[Deutscher Bundestag Drucksache 17/14653
17. Wahlperiode 29. 08. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Annette Groth,
Heike Hänsel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/14426 –
Umfang der Förderung des Rüstungsexports durch die Bundesregierung –
Rüstungslobbyisten, Ausbildungshilfen, Vorführung von Rüstungsgütern,
wehrtechnische Attachés
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung fördert die weltweite Verbreitung deutscher
Rüstungstechnologie auf verschiedene Weise. Mitglieder des Bundeskabinetts lassen
sich auf Auslandsreisen von Lobbyisten der Rüstungsbranche begleiten und
werben vor Ort für deren Produkte (Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage „Auslandsreisen von Mitgliedern des Bundeskabinetts unter
Begleitung von Rüstungslobbyisten“ auf Bundestagsdrucksache 17/9854).
Die Bundeswehr und die Bundespolizei bilden ausländische Streitkräfte an
deutschen Rüstungsgütern aus, damit die entsendenden Staaten diese in
Deutschland kaufen (siehe zum Beispiel Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage „Mit dem Rüstungskonzern European Aronautic Defence and
Space Company abgestimmter Einsatz der Bundespolizei in Saudi-Arabien“
auf Bundestagsdrucksache 17/10358). Waffen der Bundeswehr werden zu
Werbezwecken Interessenten im In- wie im Ausland vorgeführt (siehe zum
Beispiel Antwort auf die Schriftliche Frage 27 des Abgeordneten Paul Schäfer
(Köln) auf Bundestagsdrucksache 17/4494). Auch die Gewährung von
Ausfuhrbürgschaften durch die Bundesregierung ist eine bedeutende
Unterstützung der Interessen der deutschen Rüstungsindustrie (Antwort auf die
Schriftliche Frage 39 des Abgeordneten Jan van Aken auf
Bundestagsdrucksache 17/11612).
Die Aufzählung ließe sich noch weiter fortführen. Bedeutend ist, dass die
exportfördernden Maßnahmen der Bundesregierung nahezu vollständig
intransparent sind. Es ist nicht nur unbekannt, welche Leistungen die
Bundesregierung in diesem Zusammenhang insgesamt jedes Jahr erbringt, sondern auch
die Höhe der Einzel- und Gesamtkosten.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Zu den Fragen 1 bis 4
Es existiert keine verbindliche operationale Definition des Begriffs
Rüstungsunternehmen. Eine sehr große Zahl von deutschen Unternehmen stellt unter an- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 27. August
2013 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/14653 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodederem auch Produkte her, die sicherheitstechnische Kompetenz erfordern. Zu
den Vertretern der deutschen Wirtschaft, die die Bundeskanzlerin, die
Bundesminister bzw. die Staatsminister/Staatssekretäre auf Auslandsreisen begleitet
haben, gehörten auch einzelne Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, deren
Kompetenzen unter anderem in sicherheitstechnischen Bereichen liegen. Da
die vorliegende Kleine Anfrage unter anderem Bezug nimmt auf die Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. vom
31. Mai 2012 (Bundestagsdrucksache 17/9854) werden im Sinne einer
einheitlichen, möglichst umfassenden und transparenten Beantwortung auch hier nur
die Unternehmen aufgeführt, die Produkte im Sinne des
Kriegswaffenkontrollgesetzes herstellen und an der jeweiligen Reise in das betreffende Gastland ein
erkennbares sicherheitspolitisches Interesse gehabt haben.
Zu den Fragen 5 bis 6 und 14 bis 15
Die abgefragten Informationen werden grundsätzlich nicht gesondert erfasst.
Bei der händisch erfolgten Einzelauswertung wurden die Informationen, die
ermittelt werden konnten, zusammengefasst.
Zu den Fragen 7 bis 8
Das Unternehmen EADS-Cassidian (EADS = European Aeronautic Defence
and Space Company) und die Bundespolizei engagieren sich parallel in einem
Projekt zur Modernisierung des saudi-arabischen Grenzschutzes. Die
Erwägungen des saudi-arabischen Innenministeriums und des Bundesministeriums des
Innern für ein Engagement der Bundespolizei in diesem Projekt, die Rolle der
Projektpartner in diesem Projekt sowie deren Kooperationsverhältnis und die
Kostenträgerschaft wurden bereits mehrfach detailliert durch die
Bundesregierung dargestellt und sind der Bundestagsdrucksache 17/6102 vom 8. Juni 2011,
der Bundestagsdrucksache 17/6863 vom 26. August 2011 und der
Bundestagsdrucksache 17/10358 vom 20. Juli 2012 zu entnehmen. Darüber hinaus haben
Vertreter der Bundesregierung das Projekt gegenüber dem Innenausschuss des
Deutschen Bundestages mehrfach erläutert. Das Projekt ist zudem Mitgliedern
des Deutschen Bundestages (u. a. den Abgeordneten Jan van Aken im Oktober
2011 und Ulla Jelpke im Oktober 2012) vor Ort in Saudi-Arabien vorgestellt
worden.
Zur Klarstellung wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Bundespolizei
Angehörige des saudi-arabischen Grenzschutzes nicht an Geräten des
Unternehmens EADS-Cassidian ausbildet. Ferner erfolgen durch die Bundespolizei
keine Schulungen zur Anwendung und/oder Instandhaltung der von EADS-
Cassidian implementierten Technik. Durch die Bundespolizei werden
Standardmaßnahmen im Rahmen der Grenzüberwachung sowie die Methodik von
Führungs- und Entscheidungsprozessen geschult. Menschenrechte und
rechtstaatliche Grundsätze gehören ebenfalls zu den Kursinhalten.
1. Welche Vertreterinnen und Vertreter der Rüstungsindustrie (Unternehmen, die
Güter nach dem Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen – KrWaffKontrG
und dem Außenwirtschaftsgesetz – AWG herstellen) haben die folgenden
Mitglieder der Bundesregierung seit Mai 2012 (bzw. seit der Beantwortung
der Kleinen Anfrage „Auslandsreisen von Mitgliedern des
Bundeskabinetts unter Begleitung von Rüstungslobbyisten“, Bundestagsdrucksache
17/9854) auf welchen Auslandsreisen begleitet:
a) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,
b) Bundesminister des Auswärtigen Dr. Guido Westerwelle,
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/14653c) Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler,
d) Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière?
Am Besuch von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Kanada vom 15. bis
16. August 2012 hat – neben weiteren, nicht rüstungsbezogenen
Firmenvertretern – ein Vertreter der Firma ThyssenKrupp Marine Systems teilgenommen.
Der Bundesminister des Auswärtigen Dr. Guido Westerwelle wurde auf seinen
Auslandsreisen nicht durch Vertreter von Rüstungsunternehmen begleitet.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler wurde
auf seinen Auslandsreisen nicht durch Vertreter von Rüstungsunternehmen
begleitet.
Der Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière wurde auf
seinen Auslandsreisen nicht durch Vertreter von Rüstungsunternehmen begleitet.
2. Welche Vertreterinnen und Vertreter der Rüstungsindustrie haben den
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk
Niebel seit Amtsantritt auf welchen Auslandsreisen begleitet?
Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk
Niebel wurde auf seinen Auslandsreisen nicht durch Vertreter von
Rüstungsunternehmen begleitet.
3. Bei welchen Auslandsreisen seit dem 28. November 2009 wurden
Staatssekretäre bzw. Staatsminister des
a) Bundeskanzleramts,
b) Auswärtigen Amts,
c) Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie,
d) Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg),
e) Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung
von Vertreterinnen und Vertreter der Rüstungsindustrie begleitet?
Keiner der Staatsminister des Bundeskanzleramtes wurde im Rahmen einer
Auslandsreise von einem Vertreter der Rüstungsindustrie begleitet.
Keiner der Staatsminister und Staatssekretäre des Auswärtigen Amts (AA)
wurde im Rahmen einer Auslandsreise von einem Vertreter der
Rüstungsindustrie begleitet.
Bei den Staatssekretären des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Technologie (BMWi) fanden folgende Auslandsreisen in Begleitung von Vertretern der
Rüstungsindustrie statt:
– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister
für Wirtschaft und Technologie Ernst Burgbacher nach Indien (6. bis 12.
Dezember 2010) wurde dieser – neben weiteren, nicht rüstungsbezogenen
Firmenvertretern – von einem Vertreter der Firma Cassidian begleitet.
– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister
für Wirtschaft und Technologie Hans-Joachim Otto in die Vereinigten
Arabischen Emirate (15. bis 18. Januar 2011) wurde dieser – neben weiteren,
nicht rüstungsbezogenen Firmenvertretern – von Vertretern der Firmen
ThyssenKrupp Marine Systems und Cassidian begleitet.
Drucksache 17/14653 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für
Wirtschaft und Technologie Hans-Joachim Otto nach Katar (12. bis 13.
Januar 2012) wurde dieser – neben weiteren, nicht rüstungsbezogenen
Firmenvertretern – von Vertretern der Firmen Lürssen und ThyssenKrupp Marine
Systems begleitet.
– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister
für Wirtschaft und Technologie Hans-Joachim Otto in die Vereinigten
Arabischen Emirate (13. bis 16. Januar 2012) wurde dieser – neben weiteren,
nicht rüstungsbezogenen Firmenvertretern – von Vertretern der Firmen Atlas
Elektronik und Lürssen begleitet.
– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für
Wirtschaft und Technologie Hans-Joachim Otto nach Indien (8. bis 14.
Januar 2013) wurde dieser – neben weiteren, nicht rüstungsbezogenen
Firmenvertretern – von Vertretern der Firmen Cassidian, Atlas Elektronik,
Rheinmetall Defence Electronics und ThyssenKrupp Marine Systems begleitet.
– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für
Wirtschaft und Technologie Ernst Burgbacher nach Saudi-Arabien (6. bis
9. April 2013) wurde dieser – neben weiteren, nicht rüstungsbezogenen
Firmenvertretern – von einem Vertreter der Firma Cassidian begleitet (es
wurden ausschließlich Themen der zivilen Sicherheitstechnologie erörtert).
– Bei der Reise des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister
für Wirtschaft und Technologie Hans-Joachim Otto nach Brasilien (15. bis
19. Juli 2013) wurde dieser – neben weiteren, nichtrüstungsbezogenen
Firmenvertretern – von Vertretern den Firmen Rheinmetall Defence
Electronics, Cassidian, ThyssenKrupp Marine Systems, MTU, Atlas Elektronik,
Eurocopter, Diehl Defence und RUAG begleitet.
Keiner der Staatssekretäre des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg)
wurde im Rahmen einer Auslandsreise von einem Vertreter der
Rüstungsindustrie begleitet.
Keiner der Staatssekretäre des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurde im Rahmen einer Auslandsreise von
einem Vertreter der Rüstungsindustrie begleitet.
4. Welche Funktion (Stellenbezeichnung) hatten die in den Fragen 1, 2 und 3
genannten Vertreterinnen und Vertreter innerhalb ihres Unternehmens?
Am Besuch der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Kanada nahm der
Vorsitzende des Vorstands der ThyssenKrupp Marine Systems AG teil.
Im Übrigen handelte es sich in der Regel jeweils um Mitglieder des Vorstands
bzw. Geschäftsführer.
5. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte in
Deutschland hat die Bundeswehr in den vergangenen zehn Jahren im
Zusammenhang mit privatwirtschaftlichen Exporten von Rüstungsgütern
vorgenommen?
Wie wurden die Kosten der jeweiligen Ausbildungsmaßnahme zwischen
der Bundesregierung, dem exportierenden Unternehmen und dem
Empfängerland aufgeteilt (bitte unter Angabe der Dauer der Maßnahme und der
Anzahl der beteiligten Ausbilder und der Höhe der Einzel- und
Gesamtkosten)?
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/14653Bei einer Anfrage nach Ausbildungsunterstützung erfolgt diese grundsätzlich
nur im Rahmen freier Kapazitäten und gegen Vollkostenerstattung durch das
Empfängerland.
Jahr Land Art der Ausbildung Dauer
Durchführungen
im Jahr
Kosten der
Maßnahme *
Anzahl der
Ausbilder
2004 Niederlande
Ausbildung an der
Panzerhaubitze 2000
2 Wochen 1
130 000 €
(Kosten
wurden von Firma
getragen)
12
2006 Luxemburg
Ausbildung Schießlehrer
Waffenträger WIESEL 1
TOW1
keine
Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
2 148,03 €
keine Daten
verfügbar
2006–
2010
Österreich
Ausbildung von
technischem Personal –
Eurofighter
137 Wochen 1–2 ca. 40 Mio. €
bestehender
Lehrkörper beim
Jagdgeschwader
73 „S“
seit
2007
Österreich
Ausbildung von
fliegerischem Personal –
Eurofighter
ca. 100 Tage
1 (nach
gegenseitiger
Absprache)
3 227 378 €
pro Flugschüler
bestehender
Lehrkörper beim
Jagdgeschwader
73 „S“
2007 Griechenland Kommandantenausbildung 60 Tage 1 1 390 065 € 4
2007 Israel Taktikausbildung (U-Boot) 5 Tage 3
keine Daten
verfügbar
3
2007 Portugal U-Boot-Rettungsausbildung 5 Tage 4 44 620 € 13
2007 Südafrika U-Boot-Rettungsausbildung 5 Tage 1 9 807 € 13
2007 Südafrika
Unterstützung der See- u.
Kommandantenausbildung
5 Wochen 1 91 828 € 2
2007 Südafrika Seeausbildung 15 Tage 1 61 744 € 2
2007–
2008
Norwegen
Ausbildung KPz
Leopard 2/Simulator
keine Daten
verfügbar
1 009 000 €
keine Daten
verfügbar
2008 Israel Taktikausbildung (U-Boot) 5 Tage 3
keine Daten
verfügbar
3
2008 Portugal U-Boot-Rettungsausbildung 5 Tage 2 19 614 € 13
2008 Südafrika
Unterstützung der
Seeausbildung der
Erstbesatzung S103
4 Wochen 1
keine Daten
verfügbar
5
2008 Luxemburg
Kraftfahrtausbildung
(Einweisung auf Dingo)
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
seit
2009
Schweden
Nutzung des Flugsimulators
NH90 in der
Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg**
k. A. m.** k. A. m.** k. A. m.** k. A. m.**
2009 Israel
Taktikausbildung
(U-Boot)
5 Tage 3
keine Daten
verfügbar
3
2009 Portugal U-Bootrettungsausbildung 3 Tage 2 16 006 € 13
2009 Griechenland U-Bootrettungsausbildung 4 Tage 2 19 614 € 13
2009 Luxemburg
Kraftfahrtausbildung
(Einweisung Dingo 2)
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
1 TOW – Tube Launched Optically Tracked Wire Guided Missile.
Drucksache 17/14653 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode6. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte hat die
Bundeswehr in den vergangenen zehn Jahren im Zusammenhang mit
privatwirtschaftlichen Exporten von Rüstungsgütern im jeweiligen
Empfängerland oder in einem Drittstaat vorgenommen?
Wie wurden die Kosten der jeweiligen Ausbildungsmaßnahme zwischen
der Bundesregierung, dem exportierenden Unternehmen und dem
Empfängerland aufgeteilt (bitte unter Angabe der Dauer der Maßnahme und der
Anzahl der beteiligten Ausbilder und der Höhe der Einzel- und
Gesamtkosten)?
2010 Israel
Taktikausbildung
(U-Boot)
5 Tage 3
keine Daten
verfügbar
3
2010 Portugal
Internationaler U-Boot-
Kommandantenlehrgang
60 Tage 1 1 390 065 € 5
2010 Luxemburg
Ausbildung „MIKADO 2,
Führung, Einsatz und
Betrieb“ (2 Soldaten)
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
auf
Kostenerstattung
wurde
verzichtet
keine Daten
verfügbar
2010 Norwegen Ausbildung Dingo
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
keine Daten
verfügbar
2010 Saudi-Arabien
Erstausbildung für
„Unmanned Aerial System“ des
Typs LUNA
keine Daten
verfügbar
1 51 238,44 € *** 3
2011 Israel U-Bootrettungsausbildung 5 Tage 1 9 807 € 13
2011 Israel Taktikausbildung 5 Tage 3
keine Daten
verfügbar
3
2012 Israel U-Bootrettungsausbildung
5 Tage bzw.
3 Tage
3 15 900 € 13
2012 Israel Taktikausbildung (U-Boot) 5 Tage 2
keine Daten
verfügbar
3
2013 Algerien
Beginn der Ausbildung von
zwei Fregattenbesatzungen
April 2013
bis Juli 2017
1 (im
Gesamtzeitraum)
12 609 046 € bis zu 20
2013 Russland
Sprachausbildung am
Bundessprachenamt,
anschließend Ausbildung
am deutschen
Gefechtsübungszentrum (GÜZ)
des Heeres
12 Monate 1
Kosten GÜZ:
53 614 €,
Ausbildung wird
unentgeltlich
zur Verfügung
gestellt
(militärische
Ausbildungshilfe).
3 – 5
* Soweit nicht anders dargestellt, erfolgte eine Kostenerstattung durch das Empfängerland.
** Der Flugsimulator steht im Eigentum des Betreiberkonsortiums Helicopter Flight Training Services (HFTS). Schweden hat die der Fa. HFTS
einen Vertrag zur Nutzung des Simulators geschlossen. Lehrgangsmanagement und Bezahlung erfolgen ohne Einbindung der Bundeswehr.
*** Kosten sind Gesamtkosten der Maßnahme in Deutschland und in Saudi- Arabien.
2 MIKADO – Mikroaufklärungsdrohne (AIRROBOT 100).
Jahr Land Art der Ausbildung Dauer
Durchführungen
im Jahr
Kosten der
Maßnahme *
Anzahl der
Ausbilder
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/14653* Kosten sind Gesamtkosten der Maßnahme in Deutschland und in Saudi-Arabien.
7. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte in
Deutschland hat die Bundespolizei in den vergangenen zehn Jahren im
Zusammenhang mit privatwirtschaftlichen Exporten von Rüstungsgütern
vorgenommen?
Wie wurden die Kosten der jeweiligen Ausbildungsmaßnahme zwischen
der Bundesregierung, dem exportierenden Unternehmen und dem
Empfängerland aufgeteilt (bitte unter Angabe der Dauer der Maßnahme und der
Anzahl der beteiligten Ausbilder und der Höhe der Einzel- und
Gesamtkosten)?
Hinsichtlich des Engagements der Bundespolizei im Projekt zur
Modernisierung des saudi-arabischen Grenzschutzes wird auf die Vorbemerkungen der
Bundesregierung verwiesen.
Die Ausbildungsmaßnahmen der Bundespolizei in diesem Projekt finden
grundsätzlich in Saudi-Arabien statt. In Deutschland fanden bisher drei Kurse
an der Bundespolizeiakademie in Lübeck statt, in denen die von der
Bundespolizei ausgebildeten Multiplikatoren des saudi-arabischen Grenzschutzes weitere
Trainer-Qualifikationen erworben haben.
Wie insgesamt in dem Projekt wurden die Kosten grundsätzlich von saudi-
arabischer Seite getragen. Die darüber hinaus aus dem Bundeshaushalt
verwendeten Mittel sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
Im Übrigen wurden keine Ausbildungsmaßnahmen im Zusammenhang mit
privatwirtschaftlichen Exporten von Rüstungsgütern durch die Bundespolizei
vorgenommen.
8. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte hat die
Bundespolizei in den vergangenen zehn Jahren im Zusammenhang mit
privatwirtschaftlichen Exporten von Rüstungsgütern im jeweiligen
Empfängerland oder in einem Drittstaat vorgenommen?
Wie wurden die Kosten der jeweiligen Ausbildungsmaßnahme zwischen der
Bundesregierung, dem exportierenden Unternehmen und dem
Empfängerland aufgeteilt (bitte unter Angabe der Dauer der Maßnahme und der
Anzahl der beteiligten Ausbilder und der Höhe der Einzel- und Gesamtkosten)?
Jahr Land Art der Ausbildung Dauer
Durchführungen im
Jahr
Kosten der
Maßnahme
Anzahl der
Ausbilder
2010 Saudi-Arabien
Erstausbildung für
„Unmanned Aerial System“
des Typs LUNA
keine Daten
verfügbar
1 51 238,44 € * 3
2011 Brasilien
Ausbildung (Vorführung)
FlaPz GEPARD
keine Daten
verfügbar
1
keine Daten
verfügbar
(ausweislich
Aktenlage wurde
Betrag durch
Firma
übernommen)
5
Kurs Kursdauer Anzahl der
Ausbilder
Mittel
Bundeshaushalt
Trainer-Kurs 24.4. bis 7.5.2010 7 17 409,87 Euro
Trainer-Kurs 29.5. bis 12.6.2010 7 14 950,72 Euro
Trainer-Kurs 1.7. bis 10.7.2011 7 13 639,57 Euro
Drucksache 17/14653 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeHinsichtlich des Engagements der Bundespolizei im Projekt zur
Modernisierung des saudi-arabischen Grenzschutzes wird auf die Vorbemerkungen der
Bundesregierung verwiesen.
In diesem Projekt haben seit Anfang 2009 bisher rund 3 400 Teilnehmer an
Trainingskursen der Bundespolizei teilgenommen. Hierfür wurden 105
Angehörige der Bundespolizei nach Saudi-Arabien entsandt. Die Projektkosten
einschließlich der auslandsbedingten Mehrkosten für das Engagement der
Bundespolizei werden von saudi-arabischer Seite getragen. Aus dem Projektbudget des
saudi-arabischen Innenministeriums wurden bisher insgesamt 7 860 727 Euro
für das Engagement der Bundespolizei zur Verfügung gestellt; aus dem
Bundeshaushalt wurden hierfür im Gesamtzeitraum darüber hinaus 1 224 750,18 Euro
verwendet.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 7 verwiesen.
9. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte
durch die Bundeswehr oder durch die Bundespolizei
a) sind gegenwärtig in Planung,
b) werden gegenwärtig verhandelt,
c) sind von einem Rüstungsunternehmen oder einem potentiellen Käufer
deutscher Rüstungsgüter angefragt?
Bundespolizei:
Die Bundespolizei plant oder verhandelt gegenwärtig keine
Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit
Rüstungsgütern.
Zu den Ausbildungsmaßnahmen der Bundespolizei wird auf die
Quartalsanfragen der Fraktion DIE LINKE. verwiesen (zuletzt: Antwort auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 17/13437 vom 10. Mai 2013).
Bundeswehr:
Zurzeit befinden sich folgende Ausbildungsmaßnahmen für ausländische
Sicherheitskräfte durch die Bundeswehr in Planung:
• Ausbildung im Torpedoeinsatz
• Ausbildung an Fregatten
• Ausbildung in der Nutzung eines Gefechtsübungszentrums.
Gegenwärtig wird eine Ausbildungsunterstützung im Bereich U-Boot-
Ausbildung verhandelt.
Derzeit ist eine Ausbildungsunterstützung seitens der Industrie bzw.
ausländischer Staaten für eine U-Boot-Ausbildung angefragt.
10. An welche Staaten hat die Bundeswehr seit dem 1. Januar 2012
Kriegswaffen und sonstige Rüstungsgüter
a) verkauft,
b) verliehen,
c) verschenkt oder
d) zu Testzwecken überlassen (bitte jeweils unter Angabe des Datums,
des Gegenstands, der Stückzahl und des Neu-, Gebraucht- und des
Überlassungswertes)?
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/1465311. Welche der in Frage 10 genannten Rüstungsgüter wurden vor der
Überlassung an den ausländischen Staat von einem privatwirtschaftlichen
Unternehmen instandgesetzt oder „veredelt“, also modernisiert?
In welchem Staat hatten die „veredelnden“ Unternehmen jeweils ihren
Sitz?
Die Bundeswehr verkauft bzw. überlässt Material in dem Zustand an das
Empfängerland, wie es bei der Bundeswehr eingeführt und betrieben wurde („as
is“). Instandsetzungs- oder Modernisierungsmaßnahmen finden/fanden ggf. im
Nachhinein bei industriellen Auftragnehmern im Auftrag und auf Kosten des
Empfängerlandes statt.
Jahr Land Wehrmaterial Abgabeform Stückzahl Wert
2012 Brasilien
Ersatzteile für Kampfpanzer
(KPz) LEOPARD 1A5
Kaufvertrag div. 115 000 €
2012 Dänemark Patronen 120 mm DM12A2 Kaufvertrag 500 287 500 €
2012 Estland Lkw und Fernmelde-Kabinen Kaufvertrag 285 und 29 2 516 420 €
2012 Griechenland Führungsfahrzeuge M577 Kaufvertrag 12 109 800 €
2012 Griechenland Gurtzeug Kaufvertrag 18 51 890 €
2012 Großbritannien Patrone 27 mm Darlehensvertrag 1 800 0 €
2012 Israel
End Items für Waffensystem
(WaSys) PATRIOT3
unentgeltliche
Überlassung
div. 0 €
2012 Kolumbien U-Boote plus Zubehör Kaufvertrag 2 11 000 000 €
2012 Korea Ersatzteile für WaSys PATRIOT Kaufvertrag div. 800 000 €
2012 Mongolei
Lkw 2 t,
teilmilitarisiert (tmil),
geländegängig (gl)
unentgeltliche
Überlassung
30 0 €
2012 Singapur KPz LEOPARD 2 A4 Kaufvertrag * *
2012 Tunesien Lkw, SanMat Kaufvertrag
129 und
div.
1 147 000 €
2012 Ungarn Gefechtshelme und Lkw
unentgeltliche
Überlassung
500 und 10 0 €
2013 Estland Lkw Kaufvertrag 104 1 258 460 €
2013 Finnland Kanone 40 mm inkl. Ersatzteile Kaufvertrag 2 170 000 €
2013 Israel WaSys PATRIOT Leihvertrag 2 0 €
2013 Litauen Lkw Kaufvertrag 63 470 155 €
2013 Tadschikistan Minendetektoren
unentgeltliche
Überlassung
40 0 €
* Über die Inhalte des Vertrages wurde mit dem Empfänger Vertraulichkeit vereinbart.
3 PATRIOT – Phased Array Tracking Radar to Intercept On Target.
Drucksache 17/14653 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode12. Werden Kriegswaffen, die die Bundeswehr anderen Staaten überlässt, die
aber vor der Ausfuhr aus Deutschland noch instandgesetzt oder
„veredelt“ bzw. modernisiert werden, in der Aufstellung der
Bundeswehrausfuhren im Rüstungsexportbericht mit ihrem Wert bei Abgabe durch die
Bundeswehr oder mit ihrem Wert nach der Veredelung angegeben?
Sofern nur der Vorveredelungswert bei den Bundeswehrausfuhren
angegeben wird, an welcher Stelle des Rüstungsexportberichtes wird die
Wertsteigerung des jeweiligen Gutes aufgeführt?
Dem jährlichen Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für
konventionelle Rüstungsgüter liegen die Werte der Güter zum Zeitpunkt der
Ausfuhr zu Grunde.
Werden Kriegswaffen, die die Bundeswehr anderen Staaten überlässt, von der
Bundeswehr als Ausführer ausgeführt, ist dies der Wert der Güter in dem in der
Antwort zu Frage 11 beschriebenen Zustand. Diese Ausfuhren werden im
Rüstungsexportbericht als Bundeswehrausfuhren ausgewiesen.
Werden Kriegswaffen, die die Bundeswehr anderen Staaten überlässt, von
einem Unternehmen als Ausführer ausgeführt, ist der Wert einer etwa vor der
Ausfuhr erfolgten Instandsetzung/Modernisierung zu berücksichtigen. Diese
Ausfuhren werden im Rüstungsexportbericht als kommerzielle Ausfuhren
ausgewiesen.
13. Welche Behörden sind mit wie vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
mit welchen tariflichen Eingruppierungen mit dem Verkauf bzw. der
Weitergaben von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern aus den
Beständen der Bundeswehr befasst, und welche Kosten entfallen insgesamt
auf diese Tätigkeiten?
Im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der
Bundeswehr kann die Aufgabe „Verkauf von Rüstungsgütern“ keinem Dienstposten
unmittelbar zugeordnet werden, da diese Aufgabe lediglich einen Teil des
Aufgabengebietes „Internationale Rüstungsangelegenheiten,
Rüstungszusammenarbeit, Verwertung von Material, Entsorgung von Munition, etc.“ darstellt.
Für die Vertragsgestaltung und -bearbeitung bei Länderabgaben als auch für
Verkäufe an die deutsche Industrie, Museen und Forschungseinrichtungen usw.
im Rahmen der Verwertung von Waffen und Munition sind ca. 3,5 Dienstposten
eingerichtet. Diese Dienstposten sind der Besoldungsgruppe A 12 zugeordnet.
Die Kosten belaufen sich auf rund 240 000 Euro im Jahr.
Darüber hinaus sind – abhängig vom konkreten Einzelfall – Mitarbeiter
verschiedener Ressorts (insbesondere BMWi, AA, BMVg) an der Entscheidung
über die Abgabe von Rüstungsgütern der Bundeswehr beteiligt. Insoweit lässt
sich jedoch keine konkrete Anzahl von Mitarbeitern ermitteln.
14. Welche Rüstungsgüter der Bundeswehr wurden in den vergangenen vier
Jahren zum Zweck der Vorführung in welches Land verbracht (bitte unter
Angabe des genauen Namens des Rüstungsgutes und ob die
Rüstungsgüter auf Messen oder anderweitig präsentiert wurden)?
Die Bundeswehr hat in der 17. Legislaturperiode die nachfolgenden
Rüstungsgüter zu Vorführungen in andere Länder verbracht bzw. deutschen Firmen
überlassen:
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/14653lfd. Nr. Name des Rüstungsgutes Zweck der Vorführung Land Jahr
1.
Führungs-Software FüInfoSysH4,
1.Los mit IFIS-PlugIn5
Demonstration gegenüber einer
chilenischen Delegation
Frankreich 2009
2.
Kampfflugzeug Eurofighter, Airbus
A310, Airbus A310 MRTT6
Eurofighter-Kampagne Indien,
Messe AERO INDIA
Indien 2009
3.
Wachturmkanzel Präsentation auf der Messe
Eurosatory
Frankreich 2010
4. Container Feldwäscherei
Vorführung für russische
Streitkräfte
Russland 2010
5. Container Lebensmittelvorbereitung
Vorführung für russische
Streitkräfte
Russland 2010
6. Container Lebensmittelzubereitung
Vorführung für russische
Streitkräfte
Russland 2010
7. Kampfflugzeug Eurofighter
Exportkampagne Indien Flight
Evaluation Trials (Phase 2)
Indien 2010
8. Kampfflugzeug Eurofighter
Exportkampagne Indien Flight
Evaluation Trials (Phase 3)
Großbritannien 2010
9.
Gepanzertes Transportkraftfahrzeug
(GTK) BOXER
Vergleichserprobung Saudi-Arabien 2011
10. Kampfflugzeug Eurofighter
Eurofighter-Kampagne,
International Air Festival,
Bulgarien
Bulgarien 2011
11. Kampfhubschrauber UH7 Tiger
Demonstrationskampagne für
PARS 3 LR8
Schweden 2011
12. Kampfflugzeug Eurofighter SION-Air Show Schweiz 2011
13.
Energiemodul aus mobilem
Gefechtsstand
Präsentation auf der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
14. Container Wassertank
Präsentation auf der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
15. Sattelanhänger 2, 70 t FSA9
Vorführung zu Erprobungszwecken
wegen anstehender
Auswahlentscheidung der beiden Länder
Schweden und
Norwegen
2012
16. Maschinenkanone 20 mm DM 6 A1
Präsentation anlässlich der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
17. Panzerhaubitze 2000
Präsentation anlässlich der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
18. Wachturmkanzel
Präsentation anlässlich der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
19.
Zubereitungscontainer für
Verpflegungszubereitung
(Containerfeldküche)
Präsentation vor Vertretern
russischer Streitkräfte
Russland 2012
20.
Transportfahrzeug Dingo 2,
Typ GSI10
Präsentation anlässlich der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
21. Transportfahrzeug Wisent
Präsentation anlässlich der Messe
Eurosatory
Frankreich 2012
4 FüInfoSysH – Führungsinformationssystem des Heeres.
5 IFIS-PlugIn – Erweiterungsmodul Integriertes Führungs- und Informationssystem.
6 MRTT – Multi Role Tanker Transport.
7 UH – Unterstützungshubschrauber.
8 PARS 3 LR – Präzisions- Abstands- Raketensystem der 3. Generation mit langer Reichweite (Panzerabwehrlenkflugkörper).
9 FSA – Fahrzeugschutzausstattung.
10 GSI – Gefechtsschadensinstandsetzungstrupp.
Drucksache 17/14653 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeErgänzend wird bezüglich der EADS-Cassidian Export-Kampagne für
Luftfahrtzeuge des Typs Eurofighter nach Indien auf die Antwort auf die
Schriftliche Frage 27 auf Bundestagsdrucksache 17/4494 verwiesen.
15. Welche Kosten sind dabei jeweils entstanden, und wer hat sie jeweils
getragen (bitte unter Angabe der Kosten im Detail: Kosten für Personal,
Wartung, Transport, Versicherung, Beschaffung von Ersatzteilen,
Treibstoff, Unterstützungsleistungen u. Ä.)?
Die nachfolgende Liste bezieht sich inhaltlich auf die Tabelle zu Frage 14. Die
Reihenfolge ist identisch.
22. Kampfflugzeug Eurofighter Aalborg-Air Show Dänemark 2012
23. Kampfhubschrauber UH Tiger
Demonstrationskampagne
für PARS 3 LR
Schweden 2012
24.
Schwimmschnellbrücke
Amphibie M3
Ausstellung und Vorführung
auf der Messe LAAD
Brasilien 2013
25.
AGDUS11 Ausstattung Leopard
universal (Ausstattung für Panzer)
Präsentation für
brasilianisches Heer
Schweden
August
2013 bis
Januar 2014
26.
Leichte Aufklärungsausstattung
auf Fahrzeug MUNGO
Präsentation auf der Messe DSEI Großbritannien
geplant
2013
27. Kampfflugzeug Eurofighter Roskilde-Air Show Dänemark
geplant
2013
11 AGDUS – Ausbildungsgerät Duellsimulator.
lfd. Nr. Name des Rüstungsgutes Gesamtkosten Kostentragung durch: Kostenaufteilung
1.
Führungs-Software FüInfoSysH,
1. Los mit IFIS-PlugIn
k. A. m.12 Firma keine
2.
Kampfflugzeug Eurofighter,
Airbus A310, Airbus A310 MRTT
k. A. m. Firma/Bund
Firma: ca. 180 000 €
Bund: ca. 600 000 €
3. Wachturmkanzel k. A. m. Firma keine
4. Container Feldwäscherei k. A. m. Firma
Mietzinseinnahmen für
den Bund: 73 469,88 €
5.
Container
Lebensmittelvorbereitung
k. A. m. Firma
Mietzinseinnahmen für
den Bund: 73 469,88 €
6.
Container
Lebensmittelzubereitung
k. A. m. Firma
Mietzinseinnahmen für
den Bund: 73 469,88 €
7. Kampfflugzeug Eurofighter ca. 16 Mio. € Firma/Bund
Firma: 206 246,25 €
Bund: 15,8 Mio. €
8. Kampfflugzeug Eurofighter ca. 3,79 Mio. €13 Firma/Bund
Firma: 937 554,11 €
Bund: 2 852 Mio. €
9.
Gepanzertes
Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER
k. A. m. Firma keine
10. Kampfflugzeug Eurofighter 188 514,49 € Firma keine
11. Kampfhubschrauber UH Tiger ca. 1,21 Mio. € Firma keine
12 k. A. m. – keine Angabe möglich, da keine Information hierzu verfügbar.
13 Die Kampagne fand in Deutschland und Großbritannien statt. Die angegebenen Kosten beziehen sich auf die gesamte Kampagne; eine
Aufteilung der Anteile Deutschland/ Großbritannien ist nicht möglich.
lfd. Nr. Name des Rüstungsgutes Zweck der Vorführung Land Jahr
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/1465316. Wie definiert die Bundesregierung grundsätzlich das Aufgabenprofil und
die Tätigkeit eines wehrtechnischen Attachés?
Der Deutsche Militärattachédienst ist im Geschäftsbereich des Bundesministers
des Auswärtigen an den Auslandsvertretungen zuständig für die
militärpolitische, militärische, rüstungspolitische und wehrtechnische Interessenvertretung
der Bundesrepublik Deutschland.
Auftrag des Deutschen Militärattachédienstes (Verteidigungs-, Teilstreitkraft-,
Wehrtechnische- und Stellvertretende Attachés) ist die Vertretung dieser
Interessen gegenüber dem jeweiligen Verteidigungsministerium des
Empfangsstaats sowie die Kontaktpflege mit den dafür zuständigen zivilen und
militärischen Stellen.
In Auslandsvertretungen, in denen auf Grund der Intensität der
Rüstungsbeziehungen ein Wehrtechnischer Attaché eingerichtet ist, übernimmt dieser die
vorgenannten Aufgaben auf rüstungspolitischem und wehrtechnischem Gebiet.
Die Aufgaben des Wehrtechnische Attachés umfassen im Einzelnen u. a. die
Unterrichtung von Behörden, Streitkräften und andere interessierten Stellen im
Empfangsstaat über rüstungspolitische, rüstungswirtschaftliche und
rüstungsexportpolitische sowie wehrtechnische Entwicklungen in der Bundesrepublik
Deutschland.
12. Kampfflugzeug Eurofighter 44 648,17 € Firma keine
13.
Energiemodul aus mobilem
Gefechtsstand
k. A. m. Firma keine
14. Container Wassertank k. A. m. Firma keine
15. Sattelanhänger 2, 70t FSA k. A. m. Firma keine
16.
Maschinenkanone 20 mm
DM 6 A1
k. A. m. Firma keine
17. Panzerhaubitze 2000 k. A. m. Firma keine
18. Wachturmkanzel k. A. m. Firma keine
19.
Zubereitungscontainer für
Verpflegungszubereitung
(Containerfeldküche)
k. A. m. Firma Keine
20.
Transportfahrzeug Dingo 2,
Typ GSI
k. A. m. Firma
Mietzinseinnahmen für
den Bund: 8 795 €
21. Transportfahrzeug Wisent k. A. m. Firma
Mietzinseinnahmen für
den Bund: 9 540 €
22. Kampfflugzeug Eurofighter 188 514,49 € Firma keine
23. Kampfhubschrauber TIGER ca. 1,52 Mio. € Firma keine
24.
Schwimmschnellbrücke
Amphibie M3
k. A. m. Firma keine
25.
AGDUS Ausstattung Leopard
universal (Ausstattung für Panzer)
k. A. m. Firma keine
26.
Leichte Aufklärungsausstattung
auf Fahrzeug MUNGO
k. A. m. Firma keine
27. Kampfflugzeug Eurofighter k. A. m. Firma keine
lfd. Nr. Name des Rüstungsgutes Gesamtkosten Kostentragung durch: Kostenaufteilung
Drucksache 17/14653 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeIn Auslandsvertretungen ohne Wehrtechnische Attaché werden die
rüstungspolitischen und wehrtechnischen Belange vom Verteidigungsattaché vertreten.
17. An welchen deutschen Botschaften ist ein wehrtechnischer Attaché tätig
(jeweils mit Angabe des Datums der Schaffung dieser Stellen)?
An folgenden Botschaften ist ein Wehrtechnischer Attaché tätig:
• Ankara, seit 1. März 2010
• Neu Delhi, seit 1. Februar 2009
• Athen, seit 1. Juli 2006
• Madrid, seit 1. Juli 1998
• Moskau, seit 1. Oktober 1995
• Rom, seit 1967
• London, seit 1966
• Paris, seit 1964
• Washington, seit 1959.
18. An welchen deutschen Botschaften werden in den nächsten zwei Jahren
neue Stellen für wehrtechnische Attachés geschaffen, und wie begründet
die Bundesregierung dies jeweils?
Der Dienstposten des Wehrtechnischen Attachés in Brasilia wird zum 1. Juli
2014 neu eingerichtet.
Deutschland und Brasilien haben traditionell freundschaftliche Beziehungen.
Brasilien wird als strategischer Partner mittelfristig sicherheits- und
rüstungspolitisch sowie wirtschaftlich und militärisch im internationalen Umfeld weiter
an Bedeutung gewinnen.
19. Finden oder fanden Konsultationen und/oder Beratungen zwischen
Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung einerseits, der
wehrtechnischen Industrie und der Rüstungsindustrie bzw. ihrer
Interessensorganisationen andererseits über die Einrichtung der Stellen von
wehrtechnischen Attachés statt, und welchen Einfluss haben oder hatten
diese auf die Stellenplanungen des BMVg?
Es finden und fanden keine Konsultationen und Beratungen statt.
20. Welche Kosten sind durch die Entsendung von wehrtechnischen Attachés
seit 2009 entstanden (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Durch die Entsendung von Mitarbeitern des BMVg als Wehrtechnische
Attachés in das Ausland sind folgende zusätzlichen Personalkosten
(Auslandszuschläge, ggfs. Unterbringungskosten, durch die Entsendung zusätzlich
verursachte Sachkosten und Personalgemeinkosten) entstanden:
2009: 893 703 Euro
2010: 836 648 Euro
2011: 876 527 Euro
2012: 898 943 Euro.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/1465321. Welche Abteilung im BMVg betreut und koordiniert die wehrtechnischen
Attachés, und an welche behördlichen und/oder privatwirtschaftlichen
Stellen erstatten diese darüber hinaus Bericht?
Die Abteilung Strategie und Einsatz (Referat SE I 4) ist zuständig für alle
Grundsatzangelegenheiten in der Führung und den Einsatz der Militärattachés
(Verteidigungs-, Teilstreitkraft-, Wehrtechnischen- und Stellvertretenden Attachés).
Die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (Referat AIN II 4)
ist zuständig für die Fachaufsicht der Wehrtechnischen Attachés.
Die Wehrtechnischen Attachés erstatten Bericht an das Bundeskanzleramt, die
zuständigen Referate des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Technologie sowie die Leitung und die Fachreferate des BMVg.
Privatwirtschaftliche Stellen gehören nicht zu den Adressaten dieser Berichte.
22. Welche zusätzliche Ausbildung erhält ein wehrtechnischer Attaché im
Unterschied zu einem Militärattaché, wo erfolgt diese Ausbildung, und
wer trägt hierfür die Kosten?
Zusätzlich zum Militärattaché-Verwendungslehrgang erhalten die
Wehrtechnischen Attachés eine drei- bis vierwöchige fachliche Einweisung in den
Fachreferaten der Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung im
BMVg. Die Kosten hierfür trägt das BMVg.
23. Welche Aus- und Fortbildungen sowie „Einweisungen“ (siehe Newsletter
des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie e. V. 3/2012) haben die wehrtechnischen Attachés sowie die
„regulären“ Militärattachés durch einzelne Rüstungsunternehmen, Verbände
oder sonstige Zusammenschlüsse der Rüstungsindustrie oder
anderweitige von der Rüstungsindustrie finanzierten Organisationen seit 2009
erhalten?
Die deutschen Militärattachés bzw. die deutschen Wehrtechnischen Attachés
erhalten im Sinne der Fragestellung folgende Fortbildungen und Einweisungen:
a) Industrieeinweisung
Deutsche Militärattachés werden im Rahmen ihres viermonatigen
Militärattaché-Verwendungslehrgangs u. a. zielgerichtet in die Belange der
Rüstungswirtschaft eingewiesen. In diesem Zusammenhang steht die in dem
Artikel bezeichnete Industrieeinweisung in Kooperation mit dem
Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Diese findet
einmal jährlich statt und dauert rund vier Wochen.
b) Vortrag/Gespräche bei der Zentralkonferenz für deutsche Militärattachés
Um eine durchgehend hohe Qualität der Arbeit der Militärattachéstäbe
sicherzustellen, ist neben einer regelmäßigen Informationsversorgung durch das
BMVg auch der interministerielle, ressort- und fachübergreifende Dialog
mit den Militärattachés erforderlich. Zu diesem Zweck findet einmal
jährlich eine Zentralkonferenz für deutsche Militärattachés unter Leitung des für
den Deutschen Militärattachédienst zuständigen Unterabteilungsleiters statt.
Diese Konferenz dient auch dem Informationsaustausch auf
rüstungspolitischem und wehrtechnischem Gebiet. In diesem Zusammenhang finden ein
Einführungsvortrag und Gespräche mit dem Arbeitskreis Mittelstand der
Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) statt. Die Dauer beträgt
rund fünf Stunden.
Drucksache 17/14653 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode24. Welche Kosten sind der Bundesregierung hierbei, zum Beispiel durch
Fahrten und Unterkunft, entstanden?
Bezogen auf Frage 23 sind folgende Kosten entstanden:
a) Industrieeinweisung
2013: 23 558,17 Euro (zzgl. ca. 2 000 bis 2 500 Euro für noch ausstehende
Dienstreiseabrechnungen)
2012: 12 977,54 Euro
2011: 19 245,88 Euro
2010: 31 487,56 Euro
2009: 30 388,22 Euro.
b) Vortrag/Gespräche bei der Zentralkonferenz für deutsche Militärattachés
Eine Einzelaufstellung der Veranstaltung mit dem Verband der Deutschen
Wehrtechnischen Industrie im Rahmen der Zentralkonferenz für Deutsche
Militärattachés ist nicht möglich, weil diese Veranstaltung in den
Gesamtrahmen der Konferenz eingebettet ist.
25. Finden diese Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen der regulären
Arbeitszeit der Attachés statt?
Die Maßnahmen finden alle im Rahmen der regulären Arbeitszeit der Attachés
statt.
26. Wie viele wehrtechnische Attachés und Militärattachés haben seit 2009
nach Beendigung ihres Dienstes im BMVg eine Tätigkeit in einem
Rüstungskonzern aufgenommen (bitte unter Angabe, ob die jeweilige Person
für diese Tätigkeit das BMVg vor oder nach der regulären Pensionierung
verlassen hat, dem letzten Dienstposten und dem Jahr des Ausscheidens
und – falls nicht identisch – dem Jahr des Tätigkeitsbeginns bei dem
jeweiligen Rüstungskonzern)?
a) Kein Wehrtechnischer Attaché hat seit 2009 nach Beendigung seines
Dienstes eine Tätigkeit in einem Rüstungskonzern aufgenommen.
b) Seit 2009 haben drei Militärattachés nach Beendigung ihres Dienstes eine
Tätigkeit in einem Rüstungskonzern aufgenommen:
– Militärattachédienst Algier von Oktober 2006 bis September 2009,
Dienstzeitende: 31. Dezember 2012, letzte Verwendung: Referent im
Streitkräfteamt, Tätigkeitsbeginn: 1. Januar 2013 bei der Firma Rohde &
Schwarz GmbH & Co KG, vorzeitige Beendigung des Dienstes;
– Militärattachédienst Brasilia von März 2007 bis September 2009,
Dienstzeitende: 29. Februar 2012, letzte Verwendung: Dozent an der
Führungsakademie Hamburg, Tätigkeitsbeginn: 1. März 2012 bei der
Firma Grob Aircraft AG, reguläre Beendigung des Dienstes;
– Militärattachédienst Washington von Oktober 2008 bis Oktober 2011,
Dienstzeitende: 29. Februar 2013, letzte Verwendung: Referent im
BMVg, Tätigkeitsbeginn: 1. März 2013 bei der Firma ESG GmbH,
vorzeitige Beendigung des Dienstes.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/1465327. Ist es der Bundesregierung in den vergangenen zehn Jahren gelungen,
durch den Einsatz von wehrtechnischen Attachés, den Absatz deutscher
Rüstungsgüter im Ausland auszuweiten?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Die
Bundesregierung zielte bzw. zielt mit dem Einsatz Wehrtechnischer Attachés nicht auf die
Ausweitung des Absatzes deutscher Rüstungsgüter im Ausland ab.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]