[Deutscher Bundestag Drucksache 18/4763
18. Wahlperiode 28.04.2015Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Christine Buchholz,
Wolfgang Gehrcke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/4577 –
Aussetzung von Genehmigungsentscheidungen bei Rüstungsexporten
1. Welche Genehmigungsentscheidungen zu vorliegenden Anträgen auf
Erteilung einer Ausfuhrgenehmigung von Kriegswaffen und sonstigen
Rüstungsgütern von welchen Unternehmen und in welche Länder werden derzeit
nicht erteilt (bitte unter Angabe, ob Anträge Kriegswaffen zum Gegenstand
haben und, wenn möglich, bitte jeweils unter Angabe der Ausfuhrlisten-
Nummer – AL-Nummer – des Rüstungsgutes)?
Die Bundesregierung erteilt keine Auskunft zu noch nicht beschiedenen
Anträgen auf Erteilung einer Genehmigung für die Ausfuhr von Kriegswaffen oder
sonstigen Rüstungsgütern.
2. Welche Genehmigungsentscheidungen zu vorliegenden Anträgen auf
Erteilung einer Herstellungsgenehmigung von welchen Unternehmen werden
derzeit nicht erteilt (bitte jeweils unter Angabe des Empfängerlandes und,
wenn möglich, bitte jeweils unter Angabe der AL-Nummer des
Rüstungsgutes)?
Die Bundesregierung erteilt keine Auskunft zu noch nicht beschiedenen
Anträgen auf Erteilung einer Herstellungsgenehmigung nach dem
Kriegswaffenkontrollgesetz.
3. Welche Instrumente und Maßnahmen wenden das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie bzw. das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle jenseits von offiziellen Exportembargos sowie offiziellen
Ablehnungen von Anträgen in der Praxis an, um Ausfuhrgenehmigungen nicht zu
erteilen?
a) Gibt es in diesem Zusammenhang die Praxis, Unternehmen
nahezulegen, keine Anträge zu stellen?
b) Wurde seit Beginn dieser Legislaturperiode Unternehmen mitgeteilt,
dass vorerst mit keinen Genehmigungen zu rechnen ist, und wenn ja,
welchen und wann?Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom
23. April 2015 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/4763 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bzw. das Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) haben die Möglichkeit, Anträge zu
genehmigen oder abzulehnen. Darüber hinaus ist es möglich, bei sehr eindeutigen
Sachverhalten einem Unternehmen vor der Antragsstellung auf Anfrage
informell mitzuteilen, dass eine Genehmigungserteilung sehr unwahrscheinlich ist.
Oftmals verzichten die Unternehmen dann auf eine Antragstellung. Eine
statistische Erfassung derartiger Fälle erfolgt nicht.
4. Gibt es derzeit einen generellen Genehmigungsstopp für das Unternehmen
SIG Sauer GmbH & Co. KG, und wenn ja,
a) seit wann und voraussichtlich bis zu welchem Datum,
Im Juli 2014 wurde durch das BAFA gegen das Unternehmen SIG Sauer GmbH
& Co. KG eine Überprüfung der Zuverlässigkeit des Ausfuhrverantwortlichen
(ZVP) eingeleitet. Im Rahmen dieses andauernden ZVP-Prüfverfahrens wurde
die Bescheidung von Genehmigungen für das Unternehmen SIG Sauer GmbH
& Co. KG bis auf weiteres ausgesetzt. Wann mit einem abschließenden Ergebnis
der ZVP gerechnet werden kann, ist derzeit nicht absehbar.
b) aus welchen Gründen,
Aufgrund der bekannt gewordenen Vorwürfe hinsichtlich illegaler Ausfuhren
wurde das ZVP-Prüfverfahren eingeleitet. Parallel wurde von der
Staatsanwaltschaft Kiel ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen
eingeleitet. Mit Blick auf das noch nicht abgeschlossene strafrechtliche
Ermittlungsverfahren, dessen Ergebnis auch für die ZVP von Bedeutung sein kann,
kann der Zeitpunkt des formalen Abschlusses des ZVP-Prüfverfahrens nicht
prognostiziert werden.
c) und wenn es keinen generellen Genehmigungsstopp gibt, welche
sonstigen Beschränkungen existieren derzeit?
Auf die Antwort zu Frage 4a wird verwiesen.
5. Gibt es derzeit einen generellen Genehmigungsstopp für das Unternehmen
Heckler & Koch GmbH, und wenn ja,
a) seit wann und voraussichtlich bis zu welchem Datum,
b) aus welchen Gründen,
c) und wenn es keinen generellen Genehmigungsstopp gibt, welche
sonstigen Beschränkungen existieren derzeit?
Einen generellen Genehmigungsstopp für das Unternehmen Heckler & Koch
GmbH gibt es nicht. Dem Unternehmen ist im Sommer 2010 nach
Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des
Verdachts illegaler Ausfuhren nach Mexiko informell mitgeteilt worden, dass
Ausfuhrgenehmigungsanträge für Mexiko so lange keine Aussicht auf
Genehmigungserteilung haben, wie das betreffende Ermittlungsverfahren nicht
abgeschlossen ist.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/47636. Gibt es derzeit einen generellen Genehmigungsstopp für das Unternehmen
CARL WALTHER GmbH, und wenn ja,
a) seit wann und voraussichtlich bis zu welchem Datum,
Es gibt derzeit keinen generellen Genehmigungsstopp für das Unternehmen.
b) aus welchen Gründen,
c) und wenn es keinen generellen Genehmigungsstopp gibt, welche
sonstigen Beschränkungen existieren derzeit?
Angesichts der bekannt gewordenen Vorwürfe gegen das Unternehmen prüft das
BAFA Ausfuhranträge des Unternehmens mit besonderer Vorsicht. Dies gilt
insbesondere für die Angaben zum Endverbleib.
7. In welcher Form wird Unternehmen mitgeteilt, dass ihre Anträge auf
Ausfuhrgenehmigung nicht bearbeitet werden, und geschieht dies aktiv oder
passiv?
Im Rahmen von Zuverlässigkeitsprüfverfahren, die bei Verdachtsfällen illegaler
Ausfuhren in der Regel eingeleitet werden, ist gemäß Nummer 3 der Grundsätze
der Bundesregierung zur Zuverlässigkeit von Exporteuren vom 25. Juli 2001
von der Entscheidung über einen Antrag abzusehen, sofern es tatsächliche
Anhaltspunkte für gravierende Gesetzesverstöße gibt. Dieser Sachverhalt wird den
Unternehmen auch in der Regel mitgeteilt.
8. Was bedeutet „Aussetzung“ im Zusammenhang mit
Exportgenehmigungen?
a) Gibt es „Aussetzungen“, die eine Waffenkategorie für ein bestimmtes
Land betreffen (bitte unter Angabe einer erfolgten „Aussetzung“ dieser
Art)?
b) Gibt es „Aussetzungen“, die ein Unternehmen im Hinblick auf ein
bestimmtes Land betreffen (bitte unter Angabe einer erfolgten
„Aussetzung“ dieser Art)?
c) Welche weiteren Varianten gibt es gegebenenfalls?
Die Aussetzung der Bescheidung von Genehmigungsanträgen kann erfolgen,
wenn die Zuverlässigkeit des Antragstellers infrage steht. Dies wird in den
Grundsätzen der Bundesregierung zur Zuverlässigkeit von Exporteuren von
Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern vom 25. Juli 2001 beschrieben.
Zudem sehen die Politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von
Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern aus dem Jahr 2000 im Abschnitt IV.
vor, dass ein Empfängerland, das entgegen einer abgegebenen
Endverbleibserklärung den Weiterexport von Kriegswaffen oder kriegswaffennahen
sonstigen Rüstungsgütern genehmigt oder einen ungenehmigten derartigen Export
wissentlich nicht verhindert hat oder nicht sanktioniert, bis zur Beseitigung
dieser Umstände grundsätzlich von einer Belieferung mit weiteren Kriegswaffen
und kriegswaffennahen sonstigen Rüstungsgütern ausgeschlossen wird.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu den Fragen 4 und 5 verwiesen.
Drucksache 18/4763 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode 9. Welche politische Ebene entscheidet über „Aussetzungen“ in welchen
Fällen?
Über die Aussetzung der Bescheidung von Genehmigungsanträgen wird jeweils
im Einzelfall in der Regel auf Fachebene entschieden. Je nach Umfang,
Plausibilität und Bedeutung der Vorwürfe illegaler Ausfuhren ist auch eine
Entscheidung auf politischer Ebene möglich.
10. Welche Ereignisse bzw. Umstände können laut Vorschriften dazu führen,
die Genehmigungsentscheidungen auszusetzen?
Gemäß Nummer 3 der Grundsätze der Bundesregierung zur Zuverlässigkeit von
Exporteuren von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern vom 25. Juli 2001
ist grundsätzlich von der Entscheidung eines Ausfuhrgenehmigungsantrages
abzusehen bis der Sachverhalt aufgeklärt ist, wenn tatsächliche Anhaltspunkte
dafür bestehen, dass Verantwortliche eines Unternehmens gegen Vorschriften des
Kriegswaffenkontroll- oder Außenwirtschaftsgesetzes oder anderer gesetzlicher
Vorschriften des Gewerbe-, Waffen- oder Strafrechts verstoßen haben könnten.
11. Welche Ereignisse bzw. Umstände haben in der Praxis seit dem Jahr 2009
dazu geführt, Entscheidungen für Exportgenehmigungen auszusetzen?
Es wird beispielhaft auf die Antwort zu den Fragen 4 und 5 verwiesen.
12. Welche Ereignisse bzw. Umstände haben in der Praxis seit dem Jahr 2009
dazu geführt, erteilte Exportgenehmigungen zurückzunehmen?
Angesichts des Konflikts in der Ukraine und vor dem Hintergrund der
destabilisierenden Handlungen Russlands kam es im Jahr 2014 zum Widerruf einer
Ausfuhrgenehmigung zur Lieferung eines Gefechtsübungszentrums nach
Russland.
13. Bei welchen Staaten hat sich seit dem Jahr 2011 das finanzielle Volumen
von Exportgenehmigungen für Kleinwaffen in einem Jahr im jeweiligen
Vergleich zum Vorjahr um mindestens 50 Prozent reduziert (bitte nur unter
Berücksichtigung der Staaten, für die Exportgenehmigungen in
mindestens einem Jahr über 100 000 Euro erteilt wurden und unter Angabe der
jeweiligen Genehmigungswerte)?
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/4763Land Vorjahr Wert in € Jahr Wert in € Rückgang auf
Argentinien 2011 302.600 2012 0 0 %
Australien 2011 694.400 2012 82.502 11,9 %
2013 191.200 2014 23.604 12,3 %
Brasilien 2012 875.160 2013 52.085 6,0 %
Bulgarien 2012 238.500 2013 114.480 48,0 %
2013 114.480 2014 11.750 10,3 %
Estland 2011 111.796 2012 0 0 %
2013 195.484 2014 26.076 13,3 %
Hongkong 2011 161.105 2012 3.300 2,0 %
2013 126.063 2014 0 0 %
Indien 2012 18.158.405 2013 226.500 1,2 %
2013 226.500 2014 0 0 %
Indonesien 2012 1.516.373 2013 351.663 23,2 %
Irak 2012 2.791.120 2013 0 0 %
Irland 2013 163.260 2014 1.400 < 0,1 %
Drucksache 18/4763 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeLand Vorjahr Wert in € Jahr Wert in € Rückgang auf
Italien 2011 432.553 2012 32.823 7,6 %
Kosovo 2012 1.132.920 2013 0 0 %
Montenegro 2012 128.490 2013 0 0 %
Norwegen 2013 18.820.700 2014 5.646.755 30,0 %
Oman 2013 4.954.535 2014 702.500 14,2 %
Philippinen 2012 555.698 2013 0 0 %
Polen 2011 905.581 2012 213.460 23,6 %
Saudi Arabien 2011 8.342.513 2012 14.415 < 0,1 %
2013 30.661.283 2014 0 0 %
Schweden 2012 732.320 2013 38.968 5,3 %
Schweiz 2013 308.311 2014 82.648 26,8 %
Singapur 2011 908.560 2012 2.000 < 0,1%
2013 236.100 2014 0 0 %
Spanien 2012 757.514 2013 302.140 39,9 %
Tschechische Republik 2012 309.505 2013 36.738 11,9 %
Ungarn 2013 220.790 2014 42.140 19,1 %
Vereinigte Arab. Emirate 2012 1.462.370 2013 581.954 39,8 %
2013 581.954 2014 89.112 15,3 %
Vereinigte Staaten 2012 7.004.824 2013 1.397.534 20,0 %
Vereinigtes Königreich 2012 5.168.638 2013 302.023 5,8 %
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/476314. Was waren nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils die Ursachen für
die Reduzierung von über 50 Prozent (siehe Frage 13)?
Die Bundesregierung verfügt dazu über keine eigenen Erkenntnisse. Generell
gilt bei militärischen oder polizeilichen Beschaffungen, dass diese aus
Haushaltsgründen oder wegen anderer Beschaffungsprioritäten regelmäßig großen
Schwankungen unterliegen.
15. Wann wurden zeitlich die letzten vier Ausfuhrgenehmigungen für den
Export von Kleinwaffen nach Mexiko erteilt, und welche konkreten
Endverbleibsregelungen bzw. -beschränkungen wurden getroffen (bitte jeweils
unter Angabe des Datums, der genauen Bezeichnung des Rüstungsgutes,
der Stückzahl sowie des exportierenden Unternehmens)?
● 31. März 2009, Heckler & Koch GmbH, 10 Maschinenpistolen an Secretaria
de la Defensa Nacional, Direccion General de Administracion, Mexiko zur
Verwendung im Rahmen des Personenschutzes des mexikanischen
Verteidigungsministers,
● 4. Dezember 2009, Heckler & Koch GmbH, 77 Rohre Kaliber 7,62 an
Fabrica de Armas, Mexiko und/oder Secretaria de la Defensa Nacional,
Direccion General de Industria Militar, Mexiko zum Verkauf (Ersatzteile für
Instandsetzung),
● 4. Dezember 2009, Heckler & Koch GmbH, 50 Rohre MG Kaliber 7,62 mm
an Fabrica de Armas, Mexiko und/oder Secretaria de la Defensa Nacional,
Direccion General de Industria Militar, Mexiko zum Verkauf (Ersatzteile für
Instandsetzung),
● 13. April 2010, Heckler & Koch GmbH, 20 Verschlüsse für
Maschinengewehre in Einzelteilen an Fabrica de Armas, Mexiko und/oder Secretaria de la
Defensa Nacional, Direccion General de Industria Militar, Mexiko zum
Verkauf (Teile für die Herstellung/Instandsetzung von Maschinengewehren
Kaliber 7,62 mm).
Zum Endverbleib enthielten diese Genehmigungen jeweils den Satz, dass
„Bestandteil dieser Entscheidung die Angabe des Antragstellers, wonach die o. a.
Kriegswaffen für den Endverbleib in Mexiko bestimmt sind, ist.“ Damit wird
auf die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens vorgelegte staatliche
mexikanische Endverbleibserklärung Bezug genommen.
16. Wann wurden zeitlich die letzten vier Ausfuhrgenehmigungen für den
Export von Rüstungsgütern nach Mexiko erteilt, und welche konkreten
Endverbleibsregelungen bzw. -beschränkungen wurden getroffen (bitte
jeweils unter Angabe des Datums, der genauen Bezeichnung des
Rüstungsgutes, der Stückzahl sowie des exportierenden Unternehmens)?
Die vier letzten Genehmigungen für den Export von Rüstungsgütern (Stichtag
8. April 2015) sind Folgende:
● 8 St. Drahtseildämpfer, Fa. Willbrandt, vom 17. März 2015,
● 8 St. Drehgelenke aus Stahl, 26 St. Schlauchleitungen aus Teflon, Fa. Eaton,
vom 24. März 2015,
● 2 St. Schlauchleitungen aus Teflon, Fa. Eaton, vom 31. März 2015,
● 1 St. Schnelltrennkupplung mit selbstschließendem Ventil, Fa. Eaton, vom
31. März 2015.
Drucksache 18/4763 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDie Genehmigungen wurden jeweils mit der Auflage erteilt,
„eigenverantwortlich jede Warenverbringung auf dem Abschreibeblatt der Genehmigung oder auf
entsprechenden dieser Genehmigung zugeordneten EDV-gestützten
Anlageblättern zu dokumentieren“.
17. Welchen Gesamtwert hatten im Jahr 2014 die tatsächlichen Ausfuhren von
Kleinwaffen nach Mexiko (bitte unter Angabe der Gesamtstückzahl der
Waffen)?
Im Jahr 2014 wurden keine Kleinwaffen (Kriegswaffen der Nr. 29 der
Kriegswaffenliste) aus Deutschland nach Mexiko ausgeführt.
18. Welchen Gesamtwert hatten im Jahr 2014 die tatsächlichen Ausfuhren von
Leichtwaffen nach Mexiko (bitte unter Angabe der Gesamtstückzahl der
Waffen)?
Im Jahr 2014 wurden keine Leichtwaffen aus Deutschland nach Mexiko
ausgeführt.
19. Welchen Gesamtwert hatten im Jahr 2014 die tatsächlichen Ausfuhren von
Handfeuerwaffen (AL-Position 1) nach Mexiko (bitte unter Angabe der
Gesamtstückzahl der Waffen)?
Genehmigungen von A0001-Gütern wurde im Jahr 2014 im Gesamtwert von
1 109 Euro erteilt. Es handelte sich um einen einzigen Antrag, dessen
Gegenstand die Ausfuhr eines Zielfernrohres war. Erkenntnisse, ob die Ware im Jahr
2014 tatsächlich ausgeführt wurde, liegen nicht vor.
20. Welchen Gesamtwert hatten im Jahr 2014 die tatsächlichen Ausfuhren von
gepanzerten Fahrzeugen nach Mexiko (bitte nach genauer Bezeichnung
des Rüstungsgutes und jeweiligen Stückzahl der Fahrzeuge
aufschlüsseln)?
Im Jahr 2014 wurden keine gepanzerten Fahrzeuge (Kriegswaffen der Nr. 25 der
Kriegswaffenliste) aus Deutschland nach Mexiko ausgeführt.
21. Welche Genehmigungen hat die Bundesregierung für die Ausfuhr von
Sturmgewehren in den Jahren von 2000 bis 2008 erteilt (bitte nach Jahr
und jeweils unter Angabe des Empfängerlandes, der Stückzahl, und des
Wertes aufschlüsseln)?
Sturmgewehre werden von der Nr. 29c der Kriegswaffenliste (Anlage zum
Kriegswaffenkontrollgesetz) erfasst. Eine Beantwortung der Frage ist erst für
den Zeitraum ab dem Jahr 2004 möglich, da erst ab diesem Zeitpunkt die
entsprechenden Genehmigungen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz
elektronisch erfasst wurden. Die im Zeitraum von 2000 bis 2003 erteilten
Genehmigungen sind bereits archiviert und können in der für die Beantwortung einer Kleinen
Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht ausgewertet werden. Wertangaben
können generell nicht gemacht werden, da diese Angaben für das
Genehmigungsverfahren nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz nicht erforderlich sind
(§ 4 der Zweiten Durchführungsverordnung zum Kriegswaffenkontrollgesetz).
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/47632004
Genehmig. Nr. Datum Stückzahl Empfängerland
8/2004 08.01.2004 3 Tschechische Republik
9/2004 08.01.2004 6 Großbritannien
20/2004 13.01.2004 23 USA
30/2004 16.01.2004 2 NATO
33/2004 19.01.2004 67 Thailand
36/2004 19.01. 2004 3 Niederlande
42/2004 20.01.2004 5 Ägypten
48/2004 22.01.2004 1 Mexiko
68/2004 29.01.2004 10 Mexiko
88/2004 11.02.2004 25 Slowenien
124/2004 27.02.2004 40 Portugal
183/2004 01.04.2004 10 Italien
195/2004 08.04.2004 10 Norwegen
196/2004 08.04.2004 2 Finnland
235/2004 04.05.2004 8 Spanien
238/2004 04.05.2004 4 Uganda
272/2004 24.05.2004 1 Niederlande
273/2004 24.05.2004 6 Belgien
281/2004 26.05.2004 1 Belgien
292/2004 03.06.2004 10 Saudi-Arabien
299/2004 08.06.2004 2 Australien
300/2004 08.06.2004 1 Polen
324/2004 17.06.2004 46 Schweden
336/2004 22.06.2004 450 USA
378/2004 07.07.2004 1 Belgien
390/2004 13.07.2004 2 Vereinigte Arabische Emirate
398/2004 19.07.2004 4 Türkei
Drucksache 18/4763 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode399/2004 20.07.2004 1 Polen
400/2004 20.07.2004 32 USA
416/2004 30.07.2004 20 Zypern
447/2004 23.08.2004 4 Katar
472/2004 03.09.2004 1 Malaysia
491/2004 13.09.2004 5 Slowenien
493/2004 14.09.2004 24 Litauen
494/2004 14.09.2004 2 Litauen
500/2004 16.09.2004 3 Tschechische Republik
506/2004 23.09.2004 92 Spanien
514/2004 30.09.2004 35 Trinidad & Tobago
570/2004 28.10.2004 13 Philippinen
588/2004 12.11.2004 7200 USA
614/2004 26.11.2004 12 Tschechische Republik
615/2004 26.11.2004 120 NATO
616/2004 26.11.2004 35 Polen
668/2004 17.12.2004 5 Irland
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/47632005
Genehmig. Nr. Datum Stückzahl Empfängerland
1/2005 03.01.2005 330 Jordanien
3/2005 03.01.2005 10 Vereinigte Arabische Emirate
10/2005 07.01.2005 47 Britische Botschaft Afghanistan
11/2005 10.01.2005 36 Brasilien
13/2005 10.01.2005 5 Aruba
39/2005 24.01.2005 2 Polen
55/2005 01.02.2005 4 Österreich
58/2005 02.02.2005 4 Vereinigte Arabische Emirate
87/2005 18.02.2005 4 Belgien
90/2005 18.02.2005 82 Rumänien
131/2005 21.03.2005 1 Kanada
138/2005 22.03.2005 22 Philippinen
139/2005 22.03.2005 4 Indien
140/2005 22.03.2005 55 Vereinigte Arabische Emirate
142/2005 23.03.2005 6 Mexiko
145/2005 23.03.2005 10 Australien
147/2005 23.03.2005 6 Australien
180/2005 15.04.2005 3 Belgien
188/2005 20.04.2005 17 Frankreich
200/2005 25.04.2005 4 Niederlande
224/2005 09.05.2005 18 USA
240/2005 11.05.2005 3 Kroatien
300/2005 13.06.2005 2 Kanada
381/2005 13.07.2005 2 Australien
382/2005 13.07.2005 2 Australien
387/2005 14.07.2005 2 Österreich
403/2005 25.07.2005 45 Großbritannien
Drucksache 18/4763 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode411/2005 02.08.2005 1 Vereinigte Arabische Emirate
441/2005 19.08.2005 4 Vereinigte Arabische Emirate
445/2005 23.08.2005 3 Österreich
459/2005 05.09.2005 4 Brasilien
468/2005 09.09.2005 91 Großbritannien
507/2005 22.09.2005 1 Südafrika
545/2005 20.10.2005 70 Kroatien
564/2005 26.10.2005 2 Australien
583/2005 08.11.2005 2 Oman
584/2005 08.11.2005 1 Taiwan
600/2005 17.11.2005 50 Litauen
627/2005 01.12.2005 6 Jordanien
643/2005 15.12.2005 1 Schweiz
653/2005 20.12.2005 2020 Mexiko
657/2005 21.12.2005 25 Philippinen
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/47632006
Genehmig. Nr. Datum Stückzahl Empfängerland
7/2006 06.01.2006 3 Litauen
15/2006 09.01.2006 2 Saudi-Arabien
19/2006 09.01.2006 300 Saudi-Arabien
31/2006 16.01.2006 4 Jordanien
71/2006 07.02.2006 10 Neuseeland
77/2006 09.02.2006 20000 Saudi-Arabien
89/2006 16.02.2006 98 Kroatien
133/2006 14.03.2006 5 Mexiko
142/2006 15.03.2006 3 Südkorea
159/2006 21.03.2006 673 Lettland
162/2006 23.03.2006 14 Kaimaninseln
167/2006 24.03.2006 60 Großbritannien
170/2006 24.03.2006 4 Bulgarien
186/2006 06.04.2006 1 Australien
236/2006 10.05.2006 82 Rumänien
300/2006 12.06.2006 727 Lettland
322/2006 22.06.2006 3 Großbritannien
329/2006 27.06.2006 600 Brasilien
352/2006 06.07.2006 40 Litauen
409/2006 01.08.2006 10 Hongkong
424/2006 15.08.2006 10 Thailand
425/2006 15.08.2006 1 Katar
448/2006 22.08.2006 2 Schweden
461/2005 30.08.2006 1 Monaco
474/2006 05.09.2006 4 Vereinigte Arabische Emirate
498/2006 21.09.2006 6 Island
519/2005 28.09.2006 410 USA
Drucksache 18/4763 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode547/2006 23.10.2006 2 Malaysia
548/2006 23.10.2006 210 Malaysia
549/2006 23.10.2006 10 Malaysia
600/2006 22.11.2006 1 Taiwan
611/2006 27.11.2006 1200 Saudi-Arabien
612/2006 27.11.2006 500 Saudi-Arabien
632/2006 05.12.2006 345 USA
659/2006 18.12.2006 20 VN / Kongo
661/2006 18.12.2006 15 Philippinen
666/2006 19.12.2006 4 Irland
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/47632007
Genehmig. Nr. Datum Stückzahl Empfängerland
8/2007 03.01.2007 6 Ägypten
19/2007 09.01.2007 5 Kroatien
22/2007 10.01.2007 2 Österreich
39/2007 18.01.2007 4 Kanada
41/2007 18.01.2007 2 Neuseeland
46/2007 22.01.2007 7 Ägypten
49/2007 23.01.2007 1 Niederlande
50/2007 23.01.2007 800 Lettland
74/2007 05.02.2007 52 Schweiz
99/2007 13.02.2005 132 USA
100/2007 13.02.2005 500 Saudi-Arabien
110/2007 20.02.2005 1212 Mexiko
112/2007 20.02.2005 303 Mexiko
118/2007 20.02.2005 34 Philippinen
119/2007 20.02.2005 5 Philippinen
120/2007 21.02.2005 3 Philippinen
121/2007 21.02.2005 6 Philippinen
122/2007 21.02.2005 6 Philippinen
124/2007 21.02.2005 1 Österreich
131/2007 22.02.2005 200 Indonesien
136/2007 26.02.2005 60 Kroatien
139/2007 28.02.2005 5100 Saudi-Arabien
146/2007 02.03.2007 6 Dänemark
153/2007 12.03.2007 40 Trinidad & Tobago
154/2007 12.03.2007 200 Trinidad & Tobago
155/2007 12.03.2007 20 Trinidad & Tobago
157/2007 12.03.2007 514 Irland
Drucksache 18/4763 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode177/2007 16.03.2007 3 Finnland
185/2007 19.03.2007 6 Irland
212/2007 05.04.2007 10 VN-Libanon
232/2007 16.04.2007 2 Singapur
258/2007 27.04.2007 3 Malaysia
280/2007 14.05.2007 3 Indonesien
294/2007 22.05.2007 2 Norwegen
295/2007 22.05.2007 91 VN-Kuwait
313/2007 05.06.2007 9 Kroatien
327/2007 13.06.2007 1 Neuseeland
331/2007 14.06.2007 15 Türkei
365/2007 27.06.2007 22 Macau
372/2007 28.06.2007 200 Großbritannien
420/2007 22.07.2007 25 Schweiz
432/2007 03.08.2007 8310 Norwegen
435/2007 07.08.2007 4 Kuwait
437/2007 07.08.2007 2 Singapur
473/2007 20.08.2007 550 Libanon
512/2007 10.09.2007 20 Vereinigte Arabische Emirate
538/2007 18.09.2007 17 Schweden
550/2007 21.09.2007 5152 Mexiko
562/2007 28.09.2007 5 UN-Kongo
587/2007 17.10.2007 18 USA
593/2007 22.10.2007 7 Philippinen
599/2007 24.10.2007 20 Australien
629/2007 13.11.2007 5 Spanien
634/2007 13.11.2007 11 Großbritannien
641/2007 13.11.2007 650 USA
655/2007 26.11.2007 95 Kroatien
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/4763659/2007 26.11.2007 30 Kroatien
660/2007 26.11.2007 120 Kroatien
684/2007 03.12.2007 13 Kroatien
705/2007 10.12.2007 3 Vereinigte Arabische Emirate
Drucksache 18/4763 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode2008
Genehmig. Nr. Datum Stückzahl Empfängerland
12/2008 07.01.2008 6 VN-Afghanistan
26/2008 14.01.2008 1 VN-Libanon
33/2008 17.01.2008 3 Südafrika
113/2008 26.02.2008 4 Bermudas
163/2008 17.03.2008 2 Kroatien
261/2008 06.05.2008 47 USA
338/2008 09.06.2008 5 Bhutan
400/2008 10.07.2008 10050 Norwegen
405/2008 15.07.2008 145 Kroatien
411/2008 18.07.2008 2 Indien
500/2008 7 Singapur
510/2008 02.09.2008 8000 Litauen
511/2008 02.09.2008 110 Montenegro
536/2008 16.09.2008 1 6 Vereinigte Arabische Emirate
540/2008 17.09.2008 30 Malaysia
542/2008 18.09.2008 1 Großbritannien
647/2008 12.11.2008 400 Großbritannien
663/2008 20.11.2008 4 Türkei
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ISSN 0722-8333]