[Deutscher Bundestag Drucksache 18/2286
18. Wahlperiode 05.08.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Jan van Aken,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/2148 –
Polizei- und Zolleinsätze im Ausland (Stand: zweites Quartal 2014)
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Auslandseinsätze von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten entwickeln sich
immer mehr zu einem Mittel deutscher und EU-Außenpolitik. Die
Militärdoktrin der Europäischen Union, die Europäische Sicherheitsstrategie, sieht
ausdrücklich den kombinierten Einsatz militärischer und ziviler (d. h. auch
polizeilicher) Mittel vor, um „einen besonderen Mehrwert“ zu erzielen.
Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen besorgniserregend.
So leistet sie der Vermischung von polizeilichen und militärischen
Zuständigkeiten Vorschub. Die Grenzen zwischen Polizei und Militär drohen zu
verschwimmen. Das gilt umso mehr, als gerade bei Einsätzen in Kriegs- und
Krisengebieten Polizisten immer wieder in lebensbedrohliche Situationen
kommen. Diese dienen dann wiederum als Legitimation für eine Aufrüstung
der Polizei, bis hin zu Überlegungen, schwerbewaffnete Einheiten der
Bundespolizei speziell für Auslandseinsätze aufzustellen.
Hinzu kommt, dass für polizeiliche Auslandseinsätze keinerlei
parlamentarische Zustimmung erforderlich ist. Je nach Rechtsgrundlage ist noch nicht
einmal die Information des Deutschen Bundestages vorgeschrieben. Damit wird
ein wichtiger Bereich der Außenpolitik der parlamentarischen Kontrolle
entzogen. Bedenklich ist dies vor allem wegen der gerade bei Einsätzen in Kriegs-
und Krisengebieten stets vorhandenen Eskalationsgefahr. Bei Einsätzen
aufgrund des § 65 des Bundespolizeigesetzes (BPolG) hat der Deutsche
Bundestag nicht einmal ein verbrieftes Rückholrecht.
Ähnliches gilt für Einsätze von Zollbeamtinnen und Zollbeamten.
Schließlich gewinnen internationale Einsätze innerhalb der EU zunehmend an
Bedeutung. Einsätze ausländischer Polizisten in Deutschland sowie deutscher
Polizisten im (EU-)Ausland auf der Grundlage des Prümer Vertrages oder
bilateraler Abkommen unterliegen ebenfalls keiner parlamentarischen Kontrolle. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 1. August 2014
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/2286 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeVo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Kleine Anfrage beinhaltet Fragen, die im Wesentlichen identisch sind mit
den Fragen der Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. vom 1. September
2008 (Bundestagsdrucksache 16/10182), vom 20. November 2008
(Bundestagsdrucksache 16/11009), vom 9. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/
11341), vom 22. April 2009 (Bundestagsdrucksache 16/12773), vom 27. Juli
2009 (Bundestagsdrucksache 16/13849), vom 12. November 2009
(Bundestagsdrucksache 17/26) vom 26. Februar 2010 (Bundestagsdrucksache 17/866), vom
3. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache 17/1923), vom 18. August 2010
(Bundestagsdrucksache 17/2769), vom 8. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/
3640), vom 9. Februar 2011 (Bundestagsdrucksache 17/4729), vom 16. Mai
2011 (Bundestagsdrucksache 17/5830), vom 14. Juli 2011
(Bundestagsdrucksache 17/6598), vom 18. Oktober 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7346) vom
26. Januar 2012 (Bundestagsdrucksache 17/8503), vom 20. April 2012
(Bundestagsdrucksache 17/9349), vom 25. Juli 2012 (Bundestagsdrucksache 17/
10384), vom 11. Oktober 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10966), vom 2.
Februar 2013 (Bundestagsdrucksache 17/12309), vom 23. April 2013
(Bundestagsdrucksache 17/13209), vom 30. Juli 2013 (Bundestagsdrucksache 17/14453),
vom 22. November 2013 (Bundestagsdrucksache 18/84), vom 24. Februar 2014
(Bundestagsdrucksache 18/469) und vom 16. April 2014
(Bundestagsdrucksache 18/1189).
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Antworten der
Bundesregierung vom 17. September 2008 (Bundestagsdrucksache 16/10252),
vom 8. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11314), vom 5. Januar 2009
(Bundestagsdrucksache 16/11548), vom 11. Mai 2009 (Bundestagsdrucksache
16/12968), vom 14. August 2009 (Bundestagsdrucksache 16/13897), vom
27. November 2009 (Bundestagsdrucksache 17/84), vom 15. März 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1006), vom 22. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache 17/
2264), vom 3. September 2010 (Bundestagsdrucksache 17/2845), vom 25.
November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3931), vom 28. Februar 2011
(Bundestagsdrucksache 17/4939), vom 1. Juni 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6034),
vom 29. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6710), vom 8. November 2011
(Bundestagsdrucksache 17/7617), vom 15. Februar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8688), vom 8. Mai 2012 (Bundestagsdrucksache 17/9536), vom
10. August 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10450), vom 29. Oktober 2012
(Bundestagsdrucksache 17/11251), vom 26. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12469), vom 10. Mai 2013 (Bundestagsdrucksache 17/13487), vom
14. August 2013 (Bundestagsdrucksache 17/14552),vom 10. Dezember 2013
(Bundestagsdrucksache 18/154), vom 27. Februar 2014 (Bundestagsdrucksache
18/676) und vom 5. Mai 2014 (Bundestagsdrucksache 18/1321) verwiesen.
Veränderungen werden ergänzend dargestellt.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/22861. An welchen Missionen auf Grundlage von § 8 Absatz 1 BPolG sind
deutsche Polizistinnen und Polizisten (bitte nach Bundesländern, Zugehörigkeit
zur Bundespolizei/zum Bundeskriminalamt – BKA – aufgliedern) sowie
Zollbeamtinnen und -beamte derzeit beteiligt?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei/
zum BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte sind
dabei jeweils eingesetzt?
Stand 20. Juli 2014
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen angeben)?
Stand: 20. Juli 2014
Die in den Missionen der Vereinten Nationen (VN) und der Europäischen
Union (EU) eingesetzten Polizeivollzugsbeamtinnen und
Polizeivollzugsbeamten (PVB) des Bundes und der Länder sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamten
nehmen die der Polizei und dem Zoll mit Mandat zugewiesenen Aufgaben wahr.
Der Einsatz der PVB sowie der Zollbeamtinnen und Zollbeamten liegt in der
Verantwortung des Mandatgebers (VN/EU) und erfolgt nach dem jeweiligen
Bedarf innerhalb der Mission.
UNMIK EUMM
GEO
UNMIL UNMISS UNAMID EUPOL
COPPS
EUBAM
MD/UA
EUPOL
AFG
EULEX EUCAP
Nestor
MINUSMA EUBAM
Libyen
Bundespolizei 0 0 0 0 0 0 3 5 25 0 1 1
BKA 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0
Zoll 0 0 0 0 0 0 5 0 1 0 0 0
Länderpolizeien 0 5 5 7 0 2 0 20 52 3 4 0
Gesamt 0 5 5 7 0 2 8 26 78 3 5 2
UNMIL, Liberia Monrovia (5)
UNMISS, Süd Sudan Juba, Torit, Rumbek, Aweil (7)
MINUSMA, Mali Bamako, Mopti (5)
UNAMID, Darfur keine deutschen PVB im Missionsgebiet
UNMIK, Kosovo keine deutschen PVB im Missionsgebiet
EULEX, Kosovo Gesamt Kosovo (78)
EUPOL AFG, Afghanistan Kabul, Mazar-e Sharif (26)
EUMM, Georgien Tiflis, Gori, Mtskheta, Zugdidi (5)
EUCAP Nestor, Dschibuti Dschibuti (3)
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine Odessa, Besarabeasca, Kotovsk, Chişinău, Kurchuhan (8)
EUPOL COPPS, Palästinensische Gebiete Westbank (2)
EUBAM Libyen Tripolis (2)
Drucksache 18/2286 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodec) Welche tatsächliche Gesamtstärke haben die Missionen derzeit?
Stand: 22. Juli 2014
d) Welche Missionen mit deutscher Beteiligung sind im zweiten Quartal
2014 neu hinzugekommen (bitte die rechtliche Grundlage sowie
Mandatsgeber und Missionsträger angeben, die Mandatsobergrenze nennen
sowie den Auftrag der eingesetzten deutschen Kräfte bezeichnen), und
inwiefern hat es Mandatsänderungen bei den bereits bestehenden
Missionen gegeben?
Im Berichtszeitraum ist keine neue internationale Friedensmission mit deutscher
Beteiligung hinzugekommen.
Die Mission EUCAP NESTOR hat mit der Mandatsverlängerung auch eine
geografische Verlagerung ihres Schwerpunktes erfahren, der nun auf Somalia,
Dschibuti, den Seychellen und Tansania liegt (Beschluss des Rates der EU vom
22. Juli 2014).
e) Wann werden die Missionen voraussichtlich beendet sein?
Mission derzeitige Gesamtstärke Polizei/Zoll
UNMIL, Liberia 1 570
UNMISS, Südsudan 1 002
UNAMID, Sudan 3 578
MINUSMA, Mali 954
UNMIK, Kosovo 6
EULEX, Kosovo 940
EUPOL AFG, Afghanistan 285
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine 100
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 58
EUMM, Georgien 175
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia 90
EUBAM Libyen In Tripolis: 12
Mission derzeitiges Mandatsende
UNMIK, Kosovo offen
UNMIL, Liberia 30. September 2014
UNMISS, Südsudan 30. November 2014
UNAMID, Sudan 31. August 2014
MINUSMA, Mali 30. Juni 2015
EUPOL AFG, Afghanistan 31. Dezember 2016
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine 1. Dezember 2015
EULEX, Kosovo 14. Juni 2016
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 30. Juni 2015
EUMM, Georgien 15. Dezember 2015
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia 12. Dezember 2016
EUBAM Libyen 21. Mai 2015
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/2286f) Inwieweit beabsichtigt die Bundesregierung eine Veränderung
hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs der deutschen Beteiligung, und bis
wann soll diese umgesetzt sein (bitte ggf. konkrete Angaben machen
und Zahlen zu den einzelnen Missionen/Einsätzen nennen)?
Aktuell sind keine Veränderungen hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs
der deutschen Beteiligung geplant.
2. An welchen Einsätzen auf Grundlage von § 65 Absatz 2 BPolG (ohne
kurzfristige Ausbildungslehrgänge im Sinne nachfolgend aufgeführter Fragen)
waren deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie Zollbeamtinnen und
Zollbeamte im zweiten Quartal 2014 bzw. sind sie weiterhin beteiligt (bitte
nach Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei/zum BKA
aufgliedern)?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei/
zum BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte
waren bzw. sind dabei jeweils eingesetzt?
Deutsches Polizeiprojektteam (im Folgenden GPPT) Afghanistan
Stand: 20. Juli 2014
Gesamt: 107 Beamte und Beamtinnen, davon 54 Bund (BKA/BPOL) und
53 Länder
Projekt Saudi-Arabien:
Im zweiten Quartal 2014 waren insgesamt acht Beamte (BPOL) im Projekt zur
Modernisierung des Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
waren bzw. sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen
angeben)?
GPPT Afghanistan
Stand: 20. Juli 2014
Ort Verwendung Anzahl
Kabul
Sicherheit/Administration 36
Akademie 8
Flughafen 7
IPCB-S 3
NTMA 6
Mazar-e Sharif
Sicherheit/Administration 20
Mentoring PTC 11
Flughafen 5
Transition 11
Drucksache 18/2286 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSaudi-Arabien (gesamtes zweites Quartal 2014)
Stand: 20. Juli 2014
c) Welche tatsächliche Gesamtstärke haben die Einsätze derzeit?
Deutsches Polizeiprojektteam (GPPT)
Die Gesamtstärke entspricht der deutschen Beteiligung.
Projekt Saudi-Arabien (Stand: 22. Juli 2014)
Derzeit sind fünf Beamte der Bundespolizei im Projekt zur Modernisierung des
Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
d) Welche Einsätze mit deutscher Beteiligung sind im zweiten Quartal
2014 neu hinzugekommen, und inwiefern hat es relevante Änderungen
(vor allem bei Auftrag, Zweck, Durchführung und Kräfteansatz) bei den
bereits bestehenden Einsätzen gegeben?
Es sind keine Einsätze nach § 65 Absatz 2 BPolG hinzugekommen. Auf die
Antwort zu Frage 1d wird verwiesen.
3. Welche Informationen liegen der Bundesregierung bezüglich
sicherheitsrelevanter Vorfälle vor, in die deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und -beamte im zweiten Quartal 2014 involviert bzw.
denen sie ausgesetzt waren?
Am 24. Mai 2014 verübte die islamistische Terrororganisation al-Shabaab einen
Selbstmordanschlag in Dschibuti, bei dem u. a. auch drei deutsche, durch das
Auswärtige Amt sekundierte zivile Experten der EU-Mission EUCAP Nestor,
zum Teil schwer verletzt wurden. Deutsche Polizistinnen und Polizisten waren
von dem Anschlag nicht betroffen.
4. Wie bewertet die Bundesregierung die politische und militärische
Gefährdungslage in den jeweiligen Einsatzgebieten (bitte Veränderungen
darstellen)?
Politische Lage
EUBAM (Moldau)
Die formellen 5+2-Gespräche zur Lösung des Transnistrienkonflikts
verzeichneten zuletzt keine Veränderungen. Der Einstieg in die Substanz der
Konfliktlösung erweist sich weiterhin als schwierig. Im Zusammenhang mit der
veränderten Sicherheitslage in der Ukraine wurden die Kontrollen an der ukrainischen
Grenze im März 2014 verschärft. Die Bedrohungslage im Einsatzgebiet wird
durch die Bundesregierung weiterhin als „niedrig“ eingeschätzt.
EUPOL/Deutsches bilaterales Polizeiberaterteam (Afghanistan)
Innerhalb des zivilen Wiederaufbaus Afghanistans messen die afghanische
Regierung und die internationale Gemeinschaft dem Aufbau und der Professio-
Ort Verwendung Anzahl
Riad Projektleitung 2
Riad Administration 4
Dammam Trainingsexperten 2
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/2286nalisierung der Polizei eine zentrale Bedeutung zu. Ziel ist es, die
Sicherheitsverantwortung im Land an funktionierende afghanische Institutionen zu
übertragen (Transition). Mit der Verkündung der fünften und letzten Tranche der
Transition am 18. Juni 2013 durch den afghanischen Staatspräsidenten ist dieser
Prozess nun im gesamten Land eingeleitet. Bis Ende 2014 werden die
afghanischen Sicherheitskräfte allein die Verantwortung für die Sicherheit im Land
übernehmen. Bis dahin können sie in ausgewählten Bereichen (z. B.
Nachrichtengewinnung, Lufttransport, Luftnahunterstützung, medizinische Hilfe) noch
auf die Unterstützung der Internationalen Unterstützungstruppen (ISAF –
International Security Assistance Force) zählen.
Die aktuelle Stärke der ANSF (Afghan National Security Forces) beträgt mehr
als 350 000 Soldaten und Polizisten. Ihr quantitativer Aufbau wurde 2013 fast
abgeschlossen. Der Aufbau der Sicherheitskräfte verläuft damit weiter nach
Plan.
Die afghanischen Streitkräfte haben im Jahr 2013 zum ersten Mal ihren eigenen
Operationsplan erstellt, den sie nun erfolgreich ausführen. Dieser Erfolg
manifestiert sich auch darin, dass die RFK (regierungsfeindlichen Kräfte) ihre
mutmaßlichen operativen Ziele in Afghanistan insgesamt nicht erreichen konnten.
Die ANSF wirken in der gesamten Fläche, konzentrieren sich jedoch auf die
urbanen Zentren und auf den Raum entlang der bedeutsamen
Hauptverkehrsachsen.
Im Zusammenhang mit der Wahl in Afghanistan am 5. April 2014 überzeugten
die ANSF durch ihre Leistungsfähigkeit. Regierungsfeindliche Kräfte waren
nicht in der Lage, die Vorbereitung und die Durchführung der Wahl signifikant
zu stören.
Die Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan (EUPOL
Afghanistan) und das bilaterale deutsche Polizeiberaterteam (GPPT) unterstützen die
notwendige Professionalisierung der afghanischen Polizei auf vielfältige Weise.
Nennenswerte Geländegewinne für die regierungsfeindlichen Kräfte gibt es
derzeit nicht. Schwerpunkte der Kämpfe zwischen den RFK und den ANSF liegen
im Süden und Osten des Landes. Im Regionalkommando Nord sind der
Baghlan-Korridor und die Provinz Faryab mit dem schwierigen Distrikt Ghormach zu
nennen. In der Mehrzahl der Nordprovinzen herrscht eine überwiegend oder
zumindest ausreichend kontrollierbare Sicherheitslage.
In der Phase vor der Wahl in Afghanistan wie auch an den Wahltagen (5. April
und 14. Juni 2014) haben die ANSF beeindruckende Leistungen gezeigt.
Störversuche der RFK wurden meist schnell beendet und hatten kaum
Auswirkungen auf den Wahlablauf.
In Kabul ist die Sicherheitslage durch die ANSF trotz einzelner
medienwirksamer Anschläge unverändert mindestens überwiegend kontrollierbar. ANSF
und die afghanische Regierung sind bei der Bevölkerung präsent und in der
Lage, die Mehrzahl der geplanten Anschläge zu verhindern. Wirtschaftlich
boomt Kabul mit einer für afghanische Verhältnisse sehr guten Infrastruktur und
Wirtschaft. Die RFK haben in der Kabuler Bevölkerung kaum Unterstützer und
können nur verdeckt in kleinen Gruppen agieren.
UNMIK, EULEX (Kosovo)
Die Lage in der Republik Kosovo ist grundsätzlich ruhig und stabil, allerdings
bleibt die Lage im kosovo-serbisch dominierten Norden des Landes trotz der am
19. April 2013 zwischen Serbien und Kosovo im von der EU vermittelten
Politischen Dialog geschlossenen Normalisierungsvereinbarung und den
Fortschritten bei ihrer Umsetzung angespannt.
Drucksache 18/2286 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeIm Nachgang zu den Parlamentswahlen am 8. Juni 2014 ist ein innenpolitischer
Streit über die anstehende Regierungsbildung entbrannt, der derzeit im Rahmen
der verfassungsmäßigen Zuständigkeiten ausgetragen wird. Nach Lesart der die
bisherige Regierung unter PM Thaci führenden PDK steht der Versuch, eine
Regierungskoalition zu schmieden, ausschließlich der aus den Wahlen als stärkste
Partei hervorgegangenen Partei (in diesem Fall: der PDK) zu. Gemäß einer
Entscheidung des Verfassungsgerichts kommt der Präsidentin bei der Nominierung
des Kandidaten für das Amt des Premierministers (und insbes. bei der Frage,
welcher Kandidat als zweiter benannt würde, wenn der Erstkandidat nicht
gewählt würde) eine entscheidende Rolle zu. Es wird erwartet, dass die Präsidentin
in Kürze einen PM-Kandidaten benennt.
Die Gespräche im hochrangigen Dialog zwischen Serbien und Kosovo unter
Vermittlung der Hohen Vertreterin Lady Catherine Ashton gehen auf
Arbeitsebene weiter. Es ist bislang nicht absehbar, ob ein Treffen auf Chefebene
möglich ist, bevor die Regierungsbildung in Kosovo abgeschlossen ist.
UNMIL (Liberia)
Der Friedensprozess hat seit Einrichtung von UNMIL im Jahr 2003 deutliche
Fortschritte gemacht. Die Sicherheitslage hat sich nicht zuletzt dank der
Anwesenheit und Ausbildungsleistung von UNMIL stabilisiert.
Das Mandat von UNMIL wurde im September 2013 um ein Jahr bis Ende
September 2014 verlängert. Dabei soll die militärische Komponente reduziert
werden (Verringerung bis Juli 2015 auf eine Gesamtpersonalstärke von 3 750).
Die Personalobergrenze der polizeilichen Komponente wurde auf 1 795
Personen festgelegt. Die Frage einer weiteren Verlängerung des Mandats von
UNMIL wird nach dem nächsten Bericht des VN-Generalsekretärs, der für den
15. August 2014 erwartet wird, im VN-Sicherheitsrat behandelt.
UNMIL führt auch die Planung der Übertragung der Sicherheitsverantwortung
auf nationale Kräfte durch. Die „Liberian National Police“ (LNP) plant bis zum
Abzug von UNMIL einen Aufwuchs der Polizeikräfte auf 8 000 Personen.
UNMISS (Südsudan)
Die Republik Südsudan erklärte am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Mit
Resolution 1996 (2011) hat der VN-Sicherheitsrat am 9. Juli 2011 die Mission der
Vereinten Nationen in Südsudan (UNMISS) eingerichtet, die die Republik
Südsudan beim Staatsaufbau unterstützen sollte.
Von Mitte Dezember 2013 bis Anfang Mai 2014 kam es in Südsudan zu
schweren kämpferischen Auseinandersetzungen infolge eines bereits länger
schwelenden Machtkampfes zwischen Präsident Salva Kiir und dem ehemaligen Vize-
Präsidenten Riek Machar. Wichtige politische Führungspersönlichkeiten
wurden verhaftet und u. a. des Hochverrats bezichtigt. Die Kämpfe breiteten sich
von der Hauptstadt in weitere Landesteile aus, v. a. nach Jonglei und die
nördlichen Ölregionen Unity und Upper Nile. Die Vereinten Nationen gehen von
Tausenden Toten aus. Über 1 Million Menschen sind auf der Flucht, davon
haben knapp 100 000 in Lagern von UNMISS Schutz gesucht.
Friedensverhandlungen wurden unter dem Schirm der IGAD (Intergovernmental Authority on
Development) in Addis Abeba aufgenommen, verlaufen aber schleppend. Ein
erster Waffenstillstand konnte von Vermittlern aus Äthiopien, Kenia und Sudan
am 23. Januar 2014 erreicht werden, wurde jedoch kurz darauf wieder
gebrochen. Am 9. Mai 2014 konnte das Waffenstillstandsabkommen erneuert werden.
Am 10. Juni 2014 wurde von den Streitparteien die Bildung einer
Übergangsregierung der nationalen Einheit binnen zwei Monaten sowie ein Dialogprozess
zu grundlegenden politischen Reformen im Südsudan vereinbart.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/2286Am 24. Dezember 2013 hatte der VN-Sicherheitsrat eine temporäre
Aufstockung der VN-Mission UNMISS durch Kräfte aus anderen
Friedensmissionen um 5 500 Soldatinnen und Soldaten auf 12 500 Soldatinnen und Soldaten
und um 423 auf 1 323 Polizistinnen und Polizisten beschlossen. Die Mission
EUAVSEC wurde am 17. Januar 2014 beendet. Am 27. Mai 2014 hat der VN-
Sicherheitsrat eine neue Resolution für die Friedensmission der Vereinten
Nationen im Südsudan (UNMISS) beschlossen, mit der eine neue
Prioritätensetzung innerhalb des Mandats für UNMISS vorgenommen wurde. Die derzeitigen
Prioritäten des Mandats von UNMISS liegen auf: (1) Schutz der
Zivilbevölkerung, insbesondere der Bevölkerung in den Flüchtlingslagern, (2) Sicherstellung
der humanitären Hilfe, (3) Beobachtung der Menschenrechtslage und (4)
Unterstützung des IGAD-Verhandlungsprozesses sowie die Sicherung der
Waffenstillstandsbeobachter der Regionalorganisation IGAD. Die Aufgaben des
Staatsaufbaus, die einen Großteil des ursprünglichen Mandats umfassten, sind
weitgehend entfallen. Zudem werden Kontingente der Regionalorganisation IGAD
(Intergovernmental Authority on Development) in die UNMISS-Struktur
eingegliedert. Die am 24. Dezember 2013 beschlossene temporäre Aufstockung von
UNMISS wird verstetigt. Das Mandat der Mission wurde bis zum 30. November
2014 verlängert.
UNAMID (Sudan)
Die Lage in Darfur ist nach wie vor volatil. Die Umsetzung des unter katarischer
Vermittlung am 14. Juli 2011 unterzeichneten Friedensabkommens für Darfur
zwischen der Regierung der Republik Sudan und dem Zusammenschluss von
Rebellengruppen „Liberation and Justice Movement“ (LJM) geht dennoch
voran. Die Rebellengruppen „Sudan Liberation Army“ (SLA) und „Justice and
Equality Movement“ (JEM) verweigerten sich nach wie vor einer Teilnahme an
den Friedensgesprächen und haben sich mit Rebellen in Südkordofan und Blue
Nile zur Sudan Revolutionary Front zusammengeschlossen. Teile des „Justice
and Equality Movement“ (JEM) haben am 10. Februar 2013 in Doha unter
katarischer Vermittlung mit der sudanesischen Regierung ein
Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und sind am 7. April 2013 dem Doha-
Friedensabkommen beigetreten. Auch 2014 kam es wieder zu Kämpfen zwischen Regierung
und Rebellen sowie zu blutigen Stammesauseinandersetzungen um Land und
Bodenschätze. Sie erschweren weiterhin die humanitäre Lage der Bevölkerung
in Darfur. Kriminalität und ethnische Auseinandersetzungen zwischen Stämmen
haben auch in der ersten Jahreshälfte 2014 zahlreiche Todesopfer gefordert. Es
hat wiederholt Überfälle auf UNAMID-Truppen gegeben. Der Leiter der
Mission, Mohamed Ibn Chambas, hat die nach wie vor friedensunwilligen
Rebellenführer zu Vermittlungsgesprächen in Kampala, Uganda, und Arusha,
Tansania, getroffen – jedoch ohne greifbares Ergebnis. Eine Annäherung
zwischen der Sudan Revolutionary Front und der Regierung in Khartum konnte
auch bei den Friedensgesprächen in Addis Abeba im Mai und Juni 2014 nicht
erreicht werden.
Der VN-Sicherheitsrat hat am 30. Juli 2013 mit Resolution 2113 (2013) das
Mandat von UNAMID für weitere 13 Monate bis zum 31. August 2014
verlängert.
EUPOL COPPS/EUBAM Rafah (Palästinensische Gebiete)
Die im Juli 2013 auf Initiative von US SoS John Kerry begonnenen
Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern liegen auf Eis, nachdem Israel in
Reaktion auf die Aussöhnungsvereinbarung zwischen PLO und Hamas am
23. April die Gespräche suspendiert hatte. Eine Wiederaufnahme der Gespräche
ist derzeit nicht absehbar.
Drucksache 18/2286 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDie Sicherheitslage im Westjordanland blieb im Berichtszeitraum angespannt;
zum Ende des Berichtszeitraums verschärfte sich die Eskalationsgefahr. Nach
der Entführung und Ermordung dreier israelischer Jugendlicher am 13. Juni im
Westjordanland, kam es im Rahmen der israelischen Suchaktion (Operation
„Brother’s Keeper“) zu umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und zur
Verhaftung von mehreren Hundert Palästinensern. Im ersten Halbjahr wurden
17 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland getötet
(erstes Halbjahr 2013: acht). Gewaltbereite Siedler beschädigen regelmäßig
palästinensische Olivenhaine, verunstalten Moscheen oder beschädigen
parkende Autos.
Auch im Gazastreifen war während und insbesondere nach dem
Berichtszeitraum eine deutliche Verschlechterung der Sicherheitslage zu beobachten.
Nachdem die Zahl der zivilen Opfer im Gazastreifen und im Süden Israels in den
zwölf Monaten nach der Ausrufung der von Ägypten ausgehandelten
Waffenruhe am 21. November 2012 den tiefsten Wert seit Beginn der zweiten Intifada
im September 2000 erreichte, kam es seit Ende 2013 wieder vermehrt zu
Mörsergranaten- und Raketenbeschuss vom Gazasteifen auf Israel sowie in der
Folge zu israelischen Artillerie- und Luftangriffen gegen Ziele in Gaza. Am
12. März 2014 erreichte die Eskalation einen vorläufigen Höhepunkt, als der
Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ) der in Vergeltung für die Tötung
dreier Mitglieder durch die israelische Armee über 70 Raketen von Gaza aus
Israel abfeuerte. Die israelische Armee beschoss daraufhin 29 Ziele in Gaza,
v. a. Ausbildungseinrichtungen des PIJ. Mit Beginn der Operation „Brother’s
Keeper“ nahm auch der Raketenbeschuss aus Gaza stetig zu (ca. 450
Raketenabschüsse seit Jahresbeginn).
Innerhalb des Westjordanlandes besteht grundsätzlich Bewegungsfreiheit für
Angehörige der Polizeimission. Die Auswirkungen der israelischen Präsenz
sowie fortbestehende Spannungen zwischen Hamas und Fatah prägen den Alltag.
Missionsangehörige sind aufgefordert, Orte gewaltsamer
Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern bzw. zwischen den palästinensischen
Fraktionen zu meiden. Darüber hinausgehende spezifische Risiken bestehen für
die Polizeimission nicht. Für den Gazastreifen gilt weiterhin eine Reisewarnung.
Zudem wird seit Ausbruch der gegenwärtigen Krise von nicht notwendigen
Aufenthalten innerhalb eines Radius von 40 km um den Gaza-Streifen abgeraten.
EUMM (Georgien)
Die Lage ist ruhig, aber nicht stabil. Das Gefährdungsrisiko wird vom
Europäischen Auswärtigen Dienst derzeit generell als „niedrig“ eingestuft, in der
Region entlang den Verwaltungslinien zu Süd-Ossetien und Abchasien als „mittel“.
Russische Grenztruppen setzen den Ausbau von Grenzanlagen zur Reduzierung
und besseren Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs an diesen Linien fort.
Nach wie vor kommt es zu vereinzelten Zwischenfällen an den
Verwaltungsgrenzen zu Abchasien und Süd-Ossetien, vor allem wenn Zivilpersonen die
Verwaltungsgrenze queren. In manchen Fällen werden Zivilisten kurzzeitig
festgenommen.
EUCAP Nestor (Dschibuti, Kenia, Seychellen)
Die politische Lage in Dschibuti und auf den Seychellen ist unverändert stabil;
die Sicherheitslage in Dschibuti hat sich hingegen verschlechtert. Am 24. Mai
2014 verübte die islamistische Terrororganisation al-Shabaab einen
Selbstmordanschlag in Dschibuti, bei dem u. a. auch drei deutsche, durch das Auswärtige
Amt sekundierte zivile Experten der EU-Mission EUCAP Nestor, zum Teil
schwer verletzt wurden. In Kenia kam es zu Anschlägen der al-Shabaab in
Nairobi und an der Küste.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/2286EUBAM Libyen
Die Sicherheitslage in Libyen hat sich verschärft. Der Staat hat weiterhin kein
Gewaltmonopol. Seit dem 16. Mai 2014 führt General a. D. Chalifa Haftar
Angriffe gegen islamistische Einheiten in Bengasi. Seine Operation tritt auf der
Stelle, polarisiert aber die Gesellschaft und ihre politischen Führer. Am 18. Mai
2014 stürmten Zintanmilizen das aus ihrer Sicht „pro-islamistische“ Parlament
in Tripolis.
Am 25. Juli 2014 fanden Parlamentswahlen statt, die ruhig und geordnet
abliefen. Landesweit mussten nur in einigen bekannten Orten wenige Wahllokale
aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben (Kufra, Sebha, Derna). Das neue
Parlament soll am 24. Juli 2014 zusammentreten. In den kommenden Monaten
soll eine neue Verfassung verabschiedet und anschließend ordentliche
Parlamentswahlen durchgeführt werden.
MINUSMA (Mali)
Nach der Abhaltung freier und fairer Präsidentschafts- und Parlamentswahlen
im zweiten Halbjahr 2013 sowie der Bildung einer legitimen Regierung ist der
Prozess der Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung formal abgeschlossen.
Staatspräsident Ibrahim Boubacar Keïta und Ministerpräsident Moussa Mara
können sich im Parlament auf eine Mehrheit von 115 (von insgesamt 147) Sitzen
stützen. Die politische Lage im Norden Malis bleibt fragil. Die malische Armee
erlitt im Mai 2014 eine schwere Niederlage in Kidal infolge von Unruhen und
Geiselnahmen. Im Süden des Landes ist die politische Lage weitgehend stabil.
Unter Beteiligung von Vertretern der Nachbarländer, der Organisation für
Islamische Zusammenarbeit (Organization of Islamic Cooperation – OIC), der
Vereinten Nationen und der Europäischen Union ist der Verhandlungsprozess nach
längerer Pause wieder aufgenommen worden.
Militärische Gefährdungslage
Die militärische Bedrohungslage für die Einsatzländer von Polizei und Zoll, in
denen auch die Bundeswehr eingesetzt wird, ist grundsätzlich unverändert zum
ersten Quartal 2014.
Auch bezüglich des Einsatzes UNMISS im Südsudan wird die Bedrohungslage
landesweit insgesamt weiterhin mit MITTEL bewertet, in den Bundesländern
Upper Nile und Unity aufgrund des seit Dezember 2013 andauernden
innersüdsudanesischen Konfliktes allerdings derzeit mit ERHEBLICH.
5. Wie viele Verbindungsbeamtinnen und -beamte des BKA halten sich derzeit
in welchen Ländern auf (bitte jeweils die Einsatzländer und -orte sowie die
zugehörige Zahl von Beamtinnen/Beamten angeben)?
Das Bundeskriminalamt hat aktuell 67 Verbindungsbeamte an 54 Standorten in
52 Staaten eingesetzt. Die Einzelheiten zu den Einsatzländern und den
personellen Besetzungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Drucksache 18/2286 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeStand: 3. Juli 2014
Im deutschen Verbindungsbüro bei Europol (Den Haag/NDL) sind aktuell fünf
Verbindungsbeamte des BKA eingesetzt. Darüber hinaus sind dort weiterhin je
ein Verbindungsbeamter der Bundespolizei, des Zolls und der Landespolizei
Baden-Württemberg sowie zwei Vertreterinnen der Landespolizei Nordrhein-
Westfalen tätig, die im Rahmen ihrer Tätigkeit zum BKA abgeordnet sind.
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Afghanistan Kabul 2 Nigeria Lagos 1
Ägypten Kairo 1 Oman Maskat 1
Albanien Tirana 1 Österreich Wien 1
Algerien Algier 1 Pakistan Islamabad 1
Argentinien Buenos Aires 1 Panama Panama-City 1
Brasilien Brasilia 1 Peru Lima 1
Brasilien Sao Paulo 1 Polen Warschau 2
Bulgarien Sofia 1 Portugal Lissabon 1
China Peking 2 Rumänien Bukarest 2
Dominikanische
Republik
Santo Domingo 1 Russische Föderation Moskau 2
Frankreich Paris 2 Saudi Arabien Riad 1
Ghana Accra 1 Schweden Stockholm 1
Griechenland Athen 1 Serbien Belgrad 1
Großbritannien London 2 Spanien Madrid 2
Indien Neu Delhi 1 Südafrika Pretoria 1
Indonesien Jakarta 1 Thailand Bangkok 2
Italien Rom 2 Tschechische Republik Prag 1
Jordanien Amman 1 Tunesien Tunis 1
Kasachstan Astana 1 Türkei Ankara 1
Kenia Nairobi 2 Türkei Istanbul 1
Kolumbien Bogotá 2 Ukraine Kiew 1
Kosovo Pristina 1 USA Washington 2
Kroatien Zagreb 1 Usbekistan Taschkent 1
Lettland Riga 1 Venezuela Caracas 1
Libanon Beirut 1 Vereinigte Arabische
Emirate
Abu Dhabi 1
Libyen Tripolis 1
Marokko Rabat 1
Mexiko Mexiko-City 1
Niederlande Den Haag 1
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/22866. Wie viele deutsche Polizeibeamte werden derzeit im Ausland als
a) Dokumentenberater,
Aktuell sind 39 Dokumenten- und Visumberater der Bundespolizei gemäß
nachfolgender Übersicht im Einsatz:
Stand: 20. Juli 2014
Land Einsatzort Anzahl
Ägypten Kairo 2
Algerien Algier 1
China Hongkong 1
China Kanton/Guangzhou 1
China Peking 2
China Shanghai 2
Ghana Accra 1
Indien Chennai 1
Indien Mumbai 1
Indien Neu Delhi 2
Iran Teheran 2
Jordanien Amman 2
Katar Doha 1
Kosovo Pristina 1
Malaysia Kuala Lumpur 1
Nigeria Lagos 3
Pakistan Islamabad 1
Russland Moskau 3
Russland St. Petersburg 1
Sri Lanka Colombo 1
Südafrika Pretoria 2
Thailand Bangkok 1
Türkei Ankara 1
Türkei Istanbul 1
Ukraine Kiew 1
Vereinigte Arabische Emirate Dubai 2
Vietnam Hanoi 1
Drucksache 18/2286 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeb) Sicherheitsbeamte,
Es sind 18 Sicherheitsbeamte der Bundespolizei gemäß nachfolgender
Übersicht im Einsatz.
Stand: 20. Juli 2014
c) grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte,
Es sind 19 PVB der Bundespolizei gemäß nachfolgender Übersicht als
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte im Einsatz.
Stand: 20. Juli 2014
Zusätzlich haben grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte Nebenakkreditierungen
in folgenden zwölf Ländern: Belgien, Malta, Slowakei, Lettland, Estland,
Österreich, Slowenien, Republik Moldau, Montenegro, Bosnien und Herzegowina,
Albanien, ejR Mazedonien.
Land/Ort Anzahl Land/Ort Anzahl
Afghanistan, Kabul 1 Türkei, Istanbul 1
Nigeria, Lagos 1 Usbekistan, Taschkent 1
USA, Washington D. C. 1 Indonesien, Jakarta 1
Indien, Neu Delhi 1 Pakistan, Islamabad 1
Pakistan, Karachi 1 Guatemala, Guatemala 1
Saudi Arabien, Riad 1 Ägypten, Kairo 1
Russland, Moskau 1 Iran, Teheran 1
Venezuela, Caracas 1 Ghana, Accra 1
China, Peking 1 Kolumbien, Bogotá 1
Land Anzahl Land Anzahl
Spanien 1 Ungarn 1
Frankreich 1 Kosovo 1
Niederlande 1 Serbien 1
Tunesien 1 Rumänien 1
Italien 1 Bulgarien 1
Ukraine 1 Griechenland 1
Kroatien 1 Türkei 1
Tschechische Republik 1 Russland 1
Polen 1 China 1
Litauen 1
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/2286d) Unterstützungskräfte sowie Berater in Fragen der Grenzsicherheit
eingesetzt
Mit Stand vom 30. Juni 2014 sind sieben PVB der Bundespolizei als
Unterstützungskräfte (Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland – GUA) bzw.
Berater wie folgt im Einsatz:
(bitte jeweils, d. h. zu jedem Unterpunkt, Einsatzländer und -orte sowie die
Zahl der eingesetzten Polizeibeamten nennen und angeben, ob sie vom
BKA, von der Bundespolizei oder einer Länderpolizei gestellt werden)?
e) In welche der durch die Verordnung (EG) Nr. 377/2004 des Rates vom
19. Februar 2014 zur Schaffung eines Netzes von Verbindungsbeamten
für Einwanderungsfragen geschaffenen örtlichen oder regionalen
Kooperationsnetze der Verbindungsbeamten der EU-Staaten für
Einwanderungsfragen sind die in den Fragen 6c und 6d genannten Kräfte
eingebunden?
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte der Bundespolizei in Drittstaaten
nehmen an den sog. ILO-Netzwerken (International Liaison Officer) gemäß
Verordnung (EG) 377/2004 in den Staaten China, Kosovo, Russland, Serbien, Bosnien,
Moldau, Albanien, Republik Mazedonien, Montenegro, Ukraine, Tunesien und
Türkei teil. Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland (GUA) nehmen
nicht an ILO-Netzwerken gemäß Verordnung (EG) 377/2004 teil, da deren
Einsatzgebiet sich auf EU-Mitgliedstaaten beschränkt.
7. Wie viele deutsche Polizeibeamte wurden im zweiten Quartal 2014 im
Rahmen der „Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den
Außengrenzen“ (FRONTEX) eingesetzt
a) als Dokumentenberater im Rahmen welcher Operationen, und an
welchen Standorten,
Es erfolgten keine Einsätze von Dokumentenberatern für FRONTEX.
Land Ort Anzahl Einsatzart
Griechenland Flughafen Thessaloniki 1 Bilateral
Griechenland Flughafen Athen 2 Bilateral
Griechenland Flughafen Heraklion 1 Bilateral
Griechenland Seehafen Patras 1 Bilateral
Griechenland Seehafen Igoumenitsa 1 Bilateral
Frankreich Flughafen Paris CDG 1 Bilateral
Drucksache 18/2286 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeb) als Mitarbeiter in der Warschauer Zentrale (bitte mit der jeweiligen
Funktion auflisten),
In der Warschauer Zentrale von FRONTEX waren im zweiten Quartal 2014
neun Bundespolizeibeamte gemäß nachfolgender Übersicht im Einsatz:
c) die im Rahmen von Operationen deutsches Gerät aus dem FRONTEX-
Ausrüstungspool (technical equipment pool) bedienen (bitte mit
Einsatzstandorten und jeweiligem Tätigkeitsprofil angeben),
Im zweiten Quartal 2014 befanden sich keine Einsatzmittel der Bundespolizei
aus dem technischen Zentralregister FRONTEX „Techniqual Equipment Pool“
und daher auch kein Personal der Bundespolizei zu deren Bedienung im Einsatz.
d) die im Einsatzstaat Maßnahmen zum screening (Identitätsfeststellung
etc.) von Personen durchführen, die ohne erforderliche Einreise- oder
Aufenthaltspapiere aufgegriffen wurden,
Es wurden keine Polizeivollzugsbeamte zum Screening eingesetzt.
e) als Mitglieder der „europäischen Grenzschutzteams“ im Rahmen von
gemeinsamen Aktionen, Pilotprojekten oder für Soforteinsätze zu
Grenzsicherungszwecken (bitte einzeln aufführen),
Funktion Anzahl
Head of Operations Division 1
Horizontal Coordinator (Operations Division) 1
Training Unit 2
Risk Analysis Unit (Operative Auswertung) 1
Air Border Sector 1
Return Operations Sector 2
Situation Centre 1
Maßnahme Anzahl
FRONTEX Joint Operation Poseidon Land 12
FRONTEX Joint Operation Western Balkan 2
FRONTEX Joint Operation Aeneas 1 (SGO)
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/2286f) im Rahmen gemeinsamer Rückführungsmaßnahmen unter der
Koordination von FRONTEX (bitte mit dem jeweiligen Zielstaat der
Maßnahme, den teilnehmenden EU-Staaten, Gesamtkosten und dem
deutschen Kostenanteil auflisten),
Statistische Erhebungen zu den Gesamtkosten und dem deutschen Kostenanteil
der eingesetzten deutschen Polizeibeamten werden nicht geführt.
g) im Rahmen weiterer FRONTEX-Maßnahmen (bitte Einsatzorte und
jeweilige Tätigkeit angeben),
und wie viele Erkenntnismeldungen oder sonstige Mitteilungen zu
besonderen Ereignissen gab es vonseiten der deutschen Kräfte an das
Bundespolizeipräsidium, und was war Inhalt dieser Meldungen?
Im Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2014 wurden keine
Erkenntnismitteilungen/-anfragen der GUA statistisch erfasst.
Nr. Datum Zielstaat Teilnehmende EU-Staaten Eingesetzte Escorts
(deutsche
Polizeivollzugsbeamte)
1 02.04.2014 Bosnien-Herzegowina
und Albanien
Frankreich, Finnland, Schweden,
Spanien
35
2 15.04.2014 Serbien Schweden 32
3 16.04.2014 Nigeria Niederlande, Ungarn, Norwegen,
Schweden, Frankreich, Polen,
Bulgarien, Spanien, Malta, Slowakei,
7
4 29.04.2014 Kosovo Österreich, Finnland, Schweden,
Frankreich, Ungarn
16
5 14.05.2014 Nigeria Italien, Bulgarien, Frankreich, Malta,
Norwegen, Portugal, Schweiz
7
6 03.06.2014 Kosovo Schweden, Norwegen, Ungarn 3
7 26.06.2014 Nigeria Österreich, Frankreich, Finnland,
Schweiz, Griechenland, Dänemark,
Slowakei
7
Land Ort Anzahl Tätigkeit
Ungarn Grenzübergang Röszke 3 First Line Officer
Ungarn Grenzübergang Tompa 3 First Line Officer
Ungarn Grenzübergang Zahony 1 First Line Officer
Kroatien Grenzübergang Bajakovo 3 First Line Officer
Polen Grenzübergang Terespol 1 First Line Officer
Griechenland Grenzübergang Kipi 2 First Line Officer
Bulgarien Grenzübergang Kalotina 1 First Line Officer
Finnland Flughafen Helsinki 1 Second Line Airport Officer
Niederlande Flughafen Amsterdam 1 Second Line Airport Officer
Schweden Flughafen Stockholm 1 Second Line Airport Officer
Drucksache 18/2286 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode8. An welchen weiteren internationalen Einsätzen auf der Grundlage des
Prümer Vertrages oder entsprechender bilateraler Abkommen (ausgenommen
die sogenannte Nacheile) haben deutsche Polizisten – soweit die
Bundesregierung Kenntnis davon hat – im zweiten Quartal 2014 teilgenommen?
a) Wann und wo fanden diese Einsätze jeweils statt (bitte angeben, in
welchen Einheiten bzw. in welchen Stäben/Dienststellen usw. die deutschen
Polizeikräfte eingesetzt waren)?
Am 21. Juni 2014 im Zeitraum von 19:00 Uhr bis 23:55 Uhr wurden der
Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein Einsatzkräfte der Bundespolizeiabteilung
Bad Bergzabern unterstellt.
b) Was waren Anlass und Zweck der Einsätze?
Die Einsatzkräfte waren am Bundespolizeirevier Basel Badischer Bahnhof für
eine mögliche Unterstützung der gemeinsamen operativen Dienstgruppe der
Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein bezüglich der Protestkundgebung „No
Border Train“ in Mailand eingesetzt.
c) Wie viele deutsche Polizisten waren daran beteiligt (bitte Herkunft nach
Länderpolizeien/Bundespolizei/BKA angeben)?
Insgesamt wurden acht Polizeibeamte zur Unterstützung entsandt.
d) Von wem gingen die Ersuchen aus?
Der Einsatzraum ist vom Gemeinschaftsabfertigungsabkommen in Verbindung
mit der geltenden Zonenvereinbarung erfasst.
e) Inwiefern haben die deutschen Polizisten von ihrer Befugnis zur
Anwendung unmittelbaren Zwangs Gebrauch gemacht?
Anlässlich des o. a. Einsatzes erfolgte seitens der Bundespolizei keine
Anwendung von unmittelbarem Zwang.
f) Welche Einsatzmittel und Fahrzeuge aus deutschen Beständen wurden
jeweils mitgeführt?
Die Ausstattung der Kräfte entsprach dem personenbezogenen
Ausstattungsnachweis. Zum Erreichen des Einsatzorts Basel Badischer Bahnhof wurden
Dienst-Kfz verwendet.
Des Weiteren wird auf den Antwortbeitrag der Bundesregierung auf
Bundestagsdrucksache 17/10877 sowie den dazugehörigen Vorbemerkungen
verwiesen.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/22869. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte haben
deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte im zweiten Quartal 2014
durchgeführt, bzw. an welchen waren sie beteiligt (bitte sowohl bereits
abgeschlossene als auch aktuell stattfindende sowie fortgesetzte Maßnahmen
angeben)?
Bundeskriminalamt
Ausbildungsmaßnahmen, die das BKA im zweiten Quartal 2014 zugunsten
ausländischer Sicherheitskräfte realisiert hat, einschließlich Stipendiaten:
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Bolivien multinationaler
Lehrgang
Polizeiliche
Einsatztaktiken und -methoden
(mit Peru)
16.06.2014 20.06.2014 0624 68701 15 000 €
(K)
Costa Rica Arbeitsbesuch Rauschgiftbekämpfung 19.06.2014 20.06.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Dominikanische
Republik
Lehrgang Polizeiliche
Einsatztaktiken und -methoden
12.05.2014 16.05.2014 0624 68701 11 081,99 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang Observation 23.06.2014 27.06.2014 0624 68701 15 000 €
(K)
Ghana Lehrgang Operative Analyse 10.06.2014 18.06.2014 0624 68701 10 000 €
(K)
Ghana Lehrgang
Diensthundführerausbildung
12.05.2014 01.08.2014 0624 68701 30 000 €
(K)
Kenia Lehrgang
Terrorismusbekämpfung
16.06.2014 20.06.2014 0624 68701 15 000 €
(K)
Kenia multinationaler
Lehrgang
Terrorismusbekämpfung (mit Ruanda)
23.06.2014 27.06.2014 0624 68701 10 000 €
(K)
Kenia Arbeitsbesuch Informationsaustausch
Aus- und Fortbildung
11.06.2014 20.06.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Libyen Arbeitsbesuch Personenschutz 05.05.2014 09.05.2014 0624 68701 6 661,69 €
Marokko Arbeitsbesuch Einsatz bei
Sportgroßveranstaltungen
24.04.2014 27.04.2014 0624 68701 11 487,65 €
Mexiko Lehrgang Polizeiliche
Einsatztaktiken und -methoden
26.05.2014 30.05.2014 0624 68701 15 000 €
(K)
Moldau Lehrgang Tatortarbeit 01.04.2014 03.04.2014 EU 15 000 €
(K)
Mongolei Arbeitsbesuch Personenschutz 25.05.2014 28.05.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Montenegro Arbeitsbesuch Zielfahndung 01.06.2014 30.07.2014 EU 6 000 € (K)
Nigeria Arbeitsbesuch
Terrorismusbekämpfung
15.06.2014 20.06.2014 0624 68701 5 764,74 €
Nigeria Lehrgang Operative Analyse 27.05.2014 04.06.2014 0624 68701 8 000 € (K)
Nigeria
Hundeausbildung
Diensthundewesen 12.05.2014 01.08.2014 0624 68701 30 000 €
(K)
Drucksache 18/2286 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeNigeria Arbeitsbesuch Besuch der Abteilung
KT
08.04.2014 11.04.2014 0624 68701 7 633,99 €
Palästinensische
Gebiete
Arbeitsbesuch AFIS-Sachverständiger
(Fachliche Betreuung)
01.06.2014 06.06.2014 0624 68701 2 240,74 €
Peru multinationaler
Lehrgang
Polizeiliche
Einsatztaktiken und -methoden
(mit Bolivien)
16.06.2014 20.06.2014 0624 68701 15 000 €
(K)
Ruanda multinationaler
Lehrgang
Terrorismusbekämpfung (mit Kenia)
23.06.2014 27.06.2014 0624 68701 10 000 €
(K)
Ruanda multinationaler
Lehrgang
Tatortarbeit (mit
Uganda)
07.05.2014 15.05.2014 0624 68701 14 809,68 €
Saudi-
Arabien
Arbeitsbesuch Personenschutz 23.06.2014 27.06.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Serbien Arbeitsbesuch Staatsschutz 21.06.2014 28.06.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Tansania Lehrgang Polizeiliche
Einsatztaktiken und -methoden
07.04.2014 11.04.2014 0624 68701 15 654,83 €
Tansania Arbeitsbesuch Informationsaustausch
Aus- und Fortbildung
11.06.2014 20.06.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Tunesien Arbeitsbesuch Hospitation
(Kfz-Bereich)
21.06.2014 29.06.2014 0624 68701 2 255,60 €
Tunesien Lehrgang
Terrorismusbekämpfung
19.05.2014 23.05.2014 0624 68701 8 818,57 €
Tunesien Lehrgang Umgang mit USBV
(Entschärferlehrgang )
16.06.2014 27.06.2014 0624 68701 15 596,23 €
Tunesien Arbeitsbesuch Delegationsbesuch 28.04.2014 30.04.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Tunesien Arbeitsbesuch Tatortarbeit nach
Spreng- und
Branddelikten
05.05.2014 08.05.2014 0624 68701 2 031,02 €
Tunesien Arbeitsbesuch Hundeausbildung 20.05.2014 22.05.2014 0624 68701 15 000 €
(K)
Türkei Arbeitsbesuch Konsultationen
Politisch motivierte
Kriminalität
13.05.2014 14.05.2014 0624 68701 14 403,49 €
Uganda Lehrgang Tatortarbeit
(mit Ruanda)
07.05.2014 15.05.2014 0624 68701 14 809,68 €
Uganda Arbeitsbesuch Informationsaustausch
Aus- und Fortbildung
11.06.2014 20.06.2014 0624 68701 6 000 € (K)
Usbekistan Lehrgang Kfz-Identifizierung 10.05.2014 17.05.2014 0624 68701 2 240,12 €
VAE Arbeitsbesuch IT, IT-Systeme 01.06.2014 03.06.2014 SZ – €
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 21 – Drucksache 18/2286Polizeiliche Aufbauhilfe Stipendiaten
EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Innenhilfe)
Aus der Tabelle gehen die Bezeichnung der Maßnahmen, die Ziele und Zeitraum
hervor. Die Maßnahmen finden wechselseitig in den EU-MS statt. Aufgaben
und Tätigkeiten sind Beratung und Ausbildung. Die Anzahl der DEU
Polizeibeamten und -beamtinnen liegt je nach Maßnahme zwischen zwei und zehn
Beamtinnen und Beamte. Die Kosten wurden bis zu 90 Prozent von der EU-
KOM GD Home getragen – der restliche Betrag wurde von DEU (oder Partner
EU-MS) finanziert.
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
China Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
China Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Ecuador Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Kenia Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Marokko Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Nigeria Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Palästinensische
Autonomiegebiete
Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Tunesien Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Uganda Stipendiat (Basismodul) DEU 03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 532 02)
Bezeichnung
ISEC 2010 GD
Home A4
ca. 18 000 € Home/2010/ISEC/AG/FINEC/001
Financial Investigations & Asset Confiscation –
Development & Implementation of Training Courses
17.03.2011–16.03.2014
ISEC 2010 GD
Home A4
ca. 99 000 € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1450
Establishment of a mobile competence team for the promotion of
the council decisions 200816151JHA + 200816161JHA
01.07.2011–30.06.2014
ISEC 2010 GD
Home A4
ca. 38 400 € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1449
European operational training for investigations against
pharmaceutical crime – TrainPharmCrime
01.11.2011–31.10.2014
ISEC 2010 GD
Home A4
ca. 70 700 € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1448
Post-blast investigation and IEDD (Improvised Explosive Device
Disposal) Training for Experts
22.08.2011–21.08.2014
ISEC 2010 GD
Home A4
ca. 200 € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 0001437
Development and Distribution of the European Vehicle
Identification Database (EuVID)
01.10.2011–30.09.2014
Drucksache 18/2286 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeISEC 2011 GD
Home A4
ca. 4 000 € HOME/2011/ISEC/AG/4000002504
Development of analytical methods for sensitive detection and
identification of organic gunshot residues (OGSR) based on
liquid chromatography-mass spectrometry (LC-MS) for routine
casework
01.01.2013–31.12.2015
ISEC 2011 GD
Home A4
ca. 3 600 € HOME/2011/ISEC/AG/4000002506
Research Network on Organised Crime 2013–2016
01.01.2013–31.12.2015
ISEC 2011 GD
Home A4
ca. 600 € HOME/2011/ISEC/AG/4000002489
Development, Preparation and Performance of an ENFSI
International Proficiency Test on Shot Range Estimation
01.01.2013–31.12.2015
ISEC 2011 GD
Home A4
ca. 4 100 € HOME/2011/ISEC/AG/4000002595
Cross-Border Surveillance Working group
14.11.2012–13.02.2015
ISEC 2011 GD
Home A4
ca. 3 600 € HOME/2011/ISEC/AG/4000002506
International Research Network on Organised Crime
2013–2016
01.03.2013–28.02.2016
ISEC 2012 GD
Home A4
0 € Home/2012/ISEC/FP/C1/4000003826
International Symposium 2013 and 2014 for Bomb Investigators
and Bomb Disposal Experts
01.03.2013–28.02.2015
ISEC 2012 GD
Home A4
0 € Home/2012/ISEC/AG/400004382
Cyber-OC – Scope and manifestations in selected EUmember
states
01.04.2014–31.03.2016
ISEC 2012 GD
Home A4
ca. 53 000 € HOME/2012/ISEC/AG/4000004330
Strengthening fight against Mobile Organised Crime Groups
(MOCG) from the Baltic Sea Region
01.01.2014–31.12.2015
ISEC 2012 GD
Home A4
ca. 31 500 € HOME/2012/ISEC/AG/4000004320
EU-Expert Meeting on Right Wing Extremism/Terrorism
(EU-EMRE/T 2014)
01.12.2013–30.11.2014
ISEC 2013 GD
Home Affairs
ca. 3 300 € HOME/2013/ISEC/FP/C1/4000005033
European Expert Network on Terrorism Issues (EENeT)
01.06.2014–31.05.2016
ISEC 2013 GD
Home Affairs
ca. 4 300 € HOME/2013/ISEC/FP/C1/4000005005
International Specialist Law Enforcement (ISLE)
02.06.2014–01.06.2016
Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 532 02)
Bezeichnung
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 23 – Drucksache 18/2286Bundespolizei
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Russland Stipendiaten Ausbildung
Teilnehmer am 29. RAL
(höherer Dienst)
12.09.2012–
30.09.2014
1 Stipendiat des
russischen
Grenzdienstes
Abrechnung
steht noch aus
0610
DEU
Vereinigte
Arabische
Emirate
Einweisung im Bereich
Luftsicherheit/Grenzpolizei
26.–27.05.2014 12 Angehörige
des ARE
Innenministeriums und
der
Sicherheitsbehörden
keine DEU
Bosnien und
Herzegowina
Schulung im Bereich
grenzpolizeiliche Auswertung/Analyse
12.–23.05.2014 1 Mitarbeiter des
BIH
Grenzschutzes
929,55 €
0610
DEU
Jordanien Informationsbesuch am
Flughafen Frankfurt/Main
16.–18.06.2014 1 Teilnehmer 82,32 €
0610
DEU
Libanon Schulungsmaßnahme bei der
Fa. Projektina in der Schweiz
05.–07.05.2014 5 Mitarbeiter des
Urkundenlabor,
Flughafen Beirut
0610 CHE
Libyen Einweisung im Bereich
Objektschutz
06.05.2014 5 Angehörigen der
LBY
Diplomatenpolizei
keine Kosten DEU
Nigeria Informationsbesuch an der
BPOLAK (Studien- und
Dialogprogramm der Konrad-
Adenauer Stiftung)
17.06.2014 10 Angehörige der
NGA
Sicherheitsbehörden,
2 Begleiter und
1 Dolmetscher
keine Kosten DEU
Tunesien Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
05.–16.05.2014 4 Angehörige der
TUN Grenzpolizei
Abrechnung
steht noch aus
0610
DEU
Palästinensische Gebiete
Stipendiaten Ausbildung
Teilnahme am Studienjahrgang
68. II Bundespolizei
(gehobener Dienst)
06/2012–
08/2014
3 Stipendiaten der
Palästinensischen
Zivilpolizei
Kosten in
2014:
23 019,19 €
0501
DEU
Palästinensische Gebiete
Einweisung in die
bahnpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung
12.06.2014 16 Angehörige der
Palästinensischen
Zivilpolizei
keine Kosten DEU
Frankreich Seminar zur
Kooperationsstrategien des BKA – DCI in
Nanterre/Frankreich
25.06.2014 0625 FRA
Israel Besprechung der Arbeitsgruppe
Luftsicherheit
12.–13.06.2014 2 Mitarbeiter der
israelischen
Sicherheitsbehörde ISA
0625 DEU
Japan Hospitation des neuen
japanischen Innen Attachés
07.–10.05.2014 1 Teilnehmer 0625 DEU
Drucksache 18/2286 – 24 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSlowakei Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
02.–06.06.2014 keine Kosten SVK
Turkmenistan Einweisung in den
Organisation und den Ablauf am
Flughafen München
30.06.–
02.07.2014
4 Vertreter
turkmenischer
Behörden,
2 Vertreter OSZE
keine Kosten DEU
USA Informationsbesuch von US
Rettungsassistenten im
Rahmen des Programms „Viginia
Association of Volunteer
Rescue Squads, German
Paramedic Exchange Program“
bei der BPOLI Kassel und dem
Flugdienst der Bundespolizei,
Einweisung in Bahnpolizei/
Grenzpolizei sowie des
Flugdienstes der Bundespolizei
08.05.2014 keine Kosten DEU
Bulgarien Arbeitspartnerschaft,
Hospitation Ermittlungsdienst
12.–23.05.2014 3 Teilnehmer 0625 DEU
Bulgarien Arbeitspartnerschaft;
Hospitation zur Optimierung
der Arbeitsabläufe einer
Kontaktdienststelle
23.–27.06.2014 0625 BGR
Bulgarien Arbeitspartnerschaft der
Flughäfen Frankfurt/Main und
München mit Flughafen Sofia,
Einweisung in die grenz-/
polizeiliche
Aufgabenwahrnehmung
01.–06.06.2014 7 Teilnehmer 110,93 €
0625
DEU
Bulgarien Praktikum bei BPOLI RO,
Grenz-/polizeiliche Aufgaben
Gruppenleiter
18.–30.05.2014 5 Angehöriger
der
Regionaldirektion Smolyan
keine Kosten DEU
Bulgarien Organisationsuntersuchung der
BGR Grenzpolizei
31.03.–
04.04.2014
und
12.–16.05.2014
0625 BGR
Kroatien Regionalseminar illegale
Immigration „Fight Against Illegal
Immigration Networks in
Southeast Europe“ in Zagreb/
Kroatien in Zagreb
14.–16.04.2014 393,97 €
0625
HRV
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 25 – Drucksache 18/2286Kroatien TAIEX Study Visit in Dtl.:
Ablauf/Verfahrensweise der
Grundausbildung und
Fortbildung für die Entsendung in
Polizeimissionen der
Europäischen Union – Länder –
angepasste Ausstattung von zu
entsendenden Polizeibeamten,
Beschaffung und Umsetzung/
Durchführung der Ausstattung
12.–15.05.2014 TAIEX HRV
Österreich Expertentreffen zum
Buntmetalldiebstahl
15.–16.05.2014 0625 AUT
Österreich/
Schweiz
Expertentreffen/
Erfahrungsaustausch zu Asyl- und
Fremdenwesen
22.–23.05.2014 0625 AUT
Belgien RAILPOL-Übung
„RAILEX IV“
08.–10.04.2014 0625 BEL
Belgien Workshop on return and
readmission including migrantsʼ
rights
29.–30.04.2014 0625 DEU
Belgien Erfahrungsaustausch
unerlaubten Einreise
20.05.2014 0625 BEL
Schweiz Expertentreffen 9. DEU-CHE-
Sicherheitsanalyse
14.05.2014 0625 DEU
Schweiz Fortbildungsveranstaltung –
Ausbildung zum „Fliegende
Einsatzleiter“
02.–04.06.2014 0625 CHE
Tschechien Seminar Gemeinsame
Einsatzformen
13.–15.05.2014 11 Teilnehmer
KRP CZE
454,73 €
0625
DEU
Tschechien Fortbildungsveranstaltung zur
Durchführung von
Diensthandlungen
06.05.2014 0625 DEU
Tschechien Expertentreffen zu
Entwicklungen der Sekundärmigration
05.–07.05.2014 0625 CZE
Tschechien Expertentreffen – Erstellung des
DEU-CZE-Lagebildes 2013
01.–03.04.2014 0625 CZE
Tschechien Arbeitsbesprechung
Gemeinsames Lagebild
13.05.2014 0625 DEU
Tschechien CZE-DEU-Urkundenseminar 26.–28.05.2014 0625 CZE
Tschechien Besprechung zur
Rückführungspraxis
12.–13.06.2014 7 Teilnehmer 0625 CZE
Tschechien Fortbildung
„Gemeinsame Streifen“
16.–20.06.2014 0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Drucksache 18/2286 – 26 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEstland Erfahrungsaustausch BSRBCC
BBC Meeting
08.–11.04.2014 0625 EST
Estland Seminar „Pleasure Boat
Identification“
06.–09.05.2014 Frontex EST
Frankreich Gemeinsame Übung mit der
SPAF Forbach
08.04.2014 0625 FRA/
DEU
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
Gemeinsame Zentren
07.–11.04.2014 0625 DEU
Frankreich Fortbildung „Rechtslage und
Praxis der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“
19.–23.05.2014 0625 DEU
Frankreich Besprechung zur Erstellung
gemeinsames DEU-FRA-
Lagebildes 2013
29.–30.04.2014 0625 DEU
Frankreich Erfahrungsaustausch –
Vorstellung eines franz. Absperr-Kfz
18.–20.05.2014 5 Teilnehmer 0625 DEU
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
Projekt Galileo
02.–07.06.2014 0625 FRA
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
Gemeinsame Zentren
02.–06.06.2014 0625 DEU
Frankreich Erfahrungsaustausch
Rückübernahmeabkommen
04.06.2014 0625 DEU
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
„Technische Maßnahme
Höhen- und Tiefenrettung“
15.–19.06.2014 3 Teilnehmer 0625 DEU
Frankreich Fortbildung Schießen Est-
SPAF Forbach
17.06.2014 57 Teilnehmer 0625 FRA
Frankreich Seminar zu
Kooperationsstrategie
25.06.2014 13 Teilnehmer 0625 FRA
Ungarn Erfahrungsaustausch zu Fragen
der Luftsicherheit
08.04.2014 2 Teilnehmer 0625 DEU
Luxemburg Fortbildung Urkundenexperten 12.–23.05.2014 1 Teilnehmer 0625 DEU
Malta Fortbildung Internationale
Polizeiarbeit
19.05.–
14.06.2014
1 Teilnehmer 0625 MLT
Niederlande Fortbildungsveranstaltung
„Reliable Sword 2014“
09.–17.05.2014 4 Teilnehmer 0625 NLD
Niederlande Vortrag INTERREG V A
Förderprogramm
02.04.2014 0625 DEU
Niederlande Vorbereitungsworkshop 29.–30.04.2014 0625 DEU
Niederlande Hospitation zum Thema
Bewältigung von
Großveranstaltungen
01.05.2014 0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 27 – Drucksache 18/2286Niederlande Expertentreffen zum Workshop
grenzüberschreitende
Observation
06.–07.05.2014 0625 DEU
Niederlande Expertentreffen „AG
Grenzkontrolltechnik“
14.05.2014 0625 DEU
Niederlande Erfahrungsaustausch im
Bereich Zusammenarbeit
Fortbildung
15.05.2014 1 Teilnehmer 0625 DEU
Niederlande Erfahrungsaustausch
unerlaubte Einreise
03.06.2014 0625 DEU
Niederlande Erfahrungsaustausch
Rückführung
12.06.2014 2 Teilnehmer 0625 DEU
Niederlande Expertentreffen zum Workshop
grenzüberschreitende
Observation
16.–18.06.2014 20 Teilnehmer 0625 DEU
Niederlande
Belgien
Großbritannien
Luxemburg
Workshop Rückführung 19.–20.06.2014 7 Teilnehmer 0625 NLD
Norwegen Operational Planning and
Coordination Meeting
26.–28.05.2014 0625 NOR
Polen Hospitation Ermittlungsdienst 03.–05.05.2014 0625 POL
Polen Schulungsmaßnahme
Gemeinsame Streifen
07.–11.04.2014 0625 POL
Polen Schulungsmaßnahme
Gemeinsame Streifen
01.–02.04.2014 0625 POL
Polen Workshop Polizeitrainer 31.03–
02.04.2014
0625 POL
Polen Fortbildungsveranstaltungen,
Tag der deutsch-polnischen
Ausbildung BPOLAK
15.–17.04.2014 30 Teilnehmer 0625 POL
Polen Expertentreffen AG Grenze 08.–09.04.2014 0625 POL
Polen Expertentreffen zur
Vorbereitung der Multiplikatoren
Schulung für
grenzüberschreitende Zusammenarbeit
06.–08.05.2014 3 Teilnehmer 0625 POL
Polen Fortbildungsveranstaltungen
Gemeinsames
Einsatzfahrtraining
07.–08.05.2014 6 Teilnehmer 0625 DEU
Polen Fortbildungsveranstaltungen
Gemeinsames
Einsatzfahrtraining
22.–23.05.2014 6 Teilnehmer 0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Drucksache 18/2286 – 28 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEine statistische Erhebung der Gesamtkosten/Teilnehmer für Veranstaltungen
aus dem Titel 0625 wird nicht geführt.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Polen Fortbildungsveranstaltung
Erkennen von
Urkundenfälschungen
27.05.2104 0625 POL
Polen Schulungsmaßnahme
Urkundendelikte, Kfz-
Kontrollen, Gemeinsame Streifen
02.06.2014 0625 DEU
Polen Sprachfortbildung 10.–16.06.2014 0625 DEU
Polen Berufsethisches Seminar 23.06.2014 0625 POL
Polen Schulungsmaßnahme Kfz-
Delikte
26.06.2014 0625 POL
Polen Fortbildungsveranstaltung
Multiplikatoren
30.06.–
04.07.2014
0625 DEU
Polen Berufsethisches Seminar 07.–13.07.2014 0625 POL
Polen Übung Teamtraining für
Mitarbeiter der gemeinsamen
deutsch-polnischen Dienststelle
16.–18.06.2014 6 Teilnehmer 0625 DEU
Polen Führungskräfteseminar 24.–26.06.2014 14 Teilnehmer 0625 POL
Polen Expertentreffen Schießlehrer 24.–25.06.2014 5 Teilnehmer 0625 DEU
Slowakei Aus- und Fortbildung
Urkundenkriminalität
02.–06.06.2014 0625 SVK
Land Bezeichnung Zeitraum Kosten/Titel Ort
Kroatien Arbeitsbesuch der kroatischen
Polizeileitung
29.04.–30.05.2014 956,19 € Deutschland
Kroatien Seminar/Hospitation
Präventionstag
11.05.–16.05.2014 7 716,06 € Deutschland
Kroatien Handbuch
Kontaktbereichsdienst Technische Prävention
26.06.–03.07.2014 4 172,46 € Deutschland
Kroatien Förderung und Entwicklung
der Kriminalprävention
30.06.–04.07.2014 5 605,78 € Deutschland
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 29 – Drucksache 18/2286a) Wie lauten die Bezeichnungen der Maßnahmen, und wo fanden bzw.
finden sie statt?
b) Was sind die Ziele der Maßnahmen, und über welchen Zeitraum
erstrecken sie sich?
c) Wie vielen und welchen ausländischen Sicherheitskräften wurde bzw.
wird welche Art der Ausbildung gewährt?
Zu den Fragen 9a bis 9c wird auf die Tabellen in der Antwort zu Frage 9
verwiesen.
d) Worin bestanden bzw. bestehen die Aufgaben und Tätigkeiten der
deutschen Polizeibeamtinnen und -beamten, und in welchen Stäben,
Einrichtungen und sonstigen Stellen waren bzw. sind sie vertreten?
Bei den Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben deutscher
Polizeivollzugsbeamter auf Ausbildung und Beratung. Im Übrigen wird auf die
Antwort zu Frage 1b verwiesen.
e) Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte waren jeweils an
den Maßnahmen beteiligt (bitte für die einzelnen Maßnahmen
detailliert ausweisen)?
Die Anzahl der an den Maßnahmen beteiligten Beamten wird nicht gesondert
erhoben.
f) Welche Kosten entstanden bzw. entstehen der Bundesrepublik
Deutschland für die Ausbildungsmaßnahmen, und aus welchen
Haushaltstiteln wurden diese bestritten?
Siehe hierzu obige Tabellen.
10. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte sind
für die nächste Zukunft geplant, welche Kosten werden dem Bund dafür
entstehen, und aus welchen Haushaltstiteln sollen diese bestritten werden
(bitte nach dem Schema der Fragen 9a bis 9f beantworten)?
Bundeskriminalamt
Nachfolgend sind die geplanten Ausbildungshilfen ab dem dritten Quartal 2014
dargestellt.
Land
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Dominikanische
Republik
Lehrgang Verhandlungen bei
Geiselnahmen und Entführungen
21.07.2014 25.07.2014 0624 68701 15 000 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang Operative Analyse
(multinational mit PAN,
CRI, MEX)
23.09.2014 01.10.2014 0624 68701 30 000 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit HTI)
04.08.2014 08.08.2014 0624 68701 10 000 €
Drucksache 18/2286 – 30 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeHaiti Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit DOM)
04.08.2014 08.08.2014 0624 68701 MLG
(siehe DOM)
Mexiko Lehrgang
Zahlungskartenkriminalität
21.07.2014 25.07.2014 0624 68701 15 000 €
Panama Lehrgang Operative Analyse
(multinational mit DOM, CRI,
MEX)
23.09.2014 01.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe DOM)
Mauretanien Lehrgang Tatortarbeit bei
Kapitaldelikten
03.09.2014 11.09.2014 0624 68701 10 000 €
Tunesien Lehrgang Tatortarbeit nach Spreng-
und Branddelikten
29.09.2014 10.10.2014 0624 68701 15 000 €
Kenia Lehrgang Tatortarbeit nach
Kapitaldelikten (Multinational mit
TZA, UGA)
30.07.2014 14.08.2014 0624 68701 30 000 €
Tansania Lehrgang Tatortarbeit nach
Kapitaldelikten (Multinational mit
KEN, UGA)
30.07.2014 14.08.2014 0624 68701 MLG
(siehe KEN)
Uganda Lehrgang Tatortarbeit nach
Kapitaldelikten (Multinational mit
TZA, KEN)
30.07.2014 14.08.2014 0624 68701 MLG
(siehe KEN
Oman
Arbeitsbesuch
Kriminaltechnik 13.07.2014 04.10.2014 0624 68701 6 000 €
Indien Lehrgang Ermittlungen bei
Geiselnahmen und Entführungen
22.09.2014 26.09.2014 0624 68701 15 000 €
Nigeria Lehrgang
Diensthundeführerausbildung
12.05.2014 01.08.2014 0624 68701 30 000 €
Ghana Lehrgang
Diensthundeführerausbildung
12.05.2014 01.08.2014 0624 68701 30 000 €
Costa Rica Lehrgang Operative Analyse
(multinational mit DOM, PAN,
MEX)
23.09.2014 01.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe DOM)
Mexiko Lehrgang Operative Analyse
(multinational mit DOM,
PAN, CRI)
23.09.2014 01.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe DOM)
Montenegro
Arbeitsbesuch
Zielfahndung 01.06.2014 30.07.2014 0624 68701 7 000 €
Libyen Lehrgang Sprachausbildung 01.08.2014 31.10.2014 0624 68701 7 000 €
Kenia Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit TZA, UGA,
ETH, RWA)
29.09.2014 02.10.2014 0624 68701 30 000 €
Land
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31 – Drucksache 18/2286Das BKA beteiligt sich darüber hinaus unter der Leitung Spaniens an dem EU-
finanzierten Projekt „EU Law Enforcement Support for the Fight against Drugs
in Peru“. Im Konsortium befinden sich ferner die EU-Staaten Frankreich,
Großbritannien, Niederlande und die Tschechische Republik. Konkrete
Trainingsinhalte müssen noch mit dem begünstigten Staat abgestimmt werden.
Am 3. Juli 2014 hat das Projekt aufgrund der Zeichnung des Vertrages durch die
spanische FIIAPP und die EU-Delegation in Lima offiziell begonnen. Die
Vorbereitung des Projektes vor Ort und damit auch die Phase der Bedarfserhebung
(Inception Phase) wird mit Umzug der Langzeitexperten aus Spanien,
Frankreich, Großbritannien und Deutschland in der 30. bis 32. Kalenderwoche 2014
beginnen.
Im Jahr 2013 wurde das Projekt „EuroEast Police“ zugunsten der Länder der
östlichen Partnerschaft (ÖP) Weißrussland, Ukraine, Moldau, Georgien,
Armenien und Aserbaidschan durch die Europäische Kommission mit einer
Projektlaufzeit von 48 Monaten und einem Budget von 5 Mio. Euro ausgeschrieben.
Deutschland hat sich als Partner in einem Konsortium, gemeinsam mit den
EU-Mitgliedstaaten Finnland, Frankreich, Litauen, Schweden sowie dem
International Centre for Migration Policy Development (ICMPD), unter der
Konsortialführerschaft von Polen, erfolgreich um die Durchführung beworben. Nach
formalem Projektbeginn zum 1. Januar 2014, hat das Projekt – nach notwendiger
Zeichnung eines Addendums – praktisch zum 17. März 2014 begonnen. Die
Beteiligung Weißrusslands ist zwischenzeitlich suspendiert worden. Derzeit
erfolgen im Rahmen einer dreimonatigen Bedarfserhebung (Inception Phase) die
Einrichtung der Kontaktstellen in allen beteiligten Ländern sowie die
Realisierung von Bedarfserhebungsreisen.
Es wird darauf hingewiesen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle
Kalkulationen fertiggestellt sowie Finanzierungen geklärt sind und dementsprechend
keine konkreten Angaben hierzu gemacht werden können.
Tansania Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit KEN, UGA,
ETH, RWA)
29.09.2014 02.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe KEN)
Uganda Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit KEN, TZA,
ETH, RWA)
29.09.2014 02.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe KEN)
Äthiopien Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit KEN, TZA,
UGA, RWA)
29.09.2014 02.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe KEN)
Ruanda Lehrgang Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(multinational mit KEN, TZA,
UGA, ETH)
29.09.2014 02.10.2014 0624 68701 MLG
(siehe KEN)
Land
Maßnahme
Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Drucksache 18/2286 – 32 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBundespolizei
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Afghanistan Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
3 Personen +
Dolmetscher
10 000 €
0610
DEU
Afghanistan Schulung Arbeitsabläufe in einer
Flughafendienststelle
3–4 Personen +
Dolmetscher
13 000 €
0610
DEU
Afghanistan Informations- und
Erfahrungsaustausch zum Aufgabenprofil
einer Polizeiakademie
10 000 €
0610
DEU
Albanien Schulung im Bereich der
Bekämpfung der Urkundenkriminalität FH
Tirana
3 500 €
0610
ALB
Albanien Schulung im Bereich der
Luftsicherheitskontrolle FH Tirana
3 500 €
0610
ALB
Algerien Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
3 × 5 Tage 100 0610 ALG
Algerien Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
5 Tage 20 1 000 €
0610
ALG
Vereinigte
Arabische
Emirate
Hospitation im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
2. HJ 4–5 Angehörige
der Abu Dhabi
Police
0610 ARE
Vereinigte
Arabische
Emirate
Schulungen im Bereich der
grenzpolizeilichen Auswertung
7–9 Tage 0610 ARE
Bosnien und
Herzegowina
Schulung von mobilen Einheiten
im Bereich Grenzschutz
7 466 €
0610
BIH
Bosnien und
Herzegowina
Unterstützung bei der Erstellung
einer Einsatzkonzeption für den
Einsatz mobiler Einheiten der
Grenzpolizei
3 000 €
0610
BIH
Bosnien und
Herzegowina
Unterstützung bei der Erstellung
einer Aus- und
Fortbildungskonzeption zum Trainingsschießen der
Grenzpolizei
4 000 €
0610
BIH
Bosnien und
Herzegowina
Schulung im Bereich Grenzpolizei September
2014
3 000 €
0610
BIH
China Erfahrungsaustausch/Hospitation 1 Woche 10 000 €
0610
CHN
China Erfahrungsaustausch/Hospitation 1 Woche 10 000 €
0610
CHN
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 33 – Drucksache 18/2286Ägypten Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
50–70 Teilnehmer 0610 CHN
Ghana Informationsbesuch von Vertretern
des Ghana Immigration Service am
Flughafen Frankfurt
2. HJ 2 2 700 €
0610
DEU
Hongkong Flughafenpartnerschaft 5 Tage 0610 DEU
Israel Erfahrungsaustausch im Bereich
Dienstpferdewesen
3 Tage 400 €
0610
Jordanien Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
10–15 Teilnehmer 0610 JOR
Kosovo Schulungen im Bereich
Urkundenkriminalität FH Pristina
2 500 €
0610
KOS
Kosovo Hospitation eines
Grenzkontrollbeamten KOS an einem deutschen
FH
1 2 000 €
0610
DEU
Montenegro Erfahrungs- und
Informationsaustausch Flughafen Köln/Bonn und
Flughafen Podgorica
3 000 €
0610
Mazedonien Evaluierung Flughafen Skopje
zur Feststellung des
Ausbildungsbedarfs
3 000 €
0610
MKD
Mazedonien Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
3 000 €
0610
MKD
Nigeria Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
0610 NGA
Oman Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
0610 OMN
Katar Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
4 Tage 10–15 Teilnehmer 0610 QAT
Katar Schulungen im Bereich der
Grenzkontrolle (1. und 2. Kontrolllinie)
4 Tage 10–15 Teilnehmer 0610 QAT
Serbien Erfahrungs- und
Informationsaustausch
3 000 €
0610
DEU
Serbien Schulungen im Bereich
Grenzpolizei
3 000 €
0610
SRB
Serbien Schulungen im Bereich
polizeiliche Auswertung/Analyse
2 000 €
0610
DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Drucksache 18/2286 – 34 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeInspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Planung der (grenz-)polizeilichen Ausbildungs- und Ausstattungshilfe
befindet sich aktuell in der Abstimmung. Es ist beabsichtigt die Zusammenarbeit
mit den ausländischen Sicherheitskräften analog 2013 auch in 2014
fortzusetzen.
Die Kosten der Maßnahmen sollen aus dem Kapitel 0610 Titel 687 07 getragen
werden.
Serbien Schulung im Bereich der
Bekämpfung der Urkundenkriminalität
2 000 €
0610
DEU
Serbien Seminar zur grenzpolizeilichen
Einreisekontrolle in SRB
2 500 €
0610
SRB
Tunesien Schulung im Bereich der
Bekämpfung der Urkundenkriminalität
5 Tage 15 800 €
0610
TUN
Tunesien Schulung im Bereich
grenzpolizeiliche Auswertung und Analyse
3 Tage 1 500 €
0610
Tunesien Schulung im Bereich
grenzpolizeiliche Auswertung und Analyse
5 Tage 10 2 500 €
0610
Türkei Arbeitspartnerschaft 10 Tage 0610
Türkei Gemeinsames Auswerteprojekt 5 Tage 0610
Afghanistan Informations- und
Erfahrungsaustausch
0501 AFG
Afghanistan Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität und Schulung im Bereich
Betreiben Leitstellen
0501 AFG
Afghanistan Schulungen im Bereich Aus- und
Fortbildung
0501 AFG
Palästinensische Gebiete
Qualifizierungsmaßnahme im
Bereich Objektschutz
hier: Methodik- und Didaktik-
Training
24 Tage 15 0501
Palästinensische Gebiete
Qualifizierungsmaßnahme im
Bereich Objektschutz
hier: Mentoring
5 Tage 20 4 000 €
0501
Palästinensische Gebiete
Evaluierung im Bereich
Objektschutz
5 Tage 5 300 €
0501
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausländischen
Sicherheitskräfte
Kosten/Titel Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 35 – Drucksache 18/228611. In welchem Rahmen sind außerdem noch deutsche Polizistinnen und
Polizisten bzw. Zollbeamtinnen und -beamte im Ausland eingesetzt, und
welche Tätigkeiten verrichten sie dort (bitte nach Einsatzländern und
-orten sowie Zugehörigkeit zu Bundesländern/BKA/Bundespolizei
aufgliedern)?
Bundeskriminalamt
Seit dem 1. September 2012 ist ein Beamter des Zeugenschutzes (ZD 36) des
Bundeskriminalamtes in Ruanda eingesetzt. Das Referat IK 13 hat hier
organisatorisch unterstützt. Durch seinen Einsatz sollen Verfahren bei den OLG
Stuttgart und Frankfurt wegen des Verdachts des Verbrechens gegen die
Menschlichkeit und Kriegsverbrechen unterstützt werden.
Bundespolizei
Die Bundespolizei setzt Polizeibeamte für den Hausordnungs- und
Objektschutzdienst an folgenden deutschen Auslandsvertretungen ein:
Afghanistan Kabul Israel Tel Aviv Pakistan Karachi
Islamabad
Afghanistan Mazar-e Sharif Italien Rom Palästinensische
Gebiete
Ramallah
Ägypten Kairo Jemen Sanaa Polen Warschau
Albanien Tirana Jordanien Amman Russland Moskau
Kambodscha Phnom Penh Russland Kaliningrad
Algerien Algier Kasachstan Almaty Russland St. Petersburg
Kasachstan Astana Saudi-Arabien Riad
Aserbaidschan Baku Kenia Nairobi Senegal Dakar
Äthiopien Addis Abeba Kirgisistan Bischkek Serbien Belgrad
Bangladesch Dhaka Kolumbien Bogotá Simbabwe Harare
Belarus Minsk Kongo, DR Kinshasa Spanien Madrid
Belgien (EU) Brüssel Korea, DV Pjöngjang Sri Lanka Colombo
Belgien (NATO) Brüssel Kosovo Pristina Sudan Khartum
Bosnien und
Herzegowina
Sarajewo Kroatien Zagreb Tadschikistan Duschanbe
Brasilien Brasilia Kuba Havanna Thailand Bangkok
Tschad N’Djamena
Bulgarien Sofia Kuwait Kuwait Tschechische
Republik
Prag
Tunesien Tunis
Burkina Faso Ouagadougou Libanon Beirut Türkei Ankara
China Peking
Shenyang
Libyen Tripolis Türkei Istanbul
Côte d’Ivoire Abidjan Mali Bamako Türkei Izmir
Frankreich Paris Marokko Rabat Ukraine Kiew
Georgien Tiflis Mauretanien Nouakchott Ungarn Budapest
Drucksache 18/2286 – 36 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDarüber hinaus hat die Bundespolizei zwei Polizeiberater im Einsatz. Diese sind
für fachliche Beratung sowie Informationssteuerung und -gewinnung
verantwortlich. Die Polizeiberater befinden sich an der Ständigen Vertretung der
Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York (1) und an der
Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen
Union in Brüssel (1). Ferner ist ein Bundespolizist beim Zivilen Planungs- und
Durchführungsstab des Europäischen Auswärtigen Dienstes in Brüssel als
sogenannter No-Cost-Expert eingesetzt.
Zudem sind Bundespolizisten an vier Standorten als Personenschützer
eingesetzt.
Darüber hinaus sind folgende Maßnahmen zu nennen:
Zoll
Im Rahmen multilateraler Institutionen, z. B. der Europäischen Union, der
OSZE, der Vereinten Nationen und den daraus resultierenden Vereinbarungen
(z. B. Partnerschafts- und Kooperationsabkommen) finden in Form von
Verwaltungszusammenarbeitsprojekten (z. B. Twinning), kleineren Projekten (z. B.
TAIEX) oder Einzelmaßnahmen auch Auslandseinsätze von deutschen
Zollbeamtinnen und Zollbeamtenbeamten statt. Diese dienen ausschließlich dem
Aufbau von zollfachlichen Verwaltungskapazitäten in den begünstigten
Ländern. Zudem sind 17 Zollverbindungsbeamte in Ländern eingesetzt, mit denen
eine enge zollfachliche Zusammenarbeit besteht oder angestrebt wird.
Griechenland Athen Mazedonien Skopje USA Washington
Großbritannien London USA (GK) New York
Indien New Delhi Moldau Chişinău USA (VN) New York
Indonesien Jakarta Nigeria Abuja Usbekistan Taschkent
Irak Bagdad Nigeria Lagos Vietnam Hanoi
Irak Erbil Pakistan Islamabad
Iran Teheran
Land Bezeichnung/Funktion Zeitraum
Palästinensische
Gebiete
1 Polizeiberater am Deutschen Vertretungsbüro Ramallah
(gehobener Dienst)
Entsendung über BMI
seit Oktober 2013
(Maßnahme dauert an)
Palästinensische
Gebiete
1 Polizeiberater (Verwendung als Course Director in der
Palästinensischen Akademie in Jericho (höherer Dienst)
Entsendung über BMI
seit September 2013
(Maßnahme dauert an)
Libanon 1 Polizeiberater/Verbindungsbeamter an der Deutschen
Botschaft im Libanon
Entsendung über BMI
seit Januar 2013
(Maßnahme dauert an)
Vereinigte Arabische
Emirate
1 Luftsicherheitsverbindungsbeamter in Abu Dhabi Maßnahme dauert an
Niederlande EUROPOL
1 Verbindungsbeamter
1 Nationale Expertin im Bereich Serious and Organised
Crime to Focal Point Checkpoint Department, Operations
Department Business Area
Maßnahme dauert an
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 37 – Drucksache 18/2286Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Im Verantwortungsbereich des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der
Länder sind derzeit keine Polizeivollzugsbeamten im Ausland eingesetzt.
12. Welche materiellen Ausstattungshilfen sind ausländischen
Sicherheitsbehörden in diesem Jahr bislang geliefert sowie zum gegenwärtigen
Zeitpunkt zugesagt, aber noch nicht geliefert worden (bitte konkrete
Empfänger, jeweilige Ausstattung und deren Wert angeben)?
Bundeskriminalamt
Nachfolgend sind bereits umgesetzte und offene Ausstattungshilfen des zweiten
Quartals 2014 aufgelistet. Darunter befinden sich auch einige im Haushaltsjahr
2013 initiierte Maßnahmen, welche erst im laufenden Jahr umgesetzt werden
können.
Land Empfänger Bezeichnung Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation Zahlung
Äthiopien EFP, Ethiopian Federal
Police
Logistik
Diensthundewesen
0624 68701 20 000 €
Äthiopien EFP, Ethiopian Federal
Police
Kfz für Ethiopian
Federal Police
0610 68701 123 157,79 €
Dominikanische
Republik
Drogenkontrollbehörde
DNCD-DAI,
Internationale Abteilung
Drug-Wipe-Tests 0624 68701 2 857,19 €
Dominikanische
Republik
Nationalpolizei, DICAT IT-Technik 0610 68707 12 553,48 €
Dominikanische
Republik
Drogenkontrollbehörde
DNCD-DAI
Observationsfahrzeuge
0610 68707 40 000 €
Haiti Antidrogenbehörde der
Nationalpolizei BLTS
Drug-Wipe-Tests 0624 68701 2 857,19 €
Jordanien jordanische Polizei
Kriminallabor/Kriminaltechnik
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
0624 68701 21 000 €
Kenia Kenya Police, CID
(Criminal Investigation Dept.)
Kraftfahrzeuge
(Toyota Probox)
0610 68707 67 500 €
Kenia Kenya Police, CID
(Criminal Investigation Dept.)
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
0610 68707 21 000 €
Kenia Kenya Police, CID
(Criminal Investigation Dept.)
IT-Technik 0624 68701 28 160,53 €
Kenia Kenya Police, CID
(Criminal Investigation Dept.)
Motorräder 0624 68701 26 466,32 €
Kenia Kenya Bomb Disposal
Unit (BDU)
Toyota Hilux 0624 68701 19 457,78 €
Mauretanien Direction Générale de la
Sureté Nationale DGSN/
Gendarmerie
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
0624 68701 21 000 €
Drucksache 18/2286 – 38 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBundespolizei
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Tunesien Police Nationale 3 Tatortfahrzeuge
(inkl. Umbau)
0610 68707 136 000 €
Tunesien Police Nacionale Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
0624 68701 21 000 €
Uganda CIID Forensic Department,
Criminal Intelligence and
Investigation Directorate
CIID
Fotoausrüstung 0624 68701 13 994,05 €
Land Bezeichnung Zeitraum Kosten/Titel
Algerien Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(150 Stk. Fadenzähler/75 Stk. UV-
Handlampen)
geplant noch nicht bekannt
0610
Algerien Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(20 Stk. Doku-Viewer mit Tasche)
geplant 1 780 €
0610
Ägypten Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(75 Stk. Doku-Viewer mit Tasche)
geplant 6 500 €
0610
Burkina Faso Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(20 Stk. Doku-Viewer mit Tasche)
geplant 1 800 €
0610
Jordanien Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(15 Stk. Doku-Viewer)
geplant 1 400 €
0610
Nigeria Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(25 Stk. Doku-Viewer)
geplant 2 400 €
0610
Serbien Ausstattungshilfe: Dokumentenlesegeräte
(bis zu 50 Stk.)
geplant Kosten noch nicht bekannt
0610
Tunesien Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik geplant 418 500 €
0501
Griechenland Ausstattungshilfe: Dokumentenprüftechnik
(30 Stk. Doku-Viewer)
geplant 2 800 €
0625
Land übergebene Ausstattungshilfe
Ausstattung Wert
KRO IT – für ein kriminalpolizeiliches Beratungszentrum 4 060 €
Land zugesagte Ausstattungshilfe für 2014
Ausstattung Wert
MDA 1 Fahrzeug (für mobile Präventionsarbeit) 20 000 €
MDA Ausbau eines Fahrzeugs (für mobile Präventionsarbeit) 45 000 €
MDA 10 Alkoholmessgeräte 25 000 €
Land Empfänger Bezeichnung Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation Zahlung
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]