[Deutscher Bundestag Drucksache 18/2986
18. Wahlperiode 27.10.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Jan van Aken,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/2838 –
Polizei- und Zolleinsätze im Ausland (Stand: drittes Quartal 2014)
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Auslandseinsätze von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten entwickeln sich
immer mehr zu einem Mittel deutscher und EU-Außenpolitik. Die
Militärdoktrin der Europäischen Union, die Europäische Sicherheitsstrategie, sieht
ausdrücklich den kombinierten Einsatz militärischer und ziviler (d. h. auch
polizeilicher) Mittel vor, um „einen besonderen Mehrwert“ zu erzielen.
Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen besorgniserregend.
So leistet sie der Vermischung von polizeilichen und militärischen
Zuständigkeiten Vorschub. Die Grenzen zwischen Polizei und Militär drohen zu
verschwimmen. Das gilt umso mehr, als gerade bei Einsätzen in Kriegs- und
Krisengebieten Polizisten immer wieder in lebensbedrohliche Situationen kommen.
Diese dienen dann wiederum als Legitimation für eine Aufrüstung der Polizei,
bis hin zu Überlegungen, schwerbewaffnete Einheiten der Bundespolizei
speziell für Auslandseinsätze aufzustellen.
Hinzu kommt, dass für polizeiliche Auslandseinsätze keinerlei parlamentarische
Zustimmung erforderlich ist. Je nach Rechtsgrundlage ist noch nicht einmal die
Information des Deutschen Bundestages vorgeschrieben. Damit wird ein
wichtiger Bereich der Außenpolitik der parlamentarischen Kontrolle entzogen.
Bedenklich ist dies vor allem wegen der gerade bei Einsätzen in Kriegs- und
Krisengebieten stets vorhandenen Eskalationsgefahr. Bei Einsätzen aufgrund
des § 65 des Bundespolizeigesetzes (BPolG) hat der Deutsche Bundestag nicht
einmal ein verbrieftes Rückholrecht.
Ähnliches gilt für Einsätze von Zollbeamtinnen und Zollbeamten.
Schließlich gewinnen internationale Einsätze innerhalb der Europäischen Union
zunehmend an Bedeutung. Einsätze ausländischer Polizisten in Deutschland
sowie deutscher Polizisten im (EU-)Ausland auf der Grundlage des Prümer
Vertrages oder bilateraler Abkommen unterliegen ebenfalls keiner
parlamentarischen Kontrolle. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 24. Oktober 2014
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/2986 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeVo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Kleine Anfrage beinhaltet Fragen, die im Wesentlichen identisch sind mit den
Fragen der Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. vom 1. September 2008
(Bundestagsdrucksache 16/10182), vom 20. November 2008
(Bundestagsdrucksache 16/11009), vom 9. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11341),
vom 22. April 2009 (Bundestagsdrucksache 16/12773), vom 27. Juli 2009
(Bundestagsdrucksache 16/13849), vom 12. November 2009 (Bundestagsdrucksache
17/26) vom 26. Februar 2010 (Bundestagsdrucksache 17/866), vom 3. Juni 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1923), vom 18. August 2010
(Bundestagsdrucksache 17/2769), vom 8. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3640), vom
9. Februar 2011 (Bundestagsdrucksache 17/4729), vom 16. Mai 2011
(Bundestagsdrucksache 17/5830), vom 14. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6598),
vom 18. Oktober 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7346) vom 26. Januar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8503), vom 20. April 2012 (Bundestagsdrucksache
17/9349), vom 25. Juli 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10384), vom 11. Oktober
2012 (Bundestagsdrucksache 17/10966), vom 2. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12309), vom 23. April 2013 (Bundestagsdrucksache 17/13209),
vom 30. Juli 2013 (Bundestagsdrucksache 17/14453), vom 22. November 2013
(Bundestagsdrucksache 18/84), vom 24. Februar 2014 (Bundestagsdrucksache
18/469), vom 16. April 2014 (Bundestagsdrucksache 18/1189) und vom 18. Juni
2014 (Bundestagsdrucksache 18/2148).
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Antworten der
Bundesregierung vom 17. September 2008 (Bundestagsdrucksache 16/10252),
vom 8. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11314), vom 5. Januar 2009
(Bundestagsdrucksache 16/11548), vom 11. Mai 2009 (Bundestagsdrucksache
16/12968), vom 14. August 2009 (Bundestagsdrucksache 16/13897), vom
27. November 2009 (Bundestagsdrucksache 17/84), vom 15. März 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1006), vom 22. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache
17/2264), vom 3. September 2010 (Bundestagsdrucksache 17/2845), vom
25. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3931), vom 28. Februar 2011
(Bundestagsdrucksache 17/4939), vom 1. Juni 2011 (Bundestagsdrucksache
17/6034), vom 29. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6710), vom 8.
November 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7617), vom 15. Februar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8688), vom 8. Mai 2012 (Bundestagsdrucksache 17/9536), vom
10. August 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10450), vom 29. Oktober 2012
(Bundestagsdrucksache 17/11251), vom 26. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12469), vom 10. Mai 2013 (Bundestagsdrucksache 17/13487), vom
14. August 2013 (Bundestagsdrucksache 17/14552), vom 10. Dezember 2013
(Bundestagsdrucksache 18/154), vom 27. Februar 2014
(Bundestagsdrucksache18/676), vom 5. Mai 2014 (Bundestagsdrucksache 18/1321) und vom
5. August 2014 (Bundestagsdrucksache 18/2286) verwiesen. Veränderungen
werden ergänzend dargestellt.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/29861. An welchen Missionen auf Grundlage von § 8 Absatz 1 BPolG sind deutsche
Polizistinnen und Polizisten (bitte nach Bundesländern, Zugehörigkeit zur
Bundespolizei bzw. zum Bundeskriminalamt – BKA – aufgliedern) sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte derzeit beteiligt?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte sind dabei
jeweils eingesetzt?
Stand: 12. Oktober 2014
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen angeben)?
Stand: 12. Oktober 2014
Die in den Missionen der Vereinten Nationen (VN) und der Europäischen
Union (EU) eingesetzten Polizeivollzugsbeamtinnen und
Polizeivollzugsbeamten (PVB) des Bundes und der Länder sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamten
nehmen die der Polizei und dem Zoll mit Mandat zugewiesenen Aufgaben wahr.
Der Einsatz der PVB sowie der Zollbeamtinnen und Zollbeamten liegt in der
Verantwortung des Mandatgebers (VN/EU) und erfolgt nach dem jeweiligen
Bedarf innerhalb der Mission.
UNMIK EUMM GEO UNMIL UNMISS UNAMID
EUPOL
COPPS
EUBAM
MD/UA
EUPOL
AFG EULEX
EUCAP
Nestor MINUSMA
EUBAM
Libyen
EUAM
Ukraine
Bundespolizei 0 0 0 0 3 0 3 6 19 0 2 1 1
BKA 0 0 0 0 0 1 0 1 1 0 0 0 0
Zoll 0 0 0 0 0 0 5 0 0 0 0 0 0
Länderpolizeien 0 5 5 7 2 3 0 16 44 3 6 1 4
Gesamt 0 5 5 7 5 4 8 23 64 3 8 2 5
UNMIL, Liberia Monrovia (5)
UNMISS, Süd Sudan Juba, Torit, Rumbek, Aweil (7)
MINUSMA, Mali Bamako, Mopti (5)
UNAMID, Darfur El Fasher, Tawila, Habila (5)
UNMIK, Kosovo keine deutschen PVB im Missionsgebiet
EULEX, Kosovo Gesamt Kosovo (64)
EUPOL AFG, Afghanistan Kabul, Mazar-e Sharif (23)
EUMM, Georgien Gori, Mtskheta, Zugdidi (5)
EUCAP Nestor, Dschibuti Dschibuti (3)
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine Odessa, Besarabeasca, Kotovsk, Chişinău, Kurchuhan (8)
EUPOL COPPS, Palästinensische Gebiete Westbank (2)
EUBAM Libyen Deutschland (2)
EUAM Ukraine Kiew (5)
Drucksache 18/2986 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodec) Welche tatsächliche Gesamtstärke haben die Missionen derzeit?
Stand: 12. Oktober 2014
d) Welche Missionen mit deutscher Beteiligung sind im dritten Quartal 2014
neu hinzugekommen (bitte die rechtliche Grundlage sowie Mandatsgeber
und Missionsträger angeben, die Mandatsobergrenze nennen sowie den
Auftrag der eingesetzten deutschen Kräfte bezeichnen), und inwiefern hat
es Mandatsänderungen bei den bereits bestehenden Missionen gegeben?
Im Berichtszeitraum ist die EU Advisory Mission for Civilian Security Sector
Reform Ukraine (EUAM Ukraine) hinzugekommen. Grundlage ist der
Ratsbeschluss der Europäischen Union vom 22. Juli 2014. Ein schrittweiser Aufbau
der Mission ist vorgesehen, momentan geplant sind ca. 100 Internationale. Die
nationale Grundlage für die Beteiligung an der Mission ist der
Kabinettbeschluss der Bundesregierung vom 17. September 2014. Er sieht eine Beteiligung
mit bis zu 20 Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamten des
Bundes und der Länder vor, die durch Beratung bei der Restrukturierung des zivilen
Sicherheitssektors, einschließlich der Polizei und Rechtsstaatsaufbaus
unterstützen sollen.
e) Wann werden die Missionen voraussichtlich beendet sein?
Mission
Gesamtstärke
Zoll/Polizei
UNMIL, Liberia 1 362
UNMISS, Südsudan 563
UNAMID, Sudan 3 073
MINUSMA, Mali 1 019
UNMIK, Kosovo 9
EULEX, Kosovo 836
EUPOL AFG, Afghanistan 272
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine 100
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 58
EUMM, Georgien 175
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia 79
EUBAM Libyen 57
Mission
derzeitiges
Mandatsende
UNMIK, Kosovo offen
UNMIL, Liberia 31. Dezember 2014
UNMISS, Südsudan 30. November 2014
UNAMID, Sudan 30. Juni 2015
MINUSMA, Mali 30. Juni 2015
EUPOL AFG, Afghanistan 31. Dezember 2016
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine 1. Dezember 2015
EULEX, Kosovo 14. Juni 2016
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 30. Juni 2015
EUMM, Georgien 15. Dezember 2015
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen,
Somalia
12. Dezember 2016
EUBAM Libyen 21. Mai 2015
EUAM Ukraine 15. September 2016
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/2986f) Inwieweit beabsichtigt die Bundesregierung eine Veränderung
hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs der deutschen Beteiligung, und bis
wann soll diese umgesetzt sein (bitte ggf. konkrete Angaben machen
und Zahlen zu den einzelnen Missionen bzw. Einsätzen nennen)?
Aktuell sind keine Veränderungen hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs
der deutschen Beteiligung geplant.
2. An welchen Einsätzen auf der Grundlage von § 65 Absatz 2 BPolG (ohne
kurzfristige Ausbildungslehrgänge im Sinne nachfolgend aufgeführter
Fragen) waren bzw. sind deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im dritten Quartal 2014 beteiligt (bitte nach
Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei bzw. zum BKA
aufgliedern)?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte waren
bzw. sind dabei jeweils eingesetzt?
Deutsches Polizeiprojektteam (im Folgenden GPPT) Afghanistan
Stand: 12. Oktober 2014
Gesamt: 74 Beamtinnen und Beamte, davon 39 Bund (BKA/BPOL) und
35 Länder
Projekt Saudi-Arabien
Im dritten Quartal 2014 waren insgesamt 23 Beamte (BPOL) im Projekt zur
Modernisierung des Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
waren bzw. sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen
angeben)?
GPPT Afghanistan
Stand: 12. Oktober 2014
Ort Verwendung Anzahl
Kabul
Sicherheit/Administration/Stab 28
Akademie 25
Flughafen 26
IPCB-S 23
NTMA 25
Sicherheit/Administration/Stab 15
Mazar-e Sharif Flughafen 24
Transition 26
Drucksache 18/2986 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSaudi-Arabien (gesamtes drittes Quartal 2014)
Stand: 14. Oktober 2014
c) Welche tatsächliche Gesamtstärke haben die Einsätze derzeit?
Deutsches Polizeiprojektteam (GPPT)
Die Gesamtstärke entspricht der deutschen Beteiligung.
Projekt Saudi-Arabien (Stand: 14. Oktober 2014)
Derzeit sind 16 Beamte der Bundespolizei im Projekt zur Modernisierung des
Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
d) Welche Einsätze mit deutscher Beteiligung sind im dritten Quartal 2014
neu hinzugekommen, und inwiefern hat es relevante Änderungen (vor
allem Auftrag, Zweck, Durchführung und Kräfteansatz) bei den bereits
bestehenden Einsätzen gegeben?
Es sind keine Einsätze nach § 65 Absatz 2 BPolG hinzugekommen. Auf die
Antwort zu Frage 1d wird verwiesen.
3. Welche Informationen liegen der Bundesregierung bezüglich
sicherheitsrelevanter Vorfälle vor, in die deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im dritten Quartal 2014 involviert bzw.
denen sie ausgesetzt waren?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse bezüglich sicherheitsrelevanter
Vorfälle vor, in die deutsche Polizistinnen und Polizisten oder Zollbeamtinnen
und Zollbeamte involviert bzw. denen sie ausgesetzt waren.
4. Wie bewertet die Bundesregierung die politische und militärische
Gefährdungslage in den jeweiligen Einsatzgebieten (bitte Veränderungen
darstellen)?
Politische Lage
EUBAM (Moldau)
Die formellen 5+2-Gespräche zur Lösung des Transnistrienkonflikts stagnieren.
Der Einstieg in die Substanz der Konfliktlösung erweist sich weiterhin als
schwierig. Im Zusammenhang mit der veränderten Sicherheitslage in der Ukraine
wurden die Kontrollen an der ukrainischen Grenze im März 2014 verschärft. Die
Ort Verwendung Anzahl
Riad Projektleitung 2
Riad Administration 3
Riad (und alle weiteren
unten genannten Orte)
Maritime Experten 2
Damman Trainingsexperten 4
Jeddah Trainingsexperten 2
Yanbu Trainingsexperten 2
Al Wajh Trainingsexperten 2
Al Gurayat Trainingsexperten 2
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/2986Bedrohungslage im Einsatzgebiet wird durch die Bundesregierung weiterhin als
„niedrig“ eingeschätzt.
EUAM (Ukraine)
Die Sicherheitslage ist nur im Osten der Ukraine volatil mit anhaltenden
militärischen Vorfällen. Mit den Minsker Vereinbarungen vom 5.September und
19. September 2014 konnte die Eskalationsspirale erstmals gestoppt werden.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der
Europarat, die EU und andere internationale Akteure engagieren sich zur
Stabilisierung der Ukraine. Wie der Konflikt in der Ostukraine gezeigt hat, müssen
dazu auch die ukrainischen Sicherheitsstrukturen grundlegend reformiert
werden. Die in Aufbau befindliche, auf zwei Jahre mandatierte EUAM dient dabei
dem Ziel, die zivilen Sicherheitsstrukturen der Ukraine zu beraten und dabei zu
helfen, dass diese Strukturen möglichst rasch europäische, rechtstaatliche
Standards erreichen können. Die Aktivitäten der Mission werden sich zunächst auf
Kiew erstrekken, wo es keine Sicherheitsbedenken für den Einsatz deutscher
Experten gibt. Das Mandat der Mission überschneidet sich nicht mit den OSZE-
Aktivitäten vor Ort.
EUPOL/Deutsches bilaterales Polizeiberaterteam (Afghanistan)
Innerhalb des zivilen Wiederaufbaus Afghanistans messen die afghanische
Regierung und die internationale Gemeinschaft dem Aufbau und der
Professionalisierung der Polizei eine zentrale Bedeutung zu. Ziel ist es, die gesamte
Sicherheitsverantwortung im Land an funktionierende afghanische Institutionen bis
Ende 2014 zu übertragen („Transition“). De facto haben die Afghanischen
Sicherheitskräfte ANSF (Afghan National Security Forces) die operative
Sicherheitsverantwortung bereits seit Sommer 2013 übernommen und werden
lediglich noch in ausgewählten Bereichen (z. B. Nachrichtengewinnung,
Lufttransport, Luftnahunterstützung, medizinische Hilfe) durch die Internationalen
Unterstützungstruppen (ISAF – International Security Assistance Force) bis
Ende 2014 unterstützt.
Seit dem 29. September 2014 hat Afghanistan mit Dr. Ashraf Ghani Ahmadzai
einen neuen Präsidenten, und mit Dr. Abdullah Abdullah einen
Regierungsvorsitzenden: Gemeinsam bilden sie eine Regierung der Nationalen Einheit.
Erstmals wurden durch Präsidentschaftswahlen in alleiniger Verantwortung die
Grundlage für einen friedlichen und demokratischen Machtwechsel gelegt. Der
Bekanntgabe des Wahlsiegers des zweiten Wahlgangs am 21. September 2014
gingen eine monatelanges Tauziehen und gegenseitige Vorwürfe massiven
Wahlbetrugs voraus.
Dabei ist es den ANSF, d. h. sowohl Polizisten als auch Soldaten durch hohe
Motivation und ein klares Sicherheitskonzept gelungen, in fast allen
Landesteilen die Sicherheit der beiden Urnengänge zu gewährleisten. Die aktuelle Stärke
der ANSF beträgt mehr als 350 000 Soldaten und Polizisten. Ihr quantitativer
Aufbau ist abgeschlossen. Schwerpunkt ist die weitere, nachhaltige
Professionalisierung der ANSF. Der Aufbau der Sicherheitskräfte verläuft damit weiter nach
Plan.
Die Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan (EUPOL
Afghanistan) und das bilaterale deutsche Polizeiberaterteam (GPPT) unterstützen die
notwendige Professionalisierung der afghanischen Polizei auf vielfältige Weise.
Die ANSF wirken grundsätzlich landesweit, konzentrieren sich jedoch aufgrund
begrenzter Ressourcen und weiterhin bestehender Defizite – insbesondere bei
Durchhaltefähigkeit, Aufklärung und Luftnahunterstützung – noch stärker als zu
Beginn des Jahres auf die urbanen Zentren und auf die bedeutsamen
Hauptverkehrsachsen. Dies ermöglicht ihnen entweder kurzzeitig in der Fläche
(Absicherung der Stichwahl) oder längerfristig (in den strategisch bedeutsamen Gebie-
Drucksache 18/2986 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeten) die Wirkungsüberlegenheit gegenüber den Regierungsfeindlichen Kräften
(RKF) zu behalten. Somit kommen sie ihrer Schutzaufgabe weitgehend nach.
Schwerpunkte der Kämpfe zwischen den RFK und den ANSF liegen im Süden
und Osten des Landes. Im Regionalkommando Nord sind der Baghlan-Korridor
und die Provinz Faryab mit dem schwierigen Distrikt Ghormach zu nennen. In
der Mehrzahl der Nordprovinzen herrscht eine überwiegend oder zumindest
ausreichend kontrollierbare Sicherheitslage.
In Kabul ist die Sicherheitslage durch die ANSF trotz einzelner
medienwirksamer An-schläge unverändert mindestens überwiegend kontrollierbar. ANSF und
die afghanische Regierung sind bei der Bevölkerung präsent und in der Lage, die
Mehrzahl der geplanten Anschläge zu verhindern. Wirtschaftlich boomt Kabul
mit einer für afghanische Verhältnisse sehr guten Infrastruktur und Wirtschaft.
Die RFK haben in der Kabuler Bevölkerung kaum Unterstützer und können nur
verdeckt in kleinen Gruppen agieren.
UNMIK, EULEX (Kosovo)
Die Lage in der Republik Kosovo ist grundsätzlich ruhig und stabil, allerdings
bleibt die Lage im kosovo-serbisch dominierten Norden des Landes trotz der am
19. April 2013 zwischen Serbien und Kosovo im von der EU vermittelten
Politischen Dialog geschlossenen Normalisierungsvereinbarung und den
Fortschritten bei ihrer Umsetzung angespannt.
Im Nachgang zu den Parlamentswahlen am 8. Juni 2014 konnte aufgrund der
komplizierten Mehrheitsverhältnisse noch keine neue Regierung gebildet
werden. Auch die der Wahl einer Regierung vorgeschaltete Konstituierung des
Parlaments und Wahl des Parlamentspräsidenten ist noch nicht gelungen. Die
Staatspräsidentin vermittelt zwischen den Parteien mit dem Ziel, eine Lösung zu
finden. Auch Neuwahlen erscheinen nicht ausgeschlossen.
Die Gespräche im Politischen Dialog zwischen Serbien und Kosovo unter
Vermittlung der Hohen Vertreterin Lady Ashton gehen auf Arbeitsebene weiter.
Eine Wiederaufnahme der Treffen auf Chefebene wird voraussichtlich erst
möglich sein, wenn die Regierungsbildung in Kosovo abgeschlossen ist.
UNMIL (Liberia)
Der Friedensprozess hat seit Einrichtung von UNMIL im Jahr 2003 deutliche
Fortschritte gemacht. Die Sicherheitslage hatte sich nicht zuletzt dank der
Anwesenheit und Ausbildungsleistung von UNMIL stabilisiert.
Neben ihren Hauptaufgaben unterstützt UNMIL aktuell die nationalen
Bemühungen zur Bekämpfung des Ebola-Virus in Koordination mit anderen VN-
Agenturen. UNMIL bietet u.a. logistische Unterstützung an und führt
landesweite Informationskampagnen für die Bevölkerung durch. Aufgrund der Ebola-
Epidemie wurde beschlossen, das Mandat von UNMIL zunächst unverändert
um drei Monate bis 31. Dezember 2014 zu verlängern. Ein mit Ebola infizierter
UNMIL-Mitarbeiter befand sich bis zu seinem Tod am 14. Oktober in
Behandlung in Leipzig.
UNMISS (Südsudan)
Die Republik Südsudan erklärte am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Mit
Resolution 1996 (2011) hat der VN-Sicherheitsrat am 9. Juli 2011 die Mission der
VN in Südsudan (UNMISS) eingerichtet, die die Republik Südsudan beim
Staatsaufbau unterstützen sollte.
Von Mitte Dezember 2013 bis Anfang Mai 2014 kam es in Südsudan zu
schweren kämpferischen Auseinandersetzungen infolge eines bereits länger
schwelenden Machtkampfes zwischen Präsident Salva Kiir und dem ehemaligen Vize-
Präsidenten Riek Machar. Die Kämpfe breiteten sich von der Hauptstadt in
weitere Landesteile aus, v. a. nach Jonglei und die nördlichen Ölregionen Unity und
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/2986Upper Nile. Die VN gehen von Tausenden Toten aus. Über 1,3 Millionen
Menschen sind auf der Flucht, davon haben knapp 100 000 in Lagern von UNMISS
Schutz gesucht. Friedensverhandlungen wurden unter dem Schirm der IGAD
(Intergovernmental Authority on Development) in Addis Abeba aufgenommen,
verlaufen aber schleppend. Ein erster Waffenstillstand konnte von Vermittlern
aus Äthiopien, Kenia und Sudan am 23. Januar 2014 erreicht werden, wird
jedoch von beiden Seiten immer wieder gebrochen. Am 25. August 2014 kam es
nach intensiven Verhandlungen und großem internationalen Druck zu einer
erneuten Bekräftigung des Waffenstillstands und der Unterzeichnung einer
Implementierungsmatrix. Die verfeindeten Lager stehen sich aber nach wie vor
unversöhnlich gegenüber, die Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung
scheint derzeit aussichtslos.
Das Mandat der Mission wurde durch den VN-Sicherheitsrat mit Resolution
2155 (2014) bis zum 30. November 2014 verlängert. Die derzeitigen Prioritäten
des Mandats liegen auf: (1) Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere der
Bevölkerung in den Flüchtlingslagern, (2) Sicherstellung der humanitären Hilfe,
(3) Beobachtung der Menschenrechtslage und (4) Unterstützung des IGAD-
Verhandlungsprozesses sowie die Sicherung der Waffenstillstandsbeobachter der
Regionalorganisation IGAD. Zudem werden Kontingente der
Regionalorganisation IGAD in die UNMISS-Struktur eingegliedert.
UNAMID (Sudan)
Die Lage in Darfur ist nach wie vor volatil. Die Umsetzung des unter katarischer
Vermittlung am 14. Juli 2011 unterzeichneten Friedensabkommens für Darfur
zwischen der Regierung der Republik Sudan und dem Zusammenschluss von
Rebellengruppen „Liberation and Justice Movement“ (LJM) geht dennoch
voran. Die Rebellengruppen „Sudan Liberation Army“ (SLA) und „Justice and
Equality Movement“ (JEM) verweigerten sich nach wie vor einer Teilnahme an
den Friedensgesprächen und haben sich mit Rebellen in Südkordofan und Blue
Nile zur Sudan Revolutionary Front zusammengeschlossen. Teile des „Justice
and Equality Movement“ (JEM) haben am 10. Februar 2013 in Doha unter
katarischer Vermittlung mit der sudanesischen Regierung ein
Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und sind am 7. April 2013 dem Doha-
Friedensabkommen beigetreten. Auch 2014 kam es wieder zu Kämpfen zwischen Regierung
und Rebellen sowie zu blutigen Stammesauseinandersetzungen um Land und
Bodenschätze. Sie erschweren weiterhin die humanitäre Lage der Bevölkerung
in Darfur. Kriminalität und ethnische Auseinandersetzungen zwischen Stämmen
haben auch in diesem Jahr zahlreiche Todesopfer gefordert. Es hat wiederholt
Überfälle auf UNAMID-Truppen gegeben. Der Leiter der Mission, Mohamed
Ibn Chambas, hat die nach wie vor friedensunwilligen Rebellenführer zu
Vermittlungsgesprächen in Kampala, Uganda, und Arusha, Tansania, getroffen –
jedoch ohne greifbares Ergebnis. Eine Annäherung zwischen der Sudan
Revolutionary Front und der Regierung in Khartum konnte bei den Friedensgesprächen
in Addis Abeba im Mai und Juni 2014 bisher nicht erreicht werden. Eine neue
Verhandlungsrunde soll am 25. Oktober 2014 in Addis Abeba beginnen.
Der VN-Sicherheitsrat hat am 27. August 2014 mit der Resolution 2173 (2014)
das UNAMID-Mandat um 10 Monate bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Mit der
Resolution wurde die Mission von 16 200 auf 15 845 Soldaten und von 2 310
auf 1 583 Polizisten sowie von 17 auf 13 Formed Police Units (je 140 Polizisten)
reduziert. Die Reduzierungen dienen der Effizienzsteigerung der Mission und
sollen trotz der sich weiter verschlechternden Sicherheitslage in den
„sichereren“ Gebieten durchgeführt werden.
Der Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung des humanitären Zugangs
bleiben die Kernaufgaben der Mission.
Drucksache 18/2986 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEUPOL COPPS/EUBAM Rafah (Palästinensische Gebiete)
Die Sicherheitslage in den Palästinensischen Gebieten verschlechterte sich im
Berichtszeitraum zunächst teilweise deutlich, verbesserte sich zum Ende des
Berichtszeitraums wieder etwas, bleibt aber angespannt. Nach der Entführung und
Ermordung dreier israelischer Jugendlicher am 13. Juni 2014 im
Westjordanland, kam es im Rahmen der israelischen Suchaktion (Operation „Brother’s
Keeper“) zu umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und zur Verhaftung von
mehreren Hundert Palästinensern. Infolge der Entführung und Ermordung eines
palästinensischen Jugendlichen durch drei jüdische Rechtsextremisten am 2. Juli
2014 kam es zu den schwersten Zusammenstößen zwischen Israelis und
Palästinensern seit Oktober 2008. Dabei waren neben dem Westjordanland und Ost-
Jerusalem auch arabische Städte im Norden Israels betroffen (u. a. Nazareth und
Tira). Im Rahmen von Solidaritätskundgebungen für Gaza mit teils
zehntausenden Teilnehmern kam es im Westjordanland zu Zusammenstößen, bei denen laut
palästinensischen Angaben zwischen Mitte Juni und Ende August 32
Palästinenser getötet, 1 397 verletzt und 1 753 verhaftet wurden. In Jerusalem wurden
seit Beginn der Krise über 700 Palästinenser wegen Unruhestiftung
festgenommen, ein Drittel davon Minderjährige. Bei zwei Anschlägen wurden am 4.
August 2014 ein Israeli getötet und sieben verletzt. Seit Jahresbeginn wurden
41 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland getötet
(Vergleichszeitraum 2013: 14). Gewaltbereite Siedler beschädigen regelmäßig
palästinensische Olivenhaine, verunstalten Moscheen oder beschädigen
parkende Autos.
Infolge von „Brother’s Keeper“ nahm der Raketenbeschuss aus Gaza stetig zu
und Israel startete schließlich am 8. Juli 2014 die Militäroperation „Protective
Edge“, die am 17. Juli 2014 (bis 5. August 2014) zu einer Bodenoffensive
ausgeweitet wurde. Während der Bodenoffensive, die vor allem gegen
Tunnelsysteme nach Israel gerichtet war, stiegen die Opferzahlen dramatisch an (1 500 der
insgesamt über 2 100 palästinensischen Todesopfer; darunter laut VN mind.
70 Prozent Zivilisten). Insbesondere im Grenzbereich zu Israel im Norden und
Nordosten des Gazastreifens wurden Wohnhäuser und Kleinindustrie
flächendeckend zerstört, wodurch laut OCHA (Office for the Coordination of
Humanitarian Affairs) ca. 110 000 Menschen dauerhaft obdachlos geworden sind.
Gleichzeitig waren während der gesamten Kampfhandlungen weite Teile Israels
durch Raketen aus Gaza bedroht (insgesamt über 4 500; davon wurden 730 über
bewohnten Gebieten abgefangen), die mit Reichweiten über 100 km auch
Tel Aviv und Jerusalem zum Ziel hatten. Seit dem 26. August 2014 gilt eine
durch Ägypten vermittelte unbefristete Waffenruhe. Bei Sondierungsgesprächen
am 23. September 2014 in Kairo wurde die Wiederaufnahme von indirekten
Verhandlungen für einen dauerhaften Waffenstillstand nach den jüdischen und
islamischen Feiertagen im Oktober vereinbart.
Innerhalb des Westjordanlandes besteht grundsätzlich Bewegungsfreiheit für
Angehörige der Polizeimission. Die Auswirkungen der israelischen Präsenz
sowie fortbestehende Spannungen zwischen Hamas und Fatah prägen den Alltag.
Missionsangehörige sind aufgefordert, Orte gewaltsamer
Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern bzw. zwischen den palästinensischen
Fraktionen zu meiden. Darüber hinausgehende spezifische Risiken bestehen für
die Polizeimission nicht. Für den Gazastreifen gilt weiterhin eine Reisewarnung.
EUMM (Georgien)
Die Lage ist ruhig, aber nicht stabil. Das Gefährdungsrisiko wird vom
Europäischen Auswärtigen Dienst derzeit generell als „niedrig“ eingestuft, in der
Region entlang den Verwaltungslinien zu Süd-Ossetien und Abchasien als „mittel“.
Russische Grenztruppen setzen den Ausbau von Grenzanlagen zur Reduzierung
und besseren Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs an diesen Linien fort.
Nach wie vor kommt es zu vereinzelten Zwischenfällen an den Verwaltungs-
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/2986grenzen zu Abchasien und Süd-Ossetien, vor allem wenn Zivilpersonen die
Verwaltungsgrenze queren. In manchen Fällen werden Zivilisten kurzzeitig
festgenommen.
EUCAP Nestor (Dschibuti, Kenia, Seychellen)
Die politische Lage in Dschibuti und auf den Seychellen ist unverändert stabil;
die Sicherheitslage in Dschibuti hat sich hingegen verschlechtert. Am 24. Mai
2014 verübte die islamistische Terrororganisation al-Shabaab einen
Selbstmordanschlag in Dschibuti, bei dem u. a. auch drei Deutsche, durch das Auswärtige
Amt sekundierte zivile Experten der EU-Mission EUCAP Nestor, zum Teil
schwer verletzt wurden. In Kenia kam es zu Anschlägen der al-Shabaab in
Nairobi und an der Küste.
EUBAM Libyen
Nach den Parlamentswahlen am 25. Juni 2014 haben Misrata-nahe Milizen
Tripolis militärisch unter ihre Kontrolle gebracht, das alte Parlament (General
National Council, GNC) wieder eingesetzt und eine Gegenregierung berufen. De
facto ist das Land in zwei Machtblöcke geteilt. Das neugewählte Parlament
(Haus of Representatives, HoR) ist aus Sicherheitsgründen im östlichen Tobruk
zusammengetreten. Ca. 30 gewählte Abgeordnete aus Tripolis und Misrata
boykottieren die Parlamentssitzungen unter Hinweis auf die Sicherheitslage und die
einseitige Ausrichtung des Parlaments. Zwischen den Boykotteuren und dem
Parlament hat auf Vermittlung des VN Sondergesandten Bernardino Leon am
29. September 2014 ein Dialog begonnen.
Bis auf wenige Ausnahmen haben die meisten diplomatischen Vertretungen und
internationalen Organisationen Ende Juli Libyen aus Sicherheitsgründen
verlassen, so auch EUBAM. Für Libyen besteht eine Reisewarnung und eine
Ausreiseaufforderung des Auswärtigen Amtes.
MINUSMA (Mali)
Das Mandat der VN-Mission MINUSMA wurde am 25. Juni 2014 mit
Resolution 2164 (2014) bis zum 30. Juni 2015 mit lediglich geringfügigen Änderungen
verlängert. Die Sicherheitslage im Norden Malis bleibt weiter fragil.
Islamistisch-terroristische Gruppierungen wurden zwar insbesondere durch die
Französische (Antiterror-)Operation „Serval“ (am 1. August 2014 aufgegangen in der
Operation „Barkhane“) geschwächt, führen aber nach wie vor asymmetrische
Angriffe gegen malische und MINUSMA-Streitkräfte sowie gegen die
Zivilbevölkerung durch. Im Zeitraum vom 18. Mai bis 21. Mai 2014 kam es zu
bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Armee und Rebellengruppen in der
Tuareg-Hochburg Kidal und in weiteren nördlichen Städten (u. a. Menaka,
Tessalit), die seitdem wieder unter Kontrolle der Tuareg gefallen sind (Gao und
Timbuktu sind jedoch nicht betroffen). Ein Waffenstillstand wurde vom
Vorsitzenden der Afrikanischen Union Mohammed Ould Abdel und vom
Sonderbeauftragten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Albert Koenders
vermittelt. Seit Juli finden unter algerischer Leitung Verhandlungen zwischen der
malische Regierung und sechs Rebellengruppen statt. Es ist davon aus zu gehen,
dass diese Verhandlungen noch mehrere Monate dauern werden. Die
zunehmende Fragmentierung der bewaffneten Gruppen und Änderungen in der
Konstellation der Kooperation untereinander erschweren die Verhandlungen.
Militärische Gefährdungslage
Die militärische Bedrohungslage für die Einsatzländer von Polizei und Zoll, in
denen auch die Bundeswehr eingesetzt wird, ist grundsätzlich unverändert zum
zweiten Quartal 2014.
Drucksache 18/2986 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode5. Wie viele Verbindungsbeamtinnen und Verbindungsbeamte des BKA
halten sich derzeit in welchen Ländern auf (bitte jeweils die Einsatzländer und
-orte sowie die zugehörige Zahl von Beamtinnen und Beamten angeben)?
Das Bundeskriminalamt hat aktuell 67 Verbindungsbeamte an 54 Standorten
eingesetzt. Die Einzelheiten zu den Einsatzländern und den personellen
Besetzungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Stand: 1. Oktober 2014
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Afghanistan Kabul 2 Oman Maskat 1
Ägypten Kairo 1 Österreich Wien 1
Albanien Tirana 1 Pakistan Islamabad 1
Algerien Algier 1 Panama Panama-City 1
Argentinien Buenos Aires 1 Nigeria Lagos 1
Brasilien Brasilia 1 Peru Lima 1
Brasilien Sao Paulo 1 Polen Warschau 2
Bulgarien Sofia 1 Portugal Lissabon 1
China Peking 2 Rumänien Bukarest 2
Dominikanische Republik Santo Domingo 1 Russische Föderation Moskau 2
Frankreich Paris 2 Saudi Arabien Riad 1
Ghana Accra 1 Schweden Stockholm 1
Griechenland Athen 1 Serbien Belgrad 1
Großbritannien London 2 Spanien Madrid 2
Indien Neu Delhi 1 Südafrika Pretoria 1
Indonesien Jakarta 1 Thailand Bangkok 2
Italien Rom 2 Tunesien Tunis 1
Jordanien Amman 1 Tschechische Republik Prag 1
Kasachstan Astana 1 Türkei Istanbul 1
Kenia Nairobi 2 Türkei Ankara 1
Kolumbien Bogotá 2 Ukraine Kiew 1
Kosovo Pristina 1 USA Washington 2
Kroatien Zagreb 1 Usbekistan Taschkent 1
Lettland Riga 1 Venezuela Caracas 1
Libanon Beirut 1 Vereinigte Arabische
Emirate
Abu Dhabi 1
Libyen Tripolis bis auf
weiteres
nicht
besetzt
Marokko Rabat 1
Mexiko Mexiko-City 1
Niederlande Den Haag 1
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/2986Im deutschen Verbindungsbüro bei Europol (Den Haag/Niederlande) sind
aktuell fünf Verbindungsbeamte des BKA eingesetzt. Darüber hinaus sind dort
weiterhin je ein Verbindungsbeamter der Bundespolizei, des Zolls und der
Landespolizei Schleswig-Holstein sowie zwei Vertreter der Landespolizei Nordrhein-
Westfalen tätig, die im Rahmen ihrer Tätigkeit zum BKA abgeordnet sind.
6. Wie viele deutsche Polizeibeamte werden derzeit im Ausland als
a) Dokumentenberater,
b) Sicherheitsbeamte,
c) grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte,
d) Unterstützungskräfte sowie Berater in Fragen der Grenzsicherheit
eingesetzt
(bitte jeweils, d. h. zu jedem Unterpunkt, Einsatzländer und Einsatzorte
sowie die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten nennen und angeben, ob sie
vom BKA, von der Bundespolizei oder einer Länderpolizei gestellt werden)?
e) In welche der durch die Verordnung (EG) Nr. 377/2004 des Rates zur
Schaffung eines Netzes von Verbindungsbeamten für
Einwanderungsfragen geschaffenen örtlichen oder regionalen Kooperationsnetze der
Verbindungsbeamten der EU-Staaten für Einwanderungsfragen sind die
in den Fragen 6c und 6d genannten Kräfte eingebunden?
Zu Frage 6a (Dokumentenberater):
Aktuell sind 39 Dokumenten- und Visumberater der Bundespolizei an 26
Standorten in 20 Ländern gemäß nachfolgender Übersicht im Einsatz:
Land Einsatzort Anzahl
Ägypten Kairo 3
Algerien Algier 1
China Hongkong 1
China Kanton/Guangzhou 1
China Peking 2
China Shanghai 2
Ghana Accra 1
Indien Chennai 1
Indien Mumbai 1
Indien Neu Delhi 2
Iran Teheran 2
Jordanien Amman 2
Katar Doha 1
Kosovo Pristina 1
Malaysia Kuala Lumpur 1
Nigeria Lagos 2
Pakistan Islamabad 1
Russland Moskau 3
Drucksache 18/2986 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeStand: 14. Oktober 2014
Zu Frage 6b (Sicherheitsbeamte*):
Es sind 19 Sicherheitsbeamte der Bundespolizei gemäß nachfolgender
Übersicht im Einsatz.
Stand: 14. Oktober 2014
Zu Frage 6c (grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte):
Es sind 19 PVB der Bundespolizei gemäß nachfolgender Übersicht als
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte im Einsatz.
Land Einsatzort Anzahl
Sri Lanka Colombo 1
Südafrika Pretoria 2
Thailand Bangkok 1
Türkei Ankara 1
Türkei Istanbul 2
Ukraine Kiew 1
Vereinigte Arabische Emirate Dubai 2
Vietnam Hanoi 1
Land/Ort Anzahl Land/Ort Anzahl
Afghanistan, Kabul 1 Türkei, Istanbul 1
Nigeria, Lagos 1 Usbekistan, Taschkent 1
USA, Washington D.C. 1 Indonesien, Jakarta 1
Indien, Neu Delhi 1 Pakistan, Islamabad 1
Pakistan, Karachi 1 Guatemala, Guatemala 1
Saudi Arabien, Riad 1 Ägypten, Kairo 1
Russland, Moskau 1 Iran, Teheran 1
Venezuela, Caracas 1 Ghana, Accra 1
China, Peking 1 Kolumbien, Bogotá 1
Irak, Bagdad 1
Land Anzahl Land Anzahl
Spanien 1 Ungarn 1
Frankreich 1 Kosovo 1
Niederlande 1 Serbien 1
Tunesien 1 Rumänien 1
Italien 1 Bulgarien 1
Ukraine 1 Griechenland 1
* Die Sicherheitsbeamten in diesem Sinne wurden mit Wirkung vom 5. September 2014 in
Sicherheitsberater umbenannt.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/2986Stand: 14. Oktober 2014
Zusätzlich haben grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte Nebenakkreditierungen
in folgenden zwölf Ländern: Belgien, Malta, Slowakei, Lettland, Estland,
Österreich, Slowenien, Republik Moldau, Montenegro, Bosnien und Herzegowina,
Albanien, Mazedonien.
Zu Frage 6d (Unterstützungskräfte sowie Berater in Fragen der
Grenzsicherheit):
Mit Stand vom 30. September 2014 sind neun PVB der Bundespolizei als
Unterstützungskräfte (Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland – GUA)
bzw. Berater wie folgt im Einsatz:
Die Fragen 6e und 6f werden gemeinsam beantwortet.
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte der Bundespolizei in Drittstaaten nehmen
an den sogenannten ILO-Netzwerken (International Liaison Officer) gemäß
Verordnung (EG) 377/2004 in den Staaten China, Kosovo, Russland, Serbien,
Bosnien, Moldau, Albanien, Mazedonien, Montenegro, Ukraine, Tunesien und
Türkei teil. GUA nehmen nicht an ILO-Netzwerken gemäß Verordnung (EG)
377/2004 teil, da deren Einsatzgebiet sich auf Mitgliedstaaten der Europäischen
Union beschränkt.
Land Anzahl Land Anzahl
Kroatien 1 Türkei 1
Tschechische Republik 1 Russland 1
Polen 1 China 1
Litauen 1 Indien 1
Land Ort Anzahl Einsatzart
Griechenland Flughafen Thessaloniki 1 Bilateral
Griechenland Flughafen Athen 2 Bilateral
Griechenland Seehafen Patras 2 Bilateral
Griechenland Seehafen Igoumenitsa 2 Bilateral
Italien Seehafen Bari 1 Bilateral
Frankreich Flughafen Paris CDG 1 Bilateral
Drucksache 18/2986 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode7. Wie viele deutsche Polizeibeamte wurden im dritten Quartal 2014 im
Rahmen der Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den
Außengrenzen (FRONTEX) eingesetzt
a) als Dokumentenberater im Rahmen welcher Operationen, und an welchen
Standorten,
b) als Mitarbeiter in der Warschauer Zentrale (bitte mit der jeweiligen
Funktion auflisten),
c) die im Rahmen von Operationen deutsches Gerät aus dem FRONTEX-
Ausrüstungspool (technical equipment pool) bedienen (bitte mit
Einsatzstandorten und jeweiligem Tätigkeitsprofil angeben),
d) die im Einsatzstaat Maßnahmen zum Screening (Identitätsfeststellung
etc.) von Personen durchführen, die ohne erforderliche Einreise- oder
Aufenthaltspapiere aufgegriffen wurden,
e) als Mitglieder der europäischen Grenzschutzteams im Rahmen von
gemeinsamen Aktionen, Pilotprojekten oder für Soforteinsätze zu
Grenzsicherungszwecken (bitte einzeln aufführen),
f) im Rahmen gemeinsamer Rückführungsmaßnahmen unter der
Koordination von FRONTEX (bitte mit dem jeweiligen Zielstaat der Maßnahme,
teilnehmenden EU-Staaten, Gesamtkosten und dem deutschen
Kostenanteil auflisten),
g) im Rahmen weiterer FRONTEX-Maßnahmen (bitte Einsatzorte und
jeweilige Tätigkeit angeben),
und wie viele Erkenntnismeldungen oder sonstige Mitteilungen zu
besonderen Ereignissen gab es vonseiten der deutschen Kräfte an das
Bundespolizeipräsidium, und was war jeweils der Inhalt dieser Meldungen?
Zu Frage 7a:
Es erfolgten keine Einsätze von Dokumentenberatern für FRONTEX.
Zu Frage 7b:
In der Warschauer Zentrale von FRONTEX waren im dritten Quartal 2014
sieben Bundespolizeibeamte gemäß nachfolgender Übersicht im Einsatz:
Zu Frage 7c:
Im dritten Quartal 2014 befanden sich zwei Streifenfahrzeuge der Bundespolizei
aus dem technischen Zentralregister FRONTEX „Technical Equipment Pool“
und vier PVB im Rahmen der Maßnahme „Poseidon Land 2014“ an der
bulgarisch-türkischen Landgrenze Einsatz.
Zu Frage 7d:
Es wurden keine Polizeivollzugsbeamte zum Screening eingesetzt.
Funktion Anzahl
Head of Operations Division 1
Horizontal Coordinator (Operations Division) 1
Training Unit 1
Risk Analysis Unit (Operative Auswertung) 0
Air Border Sector 1
Return Operations Sector 2
Situation Centre 1
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/2986Zu Frage 7e:
Zu Frage 7f:
Statistische Erhebungen zu den Gesamtkosten und dem deutschen Kostenanteil
der eingesetzten deutschen Polizeibeamten werden nicht geführt.
Zu Frage 7g:
Im Zeitraum 1. Juli 2014 bis zum 30. September 2014 gab es insgesamt 184
Erkenntnismitteilungen/-anfragen (siehe Tabelle) der im Rahmen von FRONTEX-
Maßnahmen eingesetzten GUA, welche statistisch erfasst und aufgabenbezogen
bearbeitet wurden. Bei den Inhalten dieser Meldungen handelte es sich um die
Übermittlung von grenzpolizeilichen Erkenntnissen der GUA.
Maßnahme Anzahl
FRONTEX Joint Operation Poseidon Land 12
FRONTEX Joint Operation Poseidon Sea 22
FRONTEX Joint Operation Western Balkan 22
FRONTEX Joint Operation Aeneas 1 (SGO)
Nr. Datum Zielstaat Teilnehmende EU-Staaten Eingesetzte Escorts
(deutsche
Polizeivollzugsbeamte)
1 08.07.2014 Mazedonien und Serbien Luxemburg 21
2 25.08.2014 Kosovo Finnland, Ungarn 11
3 30.09.2014 Kosovo Ungarn, Frankreich, Schweden 11
Land Ort Anzahl Tätigkeit
Ungarn Grenzübergang Röszke 2 First Line Officer
Ungarn Grenzübergang Tompa 2 First Line Officer
Kroatien Grenzübergang Bajakovo 2 First Line Officer
Griechenland Grenzübergang Kipi 1 First Line Officer
Bulgarien Grenzübergang Kapitan Andreevo 1 First Line Officer
Kroatien Grenzübergang Nova Sela 1 First Line Officer
Kroatien Grenzübergang Karasovici 1 First Line Officer
Kroatien Seehafen Dubrovnik 1 First Line Officer
Rumänien Seehafen Constanta 1 First Line Officer
Spanien Flughafen Madrid 1 First Line Officer
Drucksache 18/2986 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode8. An welchen weiteren internationalen Einsätzen, auf der Grundlage des
Prümer Vertrages oder entsprechender bilateraler Abkommen (ausgenommen
die sogenannte Nacheile) haben deutsche Polizisten – soweit die
Bundesregierung Kenntnis davon hat – im dritten Quartal 2014 teilgenommen?
a) Wann und wo fanden diese Einsätze jeweils statt (bitte angeben, in
welchen Einheiten bzw. in welchen Stäben, Dienststellen usw. die deutschen
Polizeikräfte eingesetzt waren)?
b) Was waren Anlass und Zweck der Einsätze?
c) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten waren daran beteiligt
(bitte Herkunft nach Länderpolizeien, Bundespolizei und BKA
angeben)?
d) Von wem ging das Ersuchen aus?
e) Inwiefern haben die deutschen Polizistinnen und Polizisten von ihrer
Befugnis zur Anwendung unmittelbaren Zwangs Gebrauch gemacht?
f) Welche Einsatzmittel und Fahrzeuge aus deutschen Beständen wurden
jeweils mitgeführt?
Die Fragen 8a bis 8f werden gemeinsam beantwortet.
Im dritten Quartal 2014 fand nach Kenntnis der Bundesregierung kein Einsatz
unter Beteiligung der Bundespolizei statt.
9. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte haben
deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im dritten Quartal 2014
durchgeführt, bzw. an welchen waren sie beteiligt (bitte sowohl bereits
abgeschlossene als auch aktuell stattfindende sowie fortgesetzte Maßnahmen
angeben)?
Bundeskriminalamt
Ausbildungsmaßnahmen, die das BKA im dritten Quartal 2014 zugunsten
ausländischer Sicherheitskräfte realisiert hat sind der nachstehenden Tabelle zu
entnehmen:
GUA-Standort
Erkenntnismitteilungen:
Erkenntnisanfragen:
Eingängegesamt:
Röszke 463 47 470
Tompa 444 47 451
Zahony 440 40 440
Bajakovo 447 40 447
Terespol 440 40 440
Kipi 416 40 416
Kalotina 440 40 440
Helsinki 440 40 440
Amsterdam 440 40 440
Stockholm 440 40 440
GESAMT: 170 14 184
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/2986Land Maßnahme Bezeichnung Status Beginn Ende Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Afrika Arbeitsbesuch Projekt Polizeiaufbau
Ostafrika: Einsatz
Langzeitberater (in ETH,
KEN, RWA, TZA,
UGA)
in Umsetzung 22.09.2014 21.12.2014 0501 68734/
-21/-48
47.000 €
Äthiopien Arbeitsbesuch Rauschgiftbekämpfung durchgeführt 15.09.2014 20.09.2014 0610 68707 1.797,72 €
Äthiopien multinationaler
Lehrgang
Tatortarbeit (mit KEN,
RWA, TZA, UGA)
durchgeführt 30.07.2014 14.08.2014 0610 68707 s. KEN
Costa Rica multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse (mit
DOM, MEX, PAN)
durchgeführt 23.09.2014 01.10.2014 0610 68707 s. DOM
Dominikanische Republik
Lehrgang Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen
durchgeführt 21.07.2014 25.07.2014 0610 68707 11.221,67 €
Dominikanische Republik
multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse (mit
CRI, MEX, PAN)
durchgeführt 23.09.2014 01.10.2014 0610 68707 30.000 €
Dominikanische Republik
multinationaler
Lehrgang
Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(mit HTI)
durchgeführt 04.08.2014 08.08.2014 0610 68707 10.980,77 €
Ghana
Hundeausbildung
Diensthundführerausbildung (mit NGA)
durchgeführt 12.05.2014 01.08.2014 0610 68707 25.980,67 €
Haiti multinationaler
Lehrgang
Bekämpfung der
Rauschgiftkriminalität
(mit DOM)
durchgeführt 04.08.2014 08.08.2014 0610 68707 s. DOM
Indien Lehrgang Ermittlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen
durchgeführt 24.09.2014 26.09.2014 0624 68701 15.000 €
Kenia multinationaler
Lehrgang
Tatortarbeit bei
Kapitaldelikten (mit ETH,
RWA, TZA, UGA)
durchgeführt 30.07.2014 14.08.2014 0610 68707 18.243,36 €
Kolumbien Lehrgang Sprachausbildung in Umsetzung 01.09.2014 31.12.2014 0624 68701 3.226 €
Marokko Arbeitsbesuch Forensische IT durchgeführt 15.09.2014 26.09.2014 0610 68707 2.300 €
Mauretanien Lehrgang Tatortarbeit bei
Kapitaldelikten
durchgeführt 03.09.2014 11.09.2014 0610 68707 3.684,36 €
Mexiko multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse (mit
CRI, DOM, PAN)
durchgeführt 23.09.2014 01.10.2014 0610 68707 s. DOM
Mexiko Lehrgang Zahlungskarten
(Skimming)
durchgeführt 21.07.2014 25.07.2014 0624 68701 2.749,43 €
Montenegro Arbeitsbesuch Zielfahndung durchgeführt 06.07.2014 11.07.2014 EU 7.000 €
Nigeria
Hundeausbildung
Diensthundführerausbildung (mit GHA)
durchgeführt 12.05.2014 01.08.2014 0610 68707 25.980,67 €
Oman Arbeitsbesuch Kriminaltechnik durchgeführt 14.07.2014 25.07.2014 0624 68701 5.255,04 €
Oman Arbeitsbesuch Kriminaltechnik durchgeführt 22.09.2014 02.10.2014 Selbstzahler – €
Panama multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse (mit
CRI, DOM, MEX)
durchgeführt 23.09.2014 01.10.2014 0610 68707 s. DOM
Ruanda multinationaler
Lehrgang
Tatortarbeit (mit ETH,
KEN, TZA, UGA)
durchgeführt 30.07.2014 14.08.2014 0610 68707 s. KEN
Serbien Arbeitsbesuch OK-Bekämpfung durchgeführt 29.09.2014 01.10.2014 0624 68701 3.700 €
Tansania multinationaler
Lehrgang
Tatortarbeit (mit ETH,
KEN, RWA, UGA)
durchgeführt 30.07.2014 14.08.2014 0610 68707 s. KEN
Tunesien Lehrgang Tatortarbeit nach
Spreng- und
Branddelikten
durchgeführt 29.09.2014 10.10.2014 0610 68707 15.000 €
Drucksache 18/2986 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodePolizeiliche Aufbauhilfe Stipendiaten
Es wird darauf hingewiesen, dass die durchgeführten Maßnahmen auch
diejenigen beinhalten, die noch nicht abschließend im Haushaltssystem des BKA
verbucht worden sind, aber faktisch kurz vor dem Abschluss stehen. Es kann daher
auch im Nachhinein noch zu Veränderungen der Angaben vor allem in Bezug
auf die im Rahmen der Maßnahmen entstandenen Kosten kommen.
EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Innenhilfe)
Aus der Tabelle gehen die Bezeichnung der Maßnahmen, die Ziele und Zeitraum
hervor. Die Maßnahmen finden wechselseitig in den EU-MS statt. Aufgaben
und Tätigkeiten sind Beratung und Ausbildung. Die Anzahl der DEU
Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten liegt je nach Maßnahme zwischen zwei bis
zehn Beamtinnen und Beamten. Die Kosten wurden bis zu 90 Prozent von der
Europäischen Kommisssion GD Home getragen – der restliche Betrag wurde
von DEU (oder Partner EU-MS) finanziert.
Land Maßnahme Bezeichnung Status Beginn Ende Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Tunesien
Hundeausbildung
Diensthundewesen in Umsetzung 01.09.2014 21.11.2014 0501 68734/
-21/-48
100.000 €
Tunesien Arbeitsbesuch Prüfreise Schulprojekt durchgeführt 01.09.2014 05.09.2014 0610 68707 6.000 €
Uganda multinationaler
Lehrgang
Tatortarbeit (mit ETH,
KEN, RWA, TZA)
durchgeführt 30.07.2014 14.08.2014 0610 68707 s. KEN
Ukraine Arbeitsbesuch Cybercrime in Umsetzung 22.09.2014 17.10.2014 0610 68707 6.000 €
Ukraine Arbeitsbesuch Studienbesuch FIU durchgeführt 29.09.2014 02.10.2014 EU – €
Land Maßnahme Bezeichnung Ort Status Beginn Ende Finanzierung Kalkulation
Albanien STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Bolivien STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Costa Rica STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Ecuador STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Kenia STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Libanon STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Mauretanien STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 30.12.2015 0624 68701 19.000 €
Mazedonien STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Nigeria STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Peru STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Ruanda STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Taiwan STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Trinidad &
Tobago
STI Stipendiat
(Vorbereitungsmodul)
DEU Umsetzung 01.07.2014 31.12.2014 0624 68701 19.000 €
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 21 – Drucksache 18/2986Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 53202)
Bezeichnung
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 40.000,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1450
Establishment of a mobile competence team for the
promotion of the council decisions 200816151JHA +
200816161JHA
01.07.2011 – 30.06.2014
ISEC 2010 GD Home A4 0,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1449
European operational training for investigations
against pharmaceutical crime – TrainPharmCrime
01.11.2011 – 31.10.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 33.000,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1448
Post-blast investigation and IEDD (Improvised
Explosive Device Disposal) Training for Experts
22.08.2011 – 21.08.2014
ISEC 2010 GD Home A4 0,- € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 0001437
Development and Distribution of the European Vehicle
Identification Database (EuFID)
01.10.2011 – 30.09.2014
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 6.000,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002504
Development of analytical methods for sensitive
detection and identification of organic gunshot residues
(OGSR) based on liquid chromatography-mass
spectrometry (LC-MS) for routine casework
01.01.2013 – 31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 4.000,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002506
Research Network on Organised Crime 2013-2016
01.01.2013 – 31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 7.000,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002489
Development, Preparation and Performance of an
ENFSI International Proficiency Test on Shot Range
Estimation
01.01.2013 – 31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 0,- € HOME/2011/ISEC/AG/4000002595
Cross-Border Surveillance Working group
14.11.2012 – 13.02.2015
ISEC 2012 GD Home A4 ca. 1.500,- € Home/2012/ISEC/FP/C1/4000003826
International Symposium 2013 and 2014 for Bomb
Investigators and Bomb Disposal Experts
01.03.2013 – 28.02.2015
ISEC 2012 GD Home A4 ca. 1.500,- € Home/2012/ISEC/AG/400004382
Cyber-OC - Scope and manifestations in selected
EUmember states
01.04.2014 – 31.03.2016
ISEC 2012 GD Home A4 ca. 23.000,- € HOME/2012/ISEC/AG/4000004330
Strengthening fight against Mobile Organised Crime
Groups (MOCG) from the Baltic Sea Region
01.01.2014 – 31.12.2015
Drucksache 18/2986 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBundespolizei
Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 53202)
Bezeichnung
ISEC 2012 GD Home A4 ca. 3.000,- € HOME/2012/ISEC/AG/4000004320
EU-Expert Meeting on Right Wing
Extremism/Terrorism (EU-EMRE/T 2014)
01.12.2013 - 30.11.2014
ISEC 2013 GD Home Affairs 0,- € HOME/2013/ISEC/FP/C1/4000005033
European Expert Network on Terrorism Issues
(EENeT)
01.06.2014 - 31.05.2016
ISEC 2013 GD Home Affairs ca. 28.00,- € HOME/2013/ISEC/FP/C1/4000005005
International Specialist Law Enforcement (ISLE)
02.06.2014 - 01.06.2016
ISEC 2013 GD Home Affairs ca. 1.000,- € HOME/2013/ISEC/AG/THB/4000005819
Suppression of international trafficking in human
beings for the purpose of sexual exploitation to the
detriment of Nigerian females (EMPACT THB –
Subproject ETUTU)
01.06.2014 - 31.05.2016
ISEC 2013 GD Home Affairs ca. 4.000,- € HOME/2013/ISEC/FP/C1/4000005018
Development and Distribution of the European Vehicle
Identification Database (EuFID)
01.10.2014 - 30.09.2016
Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Albanien
Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität FH Tirana
28.09. -
04.10.2014
20
4.000,00 EUR
0610
ALB
Afghanistan
Informations- und
Erfahrungsaustausch zum Aufgabenprofil
einer Polizeiakademie
31.07.-
06.08.2014
1.640,00 Euro
0610
AFG
Bulgarien
Erfahrungsaustausch
"Grenzpolizeiliche
Sicherheitsmaßnahmen an BGR
Flughäfen Burgas und Varna:
• Analyse und Beratung durch
Bundespolizei
09. -
15.07.2014
0625 BGR
Bulgarien
Hospitation;
Einweisung in die Dienststelle
Goch, Erörterungen
grenzpolizeilicher Sachverhalte
25. -
29.08.2014
3 0625 DEU
Bulgarien
Abschlussevaluierung der
durchgeführten Maßnahmen
im Rahmen der
Partnerschaftskooperation Bulgarien
16.-
18.09.2014
0625 BGR
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 23 – Drucksache 18/2986Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Bulgarien
Hospitation von Beamten,
welche mit der Kontroll- und
Ermittlungstätigkeit des
grenzüberschreitenden Verkehrs in
Svilengrad/Bulgarien
beauftragt sind
08. -
19.09.2014
0625 BGR
Bulgarien
Expertentreffen/
Erfahrungsaustausch
29.09. -
03.10.2014
0625 BGR
Bosnien
Schulung von mobilen
Einheiten im Bereich Grenzschutz
23.08. -
09.09.2014 30
4.536,47 EUR
0610 BiH
Bosnien
Unterstützung bei der
Erstellung einer Einsatzkonzeption
für den Einsatz mobiler
Einheiten der Grenzpolizei
22.09.-
26.09.2014
9
4.000,00 EUR
0610
BiH
Bosnien
Schulung im Bereich
Grenzpolizei
14.09. -
27.09.2014
40
4.100,00 EUR
0610
BiH
China
Fortbildungsgruppe des MÖS
China – Einweisung in die
Aufgaben am Bahnhof
10.09.2014 25 keine DEU
Estland
Hospitation in einer
Dienstgruppe der Bundespolizei im
Rahmen von Frontex
07. -
18.07.2014
1 0625 DEU
Estland
Expertentreffen
BSRBCC-Aviation-Experts-
Seminar
26. -
29.08.2014
0625 EST
Frankreich
Hospitation BPOLAK zum
Thema Beseitigung von
Hindernissen.
25. -
29.08.2014
TN:
Vertreter der
Gendarmerie- CRS
0625 DEU
Frankreich
Hospitation bei den
Partnerdienststellen in Frankreich
Police Aux Frontières
Thionville
15.09. -
19.09.2014
0625 FRA
Frankreich
Fortbildungsveranstaltung
Pilotprojekt TANDEM des
Eurodistricts Ortenaukreis
20. -
28.09.2014
1 0625 DEU
Frankreich
Internationale Kooperation
deutsch-französische Übung
in Bitche/FRA
24.09.2014 0625 FRA
Großbritannien
Expertentreffen;
Prüfung und Konkretisierung
möglicher
Zusammenarbeitsfelder mit dem UK Home
Office (London)
23.-
25.07.2014
0625 GBR
Drucksache 18/2986 – 24 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeLand Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Ghana
Informationsbesuch einer
Delegation des Ghana
Immigration Service (GIS) am
Flughafen Frankfurt/M.
7. bis
12.09.2014
2 905,00 EUR
0610
DEU
Lettland
Expertentreffen;
Vortrag bei der Fliegerstaffel
des lettischen Grenzschutzes
zu dem Thema „Nutzung von
Hubschraubern im Rahmen der
maritimen
Grenzüberwachung“
26.08.2014 0625 LVA
Litauen
Expertentreffen;
Austausch Tätererkenntnisse
23.09. -
25.09.2014
0625 LTU
Kroatien
Erfahrungsaustausch
Stellung eines Trainers für
United Nations Police Officers
Course (UNPOC) in Kroatien
15.09. -
01.10.2014
0625 HRV
Kroatien
Erfahrungsaustausch
Arbeitsbesuch der kroatischen
Grenzpolizei im Rahmen des
Maßnahmeplans im GASIM in
Potsdam
22. -
24.09.2014
4 0625 DEU
Kroatien
Workshop „TAIEX
Workshop III“ in Potsdam:
Workshop on the Role of
Internal Control in Prevention
and Repression of Corruption -
Internal investigations and
integrity protection in the
Police
28.09. -
01.10.2014
3 HRV,
1 SVN,
2 BPOLP-StSt IR
TAIEX DEU
Niederlande
Expertentreffen;
Workshop beim ZKI
Osnabrück;
27.08.2014 2 0625 DEU
Niederlande
Unterstützung Politie Limburg
mit BeDoKw beim
Fußballspiel in Sittard
13.09.2014 0625 NDL
Niederlande
Fortbildungsveranstaltung;
Gemeinsames Einsatztraining
des Grenzüberschreitenden
Polizeiteams mit der Politie
und der KMar
15.09.-
16.09.2014
9
(5 KMar, 4
Politie)
0625 NDL
Niederlande
Besuch einer NLD Delegation
BPOLD BP Ausführungen zur
Entstehung, Planung,
Organisation und Durchführung eines
Tages der
Bundesbereitschaftspolizei
29.09. -
01.10.2014
2 0625 DEU
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 25 – Drucksache 18/2986Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Niederlande
Belgien
Frankreich
Schweiz
Italien
Österreich
Deutschland
Veranstaltung auf
Leitungsebene
Tagung der Leiter der für
Grenzpolizeiangelegenheiten
zuständigen Behörden
Themenaustausch illegale
Migration
10. -
11.09.2014
0625 DEU
Niederlande
Belgien
Luxemburg
Großbritannien
Norwegen
Schweiz
Ungarn
Deutschland
Irland
Schweden
Malta
Estland
Workshop;
Rückführung (EURINT
Projekt) in Oslo
01. -
04.09.2014
2xNLD,
2xBEL,
1xLUX,
2xGBR,
5xNOR,
1xCHW,
2x HUN,
2xDEU,
1xIRL,
1xSWE, 1xMLT,
1xEST
0625 NOR
Palästinensische Gebiete
Stipendiatenausbildung
(gehobener Dienst)
Teilnahme am 68.II SJ BPOL
01.06.2012
bis
31.08.2014
3
23.019,00
EUR
0501
DEU
Palästinensische Gebiete
Evaluierungsreise
BMI/BPOLP
Evaluierung Entsendung
Polizeiberater
Course Director
29.09. bis
02.10.2014
noch nicht
abgerechnet
0610
PSE
Polen
Erfahrungsaustausch
„Besprechung deutsch-
polnisches Lagebild
Gemeinsames Zentrum
Swiezko“
30.-
31.07.2014
07.08.2014
2 0625 POL
Polen
Expertentreffen
Arbeitstreffen der
Pressesprecher
10. -
11.09.2014
3 Twinning DEU
Polen
Workshop
Grenzüberschreitende
Observation
17. -
18.09.2014
3 Twinning DEU
Polen
Workshop
Schulung zum
Deutschpolnischen Polizeivertrag
18.09.2014 4 0625 DEU
Polen
Workshop
Schulung zum
Deutschpolnischen Polizeivertrag
4 Personen
24. -
25.09.2014
4 0625 DEU
Russland
Stipendiatenausbildung
(höherer Dienst)
Teilnahme am 29. RAL BPOL
12.09.2012
bis
30.09.2014
1
Noch nicht
abgerechnet
0610
DEU
Drucksache 18/2986 – 26 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEine statistische Erhebung der Gesamtkosten/Teilnehmer für Veranstaltungen
aus dem Titel 06 25 wird nicht geführt.
Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Serbien
Schulungen im Bereich
Grenzpolizei
22.09. -
26.09.2014
17
2.300,00 EUR
0610
SRB
Schweiz/
Österreich
Expertentreffen
Informationsaustausch zu
aktuellen Themenfeldern der
illegalen Migration in Potsdam
30.09. -
01.10.2014
3 x AUT
1 x CHE
0625 DEU
Tunesien
Schulung im Bereich der
maritimen Sicherheit/
Seenotrettung
Zu Gunsten der TUN
Nationalgarde
Monitoring/
Multiplikatorentraining
Fortsetzungsmaßnahme
15.-
26.09.2014
15
noch nicht
abgerechnet
0610
TUN
Tschechien
Fortbildungsveranstaltung;
DEU-CZE Seminar der
Urkundenfachkräfte
09. -
12.09.2014
8 0625 DEU
Tschechien
Expertentreffen
Erkenntnis-/
Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen der
irregulären Migration und
Entwicklung von
Bekämpfungsansätzen zwischen dem GASIM
und ANACEN
26. -
27.08.2014
4 0625 CZE
Tschechien
Fortbildungsveranstaltung
Seminar „Gemeinsame
Einsatzformen“ in der
Bereitschaftspolizeiabteilung
Nabburg unter Leitung des PP
Oberpfalz.
22. -
24.09.2014
22 0625 DEU
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 27 – Drucksache 18/2986Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
a) Wie lauten die Bezeichnungen der Maßnahmen, und wo fanden bzw.
finden sie statt?
b) Was sind die Ziele der Maßnahmen, und über welchen Zeitraum
erstrecken sie sich?
c) Wie vielen und welchen ausländischen Sicherheitskräften wurde bzw.
wird welche Art der Ausbildung gewährt?
Die Fragen 9a bis 9c werden gemeinsam beantwortet.
Auf die Tabellen zu Frage 9 wird verwiesen.
d) Worin bestanden bzw. bestehen die Aufgaben und Tätigkeiten der
deutschen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, und in welchen Stäben,
Einrichtungen und sonstigen Stellen waren bzw. sind sie vertreten?
Bei den Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben deutscher
Polizeivollzugsbeamter auf Ausbildung und Beratung. Im Übrigen wird auf die
Antwort zu Frage 1b verwiesen.
e) Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte waren jeweils
an den Maßnahmen beteiligt (bitte für die einzelnen Maßnahmen
detailliert ausweisen)?
Die Anzahl der an den Maßnahmen beteiligten Beamten wird nicht gesondert
erhoben.
f) Welche Kosten entstanden bzw. entstehen der Bundesrepublik
Deutschland für die Ausbildungsmaßnahmen, und aus welchen Haushaltstiteln
wurden diese bestritten?
Auf die Tabellen zu Frage 9 wird verwiesen.
Nr. Land Bezeichnung Zeitraum TN Kosten Ort
1 Kroatien
Evaluation der Arbeit in
Präventionszentren 26.06.-03.07.2014 6 4.172,46 € Kroatien
2 Kroatien
Förderung u. Entwicklung
d. Kriminalprävention
30.06.-04.07.2014 3 5.045,78 € Kroatien
3 Kroatien
Polizeiliche Aus- und
Fortbildung
Verhandlungsgruppe
24.09.-01.10.14 9 6.137,53 € Deutschland
4 Kroatien
Organisation und Aufgaben
in einem Polizeipräsidium
29.09.-02.10.14 5 1.379,95 € Kroatien
5 Kroatien
Lagebewältigung
Großveranstaltung (Tag deutsche
Einheit)
01.-08.10.2014 6 7.807,06 € Deutschland
6 Kroatien
Förderung u. Entwicklung
d. Kriminalprävention
12.-16.10.2014 4 9.843,43 € Kroatien
7 Moldau
Förderung u. Entwicklung
d. Kriminalprävention/
Verkehrssicherheit
06.-10.10.2014 5 4.868,07 € Deutschland
Drucksache 18/2986 – 28 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode10. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte sind
für die nächste Zukunft geplant, welche Kosten werden dem Bund dafür
entstehen, und aus welchen Haushaltstiteln sollen diese bestritten werden
(bitte nach dem Schema der Fragen 9a bis 9f beantworten)?
Bundeskriminalamt
Nachfolgend sind die geplanten Ausbildungshilfen für das vierte Quartal 2014
dargestellt.
g g p g g
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Algerien
Arbeitsbesuch
Verkehrssicherheit 13.10.2014 17.10.2014 0610 68707 6.000 €
Algerien
Arbeitsbesuch
Sprengstoffsymposium
17.11.2014 21.11.2014 0624 68701 4.000 €
Äthiopien Lehrgang
Polizeiliche
Einsatztaktiken und -
methoden
06.10.2014 10.10.2014 0624 68707 12.000 €
Äthiopien
Arbeitsbesuch
Beratungsmaßnahme
Polizeischulen (sowie
KEN, RWA, TZA,
UGA)
29.11.2014 13.12.2014 0624 68701 s. KEN
Bolivien
multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse
(mit PER)
07.10.2014 15.10.2014 0610 68707 30.000 €
Bolivien
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
CRI, DOM, HTI, COL,
MEX, PAN)
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 s. DOM
Costa Rica
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
BOL, DOM, HTI, COL,
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 s. DOM
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 29 – Drucksache 18/2986Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
MEX, PAN)
Dominikanische
Republik
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
BOL, CRI, HTI, COL,
MEX, PAN)
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 50.000 €
Dominikanische
Republik
Arbeitsbesuch
Polizeiliche
Aufbauhilfe, Bedarfserhebung
30.11.2014 05.12.2014 0624 68701 6.000 €
Haiti
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
BOL, CRI, DOM, COL,
MEX, PAN)
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 s. DOM
Indonesien Lehrgang
Kinderpornografie /
sexueller Missbrauch
und Internetrecherche
01.12.2014 31.12.2014 0624 68701 27.000 €
Jordanien
Arbeitsbesuch
Bedarfserhebung 26.10.2014 30.10.2014 0624 68701 10.000 €
Jordanien Lehrgang Tatortarbeit 05.11.2014 20.11.2014 0624 68701 20.000 €
Kenia
Arbeitsbesuch
Beratungsmaßnahme
Polizeischulen (sowie
ETH, RWA, TZA,
UGA)
29.11.2014 13.12.2014 0624 68701 20.000 €
Kenia
multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse
(mit TZA, UGA)
03.11.2014 14.11.2014 0624 68701 s. TZA
Kolumbien
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
BOL, CRI, DOM, HTI,
MEX, PAN)
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 s. DOM
Marokko Lehrgang BAO-Strukturen 10.11.2014 14.11.2014 0624 68701 12.000 €
Drucksache 18/2986 – 30 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeLand Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Marokko
Arbeitsbesuch
Sprengstoffsymposium
17.11.2014 21.11.2014 0624 68701
Kosten werden
durch EU-Projekt
getragen-€
Marokko Lehrgang Phantombildschulung 20.10.2014 24.10.2014 0610 68707 5.000 €
Marokko
Arbeitsbesuch
Staatsschutz 14.10.2014 17.10.2014 0610 68707 6.000 €
Marokko
Beratungshilfe
Bedarfserhebung 23.11.2014 28.11.2014 0624 68701 11.000 €
Mexiko
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
BOL, CRI, DOM, HTI,
COL, PAN)
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 s. DOM
Oman
Arbeitsbesuch
Kriminaltechnik 17.11.2014 28.11.2014 Selbstzahler -€
Palästinensische
Autonomiegebiete
Arbeitsbesuch
Führungskräfteworkshop
10.11.2014 14.11.2014 0624 68701 7.500 €
Palästinensische
Autonomiegebiete
Lehrgang Tatortarbeit 16.10.2014 30.10.2014 0624 68701 15.000 €
Palästinensische
Autonomiegebiete
Lehrgang Objektschutz 01.10.2014 31.10.2014
0501 68734/-
21/-48
-€
Panama
multinationaler
Lehrgang
Verhandlungen bei
Geiselnahmen und
Entführungen (mit
BOL, CRI, DOM, HTI,
COL, MEX)
24.11.2014 05.12.2014 0624 68701 s. DOM
Peru
multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse
(mit BOL)
07.10.2014 15.10.2014 0610 68707 s. BOL
Peru Lehrgang Observation 08.12.2014 19.12.2014 0624 68701 40.000 €
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31 – Drucksache 18/2986Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Ruanda Lehrgang
Polizeiliche
Einsatztaktiken und -
methoden
17.11.2014 21.11.2014 0624 68701 12.000 €
Ruanda Lehrgang
Polizeiliche
Einsatztaktiken und -
methoden
24.11.2014 28.11.2014 0624 68701 3.000 €
Ruanda
Arbeitsbesuch
Beratungsmaßnahme
Polizeischulen (sowie
ETH, KEN, TZA,
UGA)
29.11.2014 13.12.2014 0624 68701 s. KEN
Tansania
multinationaler
Lehrgang
Terrorismusbekämpfung (mit UGA)
20.10.2014 24.10.2014 0610 68707 15.000 €
Tansania
Arbeitsbesuch
Staatsschutz 01.11.2014 31.12.2014 0624 68701 6.000 €
Tansania
multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse
(mit KEN, UGA)
03.11.2014 14.11.2014 0624 68701 30.000 €
Tansania Lehrgang
Polizeiliche
Einsatztaktiken und -
methoden
27.10.2014 31.10.2014 0624 68701 12.000 €
Tansania
Arbeitsbesuch
Beratungsmaßnahme
Polizeischulen (sowie
ETH, KEN, RWA,
UGA)
29.11.2014 13.12.2014 0624 68701 s. KEN
Tunesien
Arbeitsbesuch
Sprengstoffsymposium
17.11.2014 21.11.2014 0624 68701 4.000 €
Tunesien Lehrgang Tatortarbeit 10.11.2014 21.11.2014 0610 68707 10.000 €
Türkei
Arbeitsbesuch
Rauschgiftkriminalität 01.10.2014 31.10.2014 0624 68701 1.000 €
Uganda
multinationaler
Lehrgang
Operative Analyse
(mit KEN, TZA)
03.11.2014 14.11.2014 0624 68701 s. TZA
Uganda
multinationaler
Terrorismusbekämpfung (mit TZA)
20.10.2014 24.10.2014 0610 68707 s. TZA
Drucksache 18/2986 – 32 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDas BKA und die deutsche Zollverwaltung beteiligen sich darüber hinaus unter
der Leitung Spaniens an dem EU-finanzierten Projekt „EU Law Enforcement
Support for the Fight against Drugs in Peru“. Im Konsortium befinden sich die
EU-Staaten Frankreich, Großbritannien, Niederlande und die Tschechische
Republik. Die Ausbildungsinhalte müssen noch im Einzelnen mit dem
begünstigten Staat abgestimmt werden. Am 3. Juli 2014 hat das Projekt aufgrund der
Zeichnung des Vertrages durch die spanische FIIAPP (administrative Leitung
des Projektes) und die EU-Delegation in Lima offiziell begonnen. Die
Vorbereitung des Projektes vor Ort und damit auch die Phase der Bedarfserhebung
(Inception Phase) starteten mit dem Einsatz von Langzeitexperten aus Spanien,
Frankreich, Großbritannien und Deutschland in der 32. Kalenderwoche 2014.
Des Weiteren befindet sich seit Januar 2014 das EU-Projekt „EuroEast Police“
zugunsten der Länder der östlichen Partnerschaft (ÖP) mit einer Projektlaufzeit
von 48 Monaten und einem Budget von 5 Mio. Euro in der Umsetzung. Eine
Einbindung von Weißrussland erfolgt zz. nicht.
Deutschland beteiligt sich hierbei als Partner in einem Konsortium, gemeinsam
mit den EU-Mitgliedstaaten Finnland, Frankreich, Litauen, Polen, Schweden
sowie dem International Centre for Migration Policy Development (ICMPD),
unter der Konsortialführerschaft von Polen. Nach erfolgten
Bedarfserhebungsreisen in die begünstigten Länder werden derzeit gemeinsam Maßnahmenpläne
erarbeitet.
Bundespolizei
Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Albanien
Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität FH Tirana
03. -
04.11.2014
10
3.500,00 EUR
0610
ALB
Algerien
Informationsbesuch einer
Delegation der Grenzpolizei
am Flughafen Frankfurt/M.
13. -
15.10.2014
5
noch nicht
abgerechnet
DEU
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Lehrgang
Uganda
Arbeitsbesuch
Beratungsmaßnahme
Polizeischulen (sowie
ETH, KEN, RWA,
TZA)
29.11.2014 13.12.2014 0624 68701 s. KEN
Vereinigte
Arabische
Emirate
Arbeitsbesuch
Kriminaltechnik 20.10.2012 24.10.2014 Selbstzahler 6.000 €
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 33 – Drucksache 18/2986Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Algerien
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität zu Gunsten der
DZA Grenzpolizei
offen 100
ca. 1.000,00
EUR
0610
DZA
Afghanistan
Fortentwicklung der
Flughafenpatenschaft Düsseldorf-
Mazar-e-Sharif
Delegation DUS
11/2014
15.000,00
EUR
0501
AFG
Ägypten
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität zu Gunsten der
EGY Grenzpolizei
offen 50-70
n.n.
0610
EGY
Bosnien
Unterstützung bei der
Erstellung einer Konzeption für
Aus- und Fortbildung/
Training am Einsatzmittel
Schusswaffe der Grenzpolizei
06. -
09.10.2014
4
1.500,00 EUR
0610
BiH
China
Erfahrungsaustausch im
Rahmen der
Flughafenpartnerschaften Peking-
Frankfurt/Main, Shanghai-
München
45. KW
3.000,00 EUR
0610
DEU
China
Erfahrungsaustausch im
Rahmen der
Flughafenpartnerschaften Peking-
Frankfurt/Main
16. - 22. 11.
2014
8.000,00 EUR
0610
CHN
China
Erfahrungsaustausch im
Rahmen der
Flughafenpartnerschaften Shanghai-
München
10. - 13. 11.
2014
3.000,00 EUR
0610
DEU
China
Entsendung eines Trainers
zum Peace Keeping Training
Center (CPCTC) in Langfang
10. - 14. 11.
2014
keine CHN
China
Arbeitsbesuch des CHN
Flugdienstes bei der
BPOLFLG
27. 10. 2014
600,00 EUR
0610
CHN
Indien
Besuch einer Delegation aus
dem indischem IM an einem
dt. Flughafen
49. KW noch offen DEU
Israel
Informationsbesuch einer
Delegation der ISR Polizei
im Bundespolizeipräsidium
und der
Bundespolizeiakademie zum Thema Verwaltung,
Budgetierung und Ausbildung
03./04.12.
2014
4
n.n.
0610
DEU
Drucksache 18/2986 – 34 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeLand Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Kosovo
Schulungen im Bereich
Urkundenkriminalität am
FH Pristina
02. -
07.11.2014 20
2.700,00 EUR
0610 KOS
Kosovo
Schulungen im Bereich
Luftsicherheit FH Pristina
27. -
31.10.2014
20
3.000,00 EUR
0610
KOS
Kosovo
Hospitation eines
Grenzkontrollbeamten KOS an
einem deutschen FH
13. -
17.10.2014
1
800,00 EUR
0610
DEU
Libanon
Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität zu Gunsten der
LBN Grenzpolizei
(Multiplikatorenschulung)
09.-
14.11.2014
20-25
ca.
4.500,00 EUR
0610
LBN
Mazedonien
Evaluierung Flughafen Skopje
zur Feststellung des
Ausbildungsbedarfs
14. -
16.10.2014
2
1.400,00 EUR
0610
MKD
Mazedonien
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
19. -
24.10.2014
20
3.300,00 EUR
0610
MKD
Moldau
Schulungen im Bereich
Ermittlungen am Flughafen
03. -
07.11.2014
4
3.000,00 EUR
0610
DEU
Montenegro
Einweisung in die
Arbeitsweise eines Grenzzentrums
geplant 6
5.000,00 EUR
0610
DEU
Nigeria
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität zu Gunsten der
Nigeria Immigration Service
(NIS)
offen 20
n.n.
0610
NGA
Oman
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität zu Gunsten der
Royal Oman Police
(gemeinsam mit DRILL Team)
20./21.10.
2014
20
n.n.
0610
OMN
Palästinensische Gebiete
Qualifizierungsmaßnahme im
Bereich Objektschutz
Hier: Methodik- und
Didaktiktraining
Fortsetzungsmaßnahme aus
2013 (Multiplikatorentraining)
03.11.-
05.12.2014
(geplant)
15
ca. 28.000,00
EUR
0501
PSE
Serbien
Schulungen im Bereich
polizeiliche Auswertung/
Analyse
offen 2
2.000,00 EUR
0610
DEU
Serbien
Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
offen 2
2.000,00 EUR
0610
DEU
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 35 – Drucksache 18/2986Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Kosten der Maßnahmen sollen aus dem Titel 06 10 687 07 getragen werden.
11. In welchem Rahmen sind außerdem noch deutsche Polizistinnen und
Polizisten bzw. Zollbeamtinnen und Zollbeamte im Ausland eingesetzt, und
welche Tätigkeiten verrichten sie dort (bitte nach Einsatzländern und
Einsatzorten sowie Zugehörigkeit zu Bundesländern, BKA und
Bundespolizei aufgliedern)?
Bundeskriminalamt
Seit dem 1. September 2012 ist ein Beamter des Zeugenschutzes des
Bundeskriminalamtes in Ruanda eingesetzt. Durch den Einsatz werden auf Ersuchen der
zuständigen Justizbehörden Verfahren beim OLG Stuttgart und Frankfurt wegen
des Verdachts des Verbrechens gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen
unterstützt.
Land Bezeichnung
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Serbien
Seminar zur grenzpolizeilichen
Einreisekontrolle in SRB
06. -
10.10.2014
20
4.200,00 EUR
0610
SRB
Tunesien
Schulungen im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität/Grenzpolizei
Fortsetzungsmaßnahme
Multiplikatorentraining
Installation/Einweisung ASH
n.n.
abhängig
vom
Liefertermin der
ASH
15
n.n.
0610
TUN
USA
Erfahrungsaustausch
Intern. Seminar Bureau of
Investigation (FBI)
05.10.-
19.12.2014
ca. 4.000,00
EUR
0625
USA
Nr. Land Bezeichnung Zeitraum TN Kosten Ort
1 Kroatien Zugführerseminar
05.-
11.11.2014
5 6.000,00 € Deutschland
2 Kroatien Zugführerseminar
07.-
13.11.2014
5 6.000,00 € Deutschland
3 Kroatien Reformprozesse in der
Polizei
15.-
19.12.2014
8 8.000,00 € Kroatien
Drucksache 18/2986 – 36 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBundespolizei
Die Bundespolizei setzt Polizeibeamte für den Hausordnungs- und
Objektschutzdienst an folgenden deutschen Auslandsvertretungen ein:
Afghanistan Kabul Israel Tel Aviv Pakistan Karachi
Islamabad
Afghanistan Mazar-e Sharif Italien Rom Palästinensische
Gebiete
Ramallah
Ägypten Kairo Jemen Sanaa Polen Warschau
Albanien Tirana Jordanien Amman Russland Moskau
Kambodscha Phnom Penh Russland Kaliningrad
Algerien Algier Kasachstan Almaty Russland St. Petersburg
Kasachstan Astana Saudi-Arabien Riad
Aserbaidschan Baku Kenia Nairobi Senegal Dakar
Äthiopien Addis Abeba Kirgisistan Bischkek Serbien Belgrad
Bangladesch Dhaka Kolumbien Bogotá Simbabwe Harare
Belarus Minsk Kongo, DR Kinshasa Spanien Madrid
Belgien (EU) Brüssel Korea, DV Pjöngjang Sri Lanka Colombo
Belgien (NATO) Brüssel Kosovo Pristina Sudan Khartum
Bosnien und
Herzegowina
Sarajewo Kroatien Zagreb Tadschikistan Duschanbe
Brasilien Brasilia Kuba Havanna Thailand Bangkok
Tschad NʼDjamena
Bulgarien Sofia Kuwait Kuwait Tschechische
Republik
Prag
Tunesien Tunis
Burkina Faso Ouagadougou Libanon Beirut Türkei Ankara
China Peking
Shenyang
Türkei Istanbul
Côte d’Ivoire Abidjan Mali Bamako Türkei Izmir
Frankreich Paris Marokko Rabat Ukraine Kiew
Georgien Tiflis Mauretanien Nouakchott Ungarn Budapest
Griechenland Athen ejR Mazedonien Skopje USA Washington
Großbritannien London USA (GK) New York
Indien New Delhi Moldau Chişinău USA (VN) New York
Indonesien Jakarta Nigeria Abuja Usbekistan Taschkent
Irak Bagdad Nigeria Lagos Vietnam Hanoi
Irak Erbil
Iran Teheran Pakistan Islamabad
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 37 – Drucksache 18/2986Darüber hinaus hat die Bundespolizei zwei Polizeiberater im Einsatz. Diese sind
für fachliche Beratung sowie Informationssteuerung und -gewinnung
verantwortlich. Die Polizeiberater befinden sich an der Ständigen Vertretung der
Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York (1) und an der
Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen
Union in Brüssel (1). Ferner ist ein Bundespolizist beim Zivilen Planungs- und
Durchführungsstab des Europäischen Auswärtigen Dienst in Brüssel als
sogenannter No-Cost Expert eingesetzt. Ein Luftsicherheitsverbindungsbeamten
(LVB) ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingesetzt.
Zudem sind Bundespolizisten an drei Standorten als Personenschützer
eingesetzt.
Darüber hinaus sind folgende Maßnahmen zu nennen:
Zoll
Im Rahmen multilateraler Institutionen, z. B. der Europäischen Union, der
OSZE, der Vereinten Nationen und den daraus resultierenden Vereinbarungen
(z. B. Partnerschafts- und Kooperationsabkommen) finden in Form von
Verwaltungszusammenarbeitsprojekten (z. B. Twinning), kleineren Projekten (z. B.
TAIEX) oder Einzelmaßnahmen auch Auslandseinsätze von deutschen
Zollbeamtinnen und -beamten statt. Diese dienen ausschließlich dem Aufbau von
zollfachlichen Verwaltungskapazitäten in den begünstigten Ländern. Zudem sind
17 Zollverbindungsbeamte in Ländern eingesetzt, mit denen eine enge
zollfachliche Zusammenarbeit besteht oder angestrebt wird.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Im Verantwortungsbereich des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der
Länder sind derzeit keine Polizeivollzugsbeamten im Ausland eingesetzt.
Land Bezeichnung/Funktion Zeitraum
Palästinensische Gebiete
1 Polizeiberater am Deutschen Vertretungsbüro Ramallah
(gehobener Dienst)
Entsendung über BMI
seit Oktober 2013
(Maßnahme dauert an)
Palästinensische Gebiete
1 Polizeiberater (Verwendung als Course Director in der
Palästinensischen Akademie in Jericho (höherer Dienst)
Entsendung über BMI
seit September 2013
(Maßnahme dauert an)
Libanon 1 Polizeiberater/Verbindungsbeamter an der Deutschen
Botschaft im Libanon
Entsendung über BMI
seit Januar 2013
(Maßnahme dauert an)
Vereinigte
Arabische
Emirate
1 Luftsicherheitsverbindungsbeamter in Abu Dhabi seit April 2013
Maßnahme dauert an
Niederlande EUROPOL
1 Verbindungsbeamter (über BKA abgeordnet an EUROPOL)
1 Nationale Expertin im Bereich Serious and Organised Crime
to Focal Point Checkpoint Department, Operations Department
Business Area
Maßnahme dauert an
Drucksache 18/2986 – 38 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode12. Welche materiellen Ausstattungshilfen sind ausländischen
Sicherheitsbehörden in diesem Jahr bislang geliefert sowie zum gegenwärtigen
Zeitpunkt zugesagt, aber noch nicht geliefert worden (bitte konkreten
Empfänger, jeweilige Ausstattung und deren Wert angeben)?
Bundeskriminalamt
Nachfolgend sind bereits umgesetzte und offene Ausstattungshilfen des dritten/
vierten Quartals 2014 aufgelistet. Darunter befinden sich auch drei im
Haushaltsjahr 2013 initiierte Maßnahmen, welche aufgrund des Jahreswechsel und
damit verbundenen Kassenschlüssen u. Ä. erst im laufenden Jahr 2014
umgesetzt werden konnten.
Land Empfänger Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Buchung
Äthiopien EFP, Ethiopian
Federal Police,
Hundestaffel
Logistik
Diensthundewesen
10.01.2014 08.09.2014 0610
68707
16.169,54 €
Dominikanische Republik
Intern. Abt.
Drogenkontrollbehörde
DNCD-DAI
Observationsfahrzeuge
26.03.2014 31.12.2014 0610
68707
29.970,41 €
Dominikanische Republik
Drogenkontrollbehörde
DNCD-DAI
Rauschgiftschnelltests 28.04.2014 08.08.2014 0624
68701
2.860,86 €
Jordanien Jordanische Polizei
Kriminallabor/
Kriminaltechnik
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
06.11.2013 20.11.2014 0610
68707
16.800 €
Jordanien Jordanian Police Führungs- und
Einsatzmittel
(Polizeikellen)
05.09.2014 31.12.2014 0624
68701
3.000 €
Kenia CSSS Mombasa Computer, Foto- und
Dokumentationstechnik
27.08.2014 31.12.2014 0610
68707
5.000 €
Kenia Kenya Police, CID
(Criminal
Investigation Dept.)
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
06.11.2013 31.12.2014 0610
68707
16.800 €
Mauretanien Nationalpolizei/
Direction
Generale de la
Surete Nationale
(DGSN)
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
03.09.2014 11.09.2014 0610
68707
16.800 €
Mauretanien Nationalpolizei/
Direction Generale
de la Surete
Nationale (DGSN)
Standard-PC und
Standardsoftware
03.09.2014 31.12.2014 0610
68707
3.700 €
Mauretanien Nationalpolizei/
Direction Generale
de la Surete
Nationale (DGSN)
Rauschgiftschnelltests 21.08.2014 31.12.2014 0610
68707
6.000 €
Tunesien Nationalpolizei/
Direction Generale
de la Surete
Nationale (DGSN)
Tatortkoffer für
Tatortdienststelle
06.11.2013 21.11.2014 0610
68707
33.600 €
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 39 – Drucksache 18/2986Bundespolizei
Land Empfänger Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Buchung
Tunesien Nationalpolizei/
Direction Generale
de la Surete
Nationale (DGSN)
Tatortfahrzeuge
(inkl. Umbau)
24.04.2014 31.12.2014 0610
68707
136.000 €
Tunesien Direction Générale
de la Sûreté
Nationale (DGSN)
Haken und Leinensatz 28.08.2014 31.12.2014 0624
68707
15.540 €
Tunesien Polizeischulen
Carthago (Police
National) und Bir
Bouregbar (Garde
National)
Standard-PC und
Standardsoftware und
Mobiliarausstattung
09.10.2014 31.12.2014 0624
68707
80.000 €
Land Bezeichnung Zeitraum Kosten
Algerien Ausstattungshilfe
Dokumentenprüftechnik (Doku Viewer)
wird noch abgestimmt n.n.
0610
Ägypten Ausstattungshilfe
Dokumentenprüftechnik (Doku Viewer)
wird noch abgestimmt ca. 6.500,00 EUR
0610
Bosnien Ausstattungshilfe
40 Dokumentenscanner
(1. Kontrolllinie)
geliefert 50.000,00 EUR
0610
Bosnien Ausstattungshilfe
Flutopferhilfe GÜG Samac
(Dienststellenausstattung)
geliefert 65.000,00 EUR
0610
Jordanien Ausstattungshilfe
Dokumentenprüftechnik (Doku Viewer)
geliefert 1.295,15 EUR
0610
Libanon Ausstattungshilfe
Dokumentenprüftechnik
Container
dauert noch an ca. 25.900,00 EUR
0610
Montenegro Ausstattungshilfe Grenzkontrollstempel geliefert 5.000,00 EUR
0610
Nigeria Ausstattungshilfe
Dokumentenprüftechnik (Doku Viewer)
wird noch abgestimmt n.n.
0610
Serbien Ausstattungshilfe
20 Multifunktions-Forensiklupen
HS 111
geliefert 1.794,40 EUR
0610
Tunesien Ausstattungshilfe
Dokumentenprüftechnik (1., 2. und 3. Kontrolllinie)
dauert noch an noch nicht
abgerechnet
0502
Tunesien Ausstattungshilfe
Maritime Sicherheit/Seenotrettungsmittel
dauert noch an noch nicht
abgerechnet
0502
Drucksache 18/2986 – 40 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeInspekteur der Bereitschaftspolizeien
Land Bezeichnung Zeitraum Kosten
Tunesien Ausstattungshilfe
IT-Technik Grenzpolizei (PC, Drucker,
Netzwerkkabel)
dauert noch an noch nicht
abgerechnet
0610
Ukraine Humanitäre Unterstützung des UKR
Grenzschutzes
geplant 100.000,00 EUR
0610
Land übergebene Ausstattungshilfe im zweiten Quartal 2014
Ausstattung Wert
Kroatien IT für ein kriminalpolizeiliches
Beratungszentrum
4.060 €
zugesagte Ausstattungshilfe für 2014
Ausstattung Wert
Moldau 1 Fahrzeug (für mobile Präventionsarbeit), 20.000 €
Moldau Ausbau eines Fahrzeugs (für mobile
Präventionsarbeit)
25.000 €
Moldau Alkoholmessgeräte 34.000 €
Moldau Drogendetektionsgeräte 24.000 €
Moldau Verkehrserziehungszentrum Ungheni;
technische Ausstattung 15.000 €Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]