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Kleine AnfrageWahlperiode 17Beantwortet

Ausbau betrieblicher Kinderbetreuungsplätze

Erweiterung der betrieblichen Kinderbetreuung im Rahmen der im Mai 2012 vorgestellten Initiative für den Kitaausbau, Zahl der Plätze in betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen, Bundesprogramm zur Betrieblich unterstützten Kinderbetreuung (BUK), Finanzmittelbereitstellung und -abruf seit 2009, Anzahl der neu eingerichteten sowie der von Mitgliedsunternehmen des Unternehmensnetzwerkes &quot;Erfolgsfaktor Familie&quot; über das BUK-Programm geschaffenen Kinderbetreuungsplätze, Bezuschussung mit weiteren öffentlichen Mitteln<br /> (insgesamt 15 Einzelfragen)

Fraktion

DIE LINKE

Ressort

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Datum

03.07.2013

Antwortdauer

20 Tage

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 17/1402413. 06. 2013

Ausbau betrieblicher Kinderbetreuungsplätze

der Abgeordneten Diana Golze, Matthias W. Birkwald, Dr. Martina Bunge, Klaus Ernst, Jutta Krellmann, Yvonne Ploetz, Kathrin Vogler, Harald Weinberg, Jörn Wunderlich, Sabine Zimmermann und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Ab 1. August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf ein Betreuungs- und Frühförderungsplatz für alle Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres. Zur Umsetzung des Rechtsanspruches fehlten im März 2012 noch mehr als 220 000 Betreuungsplätze. Aktuellere Zahlen liegen derzeit der Bundesregierung nicht vor. Ob der Rechtsanspruch auf einen Betreuungs- und Frühförderungsplatz ab August 2013 flächendeckend gewährt werden kann, ist zweifelhaft.

Dementsprechend vielfältig sind die Bemühungen, Kinderbetreuungsangebote zu schaffen. Leider wird dabei mehr auf die Quantität als die Qualität der Angebote geachtet.

Im Mai 2012 stellte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Kristina Schröder ein so genanntes 10-Punkte-Programm für den Kitaausbau vor. Punkt 4 widmet sich dem Ausbau betrieblicher Kinderbetreuung und kündigt eine Weiterentwicklung des 2009 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ins Leben gerufenen Programmes „Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (BUK)“ an.

Auf dem diesjährigen Unternehmertag des Unternehmernetzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ stand die Vielfalt der Modelle betrieblicher Kinderbetreuung von Betriebskitas bis zur Notfallbetreuung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Allerdings wurden in diesem Zusammenhang die Dimensionen des Ausbaus, wie z. B. Anzahl der geschaffenen Plätze, nicht benannt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen15

1

Wie viele reguläre Vollzeitbetreuungsplätze mit einem Betreuungsumfang von mindestens 7 Stunden gibt es insgesamt in betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen?

Wie entwickelte sich die Zahl dieser Plätze seit 2000 (bitte nach Bundesländern und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

2

Wie viele reguläre Teilzeitbetreuungsplätze mit einem Betreuungsumfang von maximal 7 Stunden gibt es insgesamt in betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen?

Wie entwickelte sich die Zahl dieser Plätze seit 2000 (bitte nach Bundesländern und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

3

Wie wurde das Programm zur Betrieblich unterstützten Kinderbetreuung (BUK) weiterentwickelt, wie die Bundesministerin Dr. Kristina Schröder im Rahmen des im Mai 2012 vorgestellten 10-Punkte-Programms für ein bedarfsgerechtes Angebot ankündigte?

4

Wie viele Betreuungsplätze wurden im Rahmen des Programmes zur Betrieblich unterstützten Kinderbetreuung (BUK) seit 2009 geschaffen (bitte nach Bundesländern, Jahren und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

5

Wie viele Betreuungsplätze fielen nach Ablauf der Anschubfinanzierung von zwei Jahren weg (bitte nach Bundesländern, Jahren und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

6

Wie viele reguläre Vollzeitbetreuungsplätze mit einem Betreuungsumfang von mindestens 7 Stunden sind von Mitgliedsunternehmen des Unternehmensnetzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ über das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (BUK) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in eigenen Einrichtungen geschaffen worden (bitte nach Bundesländern, Jahren, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

7

Wie viele dieser regulären Vollzeitbetreuungsplätze mit einem Betreuungsumfang von mindestens 7 Stunden werden darüber hinaus von weiteren öffentlichen Mitteln bezuschusst (bitte nach Bundesländern, Jahren, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

8

Wie viele reguläre Teilzeitbetreuungsplätze mit einem Betreuungsumfang von maximal 7 Stunden sind von Mitgliedsunternehmen des Unternehmensnetzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ über das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (BUK) des BMFSFJ in eigenen Einrichtungen geschaffen worden (bitte nach Bundesländern, Jahren, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

9

Wie viele dieser regulären Teilzeitbetreuungsplätze mit einem Betreuungsumfang von maximal 7 Stunden werden darüber hinaus von weiteren öffentlichen Mitteln bezuschusst (bitte nach Bundesländern, Jahren, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

10

Wie viele Betreuungsplätze im Rahmen ergänzender Betreuungsangebote (z. B. in Randlagen, Nachtbetreuung, Notfallbetreuung etc.) sind von Mitgliedsunternehmen des Unternehmensnetzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ über das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (BUK) des BMFSFJ geschaffen worden (bitte nach Bundesländern, Jahren, Art der ergänzenden Betreuung, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

11

Wie viele dieser Betreuungsplätze im Rahmen ergänzender Betreuungsangebote (z. B. in Randlagen, Nachtbetreuung, Notfallbetreuung etc.) werden darüber hinaus von weiteren öffentlichen Mitteln bezuschusst (bitte nach Bundesländern, Jahren, Art der ergänzenden Betreuung, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

12

Wie viele Betreuungsplätze sind von Mitgliedsunternehmen des Unternehmensnetzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ über das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (BUK) des BMFSFJ dadurch geschaffen worden, dass Plätze in vorhandenen Einrichtungen öffentlicher oder freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter reserviert oder eingekauft wurden (bitte nach Bundesländern, Jahren, Art der Betreuung, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

13

Wie viele dieser in vorhandenen Einrichtungen öffentlicher oder freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter reservierten oder eingekauften Betreuungsplätze werden darüber hinaus von weiteren öffentlichen Mitteln bezuschusst (bitte nach Bundesländern, Jahren, Art der Betreuung, den jeweils verausgabten Fördermitteln und nach Betreuungsplätzen für Kinder über und unter drei Jahren aufschlüsseln)?

14

Wie viele Mittel stehen jährlich von 2009 bis 2015 für das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (BUK) bereit?

15

Wie gestaltet sich der Mittelabruf seit 2009 (bitte nach Kalenderjahren und Bundesländern sowie geschaffenen Betreuungsplätzen insgesamt und unterteilt in reguläre Vollzeit- und Teilzeit-, ergänzende und eingekaufte/ reservierte Betreuungsplätze aufschlüsseln)?

Berlin, den 19. Juni 2013

Dr. Gregor Gysi und Fraktion

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