[Deutscher Bundestag Drucksache 18/1325
18. Wahlperiode 06.05.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andrej Hunko, Christine Buchholz,
Annette Groth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/1036 –
Olfaktorische Ermittlungen und entsprechende Forschungen von
EU-Einrichtungen bzw. Bundesbehörden
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Europäische Kommission fördert mehrere Projekte zur Identifizierung von
„terroristischen Bedrohungen“ mit chemischen, biologischen, radiologischen,
nuklearen und explosiven Gefahrstoffen (CBRNE). Noch im März 2014 will
sie hierzu eine Mitteilung herausgeben. Um die Ergebnisse auch für die
Strafverfolgung nutzbar zu machen, fördert die Europäische Kommission im
7. Forschungsrahmenprogramm die Projekte „Sniffer“ und „Doggies“ zum
Erschnüffeln von Personen (
http://cordis.europa.eu/projects/rcn/102348_en.html
und
http://cordis. europa.eu/projects/285446). Die Technologien sollen sogar
dazu dienen, unerwünschte Migrantinnen und Migranten aufzuspüren. Aus
Deutschland sind die Firmen EADS und G.A.S. Gesellschaft für analytische
Sensorsysteme mbH sowie das Leibniz-Institut für Analytische
Wissenschaften – ISAS – e. V. daran beteiligt.
Auch in Deutschland wird an entsprechenden Anwendungen geforscht.
Bekannt ist hierzu unter anderem die deutsche Bruker Daltonik GmbH (im
Folgenden Bruker), die auf eine Detektion gefährlicher Stoffe spezialisiert ist und
mobile Massenspektrometer herstellt (Telepolis, 25. Juni 2012). Es geht dabei
um CBRN-Stoffe, die zur Herstellung von Spreng- oder Brandsätzen genutzt
werden können und wie Drogen in kleinsten Spuren nachweisbar sind. Doch
auch aus anderen Stoffen bestehende „Gaswolken“ können aufgespürt werden.
Bruker wirbt damit, dass auch der Alkoholgehalt in der Luft gemessen werden
kann. Ausweislich der Produktbeschreibung kam das System bereits in einem
Stadion in Stuttgart zum Einsatz. So wollen Sicherheitsbehörden etwa
alkoholisierte Fans aufspüren, um etwaigen Regelverstößen zuvorzukommen. Laut
der Firma wurden Sensoren, die hierzu jedenfalls technisch in der Lage sind,
bei der Fußballweltmeisterschaft 2006, aber auch bei NATO- und G8-Gipfeln
eingesetzt. Im Projekt „Localisation of Threat Substances in Urban Society“
(LOTUS) ist Bruker an einem ähnlichen EU-Forschungsprojekt beteiligt
(
www.foi.se/en/Customer--Partners/Projects/LOTUS). Ziel ist die
Entwicklung eines „Werkzeuges gegen Terrorismus“.Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 2. Mai 2014
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/1325 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeIm Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 nahm die
Generalbundesanwaltschaft Geruchsproben von Globalisierungsgegnerinnen
und -gegnern (Süddeutsche Zeitung, 22. Dezember 2010). Die Betroffenen
mussten kleine Eisenstangen mit schwitzigen Händen berühren. Unklar ist, auf
welche Weise die Proben ausgewertet wurden und welche Produkte welcher
Firmen genutzt wurden. Die Maßnahme war durch den damaligen
Bundesminister des Innern, Dr. Wolfgang Schäuble, als „probates Mittel, um mögliche
Tatverdächtige zu identifizieren“ bezeichnet worden. Offen ist auch, wie oft die
Technik zur Anwendung kommt. Die Generalbundesanwaltschaft betont laut
der „Süddeutschen Zeitung“, dass „nur in Ausnahmefällen und bei schweren
Straftaten Geruchsproben genommen würden“. Zudem benötige es eine
„außerordentlich gute – weil nicht kontaminierte – Geruchsquelle“, die nur sehr
selten vorliege.
Immer wieder kommen bei Ermittlungen auch so genannte Mantrailer-Hunde
zum Einsatz, um vermeintliche Spuren zu verfolgen. In Berlin wurden diese
von einem Hubschrauber der Bundespolizei zu einem Tatort gebracht (Berliner
Zeitung, 28. November 2013). „Mantrailer-Hunde“ haben laut „Berliner
Zeitung“ „noch empfindlichere Nasen als gewöhnliche Spürhunde und können
angeblich auch sehr schwache Geruchsspuren von Verdächtigen verfolgen“.
1. Welche von der Europäischen Union bzw. Europäischen Kommission
geförderten Forschungen zur Identifizierung von „Bedrohungen“ mit
chemischen, biologischen, radiologischen, nuklearen und explosiven
Gefahrstoffen (CBRNE) sind der Bundesregierung bekannt?
2. An welchen dieser Forschungen beteiligen sich welche Behörden oder
sonstigen Einrichtungen des Bundes?
Die Fragen 1 und 2 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Im Bereich „Sicherheit“ des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen
Union werden folgende Projekte zur Identifizierung von „Bedrohungen“ mit
chemischen, biologischen, nuklearen und explosiven Gefahrstoffen (CBRNE)
gefördert:
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel Beteiligte Behörden oder
sonstige Einrichtungen
des Bundes
BIO-PROTECT Ionisation-based detector of airborne
bio-agents, viruses and toxins for
fastalert and identification
Robert Koch-Institut
BONAS Bomb factory detection by Networks of
Advanced Sensors
keine
CATO CBRN Crisis Management,
Architecture, Technologies and Operational
Procedures
Robert Koch-Institut
CBRNEMAP Road-mapping study of CBRNE
demonstrator
Robert Koch-Institut
COCAE Cooperation across Europe for
Cd(Zn)Te based security
keine
COMMONSENSE Development of a Common Sensor
Platform for the Detection of IED
“Bomb Factories”
Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung
CREATIF CBRNE related testing and certification
facilities - A networking strategy to
strengthen cooperation and knowledge
exchange within Europe
Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung
D-BOX Comprehensive toolbox for
humanitarian clearing of large civil areas from
anti-personal landmines and cluster
munitions
keine
DECOTESSC1 Demonstration of counterterrorism
system-of-systems against CBRNE
phase 1
keine
DOGGIES Detection of olfactory traces by
orthogonal gas identification
technologies
keine
EDEN End-user driven demo for CBRNE Robert Koch-Institut
EFFISEC Efficient integrated security
checkpoints
keine
EMPHASIS Explosive material hidden agile search keine
and intelligence system
Drucksache 18/1325 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAkronym Projekttitel Beteiligte Behörden oder
sonstige Einrichtungen
des Bundes
EQUATOX Establishment of quality assurances
for the detection of biological toxins of
potential bioterrorism risk
Robert Koch-Institut
Wehrwissenschaftliches
Institut für
Schutztechnologien – ABC-Schutz (WIS)
HANDHOLD Handheld olfactory detector keine
HOMER Homemade explosives and recipies
characterization
Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung
HYPERION Hyperspectral imaging IED and
explosives reconnaissance system
Bundeskriminalamt
IMSK Integrated mobile security kit keine
ISIS Integrated intelligent sensor system for
improved security of water supply
keine
LOTUS Localization of threat substances in
urban societies
Bundeskriminalamt
(Projektberatung)
MIRACLE Mobile laboratory capacity for the rapid
assessment of CBRN threats located
within and outside the EU
Institut für Mikrobiologie der
Bundeswehr
MODES_SNM Modular detection system for special
nuclear material
keine
MULTISENSE
CHIP
The lab-free CBRN detection device
for the identification of biological
pathogens on nucleic acid and
immunological level as lab-on-a-chip system
applying multisensor technologies
Friedrich-Löffler-Institut
OPTIX Optical technologies for identification
of explosives
keine
PLANTFOODSEC Plant and food biosecurity keine
PREVAIL Precursors of explosives: Additives to
inhibit their use including liquids
keine
REWARD Real-time wide-Area radiation
surveillance system
keine
ROSFEN Rapid on-site forensic analysis of
explosives and narcotics
keine
SAFEWATER Innovative tools for the detection and keine
mitigation of CBRN related
contamination events of drinking water
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel Beteiligte Behörden oder
sonstige Einrichtungen
des Bundes
SALIANT Selective Antibodies Limited Immuno
Assay Novel Technology
keine
SCINTILLA Development of detection capabilities
of difficult to detect radioactive sources
and nuclear materials
keine
SECUREAU Security and decontamination of
drinking water distribution systems following
a deliberate contamination
keine
SECUR-ED Secured urban transportation –
European Demonstration
keine
SGL for USaR Second generation locator for urban
search and rescue operations
keine
SLAM Standardisation of laboratory analytical
methods
Robert Koch-Institut
SNIFFER* Securing the food chains from primary
production and animal feeds to
consumer-ready food against major
deliberate, accidental or natural CBRN
contamination
keine
SNIFFER* A bio-mimicry enabled artificial sniffer keine
SNIFFLES Artificial sniffer using ion trap
technology
keine
SPICED Securing the spices and herbs
commodity chains in Europe against
deliberate, accidental or natural biological
and chemical contamination
- Bundesinstitut für
Risikobewertung
- Wehrwissenschaftliches
Institut für
Schutztechnologien
TALOS Transportable autonomous patrol for
land border surveillance system
keine
TAWARA_RTM Tap water radioactivity real time
monitor
keine
TERASCREEN Multi-frequency multi-mode Terahertz
screening for border checks
keine
TIRAMISU Toolbox implementation for removal of keine
anti-Personnel mines, submunitions
and UXO
Drucksache 18/1325 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode* das Akronym „SNIFFER“ wird für zwei unterschiedliche Projekte verwendet
Im Rahmen der EU-Maßnahme „Preparatory Action for Security Research
(PASR)“ wurden folgende Projekte zur Identifizierung von „Bedrohungen“ mit
chemischen, biologischen, nuklearen und explosiven Gefahrstoffen (CBRNE)
gefördert:
Im Bereich „Knowledge Based Bio Economy“ des 7.
Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union werden folgende Projekte zur Identifizierung
von „Lebensmittelkontaminationen“ gefördert.
Akronym Projekttitel Beteiligte Behörden oder
sonstige Einrichtungen
des Bundes
TWOBIAS Two stage rapid biological surveillance
and alarm system for airborne threats
keine
UNCOSS Underwater coastal sea surveyor keine
Akronym Projekttitel Beteiligte Behörden oder
sonstige Einrichtungen
des Bundes
BIO3R Bioterrorism resilience, research,
reaction
Robert Koch-Institut
BODE Biological optical detection experiment keine
HAMLET Hazardous material localization and
person tracking
Wehrwissenschaftliches
Institut für Werk- und
Betriebsstoffe
IMPACT Innovative measures for protection
against CBRN terrorism
keine
ISOTREX Integrated system for on-line trace
explosives detection in solid and vapor
state
keine
TERASEC Active terahertz imaging for security Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung
WATERSAFE On-line monitoring of drinking water for
public security form deliberate or
accidental contamination
keine
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/13253. Inwiefern sind Ergebnisse dieser Forschungen nach Kenntnis der
Bundesregierung auch geeignet, zur Strafverfolgung eingesetzt zu werden?
Die Durchführung des 7. Forschungsrahmenprogramms sowie die Maßnahme
„Preparatory Action for Security Research“ liegen in der Zuständigkeit der
Europäischen Kommission. Die Bundesregierung verfügt über keine
detaillierten Kenntnisse zu den Ergebnissen der geförderten Projekte, insbesondere nicht
dazu, ob die Ergebnisse im Einzelnen dazu geeignet wären, zur Strafverfolgung
genutzt zu werden.
Akronym Projekttitel Beteiligte Behörden oder
sonstige Einrichtungen
des Bundes
NANODETECT Development of nanosensors for the
detection of quality parameters along
the food chain
keine
VITAL Integrated Monitoring and Control of
Foodborne Viruses in European Food
Supply Chains
keine
BIOMONAR Biosensor nanoarrays for environmental
monitoring
keine
QDETECT Developing quarantine pest detection
methods for use by national plant
protection organizations (NPPO) and
inspection services
keine
Universal microarrays for the evaluation
of fresh-water quality based on
detection of pathogens and their toxins.
keine
PALM PRO-
TECT
Strategies for the eradication and
containment of the invasive pests
Rhynchophorus ferrugineus Olivier and
Paysandisia archon Burmeister
keine
AQUAVALENS Protecting the health of Europeans by
improving methods for the detection of
pathogens in drinking water and water
used in food preparation
keine
Drucksache 18/1325 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode4. Inwiefern sollen die Forschungen nach Kenntnis der Bundesregierung auch
helfen, Gerüche oder andere Spuren von Personen zu verarbeiten?
Die Durchführung des 7. Forschungsrahmenprogramms sowie die Maßnahme
„Preparatory Action for Security Research“ liegen in der Zuständigkeit der
Europäischen Kommission. Die Bundesregierung verfügt über keine
detaillierten Kenntnisse zu den Ergebnissen der geförderten Projekte.
5. Wie wird die Bundesregierung auf die Mitteilung der Europäischen
Kommission zum Aufspüren von chemischen, biologischen, radiologischen,
nuklearen und explosiven Gefahrstoffen (CBRNE) reagieren?
Die von der Kommission angekündigte Mitteilung zum Themenkomplex
CBRNE geht zurück auf den EU-Aktionsplan Explosivstoffsicherheit aus dem
Jahr 2008 und den CBRN-Aktionsplan der EU aus dem Jahr 2009. Ziel des
CBRN-Aktionsplans der EU war die Stärkung der chemischen, biologischen,
radiologischen und nuklearen Sicherheit in der Europäischen Union. Im Fokus
stand die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen
hervorgerufen durch hochriskante CBRN-Stoffe sowie die Eindämmung etwaiger
Folgen. Zu diesem Zweck wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog für die
Bereiche Prävention, Detektion und Abwehrbereitschaft/Reaktion aufgestellt.
Hierbei wurde ein alle Gefahrenlagen abdeckender Ansatz (all hazard approach)
zugrunde gelegt, d. h. Gefahren durch Unfälle, Naturereignisse oder
vorsätzliche Handlungen (einschließlich terroristischer Handlungen).
In den Jahren 2011/2012 wurden der CBRN-Aktionsplan und der Aktionsplan
Explosivstoffsicherheit von der Kommission evaluiert. Im Ergebnis wurde eine
Repriorisierung und Zusammenführung beider Bereiche in eine gemeinsame
CBRNE-Agenda zur Diskussion gestellt.
Im Interesse einer Verbesserung der Vorkehrungen zum Schutz vor Gefahren
durch hochriskante CBRN-Stoffe hat die Bundesregierung in der Vergangenheit
die Umsetzung des CBRN-Aktionsplans befürwortet. Über die künftige
Positionierung der Bundesregierung kann erst entschieden werden, wenn der
konkrete Inhalt der angekündigten neuen Kommissionmitteilung zu CBRNE
bekannt ist.
6. Was ist der Bundesregierung zur möglichen Nutzung von Geräten zur
Identifizierung von CBRN-Stoffen oder Massenspektrometern bei der EU-
Polizeiagentur Europol bekannt?
Hierzu hat die Bundesregierung keine Kenntnis.
7. Welche von der Bundesregierung geförderten Forschungen zur
Identifizierung von „Bedrohungen“ mit chemischen, biologischen, radiologischen,
nuklearen und explosiven Gefahrstoffen haben nach Kenntnis der
Bundesregierung seit dem Jahr 2004 stattgefunden?
8. An welchen dieser Forschungen beteiligen sich welche Behörden oder
sonstigen Einrichtungen des Bundes, und welche weiteren Teilnehmenden
sind der Bundesregierung bekannt?
Die Fragen 7 und 8 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Auf die beigefügte Anlage wird verwiesen.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/1325 9. Inwiefern sollen die Forschungen auch helfen, Gerüche oder andere
Spuren von Personen zu verarbeiten?
Die Forschungen haben nicht das Ziel, Gerüche oder Spuren von Personen zu
verarbeiten. Einige der genannten Projekte dienen dem Nachweis von CBRNE-
Stoffen und könnten daher theoretisch – wie andere Nachweisverfahren auch –
indirekt Hinweise auf CBRNE-Aktivitäten von Personen liefern.
10. Inwiefern sind Ergebnisse dieser Forschungen auch nach Kenntnis der
Bundesregierung geeignet, zur Strafverfolgung eingesetzt zu werden?
Einige der genannten Projekte dienen dem Nachweis von CBRNE-Stoffen und
könnten daher theoretisch – wie andere Nachweisverfahren auch – zur
Strafverfolgung eingesetzt werden. Der Schwerpunkt liegt allerdings nicht in der
Strafverfolgung, sondern in der Abwehr von Gefahren, z. B. durch das Auffinden von
Sprengstoffen zur Verhinderung von Anschlägen.
11. Inwiefern betreibt bzw. betrieb oder unterstützte auch die
Bundesregierung Projekte wie „LOTUS“, „Sniffer“ und „Doggies“ zum Erschnüffeln
von Personen, und worum handelt(e) es sich dabei?
Ein Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BKA) war im Auftrag der
Europäischen Kommission als „Midterm-Reviewer“ für die beiden Projekte
„SNIFFER“ und „SNIFFLES“ tätig. Die Funktion als „Reviewer“ erfolgte in
vergüteter und genehmigter Nebentätigkeit für die Research Executive Agency
im Auftrag der Europäischen Kommission und war keine dienstliche Tätigkeit
im Auftrag des BKA.
Das „Erschnüffeln von Personen“ ist nicht Gegenstand des Projekts LOTUS.
Zielrichtung in diesem Projekt ist das Auffinden von illegalen
Laborumgebungen. Das Kriminaltechnische Institut im BKA hat am Projektberatungsgremium
von LOTUS als behördlicher Endanwender teilgenommen.
12. Inwiefern haben welche Bundesbehörden in welchen Projekten seit dem
Jahr 2004 mit der Firma Bruker zusammengearbeitet, und welches Ziel
verfolgten diese?
An folgenden Projekten, die vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung gefördert wurden oder werden, sind Bundesbehörden gemeinsam mit
Unternehmen von Bruker beteiligt:
Verbundprojekt: Bildgebung neurologischer Erkrankungen durch
Erforschung innovativer Hochfeld-MR-Techniken und
Kontrastophore (INUMAC)
Projektbeteiligte u. a: Bruker BioSpin MRI GmbH
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Laufzeit: 1. Dezember 2006 bis 31. Oktober 2012
Hauptziel des Projektes war die Entwicklung von neuen Konzepten für die
Magnetresonanz-Bildgebungstechnologie auf Basis neuer Konzepte für
Gradienten-, Sende- und Empfängerspulen für die Anwendung in der Medizin.
Drucksache 18/1325 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeVerbundprojekt: Magnetic Particle Imaging Technologie (MAPIT)
Projektbeteiligte u. a.: Bruker Biospin MRI GmbH
Bruker Biospin GmbH
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Laufzeit: 1. Juli 2010 bis 31. Dezember 2015
Ziel des Verbundprojektes MAPIT ist es, das Magnetic Particle Imaging (MPI)
als neues bildgebendes Verfahren für die klinische Anwendung am Menschen zu
erforschen.
Verbundprojekt: EUV Lithographie für den 22nm Knoten
Projektbeteiligte u. a.: Bruker Advanced Supercon GmbH
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Laufzeit: 1. September 2010 bis 31. Dezember 2012
Ziel des Verbundprojektes war die Entwicklung von Technologien, Geräten und
Infrastruktur für den Produktionseinsatz der EUV-Lithographie für den 22 nm-
Knoten.
Weitere Kooperationsvereinbarungen zwischen der PTB und Firmen der
Bruker-Gruppe
● Kooperationsvereinbarung auf dem Gebiet der Entwicklung adaptiver
Mehrelement-(Phased-Array)-Sende-/Empfangsspulen für die Hochfeld-
(3-Tesla)-Kernspintomographie/-Spektroskopie vom 19. Mai 2001 mit
Bruker Medical GmbH.
● Kooperationsvereinbarung im Rahmen des zum MNPQ-Programms auf dem
Gebiet „Raster-Sonden-Mikroskop zur vollständigen dimensionellen
Charakterisierung nanoskaliger Strukturen auf größeren planaren Messobjekten“
vom 15. Mai 2007 mit Bruker AXS GmbH.
● Kooperationsvertrag im Rahmen des von der Investitionsbank Berlin
geförderten Projektes „Nanopartikelröntgenanalytik – NPRA“ vom 10. Dezember
2008 mit Bruker AXS Microanalysis GmbH.
● Cooperation Agreement „Fundamental Parameter (FP) determination for
improved XRF analysis and methodology development for reduced FP
uncertainties – REXDAB“ vom 12. Juni 2012 mit Bruker AXS.
Daneben bestehen oder bestanden folgende Zusammenarbeitsformen:
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) arbeitet mit der
Fa. Bruker Nano GmbH in Berlin im Hinblick auf eine bessere
Charakterisierung von EDX-Detektoren zusammen. Daneben arbeitet die BAM mit der
Bruker AXS Microanalysis GmbH an der Entwicklung von Messverfahren für die
Nanotoxikologie und Nanopartikelröntgenanalytik.
Das Max Rubner-Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und
Lebensmittel steht mit der Bruker BioSpin GmbH, die NMR-Geräte
(Kernspinresonanzspektroskopie-Geräte) entwickelt, im Forschungsbereich Human
Metabolomics in Kontakt. Human Metabolomics ist einer der
Forschungsschwerpunkte des MRI.
Das BKA hat im Jahr 2011 im Rahmen einer Diplomarbeit ein neues
Ionenmobilitätsspektrometer der Fa. Bruker (DE-tector) getestet und seine
Verwendbarkeit zur Spurendetektion von Drogen, insbesondere neuen Psychoaktiven
Substanzen, evaluiert.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/1325Zu den übrigen Forschungsvorhaben, an denen neben der Fa. Bruker auch
Bundesbehörden beteiligt sind oder waren, vgl. die Anlage zu den Fragen 7 und 8.
13. Welche elektronischen Geräte welcher Hersteller zum Erfassen,
Verarbeiten, Analysieren und Speichern auch kleinster nachweisbarer Spuren
werden beim Bundeskriminalamt, beim Zollkriminalamt und bei der
Bundespolizei genutzt?
Bei der Bundespolizei werden Sprengstoffspurendetektoren der Firmen Thermo
Fisher, Smiths Detection, Morpho Detection und Implant Sciences genutzt.
Weiterhin werden Gasspür- und Strahlenmessgeräte der Firma Dräger im Rahmen
des Entschärfereinsatzes genutzt.
Im Chemielabor des Zollkriminalamtes werden drei GC/MS-Systeme
(Gaschromatograph gekoppelt an Massenspektrometer), zwei Gaschromatographen und
ein Flüssigchromatograph des Herstellers Agilent Technologies sowie ein
Infrarotspektrometer des Herstellers Thermo Scientific zur Analyse von Stoffen
genutzt.
Beim BKA werden für die Spurendetektion von Explosivstoffen und Drogen
Ionenmobilitätsspektrometer, Gaschromatographen mit Chemilumineszenz
Detektion, und Massenspektrometer verschiedener Hersteller verwendet. Für den
kriminalpolizeilichen Einsatz an einem (Brand-)Tatort zur Erhebung von Proben
wird ein Photoionisationsdetektor (PID) verwandt.
14. Inwiefern nutzen Bundesbehörden (auch mobile) Massenspektrometer,
und wozu kommen diese zum Einsatz?
Die drei Massenspektrometer des Zollkriminalamtes (siehe Antwort zu Frage 13)
werden zur Vergleichsuntersuchung von Tabakinhaltsstoffen sowie für die
Untersuchung von Schreibmitteln eingesetzt.
In den Laboratorien der Wissenschaftlichen Referate des Bildungs- und
Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung werden sechs Gas-
Chromatographen mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS) sowie ein Flüssig-
Chromatograph mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS) zur Stoffanalytik (u. a.
Betäubungsmittel) eingesetzt.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat im
Rahmen seiner Zuständigkeit nach § 13 des Gesetzes über den Zivilschutz und
die Katastrophenhilfe des Bundes (ZSKG) mobile Massenspektrometer als
ergänzende Ausstattung für die Standorte der Analytischen Task Force (ATF)
beschafft. Dort werden die Massenspektrometer zum qualitativen Nachweis
chemischer Substanzen nach Freisetzungen z. B. bei Industrieunfällen
verwendet. Ein weiteres dieser Massenspektrometer wird im BBK als Ersatzgerät für
die ATF vorgehalten. Ein stationäres Massenspektrometer dient im
Erprobungslaboratorium des BBK zur qualitativen und quantitativen Analytik im Rahmen
der Prüfungstätigkeiten des BBK gemäß § 4 ZSKG.
Die BAM hat zusammen mit der Berliner Firma Environics-IUT GmbH einen
neuen Sensor für die Untersuchung flüchtiger Inhaltsstoffe von Gewürzen
entwickelt. Zum Einsatz kommt dabei ein Ionen-Mobilitäts-Spektrometer mit
chromatografischer Trennsäule (GC-IMS), welches mobil verwendet werden kann.
Einsatzgebiet ist die Laboranalytik. Daneben setzt die BAM stationäre
Massenspektrometer für die Materialanalytik ein.
Das Robert Koch-Institut nutzt stationäre Massenspektrometer zur Erstellung
von spektralen Referenzdatenbanken zur Identifizierung von mikrobiellen
Erregern und Toxinen sowie zur Proteinanalytik (Proteomics).
Drucksache 18/1325 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDas Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien – ABC-Schutz
(WIS) – nutzt Massenspektrometer stationär zur Laboranalytik. Mobile
Massenspektrometer sind Bestandteil der ABC-Aufklärungsausstattung der
Bundeswehr.
Im Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau kommt ein stationäres
Massenspektrometer (Clarus 600 von Perkin-Elmer) gekoppelt mit einem
Gaschromatographen in der biologischen Pflanzenschutzforschung zum Einsatz. Es
werden die von Pflanzen, Insekten und Mikroorganismen abgegebenen Duftstoffe
analysiert. Mobile Massenspektrometer besitzt das Institut nicht.
Im Max Rubner-Institut (MRI) sind folgende festinstallierte
Massenspektrometer-Geräte (MS) im Einsatz:
LC-MS (Flüssigchromatographie),
GC-MS (Gaschromatographie),
DSQ II/ISQ (MS-Geräte mit Single-Quadrupoltechnik),
ICP-MS (MS mit induktiv gekoppeltem Plasma),
Stabilisotopen-MS.
Massenspektrometriegeräte werden ausschließlich für die Forschungsarbeiten in
den Instituten des MRI eingesetzt. Einer der Einsatzschwerpunkte ist die
Metabolomics-Forschung. Einsatzgebiete sind folgende: Rückstandsanalytik;
Strukturaufklärung von Bestandteilen und Rohstoffen zur Lebensmittelherstellung;
Nachweis von Authentizität und Herkunft von Milch- und Fischerzeugnissen;
Messung erwünschter (z. B. ernährungsphysiologisch und technologisch
wertgebender) und unerwünschter (z. B. Mykotoxine, Pestizide) Inhaltsstoffe;
qualitative und quantitative Analysen von Spurenelementen, Schwermetallen,
Farbstoffen, Tierarzneimitteln, Antibiotika und Proteinen in Lebensmitteln;
Metabolom-Analysen (Analytik von Nährstoffen und Metaboliten; Charakterisierung
von Sortenunterschieden und Erfassung des Einflusses von Anbau- und
insbesondere Lagerbedingungen auf die Qualität; Messung von Human- bzw.
Tierstudienproben wie z. B. Plasma und Urin zur Identifizierung von Biomarkern für
Ernährungs- und Lebensgewohnheiten durch Erfassung von primären und
sekundären Stoffwechselprodukten); Headspace-Analysen (z. B.
Charakterisierung von Sortenunterschieden und Erfassung des Einflusses von Anbau- und
insbesondere Lagerbedingungen auf die Qualität; Fettsäureanalytik).
Der Bundesnachrichtendienst verfügt über ein Massenspektrometer zum
Nachweis unterschiedlich großer Moleküle in Flüssigkeiten.
Im BKA werden derzeit 23 Massenspektrometer eingesetzt. Die Geräte kommen
zur Detektion von Betäubungsmittel- und Explosivstoffspuren, Spuren von
Vorläufersubstanzen dieser Stoffe in illegalen Drogen- und Sprengstofflaboren, zur
Untersuchung von Brandlegungsmitteln sowie zur Glasuntersuchung zum
Einsatz.
Mobile Massenspektrometer wurden im BKA getestet, werden aktuell jedoch
nicht eingesetzt.
15. Welche Daten werden von den Geräten erhoben?
Mit Massenspektrometern (in der Regel gekoppelt mit Gaschromatographen)
lassen sich chemische Stoffe aus unterschiedlichen Probenmatrices qualitativ
und quantitativ nachweisen. Dazu werden Flugzeit und Masse der
fragmentierten Moleküle einer Probe erhoben.
Darüber hinaus erhebt das Gerät interne Daten, die zur Bewertung der Analyse
erforderlich sind, wie bspw. Datum der Messung, Zustand der Ionenquelle,
Temperatur der Trennsäule, Flussrate des Trägergases oder Retentionszeit.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/132516. Welche Produkte welcher Firmen haben welche Behörden in welchem
Jahr beschafft, und welche Gelder wurden hierfür aufgewendet?
Das BBK hat im Rahmen seiner Zuständigkeit nach § 13 ZSKG als ergänzende
Ausstattung für die Analytische Task Force beschafft:
● Im Jahr 2008: acht mobile Gaschromatograph-Massenspektrometer
(Fa. Bruker Daltonik).
Die Beschaffungskosten (incl. Schulung der Bediener) betrugen 1,8 Mio. Euro
insgesamt.
Das BBK hat für die Aufgabenwahrnehmung nach § 4 ZSKG beschafft:
● Im Jahr 2009 : ein stationärer Gaschromatograph-Massenspektrometer
(Fa. Perkin Elmer).
Die Beschaffungskosten betrugen 60 000 Euro.
Das Robert Koch-Institut hat
● im Jahr 2008 ein ESI-Massenspektrometer „LTQ Orb-titrap“
(Thermo Scientific) sowie
● im Jahr 2011 ein MALDI-TOF Massenspektrometer „Autoflex Speed“
(Bruker Daltonik GmbH)
beschafft. Die Beschaffungskosten betrugen 500 000 Euro bzw. 250 000 Euro.
Vom Wehrwissenschaftlichen Institut des Bundesministeriums der Verteidigung
wurden folgende Geräte beschafft:
Drucksache 18/1325 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBeim Zollkriminalamt wurden folgende Geräte beschafft:
● 2009: GC/MS-System zur Tabakvergleichs- und Schreibmitteluntersuchung,
158 000 Euro
● 2014: GC/MS-System zur Tabakvergleichsuntersuchung, 116 500 Euro
● 2014: GC/MS-System zur Schreibmitteluntersuchung, 182 000 Euro
Alle drei Geräte wurden von der Firma Agilent Technologies bezogen.
Von der BAM wurden seit dem Jahr 2004 folgende Massenspektrometer aus
unterschiedlichen Mitteln beschafft:
Bezeichnung
Anschaffungswert/T€
Anschaffungsdatum
Hersteller
IMS 37 06/2013 Environics
GC-MS 140 06/2013 Bruker
Quadrupol MS 77 04/2013 Pfeiffer
ICP-Sektorfeld-MS 400 04/2013 Thermo Fisher
ICP-Quadrupol-MS 110 04/2013 Thermo Fisher
ICP-Quadrupol-MS 120 08/2012 Thermo Fisher
TOF-MS 170 12/2011 Tofwerk
TOF-MS 250 09/2011 Tofwerk
TOF-MS 480 07/2011 AeroMegt
GC-MS 28 03/2011 Shimadzu
HPLC-HRMS 470 02/2011 Thermo Fisher
Triple-Quadrupol-MS 120 10/2010 Chromtech
GC-MS 56 05/2010 Shimadzu
GC-MS 120 11/2009 Shimadzu
GC-MS/MS 190 10/2009 Gerstel
GC-MS 86 09/2009 Gerstel
IMS 19 09/2009 IUT
LC-MS/MS 540 04/2009 Appl. Biosystems
EA-IRMS 270 06/2007 GV Instruments
GC-MS 150 06/2007 SIM
HPLC-MS 200 12/2006 Gerstel
GC-MS/MS 190 12/2005 Agilent
GC-MS 120 11/2005 Agilent
HPLC-HRMS 360 06/2005 Applera
LC-TOF-MS/MS 320 01/2005 Waters
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/1325In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) wurden seit dem Jahr
2004 folgende Massenspektrometer beschafft, die für metrologische
Anwendungen genutzt werden:
Das Max Rubner-Institut hat die Geräte aus seinem Grundhaushalt gezahlt,
lediglich in einem Fall (GC-MS der Fa. Shimazu) erfolgte die Anschaffung über
ein BMBF-gefördertes Forschungsprojekt. Die Anschaffung erfolgte in
verschiedenen Instituten des MRI und zu unterschiedlichen Forschungszwecken:
LC-MS
– Waters Corp., 2012
– Dionex – Thermo Fisher Scientific Inc., 2008
– Bruker Daltonics Inc. (maxis Impact), 2013
– Bruker Daltonics Inc. (maxis TOF), 2009
– Agilent Inc., 2004
– Agilent Inc. (LC/MS/MS), 2011
– Applied Biosystems Deutschland GmbH, 2009
– AB Sciex Ltd. (Qtrap 3200), 2007
– AB Sciex Ltd., (Qtrap 500), 2011
– AB Sciex Ltd. (QTOF), 2012
GC-MS
– Varian Inc., 2001 (heute Agilent Inc.)
– MasCom GmbH, 1995
– Agilent Inc., 2006 und älter als 10 Jahre
– Agilent Inc. (GC-MSD), 2009
– Shimadzu (GC-MS-QP 2010ultra), 2008, 2011, 2013
– Shimadzu (GC-MS-QP 5000), 1996
– Thermo Instruments (GC-HRMS) (heute Thermo Fisher Scientific Inc.), 2006
DSQ II/ISQ
– Thermo Fisher Scientific, 2002, 2012
ICP-MS
– Agilent Inc., 2002
Typenbezeichnung
Anschaffungswert/T€
Hersteller der Anlage Jahr der
Anschaffung
Neptune 799 Thermo Finnigan Egelsbach 2005
QTOF LC/MS/MS S 391 Bruker Daltonic 2005
TRIPLE Q LC/MS/MS 404 Life Technologies 2006
ORBITRAP ELITE 1 246 Thermo Fisher 2011
HIQUAD QMA 400 50 Pfeiffer Vakuum 2013
GAM 400 InProcess Instruments 2008
Drucksache 18/1325 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeStabilisotopen-MS
– Thermo Electron, 2002 (heute Thermo Fisher Scientific Inc.)
Eine genaue Ermittlung der Kosten dieser vom Max Rubner-Institut
angeschafften Geräte ist kurzfristig nicht möglich.
Vom BKA wurden die folgenden Massenspektrometer beschafft:
Das BKA hat keine mobilen Massenspektrometer beschafft.
Bezeichnung Ansch.
Wert
Ansch.
Datum
Hersteller
GC/MS 117 810,00 € 23.01.2013 Thermo
GC/MS 245 140,00 € 18.05.2010 Thermo Fisher
GC/MSD 88 013,00 € 23.02.2010 Agilent
GC/MSD 91 171,55 € 08.02.2001 Agilent
GC-Kopplung für IRMS 105 000,00 € 18.10.2000 Thermo
HPLC/MS 650 921,00 € 21.05.2007 Thermo Elektron
HPLC/MSD 164 000,00 € 05.05.1999 Agilent
IRMS 375 000,00 € 02.12.2005 Thermo
IRMS 235 000,00 € 22.05.2007 Thermo
Massenspektrometer 1 162 000,00 € 16.06.2004 Agilent
Massenspektrometer 2 135 000,00 € 01.12.2009 Agilent
prep. LC-MS 214 997,30 € 01.12.2004 Waters
Pyrolyse/GC/MSD 135 105,83 € 30.03.2001 Joint Analytical System
Pyrolyse/GC/MSD 137 149,31 € 01.04.2011 JAS
GC/MS 92 499,00 € 11/2005 PerkinElmer
GC/MS 105 910,00 € 11/2007 PerkinElmer
GC/MS 49 980,00 € 4/2009 PerkinElmer
Massenspektrometer 226 100,00 € 10.07.2007 Jeol
GC/MSD Analysesystem
inkl. Autosampler
150 000,00 € 28.02.2011 Thermo-Finnigan
GC-MS System 87 950,89 € 12.01.2006 Agilent
GC-MS System
inkl. Autosampler
118 481,52 € 10.02.2010 Agilent/Gerstel
Ionenfallen-Massenspektrometer +
Software
234 000,00 € 07.02.2005 Bruker
Ionenfallen-Massenspektrometer +
Software
198 730,00 € 15.12.2012 Bruker
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/1325Das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung setzt in
seinen fünf Wissenschaftlichen Referaten mit stationären Massenspektrometern
gekoppelte Geräte zur Untersuchung und Begutachtung von Waren ein (bspw.
im Rahmen der Abgabenerhebung sowie im Hinblick auf die Einhaltung von
Verboten und Beschränkungen). Angaben zu den einzelnen Beschaffungen
können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Das im BND vorhandene Massenspektrometer des Herstellers Perkin-Elmer
wurde im Jahr 1998 zum Preis von 78 925 DM angeschafft.
Im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau
und Reaktorsicherheit wurden für die Sicherung und nuklearspezifische
Gefahrenabwehr keine Produkte beschafft, die für olfaktorische Ermittlungen genutzt
werden könnten.
17. Inwiefern können die Geräte auch den Alkoholgehalt in der Luft messen?
Einzelne Geräte, die das BBK, die Zollverwaltung und die BAM nutzen, können
den Alkoholgehalt in der Luft messen. Andere Geräte sind hierzu nicht in der
Lage, wobei allerdings nicht zu jedem einzelnen Gerät hierzu Erkenntnisse
vorliegen.
18. Inwiefern existier(t)en bei Polizeien des Bundes Überlegungen oder
Forschungen, diese auch zum Identifizieren alkoholisierter Personen
einzusetzen?
Hierzu existieren weder Überlegungen noch Forschungen.
19. Im Rahmen welcher strafrechtlicher Ermittlungen haben welche
Bundesbehörden bereits Massenspektrometer bzw. Geräte zur Identifizierung von
Bedrohungen mit chemischen, biologischen, radiologischen, nuklearen
und explosiven Gefahrstoffen (CBRNE) eingesetzt?
Massenspektrometrische Systeme (insbesondere gekoppelt mit
Chromatographen) werden routinemäßig in allen kriminaltechnischen Laboren für die
Untersuchung diverser Materialproben eingesetzt (z. B. Asservate aus illegalen
Drogenlaboren, Proben von Brandlegungsorten oder Sprengstoffspuren).
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) unterstützt gemäß Artikel 2 Absatz 5
des Gesetzes über die Errichtung eines Bundesamtes für Strahlenschutz im
Rahmen seiner Amtsaufgaben die zuständigen Behörden auf deren Ersuchen im
Falle des Verdachts einer Straftat im Zusammenhang mit radioaktiven Stoffen
Bezeichnung Ansch.
Wert
Ansch.
Datum
Hersteller
GC/MS 85 120,15 € 12.10.2001 Agilent
GC/MS 85 000,00 € 01.12.2006 Thermo Electron
GC/MS 83 288,00 € 02.07.2007 Thermo Electron
GC/MS 106 821,38 € 30.09.2011 Agilent
GC/MS 108 471,02 € 01.04.2012 Agilent
GC/MS 80 700,00 € 01.03.2013 Agilent
LC-MS/MS 237 405,00 € 03.02.2014 Bruker
Drucksache 18/1325 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodebei der Nachforschung und bei der Analyse dieser radioaktiven Stoffe und setzt
hierzu Geräte zur Detektion von radioaktiven Stoffen ein.
20. Inwiefern wurden und werden die Geräte auch zur Gefahrenabwehr
genutzt?
Das BBK verwendet die Ausstattung der Analytischen Task Force im Rahmen
der ergänzenden Ausstattung des Katastrophenschutzes der Länder in
Einsatzlagen, in denen es zur Freisetzung von chemischen Substanzen gekommen ist.
Die Massenspektrometrie wird dabei zur eindeutigen Identifizierung von
chemischen Substanzen eingesetzt. Die Infrarot-Fernerkundung erlaubt die
Erkennung, Identifikation und Lokalisation bestimmter (IR-aktiver) luftgetragener
chemischer Substanzen.
Von der Bundespolizei werden Sprengstoffspurendetektoren grundsätzlich zur
Gefahrenabwehr eingesetzt.
Das Robert Koch-Institut verwendet eine Vielzahl von stationären Laborgeräten
zur Identifizierung und Charakterisierung biologischer Agenzien, auch aus
Umweltproben nach vermeintlicher (un-)absichtlicher Freisetzung. Als portables
Gerät kommt zurzeit im Rahmen einer praktischen Erprobung im Labor ein
Ramanspektrometer zur Identifizierung von „Trittbrettfahrersubstanzen“ bei
Pulverfunden zum Einsatz.
Messgeräte des BfS werden entsprechend der im Errichtungsgesetz festgelegten
Aufgaben für die nuklearspezifische Gefahrenabwehr genutzt.
Bei bestimmten hochrangigen Staatsbesuchen, Regierungskonsultationen oder
multilateralen Konferenzen werden auf Veranlassung des BKA in Erfüllung von
Aufgaben des Personenschutzes zur Gefahrenabwehr regelmäßig
Aufenthaltsräume von als besonders gefährdet eingestuften Staatsgästen und von
Schutzpersonen des Bundes sowie die jeweiligen Tagungsräume mittels entsprechender
Messgeräte auf etwaige Strahlenexposition durch radioaktive Stoffe bzw.
Kontamination mit biologischen Agenzien oder chemischen Gefahrstoffen
untersucht.
21. Inwiefern trifft es nach Kenntnis der Bundesregierung – wie von der Firma
Bruker behauptet – zu, dass ihre Sensoren bereits bei der
Fußballweltmeisterschaft 2006, aber auch bei NATO- und G8-Gipfeln eingesetzt worden
sind, und welche Behörde hatte dies nach Kenntnis der Bundesregierung
verantwortet?
Bei den genannten Veranstaltungen wurden Massenspektrometer und Infrarot-
Fernerkundungsgeräte der Fa. Bruker eingesetzt. Bestimmte Standorte der
Analytischen Task Force (ATF) wurden (nach Bitte um Amtshilfe durch die für die
nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr zuständigen Behörden an den
Veranstaltungsorten) unter Nutzung der o. g. Geräte auch bei den genannten Veranstaltungen
tätig. Solche Einsätze der ATF erfolgen dabei grundsätzlich nach den in der
jeweiligen Sitzkommune geltenden rechtlichen Regelungen der Amts- bzw.
Überlandhilfe.
Eine Nutzung der gemäß § 13 ZSKG den Ländern zugewiesenen bundeseigenen
Ausstattung für eigene Einsatzzwecke erfordert keine weitere Zustimmung
durch den Bund.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/132522. Wo werden die Geruchsproben (etwa von Globalisierungsgegnerinnen
und -gegnern, die im Vorfeld des G8-Gipfels entnommen wurden)
gelagert?
Geruchsproben werden bei den für die Asservatenlagerung und -handhabung
zuständigen Stellen im BKA fachgerecht gelagert.
Bezüglich der in Zusammenhang mit dem G8-Gipfel genommen Geruchsproben
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) hatte der Generalbundesanwalt
angeordnet, die Geruchsproben unmittelbar nach Abschluss der Untersuchungen zu
vernichten.
Da das betreffende Verfahren ins Land abgegeben worden ist, liegen der
Bundesregierung keine Erkenntnisse dazu vor, ob der Anordnung entsprochen
worden ist.
23. Sofern diese nicht gelagert werden, inwiefern werden diese digitalisiert
und verarbeitet (bitte auch angeben, wo diese gespeichert wurden/
werden)?
Auf die Antwort zu Frage 22 wird verwiesen. Es wurden keine Digitalisierungen
oder sonstige Verarbeitungen von Geruchsproben vorgenommen.
24. Auf welche Weise wurden bzw. werden die Geruchsproben ausgewertet
(bitte hierzu das technische Verfahren erläutern)?
Die Geruchsproben der in Frage 22 genannten Personen wurden durch
Polizeidiensthunde mit Geruchspuren von Tatmitteln abgeglichen. Technische
Verfahren kamen/kommen bei der Auswertung von Geruchsproben und -spuren nicht
zum Einsatz.
25. Welche Produkte welcher Firmen wurden bzw. werden bei
Bundesbehörden für die Erhebung, Verarbeitung und Speicherung von Geruchsproben
eingesetzt?
Die Sicherung von Geruchsproben von Tatmitteln erfolgt mittels
Mullkompressen, die anschließend in Glasbehältern aufbewahrt werden.
26. Inwiefern hält die Bundesregierung an der Aussage des früheren
Bundesinnenministers, Dr. Wolfgang Schäuble, fest, der die Auswertung von
Geruchsproben als „probates Mittel, um mögliche Tatverdächtige zu
identifizieren“, bezeichnete?
Der frühere Bundesminister des Innern, Dr. Wolfgang Schäuble, hat im Mai
2007 in einem Interview gesagt, die Entnahme von Geruchsproben sei in
bestimmten Fällen ein Mittel, um mögliche Tatverdächtige zu identifizieren.
Nach § 81b der Strafprozessordnung dürfen für die Zwecke der Durchführung
des Strafverfahrens oder für die Zwecke des Erkennungsdienstes Lichtbilder,
Fingerabdrücke und „ähnliche Maßnahmen“ auch gegen den Willen des
Beschuldigten an ihm vorgenommen werden. Darunter fällt auch die Entnahme
von Geruchsspuren. Die Anordnung trifft die ermittelnde Staatanwaltschaft oder
Polizeibehörde.
Die Nutzung von Geruchsproben geschieht in Ermittlungsverfahren in der Regel
als Grundlage für den Einsatz von Spürhunden. Das Ergebnis des Einsatzes wird
Drucksache 18/1325 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodevielfach nicht als alleiniges Beweismittel ausreichen, es kann jedoch ein Indiz
sein.
27. Wie oft haben die Generalbundesanwaltschaft bzw. andere
Bundesbehörden die Verarbeitung von Geruchsproben seit dem Jahr 2004 beantragt und
durchgeführt?
Bundesbehörden führen keine Verarbeitung von Geruchsproben durch.
In Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm haben auf
Veranlassung des Generalbundesanwalts im Jahr 2007 fünf Beschuldigte im Rahmen
einer erkennungsdienstlichen Behandlung nach Maßgabe des § 81b (1. Alt.)
StPO sogenannte Geruchsproben abgegeben. Darüber hinaus wurden durch den
Generalbundesanwalt keine Geruchsproben beantragt. Das BKA hat in zwei
weiteren Fällen Geruchsproben entnommen.
28. In wie vielen Fällen sind dadurch Spuren erlangt worden, die wesentlich
zur Aufklärung von Tatumständen beitragen konnten?
29. Sofern hierzu keine Auskünfte erteilt werden können, welche
herausragenden oder überhaupt erinnerlichen Fälle kann die Bundesregierung
hierzu mitteilen, damit sich die Fragestellerinnen und Fragesteller ein Bild
über Art und Häufigkeit der Nutzung machen können?
Die Fragen 28 und 29 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Auf die Antworten zu den Fragen 26 und 27 wird verwiesen. Die Nutzung von
Geruchsproben als Vergleichsmaterial (s. o.) hat in den bisherigen Verfahren des
BKA nicht zur Aufklärung von Tatumständen beigetragen.
30. Inwiefern verfügen Bundesbehörden über so genannte Mantrailer-Hunde?
Die Diensthunde in Bundesbehörden sind im Regelfall Schutz- und Spürhunde
und im Gegensatz zu einem Personenspürhund (Mantrailer Hund) nicht in der
Lage, verschiedene menschliche Gerüche voneinander zu unterscheiden und
sich ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Einzelperson zu
orientieren.
In der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) werden derzeit fünf
Personenspürhunde eingesetzt, die im Rahmen von Pilotprojekten für die
Einsatzoption „Suche nach abgängigen Personen“ ausgebildet werden. Die Tiere werden
ausschließlich zur Suche nach vermissten Personen eingesetzt. Es erfolgt kein
Einsatz der Tiere im Zusammenhang mit Strafermittlungen oder
Strafverfolgung.
31. Sofern Bundesbehörden über keine eigenen Tiere verfügen, wo werden
diese für entsprechende Einsätze vorgehalten?
Die Bundesbehörden greifen in den wenigen begründeten Ausnahmefällen, in
denen sie Personenspürhunde einsetzen, entweder auf Hunde von
Länderdienststellen oder von privaten Anbietern zurück.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 21 – Drucksache 18/132532. Wie oft wurden „Mantrailer-Hunde“ durch Bundesbehörden von welchen
anderen Behörden oder Privatpersonen seit dem Jahr 2004 angefragt (bitte
die Zahlen für jedes einzelne Jahr ausweisen)?
Der Einsatz von Personenspürhunden wurde vom Generalbundesanwalt in zwei
Ermittlungsverfahren beauftragt. Hierbei waren Hunde von Privatpersonen im
Jahr 2011 in vier Fällen und im Jahr 2012 in einem Fall eingesetzt.
Beim BKA wurde in 15 Fällen Personenspürhunde eingesetzt, davon in elf
Fällen auf Hunde von privaten Anbietern und in vier Fällen auf Hunde einer
Länderdienststelle.
2009: 1 Einsatz
2010: 2 Einsätze
2011: 8 Einsätze
2012: 4 Einsätze
Die im THW vorgehaltenen Personenspürhunde werden nur nach Alarmierung
durch die örtlichen Ordnungsbehörden zur Suche nach vermissten Personen
eingesetzt. Die seit dem Jahr 2012 fertig ausgebildeten Hunde wurden wie folgt
eingesetzt:
Ortsverband Marburg
2012: 15 Einsätze
2013: 32 Einsätze
2014: bisher 13 Einsätze
Ortsverband Saarbrücken
2012: 12 Einsätze
2013: 74 Einsätze
2014: bisher 14 Einsätze
33. Welche Kosten entstehen hierfür gewöhnlich (vor allem im Falle des
Ausleihens bei Privatpersonen)?
Für den Einsatz der „Mantrailer Hunde“ werden von den beauftragten
Privatpersonen jeweils 70 Euro/Stunde zzgl. Mehrwertsteuer in Ansatz gebracht. Hinzu
kommen Kosten für An- und Abfahrt sowie Unterbringung.
Beim THW richten sich die Kosten nach den Rahmenbedingungen des Einsatzes
und werden auf Grundlage der THW-Abrechnungsverordnung erhoben. Für
einen vierstündigen Einsatz von zwei Helfern mit einem Tier entstehen
Einsatzkosten in Höhe von ca. 200 Euro.
Drucksache 18/1325 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAnlage
Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
Projekte im Zuständigkeitsbereich BMWi
LAIRDIM Laser-based Airborne Detection,
Identification, and Monitoring of
biological and chemical
hazardous substances
2013-2015 DLR
Optimode Gassensor zu Detektion von
toxischen Industriegasen
2012-2016 DLR
MNPQ-
Projekt
„Mikrodrohne
zur
Gasmessung in
Gefahren
szenarien“:
Konzentrationsmessung bei
einem Chemieunfall, Brand oder
Anschlagsszenario durch
messtechnische und konstruktive
Kombination von Gassensorik
und Flugeinheit einer
Mikrodrohne. zur Abschätzung der
Gasausbreitung oder der Quelle
der Gasemission
2008-2010 BAM, AirRobot GmbH,
Dräger Safety AG
MNPQ-
Projekt
„DEmONS“
Detektion von Explosivstoffen
mittels Optischer
Nanostrukturierter Sensoren (DEmONS),
vormals NADEX- Aufbau eines
validierten, portablen, optischen
Sensors für den Trinitrotoluol-
(TNT)- Nachweis unter
Berücksichtigung weiterer, relevanter
Luftgüte- und
Umgebungsparameter. Ermöglichung der
Detektion von Explosivstoffen in der
Gasphase mittels portabler
Sensoren
2013-2016 BAM, Institut Dr. Foerster,
UST, entropy consulting
BMG
Förderung der Forschung zu
bedrohlichen und
hochansteckenden Infektionskrankheiten
unter besonderer
Berücksichtigung des Bioterrorismus)
2005-2009 BMG-gefördert, Robert Koch-
Institut, AptaRes AG, Charité
Berlin, Deutsches
Primatenzentrum Göttingen,
Universität Erlangen, Paul-Ehrlich-
Institut, Bundesinstitut für
Risikobewertung, BioRad,
DRFZ Berlin
Einsatz von aviären IgY zur
Untersuchung von bioterroristisch
relevanten Toxinen und
Bakterien (V-10418/68602/2007)
2007-2010 BfArM- gefördert, Robert
Koch-Institut, Charité Berlin
Nachweismethoden für
bioterrorismusrelevante Erreger (BBK-
III.1-413-10-00-359(2))
2011 BBK- gefördert, AptaRes AG
Entwicklung eines Multi Sensors 2012-2014 BMWi- gefördert, Robert
für biogene Medien
(KF2928201FR1)
Koch-Institut, -4H- JENA
engineering GmbH (Jena)
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 23 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
NaLaDiBA Etablierung eines nationalen
Labornetzwerkes für die
Diagnostik hochpathogener Erreger
bei außergewöhnlichen
biologische Gefahrenlagen, (BBK III.1-
413-10-00-393)
2012-2015 BBK- gefördert, Friedrich-
Loeffler-Institut, Bernhard-
Nocht-Institut,
Wehrwissenschaftliches Institut für
Schutztechnologien, Robert
Koch-Institut,
Niedersächsisches
Landesgesundheitsamt, Friedrich-Loeffler-
Institut, Institut für Virologie
der Philipps-Universität
Marburg , Landesgesundheitsamt
Baden-Württemberg,
Bayrisches Landesamt für
Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit, Institut für
Mikrobiologie der Bundeswehr, Institut
für Virologie des
Universitätsklinikums Freiburg.
Untersuchungen zur Gewinnung
von IgY gegen Toxine
(M/SAB1/4/A022 und
M/SAB1/5/A012)
2004-2006 gefördert durch das Institut
für Mikrobiologie der
Bundeswehr, Robert Koch-Institut
BMI
Entwicklung, Erprobung und
Industrialisierung einer
universell einsetzbaren Gassensorik
zur Detektion und Identifizierung
gesundheitsschädlicher
und/oder explosionsfähiger
Gase und Dämpfe zum Schutze
der Bevölkerung (FV 309 - ETR
Sensor)
seit 2007 Fa. ETR, BBK
Tomographisches Verfahren zur
Gefahrstoffortung, neues
Identifikationsverfahren für Experten
(FV 384)
2011-2013 Bruker Optik GmbH,
Feuerwehr Hamburg, BBK
Kontaminationskamera -
Verfahren und System zur
berührungslosen, abbildenden Detektion
von
Oberflächenverunreinigungen (FV 371)
2010-2014 Bruker Optik GmbH, BBK
Weiterentwicklung GDA -
Ertüchtigung eines Detektoren
Arrays mit Gaschromatograph
für Spezialeinheiten zur mobilen
Analyse (FV 395)
2012-2014 BBK, Technische Universität
Hamburg-Harburg,
Feuerwehr Hamburg
Drucksache 18/1325 – 24 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAkronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
BMBF
AquaBioTox Verbundprojekt: Onlinefähige
Trinkwasserüberwachung auf
Grundlage eines biologischen
Breitbandsensors mit
automatischer Bildauswertung
Erläuterung: Echtzeitfähiger
Breitbandsensor zur Überwachung
der Wasserversorgung zum
Schutz der Bevölkerung vor
Kontaminationen
(B- und C-Detektion).
2007-2010 Fraunhofer-Institut für
Optronik, Systemtechnik und
Bildauswertung (IOSB), Berliner
Wasserbetriebe,
bbe Moldaenke GmbH
ATLAS Verbundprojekt: Chipbasiertes
Detektionssystem für den
Nachweis von Tierseuchen
Erläuterung: Schnelle Vor-Ort-
Detektion und Identifikation von
Tierseuchen zur Einleitung
effektiver Gegenmaßnahmen bei
einer Gefährdung der
Bevölkerung durch biologische
Gefahrenstoffe.
2007-2011 Analytik Jena AG,
Friedrich-Schiller-Universität
Jena,
Friedrich-Loeffler-
Institut/Bundesforschungsinstitut
für Tiergesundheit,
TecArt GmbH
BiGRUDI Verbundprojekt: Biologische
Gefahrenlagen:
Risikobewertung, ultraschnelle Detektion
und Identifizierung von
bioterroristisch relevanten Agenzien
Erläuterung: Vor-Ort-Diagnostik
zur Lageeinschätzung in einer
potentiellen biologischen
Gefahrenlage: Nachweis
unterschiedlicher bioterroristisch relevanter
Agenzien (Bakterien, Viren,
Toxine).
2008-2011 Philipps-Universität Marburg
GenExpress Gesellschaft für
Proteindesign mbH
Technische Hochschule
Wildau (FH)
Charité - Universitätsmedizin
Berlin,
Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe
fzmb GmbH,
Forschungszentrum für Medizintechnik
und Biotechnologie
Scienion AG
Technische Universität Berlin
Freie Universität Berlin
Robert Koch-Institut (RKI)
Zenteris GmbH
BioPROB Verbundprojekt:
Vollautomatische Detektion biologischer
Gefahrstoffe mit integrierter
Probenreinigung für den Vor-Ort-
Einsatz
Erläuterung: Modulares
Nachweissystem zur Identifikation
von biologischen Gefahrstoffen
2008-2010 Analytik Jena AG
Bruker Daltonik GmbH -
Fraunhofer-Institut für
Siliziumtechnologie (ISIT) (Toxine und Pathogene).
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 25 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
ChipFluss-
PCR
Verbundprojekt: Chipbasiertes
Durchfluss-PCR-System für die
mobile vollständige
Nukleinsäureanalytik von biologischen
Gefahrstoffen
Erläuterung: Chipbasiertes
Nachweissystem zur Vor-Ort-
Untersuchung von potenziellen
Krankheitserregern (Bakterien,
einige Viren).
2007-2011 Microfluidic ChipShop GmbH
Sensovation AG
Institut für Mikrobiologie der
Bundeswehr (IMB)
Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit
CLEMENS GmbH
TIB MOLBIOL Syntheselabor
GmbH
ChipSenSi-
Tek
Verbundprojekt: Chip-basierte
photonische Gassensoren für
die Sicherheitstechnik
Erläuterung: Tragbarer Sensor
für den Nachweis von
Explosivstoffspuren im Bereich der
Personenkontrolle an Flughäfen.
2007-2010 FIS Flug- und
Industriesicherheit Service- und
Beratungs-GmbH
Technische Universität
Clausthal
CryLaS Crystal Laser
Systems GmbH
IbW Ingenieurbüro Wanner
GmbH
Diehl BGT Defence GmbH &
Co. KG
Kaba Gallenschütz GmbH
DACHS Verbundprojekt: Detektoren-
Array mit Chromatograph zur
Identifikation toxischer
Substanzen
Erläuterung: Handliches
Sensorsystem für den
Einsatzbereich der Feuerwehren zum
Nachweis von toxischen
Chemikalien in der Luft nach Bränden
und Chemieunfällen.
2007-2011 AIRSENSE Analytics GmbH
Technische Universität
Hamburg-Harburg
Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe
EXAKT Verbundprojekt: Echtzeitnahe
Spurenanalyse von
luftübertragenen chemischen
Kampfstoffen und Explosivstoffen
Erläuterung: Empfindliches
Laborsystem zur Erkennung von
chemischen Kampfstoffen und
Explosivstoffen.
2008-2011 Rheinische Friedrich-
Wilhelms-Universität Bonn
Wehrwissenschaftliches
Institut für Schutztechnologien
five technologies GmbH
Fraunhofer-Institut für
Chemische Technologie (ICT)
Securetec
Detektionssysteme AG
BoNT Ein funktioneller Array zur
Detektion von Botulinum Toxinen
Erläuterung: Multiplex-
Endopeptidaseassay auf Basis
der Luminex-Technologie.
2011-2012 Robert Koch-Institut (RKI)
Drucksache 18/1325 – 26 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAkronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
HANDHELD Verbundprojekt: Handheld-
Terahertz-Spektrometer zur
Detektion von explosiven
Flüssiggefahrstoffen
Erläuterung: Handlicher
Detektor, der Sprengstoffe oder deren
Ausgangssubstanzen in
Flüssigkeiten durch
Flaschenmaterial hindurch erkennt.
2008-2011 Menlo Systems GmbH
Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung
(BAM)
Technische Universität
Carolo-Wilhelmina zu
Braunschweig
Fraunhofer-Institut für
Nachrichtentechnik, Heinrich-
Hertz-Institut (HHI)
TEM Messtechnik GmbH
HYGAS Verbundprojekt:
Hyperspektralsensor zur schnellen
automatischen Ferndetektion von
Gefahrstoffen
Erläuterung: Sensor zur
Unterstützung von Feuerwehr-
Einsätzen bei
Gefahrstoffausbreitung nach Chemieunfällen
oder terroristischen Anschlägen
z.B. mit toxischen Gasen.
2008-2011 Technische Universität
Hamburg-Harburg, Bruker Optik
GmbH
IRLDEX Verbundprojekt: Infrarot-Laser
gestützte abbildende Detektion
von Explosivstoffen
Erläuterung: Portabler Sensor,
der Sprengstoffspuren auf
Oberflächen auch aus größerer
Entfernung nachweisen kann
2008-2011 Fraunhofer-Institut für
Angewandte Festkörperphysik
(IAF)
Bundeskriminalamt
Diehl BGT Defence GmbH &
Co. KG
DCG Systems GmbH
PathoSafe Verbundprojekt: Raman-
Spektroskopie zur Detektion
agroterroristisch relevanter
Erreger der Sicherheitsstufe 3
Erläuterung: Methoden zur
Abwehr agro- und bioterroristischer
Gefahren (Erkenntnisse zum
Ausbreitungsverhalten von
Tierseuchen, Detektionsmethoden).
2008-2011 Friedrich-Loeffler-
Institut/Bundesforschungsinstitut
für Tiergesundheit
rap.ID Particle Systems
GmbH
Friedrich-Schiller-Universität
Jena
Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR)
Universität Hamburg - Carl
Friedrich von Weizsäcker-
Zentrum für
Naturwissenschaft und Friedensforschung
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 27 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
RAMADEK Verbundprojekt: Schnelle und
automatisierte Ramandetektion
von Luftkeimen;
Erläuterung: Schnelle
Identifizierung von pathogenen Keimen in
Luftproben mittels Raman-
Spektroskopie
2011-2013 EADS Deutschland GmbH,
EADS Innovation Works,
München
Institut für Physikalische
Chemie, Friedrich-Schiller-
Universität, Jena
rap.ID Particle Systems
GmbH, Berlin
Robert Koch-Institut, Berlin
MCRT Micro CleanRoom
Technology GmbH,
Heuchelheim
SAFE INSI-
DE
Verbundprojekt: Detektion von
sicherheitsrelevanten
Substanzen in schwer zugänglichen
Orten
Erläuterung: Nachweis von
Drogen,
Drogenvorläufersubstanzen und Sprengstoffen.
2008-2011 Coherent München
Optimare Analytik GmbH &
Co. KG
Schindler Endoskopie
Technologie GmbH
AIRSENSE Analytics GmbH
Helmholtz Zentrum München
Deutsches
Forschungszentrum für Gesundheit und
Umwelt (GmbH)
Bundeskriminalamt
Technische Universität
München
Universität Rostock
SiLeBAT Verbundprojekt: Sicherstellung
der Lebens- und
Futtermittelwarenkette bei bio- u.
agroterroristischen (BAT-) Schadenslagen
Erläuterung: Untersuchung von
Futter- und Lebensmitteln im
Fall einer bio- und
agroterroristischen Schadenslage.
2010-2014
Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR)
Analytik Jena AG
Freie Universität Berlin
Max Rubner-Institut
Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel
Bundesamt für
Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (BVL)
Johann Heinrich von Thünen-
Institut
Friedrich-Loeffler-
Institut/Bundesforschungsinstitut
für Tiergesundheit
BALVI GmbH
Rheinische Friedrich-
Wilhelms-Universität Bonn
Drucksache 18/1325 – 28 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAkronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
S.O.N.D.E. Verbundprojekt:
Szenarioorientierte Notfall-Diagnostik für
den Feldeinsatz
Erläuterung: Diagnostiksysteme
zum Nachweis von (neuen)
Infektionserregern und
potenziellen B-Agenzien.
2008-2012 Albert-Ludwigs-Universität
Freiburg
Georg-August-Universität
Göttingen
QIAGEN Lake Constance
GmbH
Hahn-Schickard-Gesellschaft
für angewandte Forschung
e.V.
Robert Koch-Institut (RKI)
TEKZAS Verbundprojekt: Terahertz-
Echtzeit-Kamera
(zweidimensional) für Anwendungen in der
Sicherheitstechnik
Erläuterung: Kamera zur
Detektion von verborgenen
gefährlichen Gegenständen. Eine
konkrete Identifikation von
Gefahrstoffen ist nicht möglich.
2007-2010 Hübner GmbH
Fraunhofer-Institut für
Physikalische Messtechnik (IPM)
Johann Wolfgang Goethe-
Universität Frankfurt am Main
Xiton Photonics GmbH
FIS Flug- und
Industriesicherheit Service- und
Beratungs-GmbH
Robert Bosch GmbH
Fraunhofer-Institut für
Techno- und
Wirtschaftsmathematik (ITWM)
Technische Universität
Kaiserslautern
Max-Planck-Institut für
Festkörperforschung
VIROSENS Verbundprojekt:
Schnellnachweis von Virusinfektionen mittels
optischer Biosensortechnologie
Erläuterung:
Infektionsdiagnostik, die sowohl einen Nachweis
von Viren als auch
virusspezifischer Antikörper aus
biologischem Material wie Blut,
Serum oder Plasma ermöglicht.
2012-2015 Biametrics GmbH
Robert Koch-Institut (RKI)
AnALyT Verbundprojekt: Automatisierte
vor-Ort Analytik für die
Lebensmittel- und
Trinkwassersicherheit
Erläuterung: System zur Vor-
Ort-Kontrolle von Lebensmitteln
und Wasserproben auf
Pathogene.
2011-2013 IfP Privates Institut für
Produktqualität GmbH
Hahn-Schickard-Gesellschaft
für angewandte Forschung
e.V.
bbe Moldaenke GmbH
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 29 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
B-Pathogen-
Panel
Verbundprojekt: Aufbau eines
Real-time PCR basierten
Testkits zur Point-of-Care Diagnose
sicherheitsrelevanter Erreger
Erläuterung: Gesamtsystem zur
schnellen und eindeutigen
Identifikation von
Krankheitserregern.
2011-2012 FRIZ Biochem Gesellschaft
für Bioanalytik mbH
TIB MOLBIOL Syntheselabor
GmbH
Bundeswehr-
Dienstleistungszentrum
München
Landesgesundheitsamt
Baden-Württemberg
Ludwig-Maximilians-
Universität München
Denaid Verbundprojekt: Generierung
einer Detektionsplattform für
den Nachweis und die
Identifikation von Sprengstoffen
Erläuterung: Detektionsplattform
zum Aufspüren von
Sprengstoffen in sicherheitstechnisch
sensiblen Bereichen.
2011-2014 Laser-Laboratorium
Göttingen e.V.
Gesellschaft für Angewandte
Mikro- und Optoelektronik mit
beschränkter Haftung - AMO
GmbH
Hochschule für angewandte
Wissenschaft und Kunst-
Fachhochschule
Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Micromata GmbH
AIRSENSE Analytics GmbH
DIVE Verbundprojekt:
Detektionssystem zum schnellen Vor-Ort-
Nachweis sicherheitsrelevanter
Substanzen durch ein
Ionenmobilitätsspektrometer mit VUV-
Multipasszelle
Erläuterung: Nachweissystem
für chemische Gefahrstoffe,
Spreng- und Kampfstoffe für
den zivilen Anwendungsbereich
(Personen-, Gepäck- und
Frachtkontrolle,
Kampfmittelbergung).
2011-2014 Optimare Analytik GmbH &
Co. KG
Korth Kristalle GmbH
Fraunhofer-Institut für
Angewandte Optik und
Feinmechanik (IOF)
Technische Universität
München
Wehrwissenschaftliches
Institut für Schutztechnologien
ePID Verbundprojekt: Miniaturisierter
Photoelektronen-
Ionisationsdetektor zur
Gefahrstofferkennung für die
persönliche Schutzausrüstung der
Feuerwehr
Erläuterung: Miniaturisiertes
Nachweissystem für flüssige
bzw. gasförmige Schadstoffe,
insbesondere explosive oder
2012-2015 Technische Universität
Dortmund
Gesellschaft für Gerätebau
mit beschränkter Haftung giftige Gase und Flüssigkeiten.
Drucksache 18/1325 – 30 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAkronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
GEFREASE Verbundprojekt: Sicheres
Erkennen biologischer
Gefahrstoffe vor Ort
Erläuterung: Vor-Ort- und
Verifikationsanalytik von
Gefahrstoffen biologischen Ursprungs
(Toxine, Bakterien und Viren).
2012-2015 Bruker Daltonik GmbH
Robert Koch-Institut (RKI)
IRLSENS Verbundprojekt: Infrarot-Laser
basierendes faseroptisches
Sensorsystem zur
Trinkwasserüberwachung
Erläuterung: System zur
automatisierten kontinuierlichen
Überwachung der öffentlichen
Wasserversorgung.
2010-2013 DVGW Deutscher Verein des
Gas- und Wasserfaches e.V.
Fraunhofer-Institut für
Angewandte Festkörperphysik
(IAF)
Bruker Optik GmbH
ActiFind Verbundprojekt: System zur
Spurendetektion von Alpha-
Partikeln in Wassernetzwerken:
von der direkten Detektion in der
Flüssigphase zur Identifikation
Erläuterung:
Trinkwasserüberwachung hinsichtlich der
Kontamination mit radioaktivem
Material.
2012-2015 Fraunhofer-Institut für
Angewandte Festkörperphysik
(IAF)
Fraunhofer-Institut für
Chemische Technologie (ICT)
Karlsruher Institut für
Technologie (KIT)
SMaRT-
Online WDN
Verbundprojekt: Online Security
Managementsystem für
Trinkwasserversorgungsnetze
Erläuterung: Identifikation von
verunreinigenden Stoffen im
Verteilernetz der
Trinkwasserversorgung zur schnellen
Einleitung von Gegenmaßnahmen.
2012-2015 3S Consult GmbH
Berliner Wasserbetriebe
Fraunhofer-Institut für
Optronik, Systemtechnik und
Bildauswertung (IOSB)
DVGW Deutscher Verein des
Gas- und Wasserfaches e.V.
ChemAir Verbundprojekt: Echtzeitnahe
Detektion von chemischen
Gefahrstoffen in der Luftfracht
Erläuterung: Effiziente und
effektive Detektion von
Gefahrstoffen in der Luftfracht auf
Basis eines Massenspektrometers.
2013-2016 Rheinische Friedrich-
Wilhelms Universität Bonn
five technologies GmbH
Wehrwissenschaftliches
Institut für Schutz-technologie
Ludwig-Maximilians
Universität München
IAS GmbH
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
ANCHORS Verbundprojekt: UAV – Assisted
Ad Hoc Networks for Crisis
Management and Hostile
Environ-ment Sensing
Erläuterung: Kombination
autonomer, unbemannter Systeme
in der Luft und am Boden zur
schnellen und effektiven
Erkundung einer Unfallstelle (z.B.
Großbrand, nuklearer Unfall)
ohne Gefährdung der
Einsatzkräfte.
2012-2015 Stadt Dortmund, Feuerwehr
(IFR)
Ascending Technologies
Kerntechnische Hilfsdienst
GmbH
Mirion Health Physics GmbH
SGE GmbH
Fraunhofer Institut für
Naturwissenschaftlich-Technische
Trendanalysen (INT)
Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule
Aachen
Technische Universität
Dortmund
AirShield Verbundprojekt: Airborne
Remote Sensing for Hazard
Inspection by Network Enabled
Lightweight Drones
Erläuterung: Kombination
autonomer, unbemannter Systeme
in der Luft zur schnellen und
effektiven Messung von
Schadstoffen und deren Konzentration
in einer Gaswolke
(Chemieunfall, Großbrand).
2008-2011 Technische Universität
Dortmund
Microdrones GmbH
Stadt Dortmund (IFR)
GIS Consult GmbH
Universität Paderborn
GfG Gesellschaft für
Gerätebau mbH
Universität Siegen
Technische Universität Berlin
LeVERA Verbundprojekt:
Lebensmittelversorgung und Analytik
Erläuterung: Schnelldiagnostik
zur schnellen Identifizierung
pathogener Mikroorganismen
und deren Giftstoffe (Toxine) in
Lebensmitteln, insbesondere
Milch.
2013-2016 Justus-Liebig-Universität
Gießen
Ludwig-Maximilians-
Universität München
R-Biopharm AG
Technische Universität
München
ZooGloW Verbundprojekt: Zoonosen und
Lebensmittelsicherheit entlang
globaler
Warenketten
Erläuterung:
Untersuchungstrategien und Testmethoden zur
Identifikation von Bakterien,
Viren und Toxinen bei
Schweine- und
Geflügelfleischerzeugnissen
2013-2016 Bundesinstitut für
Risikobewertung
Charité - Universitätsmedizin
Berlin
Institut für Prozeßoptimierung
und Informationstechnologien
GmbH
Johann Heinrich von Thünen-
Institut
Stiftung Tierärztliche
Hochschule Hannover
Drucksache 18/1325 – 32 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAkronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
SensPro-
Cloth
Verbundprojekt:
Systemintegrierte sensorische
Schutzbekleidung fürFeuerwehr und
Katastrophenschutz
Erläuterung: In Schutzkleidung
integrierte Sensorik, die
automatisch die Umgebungssituation,
z.B. Temperatur, Position,
Belastung durch Gefahrstoffe wie
Schadgase, erfassen soll.
2008-2011 Institut für Textil- und
Verfahrenstechnik Denkendorf
(ITV)Fraunhofer-Institut für
Integrierte Schaltungen
(IIS)BJIO Datagetemed
Medizin- und
Informationstechnik AG
Kids Fashion Group GmbH &
Co. KG Hubert Schmitz
GmbH & Co. KGW.
Zimmermann GmbH & Co.
KGFeuerwehr
StuttgartFeuerwehr Nürnberg
SafeFresh Verbundprojekt: Innovative
Monitoring- und
Entkeimungsverfahren für die mikrobiologische
Sicherheit in der
Produktionskette frischer pflanzlicher
Lebensmittel
Erläuterung:
Schnellnachweissystem für die
Oberflächenkeimbelastung sowie innovative
Entkeimungstechnologien für
Fresh-Cut-Salate.
2012-2015 Fraunhofer Institut für
Verfahrenstechnik und Verpackung
(IVV)
Leibniz-Institut für
Agrartechnik Potsdam e.V.
Leibniz-Institut für
Plasmaforschung und Technologie e.V.
Jürgen Löhrke GmbH
Ripac-Labor GmbH
DEGENA Verbundprojekt:
Selektivitätssteigerung bei der Vor-Ort-
Detektion von flüchtigen
Gefahrstoffen mit Hilfe einer
Elektronischen Nase
Erläuterung: Arbeitsschutz
durch Einsatz maschineller
Lernverfahren bei
Gasdetektoren zur Messung von
Gefahrstoffen (Pestizide, Fungizide) in
Überseecontainern.
2008-2010 Sysca AG
FhG IAIS
Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf
ACCIS Verbundprojekt: Automatisches
Cargo-Container
Inspektionssystem (ACCIS)
Erläuterung: System zur
automatischen Detektion von
Sprengstoffen und radioaktivem
Material in Frachtgut mittlerer
Größe, wie z.B.
Luftfrachtcontainern.
2010-2013 Technische Universität Berlin
RoentDek HandelsGmbH
Physikalisch-Technische
Bundesanstalt (PTB)
RI Research Instruments
GmbH
Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung
(BAM)
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 33 – Drucksache 18/1325Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
BMVg
Mobile Sensorik für
explosivstoffspezifische Verbindungen
ERC (Explosive Related
Compounds)
seit 2004 WIS, HS Bonn-Rhein-Sieg,
EADS Deutschland GmbH
Mobile Sensorik für
explosivstoffspezifische Verbindungen
(MoSEV) II (Detektion von
Sprengstoffe)
seit 2004 WIS, Wehrwissenschaftliches
Institut für Werk-, Explosiv-
und Betriebsstoffe (WIWEB),
HS Bonn-Rhein-Sieg
Punkt-/Ferndetektion
Explosivstoffe
seit 2004 WIS, Uni d. Bw. Hamburg -
Lehranstalt, Fraunhofer Ges.
- HHI (Heinreich-Hertz-
Institut), Thermo Fisher
Scientific GmbH, Sigma
ElextroOptics GmbH, Bruker
LIED II (LASER zum
Durchbohren von Improvised Explosive
Devices Hüllenmaterialien)
seit 2004 WIS
Neue radiologische
Detektionstechnik
seit 2004 WIS, Thermo Fisher Scintific
GmbH, Saphymo GmbH,
CANBERRA GmbH, Mirion
Technologies
Innovative B-
Detektionsverfahren
seit 2004 WIS, TU Clausthal -
Lehranstalt, Uni Bochum -
Lehranstalt, Alfred-Wegener-
Institut für Polar- und
Meeresforschung, Institut für
Mikrotechnik Main GmbH
B-Agenzien, Neue
Detektionsmoleküle
seit 2004 WIS, Innovationsges. TU
Braunschweig, TU Dresden
Medizinische Fakultät, F
amiprolab GmbH
Miniaturisierung BWA-
(Biologische Waffen Agenzien)
Probenmanagement
seit 2004 WIS, MOLDIAX GmbH,
Roche Diagnostics Deutschland
B-Agenzien, Det/Ident asymm.
Bedrohung
seit 2004 WIS, Breitfuss Messtechnik
GmbH
Tragb. Massenspektrometer - C-
Detekt.
seit 2004 WIS, GSG Mess- und
Analysegeräte
CWÜ
(Chemiewaffenübereinkommen) - relevante. chem.
Substanzen Forschung
seit 2004 WIS, Uni Hannover -
Lehranstalt, Uni Kiel - Lehranstalt,
Technisch-mathematische
Studiengesellschaft mbh
Selektive ToF-
Massenspektrometrie
seit 2004 WIS, Uni Hannover -
Lehranstalt
Aktive C-Fernortung seit 2004 WIS, Sigma ElectroOptics
GmbH
Drucksache 18/1325 – 34 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeIm Bereich des BMUB werden keine Forschungen mit Bezug zu olfaktorischen
Ermittlungen betrieben.
Akronym Projekttitel
Laufzeitbeginn/-
ende
Projektbeteiligte
Immunarray-BWA-
Schnelldetektor
seit 2004 WIS, Fraunhofer-IZM (Institut
für Zuverlässigkeit und
Mikrointegration), Fraunhofer-
Institut für
Siliziumtechnologie, Uni Hannover -
Lehranstalt, AJ eBiochip GmbH
LIDAR (Light detection and
ranging) -System zur B-
Fernortung
seit 2004 WIS, JENOPTIK Laser, Optik
Systeme
B-Fernortung im Nahfeld seit 2004 WIS, Uni d. Bw. Hamburg -
Lehranstalt, Fraunhofer Ges.
-HHI, ESW GmbH Wedel
Scannendes Mehrwellen-LIDAR seit 2004 WIS, HS Neubrandenburg -
Lehranstalt
Demonstrator ABC-Detektion seit 2004 WIS
Gefährdungsanalyse dirty bomb seit 2004 WIS, Fraunhofer Ges. - ITEM
(Institut für Toxikologie und
Experimentelle Medizin),
Technisch-mathematische
Studiengesellschaft mbh
Automatisierte BWA-
Probennahme
seit 2004 WIS, Uni d. Bw. Hamburg -
Lehranstalt, Institut für
Mikrotechnik Mainz GmbH
Gasphasenprozesse v. C-Kpfst.
im IMS
seit 2004 WIS, Drägerwerk AG Lübeck
BMEL
„Hygienische Risiken bei der
landwirtschaftlichen Verwertung
von Klärschlamm durch die
Aufnahme von Infektionserregern in
Kulturpflanzen: Untersuchungen
zur Aufnahme von
Krankheitserregern über Boden und Wasser
in Nutzpflanzen“
seit 2012 JKI-Institut für Epidemiologie
und Pathogendiagnostik,
UBA
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]