Zu Frage 1a: Ausgleichszuweisungen im Länderfinanzausgleich in Mio. Euro
Für 2006 liegen noch keine Zahlen vor; für 2007 und 2008 können Zahlen erst nach Ablauf des jeweiligen Jahres ermittelt werden. Schätzungen werden von der Bundesregierung nicht erstellt.
Zu Frage 1b: Einnahmeerhöhung durch Umsatzsteuervorabausgleich (Differenz zwischen der Verteilung der Umsatzsteuer nach geltendem Recht und vollständiger Verteilung nach Einwohnern) in Mio. Euro
Für 2006 liegen noch keine Zahlen vor; für 2007 und 2008 können Zahlen erst nach Ablauf des jeweiligen Jahres ermittelt werden. Schätzungen werden von der Bundesregierung nicht erstellt.
NI SN RP ST SH TH BB MV SL BE HB 2004 446 930 190 532 102 517 534 403 116 2 703 331 2005*) 359 1 007 292 580 145 573 581 428 112 2 441 366 *) vorläufig NI SN ST TH BB MV 2004 33 2 085 1 273 1 186 1 100 841 NI SN ST TH BB MV SL BE 2005*) 487 2 200 1 445 1 188 1 161 909 42 11 *) vorläufig
Zu Frage 1c: Bundesergänzungszuweisungen
aa) Fehlbetrags-Bundesergänzungszuweisungen (bis 2004)/Allgemeine Bundesergänzungszuweisungen (ab 2005) in Mio. Euro
Für 2006 liegen noch keine Zahlen vor; für 2007 und 2008 können Zahlen erst nach Ablauf des jeweiligen Jahres ermittelt werden. Schätzungen werden von der Bundesregierung nicht erstellt.
bb) Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen zur Deckung von teilungsbedingten Sonderlasten aus dem bestehenden starken infrastrukturellen Nachholbedarf und zum Ausgleich unterproportionaler kommunaler Finanzkraft 1) in Mio. Euro
cc) Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen zum Ausgleich von Sonderlasten durch die strukturelle Arbeitslosigkeit und den daraus entstehenden überproportionalen Lasten bei der Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe für Erwerbsfähige; ab 2005 eingeführt in Mio. Euro
NI SN RP ST SH TH BB MV SL BE HB 2004 669 430 286 250 153 235 256 172 106 450 42 2005*) 195 381 152 220 79 214 222 160 52 763 121 *) vorläufig SN ST TH BB MV BE 2004 2 752 1 661 1 510 1 493 1 113 2 003 2005 2 746 1 657 1 507 1 509 1 110 2 003 2006 2 733 1 649 1 500 1 502 1 104 1 994 2007 2 706 1 633 1 485 1 487 1 094 1 974 2008 2 666 1 609 1 463 1 465 1 077 1 945 1) Bezeichnung ab 2005; bis 2004 Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen zum Abbau teilungsbedingter Sonderlasten sowie zum Ausgleich unterproportionaler kommunaler Finanzkraft SN ST TH BB MV 2005 319 187 176 190 128 2006 319 187 176 190 128 2007 319 187 176 190 128 2008 319 187 176 190 128
dd) Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen wegen überdurchschnittlich hoher Kosten politischer Führung 2) in Mio. Euro
ee) Übergangs-Bundesergänzungszuweisungen zum Ausgleich überproportionaler Belastungen; bis 2004 gewährt in Mio. Euro
ff) Sonder-Bundesergänzungszuweisungen zum Zwecke der Haushaltssanierung; bis 2004 gewährt in Mio. Euro
Zu Frage 1d: Solidarpakt II
Der Solidarpakt II besteht aus zwei sogenannten Körben. Der „Korb I“ sind die oben genannten Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen zur Deckung von teilungsbedingten Sonderlasten aus dem bestehenden starken infrastrukturellen Nachholbedarf und zum Ausgleich unterproportionaler kommunaler Finanzkraft. Über die bereits unter 1c bb erwähnten Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen aus dem „Korb I“ hinaus erhalten die neuen Länder im Rahmen des Solidarpakts II im Zeitraum von 2005 bis 2019 überproportionale Leistungen aus dem Bundeshaushalt in Höhe von insgesamt 51 Mrd. Euro („Korb II“).
Bund und neue Länder haben sich im November 2006 auf die für den „Korb II“ relevanten Politikfelder sowie auf eine Finanzprojektion bis zum Jahr 2019 verständigt. Nach der vereinbarten Abgrenzung haben die neuen Länder in den Jahren 2005 und 2006 in den Politikfeldern Wirtschaft, Verkehr, Wohnungs- und Städtebau, Innovation, Forschung und Entwicklung, Bildung, Standortsanierung und Sport insgesamt überproportionale Leistungen in Höhe von rund 5,8 bzw. 5,1 Mrd. Euro erhalten. Die auf der Basis des geltenden Finanzplans erstellte Finanzprojektion sieht für die Jahre 2007 und 2008 rund 4,7 bzw. 4,5 Mrd. Euro vor. Die exakte Ausgestaltung der künftigen überproportionalen Leistungen kann zu Beginn der Laufzeit des Solidarpakts II nicht bereits für alle Jahre verbindlich festgeschrieben werden. Der „Korb II“ muss im Hinblick auf neue Bedarfssituationen anpassungsfähig bleiben. Die Einigung zum „Korb II“ präjudiziert nicht Beschlüsse der für die Gemeinschaftsaufgaben und Finanzhilfen zuständigen Bund-Länder-Gremien.
SN RP ST SH TH BB MV SL BE HB 2004 0 112 84 84 84 84 84 78 112 64 2005 26 46 53 53 56 55 61 63 43 60 2006 26 46 53 53 56 55 61 63 43 60 2007 26 46 53 53 56 55 61 63 43 60 2008 26 46 53 53 56 55 61 63 43 60 2) Bezeichnung ab 2005; bis 2004 Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen wegen überdurchschnittlich hoher Kosten politischer Führung und der zentralen Verwaltung NI RP SH SL HB 2004 26 23 12 4 4 SL HB 2004 256 358
Der Bund setzt auch außerhalb des „Korbs II“ Mittel schwerpunktmäßig in den neuen Ländern ein, um dort gezielt bestehende Rückstände zu den alten Ländern abzubauen. Hier sind insbesondere Leistungen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik und Kultur zu nennen.
Zu Frage 1e: Gemeinschaftsaufgaben
Die Mittelbereitstellung für das Jahr 2008 ist der Aufstellung des Bundeshaushalts vorbehalten.
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ Ist-Ausgaben (Bundeskassenergebnisse), nur Bund in Mio. Euro
Land 2004 2005 2006 2007 Ist Ist Ist Soll * SH 39,745 39,279 37,737 37,010 HH 7,919 7,315 6,814 6,541 NI 85,130 95,817 90,366 88,727 HB 0,722 0,564 1,897 1,877 NW 47,788 45,232 41,110 40,438 HE 30,659 29,991 28,200 27,775 RP 35,466 35,878 32,490 32,352 BW 72,652 67,353 61,214 60,214 BY 137,136 129,859 115,115 113,235 SL 4,948 4,542 3,730 4,083 BB 63,050 58,241 52,059 52,035 MV 50,038 50,768 47,969 47,638 SN 43,761 40,480 35,143 34,482 ST 28,810 26,900 26,468 35,657 TH 30,158 29,415 31,686 32,636 BE 0,060 0,023 0,014 0,300 Insgesamt 678,042 661,657 612,012 615,000 * Ansatz lt. Bundeshaushaltsplan, Verteilung lt. GAK-Schlüssel
Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau in Mio. Euro
Gemeinschaftsaufgabe „Bildungsplanung und Forschungsförderung“ in Mio. Euro
Land 2004 2005 2006 2007 * Ist Ist Soll Soll Baden-Württemberg 147,0 142,0 145,0 127,0 Bayern 152,0 155,0 164,0 149,2 Berlin 33,0 28,0 22,0 49,3 Bremen 23,0 31,0 28,0 9,3 Hamburg 32,0 36,0 35,0 25,3 Hessen 46,0 65,0 49,0 71,9 Niedersachsen 62,0 53,0 74,0 91,4 Nordrhein-Westfalen 158,0 161,0 183,0 214,9 Rheinland-Pfalz 35,0 37,0 54,0 47,4 Saarland 24,0 16,0 13,0 12,3 Schleswig-Holstein 23,0 21,0 31,0 32,4 Brandenburg 26,0 21,0 18,0 31,0 Mecklenburg-Vorpommern 32,0 27,0 16,0 21,0 Sachsen 56,0 71,0 53,0 52,1 Sachsen-Anhalt 38,0 33,0 22,0 30,3 Thüringen 38,0 28,0 25,0 28,7 Land 2004 2005 2006 2007 * Ist Ist Soll Soll Baden-Württemberg 16,5 658,2 670,4 687,7 Bayern 26,7 419,4 439,1 444,1 Berlin 19,0 339,0 340,6 338,1 Bremen 1,1 97,2 102,4 101,4 Hamburg 3,6 187,2 194,8 194,9 Hessen 12,0 193,9 196,9 199,2 Niedersachsen 1,1 196,2 207,9 208,3 Nordrhein-Westfalen 10,8 566,0 597,7 712,4 Rheinland-Pfalz 47,6 67,3 68,1 66,3 Saarland 4,0 29,3 29,1 29,0 Schleswig-Holstein 7,0 125,8 124,8 126,5 Brandenburg 18,1 141,2 154,3 144,4 Mecklenburg-Vorpommern 14,8 90,3 90,3 90,1 Sachsen 20,1 227,5 242,1 236,4 Sachsen-Anhalt 17,8 91,1 103,1 101,2 Thüringen 14,1 62,1 71,4 71,6 * Unter Einschluss der Zahlungen nach dem Föderalismusreformbegleitgesetz
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA) Ist-Ausgaben (Bundeskassenergebnisse), nur Bund in Mio. Euro
Zu Frage 1f: Zahlungen nach dem Föderalismusreformbegleitgesetz
Nach Artikel 143c Grundgesetz (GG) in Verbindung mit Artikel 13 des Föderalismusreformbegleitgesetzes stehen den Ländern im Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2019 jährliche Beträge aus dem Bundeshaushalt zur Kompensation des Wegfalls der Finanzierungsanteile des Bundes durch die Abschaffung der Gemeinschaftsaufgaben „Ausbau und Neubau von Hochschulen einschließlich Hochschulkliniken“ und „Bildungsplanung“ sowie der Finanzhilfen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden und zur sozialen Wohnraumförderung zu. In Artikel 13 des Föderalismusreformbegleitgesetzes sind die Beträge bis Ende 2013 festgelegt und für die Aufgabenbereiche der bisherigen Mischfinanzierung zweckgebunden. Die Länder erhalten jährlich 695,3 Mio. Euro (70 Prozent des Kompensationsvolumens) für den Bereich Ausbau und Neubau von Hochschulen einschließlich Hochschulkliniken,
Land 2004 2005 2006 2007 * Ist Ist * Ist * Soll ** SH 10,539 12,214 15,977 10,172 HH 0,0 0,0 0,0 0,0 NI 21,850 24,181 25,790 27,505 HB 4,282 3,862 4,888 3,757 NW 24,166 25,000 24,500 26,914 HE 9,923 5,953 7,982 6,609 RP 6,783 5,326 5,324 4,465 BW 0,0 0,0 0,0 0,0 BY 10,223 17,882 19,121 7,281 SL 6,917 4,086 5,432 3,033 BB 108,087 89,276 100,111 90,094 MV 96,351 85,143 87,157 71,221 SN 233,528 154,855 178,291 139,114 ST 131,610 109,972 97,858 97,283 TH 85,491 72,004 82,474 85,541 BE 61,701 70,653 71,529 64,087 Bürgschaftsausfälle 8,904 7,000 7,000 7,000 Insgesamt 820,355 687,407 733,434 644,076 ** einschl. Rückeinnahmen gemäß § 11 Abs. 3 i. V. m. § 11 Abs. 4 GRW ** Ansatz Bundeshaushaltsplan, Verteilung nach Beschluss des Planungsausschusses der GA
19,9 Mio. Euro (50 Prozent des Kompensationsvolumens) für den Bereich Bildungsplanung, 518,2 Mio. Euro für die soziale Wohnraumförderung und 1 335,5 Mio. Euro für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden. Zugleich ist vereinbart, dass der Bund für überregionale Fördermaßnahmen im Hochschulbereich nach Artikel 91b Abs. 1 GG jährlich 298 Mio. Euro (30 Prozent des Kompensationsvolumens für die abgeschaffte Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau) und für das künftige Zusammenwirken bei der Evaluation und Berichterstattung des Bildungswesens im internationalen Vergleich jährlich 19,9 Mio. Euro (50 Prozent des Kompensationsvolumens für den Wegfall der gemeinsamen Bildungsplanung) einsetzt. Die Aufteilung dieser Mittel auf die Länder ist der beigefügten Anlage zu entnehmen.
Zu den Fragen 1g und 1h: Eine Beantwortung ist nicht möglich, da die Daten entweder nicht vorhanden sind oder es in der Kürze der für die Beantwortung einer Kleinen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit aufgrund des Umfangs und der Detailliertheit der erbetenen Angaben nicht möglich war, die Daten in der gewünschten Form aufzubereiten.