[Deutscher Bundestag Drucksache 18/236
18. Wahlperiode 23.12.2013Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Susanna Karawanskij, Klaus Ernst,
Diana Golze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/106 –
Möglicher Änderungsbedarf bei Kindergeld und Freibeträgen für Kinder
im Jahr 2014
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Zur verfassungsrechtlich gebotenen Freistellung der notwendigen
Mehraufwendungen von Eltern für das sächliche Existenzminimum eines Kindes sieht
§ 32 Absatz 6 des Einkommensteuergesetzes (EStG) einen Freibetrag vor. Er
wird ergänzt durch einen Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder
Ausbildungsbedarf des Kindes. Neben diesen Freibeträgen wird die gebotene
steuerliche Entlastung auch durch das monatlich ausgezahlte Kindergeld
gewährt und gegebenenfalls mit den Ansprüchen aus den Freibeträgen für Kinder
verrechnet. Ob die Freibeträge oder das Kindergeld zu einer stärkeren
Entlastung führen, ist im Rahmen des geltenden Familienleistungsausgleichs von
der Höhe des zu versteuernden Einkommens abhängig. Im kürzlich
abgelaufenen Bundestagswahlkampf waren verschiedene Vorschläge zur Reform des
Familienleistungsausgleichs eingebracht worden. Unter anderem waren die
Einführung eines Familiensplittings, die Anhebung der Freibeträge für Kinder
in der Summe auf die Höhe des sächlichen Existenzminimums eines
Erwachsenen sowie die Abschaffung des Freibetrags für den Betreuungs- und
Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes vorgeschlagen worden.
Unabhängig davon ist im Neunten Existenzminimumbericht (Bundestagsdrucksache
17/11425 vom 7. November 2012) festgehalten, dass der derzeit geltende
steuerliche Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes für das
Jahr 2014 um 72 Euro anzuheben ist.
1. Hält die Bundesregierung unter Beachtung der aktuellen wirtschaftlichen
Entwicklung weiterhin an den Berechnungen des Neunten
Existenzminimumberichts fest, wonach der Freibetrag für das sächliche
Existenzminimum eines Kindes für das Jahr 2014 um 72 Euro anzuheben ist, oder
sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit einer Neuberechnung (bitte
mit Begründung)? Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 19. Dezember
2013 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/236 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode5. Sieht die Bundesregierung unabhängig von verfassungsrechtlichen
Vorgaben aus ökonomischen und/oder sozialen Gesichtspunkten die
Notwendigkeit, die Freibeträge für Kinder in der Summe auf die Höhe des
sächlichen Existenzminimums eines Erwachsenen anzuheben (bitte mit
Begründung)?
Die Fragen 1 und 5 werden zusammenfassend beantwortet.
Wie bereits bei der Beantwortung der Schriftlichen Fragen der Abgeordneten
Dr. Barbara Höll bzw. Richard Pitterle für den Monat Oktober ausgeführt (vgl.
Bundestagsdrucksachen 17/14837 bzw. 18/51) berichtet die Bundesregierung
alle zwei Jahre über die Entwicklung der steuerfreizustellenden Existenzminima
von Erwachsenen und Kindern. Im zuletzt vorgelegten Neunten
Existenzminimumbericht ist beim Kinderfreibetrag ab dem Veranlagungsjahr 2014 ein
Anpassungsbedarf festgestellt und zugleich darauf hingewiesen worden, dass
die Bundesregierung rechtzeitig gesetzgeberisch handeln wird. Die steuerlichen
Freibeträge im § 32 des Einkommensteuergesetzes müssen das
Existenzminimum von Kindern abdecken; über die konkrete Höhe der Freibeträge
entscheidet der Gesetzgeber.
2. In welcher Höhe müsste das Kindergeld bei einer Anhebung des Freibetrags
für das sächliche Existenzminimum eines Kindes um 72 Euro für das Jahr
2014 steigen, damit die kritischen Einkommen, bei denen die Entlastung
durch Kindergeld und durch Freibeträge für Kinder gleich hoch ausfällt,
gegenüber der bisherigen Gesetzeslage im Jahr 2014 identisch bleiben (bitte
differenziert nach Kindern angeben)?
Bei einer Anhebung der Freibeträge für Kinder um 72 Euro müsste das
Kindergeld um knapp 2 Euro im Monat für jedes Kind steigen, damit die Einkommen,
bei denen beide Instrumente zu einer gleich hohen Entlastung führen, annähernd
unverändert bleiben.
3. Welche Aufkommenswirkungen (volle Jahreswirkung) hätte eine
Anhebung des Freibetrags für das sächliche Existenzminimum eines Kindes
um 72 Euro ab dem Jahr 2014 (bitte nach Steuerarten und Steuergläubiger
differenzieren)?
Das Steueraufkommen läge um jährlich 110 Mio. Euro (davon Bund: 52,5 Mio.
Euro) niedriger als ohne diese Maßnahmen (volle Jahreswirkung 2014). Die
Mindereinnahmen (in Mio. Euro) verteilen sich wie folgt:
4. Welche zusätzlichen Aufkommenswirkungen (volle Jahreswirkung) hätte
die in der Frage 2 skizzierte Anhebung des Kindergelds ab dem Jahr 2014
(bitte nach Steuerarten, Steuergläubiger und Gewährung nach
Bundeskindergeldgesetz differenzieren)?
Durch die in Frage 2 angesprochenen Maßnahmen (Anhebung der Freibeträge
für Kinder um 72 Euro und des Kindergeldes um gerundet 2 Euro im Monat für
jedes Kind) läge das Steueraufkommen um jährlich 425 Mio. Euro niedriger als
ohne diese Maßnahmen (volle Jahreswirkung 2014). Die Mindereinnahmen (in
Mio. Euro) verteilen sich wie folgt:
Einkommensteuer Solidaritätszuschlag Bund Länder Gemeinden
100 10 52,5 42,5 15
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/236Die Mehrausgaben für die Gewährung von Kindergeld nach dem
Bundeskindergeldgesetz würde bei einer Kindergelderhöhung um gerundet 2 Euro je Kind und
Monat rund 1 Mio. Euro jährlich betragen.
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.
6. Stimmt die Bundesregierung der Einschätzung zu, dass die in der Frage 5
beschriebene Anhebung nicht identisch mit einem Familiensplitting ist,
da dort keine Gesamtaufteilung der Einkommen auf mehrere Personen
durchgeführt wird (bitte mit Begründung)?
Der Begriff des Familiensplittings ist rechtlich nicht definiert.
7. In welcher Höhe müsste das Kindergeld bei einer Anhebung der Freibeträge
für Kinder in der Summe auf die Höhe des sächlichen Existenzminimums
eines Erwachsenen (Grundfreibetrag im Jahr 2014) steigen, damit die
kritischen Einkommen, bei denen die Entlastung durch Kindergeld und durch
Freibeträge für Kinder gleich hoch ausfällt, gegenüber der bisherigen
Gesetzeslage im Jahr 2014 identisch bleiben (bitte differenziert nach
Kinderanzahl angeben)?
Bei einer Anhebung der Freibeträge für Kinder auf 8 354 Euro würde eine
Anhebung des Kindergeldes um etwa 35 Euro im Monat für jedes Kind dazu
führen, dass die Einkommen, bei denen beide Instrumente zu einer gleich hohen
Entlastung führen, gegenüber dem derzeitigen Stand annähernd unverändert
bleiben würden. Es gibt allerdings keine verfassungsrechtlichen Vorgaben zur
Höhe des Kindergeldes oder gar zum Verhältnis der Beträge vom
Kinderfreibetrag und Kindergeld.
8. Welche Aufkommenswirkungen (volle Jahreswirkung) hätte eine
Anhebung der Freibeträge für Kinder in der Summe auf die Höhe des
sächlichen Existenzminimums eines Erwachsenen ab dem Jahr 2014 (bitte nach
Steuerarten und Steuergläubiger differenzieren)?
Die entsprechenden Steuermindereinnahmen sind in der Antwort des
Parlamentarischen Staatssekretärs Hartmut Koschyk vom 4. Juni 2013 auf die
Schriftlichen Fragen 13, 14 und 15 der Abgeordneten Petra Merkel (Berlin)
(Bundestagsdrucksache 17/13811) angegeben.
9. Welche zusätzlichen Aufkommenswirkungen (volle Jahreswirkung) hätte
die in Frage 7 skizzierte Anhebung des Kindergeldes ab dem Jahr 2014
(bitte nach Steuerarten, Steuergläubiger und Gewährung nach
Bundeskindergeldgesetz differenzieren)?
Es wird auf die Schriftliche Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs
Hartmut Koschyk auf die Mündliche Frage der Abgeordneten Dr. Barbara Höll
verwiesen (Plenarprotokoll 17/245 der Sitzung vom 12. Juni 2013, Anlage 52
auf S. 31249/31250). Die „zusätzlichen“ Aufkommenswirkungen zeigen sich
durch Gegenüberstellung der dort angegebenen Beträge mit den in Antwort zu
Frage 8 genannten Beträgen.
Einkommensteuer Solidaritätszuschlag Bund Länder Gemeinden
415 10 186,4 176,4 62,2
Drucksache 18/236 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode10. Welche Aufkommenswirkungen (volle Jahreswirkung, ohne Veränderung
der Freibeträge für Kinder) hätte eine Anhebung des monatlichen
Kindergelds ab dem Jahr 2014 für das erste und zweite Kind auf 200 Euro, für das
dritte Kind auf 207 Euro und für jedes weitere Kind auf 234 Euro (bitte
nach Steuerarten, Steuergläubiger und Gewährung nach
Bundeskindergeldgesetz differenzieren)?
Das Steueraufkommen würde um jährlich 2.680 Mio. Euro zurückgehen (volle
Jahreswirkung 2014). Die Mindereinnahmen (in Mio. Euro) verteilen sich wie
folgt:
Die Mehrausgaben für die Gewährung von Kindergeld nach dem
Bundeskindergeldgesetz würden rund 8,8 Mio. Euro jährlich betragen.
11. Inwieweit muss aus verfassungsrechtlicher Sicht bei einer Anhebung des
Freibetrags für das sächliche Existenzminimum des Kindes auch eine
Anhebung des Kindergeldes erfolgen (bitte mit Begründung)?
12. Inwieweit ist es verfassungsrechtlich zulässig, den Freibetrag für den
Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf ersatzlos
abzuschaffen (bitte mit Begründung)?
13. Inwieweit ist es verfassungsrechtlich zulässig, den Freibetrag für den
Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf zugunsten einer
Erhöhung des Kindergelds abzuschaffen (bitte mit Begründung)?
Die Fragen 11 bis 13 werden zusammen wie folgt beantwortet.
Das Grundgesetz (Artikel 1 Absatz 1 GG in Verbindung mit dem
Sozialstaatsgrundsatz des Artikels 20 Absatz 1 und Artikel 6 Absatz 1 GG) verlangt nach
der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, dass bei der Besteuerung
einer Familie das Existenzminimum sämtlicher Familienmitglieder steuerfrei
bleiben muss (vgl. BVerfGE 99, 216 [233]). Das Bundesverfassungsgericht hat
in dieser Entscheidung weitere Aussagen getroffen,
– zum Betreuungs- und Erziehungsbedarf (a. a. O., 240 ff.)
– zur vollen steuerlichen Berücksichtigung des existenz-notwendigen
Mindestbedarfs, unabhängig von individuellen Grenzsteuersatz (a. a. O., 263 f.)
– zur Gewährung von steuerlichen Freibeträgen, Kindergeld im Sozialrecht
oder der Kombination, (a. a. O., 246 (265))
– zur fiktiven Umrechnung des Kindergeldes in einen Kinderfreibetrag
(a. a. O., 246 (264))
Die Festlegungen des BVerfG sind zu beachten.
14. Welche Vorteile sieht die Bundesregierung in dem alternierenden System
aus Kinderfreibeträgen und Kindergeld gegenüber einem System mit
lediglich einem Instrument (bitte mit Begründung)?
Mit dem steuerlichen Familienleistungsausgleich bestehen gleichzeitig die
Möglichkeiten zur zutreffenden Besteuerung und zur Förderung von Familien.
Er knüpft an einen einheitlichen Kindbegriff an und vereinheitlicht die
Verfahren in einem Rechtsgebiet. Kinderfreibeträge alleine wären zum Nachteil der
Einkommensteuer Solidaritätszuschlag Bund Länder Gemeinden
2 680 0 1 139 1 139 402
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/236Bürger, die keine oder nur in geringem Umfang Einkommensteuer zahlen.
Kindergeld alleine – in der zur Freistellung des Existenzminimums
erforderlichen Höhe – würde die öffentlichen Haushalte überfordern. Im Übrigen wird
auf die Antwort zu den Fragen 11 bis 13 verwiesen.
15. Stimmt die Bundesregierung der Auffassung zu, dass infolge der
Berücksichtigung von Freibeträgen für Kinder die Entlastung mit steigenden
Einkommen bei Eltern mit gleicher Kinderanzahl steigt, so dass
systemimmanent höhere Einkommen deutlicher stärker entlastet werden (bitte
mit Begründung)?
Die Berücksichtigung von steuerlichen Freibeträgen für das Existenzminimum
von Kindern ist verfassungsrechtlich geboten. Ein einerseits an der
Leistungsfähigkeit ausgerichteter progressiver Steuertarif hat andererseits
notwendigerweise zur Folge, dass Abzüge von der Bemessungsgrundlage, wie z. B.
Freibeträge für Kinder, zu unterschiedlich hohen Steuerentlastungen führen. Zum
verfassungsrechtlichen Rahmen wird auf die Antwort zu den Fragen 11 bis 13
verwiesen.
16. Wäre es verfassungsrechtlich zulässig, bei einer Unterdeckung des
sächlichen Existenzminimums des Kindes durch den Freibetrag für das
sächliche Existenzminimum lediglich das Kindergeld anzuheben (bitte mit
Begründung)?
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 11 bis 13 verwiesen.
17. Welchen Reformbedarf sieht die Bundesregierung bei dem derzeitigen
System des Familienleistungsausgleichs auch vor dem Hintergrund der
Ergebnisse aus der aktuellen Evaluation der familienpolitischen
Leistungen (bitte mit Begründung)?
18. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Wirksamkeit der
Förderung von Familien und Kindern durch das Kindergeld (bitte mit
Begründung und Darstellung)?
Die Fragen 17 und 18 werden zusammen wie folgt beantwortet.
Die familienbezogenen Leistungen berücksichtigen die vielfältigen
Lebenslagen der Familien. Sie unterstützen die elterlichen Bemühungen um einen
angemessenen Lebensstandard.
Die Gesamtevaluation hat gezeigt, dass das Kindergeld zur wirtschaftlichen
Stabilität von Familien einen wichtigen Beitrag leistet. Es senkt das
Armutsrisiko insbesondere für Familien mit zwei und mehr Kindern, sowie für Familien
mit Kindern unter zwei Jahren. Des Weiteren bewirkt es einen Ausgleich
zwischen Familien mit unterschiedlicher Kinderzahl. Für Familien, die an der
Schwelle zum Bezug von Arbeitslosengeld II liegen und ergänzend bereits
Kinderzuschlag und Wohngeld beziehen, entfaltet es einen Anreiz, kraft eigener
Erwerbstätigkeit den Transferbezug zu verlassen. Hier und bis in mittlere
Einkommen hinein verbessert es die Einkommenssituation von Familien. Aus
diesen Gründen zeigt die Gesamtvaluation der Bundesregierung keinen
konkreten Reformbedarf in diesem Bereich auf.
Drucksache 18/236 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode19. Steht Eltern, die in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft leben,
Kindergeld für Stiefkinder gemäß Bundeskindergeldgesetz zu (bitte mit
Begründung)?
Stiefelternteilen, die in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, steht für
ihre Stiefkinder kein Kindergeld nach dem Bundeskindergeldgesetz zu. Die
Bundesregierung prüft zeitnah eine gesetzliche Anpassung.
20. Unter welchen Fallkonstellationen kann der einem Elternteil zustehende
Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes auf den
anderen Elternteil übertragen werden (bitte mit Begründung)?
21. Unter welchen Fallkonstellationen kann der einem Elternteil zustehende
Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf
auf den anderen Elternteil übertragen werden (bitte mit Begründung)?
Die Fragen 20 und 21 werden zusammen wie folgt beantwortet.
Zu den verschiedenen Fallkonstellationen der Übertragung der Freibeträge für
Kinder hat das Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den
obersten Finanzbehörden der Länder am 28. Juni 2013 ein
Anwendungsschreiben herausgegeben. Dieses ist im Bundessteuerblatt Teil I S. 845
veröffentlicht.
22. Inwieweit erreicht eine Erhöhung des Kindergeldes Eltern, die
Sozialleistungen beziehen (bitte mit Begründung und Aufschlüsselung nach den
unterschiedlichen Sozialleistungen)?
Es gibt in Deutschland neben vorwiegend beitragsfinanzierten
Sozialversicherungsleistungen eine große Vielzahl von steuerfinanzierten Leistungen, die an
das Vorhandensein von Kindern anknüpfen und dabei teilweise auch deren
Anzahl und Alter berücksichtigen. An der Finanzierung und Bereitstellung sind
Bund, Länder und Kommunen beteiligt. Inwieweit eine Erhöhung des
Kindergeldes Eltern erreicht, die eine dieser steuerfinanzierten und kindbezogenen
Leistungen beziehen, wäre für jede Leistung gesondert zu prüfen. Eine dies
ermöglichende Aufstellung liegt der Bundesregierung jedoch nicht vor.
23. Wie wird das ausgezahlte Kindergeld im Rahmen der Abrechnung im
Länderfinanzausgleich und bei der Verteilung der Steuern berücksichtigt
(bitte mit Begründung)?
Als steuerliche Leistung geht das Kindergeld auch in die Abrechnungen des
Länderfinanzausgleichs ein. Das ausgezahlte Kindergeld wird dort als
Abzugsbetrag beim Lohnsteueraufkommen berücksichtigt. Maßgeblich ist jeweils der
Länder- und Gemeindeanteil von 42,5 Prozent bzw. 15 Prozent. Die
Berücksichtigung erfolgt dabei grundsätzlich in dem Land, in dem die anspruchsberechtigte
Person ihren Wohnsitz hat.
24. Wie hoch war das Auszahlungsvolumen für Kindergeld in den
Kassenjahren 2005 bis 2012 (bitte nach Jahren und Bundesländern mit Nennung der
Fallanzahl differenzieren)?
Der Betrag des gemäß Kassenstatistik ausgezahlten Kindergeldes für die
Kassenjahre 2005 bis 2012 ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die
entsprechenden Fallzahlen (Anzahl der Kindergeldkinder) liegen der
Bundesregierung nicht vor.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/236Kindergeld 2005 bis 2012
25. Wie hoch war das Auszahlungsvolumen für Kindergeld, welches nach
dem Bundeskindergeldgesetz in den Kassenjahren 2005 bis 2012 gewährt
wurde (bitte nach Jahren und Bundesländern mit Nennung der Fallanzahl
differenzieren)?
Das Auszahlungsvolumen für das Kindergeld nach dem
Bundeskindergeldgesetz (in Tsd. Euro) kann der folgenden Übersicht entnommen werden:
Eine Aufstellung des Auszahlungsvolumens differenziert nach Bundesländern
unter Nennung der Fallzahlen ist nicht möglich, da dies statistisch nicht erfasst
wird.
26. Für wie viele Kinder erfolgte zusätzlich zum ausgezahlten Kindergeld
eine Entlastung durch den Kinderfreibetrag und Erziehungsfreibetrag
gemäß § 32 Absatz 6 EStG, und für wie viele Kinder erfolgte eine Entlastung
ausschließlich durch das Kindergeld (bitte nach den Jahren 2004 bis 2012
sowie Grund- und Splittingtabelle unter Angabe der absoluten Fallzahl
und des prozentualen Anteils an der Fallzahl differenzieren)?
Die Fallzahlen können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Auszahlungen in Mio. €
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Baden-Württemberg 4 632 4 725 4 633 4 562 5 038 5 317 5 256 5 304
Bayern 5 259 5 326 5 246 5 141 5 690 6 019 5 983 6 017
Berlin 1 272 1 276 1 241 1 261 1 379 1 470 1 474 1 493
Brandenburg 977 965 923 885 951 985 966 956
Bremen 278 279 266 266 281 301 300 301
Hamburg 707 727 714 714 796 853 850 862
Hessen 2 584 2 588 2 562 2 513 2 804 2 959 2 942 2 951
Mecklenburg-Vorpommern 668 645 613 580 625 644 626 620
Niedersachsen 3 430 3 465 3 411 3 368 3 722 3 915 3 878 3 887
Nordrhein-Westfalen 8 296 8 387 8 227 8 073 8 884 9 352 9 260 9 269
Rheinland-Pfalz 1 645 1 664 1 628 1 597 1 755 1 845 1 843 1 834
Saarland 416 396 404 392 428 447 437 436
Sachsen 1 560 1 523 1 474 1 422 1 543 1 614 1 584 1 578
Sachsen-Anhalt 892 812 778 812 866 884 856 841
Schleswig-Holstein 1 158 1 184 1 173 1 160 1 282 1 355 1 348 1 355
Thüringen 897 935 887 775 834 861 841 834
Bundesgebiet insgesamt 34 669 34 896 34 182 33 523 36 880 38 820 38 445 38 539
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
105 972 € 104 480 € 93 059 € 86 827 € 92 222 € 100 228 € 102 024 € 108 897 €
Drucksache 18/236 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
20
04
20
05
20
06
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
in
sg
es
am
t*
18
5
93
10
0,
0
%
18
5
93
18
6
82
10
0,
0
%
18
6
82
18
8
05
10
0,
0
%
18
8
05
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
fü
r d
ie
e
in
e
üb
er
d
as
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
i -
be
tr
ag
sw
ir
ku
ng
g
ew
äh
rt
w
ir
d
3
23
7
17
,4
%
66
3
2
57
4
2
86
0
15
,3
%
58
9
2
27
1
2
94
1
15
,6
%
61
7
2
32
4
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
fü
r
di
e
au
ss
ch
li
eß
li
ch
K
in
de
rge
ld
g
ew
äh
rt
w
ir
d
10
3
25
55
,5
%
1
48
6
8
83
9
10
7
67
57
,6
%
1
51
2
9
25
5
10
5
28
56
,0
%
1
56
5
8
96
4
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
di
e
du
rc
h
K
in
de
rg
el
d
un
d
K
in
de
rf
re
ib
et
rä
ge
e
nt
la
st
et
w
er
de
n
13
5
62
72
,9
%
2
14
9
11
4
14
13
6
27
72
,9
%
2
10
1
11
5
26
13
4
69
71
,6
%
2
18
1
11
2
87
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i n
ic
ht
st
eu
er
be
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
hti
ge
n*
5
03
1
27
,1
%
5
03
1
5
05
5
27
,1
%
5
05
5
5
33
6
28
,4
%
5
33
6
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
di
e
du
rc
h
K
in
de
rf
re
ib
et
rä
ge
be
im
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
en
t -
la
st
et
w
er
de
n
10
7
59
57
,9
%
1
75
9
9
00
0
10
8
07
57
,8
%
1
72
6
9
08
1
10
8
22
57
,6
%
1
79
4
9
02
8
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/236*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
20
07
20
08
20
09
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
in
sg
es
am
t*
18
4
23
10
0,
0
%
18
4
23
18
0
66
10
0,
0
%
18
0
66
17
7
12
10
0,
0
%
17
7
12
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
fü
r d
ie
e
in
e
üb
er
d
as
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
i -
be
tr
ag
sw
ir
ku
ng
g
ew
äh
rt
w
ir
d
3
15
1
17
,1
%
64
2
2
50
9
3
30
9
18
,3
%
66
6
2
64
3
2
23
6
12
,6
%
48
1
1
75
5
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
fü
r
di
e
au
ss
ch
li
eß
li
ch
K
in
de
rge
ld
g
ew
äh
rt
w
ir
d
10
6
65
57
,9
%
1
55
9
9
10
6
10
1
52
56
,2
%
1
54
3
8
60
9
10
8
64
61
,3
%
1
67
9
9
18
6
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
di
e
du
rc
h
K
in
de
rg
el
d
un
d
K
in
de
rf
re
ib
et
rä
ge
e
nt
la
st
et
w
er
de
n
13
8
16
75
,0
%
2
20
0
11
6
15
13
4
62
74
,5
%
2
21
0
11
2
52
13
1
00
74
,0
%
2
16
0
10
9
40
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i n
ic
ht
st
eu
er
be
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
hti
ge
n*
4
60
7
25
,0
%
4
60
7
4
60
4
25
,5
%
4
60
4
4
61
2
26
,0
%
4
61
2
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
di
e
du
rc
h
K
in
de
rf
re
ib
et
rä
ge
be
im
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
en
t -
la
st
et
w
er
de
n
11
2
17
60
,9
%
1
81
8
9
39
9
11
0
82
61
,3
%
1
82
9
9
25
3
10
7
17
60
,5
%
1
77
3
8
94
4
Drucksache 18/236 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
20
10
20
11
20
12
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
in
T
sd
.
A
nt
ei
le
F
al
lz
ah
l
G
ru
nd
-
ta
be
ll
e
in
T
sd
.
F
al
lz
ah
l
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
in
T
sd
.
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
in
sg
es
am
t*
17
4
64
10
0,
0
%
17
4
64
17
2
98
10
0,
0
%
17
2
98
17
3
40
10
0,
0
%
17
3
40
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
fü
r d
ie
e
in
e
üb
er
d
as
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
i -
be
tr
ag
sw
ir
ku
ng
g
ew
äh
rt
w
ir
d
3
12
7
17
,9
%
61
1
2
51
6
3
19
6
18
,5
%
62
2
2
57
4
3
51
2
20
,3
%
67
5
2
83
6
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
fü
r
di
e
au
ss
ch
li
eß
li
ch
K
in
de
rge
ld
g
ew
äh
rt
w
ir
d
9
88
0
56
,6
%
1
55
6
8
32
3
9
77
5
56
,5
%
1
57
1
8
20
4
9
67
6
55
,8
%
1
59
1
8
08
5
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
di
e
du
rc
h
K
in
de
rg
el
d
un
d
K
in
de
rf
re
ib
et
rä
ge
e
nt
la
st
et
w
er
de
n
13
0
07
74
,5
%
2
16
7
10
8
40
12
9
72
75
,0
%
2
19
3
10
7
79
13
1
87
76
,1
%
2
26
6
10
9
21
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i n
ic
ht
st
eu
er
be
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
hti
ge
n*
4
45
7
25
,5
%
4
45
7
4
32
6
25
,0
%
4
32
6
4
15
3
23
,9
%
4
15
3
K
in
de
rg
el
dk
in
de
r
be
i s
te
ue
rbe
la
st
et
en
S
te
ue
rp
fl
ic
ht
ig
en
,
di
e
du
rc
h
K
in
de
rf
re
ib
et
rä
ge
be
im
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
en
t -
la
st
et
w
er
de
n
10
6
62
61
,1
%
1
76
9
8
89
3
10
6
45
61
,5
%
1
78
7
8
85
8
11
0
72
63
,9
%
1
87
8
9
19
4
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/23627. Wie hoch waren die Steuermindereinnahmen in den Jahren 2004 bis 2012
für die in Frage 26 skizzierten Fälle durch das ausgezahlte Kindergeld, die
zusätzlich zum ausgezahlten Kindergeld gewährte Entlastung durch den
Kinderfreibetrag und Erziehungsfreibetrag gemäß § 32 Absatz 6 EStG,
und welche Steuermindereinnahmen ergaben sich für die in Frage 26
skizzierten Fälle aus der Entlastung durch den Kinderfreibetrag und
Erziehungsfreibetrag gemäß § 32 Absatz 6 EStG vor Verrechnung mit dem
ausgezahlten Kindergeld (bitte nach Jahren, Steuerarten sowie
Steuergläubiger differenzieren)?
Die Steuermindereinnahmen können den folgenden Tabellen entnommen
werden.
Drucksache 18/236 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
A
ng
ab
en
in
M
io
. €
20
04
20
05
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
K
in
de
rg
el
d
in
sg
es
am
t*
34
5
06
34
5
06
14
6
65
14
6
65
5
17
6
34
6
69
34
6
69
14
7
34
14
7
34
5
20
0
K
in
de
rg
el
d
an
n
ic
ht
s
te
ue
rbe
la
st
et
e
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
9
42
5
9
42
5
4
00
6
4
00
6
1
41
4
9
49
3
9
49
3
4
03
4
4
03
4
1
42
4
K
in
de
rg
el
d
an
s
te
ue
rb
el
as
te
te
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
25
0
81
3
91
8
21
1
63
10
6
59
10
6
59
3
76
2
25
1
76
3
81
4
21
3
62
10
7
00
10
7
00
3
77
6
Ü
be
r
da
s
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
-
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gw
ir
ku
ng
(
E
St
)
1
11
2
25
7
85
5
47
3
47
3
16
7
82
8
20
2
62
6
35
2
35
2
12
4
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
(E
St
)
vo
r
V
er
re
ch
nu
ng
m
it
d
em
K
in
de
rg
el
d
18
4
00
2
90
6
15
4
94
7
82
0
7
82
0
2
76
0
18
0
79
2
76
6
15
3
12
7
68
3
7
68
3
2
71
2
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
au
f
de
n
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
1
09
7
18
1
91
6
1
09
7
0
0
1
06
9
17
4
89
5
1
06
9
0
0
A
ng
ab
en
in
M
io
. €
20
06
20
07
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
K
in
de
rg
el
d
in
sg
es
am
t*
34
8
96
34
8
96
14
8
31
14
8
31
5
23
4
34
1
82
34
1
82
14
5
27
14
5
27
5
12
7
K
in
de
rg
el
d
an
n
ic
ht
s
te
ue
rbe
la
st
et
e
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
10
0
17
10
0
17
4
25
7
4
25
7
1
50
3
8
58
0
8
58
0
3
64
7
3
64
7
1
28
7
K
in
de
rg
el
d
an
s
te
ue
rb
el
as
te
te
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
24
8
79
3
95
6
20
9
23
10
5
73
10
5
73
3
73
2
25
6
02
4
00
6
21
5
96
10
8
81
10
8
81
3
84
0
Ü
be
r
da
s
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
-
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
-
w
ir
ku
ng
(
E
St
)
89
5
22
2
67
3
38
0
38
0
13
4
95
6
22
6
73
0
40
6
40
6
14
3
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
(E
St
)
vo
r
V
er
re
ch
nu
ng
m
it
d
em
K
in
de
rg
el
d
17
9
54
2
81
5
15
1
39
7
63
1
7
63
1
2
69
3
18
2
28
2
91
9
15
3
08
7
74
7
7
74
7
2
73
4
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
au
f
de
n
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
1
07
4
18
1
89
3
1
07
4
0
0
1
10
0
18
7
91
4
1
10
0
0
0
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/236*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
*
ni
ch
t n
ac
h
G
ru
nd
-
un
d
S
pl
it
ti
ng
fä
ll
en
d
if
fe
re
nz
ie
rb
ar
A
ng
ab
en
in
M
io
. €
20
08
20
09
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
K
in
de
rg
el
d
in
sg
es
am
t*
33
5
22
33
5
22
14
2
47
14
2
47
5
02
8
36
8
80
36
8
80
15
6
74
15
6
74
5
53
2
K
in
de
rg
el
d
an
n
ic
ht
s
te
ue
rbe
la
st
et
e
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
8
57
7
8
57
7
3
64
5
3
64
5
1
28
7
9
83
6
9
83
6
4
18
0
4
18
0
1
47
5
K
in
de
rg
el
d
an
s
te
ue
rb
el
as
te
te
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
24
9
45
4
01
8
20
9
27
10
6
02
10
6
02
3
74
2
27
0
44
4
33
8
22
7
06
11
4
94
11
4
94
4
05
7
Ü
be
r
da
s
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
-
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
-
w
ir
ku
ng
(
E
St
)
1
00
5
23
4
77
1
42
7
42
7
15
1
56
4
14
8
41
5
24
0
24
0
85
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
(E
St
)
vo
r
V
er
re
ch
nu
ng
m
it
d
em
K
in
de
rg
el
d
18
3
42
2
95
5
15
3
87
7
79
5
7
79
5
2
75
1
18
3
22
2
96
2
15
3
61
7
78
7
7
78
7
2
74
8
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
au
f
de
n
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
1
11
2
18
9
92
3
1
11
2
0
0
1
10
7
18
9
91
8
1
10
7
0
0
A
ng
ab
en
in
M
io
€
20
10
20
11
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
In
sge
sa
m
t
G
ru
nd
-
ta
b.
S
pl
it
ti
ng
-
ta
b.
B
un
d
L
än
de
r
G
em
ei
nde
n
K
in
de
rg
el
d
in
sg
es
am
t*
38
8
20
38
8
20
16
4
99
16
4
99
5
82
3
38
4
45
38
4
45
16
3
39
16
3
39
5
76
7
K
in
de
rg
el
d
an
n
ic
ht
s
te
ue
rbe
la
st
et
e
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
10
2
74
10
2
74
4
36
6
4
36
6
1
54
1
9
95
7
9
95
7
4
23
2
4
23
2
1
49
4
K
in
de
rg
el
d
an
s
te
ue
rb
el
as
te
te
St
eu
er
pf
li
ch
ti
ge
28
5
46
4
60
6
23
9
40
12
1
32
12
1
32
4
28
2
28
4
88
4
66
2
23
8
25
12
1
07
12
1
07
4
27
3
Ü
be
r
da
s
K
in
de
rg
el
d
hi
na
us
-
ge
he
nd
e
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
-
w
ir
ku
ng
(
E
St
)
1
17
0
26
6
90
4
49
7
49
7
17
5
1
20
3
27
3
93
0
51
1
51
1
18
1
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
(E
St
)
vo
r
V
er
re
ch
nu
ng
m
it
d
em
K
in
de
rg
el
d
20
6
95
3
35
2
17
3
43
8
79
6
8
79
6
3
10
4
20
7
89
3
39
9
17
3
90
8
83
6
8
83
6
3
11
8
K
in
de
rf
re
ib
et
ra
gs
w
ir
ku
ng
au
f
de
n
S
ol
id
ar
it
ät
sz
us
ch
la
g
1
24
4
21
3
1
03
1
1
24
4
0
0
1
24
6
21
6
1
03
0
1
24
6
0
0
Drucksache 18/236 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode* nicht nach Grund- und Splittingfällen differenzierbar
28. Welche Argumente sprechen nach Ansicht der Bundesregierung für bzw.
gegen eine stärkere Staffelung des Kindergelds nach Anzahl der Kinder als
bisher (bitte mit Begründung)?
Bei der geltenden Staffelung des Kindergeldbetrags, der mit der Anzahl der zu
berücksichtigenden Kinder steigt, ist nicht auf das einzelne Kind abzustellen.
Die Staffelung führt bei Mehrkindfamilien zu einem höheren Gesamtkindergeld,
das die Familie insgesamt entlastet und allen Kindern zugutekommt. Dagegen
muss der mit einer stärkeren Staffelung, insbesondere bei Paaren mit
gemeinsamen und nicht gemeinsamen Kindern (so genannte Zählkinder),
einhergehende Verwaltungsaufwand abgewogen werden.
29. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung, inwieweit die gesteigerte
Staffelung des Kindergeldes nach der Anzahl der Kinder positiv auf die
Entscheidung von gleichgeschlechtlichen Paaren wirkt, sich für mehrere
eigene Kinder zu entscheiden (bitte mit Begründung)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
30. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung, inwieweit die gesteigerte
Staffelung des Kindergeldes nach der Anzahl der Kinder positiv auf die
Entscheidung von heterosexuellen Paaren wirkt, sich für mehrere eigene
Kinder zu entscheiden (bitte mit Begründung)?
Auf die Antwort zu den Fragen 17 und 18 wird verwiesen. Eine Staffelung
verstärkt die dort genannten Effekte für Zwei- und Mehrkindfamilien.
Angaben in Mio. €
2012
Insgesamt
Grundtab.
Splittingtab. Bund Länder
Gemeinden
Kindergeld insgesamt* 38 539 38 539 16 379 16 379 5 781
Kindergeld an nicht
steuerbelastete Steuerpflichtige 9 564 9 564 4 065 4 065 1 435
Kindergeld an steuerbelastete
Steuerpflichtige 28 975 4 820 24 156 12 315 12 315 4 346
Über das Kindergeld
hinausgehende
Kinderfreibetragswirkung (ESt) 1 330 301 1 030 565 565 200
Kinderfreibetragswirkung (ESt)
vor Verrechnung mit dem
Kindergeld 21 744 3 585 18 159 9 241 9 241 3 262
Kinderfreibetragswirkung
auf den Solidaritätszuschlag 1 307 228 1 079 1 307 0 0
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/23631. Ist es verfassungsrechtlich geboten, dass bei einer Unterdeckung des
Freibetrags für das sächliche Existenzminimum eines Kindes im Jahr 2014
eine Anhebung des Kinderfreibetrags bereits zum Beginn des Jahres und
nicht erst unterjährig mit Rückwirkung umgesetzt wird (bitte mit
Begründung)?
Aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ergibt sich, dass das
Existenzminimum im Rahmen der Einkommensteuer jeweils in dem der
Einkommensteuer zugrunde liegenden Kalenderjahr steuerfrei bleiben muss und
kontinuierlich an sich ändernde Bedürfnisse der Gegenwart anzupassen ist (vgl.
BVerfGE 87, 153 [179 f.]; 120, 125 [156]).
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]