucksache 17/12780 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAnlage 1
Goethe-Institute im Ausland mit Sprachkurs- und Prüfungsbetrieb
Land Ort
1 Afghanistan Kabul
2 Ägypten Alexandria
3 Ägypten Kairo
4 Algerien Algier
5 Argentinien Buenos Aires
6 Argentinien Córdoba
7 Äthiopien Addis Abeba
8 Australien Melbourne
9 Australien Sydney
10 Bangladesch Dhaka
11 Belarus Minsk*
12 Belgien Brüssel
13 Bolivien La Paz
14 Bosnien und Herzegowina Sarajewo
15 Brasilien Curitiba
16 Brasilien Porto Alegre
17 Brasilien Rio de Janeiro
18 Brasilien Salvador de Bahia
19 Brasilien Sao Paulo
20 Bulgarien Sofia
21 Chile Santiago de Chile
22 China Hongkong
23 China Peking
24 Côte d’Ivoire Abidjan
25 Finnland Helsinki
26 Frankreich Lyon
27 Frankreich Nancy
28 Frankreich Paris
29 Frankreich Toulouse
30 Georgien Tiflis
31 Ghana Accra
32 Griechenland Athen
33 Griechenland Thessaloniki**
34 Großbritannien Glasgow
35 Großbritannien London
36 Indien Bangalore
37 Indien Chennai (Madras)
38 Indien Kolkata (Kalkutta)
39 Indien Mumbai
40 Indien New Delhi
41 Indien Pune (Poona)
42 Indonesien Bandung/Jakarta
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/1278043 Indonesien Jakarta
44 Irak Erbil (Arbil)
45 Irland Dublin
46 Israel Jerusalem/Tel Aviv
47 Israel Tel Aviv
48 Italien Mailand
49 Italien Neapel
50 Italien Rom
51 Italien Turin
52 Japan Osaka/Kyoto
53 Japan Tokyo
54 Jordanien Amman
55 Kamerun Yaoundé
56 Kanada Montreal
57 Kanada Ottawa
58 Kanada Toronto
59 Kasachstan Almaty
60 Kenia Nairobi
61 Kolumbien Bogotá
62 Korea Seoul
63 Kroatien Zagreb*
64 Lettland Riga
65 Libanon Beirut
66 Malaysia Kuala Lumpur
67 Marokko Casablanca
68 Marokko Rabat
69 Mexiko Mexiko-Stadt
70 Mongolei Ulan Bator
71 Neuseeland Wellington
72 Niederlande Amsterdam/Rotterdam
73 Niederlande Rotterdam/Amsterdam
74 Nigeria Lagos
75 Norwegen Oslo
76 Pakistan Karachi
77 Palästinensische Gebiete Ramallah
78 Peru Lima
79 Philippinen Manila
80 Polen Krakau
81 Polen Warschau
82 Portugal Lissabon
83 Portugal Porto
84 Rumänien Bukarest
85 Russische Föderation Moskau
86 Russische Föderation St. Petersburg
Land Ort
Drucksache 17/12780 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode87 Schweden Stockholm*
88 Senegal Dakar
89 Serbien Belgrad
90 Singapur Singapur
91 Slowakische Republik Bratislava
92 Slowenien Ljubljana*
93 Spanien Barcelona
94 Spanien Madrid
95 Spanien San Sebastian/Madrid
96 Sri Lanka Colombo
97 Südafrika Johannesburg
98 Sudan Khartum
99 Taiwan Taipei
100 Tansania Daressalam
101 Thailand Bangkok
102 Togo Lomé
103 Tschechische Republik Prag
104 Tunesien Tunis
105 Türkei Ankara
106 Türkei Istanbul
107 Türkei Izmir
108 Ukraine Kiew
109 Ungarn Budapest
110 Uruguay Montevideo
111 USA Boston
113 USA San Francisco
114 USA Washington
115 USA, Illinois Chicago
116 Usbekistan Taschkent
117 Venezuela Caracas
118 Vereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi
119 Vereinigte Arabische Emirate Dubai
120 Vietnam Hanoi
121 Vietnam Ho Chi Minh Stadt
122 Zypern Nikosia
* keine Sprachkurse, nur Prüfungen
** prüft auch im Kosovo
Land Ort
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
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lp
erio
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–
1
7
–
D
ru
cksach
e 17/12780
Anlage 2
emann ausl. Ehemann zu ausl. Ehefrau Gesamt
EZ
Summe I II III IV Summe Summe
8 0 0 1 1 2 35
3 0 0 0 k. A. 0 9
0 0 0 0 0 0 0
43 0 0 0 1 1 164
61 13 5 k. A. 0 18 105
78 2 1 1 2 6 274
9 1 0 2 0 3 77
236 2 9 8 8 27 442
32 2 0 2 1 5 63
1 299 134 141 122 102 499 3 482
0 0 0 × × 0 10
0 0 0 0 0 0 6
15 1 0 0 1 2 251
2 0 1 0 0 1 19
24 2 1 5 4 12 42
1 0 0 0 0 0 2
22 0 0 0 1 1 42
38 1 1 3 3 8 82
1 0 0 0 0 0 4
768 5 6 8 k. A. 19 799
40 2 0 3 1 6 641
213 6 7 8 6 27 786
376 55 53 46 47 201 777
32 6 1 2 4 13 84
13 3 1 0 1 5 60
23 1 3 2 2 8 117
0 0 0 0 0 0 0
14 3 1 2 0 6 31
0 0 0 0 0 0 1
39 1 2 3 1 7 118
0 1 0 1 0 2 4 Erteilte V isa zum Ehegattennachzug 2012
ausl. Ehefrau zu dt. Ehemann ausl. Ehemann zu dt. Ehefrau ausl. Ehefrau zu ausl. Eh
Land AV-OR T I II III IV Summe I II III IV Summe I II III IV
Cote D’Ivoire Abidjan 3 2 10 2 17 2 0 2 4 8 0 4 2 2
VAE Abu Dhabi 3 0 0 k. A. 3 2 0 1 k. A. 3 3 0 0 k. A.
Nigeria Abuja 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Ghana Accra 24 25 18 13 80 10 13 9 8 40 12 12 9 10
Äthiopien Addis Abeba 13 5 k. A. 3 21 0 4 k. A. 1 5 44 7 k. A. 10
Algerien Algier 25 31 30 35 121 18 16 17 18 69 26 10 23 19
Kasachstan Almaty 4 14 16 15 49 4 3 4 5 16 4 1 2 2
Jordanien Amman 25 33 35 31 124 16 13 17 9 55 37 62 69 68
Niederlande Amsterdam 5 2 5 2 14 2 3 4 3 12 8 7 8 9
Türkei Ankara 180 194 189 155 718 297 243 242 184 966 321 333 362 283
Madagaskar Antananarivo
bis 16.04.
2 4 × × 6 3 1 × × 4 0 0 × ×
Turkmenistan Aschgabat 1 3 1 1 6 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Kasachstan Astana 44 31 52 41 168 13 18 19 16 66 2 2 4 7
Paraguay Asuncion 1 5 1 4 11 1 1 2 1 5 2 0 0 0
Griechenland Athen 0 1 1 0 2 0 1 1 2 4 8 4 6 6
USA Atlanta 0 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 1
Irak Bagdad 4 2 5 4 15 1 1 1 1 4 19 0 2 1
Aserbaidschan Baku 7 5 6 3 21 5 6 3 1 15 14 9 8 7
Mali Bamako 0 0 1 1 2 0 0 0 1 1 0 0 0 1
Indien Bangalore 2 0 3 k. A. 5 4 1 2 k. A. 7 252 259 257 k. A.
Thailand Bangkok 145 137 142 166 590 2 0 1 2 5 8 12 12 8
Libanon Beirut 69 52 69 100 290 61 46 58 91 256 45 44 55 69
Serbien Belgrad 17 27 18 21 83 37 31 23 26 117 90 82 115 89
Schweiz Bern 5 11 4 4 24 4 2 3 6 15 14 7 8 3
Kir gistan Bischkek 11 4 10 13 38 2 0 1 1 4 2 6 2 3
Kolumbien Bogota 15 18 17 15 65 2 7 4 8 21 4 3 9 7
USA Boston 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Belgien Brüssel 3 1 0 1 5 2 3 0 1 6 2 4 2 6
Ungarn Budapest 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Ar gentinien Buenos Aires 14 7 14 4 39 8 10 10 5 33 6 5 20 8
Rumänien Bukarest 0 1 0 1 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0
D
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cksach
e 17/12780
–
1
8
–
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–
1
7
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4 0 0 0 0 0 6
4 0 1 0 0 1 34
27 1 0 0 0 1 57
538 2 8 4 1 15 566
0 0 0 k. A. 0 0 0
66 0 3 5 1 9 149
145 3 3 0 1 7 277
5 0 1 0 0 1 18
3 0 0 0 0 0 9
9 2 1 2 0 5 112
40 5 × × × 5 63
14 0 0 0 1 1 49
40 2 0 0 1 3 83
0 × × 0 0 0 0
1 0 0 0 0 0 1
19 1 1 0 0 2 53
0 0 0 0 0 0 0
9 0 0 0 0 0 13
4 0 0 0 0 0 5
2 0 0 0 0 0 2
40 1 7 6 5 19 143
0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 14
137 14 19 18 18 69 305
1 0 0 1 0 1 3
13 1 2 0 1 4 188
4 0 0 0 2 2 9
49 4 2 4 2 12 237
16 0 0 0 0 0 44
emann ausl. Ehemann zu ausl. Ehefrau Gesamt
EZ
umme I II III IV Summe SummeAustralien Canberra 0 0 0 0 0 1 0 1 0 2 0 3 1 0
Venezuela Caracas 2 3 9 9 23 1 2 1 2 6 1 1 1 1
China Chengdu 6 6 6 10 28 1 0 0 0 1 8 6 11 2
Indien Chennai
(Madras)
1 2 4 0 7 0 1 4 1 6 115 139 153 131
USA Chicago 0 0 k. A. 0 0 0 0 k. A. 0 0 0 0 k. A. 0
Moldau Chisinau 13 11 23 12 59 3 2 5 5 15 6 29 18 13
Sri Lanka Colombo 22 19 29 18 88 10 5 12 10 37 39 34 44 28
Guinea Conakry 0 2 4 1 7 1 2 1 1 5 2 1 2 0
Benin Cotonou 0 0 0 0 0 2 0 3 1 6 1 2 0 0
Senegal Dakar 9 8 12 14 43 11 13 13 18 55 2 2 2 3
Syrien Damaskus
geschlossen
seit 20.01.
14 × × × 14 4 × × × 4 40 × × ×
Tansania Daressalam 5 1 6 10 22 3 4 1 4 12 3 0 6 5
Bangladesh Dhaka 10 9 11 6 36 2 1 1 0 4 13 11 10 6
Saudi Arabien Djidda ab
14.07.
× × 0 0 0 × × 0 0 0 × × 0 0
Katar Doha 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1
VAE Dubai 1 4 5 5 15 1 5 7 4 17 0 11 6 2
Irland Dublin 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Tadschikistan Duschanbe 1 0 0 1 2 0 0 1 1 2 0 2 1 6
Großbritannien Edinbur gh 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0 0 0 2 2
Irak Erbil 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 0 0
Armenien Eriwan 19 11 18 15 63 6 6 5 4 21 10 9 7 14
Botsuana Gaborone 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Guatemala Guatemala-
Stadt
1 3 0 1 5 2 2 1 4 9 0 0 0 0
Vietnam Hanoi 22 23 21 20 86 2 3 5 3 13 43 29 32 33
Simbabwe Harare 0 0 0 0 0 0 1 0 0 1 0 0 1 0
Kuba Havanna 29 41 30 30 130 7 13 12 9 41 3 3 3 4
Finnland Helsinki 0 0 0 0 0 0 0 2 1 3 0 2 0 2
Vietnam Ho-Chi-Minh-
Stadt
46 44 40 41 171 2 1 1 1 5 12 15 8 14
China Hongkong 5 8 8 6 27 0 0 0 1 1 3 3 8 2
ausl. Ehefrau zu dt. Ehemann ausl. Ehemann zu dt. Ehefrau ausl. Ehefrau zu ausl. Eh
Land AV-OR T I II III IV Summe I II III IV Summe I II III IV S
D
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u
n
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estag
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1
7
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ah
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erio
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1
9
–
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8 0 0 0 0 0 17
16 5 1 0 1 7 274
440 62 69 57 47 235 1 435
193 28 48 27 13 116 772
68 4 1 0 2 7 207
43 2 4 1 0 7 149
20 0 0 2 3 5 229
122 6 9 7 6 28 348
267 4 3 6 5 18 595
7 0 1 2 0 3 98
64 1 0 0 1 2 72
5 0 0 0 0 0 31
131 2 3 3 1 9 257
4 0 0 0 0 0 10
56 2 0 1 5 8 123
33 1 0 2 4 7 62
9 0 1 × × 1 30
256 7 6 5 12 30 1 186
0 0 0 0 0 0 1
0 0 1 0 0 1 17
5 0 0 0 0 0 15
14 2 1 0 1 4 27
28 1 0 0 3 4 66
0 0 0 0 k. A. 0 0
1 1 1 0 1 3 30
48 0 3 1 0 4 160
1 0 1 0 0 1 3
0 0 × × × 0 0
19 1 0 1 1 3 148
2 0 0 0 0 0 3
23 0 0 0 1 1 61
emann ausl. Ehemann zu ausl. Ehefrau Gesamt
EZ
Summe I II III IV Summe SummeUSA Houston 0 2 2 1 5 0 1 2 1 4 2 5 0 1
Pakistan Islamabad 44 22 28 41 135 32 31 22 31 116 8 5 2 1
Türkei Istanbul 83 80 75 64 302 126 109 121 102 458 107 127 120 86
Türkei Izmir 32 42 46 18 138 103 99 73 50 325 51 56 63 23
Indonesien Jakarta 25 34 33 26 118 1 5 5 3 14 15 11 14 28
Kamerun Jaunde 22 18 17 14 71 7 6 5 10 28 14 8 12 9
RUS Jekaterinbur g 31 39 41 70 181 8 4 5 6 23 3 5 6 6
Afghanistan Kabul 34 28 44 27 133 21 15 12 17 65 35 33 28 26
Ägypten Kairo 19 31 21 31 102 60 54 50 44 208 65 72 59 71
RUS Kaliningrad 12 26 11 24 73 4 4 5 2 15 2 3 2 0
Indien Kalkutta 3 1 1 1 6 0 0 0 0 0 21 14 14 15
Uganda Kampala 3 5 6 7 21 0 0 4 1 5 0 3 1 1
China Kanton 26 33 29 24 112 2 0 1 2 5 38 37 31 25
Südafrika Kapstadt 0 0 0 2 2 2 0 0 2 4 0 0 1 3
Pakistan Karachi 10 5 11 10 36 9 3 5 6 23 9 8 26 13
Nepal Kathmandu 2 6 4 4 16 0 4 2 0 6 11 10 6 6
Sudan Khartum
geschlossen
seit 14.09.
10 7 × × 17 2 1 × × 3 3 6 × ×
Ukraine Kiew 161 207 219 249 836 20 10 18 16 64 59 61 75 61
Ruanda Kigali 0 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Jamaika Kingston 3 2 1 2 8 0 0 5 3 8 0 0 0 0
Kongo Kinshasa 3 1 2 3 9 0 1 0 0 1 0 4 1 0
Dänemark Kopenhagen 3 2 0 0 5 0 1 1 2 4 1 3 3 7
Malaysia Kuala Lumpur 3 8 8 9 28 0 1 3 2 6 6 11 6 5
Kuwait Kuwait 0 0 0 k. A. 0 0 0 0 k. A. 0 0 0 0 k. A.
Bolivien La Paz 7 5 1 5 18 2 3 1 2 8 0 0 1 0
Nigeria Lagos 13 26 12 15 66 6 10 4 22 42 3 11 19 15
Slowenien Laibach 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0 1 0 0 0
Malawi Lilongwe bis
31.03.
0 × × × 0 0 × × × 0 0 × × ×
Peru Lima 28 18 30 16 92 9 5 8 12 34 8 1 5 5
Portugal Lissabon 0 0 0 1 1 0 0 0 0 0 1 0 1 0
Togo Lomé 6 11 5 7 29 2 4 1 1 8 9 4 4 6
ausl. Ehefrau zu dt. Ehemann ausl. Ehemann zu dt. Ehefrau ausl. Ehefrau zu ausl. Eh
Land AV-OR T I II III IV Summe I II III IV Summe I II III IV
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cksach
e 17/12780
–
2
0
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1
7
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0 0 0 0 0 0 0
4 0 0 0 0 0 12
0 0 0 0 1 1 1
0 0 0 0 0 0 7
1 0 0 0 0 0 3
15 1 4 2 1 8 66
1 0 0 0 0 0 10
0 1 0 0 1 2 2
24 0 1 3 1 5 242
3 0 0 0 0 0 9
0 0 0 0 0 0 0
0 1 × × × 1 2
119 3 3 9 1 16 327
2 0 0 1 0 1 9
62 3 3 4 2 12 289
0 0 0 0 0 0 0
298 8 9 9 16 42 1 487
500 5 0 3 3 11 538
86 21 5 11 5 42 238
453 5 3 5 2 15 590
12 0 0 0 1 1 26
0 0 1 1 0 2 6
0 0 0 0 0 0 1
37 0 3 2 0 5 396
9 0 0 0 0 0 11
6 0 0 0 0 0 10
1 0 0 0 0 0 3
5 2 0 0 0 2 14
1 0 0 0 0 0 7
27 3 4 1 1 9 81
327 11 7 16 7 41 609
1 0 0 0 0 0 4
emann ausl. Ehemann zu ausl. Ehefrau Gesamt
EZ
Summe I II III IV Summe SummeGroßbritannien London 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
USA Los Angeles 3 3 2 0 8 0 0 0 0 0 1 3 0 0
Angola Luanda 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sambia Lusaka 2 1 0 1 4 0 1 1 1 3 0 0 0 0
Luxembur g Luxembur g 0 0 0 1 1 0 0 0 1 1 0 1 0 0
Spanien Madrid 5 2 7 4 18 7 6 3 9 25 2 5 5 3
Nicaragua Managua 1 0 2 0 3 0 4 2 0 6 0 1 0 0
Bahrain Manama 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Philippinen Manila 46 41 58 56 201 5 1 3 3 12 2 6 11 5
Mosambik Maputo 2 1 0 0 3 0 0 1 2 3 2 1 0 0
Oman Maskat 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Australien Melbourne
bis Anf. Feb
1 × × × 1 0 × × × 0 0 × × ×
Mexiko Mexiko-
Stadt
39 42 34 39 154 5 5 13 15 38 30 24 48 17
USA Miami 0 1 0 2 3 2 0 0 1 3 0 1 0 1
Weißrussland Minsk 49 40 57 53 199 5 3 6 2 16 12 14 21 15
Uruguay Montevideo 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
RUS Moskau 231 264 231 294 1 020 34 34 33 26 127 64 64 82 88
Indien Mumbai 4 4 1 6 15 2 8 0 2 12 124 128 127 121
Kenia Nairobi 31 18 16 22 87 5 4 6 8 23 13 23 31 19
Indien New Delhi 17 18 16 28 79 13 12 7 11 43 108 118 128 99
USA New Y ork 2 2 2 3 9 2 2 0 0 4 2 5 2 3
Zypern Nikosia 0 0 1 1 2 1 0 0 1 2 0 0 0 0
Mauretanien Nouakchott 0 1 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0
RUS Nowosibirsk 60 69 80 87 296 12 16 18 12 58 7 10 2 18
Japan Osaka-Kobe 0 1 0 1 2 0 0 0 0 0 5 2 0 2
Norwegen Oslo 1 2 0 0 3 0 0 0 1 1 3 0 2 1
Kanada Ottawa 0 0 0 0 0 0 1 1 0 2 0 0 0 1
Burkina Faso Ouagadougou 0 0 0 1 1 1 3 0 2 6 1 2 2 0
Panama Panama 0 1 1 1 3 1 0 0 2 3 0 1 0 0
Frankreich Paris 3 6 5 6 20 2 5 11 7 25 7 3 9 8
China Peking 52 60 53 58 223 7 4 5 2 18 72 99 99 57
Kambodscha Phnom Penh 2 0 1 0 3 0 0 0 0 0 1 0 0 0
ausl. Ehefrau zu dt. Ehemann ausl. Ehemann zu dt. Ehefrau ausl. Ehefrau zu ausl. Eh
Land AV-OR T I II III IV Summe I II III IV Summe I II III IV
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0 0 0 0 0 0 0
33 4 5 2 5 16 71
2 1 0 1 0 2 10
8 1 0 0 0 1 10
18 5 3 8 5 21 68
0 0 0 0 0 0 0
9 0 2 0 0 2 28
1 090 104 109 107 98 418 2 310
10 0 1 1 1 3 69
289 7 19 21 15 62 1 496
48 1 0 0 0 1 109
9 0 0 0 0 0 12
0 0 0 0 0 0 4
0 0 0 0 0 0 0
9 0 0 0 0 0 12
6 2 1 1 3 7 18
10 0 1 0 1 2 14
27 3 5 4 3 15 76
12 1 0 1 k. A. 2 25
0 0 0 0 0 0 28
1 0 0 0 0 0 1
16 0 0 0 1 1 24
25 0 0 1 0 1 88
19 2 1 1 3 7 151
1 0 0 0 0 0 3
344 35 27 39 43 144 660
54 1 1 1 1 4 62
emann ausl. Ehemann zu ausl. Ehefrau Gesamt
EZ
Summe I II III IV Summe SummeKorea Pjöngjang 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Montenegro Podgorica 5 2 1 2 10 2 1 4 5 12 8 3 12 10
Trinidad u. T
obago
Port-of-Spain 0 0 0 2 2 1 1 1 1 4 0 1 1 0
Brasilien Porto Alegre 0 0 0 0 0 0 1 0 0 1 5 2 1 0
Tschechische
Republik
Prag 7 4 3 8 22 3 1 2 1 7 1 6 0 11
Slowakische
Republik
Preßbur g 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Südafrika Pretoria 0 6 3 0 9 0 5 1 2 8 0 1 7 1
Kosovo Pristina 93 83 97 64 337 110 122 139 94 465 255 267 316 252
Ecuador Quito 14 11 10 8 43 4 4 4 1 13 6 0 4 0
Marokko Rabat 122 201 211 185 719 107 121 116 82 426 53 79 82 75
Palästinensische Gebiete
Ramallah 11 13 17 11 52 3 1 1 3 8 16 8 16 8
Myanmar Rangun 1 1 1 0 3 0 0 0 0 0 2 4 3 0
Brasilien Recife 0 1 2 0 3 0 1 0 0 1 0 0 0 0
Island Reykjavik 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Saudi Arabien Riad 0 1 0 0 1 0 0 1 1 2 2 4 3 0
Lettland Riga 1 0 1 2 4 1 0 0 0 1 3 0 1 2
Brasilien Rio de Janeiro 0 1 0 1 2 0 0 0 0 0 2 2 5 1
Italien Rom 4 3 2 1 10 6 6 7 5 24 5 12 5 5
USA San Francisco 3 1 2 k. A. 6 2 2 1 k. A. 5 3 1 8 k. A.
Costa Rica San José 3 4 2 2 11 2 7 4 4 17 0 0 0 0
El Salvador San
Salvador
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0
Jemen Sanaa
ab 27.02.
0 1 1 3 5 0 0 0 2 2 0 9 0 7
Chile Santiago
de Chile
14 7 10 4 35 10 8 8 1 27 9 1 9 6
Dom. Rep. Santo
Domingo
17 22 27 30 96 4 8 9 8 29 6 6 2 5
Brasilien Sao Paulo 1 0 0 1 2 0 0 0 0 0 0 1 0 0
Bosnien und
Herzegowina
Sarajewo 22 20 18 23 83 18 19 24 28 89 78 89 85 92
Korea Seoul 2 1 0 1 4 0 0 0 0 0 16 17 12 9
ausl. Ehefrau zu dt. Ehemann ausl. Ehemann zu dt. Ehefrau ausl. Ehefrau zu ausl. Eh
Land AV-OR T I II III IV Summe I II III IV Summe I II III IV
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2
2
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238 12 16 10 9 47 523
38 0 0 2 1 3 65
194 26 29 29 40 124 473
4 1 0 1 0 2 9
105 3 3 1 0 7 310
14 3 0 0 6 9 33
7 0 0 0 2 2 23
38 0 1 0 1 2 78
0 0 0 0 1 1 2
32 0 0 0 0 0 58
0 0 0 0 0 0 2
338 18 29 17 16 80 699
0 0 0 1 0 1 6
27 5 6 6 3 20 119
49 7 1 3 3 14 119
0 0 0 0 0 0 0
8 0 0 0 1 1 12
78 3 9 19 9 40 122
161 10 5 9 2 26 973
7 3 1 0 2 6 25
0 0 0 0 0 0 2
5 0 0 0 0 0 8
1 0 0 0 0 0 10
7 6 0 4 0 10 23
1 0 0 0 0 0 2
2 0 1 1 0 2 9
13 7 4 0 0 11 48
2 0 0 0 0 0 3
0 0 0 0 0 0 8
178 27 21 17 24 89 340
12 044 768 778 749 667 2 962 31 846
emann ausl. Ehemann zu ausl. Ehefrau Gesamt
EZ
Summe I II III IV Summe SummeChina Shanghai 47 61 75 44 227 2 2 2 5 11 51 67 81 39
Singapur Singapur 6 4 6 7 23 1 0 0 0 1 12 12 11 3
EJR
Mazedonien
Skopje 15 15 10 20 60 21 27 15 32 95 46 41 48 59
Bulgarien Sofia 0 0 1 0 1 0 1 1 0 2 0 2 1 1
RUS St.
Petersbur g
42 42 38 54 176 5 6 4 7 22 7 31 33 34
Schweden Stockholm 1 1 0 2 4 3 1 1 1 6 3 5 3 3
Australien Sydney 0 2 3 7 12 0 1 1 0 2 2 3 0 2
Taiwan Taipei 15 11 8 3 37 0 1 0 0 1 8 11 10 9
Estland Tallinn 0 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Usbekistan Taschkent 6 6 5 5 22 1 0 1 2 4 5 8 8 11
Honduras Tegucigalpa 1 0 0 0 1 0 1 0 0 1 0 0 0 0
Iran Teheran 43 48 72 66 229 13 15 13 11 52 58 69 124 87
Israel Tel A viv 0 0 0 0 0 1 1 2 1 5 0 0 0 0
Geor gien Tiflis 14 18 10 9 51 7 6 4 4 21 12 6 7 2
Albanien Tirana 7 3 7 13 30 2 11 7 6 26 9 13 16 11
Japan Tokio 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Kanada Toronto 0 1 0 1 2 1 0 0 0 1 2 4 2 0
Libyen Tripolis 1 0 0 1 2 1 0 1 0 2 35 11 18 14
Tunesien Tunis 84 74 82 59 299 121 121 128 117 487 46 43 38 34
Mongolei Ulan Bator 3 5 2 2 12 0 0 0 0 0 3 1 3 0
Malta Valletta 0 0 0 0 0 2 0 0 0 2 0 0 0 0
Kanada Vancouver 0 0 1 0 1 0 1 1 0 2 1 1 0 3
Laos Vientiane 2 5 1 1 9 0 0 0 0 0 1 0 0 0
Polen Warschau 1 1 1 1 4 1 0 0 1 2 1 1 3 2
USA Washington 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 1
Neuseeland Wellington 0 1 1 0 2 0 1 1 1 3 0 2 0 0
Österreich Wien 9 4 1 0 14 4 3 3 0 10 7 4 0 2
Litauen Wilna 0 1 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 2 0
Namibia Windhuk 0 1 1 2 4 2 0 1 1 4 0 0 0 0
Kroatien Zagreb 11 6 7 8 32 9 16 10 6 41 39 41 57 41
Gesamt 2 590 2 739 2 830 2 825 10 984 1 545 1 487 1 482 1 342 5 856 2 970 3 075 3 398 2 601
ausl. Ehefrau zu dt. Ehemann ausl. Ehemann zu dt. Ehefrau ausl. Ehefrau zu ausl. Eh
Land AV-OR T I II III IV Summe I II III IV Summe I II III IV
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 23 – Drucksache 17/12780Anlage 3
erteilte Visa zum Ehegattennachzug der 15 wichtigsten Herkunftsländer
Land 2011 2012 Differenz
in absoluten
Zahlen
Prozentuale
Veränderung
Türkei 6 797 5 689 –1 108 –16,30
Indien 1 977 2 565 588 29,74
Russische Föderation 2 433 2 520 87 3,58
Kosovo 2 519 2 310 –209 –8,30
Marokko 1 473 1 496 23 1,56
China 1 368 1 490 122 8,92
Ukraine 1 161 1 186 25 2,15
Tunesien 889 973 84 9,45
Libanon 457 786 329 71,99
Serbien 734 777 43 5,86
Iran 704 699 –5 –0,71
Bosnien Herzegowina 578 660 82 14,19
Thailand 950 641 –309 –32,53
Ägypten 398 595 197 49,50
Mazedonien 459 473 14 3,05
Gesamt 22 897 22 860 –37 –0,16
D
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e
Anlage 4
Of fenkundigkeit
12 I/1 1 II/1 1 III/1 1 IV/1 1 I/12 II/12 III/12 IV/12
0 1 1 1 1 0 0 0 0
0 6 2 3 2 8 6 6 5
15 4 12 18 2 2 1 4 10
32 7 1 6 15 15 13 21 20
28 11 6 8 5 8 5 1 7
32 27 28 30 26 28 25 22 20
24 25 15 16 15 14 12 27 14
1 33 34 37 37 31 35 16 15
5 6 3 3 3 3 6 4 5
1 1 1 1 0 1 2 5 1
31 18 22 29 38 31 29 43 36
3 3 2 0 0 1 1 2 1
20 18 19 13 3 7 8 13 10
07 0 0 0 0 0 0 0 0
7 2 4 2 2 0 3 0 0
37 3 5 0 0 0 1 2 3
30 3 2 3 1 2 2 3 3
1 3 3 4 2 2 0 1 0
21 32 44 58 34 43 29 36 45
1 75 80 50 70 60 90 75 70
0 6 7 6 6 10 8 5 9
0 23 26 3 33 34 14 24 13
18 2 0 2 3 3 4 5 15
14 309 317 293 298 303 294 315 302 Gesonderte Statistik zum Ehegattennachzug nach Quartalen (201 1 bis 2012)
Länder
Auslandsvertretungen
Beantragte V isa zum Ehegattennachzug kein Sprachnachweis notwendig gem.
Ausnahmetatbestand
I/1 1 II/1 1 III/1 1 IV/1 1 I/12 II/12 III/12 IV/12 I/1 1 II/1 1 III/1 1 IV/1 1 I/12 II/12 III/12 IV/
Chengdu 12 21 11 22 16 12 17 12 1 2 1 4 1 1 4
Hongkong 21 11 11 15 14 19 14 18 6 4 8 2 2 4 1
Kanton 54 55 69 87 83 78 72 52 12 9 8 12 12 20 17
Peking 126 160 140 151 149 156 155 129 60 88 80 67 55 79 62
China Shanghai 90 131 110 72 98 85 53 92 32 51 38 28 32 18 18
Ankara 1 007 1 212 1 536 1 044 1 051 1 010 1 245 929 38 38 39 36 39 31 36
Istanbul 489 421 394 443 406 453 373 389 9 15 4 2 2 1 28
Türkei Izmir 386 370 353 266 319 305 157 200 5 8 7 2 4 6 3
Jekaterinbur g 65 101 82 58 42 60 60 92 0 4 13 2 0 3 3
Kaliningrad 15 32 39 13 26 24 30 26 0 0 0 0 0 0 0
Moskau 279 255 321 396 364 394 372 406 34 27 20 33 29 22 19
Russische Nowosibirsk 95 120 107 96 79 97 103 127 0 6 4 4 0 0 1
Föderation St. Petersbur g 55 62 62 72 60 89 79 84 15 15 9 11 14 12 9
Chennai 344 112 294 89 185 114 149 122 236 84 132 77 175 90 132 1
Kalkutta 18 23 19 13 25 21 24 17 5 7 3 7 17 9 12
Mumbai 128 122 111 126 176 132 135 83 10 9 1 0 0 33 80
Indien New Delhi 122 114 139 112 125 151 147 181 0 0 0 0 3 4 0
Thailand Bangkok 313 322 219 400 157 149 158 205 4 6 5 2 3 2 2
Serbien Belgrad 190 230 224 214 206 232 202 217 9 10 12 15 21 18 19
Kosovo Pristina 710 800 800 700 630 850 800 815 1 0 0 0 1 1 0
Marokko Rabat 422 448 495 385 434 637 439 374 0 0 0 0 0 0 0
Bosnien
Herzegowina
Sarajewo 146 189 207 189 157 209 232 215 1 2 6 0 1 6 1
Tunesien Tunis 232 269 251 298 275 315 222 252 9 3 3 11 9 10 1
Summe 5 319 5 580 5 994 5 261 5 077 5 592 5 238 5 037 487 388 393 315 420 370 448 4
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 25 – Drucksache 17/12780noch Anlage 4
Länder
Auslandsvertretungen
Abgelehnt aufgrund mangelnder
Sprachkenntnisse
I/11 II/11 III/11 IV/11 I/12 II/12 III/12 IV/12
Chengdu 0 0 0 0 0 0 0 0
Hongkong 0 0 0 0 0 0 0 0
Kanton 2 3 5 0 1 2 0 4
Peking 0 0 0 0 1 0 0 1
China Shanghai 1 0 0 0 0 0 0 0
Ankara 17 16 18 15 16 25 16 14
Istanbul 3 2 3 2 4 3 2 4
Türkei Izmir 0 0 0 2 1 0 0 0
Jekaterinburg 0 0 0 0 0 0 0 1
Kaliningrad 0 0 0 0 0 0 1 0
Moskau 0 0 0 2 0 1 1 1
Russische Nowosibirsk 0 0 0 2 0 0 1 0
Föderation St. Petersburg 0 0 0 0 0 0 0 0
Chennai 11 20 29 4 2 1 1 0
Kalkutta 0 0 0 1 0 0 0
Mumbai 0 0 1 0 0 1 0 0
Indien New Delhi 0 1 0 2 2 1 2 1
Thailand Bangkok 2 3 2 4 3 4 3 3
Serbien Belgrad 0 0 0 0 0 0 0 2
Kosovo Pristina 8 10 7 10 5 5 6 7
Marokko Rabat 1 0 0 0 4 1 0 1
Bosnien
Herzegowina
Sarajewo 2 1 0 0 0 0 0 0
Tunesien Tunis 0 0 0 2 2 2 2 0
Summe 47 56 65 45 42 46 35 39
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ISSN 0722-8333]