[Deutscher Bundestag Drucksache 18/4149
18. Wahlperiode 27.02.2015Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Kerstin Kassner,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/3996 –
Polizeikontrollen im Zusammenhang der unerlaubten Einreise und
Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Europäische Kommission hat am 16. Oktober 2014 ein
Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet, wegen
unzulässiger Binnengrenzkontrollen (Verstoß gegen Artikel 20 und Artikel 21a des
Grenzkodex, siehe taz.die tageszeitung vom 22. Dezember 2015 „Brüssel rüffelt
Grenzkontrollen“).
Die Abgeordnete Ulla Jelpke hatte im November 2012 die Europäische
Kommission in einem Brief zu einem solchen Schritt aufgefordert. Sie verwies dabei
auf das „Melki-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 22. Juni
2010, mit dem genauere gesetzliche Regelungen zur Begrenzung von
stichpunktartigen Binnengrenzkontrollen hinsichtlich ihrer Intensität und Häufigkeit
gefordert werden, um das Prinzip einer unkontrollierten Reisefreiheit innerhalb
der Europäischen Union (EU) auch in der Praxis sicherzustellen (vgl. hierzu
auch die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE
LINKE. auf Bundestagsdrucksache 17/11015). Solche Regelungen fehlen
jedoch im deutschen Recht, im Gegensatz etwa zu den Niederlanden, wo es
effektive quantitative Beschränkungen für solche Polizeikontrollen gibt (vgl. Urteil
des EuGH vom 19. Juli 2012, C-278/12 PPU). Die Europäische Kommission
teilte die vorgebrachten Bedenken und wandte sich an die deutschen Behörden;
eine Einigung konnte jedoch nicht erzielt werden. Aus der Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE.
(Bundestagsdrucksache 18/3654, Antwort zu Frage 22) ergibt sich im Groben die Begründung der
Kommission für die Einleitung des Vertragsverletzungsverfahrens: „Die
Europäische Kommission hat rechtliche Bedenken gegen § 23 Absatz 1 Nummer 3
BPolG erhoben. Nach Meinung der Europäischen Kommission soll die Norm
hinsichtlich der Intensität und Häufigkeit von Kontrollen Beschränkungen
vorgeben.“ Auf Nachfragen im Innenausschuss des Deutschen Bundestages am
17. Dezember 2014 erklärte die Bundesregierung, dass sie in Verhandlungen mit
der Europäischen Kommission stehe und durch untergesetzliche Maßnahmen
Zweifel an der Vereinbarkeit deutschen Rechts mit EU-Recht begegnen wolle. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 25. Februar 2015
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/4149 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf sieht sie nicht
(Bundestagsdrucksache 17/11015, Antwort zu Frage 14a).
Trotz mehrfacher Nachfragen ist die Bundesregierung nicht bereit, dem
Deutschen Bundestag das Einleitungsschreiben der Europäischen Kommission im
Wortlaut zur Verfügung zu stellen. Sie beruft sich dabei auf eine Lücke im
Gesetz, das die Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und dem
Parlament in Angelegenheiten der EU regelt (EuZBBG – Gesetz über die
Zusammenarbeit von Bundesregierung und Deutschem Bundestag in Angelegenheiten der
Europäischen Union, hier §4 Absatz 6). Demnach sind die Abgeordneten über
Vertragsverletzungsverfahren in Bezug auf eine fehlerhafte Umsetzung von EU-
Richtlinien zu informieren. Die Bundesregierung zieht daraus den Schluss, dass
eine solche Informationspflicht in Bezug auf eine fehlerhafte Umsetzung von
Verordnungen (wie dem EU-Grenzkodex) nicht bestünde. Dabei handelt es sich
nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller offenkundig um eine
ungewollte Gesetzeslücke, denn das EuZBBG sieht im Übrigen eine umfassende
Unterrichtungspflicht der Bundesregierung gegenüber dem Deutschen Bundestag
zu allen Vorgängen auf der EU-Ebene vor (§ 3 EuZBBG). Im Jahr 2012 gab es
in Deutschland 2,5 Millionen Personenkontrollen der Bundespolizei im
grenznahen Raum zur Verhinderung unerlaubter Einreisen auf der Grundlage des § 23
Absatz 1 Nummer 3 des Bundespolizeigesetzes (BPolG; vgl.
Bundestagsdrucksache 17/14569, Frage 14). Gut 20 000 Mal wurde im Jahr 2012 eine unerlaubte
Einreise bzw. ein unerlaubter Aufenthalt festgestellt (ebd., zu Frage 15), auch
infolge von Befragungen nach § 22 Absatz 1a BPolG bzw. nach Durchsuchungen
nach § 44 Absatz 2 BPolG.
Bei diesen Polizeikontrollen im grenznahen Raum geht es auch um die
Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. Wesentliches Motiv ist auch die
Bekämpfung von unerlaubten Grenzübertritten, die von Personen begangen
werden, die als Asylsuchende in die EU eingereist sind. Sie müssen nach der
Dublin-Verordnung im Land der Ersteinreise ihr Asylverfahren betreiben. Die
Fahndung nach unerlaubt Einreisenden steht in der Kritik, Praktiken des „racial
profiling“ bei Polizeikontrollen in Grenznähe zur Folge zu haben (vgl. Institut
für Menschenrechte, Studie „Racial Profiling – Menschenrechtswidrige
Personenkontrollen nach § 22 Abs. 1a Bundespolizeigesetz“).
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Es trifft zu, dass die Europäische Kommission im Rahmen eines Pilot-, später
Vertragsverletzungsverfahrens mit Fragen zur Vereinbarkeit von § 23 Absatz 1
Nummer 3 des Bundespolizeigesetzes (BPolG) mit der Verordnung (EG)
Nr. 562/2006 vom 15. März 2006 (Schengener Grenzkodex) an die
Bundesregierung herangetreten ist und dabei auch Intensität und Häufigkeit der
Kontrollen thematisiert hat.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass § 23 Absatz 1 Nummer 3 BPolG mit
europäischem Recht vereinbar ist und Kontrollintensität und -häufigkeit für den
Binnengrenzbereich in Deutschland rechtlich hinreichend konkret normiert
sind. Sie unterrichtet den Deutschen Bundestag in Vertragsverletzungsverfahren
gemäß § 4 Absatz 6 Nummer 1 des Gesetzes über die Zusammenarbeit von
Bundesregierung und Deutschem Bundestag in Angelegenheiten der Europäischen
Union (EUZBBG), soweit diese Verfahren die ausgebliebene, unvollständige
oder fehlerhafte Umsetzung von Richtlinien durch den Bund betreffen.
Verordnungen der Europäischen Union – wie der Schengener Grenzkodex – sind von
der Vorschrift nicht erfasst. Darüber hinaus weist die Bundesregierung darauf
hin, dass der Innenausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Sitzung vom
17. Dezember 2014 durch einen Vertreter der Bundesregierung zu diesem
Vertragsverletzungsverfahren informiert worden ist.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/4149Im Übrigen wird auf die Vorbemerkungen der Bundesregierung in den
Antworten der Bundesregierung auf die Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. auf
Bundestagsdrucksachen 18/453 vom 6. Februar 2014 und 18/939 vom 27. März
2014 verwiesen.
1. Mit welcher Begründung verweigert die Bundesregierung den
Abgeordneten des Deutschen Bundestages eine Kenntnisnahme des
Einleitungsschreibens der Europäischen Kommission (siehe Vorbemerkung der Fragesteller)?
Auf die Ausführungen zur Unterrichtung des Deutschen Bundestages in der
Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen.
2. Ist die Bundesregierung inzwischen bereit, dem Deutschen Bundestag den
Wortlaut des Einleitungsschreibens der Europäischen Kommission zur
Verfügung zu stellen, wenn nein, welche weiteren Ausführungen zum Inhalt
des Schreibens und der rechtlichen und tatsächlichen Begründung lassen
sich machen, und wurde in dem Schreiben insbesondere auch die Gefahr
eines „racial profiling“ bei in ihrer Intensität und Häufigkeit nicht näher
begrenzten Kontrollen thematisiert?
Zur erbetenen Übermittlung des Einleitungsschreibens der Europäischen
Kommission und zum näheren Inhalt des Schreibens wird auf die Ausführungen zur
Unterrichtung des Deutschen Bundestages in der Vorbemerkung der
Bundesregierung Bezug genommen.
In der Sitzung des Innenausschusses des Deutschen Bundestages am 17.
Dezember 2014 hat der Vertreter der Bundesregierung auch mitgeteilt, dass in dem in
Rede stehenden Schreiben der Europäischen Kommission „racial profiling“
nicht angesprochen wird.
3. Wie ist der aktuelle Stand des Vertragsverletzungsverfahrens, und welche
Schritte werden folgen (bitte ausführen)?
Die Bundesregierung hat der Europäischen Kommission mit Schreiben vom
16. Februar 2015 die erbetene Stellungnahme übermittelt. Die im
Innenausschuss des Deutschen Bundestages angekündigten Gespräche zwischen der
Europäischen Kommission und der Bundesregierung haben zwischenzeitlich
stattgefunden und sollen auf Grundlage der Stellungnahme fortgesetzt werden.
4. Wie soll der Vorgabe des EuGH im „Melki-Urteil“ nach gesetzlichen
Regelungen zur Häufigkeit und Intensität von Kontrollen nachgekommen werden,
wenn es die Bundesregierung laut Auskunft im Innenausschuss des
Deutschen Bundestages (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) dabei belassen
will, untergesetzliche Regelungen zu treffen?
Der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil vom 22. Juni 2012 in den
Rechtssachen C-188/10 und C-189/10 Ausführungen zu inhaltlichen
Anforderungen an eine nationale Regelung gemacht. Zu der Frage, wie diese
Anforderungen im nationalen Recht ausgestaltet werden, sind dem Urteil nach
Einschätzung der Bundesregierung keine Vorgaben zu entnehmen. Im Übrigen geht die
Bundesregierung von der Schengenkonformität der geltenden Rechtslage aus.
Drucksache 18/4149 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode5. Wie soll bei untergesetzlichen Regelungen eine parlamentarische oder
öffentliche Kontrolle sichergestellt werden, angesichts des Umstands, dass sich die
Bundesregierung in der Vergangenheit trotz mehrfacher Nachfragen der
Abgeordneten Ulla Jelpke (vgl. Bundestagsdrucksache 17/12646, Schriftliche
Frage 10, S. 6) geweigert hat, eine Weisung der Bundespolizeidirektion zu
Kontrollen bei Flügen aus Griechenland im Wortlaut zur Verfügung zu
stellen, obwohl angesichts der Presseberichterstattung über systematische
Personenkontrollen bzw. Personenbefragungen (vgl. taz.die tageszeitung
vom 18. September 2012 „Halten Sie ihren Pass bereit“) Zweifel daran
bestanden, ob die Auskünfte der Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache
17/11015 zum Inhalt der Weisung zutreffend waren (bitte ausführen)?
Aus dem parlamentarischen Fragerecht ergibt sich ein Anspruch auf
vollständige und wahrheitsgemäße Beantwortung der der Bundesregierung gestellten
Fragen. Einen Anspruch auf Übermittlung von (einzelnen) Schriftstücken
umfasst das parlamentarische Fragerecht hingegen nicht. Zur Ausübung
polizeilicher Befragungen und Kontrollen, insbesondere zu deren Quantität, wird auf
die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE
LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/453 vom 6. Februar 2014 und
nachstehende Antworten verwiesen.
6. In welchem Umfang hat die Bundespolizei im Jahr 2013 bzw. im Jahr 2014
(bitte differenziert darstellen) von § 22 Absatz 1a BPolG, § 23 Absatz 1
BPolG und § 44 Absatz 2 BPolG Gebrauch gemacht (bitte für die einzelnen
Bundespolizeidirektionen jeweils nach Grenzgebiet, Inland und Flughäfen
sowie nach Fortbewegungsmittel differenziert auflisten)?
Die Anzahl der polizeilichen Maßnahmen im Sinne der Fragestellung kann der
nachfolgenden tabellarischen Übersicht entnommen werden. Eine
Differenzierung nach „Fortbewegungsmitteln“ wird durch die Bundespolizei statistisch
nicht erfasst.
Direktion Art der
Grenze/
Inland
2013 2014
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
BPOLD Bad
Bramstedt
Grenzgebiet 9 301 450 71 307 0 286 086 77 520
Inland 16 406 0 0 16 856 0 0
Flughäfen 124 0 0 406 0 0
BPOLD Berlin Grenzgebiet 12 613 231 376 89 384 0 209 334 83 242
Inland 52 726 0 0 54 473 0 0
Flughäfen 5 920 0 0 9 497 0 0
BPOLD
Flughafen
Frankfurt/Main
Inland 4 397 0 0 5 492 0 0
Flughäfen 40 642 0 0 18 516 0 0
BPOLD
Hannover
Grenzgebiet 15 44 539 6 294 0 44 903 7 939
Inland 14 992 0 0 13 179 0 0
Flughäfen 2 616 0 0 4 692 0 0
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/41497. In welchem Umfang wurden in den genannten Zeiträumen bei anlasslosen
Befragungen oder Kontrollen der Bundespolizei (bitte jeweils auch nach
der Rechtsgrundlage differenzieren) Verstöße welcher Art festgestellt, und
wie viele Feststellungen betrafen insbesondere die Tatbestände unerlaubter
Aufenthalt, unerlaubte Einreise bzw. sonstige Verstöße gegen das
Aufenthaltsgesetz?
Die Anzahl der Feststellungen bei der Ausübung polizeilicher Befugnisse im
Sinne der Fragestellung kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Feststellungen nach dem Aufenthaltsgesetz sind in der Summe der
strafrechtlichen Delikte enthalten. Darüber hinausgehende statistische Daten liegen der
Bundespolizei nicht vor.
Direktion Art der
Grenze/
Inland
2013 2014
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
BPOLD
Koblenz
Grenzgebiet 428 139 560 5 369 0 127 098 5 284
Inland 68 066 0 0 60 778 0 0
Flughäfen 2 570 0 0 3 742 0 0
BPOLD
München
Grenzgebiet 0 527 300 100 960 0 433 973 90 034
Inland 88 582 0 0 76 037 0 0
Flughäfen 8 625 0 0 13 695 0 0
BPOLD
Pirna
Grenzgebiet 519 779 775 240 788 0 926 554 291 165
Inland 41 690 0 0 43 306 0 0
Flughäfen 7 487 0 0 5 839 0 0
BPOLD
Sankt Augustin
Grenzgebiet 0 98 907 24 844 0 95 219 24 625
Inland 83 187 0 0 78 511 0 0
Flughäfen 12 348 0 0 17 647 0 0
BPOLD
Stuttgart
Grenzgebiet 50 198 336 15 488 0 190 583 13 539
Inland 11 143 0 0 10 661 0 0
Flughäfen 11 140 0 0 10 511 0 0
Gesamt 486 295 2 321 243 554 434 443 838 2 313 750 593 348
2013 2014
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
Strafrechtliche Delikte 16 969 60 457 471 23 931 90 492 496
Unerlaubte Einreise 2 280 17 085 8 4 794 30 167 1
Unerlaubter Aufenthalt 4 249 1 697 3 5 315 2 134 0
Drucksache 18/4149 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode8. Wie verteilten sich jeweils Befragungen, Feststellungen zur
Personenfahndung, zur Sachfahndung, zu strafrechtlichen Delikten und von unerlaubter
Einreise und unerlaubtem Aufenthalt (bitte getrennt angeben) in den
genannten Zeiträumen auf Grenzgebiet, Inland und Flughäfen?
Statistische Daten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
2013 2014
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
§ 22
Abs. 1a
BPolG
§ 23
Abs. 1 Nr. 3
BPolG
§ 44
Abs. 2
BPolG
G
re
nz
ge
bi
et
Personenfahndung 41 21 362 14 118 22 983 53
Sachfahndung 1 4 364 19 13 4 475 53
Strafrechtliche Delikte 618 60 457 471 2 641 90 492 496
Unerlaubte Einreise 843 17 085 8 3 468 30 167 1
Unerlaubter Aufenthalt 153 1 697 3 131 2 134 0
In
la
nd
Personenfahndung 16 103 0 0 13 604 0 0
Sachfahndung 774 0 0 551 0 0
Strafrechtliche Delikte 13 157 0 0 18 804 0 0
Unerlaubte Einreise 309 0 0 246 0 0
Unerlaubter Aufenthalt 4 072 0 0 5 141 0 0
F
lu
gh
äf
en
Personenfahndung 166 0 0 262 0 0
Sachfahndung 93 0 0 177 0 0
Strafrechtliche Delikte 3 194 0 0 2 486 0 0
Unerlaubte Einreise 1 128 0 0 1 080 0 0
Unerlaubter Aufenthalt 24 0 0 43 0 0
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/4149 9. Welches waren die zehn Hauptherkunftsländer bei Feststellungen von
unerlaubter Einreise bzw. unerlaubtem Aufenthalt im Jahr 2013 und im Jahr
2014 durch die Bundespolizei (bitte nach Bundespolizeidirektion und
Fortbewegungsmittel differenzieren)?
Statistische Daten k��nnen den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Unerlaubte Einreise im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Syrien
BPOLD Bad Bramstedt 333 Zug 1 229
BPOLD Berlin 97 PKW 699
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 83 nicht bekannt 556
BPOLD Hannover 113 Flugzeug 480
BPOLD Koblenz 277 KOM 335
BPOLD München 1 313 Kleintransporter 122
BPOLD Pirna 164 LKW 18
BPOLD Sankt Augustin 538
BPOLD Stuttgart 521
Gesamt 3 439
Russische
Föderation
BPOLD Bad Bramstedt 148 PKW 1 424
BPOLD Berlin 1 567 Flugzeug 473
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 203 nicht bekannt 762
BPOLD Hannover 20 Zug 410
BPOLD Koblenz 71 KOM 187
BPOLD München 660 Kleintransporter 157
BPOLD Pirna 452
BPOLD Sankt Augustin 164
BPOLD Stuttgart 128
Gesamt 3 413
Afghanistan
BPOLD Bad Bramstedt 150 Zug 1 013
BPOLD Berlin 14 nicht bekannt 477
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 45 PKW 301
BPOLD Hannover 59 KOM 211
BPOLD Koblenz 581 Flugzeug 153
BPOLD München 820 Kleintransporter 30
BPOLD Pirna 53 LKW 30
BPOLD Sankt Augustin 347
BPOLD Stuttgart 146
Gesamt 2 215
Drucksache 18/4149 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeUnerlaubte Einreise im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Eritrea
BPOLD Bad Bramstedt 132 nicht bekannt 524
BPOLD Berlin 1 Zug 384
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 76 KOM 282
BPOLD Hannover 58 PKW 156
BPOLD Koblenz 492 Flugzeug 140
BPOLD München 314 Kleintransporter 46
BPOLD Sankt Augustin 228 LKW 1
BPOLD Stuttgart 232
Gesamt 1 533
Türkei
BPOLD Bad Bramstedt 17 PKW 744
BPOLD Berlin 24 nicht bekannt 279
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 56 Flugzeug 167
BPOLD Hannover 34 Zug 87
BPOLD Koblenz 37 KOM 46
BPOLD München 758 Kleintransporter 15
BPOLD Pirna 44 LKW 6
BPOLD Sankt Augustin 231
BPOLD Stuttgart 143
Gesamt 1 344
Serbien
BPOLD Bad Bramstedt 58 PKW 408
BPOLD Berlin 7 Kleintransporter 349
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 27 KOM 271
BPOLD Hannover 5 Zug 105
BPOLD Koblenz 134 nicht bekannt 90
BPOLD München 402 Flugzeug 83
BPOLD Pirna 487 LKW 1
BPOLD Sankt Augustin 121
BPOLD Stuttgart 66
Gesamt 1 307
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/4149Unerlaubte Einreise im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Kosovo
BPOLD Bad Bramstedt 21 PKW 493
BPOLD Berlin 10 Zug 243
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 13 nicht bekannt 166
BPOLD Hannover 11 KOM 91
BPOLD Koblenz 63 Flugzeug 51
BPOLD München 624 Kleintransporter 30
BPOLD Pirna 24 LKW 1
BPOLD Sankt Augustin 121
BPOLD Stuttgart 188
Gesamt 1 075
Ukraine
BPOLD Bad Bramstedt 8 Flugzeug 359
BPOLD Berlin 13 Kleintransporter 199
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 143 PKW 185
BPOLD Hannover 5 KOM 176
BPOLD Koblenz 4 nicht bekannt 33
BPOLD München 358 Zug 27
BPOLD Pirna 431 LKW 6
BPOLD Sankt Augustin 14
BPOLD Stuttgart 9
Gesamt 985
Somalia
BPOLD Bad Bramstedt 70 KOM 293
BPOLD Berlin 9 Zug 218
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 17 nicht bekannt 117
BPOLD Hannover 59 Flugzeug 95
BPOLD Koblenz 99 PKW 61
BPOLD München 382
BPOLD Pirna 4
BPOLD Sankt Augustin 88
BPOLD Stuttgart 56
Gesamt 784
Drucksache 18/4149 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeUnerlaubte Einreise im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Pakistan
BPOLD Bad Bramstedt 17 Zug 229
BPOLD Berlin 17 nicht bekannt 192
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 27 PKW 160
BPOLD Hannover 5 Flugzeug 77
BPOLD Koblenz 134 KOM 52
BPOLD München 314 Kleintransporter 24
BPOLD Pirna 62
BPOLD Sankt Augustin 89
BPOLD Stuttgart 69
Gesamt 734
Unerlaubte Einreise im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Syrien
BPOLD Bad Bramstedt 1 038 Zug 6 731
BPOLD Berlin 116 PKW 3 112
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 118 nicht bekannt 2 326
BPOLD Hannover 237 Flugzeug 500
BPOLD Koblenz 1 026 KOM 466
BPOLD München 7 090 Kleintransporter 607
BPOLD Pirna 446 LKW 287
BPOLD Sankt Augustin 1 003
BPOLD Stuttgart 2 955
Gesamt 14 029
Eritrea
BPOLD Bad Bramstedt 293 Zug 4 491
BPOLD Berlin 6 PKW 323
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 53 nicht bekannt 2 455
BPOLD Hannover 192 Flugzeug 96
BPOLD Koblenz 2 078 KOM 370
BPOLD München 3 083 Kleintransporter 208
BPOLD Pirna 15 LKW 2
BPOLD Sankt Augustin 948
BPOLD Stuttgart 1 277
Gesamt 7 945
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/4149Unerlaubte Einreise im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Afghanistan
BPOLD Bad Bramstedt 164 Zug 1 529
BPOLD Berlin 22 PKW 778
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 23 nicht bekannt 803
BPOLD Hannover 39 Flugzeug 124
BPOLD Koblenz 607 KOM 150
BPOLD München 2 212 Kleintransporter 92
BPOLD Pirna 90 LKW 280
BPOLD Sankt Augustin 235
BPOLD Stuttgart 364
Gesamt 3 756
Kosovo
BPOLD Bad Bramstedt 38 Zug 1 344
BPOLD Berlin 4 PKW 847
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 11 nicht bekannt 508
BPOLD Hannover 7 Flugzeug 38
BPOLD Koblenz 100 KOM 99
BPOLD München 1 921 Kleintransporter 91
BPOLD Pirna 348 LKW 19
BPOLD Sankt Augustin 61
BPOLD Stuttgart 456
Gesamt 2 946
Türkei
BPOLD Bad Bramstedt 12 Zug 77
BPOLD Berlin 26 PKW 840
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 45 nicht bekannt 240
BPOLD Hannover 33 Flugzeug 170
BPOLD Koblenz 30 KOM 32
BPOLD München 871 Kleintransporter 12
BPOLD Pirna 36 LKW 6
BPOLD Sankt Augustin 176
BPOLD Stuttgart 148
Gesamt 1 377
Drucksache 18/4149 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeUnerlaubte Einreise im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Serbien
BPOLD Bad Bramstedt 62 Zug 100
BPOLD Berlin 14 PKW 437
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 18 nicht bekannt 266
BPOLD Hannover 14 Flugzeug 50
BPOLD Koblenz 126 KOM 215
BPOLD München 346 Kleintransporter 303
BPOLD Pirna 612 LKW 5
BPOLD Sankt Augustin 107
BPOLD Stuttgart 77
Gesamt 1 376
Russische
Föderation
BPOLD Bad Bramstedt 46 Zug 171
BPOLD Berlin 252 PKW 394
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 189 nicht bekannt 230
BPOLD Hannover 36 Flugzeug 432
BPOLD Koblenz 49 KOM 99
BPOLD München 435 Kleintransporter 33
BPOLD Pirna 160
BPOLD Sankt Augustin 88
BPOLD Stuttgart 104
Gesamt 1 359
Ukraine
BPOLD Bad Bramstedt 11 Zug 35
BPOLD Berlin 69 PKW 275
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 91 nicht bekannt 73
BPOLD Hannover 5 Flugzeug 303
BPOLD Koblenz 21 KOM 363
BPOLD München 371 Kleintransporter 297
BPOLD Pirna 757 LKW 5
BPOLD Sankt Augustin 18
BPOLD Stuttgart 8
Gesamt 1 351
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/4149Unerlaubte Einreise im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Somalia
BPOLD Bad Bramstedt 56 Zug 514
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 14 PKW 39
BPOLD Hannover 25 nicht bekannt 227
BPOLD Koblenz 118 Flugzeug 31
BPOLD München 852 KOM 498
BPOLD Pirna 11
BPOLD Sankt Augustin 53
BPOLD Stuttgart 180
Gesamt 1 309
Nigeria
BPOLD Bad Bramstedt 15 Zug 523
BPOLD Berlin 16 PKW 64
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 131 nicht bekannt 123
BPOLD Hannover 8 Flugzeug 167
BPOLD Koblenz 21 KOM 150
BPOLD München 563 Kleintransporter 3
BPOLD Pirna 27
BPOLD Sankt Augustin 99
BPOLD Stuttgart 150
Gesamt 1 030
Unerlaubter Aufenthalt im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Türkei
BPOLD Bad Bramstedt 10 Flugzeug 1 298
BPOLD Berlin 123 nicht bekannt 179
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 198 Zug 34
BPOLD Hannover 195 PKW 30
BPOLD Koblenz 35 KOM 2
BPOLD München 180 Kleintransporter 1
BPOLD Pirna 19
BPOLD Sankt Augustin 457
BPOLD Stuttgart 327
Gesamt 1 544
Drucksache 18/4149 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeUnerlaubter Aufenthalt im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Russische
Föderation
BPOLD Bad Bramstedt 20 Flugzeug 891
BPOLD Berlin 455 nicht bekannt 504
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 232 Zug 58
BPOLD Hannover 125 PKW 17
BPOLD Koblenz 16 KOM 5
BPOLD München 181
BPOLD Pirna 31
BPOLD Sankt Augustin 330
BPOLD Stuttgart 85
Gesamt 1 475
Syrien
BPOLD Bad Bramstedt 195 nicht bekannt 604
BPOLD Berlin 40 Zug 212
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 18 PKW 76
BPOLD Hannover 220 Flugzeug 55
BPOLD Koblenz 49 KOM 16
BPOLD München 141
BPOLD Pirna 28
BPOLD Sankt Augustin 185
BPOLD Stuttgart 87
Gesamt 963
Afghanistan
BPOLD Bad Bramstedt 57 nicht bekannt 660
BPOLD Berlin 35 Zug 121
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 17 Flugzeug 28
BPOLD Hannover 150 PKW 5
BPOLD Koblenz 95 KOM 6
BPOLD München 136
BPOLD Pirna 22
BPOLD Sankt Augustin 183
BPOLD Stuttgart 125
Gesamt 820
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/4149Unerlaubter Aufenthalt im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Marokko
BPOLD Bad Bramstedt 14 nicht bekannt 480
BPOLD Berlin 25 Zug 103
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 28 Flugzeug 90
BPOLD Hannover 87 PKW 6
BPOLD Koblenz 66 KOM 4
BPOLD München 21
BPOLD Pirna 7
BPOLD Sankt Augustin 334
BPOLD Stuttgart 101
Gesamt 683
Eritrea
BPOLD Bad Bramstedt 188 nicht bekannt 325
BPOLD Berlin 3 Zug 241
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 43 Flugzeug 45
BPOLD Hannover 208 KOM 35
BPOLD Koblenz 72 Kleintransporter 7
BPOLD München 29 PKW 4
BPOLD Pirna 4
BPOLD Sankt Augustin 75
BPOLD Stuttgart 35
Gesamt 657
China
BPOLD Bad Bramstedt 1 Flugzeug 580
BPOLD Berlin 43 nicht bekannt 41
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 411 Zug 14
BPOLD Hannover 18 KOM 1
BPOLD Koblenz 19 PKW 1
BPOLD München 70
BPOLD Pirna 9
BPOLD Sankt Augustin 59
BPOLD Stuttgart 7
Gesamt 637
Drucksache 18/4149 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeUnerlaubter Aufenthalt im Jahr 2013
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Kosovo
BPOLD Bad Bramstedt 3 Flugzeug 393
BPOLD Berlin 9 nicht bekannt 169
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 13 Zug 40
BPOLD Hannover 75 PKW 28
BPOLD Koblenz 27 KOM 1
BPOLD München 163
BPOLD Pirna 6
BPOLD Sankt Augustin 165
BPOLD Stuttgart 170
Gesamt 631
Serbien
BPOLD Bad Bramstedt 17 nicht bekannt 294
BPOLD Berlin 43 Flugzeug 209
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 30 Zug 59
BPOLD Hannover 29 PKW 38
BPOLD Koblenz 85 KOM 19
BPOLD München 90 Kleintransporter 6
BPOLD Pirna 46
BPOLD Sankt Augustin 185
BPOLD Stuttgart 100
Gesamt 625
Iran
BPOLD Bad Bramstedt 4 Flugzeug 418
BPOLD Berlin 20 nicht bekannt 161
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 185 Zug 19
BPOLD Hannover 111 PKW 3
BPOLD Koblenz 18 KOM 1
BPOLD München 43
BPOLD Pirna 6
BPOLD Sankt Augustin 181
BPOLD Stuttgart 34
Gesamt 602
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/4149Unerlaubte Aufenthalt im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Syrien
BPOLD Bad Bramstedt 430 nicht bekannt 2 951
BPOLD Berlin 163 Zug 492
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 23 PKW 141
BPOLD Hannover 423 Flugzeug 71
BPOLD Koblenz 242 KOM 49
BPOLD München 1 343 Kleintransporter 40
BPOLD Pirna 157
BPOLD Sankt Augustin 888
BPOLD Stuttgart 75
Gesamt 3 744
Eritrea
BPOLD Bad Bramstedt 448 nicht bekannt 2 013
BPOLD Berlin 27 Zug 910
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 37 Flugzeug 46
BPOLD Hannover 391 KOM 25
BPOLD Koblenz 391 PKW 14
BPOLD München 915
BPOLD Pirna 12
BPOLD Sankt Augustin 708
BPOLD Stuttgart 79
Gesamt 3 008
Türkei
BPOLD Bad Bramstedt 6 Flugzeug 1 343
BPOLD Berlin 131 nicht bekannt 134
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 257 Zug 21
BPOLD Hannover 219 PKW 20
BPOLD Koblenz 16 KOM 4
BPOLD München 178 LKW 1
BPOLD Pirna 18
BPOLD Sankt Augustin 442
BPOLD Stuttgart 256
Gesamt 1 523
Drucksache 18/4149 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeUnerlaubte Aufenthalt im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Marokko
BPOLD Bad Bramstedt 36 nicht bekannt 813
BPOLD Berlin 43 Zug 165
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 25 Flugzeug 139
BPOLD Hannover 157 KOM 10
BPOLD Koblenz 138 PKW 6
BPOLD München 88
BPOLD Pirna 24
BPOLD Sankt Augustin 574
BPOLD Stuttgart 48
Gesamt 1 133
Afghanistan
BPOLD Bad Bramstedt 54 nicht bekannt 893
BPOLD Berlin 74 Zug 159
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 23 Flugzeug 35
BPOLD Hannover 208 KOM 2
BPOLD Koblenz 157
BPOLD München 285
BPOLD Pirna 36
BPOLD Sankt Augustin 222
BPOLD Stuttgart 30
Gesamt 1 089
Russische
Föderation
BPOLD Bad Bramstedt 14 Flugzeug 816
BPOLD Berlin 267 nicht bekannt 223
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 182 Zug 21
BPOLD Hannover 105 PKW 13
BPOLD Koblenz 23 Kleintransporter 1
BPOLD München 172 LKW 1
BPOLD Pirna 39
BPOLD Sankt Augustin 222
BPOLD Stuttgart 51
Gesamt 1 075
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/4149Unerlaubte Aufenthalt im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Kosovo
BPOLD Bad Bramstedt 9 nicht bekannt 429
BPOLD Berlin 19 Flugzeug 305
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 29 Zug 70
BPOLD Hannover 45 PKW 23
BPOLD Koblenz 60 KOM 2
BPOLD München 356 LKW 1
BPOLD Pirna 25
BPOLD Sankt Augustin 144
BPOLD Stuttgart 143
Gesamt 830
China
BPOLD Bad Bramstedt 1 Flugzeug 724
BPOLD Berlin 50 nicht bekannt 28
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 471 Zug 12
BPOLD Hannover 20 PKW 2
BPOLD Koblenz 6
BPOLD München 142
BPOLD Pirna 3
BPOLD Sankt Augustin 61
BPOLD Stuttgart 12
Gesamt 766
Algerien
BPOLD Bad Bramstedt 18 nicht bekannt 547
BPOLD Berlin 20 Zug 112
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 32 Flugzeug 36
BPOLD Hannover 127 PKW 6
BPOLD Koblenz 64
BPOLD München 31
BPOLD Pirna 13
BPOLD Sankt Augustin 347
BPOLD Stuttgart 49
Gesamt 701
Drucksache 18/4149 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode10. In wie vielen Fällen wurde insgesamt im Jahr 2013 bzw. im Jahr 2014 ein
Verdacht auf eine unerlaubte Einreise bzw. einen unerlaubten Aufenthalt
durch die Behörden von Bund und Ländern festgestellt (bitte nach den
Hauptherkunftsstaaten differenziert und für beide Jahre getrennt
angeben)?
Durch die Bundespolizei und die mit der polizeilichen Kontrolle des
grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden der Bundesländer Bayern und
Hamburg werden nur Daten zum Versuch der unerlaubten Einreise erhoben.
Statistische Daten können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Unerlaubte Aufenthalt im Jahr 2014
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
Direktion Anzahl Fortbewegungsmittel Anzahl
Iran
BPOLD Bad Bramstedt 7 Flugzeug 475
BPOLD Berlin 34 nicht bekannt 133
BPOLD Flughafen Frankfurt/Main 185 Zug 16
BPOLD Hannover 77 PKW 5
BPOLD Koblenz 19 KOM 3
BPOLD München 55
BPOLD Pirna 6
BPOLD Sankt Augustin 233
BPOLD Stuttgart 16
Gesamt 632
Staatsangehörigkeit
(Top-10)
2013 Staatsangehörigkeit
(Top-10)
2014
Gesamt 2 029 Gesamt 1 906
Russische Föderation 291 Russische Föderation 244
Türkei 194 China 143
China 136 Türkei 142
Ukraine 77 Ukraine 97
Libyen 67 Nigeria 64
Kasachstan 64 Saudi-Arabien 56
Saudi-Arabien 57 Albanien 52
Dominikanische Republik 51 Indien 50
Nigeria 45 Serbien 40
Indien 45 Kasachstan 40
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 21 – Drucksache 18/414911. In welchem Umfang sind welche Strafen wegen unerlaubter Einreise bzw.
unerlaubten Aufenthalts gegen wie viele Personen (bitte auch nach den
zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten differenzieren) in den Jahren
2013 bzw. 2014 (bitte getrennt angeben) verhängt worden?
Der Strafverfolgungsstatistik 2013 sind zu § 95 des Aufenthaltsgesetzes
(AufenthG) folgende Aussagen zu entnehmen:
Nach allgemeinem Strafrecht Verurteilte:
– 6 707 Verurteilungen,
– davon 359 zu Freiheitsstrafe,
– davon 278 zur Bewährung ausgesetzt.
Nach Jugendstrafrecht Verurteilte:
– 58 Verurteilungen,
– davon eine Jugendstrafe.
Eine Differenzierung nach Staatsangehörigkeiten ist nicht möglich, für das Jahr
2014 sind die Daten zudem noch nicht verfügbar.
12. Wie erklärt die Bundesregierung, dass nach ihren Angaben im
Durchführungszeitraum der Europäischen Polizeioperation Mos Maiorum in der
Bundesrepublik Deutschland 2 664 Personen im Inland und 470 Personen
an den Außengrenzen ohne Aufenthaltstitel bzw. Einreiseerlaubnis
festgestellt wurden (Bundestagsdrucksache 18/3654), nach den Angaben aus
dem Abschlussbericht Italiens aber 3 129 bzw. 509 Personen
(Ratsdokument 5474/15)?
Zu welchen der Angaben auf Bundestagsdrucksache 18/3654 sind
aufgrund von Nachmeldungen etc. gegebenenfalls noch weitere Korrekturen
angezeigt?
Bei den in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 11a auf
Bundestagsdrucksache 18/3654 vom 22. Dezember 2014 übermittelten Angaben handelt es sich
um die im Rahmen des gemeinsamen Einsatzes „Mos Maiorum“ in Deutschland
durch die Bundespolizei festgestellten Zahlen. Die Bundesregierung war an der
Erstellung der Tabelle auf Seite 6 des Abschlussberichts der italienischen
Delegation vom 22. Januar 2015 (Ratsdok. 5474/15) nicht beteiligt.
13. Wie viele Einreiseverbote und Aufenthaltsverbote liegen derzeit gegen
wie viele Personen vor (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Staatsangehörigkeiten und dem Jahr der Verfügung differenzieren), und was lässt
sich Genaueres über die Bereinigung des Ausländerzentralregisters in
Bezug auf rechtswidrige Einreiseverbote infolge der Rechtsprechung des
EuGH (Urteil vom 19. September 2013 in der Sache Filev/Osmani) sagen
(wie ging die Bereinigung vor sich, wie lange hat sie gedauert, wie viele
Datensätze wurden überprüft bzw. bereinigt, welche Kosten sind
entstanden, wie viele Behörden bzw. Personal waren beteiligt usw.)?
Gemäß § 11 Absatz 1 AufenthG besteht ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für
Personen, die ausgewiesen, abgeschoben oder zurückgeschoben wurden. Für die
Auswertung wurden Personen mit mindestens einem der relevanten
Sachverhalte berücksichtigt. Sofern zu einer Person mehrere relevante Speicherungen
vorlagen, wurde die zuletzt erlassene Maßnahme berücksichtigt.
Drucksache 18/4149 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAusländer mit Einreise- und Aufenthaltsverbot gemäß § 11 Absatz 1 AufenthG
(berücksichtigte Sachverhalte: Ausweisungsverfügungen, vollzogene
Abschiebungen sowie Zurückschiebungen – Stichtag 31. Dezember 2014):
Staatsangehörigkeit Insgesamt
Serbien 8 133
Türkei 8 055
Russische Föderation 5 702
Kosovo 3 997
Mazedonien 3 442
Jugoslawien (ehemals) 2 945
Vietnam 2 661
Ukraine 2 567
Algerien 2 454
Afghanistan 2 361
Alle Staatsangehörigkeiten 95 529
Jahr der Verfügung Insgesamt
vor 1990 4 641
1990 193
1991 247
1992 369
1993 326
1994 433
1995 501
1996 653
1997 970
1998 1 015
1999 1 183
2000 1 370
2001 1 666
2002 1 731
2003 1 594
2004 2 073
2005 1 986
2006 2 120
2007 1 932
2008 1 998
2009 6 359
2010 10 637
2011 10 774
2012 11 213
2013 14 860
2014 14 684
unbekannt 1
Gesamtergebnis 95 529
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 23 – Drucksache 18/4149Als Konsequenz aus dem EuGH-Urteil Filev + Osmani (Urteil vom 19.
September 2013, Rs. C-297/12) wurde im vergangenen Jahr bundesweit ein
Bereinigungsverfahren durchgeführt. Zum Zweck der Festlegung einheitlicher
Verfahrensweisen im Hinblick auf die zu befristenden Datensätze fand hierzu im
November 2013 eine Bund-Länder-Besprechung statt. Das Bereinigungsverfahren
führte dazu, dass alle Einreiseverbote, die älter als 5 Jahre sind (d. h. in der Regel
unbefristet verhängte Einreiseverbote), von Amts wegen befristet wurden
(Stichtag 30. Mai 2014), mit der Folge, dass diese Einreiseverbote in der weit
überwiegenden Zahl der Fälle auf Grund Zeitablaufs keine Geltung mehr
beanspruchen. Demnach wurden insgesamt 521 628 Sachverhalte nachträglich
automatisiert befristet.
Ausgenommen wurden nur so genannte historische Einreise- und
Aufenthaltsverbote, bei denen von dem betroffenen Ausländer nach Erkenntnissen der
Sicherheitsbehörden nach wie vor eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche
Sicherheit und Ordnung ausgeht (§ 11 Absatz 1 Satz 7 AufenthG).
An dem Bereinigungsverfahren waren die Innenministerien bzw.
Senatsinnenverwaltungen der Länder, sämtliche Ausländerbehörden, das Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge, das Bundesverwaltungsamt, das
Bundeskriminalamt, die Bundespolizei sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz beteiligt.
Zu den entstandenen Kosten sowie der Anzahl des eingesetzten Personals
können im Einzelnen keine Aussagen getroffen werden.
Da sich das Bereinigungsverfahren bislang nur auf die Fälle erstreckt hat, bei
denen das Einreiseverbot am 30. Mai 2014 älter als fünf Jahre war, konnte noch
keine vollständige Bereinigung aller Sachverhalte/Altfälle erreicht werden.
Fälle, in denen das Einreiseverbot erst nach dem Stichtag die Fünfjahresgrenze
überschritten hat bzw. überschreitet, waren dadurch noch nicht erfasst. In den
kommenden Monaten ist geplant, in einem nächsten Schritt all die Fälle in einen
zweiten Bereinigungsdurchgang einzubeziehen, bei denen ein unbefristetes
Einreiseverbot noch besteht, da sie wegen des Nichterreichens der Fünfjahresgrenze
nicht Gegenstand des ersten Bereinigungsdurchgangs waren.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]