[Deutscher Bundestag Drucksache 18/2178
18. Wahlperiode 14.07.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Kai Gehring, Özcan Mutlu, Ekin Deligöz,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/1843 –
Umsetzung der prioritären Maßnahmen des so genannten Bildungspakets
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker der Koalition haben am 26. Mai
2014 eine Einigung über die Verwendung der im Koalitionsvertrag als
„Prioritäre Maßnahmen“ für die Bereiche Kinderkrippen, Kitas, Schulen,
Hochschulen und Forschung vorgesehenen Mittel (im Folgenden Einigung) präsentiert.
Die bisher nicht dem Parlament, sondern lediglich auf einer Pressekonferenz
am 27. Mai 2014 der Medienöffentlichkeit präsentierte Einigung lässt
allerdings noch viele Fragen offen, die trotz Nachfragen vieler Mitglieder des
Deutschen Bundestages in verschiedenen Ausschüssen des Deutschen Bundestages
weiterhin unbeantwortet sind.
Um die angesichts der Tragweite der Einigung gebotene umfassende fachliche
Information der Mitglieder des Bundestages sowie der Öffentlichkeit zu
gewährleisten, stellen die Fragesteller diese Kleine Anfrage.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Auch in Zeiten der Haushaltskonsolidierung setzt die Bundesregierung ihre
Prioritäten weiterhin klar bei Bildung, Wissenschaft und Forschung. Für diese
zentralen Zukunftsbereiche stellt die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode
zusätzlich insgesamt 9 Mrd. Euro zur Verfügung und orientiert sich weiter
konsequent am 3-Prozent-Ziel für Forschung und Entwicklung und am 10-Prozent-
Ziel für Bildung und Forschung.
Der Bund entlastet die Länder beim Bundesausbildungsförderungsgesetz
(BAföG), bei der Finanzierung von Studienplätzen und beim Ausbau der
frühkindlichen Betreuung, sodass in der Legislaturperiode ein weiterer Schub an
Investitionen im Bildungsbereich in Höhe von 6 Mrd. Euro möglich wird. Ab 2015
übernimmt der Bund die vollständige Finanzverantwortung für das BAföG.
Dadurch werden die Länder dauerhaft um rund 1,17 Mrd. Euro pro Jahr entlastet.
Es ist vereinbart, dass die Länder die frei werdenden Mittel vollständig zur Fi-Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom
8. Juli 2014 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/2178 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodenanzierung von Bildungsausgaben im Bereich Hochschulen und Schulen
verwenden.
Für Forschung und Entwicklung stehen in dieser Legislaturperiode 3 Mrd. Euro
zusätzlich zur Verfügung. In diesem Rahmen wird z. B. die Exzellenzinitiative
fortgeführt und die Hightech-Strategie zu einer umfassenden
ressortübergreifenden Innovationsstrategie für Deutschland ausgebaut. Die Bundesregierung setzt
damit den erfolgreichen Weg hin zu größerer Innovationskraft Deutschlands fort
und baut die Grundlagen für den zukünftigen Wohlstand aus. Sie bündelt die
Kräfte von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in zentralen
Zukunftsfeldern wie digitaler Wirtschaft, Energiewende, intelligenter Mobilität,
Sicherheit, Arbeit und Produktion und gesundem Leben. Auch der Pakt für
Forschung und Innovation wird weiter fortgesetzt: Die Ausgaben für die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG), die Max-Planck-Gesellschaft, die
Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, die Fraunhofer-Gesellschaft
und die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft werden erneut gesteigert; den
dafür notwendigen Aufwuchs übernimmt der Bund ab dem Jahr 2016 alleine.
Die in der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU, CSU und SPD vorgesehenen
zusätzlichen Mittel für diese Legislaturperiode, die Vereinbarung der Änderung
des Artikel 91b des Grundgesetzes (GG) und die dauerhafte Entlastung der
Länder durch den Bund sind ein deutlicher Beleg dafür, dass Bildung und Forschung
weiterhin Schwerpunkte der Politik der Bundesregierung sind.
Ausgabenplanung
1. Für welche Maßnahmen sollen die im Koalitionsvertrag zwischen CDU,
CSU und SPD genannten 6 Mrd. Euro für Bildung und die 3 Mrd. Euro für
Forschung ausgegeben werden (bitte tabellarisch für die einzelnen Jahre
auflisten)?
Ab dem 1. Januar 2015 übernimmt der Bund die Finanzierung des BAföG
komplett. Das bedeutet für die Länder eine Entlastung von jährlich rund 1,17 Mrd.
Euro. Für die BAföG-Novelle stehen rund 644 Mio. Euro zur Verfügung. Für die
Fortsetzung des Hochschulpakts sind insgesamt knapp 1,4 Mrd. Euro
vorgesehen. Das Sondervermögen für den Kinderbetreuungsausbau wird entsprechend
der getroffenen Vereinbarung mit den Ländern um 550 Mio. Euro bis zum Jahr
2018 aufgestockt. In den Jahren 2017 und 2018 treten jeweils weitere 100 Mio.
Euro als Entlastung der Länder beim Ausbau von Krippen und Kitas durch eine
Erhöhung des Festbetrages an der Umsatzsteuer zugunsten der Länder hinzu.
Im Forschungsbereich engagiert sich die Bundesregierung mit zusätzlichen
Mitteln in Höhe von 3 Mrd. Euro. Hieraus wird die Fortsetzung des Paktes für
Forschung und Innovation, bei der der Bund die Steigerung allein übernimmt und
so die Länder weiter entlastet, finanziert. Im Übrigen soll die erfolgreiche
Projektförderung der Bundesregierung im Forschungsbereich einschließlich der
DFG-Programmpauschale weiter gesteigert werden.
Die einzelnen Jahrestranchen sind Gegenstand der Finanzplanung als internem
Planungsinstrument der Bundesregierung.
2. Welcher Anteil der 3 Mrd. Euro für Forschung ist den außeruniversitären
Forschungseinrichtungen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG),
den Ländern bzw. ihren Hochschulen durch aktuell laufende
Vereinbarungen, wie der Exzellenzinitiative, dem Hochschulpakt, dem Pakt für
Forschung und Innovation, sowie anderen Vereinbarungen zwischen Bund und
Ländern bereits durch Verwaltungsvereinbarungen zugesagt bzw. durch
Absichtserklärungen vonseiten des Bundes angeboten worden (bitte für die
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/2178Jahre 2014 bis 2017 für jeden der Bereiche nach Zusagen und
Absichtserklärungen einzeln aufschlüsseln)?
Laufende Maßnahmen oder Initiativen bedürfen im Rahmen der getroffenen
Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern vonseiten des Bundes keiner
Finanzierung aus dem 3-Mrd.-Euro-Paket für Forschung. Die zusätzlichen
Mittel sind vorgesehen für neu anlaufende Vorhaben in der Projektförderung bzw.
die Erweiterung und Fortentwicklung bewährter Bund-Länder-Übereinkommen
wie der Weiterentwicklung des Paktes für Forschung und Innovation nach
Auslaufen dessen zweiter Phase im Jahr 2015.
3. Was ist mit den 500 Mio. Euro geschehen, die im Zweiten
Regierungsentwurf zum Haushalt 2014 (Bundestagsdrucksache 18/700) im Einzelplan 60
als Globale Mehrausgabe vorgesehen waren und die laut Aussage der
Bundesregierung für zusätzliche Ausgaben für Bildung, Wissenschaft und
Forschung im Haushalt 2014 vorgesehen waren (Bundesministerium der
Finanzen, Eckwerte des Regierungsentwurfs des Bundeshaushalts 2015
und des Finanzplans 2018, S. 18)?
Im Zweiten Regierungsentwurf für den Haushalt 2014 wurde im Einzelplan 60
eine zentrale Vorsorge zugunsten prioritärer Maßnahmen nach dem
Koalitionsvertrag für eine Entlastung der Länder in Höhe von 500 Mio. Euro getroffen.
Nachdem nunmehr eine Einigung über die Verteilung der zusätzlichen
Bundesmittel für Bildung und Forschung erzielt wurde, wurde die Vorsorge für das Jahr
2014 entsprechend der Einigung aufgelöst und wird in den Folgejahren Bildung
und Forschung entsprechend veranschlagt.
4. Mithilfe welcher Titel und Einzelmaßnahmen soll die Globale
Minderausgabe (GMA) im Einzelplan 30 aufgebracht werden, die im Vergleich zum
Vorjahr von 283 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro und damit um über 40
Prozent erhöht wurde?
Wie erklärt die Bundesregierung diese um 40 Prozent erhöhte GMA,
nachdem die zuvor von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof.
Dr. Johanna Wanka, im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages als
Puffer dargestellten 500 Mio. Euro der Globalen Mehrausgabe nicht zur
Verfügung stehen werden?
Zu keinem Zeitpunkt und an keiner Stelle hat die Bundesregierung die
Auffassung vertreten, dass die vorsorglich eingestellten 500 Mio. Euro ein „Puffer“ für
die Globale Minderausgabe im Einzelplan 30 seien. Diese waren als Vorsorge im
Einzelplan 60 eingestellt worden, solange über die Verwendung der zusätzlichen
Bundesmittel noch nicht entschieden worden war. Nunmehr konnte die Vorsorge
in der Form aufgelöst werden, dass die 500 Mio. Euro durch Verschiebung in die
Folgejahre uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Es besteht kein
Zusammenhang zur Erbringung der Globalen Minderausgabe im Einzelplan 30.
Aus welchen Titeln die Globale Minderausgabe im Einzelplan 30 im Jahr 2014
letztendlich erwirtschaftet wird, wird sich naturgemäß Ende des Jahres zeigen.
5. Inwiefern teilt die Bundesregierung die in den Haushaltsberatungen zum
Einzelplan 30 im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages
angemerkten Zweifel des Bundesrechnungshofes, wonach es besonders
angesichts eines hohen Anteils gebundener Ausgaben im Einzelplan 30 fraglich
Drucksache 18/2178 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodesei, ob hier ausreichend Spielräume vorhanden seien, um eine so hohe
GMA zu erwirtschaften?
Die Erwirtschaftung der Globalen Minderausgabe im Haushalt 2014 ist eine
ambitionierte Aufgabe, der sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) mit Blick auf das Ziel der weiteren Haushaltskonsolidierung unter
Berücksichtigung der politischen Prioritäten des Einzelplans stellen wird.
6. Aufgrund welcher Zusagen oder Vereinbarungen geht die Bundesregierung
davon aus, dass die Bundesländer die frei werdenden Mittel zur
Finanzierung von Bildungsausgaben im Bereich Schule und Hochschule
verwenden?
Bei der Aufteilung der zusätzlichen Bundesmittel auf Grundlage des
Koalitionsvertrages wurde vereinbart, dass die Länder die durch die Übernahme der
Finanzierung des BAföG durch den Bund frei werdenden Mittel zur Finanzierung von
Bildungsausgaben im Bereich Hochschulen und Schulen verwenden. Vor
diesem Hintergrund und im Sinne der gemeinsamen Verständigung mit den
Ländern vertraut die Bundesregierung darauf, dass die Mittel in den Ländern
tatsächlich für Hochschulen und Schulen eingesetzt werden.
Krippen und Kitas
7. Was ist der aktuelle Stand des Sondervermögens Kindertagesbetreuung des
Bundes?
Werden bei dieser Angabe bereits bewilligte Mittel einbezogen?
Falls ja, wie hoch ist deren Umfang am Sondervermögen derzeit?
Mit Stand 11. Juni 2014 waren 379 Mio. Euro noch nicht aus dem
Sondervermögen abgerufen worden. Bei Investitionen erfolgt die gesamte Bewilligung vor
Baubeginn, aktuell sind noch 5,2 Mio. Euro des Sondervermögens nicht
bewilligt.
8. In welcher Höhe soll das Sondervermögen des Bundes erhöht werden?
Plant die Bundesregierung eine Erhöhung auf 1 Mrd. Euro auch für den
Fall, dass das Sondervermögen derzeit de facto aufgrund schon bewilligter
Anträge weniger als 450 Mio. Euro beträgt (Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Aktueller Stand des Sondervermögens
„Kinderbetreuungsausbau“ des Bundes vom 11. Juni 2014 –
Investitionsprogramme „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2008 bis 2013 und 2013 bis
2014, Bericht an den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
des Deutschen Bundestages), und nach welchem Schlüssel soll die
Aufstockung an die Länder verteilt werden?
Mit welchen Mitteln und in welcher Höhe will die Bundesregierung
nichtinvestive Maßnahmen in der Kindertagesbetreuung finanzieren, und wie
will sie sicherstellen, dass diese zusätzlichen Mittel tatsächlich dort
ankommen, wo sie gebraucht werden?
Die Finanzvereinbarung zwischen Bund und Ländern sieht vor, dass das
bisherige Sondervermögen aufgestockt wird, d. h. dass dem bestehenden
Sondervermögen in dieser Legislaturperiode weitere Bundesmittel hinzugefügt werden.
Bezugsgröße waren die aus den Investitionsprogrammen
„Kinderbetreuungsfinanzierung 2008–2014“ noch nicht abgerufenen Mittel zum 2. Mai 2014. Über
Verteilungsschlüssel und Bewirtschaftungsregeln ist noch nicht entschieden.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/2178Nichtinvestive Maßnahmen (Betriebskosten der Kindertagesstätten) können
über die für die Jahre 2017 und 2018 vorgesehene Erhöhung des Festbetrages an
der Umsatzsteuer zugunsten der Länder von je 100 Mio. Euro finanziert werden.
Weitere Mittel des Bundes stehen im Rahmen der Qualifizierungsinitiative bei
Kapitel 17 02 Titel 684 02 zur Verfügung. Dabei ist eine bedarfsgerechte
Steuerung der Mittel gewährleistet.
9. Zu welchem Ergebnis kommt die in den Medien wiedergegebene Studie
des Deutschen Jugendinstituts, die im Auftrag des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde, hinsichtlich des
Bedarfs an Angeboten frühkindlicher Bildung für Kinder zwischen einem
und drei Jahren?
Wie bewertet die Bundesregierung den dort festgestellten Bedarf an
Angeboten?
Wie gedenkt die Bundesregierung, sich zu diesem zu verhalten?
Die Studie weist einen weiter gestiegenen Wunsch der Eltern nach Betreuung
ihrer Kinder unter drei Jahren aus. Sie wird vor dem Hintergrund aktueller
Entwicklungen infolge des Rechtsanspruchs und auf Basis einer Erörterung mit den
Ländern derzeit aktualisiert. Die Mittel des Sondervermögens
„Kinderbetreuungsausbau“ einschließlich dessen Aufstockung werden zum bedarfsgerechten
Ausbau des Angebotes der Betreuung von Kindern unter drei Jahren eingesetzt.
10. Für wann ist die von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend, Manuela Schwesig, im Ausschuss für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages am 4. Juni 2014
angekündigte Bund-Länder-Konferenz geplant, auf der über die Verteilung der
zusätzlichen Mittel verhandelt werden soll, nachdem der Bedarf festgestellt
wurde?
Welche Themen sollen bei diesem Termin behandelt werden?
In welchem Verfahren soll bis wann der Bedarf im Bereich der
frühkindlichen Bildung festgestellt werden?
Warum wurde in die politische Absichtserklärung zum
Verwendungszweck der bisherigen Mittel nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) die frühkindliche Bildung nicht aufgenommen?
Die von der Bundesministerin Manuela Schwesig angekündigte Bund-Länder-
Konferenz soll im Herbst 2014 stattfinden. Sie soll sich insgesamt mit dem
System der frühkindlichen Bildung und seiner Qualität befassen. Im Übrigen wird
auf die Antwort zu den Fragen 1, 6 und 21 verwiesen.
11. Hält die Bundesregierung an ihren Planungen fest, einen Gesetzentwurf
„Bessere Qualität in Kitas“ in den Deutschen Bundestag einzubringen?
Wenn ja, wann soll dieser mit welchem Inhalt eingebracht werden, und in
welchem finanziellen Umfang beabsichtigt die Bundesregierung, sich an
den Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität zu beteiligen?
Wenn nein, warum nicht?
Die Qualität der Kindertagesbetreuung genießt hohe Priorität und wird durch
den Bund in vielfältiger Weise gefördert. Um bundeseinheitliche
Qualitätsstandards festzulegen, kommen bundesgesetzliche Maßnahmen infrage. Für die
Qualität vor Ort sind in erster Linie Länder, Kommunen und Träger zuständig.
Vor einem Bundesgesetz steht daher ein breiter Diskurs über Interventionsfelder,
Drucksache 18/2178 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBeteiligung und Beitrag der jeweiligen Akteure. Zeitpunkt und Inhalt eines
entsprechenden Gesetzentwurfs für ein Qualitätsgesetz stehen deshalb noch nicht
fest.
Wissenschaftspakte
12. Wie wird die Bundesregierung sicherstellen, dass der Bund den Aufwuchs
bei der außeruniversitären Forschung künftig allein finanzieren wird?
Für wie lange soll die zugrunde liegende Vereinbarung getroffen werden,
und in welcher Höhe soll die jährliche Erhöhung erfolgen?
Es ist geplant, zur Fortführung des Paktes für Forschung und Innovation eine
Bund-Länder-Vereinbarung abzuschließen, die u. a. Ziele des Paktes, Laufzeit
und Finanzierungsaspekte regelt. Dies wird derzeit in der Gemeinsamen
Wissenschaftskonferenz vorbereitet. Ziel ist es, die Vereinbarung so rechtzeitig zu
verabschieden, dass für das Haushaltsjahr 2016 Klarheit für die
Haushaltsaufstellung in Bund und Ländern besteht.
13. Wie wird der Bund die Exzellenzinitiative weiterführen, die bisher zu
75 Prozent vom Bund finanziert wird, wenn in Nummer 3 der in der
Vorbemerkung genannten Einigung klargestellt wird, dass den Ländern keine
neuen Kofinanzierungspflichten erwachsen sollen?
Die Kofinanzierung durch die Länder in Höhe von 25 Prozent im Rahmen der
Exzellenzinitiative ist durch eine bestehende Bund-Länder-Vereinbarung
festgelegt – neue Kofinanzierungspflichten ergeben sich für die Länder hieraus nicht.
Die Ausgestaltung der Maßnahme in Nachfolge der Exzellenzinitiative wird im
Rahmen von Bund-Länder-Vereinbarungen verhandelt werden.
14. Für welche Jahre und für welche Paktphase sind die 1,315 Mrd. Euro, die
laut dem Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble in der
Pressekonferenz am 27. Mai 2014, dem Hochschulpakt zugutekommen,
vorgesehen?
Sollen diese Finanzmittel zum Ausbau der bisher finanzierten
Studienplatzkapazitäten genutzt werden?
Von welcher Höhe der Studienplatzkosten geht die Bundesregierung aus,
und auf welche Berechnungen stützt sie diese?
Der von dem Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble in der
Pressekonferenz genannte Betrag soll der Erreichung der Ziele des Hochschulpakts 2020
dienen. Die weitere Ausgestaltung des Hochschulpaktes ist Gegenstand der
laufenden Bund-Länder-Verhandlungen.
15. Welche zukünftige Ausgestaltung der Programmpauschale strebt die
Bundesregierung an?
Die Ausgestaltung der DFG-Programmpauschale ist Gegenstand laufender
Bund-Länder-Verhandlungen.
16. Inwiefern haben die Länder im Lichte der Einigung – „Zusätzliche
Programme mit einem Kofinanzierungsbedarf können von den Ländern nur
umgesetzt werden, wenn andere Ausgaben gekürzt werden. Die
Bundesregierung wird diesen Zusammenhang beachten und ihre Programme so
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/2178konzipieren, dass diese Konsequenz vermieden wird.“ – zugesagt, auch
künftig einen hälftigen finanziellen Beitrag zum Hochschulpakt zu
leisten?
Die Weiterentwicklung für die dritte Programmphase (2016 bis 2020) des
Hochschulpaktes 2020 wird gegenwärtig verhandelt.
Bundesausbildungsförderungsgesetz
17. Wann plant die Bundesregierung die notwendigen gesetzgeberischen und
organisatorischen Schritte einzuleiten und abzuschließen, um die laut der
Einigung zum 1. Januar 2015 angestrebte komplette Übernahme der
Finanzierung des BAföG sicherzustellen?
Die Bundesregierung erarbeitet derzeit einen Gesetzentwurf, über den sie nach
derzeitiger Planung voraussichtlich noch im Sommer Beschluss fassen wird.
18. Welche konkreten Änderungen beim BAföG sollen aus Sicht der
Bundesregierung zum Wintersemester 2016/2017 in Kraft treten (bitte nach
Erhöhung der Freibeträge, Erhöhung der Fördersätze und strukturelle
Änderungen aufschlüsseln)?
Über die konkreten Planungen und Inhalte des beabsichtigten
Referentenentwurfs wird die Bundesregierung zu gegebener Zeit Beschluss fassen (vgl. die
Antwort zu Frage 17).
19. Auf der Basis welcher Studierendenprognose nimmt die Bundesregierung
an, dass dafür 500 Mio. Euro p. a. ausreichen werden (Pressekonferenz am
27. Mai 2014)?
Die Bundesregierung orientiert sich bei der Finanzplanung zum BAföG an den
Ausgabenschätzungen eines unabhängigen Instituts (Fraunhofer-Institut für
Angewandte Informationstechnik), das den erforderlichen BAföG-Bedarf für die
Novelle anhand eines statistischen Mikrosimulationsmodells errechnet.
20. Warum plant die Bundesregierung die Erhöhung des BAföG erst für das
Wintersemester 2016/2017 vor dem Hintergrund, dass die
Bundesregierung bisher immer betont hat, eine schnelle Erhöhung des BAföG sei
ausschließlich wegen der Verhandlungspositionen der Bundesländer nicht
möglich (Plenarprotokoll 17/128, S. 15083 D), was ab dem 1. Januar 2015
aber keine Rolle mehr spielen wird?
Die Bundesregierung wird nach derzeitiger Planung voraussichtlich noch im
Sommer über einen Gesetzentwurf Beschluss fassen. Gegenstand der am
26. Mai 2014 zwischen Bund und Ländern gefundenen politischen
Verständigung über „Prioritäre Maßnahmen – Vorschlag für die Verteilung der
finanziellen Mittel“ (sog. Bildungspaket) ist neben der Zusage der
Finanzierungsübernahme ab dem 1. Januar 2015 die Erklärung, dass die Koalition eine Novelle des
BAföG zum Wintersemester 2016/2017 anstrebt.
21. Inwieweit ist eine Zweckbindung der Mittel, um die die Länder im
Rahmen der künftigen ausschließlichen Bundesfinanzierung des BAföG
entlastet werden, für Ausgaben in Schulen und Hochschulen haushalts- und
verfassungsrechtlich zulässig und durchsetzbar, wie das u. a. die Bundes-
Drucksache 18/2178 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, auf der
Bundespressekonferenz am 27. Mai 2014 betonte?
Wie plant die Bundesregierung, dies sicherzustellen?
Inwiefern ist diese Zweckbindung schriftlich fixiert und die Verwendung
auch in späteren Jahren nachprüfbar und nachvollziehbar?
Welche Konsequenzen würde die Bundesregierung vorsehen, wenn
einzelne Länder die Mittel nicht in Kitas, Schulen oder Hochschulen
investieren?
Es wurde vereinbart, dass die Länder, die durch die Übernahme der
vollständigen Finanzverantwortung für das BAföG durch den Bund frei werdenden Mittel
zur Finanzierung von Bildungsausgaben im Bereich Hochschule und Schule
einsetzen werden. Damit stehen den Ländern unbefristet Mittel zur z. B.
Erhöhung der Grundfinanzierung der Hochschulen zur Verfügung. Die
Entlastungsanteile für die einzelnen Länder sind anhand des jeweils übernommenen
Länderanteils beim BAföG genau nachvollziehbar (vgl. Tabelle zu Frage 22).
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.
22. Wie und auf der Basis welcher Jahreswerte errechnet die Bundesregierung
laut der Einigung eine Entlastungswirkung von 1,17 Mrd. Euro pro Jahr
für die Gesamtheit aller Länder im Falle der kompletten
Finanzierungsübernahme der Bundesausbildungsförderung durch den Bund (bitte nach
Ländern und differenziert nach Zuschuss- und Darlehensanteil
aufschlüsseln und soweit wie möglich Daten verwenden, die aktueller sind, als die
in der „Destatis Fachserie 11 Reihe 7, Bildung und Kultur,
Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG),
2012“ vom 18. Oktober 2013 verwendeten Zahlen)?
Die politisch erläuterte Entlastungszahl von 1,17 Mrd. Euro pro Jahr basiert auf
den tatsächlichen Ist-Ausgaben der Bundeskasse für das Jahr 2012. Diese Daten
standen zum Zeitpunkt der Einigung aktuell zur Verfügung. Die Verwendung
aktuellerer Daten ergibt keinen Sinn, da sich die Aufschlüsselung der 1,17 Mrd.
Euro gerade auf die zum Zeitpunkt der Einigung zur Verfügung stehenden Daten
bezieht. Zudem veröffentlicht das Statistische Bundesamt die amtlichen
Statistikdaten für das Jahr 2013 erst Mitte Juli 2014.
Die nachfolgende Tabelle schlüsselt den Finanzaufwand der einzelnen
Bundesländer nach Zuschüssen und Darlehen auf. Die Werte sind auf zwei Stellen hinter
dem Komma gerundet; geringfügige Rundungsdifferenzen sind daher möglich.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/217823. Geht die Bundesregierung davon aus, dass nur der Anteil der Zuschüsse
im Rahmen des BAföG von den Ländern genutzt wird oder auch der
Darlehensanteil?
Es ist Sache der Länder, wie sie bislang die Mittel für die ihnen zu 35 Prozent
obliegende Mitfinanzierung der Förderungsleistungen nach dem BAföG
haushaltstechnisch zur Verfügung stellen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass
die Entlastungswirkung unabhängig von der bisherigen Art und Weise der
haushaltstechnischen Bereitstellung auch für die Darlehensanteile eintritt und von
den Ländern genutzt wird.
Verfassungsänderung
24. Mit welcher Begründung macht sich die Bundesregierung den in der
Einigung entworfenen neuen Inhalt des vorgeschlagenen Artikels 91b Absatz 1
des Grundgesetzes (GG) zu eigen, dass zukünftig auch die Einrichtung
außeruniversitärer Forschungseinrichtungen das
Einstimmigkeitserfordernis erfüllen muss, während dies für die Förderung von
Forschungsbauten, einschließlich Großgeräten, auch weiterhin nicht gelten soll?
Wie in der Einigung der Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD vom
26. Mai 2014 ausgeführt, handelt es sich bei dem dort formulierten Vorschlag
zur Änderung des Artikels 91b GG nicht um einen endgültigen Text. Ein
Entwurf der Bundesregierung zur Änderung des Artikels 91b GG ist derzeit
Gegenstand der Ressortabstimmung.
Landesanteil Zuschuss
2012 in Mio. Euro
Landesanteil Darlehen 2012
in Mio. Euro
Gesamt 766,32 403,34
BW 77,25 39,94
BY 99,82 55,23
BE 53,94 28,00
BB 26,22 10,75
HB 10,01 7,04
HH 22,44 13,51
HE 45,43 32,41
MV 19,46 9,49
NI 71,54 38,22
NW 158,94 85,37
RP 32,06 18,03
SL 5,95 2,73
SN 59,33 26,57
ST 27,41 11,94
SH 27,13 11,06
TH 29,40 13,09
Drucksache 18/2178 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode25. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung der Bedingung der
„überregionalen Bedeutung“ für die Kooperation bei der Förderung von
Forschung und Lehre bei, und wie definiert sie sie?
Das Merkmal der „überregionalen Bedeutung“ ist seit Einführung des
Artikels 91b GG im Jahre 1969 Voraussetzung für ein Zusammenwirken von Bund
und Ländern.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 24 verwiesen.
26. Welches Verfahren sieht die Bundesregierung für die angekündigte
Verfassungsänderung vor, und welchen Zeitplan strebt sie dafür an
(einschließlich dem eventuell vorgeschalteten Konsultationsprozess)?
Für das Verfahren zur Grundgesetzänderung gelten die im Grundgesetz und der
Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien niedergelegten
Grundsätze und Fristen.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 24 verwiesen.
27. Welche Konsequenz hat der vorliegende Formulierungsvorschlag für die
Hochschulbaukompensationsmittel und die künftigen Möglichkeiten des
Bundes zur Hochschulbaufinanzierung?
Wie sieht die Bundesregierung die zukünftige Rolle des Bundes bei der
Finanzierung der Hochschulbauten?
Wie sieht die Bundesregierung die Zukunft des Verfahrens zur
Finanzierung der Forschungsbauten?
Die Finanzierung des allgemeinen Hochschulbaus bestimmt sich nach
Artikel 143c GG.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 24 verwiesen.
28. Inwieweit sieht die Bundesregierung in der Einigung die auch im
Koalitionsvertrag vereinbarte Zielstellung berücksichtigt, die
Grundfinanzierung der Hochschulen zu verbessern?
Zwischen den Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD wurde am 26. Mai
2014 vereinbart, dass der Bund ab dem 1. Januar 2015 die Finanzierung des
BAföG für Schüler und Studierende vollständig übernimmt. Pro Jahr werden die
Länder dadurch dauerhaft um 1,17 Mrd. Euro entlastet. Die Länder haben
zugesagt, die frei werdenden Mittel zur Finanzierung von Bildungsausgaben für
Hochschulen und Schulen zu verwenden. Sie können damit dauerhaft die
Grundfinanzierung der Hochschulen verbessern.
Ein weiteres Element dieser Einigung ist die Änderung des Artikels 91b GG.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 24 verwiesen.
Allgemeine Fragen
29. In welchem Maße fließen Mittel aus dem Bereich „Prioritäre
Maßnahmen“ in die Qualitätsoffensive in der Lehrerbildung, die der Bund am
12. April 2013 mit den Ländern vereinbart hat und für die er gemäß der
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/2178Bund-Länder-Vereinbarung vom 12. April 2013 angekündigt hat,
insgesamt 500 Mio. Euro auszugeben?
Der Programmstart für die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ ist nach
Inkrafttreten des Haushalts 2014 geplant. Die Mittel für den Start der
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ sind für das Jahr 2014 in dem Kapitel 30 02 Titel 685 41
„Stärkung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens“ veranschlagt, für das
Jahr 2015 in einem neuen Kapitel 30 02 Titel 685 44 veranschlagt und werden
in der Finanzplanung des Bundes 2018 berücksichtigt.
30. Inwieweit sind durch die Einigung auch die Maßnahmen im Rahmen des
Qualitätspaktes Lehre abgesichert, soweit es sich zum einen um die
Projekte der ersten Ausschreibung handelt, die auf maximal fünf Jahre bis
2016 befristet sind, und soweit es sich zum anderen um die Projekte der
vereinbarten zweiten Phase bis 2020 handelt?
Die in der Bund-Länder-Vereinbarung über den Qualitätspakt Lehre zugesagten
Bundesmittel sind in der Finanzplanung des Bundes bis zum Jahr 2018
abgebildet.
31. Welchen Beitrag zum Erreichen des 3-Prozent-Ziels für die Forschung
sieht die Bundesregierung in dieser Einigung?
Strebt die Bundesregierung ein höheres, als das schon im Jahr 2000 in
Lissabon für das Jahr 2010 vereinbarte 3-Prozent-Ziel an, um die
Innovationsfähigkeit Deutschlands zu stärken?
Wenn ja, welches und bis wann?
Wenn nein, warum nicht?
Die Bundesregierung sieht die Einigung als wichtigen Schritt zur Erreichung der
Vereinbarungen im Koalitionsvertrag im Hinblick auf das Ziel, 3 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Forschung und Entwicklung (FuE)
aufzuwenden. 2012 hat Deutschland mit einer FuE-Intensität von 2,98 Prozent dieses Ziel
erstmals praktisch erreicht. Die Herausforderung, die Forschungsinvestitionen
bei 3 Prozent des BIP konstant zu halten, nimmt die Bundesregierung an. Um
ihren Anteil zur Erreichung des 3-Prozent-Ziels beizutragen, stellt die
Bundesregierung zusätzlich 3 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung zur
Verfügung.
32. Welchen Beitrag zum Erreichen des 7-Prozent-Ziels für die Bildung sieht
die Bundesregierung in dieser Einigung?
Welchen Beitrag des Bundes strebt die Bundesregierung dabei an?
Welchen Beitrag leistet der Bund durch diese Einigung zum Erreichen der
Ziele, die sich Bund und Länder im Oktober 2008 gesetzt haben?
Im Hinblick auf die Anteile für Bildung und Forschung am BIP ist darauf
hinzuweisen, dass Bund und Länder bereits im Rahmen des Bildungsgipfels im Jahr
2008 das Ziel vereinbart haben, den Anteil der Aufwendungen für Bildung und
Forschung bis zum Jahr 2015 auf 10 Prozent des BIP zu steigern. Der Anteil der
Ausgaben für Bildung und Forschung am BIP konnte bis Ende 2012 bereits auf
9,3 Prozent gesteigert werden. Die Zwischenbilanz zeigt, dass Bund und Länder
hier auf einem guten Weg sind. Die klare Prioritätensetzung zugunsten von
Bildung, Wissenschaft und Forschung, die im 10-Prozent-Ziel zum Ausdruck
kommt, haben Bund, Länder und Gemeinden in den letzten Jahren erfolgreich
Drucksache 18/2178 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeumgesetzt. Sie wird in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Dazu stellt der
Bund in dieser Legislaturperiode insgesamt 9 Mrd. Euro für Kitas, Bildung,
Forschung und Hochschulen zusätzlich zur Verfügung.Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333]