[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 26. Juli 2016 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/9303
18. Wahlperiode 28.07.2016
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Frank Tempel, Jan Korte,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/8957 –
Probleme beim Familiennachzug von Flüchtlingen in Griechenland und zu
subsidiär Schutzberechtigten
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die deutsche Botschaft in Athen informiert auf ihrer Internetseite darüber, dass
Flüchtlinge, die nach dem 20. März 2016 in Griechenland angekommen sind
und sich auf einer der griechischen Inseln befinden, einen Antrag auf Erteilung
von Einreisevisa für den Familiennachzug nur dann stellen können, wenn es
ihnen „möglich ist, nach Athen zu reisen“ – Schutzsuchende werden nach
Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens jedoch auf den Inseln interniert oder für
die Dauer eines Asylverfahrens festgehalten – , im Übrigen bleibe die
Möglichkeit einer Familienzusammenführung im Rahmen des Dublin-Systems nach einer
Asylantragstellung in Griechenland (
http://m.griechenland.diplo.de/Vertretung/
griechenland/de/04/Visabestimmungen/Fragen__und__Antworten__zum__
Familiennachzug__von__Fluechtlingen.html). Es ist jedoch unklar, inwieweit
griechische Behörden auf diese Möglichkeit aufmerksam machen und
Asylsuchende gezielt nach familiären Anknüpfungspunkten in anderen Mitgliedstaaten
der Europäischen Union fragen. Zum anderen ist die Möglichkeit, einen
Asylantrag zu stellen, zumindest auf dem griechischen Festland in der Praxis
erheblich eingeschränkt, die obligatorische Anmeldung über Skype funktioniert
zumeist nicht.
Die Flüchtlingsräte der Bundesländer und PRO ASYL forderten mit einer
Pressemitteilung vom 10. Juni 2016 die Aufnahme von Transitflüchtlingen aus
Griechenland, die dort zum Teil unter menschenunwürdigen Verhältnissen
untergebracht seien. Unter ihnen befänden sich auch viele Geflüchtete mit Angehörigen
in Deutschland. Während ein politischer Wille fehle, diesem Elend in
Griechenland ein Ende zu setzen – bis Mitte März 2016 habe Deutschland im Rahmen
des EU-Verteilungsbeschlusses von 27 500 zugesagten Personen gerade einmal
57 aus Italien und Griechenland aufgenommen –, hätten sich Initiativen in
vielen Städten und Kommunen zusammengeschlossen, um ihre
Aufnahmebereitschaft zu erklären und um eine legale Aufnahme von Geflüchteten aus
Griechenland zu fordern (siehe auch:
www.attac.de/uploads/media/Appell-_Zuege_
der_Hoffnung_-April2016.pdf). Im März hatte bereits der Ministerpräsident
Thüringens, Bodo Ramelow, angesichts freier Aufnahmekapazitäten die
Aufnahme von 1 000 bis 2 000 Geflüchteten aus Griechenland durch Thüringen im
Rahmen einer europäischen Kontingentlösung vorgeschlagen und die
Bundesregierung um entsprechende Unterstützung gebeten (SPIEGEL ONLINE vom
25. März 2016: „Ramelow will bis zu 2000 Flüchtlinge nach Thüringen holen“).
Die Bundesregierung hat demgegenüber den Familiennachzug zu so genannten
subsidiär Schutzberechtigten mit dem zweiten Asylpaket für die Dauer von zwei
Jahren ausgesetzt. In der Praxis ist festzustellen, dass seit Inkrafttreten dieser
gesetzlichen Neuregelung die Gewährung lediglich subsidiären Schutzes
deutlich zugenommen hat. Dies zeigt sich anhand der monatlichen Statistiken des
Bundesministeriums des Innern zu Asylentscheidungen, aber noch deutlicher,
wenn nur Entscheidungen nach einer persönlichen Anhörung betrachtet werden,
denn nur in diesen Fällen (und nicht in rein schriftlichen Verfahren) ist die
Erteilung subsidiären Schutzes möglich: Syrische Asylsuchende erhielten nach
einer persönlichen Anhörung von Januar bis April 2016 zu 27,6 Prozent nur noch
einen subsidiären Schutzstatus (vgl. Plenarprotokoll 18/172, S. 16996, Anlage 12).
1. Wie viele Visaanträge zum Familiennachzug nach Deutschland von in
Griechenland aufhältigen Geflüchteten wurden im Jahr 2016 gestellt (bitte,
soweit möglich, nähere Angaben zum zeitlichen Verlauf, zur
Staatsangehörigkeit und zum Aufenthaltsstatus der Antragstellenden machen)?
Eine gesonderte statistische Erfassung von Familiennachzugsanträgen von in
Griechenland aufhältigen Geflüchteten findet nicht statt.
2. Auf welchem Weg können Flüchtlinge, die nach dem 20. März 2016 nach
Griechenland gekommen sind und sich auf einer der ostägäischen Inseln
befinden, eine Familienzusammenführung nach Deutschland beantragen?
Flüchtlinge, die nach dem 20. März 2016 in Griechenland angekommen sind,
durchlaufen das durch EU- und griechisches Recht vorgeschriebene und von
Griechenland durchgeführte Verfahren. Endet dieses Verfahren mit der
griechischen Erlaubnis, auf das griechische Festland zu reisen, anstatt gemäß der
Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
26. Juni 2013 (Dublin III-VO) direkt zum in Deutschland befindlichen
Familienmitglied überstellt zu werden, können diese Flüchtlinge bei der deutschen
Botschaft in Athen einen Antrag auf Familienzusammenführung nach Deutschland
stellen.
3. Inwieweit setzt sich die Bundesregierung dafür ein, dass Schutzsuchende,
die sich auf den ostägäischen Inseln befinden (sei es, dass sie inhaftiert sind,
sei es, dass sie die Insel nicht verlassen dürfen, solange keine positive
Entscheidung in einem Asylverfahren erfolgt ist) und die einem Anspruch auf
Familienzusammenführung mit in Deutschland lebenden Angehörigen
geltend machen, nach Athen reisen können, um einen entsprechenden Antrag
auf Familienzusammenführung zu stellen, und wie soll dies ganz praktisch
erfolgen?
Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass Flüchtlinge, die nach dem 20. März
2016 in Griechenland angekommen sind, das in der Antwort zu Frage 2
dargestellte Verfahren nach europäischem und griechischem Recht so zügig wie
möglich durchlaufen. Hierzu hat die Bundesregierung auch im Rahmen der EU-
Unterstützungsmission erhebliche materielle und personelle Ressourcen zur
Verfügung gestellt. Für weitere Details wird auf die Antwort der Bundesregierung auf
die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. (Bundestagsdrucksache 18/9283)
verwiesen.
4. In welchem Umfang hat die deutsche Botschaft in Athen Kapazitäten zur
Bearbeitung entsprechender Anträge auf Familienzusammenführung, bzw.
inwieweit ist daran gedacht, diese Kapazitäten aufzustocken angesichts der
Vielzahl von Geflüchteten mit familiären Bindungen nach Deutschland?
Das Auswärtige Amt hat die Deutsche Botschaft Athen seit Ende März 2016
gezielt personell verstärkt, um dort Visumanträge auf Familiennachzug zum in
Deutschland anerkannten Schutzberechtigten mit der notwendigen Konzentration
von fachlichen Erfordernissen bearbeiten zu können. Dazu gehören auch
qualifizierte Beschäftigte mit sehr guten Arabisch-Kenntnissen. Diese
Personalverstärkung wird laufend evaluiert. Derzeit arbeiten vier Mitarbeiter in der Visastelle,
die zudem durch Abordnungen von Bediensteten anderer Dienstorte unterstützt
werden.
5. Unter welchen Bedingungen ist eine Familienzusammenführung im Rahmen
des Dublin-Verfahrens möglich (bitte zu wahrende Fristen, etwaige
Antragserfordernisse, betroffene Personengruppen und unterschiedliche
Konstellationen usw. ausführen), und wie genau ist das diesbezügliche Verfahren
generell bzw. konkret in Griechenland (bitte zur Beantwortung auch die
Kenntnisse und Kontakte der im Rahmen der EU-Unterstützungsmission in
Griechenland eingesetzten deutschen Bediensteten nutzen)?
a) Wie werden Asylsuchende darauf hingewiesen, dass eine
Familienzusammenführung mit Angehörigen in anderen EU-Mitgliedstaaten im Rahmen
des Dublin-Verfahrens möglich ist, und in welchem Umfang geschieht
dies?
b) Wie ist der zeitliche Ablauf solcher Verfahren, in denen eine
Familienzusammenführung im Rahmen der Dublin-Verordnung angestrebt wird, und
wie lange dauert im Schnitt ein solches Verfahren insgesamt bis zur
Einreise nach Deutschland?
Die Fragen 5 bis 5b werden gemeinsam beantwortet.
Die Kriterien zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates für die
Familienzusammenführung ergeben sich aus den Artikeln 7 ff. Dublin III-VO. Für
Übernahmeersuchen aus Griechenland ist das Verfahren wie folgt geregelt:
Während der Registrierung des Asylantrags in Griechenland erfolgt eine
standardisierte Abfrage bezüglich Dublin-III-Sachverhalten einschließlich der Frage
nach einer möglichen Familienzusammenführung. Sofern ein Dublin-Sachverhalt
vorliegt, wird die entsprechende Akte an die zuständige griechische Dublin-
Einheit der griechischen Asylbehörde weitergeleitet. Die griechische Asylbehörde
prüft die Voraussetzungen der Artikel 7 ff. und stellt bei deren Vorliegen ein
Aufnahmegesuch gemäß Artikel 21 Absatz 1 Dublin III-VO. Das Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge (BAMF) erhält das Aufnahmegesuch und prüft, ob die
Familienangehörigen tatsächlich in Deutschland aufhältig sind, ihr
Einverständnis zur Familienzusammenführung vorliegt und das Kindeswohl berücksichtigt
wird. Das Jugendamt wird hierzu stets um Stellungnahme gebeten. Bei Vorliegen
der Voraussetzungen wird innerhalb der Frist nach Artikel 22 Absatz 1 oder
Absatz 6 zugestimmt. Für die Überstellung gelten die Fristen von Artikel 29
Absatz 2 Dublin III-VO (6 bis 18 Monate). Das weitere Verfahren der griechischen
Asylbehörden richtet sich nach Artikel 26 Dublin III-VO.
Steht ein Termin für die Überstellung fest, teilt die griechische Asylbehörde dies
dem BAMF mit. In Deutschland werden darüber die Dienststelle der
Bundespolizei am betroffenen Flughafen und die für den Familienangehörigen zuständige
Ausländerbehörde informiert. Der Familienangehörige wird durch die
Ausländerbehörde informiert und gebeten, die Person vom Flughafen persönlich abzuholen.
Die Überstellung erfolgt am vereinbarten Termin.
6. Inwieweit besteht nach Auffassung der Bundesregierung die Gefahr, dass
durch den Ablauf von Fristen im Dublin-Verfahren Griechenland für die
Durchführung des Asylverfahrens zuständig wird, so dass eine beabsichtigte
Familienzusammenführung im Rahmen des Dublin-Verfahrens nicht mehr
möglich ist und damit nur noch zeitlich verzögert erfolgen kann?
Grundsätzlich ist ein Übernahmeersuchen nach Artikel 21 Absatz 1 Dublin III-
VO innerhalb von drei Monaten zu stellen. Erfolgt die Vorlage (des
Übernahmeersuchens) nicht innerhalb dieser Frist, so ist der Mitgliedstaat, in dem der Antrag
auf internationalen Schutz gestellt wurde, zuständig. Allerdings besteht nach
Artikel 17 Absatz 2 Dublin III-VO bis zu dem Zeitpunkt einer Erstentscheidung die
Möglichkeit, jederzeit ein Übernahmeersuchen zur Familienzusammenführung
zu stellen. Griechenland bleibt oder wird damit nicht zwingend für die
Durchführung des Asylverfahrens zuständig.
7. Wie viele Ersuchen griechischer Behörden auf Übernahme im Rahmen des
Dublin-Systems gab es seit Anfang des Jahres 2016, wie vielen Ersuchen
wurde stattgegeben, und wie viele Überstellungen nach Deutschland sind
erfolgt (bitte jeweils im Monatsverlauf darstellen und Angaben zu den
wichtigsten Herkunftsländern machen)?
Konkrete Angaben zu den Übernahmeersuchen nach der Dublin III-VO von
Griechenland an Deutschland für den Zeitraum von Januar 2016 bis Mai 2016
(einschließlich der jeweiligen Herkunftsländer) ergeben sich aus den beigefügten
zwei Tabellenblättern der Anlage 1.
8. Welche Angaben kann die Bundesregierung dazu machen, wie viele dieser
Übernahmeersuchen in Bezug auf Flüchtlinge gestellt wurden, die in den so
genannten Hotspots bzw. auf den griechischen Ägäisinseln bzw. auf
griechischem Festland leben (bitte zur Beantwortung auch die Kenntnisse und
Kontakte der im Rahmen der EU-Unterstützungsmission in Griechenland
eingesetzten deutschen Bediensteten nutzen)?
9. Welche Angaben kann die Bundesregierung dazu machen, in wie vielen
dieser Fälle eine Familienzusammenführung angestrebt wurde bzw. letztlich
ermöglicht bzw. abgelehnt wurde (bitte zur Beantwortung auch die Kenntnisse
und Kontakte der im Rahmen der EU-Unterstützungsmission in
Griechenland eingesetzten deutschen Bediensteten nutzen)?
Die Fragen 8 und 9 werden zusammen beantwortet.
Hierzu liegen der Bundesregierung keine statistischen Daten vor. Es wird
lediglich die Gesamtanzahl an Übernahmeersuchen an Deutschland erfasst und weder
örtlich innerhalb eines Mitgliedstaats noch hinsichtlich der Gründe für die
Übernahmeersuchen differenziert.
10. Inwiefern hält es die Bundesregierung für angemessen, wenn in einem den
Fragestellern bekannt gewordenen Einzelfall die deutsche Botschaft in
Athen als „Alternative“ die Möglichkeit genannt hat, „freiwillig in die
Türkei zurückzukehren“, um dort einen Antrag auf Familienzusammenführung
zu stellen?
Hinweise auf eine freiwillige Rückkehr in die Türkei wurden ausschließlich für
den Fall erwähnt, dass Flüchtlinge keine Weiterreisemöglichkeit von den
griechischen Inseln auf das griechische Festland haben, da in diesem Fall die
Auslandsvertretungen in der Türkei als nächstmögliche Visastellen zur Beantragung eines
Visums zur Familienzusammenführung als Alternative erscheinen.
11. Inwieweit ist der Verweis auf eine Familienzusammenführung im Rahmen
des Dublin-Verfahrens für Geflüchtete, die auf dem griechischen Festland
leben, weiterführend angesichts der erheblichen Probleme, überhaupt einen
Asylantrag stellen zu können, da Termine per Skype-Anruf kaum zu erhalten
sind (vgl. Mündliche Frage 34 in der Fragestunde am 27. April 2016 auf
Plenarprotokoll 18/166, wobei die Bundesregierung auf die konkrete Frage nach
Kenntnissen zu den Problemen mit der Skype-Anmeldung keine Antwort
gegeben hat, was an dieser Stelle nachgeholt werden sollte)?
Personen, die sich auf dem griechischen Festland befinden und vor dem 20. März
2016 in Griechenland eingereist sind, können über die Skype-
Terminvereinbarung einen Termin zur Asylantragstellung erhalten. Daneben führt die griechische
Asylbehörde in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten
Nationen (UNHCR) und der European Asylum Support Office (EASO) derzeit eine
Vorregistrierungsaktion durch, um allen Migranten die Asylantragstellung zu
ermöglichen. Nach Abschluss der gesamten Vorregistrierungsaktion erhalten die
Antragsteller einen Termin bei der Asylbehörde zur Asylantragstellung. Es ist
vorgesehen, die Vorregistrierung bis Anfang August 2016 abzuschließen. Da die
Fristen für das Dublin-Verfahren erst mit Stellung des Asylantrags bei der
Asylbehörde beginnen (Artikel 21 Absatz 1 Dublin III-VO), ist sichergestellt,
dass für die betroffenen Personen Dublin-Verfahren betrieben werden können.
12. Inwieweit ist die Bundesregierung bereit, die Aufnahme von Geflüchteten
aus Griechenland zu unterstützen, wenn sich Kommunen oder Initiativen
oder Einzelpersonen in Deutschland dazu bereit erklären, eine konkrete Zahl
von Personen aufzunehmen (bitte begründen)?
Die Bundesregierung unterstützt die Aufnahme von Schutzsuchenden, die sich
derzeit in Griechenland aufhalten, im Rahmen der bestehenden Verpflichtungen
zur Umsiedlung. Aktuell wird ein Umsiedlungsverfahren für 200 Personen, die
Deutschland von den griechischen Behörden zur Umsiedlung vorgeschlagen
wurden, durchgeführt. Die Verteilung auf die Bundesländer erfolgt hier – wie bei
allen Asylbewerbern – nach dem Königsteiner Schlüssel. Bisher haben die Länder
der Bundesregierung nicht signalisiert, dass diese Verteilung geändert werden
soll. Die Verteilung der Personen auf die einzelnen Kommunen liegt in der
Zuständigkeit der Länder. Insofern können sich aufnahmewillige Kommunen
gegenüber ihren Landesregierungen um die Aufnahme von Asylbewerbern
bemühen. Auch Initiativen und Einzelpersonen müssen sich, wenn sie Schutzsuchende
beherbergen wollen, an die zuständigen Landesbehörden wenden.
13. Inwieweit ist die Bundesregierung bereit, die Aufnahme von Geflüchteten
aus Griechenland zu unterstützen, wenn Bundesländer sich dazu bereit
erklären, ein bestimmtes Kontingent aufzunehmen (bitte begründen)?
Sollten Bundesländer eine Kontingentaufnahme nach § 23 Absatz 1 AufenthG
erwägen und dies an die Bundesregierung herantragen, wird das
Bundesministerium des Innern dies im Rahmen des Erfordernisses der Einvernehmenserteilung
prüfen.
14. Wie kann die Bundesregierung behaupten (Antwort der Bundesregierung auf
die Mündliche Frage 34 in der Fragestunde am 27. April 2016 auf
Plenarprotokoll 18/166), Deutschland stehe zu seiner Verpflichtung einer
Aufnahme von Schutzbedürftigen aus Griechenland und Italien, wenn von den
im Oktober 2015 zugesagten 17 000 Übernahmen bis April 2016 nur 57
realisiert wurden, und in welchen zeitlichen Schritten und mit Kontingenten
welcher Größenordnung will Deutschland in Zukunft diese Verpflichtung
konkret umsetzen?
Am 14. und 22. September 2015 beschloss der Rat für Justiz und Inneres formell
die Umverteilung von insgesamt 160 000 Flüchtlingen aus Italien und
Griechenland innerhalb von 24 Monaten. Bisher wurden im Pilotverfahren 37 Personen
aus Griechenland und 20 Personen aus Italien in Deutschland aufgenommen. Die
Aufnahme von weiteren 200 Personen aus Griechenland befindet sich
gegenwärtig in Vorbereitung (siehe auch Antwort zu Frage 12). Neben dem Verfahren zur
Rückführung der Nicht-Schutzbedürftigen von den griechischen Inseln in die
Türkei und der daraus folgenden Aufnahme von eindeutig schutzbedürftigen
syrischen Flüchtlingen aus der Türkei hält Deutschland auch an seiner zugesagten
Verpflichtung einer Aufnahme von Asylbewerbern aus Italien und Griechenland
fest. Nach Etablierung des Resettlement-Verfahrens aus der Türkei wird
Deutschland die Anstrengungen zur Entlastung von Griechenland und Italien durch
Umsiedlung verstärken.
15. Wie waren die Asylentscheidungen (bitte in absoluten und relativen Zahlen,
Angaben zu Entscheidungen und zu den gewährten Schutzstatus – Asyl,
Genfer Flüchtlingskonvention, subsidiärer Schutz, Abschiebungsschutz,
Ablehnungen, formelle Entscheidungen – machen) seit Anfang Januar 2016 in
Fällen, in denen Asylsuchende persönlich angehört wurden (bitte zusätzlich
nach Monaten sowie nach den wichtigsten Staatsangehörigkeiten
differenzieren; zu syrischen und afghanischen Flüchtlingen, bitte auch den genauen
Monatsverlauf des Anteils subsidiären bzw. Flüchtlingsschutzes aufzeigen)?
Es wird auf die Tabelle der Anlage 2 verwiesen.
16. Wie erklärt die Bundesregierung, dass der Anteil subsidiären Schutzes bei
syrischen Asylsuchenden (nach einer persönlichen Anhörung) vom Januar
bis April 2016 bei 27,6 Prozent lag (vgl. Plenarprotokoll 18/172, S. 16996,
Anlage 12), während dieser Anteil im dritten Quartal 2014, d. h. vor
Einführung schriftlicher Verfahren bei syrischen Asylsuchenden bei 13,4 Prozent
lag (vgl. Bundestagsdrucksache 18/3055, Antwort zu Frage 1b)?
Die Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge werden nach
individueller Bewertung der jeweiligen Einzelfälle getroffen. Daraus ergibt sich,
dass in verschiedenen Zeiträumen voneinander abweichende Schutzquoten
festgestellt werden. Seit Wiederaufnahme der persönlichen Anhörung auch bei
syrischen Antragstellerinnen und Antragstellern beobachtet das Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge, dass bei diesen vermehrt ein Bürgerkriegsschicksal,
aber kein individuelles Verfolgungsschicksal vorliegt. Dies führt nach dem
geltenden Recht nicht zu Asyl oder Flüchtlingsschutz sondern zum subsidiären
Schutz. Eine statistische Auswertung der den einzelnen Entscheidungen zugrunde
liegenden Sachverhalte erfolgt nicht.
17. Was entgegnet die Bundesregierung der Auffassung von PRO ASYL (vgl.
Meldung auf
www.proasyl.de vom 19. Mai 2016: „Neue Asylpraxis beim
BAMF: Immer mehr Syrerinnen und Syrer kriegen ‚nur‘ subsidiären Schutz“,
dort ist ein entsprechendes rechtspolitisches Papier verlinkt), wonach die
vermehrte Erteilung subsidiären Schutzes der Rechtsprechung in
Deutschland widerspreche (wonach alle rückkehrenden Asylsuchenden mit
Verfolgung und Folter rechnen müssten, weil ihnen aufgrund ihrer Flucht eine
oppositionelle Haltung unterstellt werden könnte) und die Passerteilungspraxis
durch das syrische Regime nicht so interpretiert werden könne, dass keine
Verfolgung bei einer Rückkehr mehr zu befürchten sei, weil das syrische
Regime unter anderem ein finanzielles Interesse an den Passerteilungen habe
(vgl. rechtspolitisches Papier S. 3 f. mit weiteren Nachweisen)?
18. Was entgegnet die Bundesregierung der Auffassung des Hohen
Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR: „International Protection
Considerations with Regard to People Fleeing the Syrian Arab Republic
Update IV“, November 2015, HCR/PC/SYR/01), wonach syrische Flüchtlinge
meist die Voraussetzungen für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft
erfüllen wegen einer wohl begründeten Angst vor Verfolgung durch die
unterschiedlichen politischen Akteure in Syrien (a. a. O., S. 22, Nummer 36),
wobei der UNHCR in diesem Zusammenhang die verstärkte Erteilung von
Flüchtlings-, statt nur subsidiärem Schutz für syrische Flüchtlinge durch die
EU-Mitgliedstaaten ausdrücklich begrüßte (ebd.)?
Die Fragen 17 und 18 werden zusammen beantwortet.
Die Entscheider des BAMF treffen ihre Entscheidung über den Asylantrag
aufgrund einer Gesamtschau aller relevanten Erkenntnisse, insbesondere der
Anhörung des Antragstellers und der gegebenenfalls weiteren veranlassten
Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhaltes. Der Entscheidung über einen Asylantrag
geht eine individuelle Bewertung des jeweiligen Einzelfalls voraus. Die
erforderliche Gesamtschau der relevanten Erkenntnisse orientiert sich an der
einschlägigen Rechtsprechung.
19. Warum hat die Bundesregierung bei ihrer Antwort zu Frage 23 auf
Bundestagsdrucksache 18/7323 im Januar 2016 (danach, wie viele
Familienangehörige je Flüchtling einen Anspruch auf Nachzug geltend machen und wie sich
Einschätzungen des damaligen Leiters des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge – BAMF, Dr. Manfred Schmidt, begründen ließen, auf jeden
Flüchtling kämen drei Familienangehörige) nicht darauf hingewiesen, wie
die „Süddeutsche Zeitung“ am 8. Juni 2016 berichtete, dass nach internen
Prognosen des BAMF vom November 2015 (die laut Agenturmeldung der
KNA vom 8. Juni 2016 nach Auskunft des Bundesinnenministeriums diesem
auch vorlagen) dieser Nachzugsfaktor auf 0,9 bis 1,2 geschätzt wurde bzw.
aktuell eher noch niedriger geschätzt wird (vgl. z. B. Meldung der AFP vom
8. Juni 2016; bitte auch in Hinblick auf das verfassungsrechtlich verankerte
Fragerecht der Abgeordneten im Detail ausführen, warum diese Kenntnisse
nicht angegeben wurden)?
Die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23 der Kleinen Anfrage der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/7323 vom 21. Januar 2016 bezieht
sich darauf, „wie viele Familienangehörige je Flüchtling“ einen Anspruch auf
Familiennachzug geltend machen und legt dar, dass die Angabe verlässlicher Zahlen
nicht möglich ist. Die hier zitierte Schätzung des BAMF bezieht sich allein auf
den Familiennachzug zu syrischen Stammberechtigten und ist nicht auf andere
Herkunftsländer übertragbar, da die für die Erstellung der Schätzung
berücksichtigten Faktoren wie Geburtenziffer und Heiratsalter je nach Herkunftsland
unterschiedlich sind. Folglich wurde diese Schätzung nicht in der Antwort der
Bundesregierung wiedergegeben.
a) Wie ist die Aussage des damaligen Leiters des BAMF, Dr. Manfred
Schmidt, der öffentlich einen Nachzugsfaktor von 3 behauptet hatte, vor
dem Hintergrund der jetzt bekannt gewordenen, sehr viel niedrigeren
internen Einschätzung des BAMF, zu erklären, und welche
Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung im Nachhinein aus den damaligen
falschen Einschätzungen des Leiters des BAMF, und warum wurde dem
öffentlich nicht entgegengetreten, wenn dem Bundesinnenministerium die
anders lautenden internen Einschätzungen des BAMF doch bekannt
waren (bitte ausführen)?
Die ebenfalls in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der
Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/7323 vom 21. Januar 2016
dargelegte Schätzung des damaligen Leiters des BAMF bezog sich auf einen
durchschnittlichen Faktor „je Flüchtling“, wobei es nicht allein um den
Familiennachzug zu syrischen Stammberechtigten, sondern um Familiennachzug
insgesamt ging. Auch andere Behörden, wie etwa Ausländerbehörden der Länder,
gingen zu diesem Zeitpunkt in Fällen, in denen ein Nachzugsanspruch geltend
gemacht wurde, von einem Faktor zwischen 3 und 4 aus. Vor diesem Hintergrund
bestand kein Anlass, den Schätzungen öffentlich entgegenzutreten.
b) Warum hat die Bundesregierung nicht bereits anlässlich der
parlamentarischen Anfrage erklärt, dass es diesbezüglich „keinen Grund für Hysterie
oder Panikmache“ gäbe (Auswärtiges Amt laut dpa vom 8. Juni 2016),
und muss die Kritik des Auswärtigen Amts (AFP vom 8. Juni 2016) an
Äußerungen „vermeintlicher Experten“, die teilweise „aus Gründen der
politischen Manipulation“ realitätsferne, höhere Schätzungen für den
Familiennachzug verbreitet hätten, nicht genauso für die Äußerungen des
damaligen BAMF-Chefs Dr. Manfred Schmidt gelten (bitte ausführen)?
Diesbezüglich wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23 der
Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/7323
vom 21. Januar 2016 verwiesen sowie auf die Antworten zu Frage 19 und 19a.
c) Wann und bei welcher Gelegenheit hat der Bundesminister des Innern
Dr. Thomas de Maizière öffentlich und insbesondere im Deutschen
Bundestag welche Aussagen zur ungefähren Höhe des zu erwartenden
Familiennachzugs zu anerkannten Flüchtlingen gemacht, und inwieweit stützte
er sich dabei auf Äußerungen des damaligen BAMF-Chefs Dr. Manfred
Schmidt bzw. auf die dem Bundesministerium vorliegenden internen
Prognosen (bitte ausführen), und wie bewertet es der
Bundesinnenminister gegebenenfalls im Nachhinein, wenn er falsche Einschätzungen zum
Familiennachzug öffentlich abgegeben haben sollte?
Der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, hat sich zu
verschiedenen Gelegenheiten öffentlich und im Deutschen Bundestag zur prognostizierten
Höhe des Familiennachzugs zu anerkannten Flüchtlingen und anderen
Schutzberechtigten geäußert. Bei seinen Prognosen stützte er sich auch auf Einschätzungen
des zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern gehörenden
BAMF. Diese Einschätzungen unterliegen naturgemäß Veränderungen, soweit es
sich dabei um prognostische Einschätzungen – wie etwa zu Zuzugszahlen –
handelt. Die Bundesregierung hat bereits in ihrer Antwort zu Frage 23 der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/7323 vom
21. Januar 2016 deutlich gemacht, dass zuverlässige Schätzungen insbesondere
im Bereich des zu erwartenden Familiennachzugs nicht möglich sind.
d) Inwieweit spielte die nach heutiger Ansicht der Bundesregierung
übertriebene Einschätzung des damaligen BAMF-Chefs Dr. Manfred Schmidt
zum zu erwartenden Familiennachzug eine Rolle für die kurz danach
vorgenommene gesetzliche Aussetzung des Nachzugsanspruchs zu subsidär
schutzberechtigten Flüchtlingen durch das so genannte zweite Asylpaket,
und warum wurden die dem Bundesinnenministerium nach eigener
Auskunft vorliegenden internen Einschätzungen nicht im Laufe des
Gesetzgebungsverfahrens publik gemacht, obwohl diese Einschätzungen für die
parlamentarische und gesellschaftliche Debatte zu den geplanten
Verschärfungen als Sachinformationen nach Ansicht der Fragesteller wichtig
gewesen wären?
Eine Veröffentlichung der Einschätzung des BAMF durch die Bundesregierung
war nicht angezeigt, weil es sich um eine interne Schätzung handelte, die nicht
auf alle Schutzberechtigten übertragbar ist. Darüber hinaus wird auf die Antwort
zu Frage 19 verwiesen.
B
u
n
d
e
sa
m
t
fü
r
M
ig
ra
ti
o
n
u
n
d
F
lü
ch
tl
in
g
e
R
e
fe
ra
t
1
2
3
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
c
h
e
n
n
a
c
h
d
e
r
D
u
b
li
n
-V
e
ro
rd
n
u
n
g
J
a
n
1
6
F
e
b
1
6
M
rz
1
6
A
p
r
1
6
M
a
i
1
6
G
e
s
a
m
t
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
c
h
e
n
g
e
s
a
m
t
6
1
4
1
7
6
6
9
1
1
9
4
d
a
v
o
n
A
b
le
h
n
u
n
g
e
n
d
e
s
B
u
n
d
e
sa
m
te
s
2
5
3
1
3
9
3
2
d
a
v
o
n
Z
u
st
im
m
u
n
g
e
n
d
e
s
B
u
n
d
e
sa
m
te
s
4
8
1
3
4
1
5
8
1
2
4
d
a
v
o
n
e
rf
o
lg
te
Ü
b
e
rs
te
llu
n
g
e
n
a
n
D
e
u
ts
ch
la
n
d
0
4
8
1
5
2
2
9
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
c
h
e
n
v
o
n
G
ri
e
c
h
e
n
la
n
d
a
n
D
e
u
ts
c
h
la
n
d
H
in
w
e
is
:
E
s
h
a
n
d
e
lt
s
ic
h
h
ie
r
u
m
e
in
e
V
e
rl
a
u
fs
st
a
ti
st
ik
,
d
.h
.
e
s
si
n
d
n
u
r
d
ie
A
b
le
h
n
u
n
g
e
n
u
n
d
Z
u
st
im
m
u
n
g
e
n
a
u
fg
e
fü
h
rt
,
d
ie
s
ic
h
a
u
f
d
ie
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
ch
e
n
d
e
s
g
e
n
a
n
n
te
n
Z
e
it
ra
u
m
e
s
Ja
n
.-
M
a
i
2
0
1
6
b
e
zi
e
h
e
n
.
E
n
ts
ch
e
id
u
n
g
e
n
z
u
f
rü
h
e
r
g
e
st
e
llt
e
n
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
ch
e
n
s
in
d
n
ic
h
t
e
n
th
a
lt
e
n
.
Q
u
e
lle
:
M
A
R
iS
S
ta
n
d
:
2
8
.0
6
.2
0
1
6
Anlagen
Bu
nd
es
am
t
fü
r
M
ig
ra
tio
n
un
d
Fl
üc
ht
lin
ge
R
ef
er
at
1
23
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
c
h
e
n
n
a
c
h
d
e
r
D
u
b
li
n
-V
e
ro
rd
n
u
n
g
J
a
n
1
6
F
e
b
1
6
M
rz
1
6
A
p
r
1
6
M
a
i
1
6
G
e
s
a
m
t
H
e
rk
u
n
ft
s
la
n
d
Sy
rie
n,
A
ra
bi
sc
he
R
ep
ub
lik
4
5
8
37
63
1
1
7
Af
gh
an
is
ta
n
1
11
8
2
0
Ir
ak
1
3
8
4
1
6
Ir
an
, I
sl
am
is
ch
e
R
ep
ub
lik
1
6
7
1
4
Li
ba
no
n
5
5
Pa
ki
st
an
2
2
4
Al
ba
ni
en
2
1
1
4
Je
m
en
3
3
Er
itr
ea
3
3
oh
ne
A
ng
ab
e
2
2
Äg
yp
te
n
1
1
G
eo
rg
ie
n
1
1
Li
by
en
1
1
Se
ne
ga
l
1
1
So
m
al
ia
1
1
Ve
re
in
ig
te
a
ra
bi
sc
he
E
m
ira
te
1
1
G
e
s
a
m
t
6
1
4
1
7
6
6
9
1
1
9
4
Ü
b
e
rn
a
h
m
e
e
rs
u
c
h
e
n
v
o
n
G
ri
e
c
h
e
n
la
n
d
a
n
D
e
u
ts
c
h
la
n
d
n
a
c
h
H
e
rk
u
n
ft
s
la
n
d
Q
ue
lle
:
M
AR
iS
St
an
d:
2
8.
06
.2
01
6
D
ie
M
o
n
at
sz
ah
le
n
b
e
zi
e
h
e
n
s
ic
h
a
u
f
d
e
n
A
b
fr
ag
e
st
an
d
v
o
m
3
1
.0
5
.2
0
1
6
u
n
d
n
ic
h
t
au
f
d
ie
e
in
ze
ln
e
n
b
e
ri
ch
te
te
n
M
o
n
at
sw
e
rt
e
A
u
fs
ch
lü
ss
e
lu
n
g
n
ac
h
M
o
n
at
e
n
G
es
am
t:
a
b
so
lu
t
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
Ja
n
1
6
5
4
0
,4
%
1
9
3
0
1
3
,1
%
1
6
2
1
,1
%
1
7
7
1
,2
%
2
3
2
3
1
5
,7
%
1
1
5
2
6
7
8
,0
%
9
2
2
6
,2
%
1
4
7
7
1
Fe
b
1
6
1
0
0
0
,7
%
2
4
0
4
1
7
,4
%
2
3
6
1
,7
%
1
8
5
1
,3
%
2
9
2
5
2
1
,2
%
9
8
5
8
7
1
,4
%
1
0
2
1
7
,4
%
1
3
8
0
4
M
rz
1
6
6
9
0
,4
%
4
3
6
9
2
4
,4
%
7
7
2
4
,3
%
2
6
0
1
,5
%
5
4
7
0
3
0
,6
%
1
1
3
4
1
6
3
,4
%
1
0
7
5
6
,0
%
1
7
8
8
6
A
p
r
1
6
7
5
0
,4
%
5
7
7
4
2
8
,8
%
3
9
1
4
1
9
,6
%
2
0
7
1
,0
%
9
9
7
0
4
9
,8
%
8
7
7
1
4
3
,8
%
1
2
7
5
6
,4
%
2
0
0
1
6
M
ai
1
6
1
0
2
0
,5
%
6
9
0
7
3
3
,1
%
5
2
9
7
2
5
,4
%
2
1
9
1
,1
%
1
2
5
2
5
6
0
,1
%
7
2
8
1
3
4
,9
%
1
0
4
8
5
,0
%
2
0
8
5
4
G
e
sa
m
t
4
0
0
0
,5
%
2
1
3
8
4
2
4
,5
%
1
0
3
8
1
1
1
,9
%
1
0
4
8
1
,2
%
3
3
2
1
3
3
8
,0
%
4
8
7
7
7
5
5
,9
%
5
3
4
1
6
,1
%
8
7
3
3
1
Ze
it
ra
u
m
0
1
.0
1
. -
3
1
.0
5
.2
0
1
6
A
u
fs
ch
lü
ss
e
lu
n
g
n
ac
h
T
o
p
2
0
H
K
L
G
es
am
t:
a
b
so
lu
t
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
1
5
9
0
,7
%
1
4
5
8
0
6
2
,5
%
8
3
3
4
3
5
,7
%
1
7
0
,1
%
2
3
0
9
0
9
9
,0
%
3
4
0
,1
%
1
9
7
0
,8
%
2
3
3
2
1
1
0
,0
%
2
0
,0
%
2
9
0
,2
%
1
3
0
,1
%
4
5
0
,3
%
1
5
3
0
3
9
1
,0
%
1
4
6
3
8
,7
%
1
6
8
1
1
1
0
,0
%
1
0
,0
%
1
0
,0
%
2
8
0
,3
%
3
1
0
,4
%
7
4
6
5
9
2
,5
%
5
7
8
7
,2
%
8
0
7
4
0
,0
%
3
0
,0
%
0
,0
%
1
0
0
,1
%
1
3
0
,2
%
6
2
1
4
8
8
,1
%
8
2
6
1
1
,7
%
7
0
5
3
0
,0
%
0
,0
%
0
,0
%
1
3
0
,3
%
1
3
0
,3
%
3
8
2
5
8
8
,5
%
4
8
5
1
1
,2
%
4
3
2
3
4
6
1
,2
%
1
9
7
0
5
3
,0
%
6
8
6
1
8
,5
%
5
0
1
,3
%
2
7
5
2
7
4
,1
%
7
9
5
2
1
,4
%
1
6
7
4
,5
%
3
7
1
4
1
5
0
,5
%
1
0
0
7
3
0
,3
%
3
5
8
1
0
,8
%
4
3
8
1
3
,2
%
1
8
1
8
5
4
,8
%
1
4
2
1
4
2
,8
%
7
9
2
,4
%
3
3
1
8
0
,0
%
0
,0
%
6
0
,3
%
1
2
0
,6
%
1
8
0
,8
%
1
8
4
1
8
5
,4
%
2
9
8
1
3
,8
%
2
1
5
7
1
0
,1
%
1
1
0
,6
%
6
0
,3
%
2
0
1
,1
%
3
8
2
,1
%
1
6
4
8
9
0
,4
%
1
3
7
7
,5
%
1
8
2
3
2
4
1
,3
%
1
5
4
6
8
6
,8
%
1
4
3
8
,0
%
6
0
,3
%
1
7
1
9
9
6
,5
%
5
3
3
,0
%
9
0
,5
%
1
7
8
1
0
,0
%
0
,0
%
3
0
,2
%
5
0
,3
%
8
0
,5
%
1
4
4
4
9
3
,2
%
9
7
6
,3
%
1
5
4
9
4
0
,3
%
2
7
2
,2
%
3
0
,2
%
1
0
0
,8
%
4
4
3
,5
%
1
1
3
6
9
1
,6
%
6
0
4
,8
%
1
2
4
0
7
2
7
,4
%
5
7
8
5
9
,1
%
1
2
1
,2
%
1
2
1
,2
%
6
7
4
6
8
,9
%
2
8
2
2
8
,8
%
2
2
2
,2
%
9
7
8
2
0
,2
%
7
0
7
,8
%
3
0
,3
%
7
0
,8
%
8
2
9
,2
%
7
5
8
8
5
,0
%
5
2
5
,8
%
8
9
2
0
,0
%
5
8
6
,8
%
8
0
,9
%
2
7
3
,1
%
9
3
1
0
,8
%
6
2
5
7
2
,8
%
1
4
0
1
6
,3
%
8
5
8
2
0
,2
%
4
7
6
5
6
,3
%
2
2
8
2
7
,0
%
3
0
,4
%
7
0
9
8
3
,8
%
1
2
1
1
4
,3
%
1
6
1
,9
%
8
4
6
1
0
,1
%
7
0
,9
%
1
0
,1
%
7
0
,9
%
1
6
2
,2
%
6
3
4
8
5
,8
%
8
9
1
2
,0
%
7
3
9
0
,0
%
1
6
7
2
4
,1
%
1
9
5
2
8
,1
%
2
0
2
2
9
,1
%
5
6
4
8
1
,3
%
1
0
9
1
5
,7
%
2
1
3
,0
%
6
9
4
0
,0
%
5
0
,8
%
6
0
,9
%
6
0
,9
%
1
7
2
,6
%
4
9
9
7
5
,3
%
1
4
7
2
2
,2
%
6
6
3
0
,0
%
4
0
,6
%
0
,0
%
3
0
,5
%
7
1
,1
%
6
0
6
9
7
,0
%
1
2
1
,9
%
6
2
5
0
,0
%
2
0
,3
%
0
,0
%
0
,0
%
2
0
,3
%
5
8
2
9
3
,9
%
3
6
5
,8
%
6
2
0
0
,0
%
3
3
0
5
8
,8
%
9
9
1
7
,6
%
1
0
1
,8
%
4
3
9
7
8
,3
%
1
0
1
1
8
,0
%
2
1
3
,7
%
5
6
1
0
,0
%
3
0
,6
%
0
,0
%
0
,0
%
3
0
,6
%
4
4
7
9
4
,5
%
2
3
4
,9
%
4
7
3
3
6
7
,9
%
7
1
1
5
,5
%
7
1
,5
%
1
0
2
,2
%
1
2
4
2
7
,1
%
3
1
9
6
9
,8
%
1
4
3
,1
%
4
5
7
Sy
ri
en
, A
ra
b
is
ch
e
R
ep
u
b
lik
A
lb
an
ie
n
K
o
so
vo
Se
rb
ie
n
M
az
ed
o
n
ie
n
Ir
ak
A
fg
h
an
is
ta
n
B
o
sn
ie
n
u
n
d
H
er
ze
go
w
in
a
A
lg
er
ie
n
Er
it
re
a
M
o
n
te
n
eg
ro
M
ar
o
kk
o
Ir
an
, I
sl
am
is
ch
e
R
ep
u
b
lik
P
ak
is
ta
n
R
u
ss
is
ch
e
Fö
d
er
at
io
n
U
n
ge
kl
är
t
G
eo
rg
ie
n
So
m
al
ia
U
kr
ai
n
e
Se
n
eg
al
M
o
ld
au
(
R
ep
u
b
lik
)
so
n
st
. a
si
at
. S
ta
at
sa
n
ge
h
.
Tu
n
es
ie
n
Ä
gy
p
te
n
St
aa
te
n
lo
s
1
0
,2
%
2
5
5
6
2
,0
%
1
2
5
3
0
,4
%
7
1
,7
%
3
8
8
9
4
,4
%
1
8
4
,4
%
5
1
,2
%
4
1
1
G
e
sa
m
t
4
0
0
0
,5
%
2
1
3
8
4
2
4
,5
%
1
0
3
8
1
1
1
,9
%
1
0
4
8
1
,2
%
3
3
2
1
3
3
8
,0
%
4
8
7
7
7
5
5
,9
%
5
3
4
1
6
,1
%
8
7
3
3
1
D
ie
M
o
n
at
sz
ah
le
n
b
e
zi
e
h
e
n
s
ic
h
a
u
f
d
e
n
A
b
fr
ag
e
st
an
d
v
o
m
3
1
.0
5
.2
0
1
6
u
n
d
n
ic
h
t
au
f
d
ie
e
in
ze
ln
e
n
b
e
ri
ch
te
te
n
M
o
n
at
sw
e
rt
e
A
u
fs
ch
lü
ss
e
lu
n
g
n
ac
h
M
o
n
at
e
n
:
H
K
L
A
fg
h
an
is
ta
n
G
es
am
t:
a
b
so
lu
t
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
Ja
n
1
6
0
,0
%
1
5
9
3
7
,1
%
3
0
7
,0
%
8
6
2
0
,0
%
2
7
5
6
4
,1
%
1
4
0
3
2
,6
%
1
4
3
,3
%
4
2
9
Fe
b
1
6
5
0
,9
%
1
7
8
3
2
,8
%
5
1
9
,4
%
8
9
1
6
,4
%
3
2
3
5
9
,5
%
2
0
5
3
7
,8
%
1
5
2
,8
%
5
4
3
M
rz
1
6
1
0
,2
%
1
9
5
3
6
,2
%
4
8
8
,9
%
7
0
1
3
,0
%
3
1
4
5
8
,3
%
2
1
3
3
9
,5
%
1
2
2
,2
%
5
3
9
A
p
r
1
6
1
0
,2
%
1
6
0
2
4
,3
%
9
0
1
3
,7
%
8
8
1
3
,4
%
3
3
9
5
1
,4
%
3
0
0
4
5
,5
%
2
0
3
,0
%
6
5
9
M
ai
1
6
8
0
,7
%
3
1
5
2
7
,4
%
1
3
9
1
2
,1
%
1
0
5
9
,1
%
5
6
7
4
9
,4
%
5
6
3
4
9
,0
%
1
8
1
,6
%
1
1
4
8
G
e
sa
m
t
1
5
0
,5
%
1
0
0
7
3
0
,3
%
3
5
8
1
0
,8
%
4
3
8
1
3
,2
%
1
8
1
8
5
4
,8
%
1
4
2
1
4
2
,8
%
7
9
2
,4
%
3
3
1
8
so
n
st
ig
e
V
er
fa
h
re
n
se
rl
ed
ig
u
n
g
A
n
er
ke
n
n
u
n
g
ge
m
. A
rt
.1
6
a
G
G
Fl
ü
ch
tl
in
gs
sc
h
u
tz
g
em
.
§
3
I
A
sy
lG
su
b
si
d
iä
re
r
Sc
h
u
tz
g
em
. §
4
I A
sy
lG
A
b
sc
h
ie
b
u
n
gs
ve
rb
o
t
ge
m
. §
6
0
V
/V
II
A
u
fe
n
th
G
G
es
am
ts
ch
u
tz
A
b
le
h
n
u
n
g
so
n
st
ig
e
V
er
fa
h
re
n
se
rl
ed
ig
u
n
g
A
n
er
ke
n
n
u
n
g
ge
m
. A
rt
.1
6
a
G
G
Fl
ü
ch
tl
in
gs
sc
h
u
tz
g
em
.
§
3
I
A
sy
lG
su
b
si
d
iä
re
r
Sc
h
u
tz
g
em
. §
4
I A
sy
lG
A
b
sc
h
ie
b
u
n
gs
ve
rb
o
t
ge
m
. §
6
0
V
/V
II
A
u
fe
n
th
G
G
es
am
ts
ch
u
tz
A
b
le
h
n
u
n
g
so
n
st
ig
e
V
er
fa
h
re
n
se
rl
ed
ig
u
n
g
A
n
er
ke
n
n
u
n
g
ge
m
. A
rt
.1
6
a
G
G
Fl
ü
ch
tl
in
gs
sc
h
u
tz
g
em
.
§
3
I
A
sy
lG
su
b
si
d
iä
re
r
Sc
h
u
tz
g
em
. §
4
I A
sy
lG
A
b
sc
h
ie
b
u
n
gs
ve
rb
o
t
ge
m
. §
6
0
V
/V
II
A
u
fe
n
th
G
G
es
am
ts
ch
u
tz
A
b
le
h
n
u
n
g
D
ie
M
o
n
at
sz
ah
le
n
b
e
zi
e
h
e
n
s
ic
h
a
u
f
d
e
n
A
b
fr
ag
e
st
an
d
v
o
m
3
1
.0
5
.2
0
1
6
u
n
d
n
ic
h
t
au
f
d
ie
e
in
ze
ln
e
n
b
e
ri
ch
te
te
n
M
o
n
at
sw
e
rt
e
A
u
fs
ch
lü
ss
e
lu
n
g
n
ac
h
M
o
n
at
e
n
:
H
K
L
Sy
ri
e
n
G
es
am
t:
a
b
so
lu
t
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
ab
so
lu
t
Q
u
o
te
Ja
n
1
6
1
6
1
,5
%
9
9
4
9
5
,9
%
1
4
1
,4
%
3
0
,3
%
1
0
2
7
9
9
,1
%
0
,0
%
9
0
,9
%
1
0
3
6
Fe
b
1
6
4
7
3
,6
%
1
2
1
1
9
3
,9
%
1
5
1
,2
%
5
0
,4
%
1
2
7
8
9
9
,1
%
2
0
,2
%
1
0
0
,8
%
1
2
9
0
M
rz
1
6
2
4
0
,7
%
3
1
2
5
8
5
,5
%
4
7
0
1
2
,9
%
3
0
,1
%
3
6
2
2
9
9
,1
%
4
0
,1
%
3
0
0
,8
%
3
6
5
6
A
p
r
1
6
3
7
0
,5
%
4
2
4
8
5
5
,7
%
3
2
6
8
4
2
,8
%
3
0
,0
%
7
5
5
6
9
9
,0
%
1
1
0
,1
%
6
3
0
,8
%
7
6
3
0
M
ai
1
6
3
5
0
,4
%
5
0
0
2
5
1
,5
%
4
5
6
7
4
7
,0
%
3
0
,0
%
9
6
0
7
9
8
,9
%
1
7
0
,2
%
8
5
0
,9
%
9
7
0
9
G
e
sa
m
t
1
5
9
0
,7
%
1
4
5
8
0
6
2
,5
%
8
3
3
4
3
5
,7
%
1
7
0
,1
%
2
3
0
9
0
9
9
,0
%
3
4
0
,1
%
1
9
7
0
,8
%
2
3
3
2
1
A
n
er
ke
n
n
u
n
g
ge
m
. A
rt
.1
6
a
G
G
Fl
ü
ch
tl
in
gs
sc
h
u
tz
g
em
.
§
3
I
A
sy
lG
su
b
si
d
iä
re
r
Sc
h
u
tz
g
em
. §
4
I A
sy
lG
A
b
sc
h
ie
b
u
n
gs
ve
rb
o
t
ge
m
. §
6
0
V
/V
II
A
u
fe
n
th
G
G
es
am
ts
ch
u
tz
A
b
le
h
n
u
n
g
so
n
st
ig
e
V
er
fa
h
re
n
se
rl
ed
ig
u
n
g
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]