[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom
21. Juli 2016 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/9271
18. Wahlperiode 25.07.2016
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Markus Tressel, Matthias Gastel,
Stephan Kühn (Dresden), weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/9140 –
Entwicklung des regionalen Bäckerei- und Fleischereihandwerks
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Das Lebensmittelhandwerk ist ein wichtiges Bindeglied zwischen
landwirtschaftlicher Produktion und Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die kurzen
Lieferwege schonen Umwelt und Klima und erhalten die regionale Vielfalt von
Lebensmitteln. Die Verkaufsstellen der Bäckereien und Fleischereien
ermöglichen Verbraucherinnen und Verbrauchern zudem die wohnortnahe Versorgung
mit frischen Lebensmitteln. Das regionale Lebensmittelhandwerk hält
außerdem qualifizierte Arbeitsplätze in der Region und stärkt regionale
Wertschöpfungsketten. Seit Jahren jedoch geht die Zahl der handwerklichen Bäckereien
und Fleischereien zurück. Ebenso sinkt der Marktanteil des
Lebensmittelhandwerks zugunsten der Lebensmittelindustrie.
1. Wie haben sich Anzahl und Beschäftigtenzahl der Bäckereien und
Fleischereien im Vergleich zur Lebensmittelindustrie der gleichen Bereiche in den
letzten 20 Jahren (bis einschließlich 2015) nach Kenntnis der
Bundesregierung entwickelt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Für das Jahr 1995 waren in der Betriebsstatistik des Zentralverbands des
Deutschen Handwerks (ZDH) (Handwerkszählung 1995) in Anlage A (Bäcker,
Fleischer) 51 764 Betriebe mit 530 595 tätigen Personen (einschließlich
Unternehmer) aufgeführt. Im Jahr 2015 wurden 26 603 Betriebe mit 483 759 tätigen
Personen verzeichnet.
Die Tabellen 1 und 2 (siehe Anlage) weisen die Betriebsbestände im
Bäckerhandwerk und im Fleischerhandwerk (beginnend 1998) bis zum Jahr 2015
aufgeschlüsselt nach Bundesländern aus. Frühere Zahlen liegen nicht vor.
Hinsichtlich der Anzahl und Beschäftigtenzahl der Lebensmittelindustrie kann
weder die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit noch der
Jahresbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe des Statistischen Bundesamtes
herangezogen werden, da diese Zahlen keine Differenzierung mit Blick auf
Handwerk und Industrie zulassen.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/9271
18. Wahlperiode 25.07.2016
2. Plant die Bundesregierung eine Änderung der besonderen
Ausgleichsregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), um die Benachteiligung
von Betrieben des Lebensmittelhandwerks gegenüber Großverbrauchern der
industriellen Lebensmittelproduktion zu verringern, und was beinhalten die
Pläne (bitte mit Begründung)?
Nein. Die Besondere Ausgleichsregelung sieht vor, dass stromkostenintensive
Unternehmen des produzierenden Gewerbes teilweise von der EEG-
Umlagepflicht befreit werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser
Unternehmen weiterhin sicherzustellen. Durch die EEG-Novellen in den Jahren 2012
und 2014 sind bei der Besonderen Ausgleichsregelung verstärkt auch kleinere
und mittlere Unternehmen antragsberechtigt geworden und nicht nur große
Industrieunternehmen. So wurde erst 2014 wurde insbesondere der erforderliche
Mindeststromverbrauch von jährlich zehn auf eine Gigawattstunde gesenkt, um
auch mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes besser zu
entlasten.
Sinn und Zweck der Besonderen Ausgleichsregelung ist der Schutz
energieintensiver Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen. Das ist bei
Betrieben des Lebensmittelhandwerks ganz überwiegend nicht der Fall.
3. Inwiefern gehören die Branchen Herstellung von Dauerbackwaren und
Herstellung von Teigwaren zu den strom- und handelsintensiven Branchen nach
§ 64 Anlage 4 EEG, insbesondere im Vergleich zu den Branchen Herstellung
von Back- und Teigwaren und Herstellung von Backwaren (ohne
Dauerbackwaren)?
Inwiefern stehen diese Branchen in besonderer Weise in einer
internationalen Wettbewerbssituation nach § 63 EEG (bitte mit Begründung)?
Die Branchen „Herstellung von Dauerbackwaren“ und „Herstellung von
Teigwaren“ sind entsprechend den Festlegungen in den Umweltschutz- und
Energiebeihilfeleitlinien der Europäischen Kommission der Liste 2 in Anlage 4 des EEG
zugeordnet. Die Branchen „Herstellung von Back- und Teigwaren“ und
„Herstellung von Backwaren (ohne Dauerbackwaren)“ sind im Unterschied dazu keiner
Liste des Anhangs 4 des EEG zugeordnet. Das liegt daran, dass Back- und
Teigwaren, die keine Dauerbackwaren sind, nicht handelsintensiv sind, da die
Produkte typischerweise nicht exportiert werden können. Dauerbackwaren und
Teigwaren werden demgegenüber exportiert, so dass die entsprechenden Branchen
von der Europäischen Kommission als handelsintensiv eingestuft wurden.
4. Mit welcher Begründung sind die folgenden Unternehmen nach § 64
Anlage 4 von der EEG-Umlage befreit?
Inwiefern gehören nachfolgende Unternehmen also zu strom- und
handelsintensiven Branchen und stehen nach § 63 EEG in einer internationalen
Wettbewerbssituation:
a) Ulmer Nahrungsmittel GmbH, Herstellung von Dauerbackwaren,
b) Erfurter Teigwaren GmbH, Herstellung von Teigwaren,
c) Newlat GmbH, Herstellung von Teigwaren?
5. Mit welcher Begründung sind die folgenden Unternehmen der Branche
Herstellung von Fleischwaren nach § 64 Anlage 4 EEG von der EEG-Umlage
befreit:
r cksac e 18/9271 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Inwiefern gehören nachfolgende Unternehmen also zu strom- und
handelsintensiven Branchen und stehen nach § 63 EEG in einer internationalen
Wettbewerbssituation:
a) Bell Schwarzwälder Schinken GmbH,
b) Berliner KS Fleisch- und Wurstwaren GmbH,
c) Cappelner Tiefkühlfeinkost Produktions GmbH,
d) EG Fleischwarenfabrik Dieter Hein GmbH & Co. KG,
e) EWG Eberswalder Wurst GmbH,
f) Fine Food Feinkost Mühlberg GmbH & Co KG,
g) FVZ-Westfood Convenience GmbH,
h) G.A. Müller GmbH,
i) Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG,
j) Heidemark Mästerkreis GmbH&Co.KG,
k) Kramer GmbH,
l) Lutz Fleischwaren Chemnitz GmbH,
m) Lutz Fleischwaren Landsberg GmbH,
n) Norderstedter Fleisch- und Wurstwaren Peter Faden GmbH & CoKG,
o) NWT GmbH,
p) Rüdiger Thomsen EG-Tiefkühl- und Lagerhaus GmbH & Co. KG,
q) Schinken-Einhaus GmbH & Co.KG,
r) Schinkenhof GmbH & Co. KG,
s) Sueddeutsches Schweinefleischzentrum Ulm Donautal GmbH,
t) Teutoburger Wurstfabrik Heinrich Böggemann GmbH & Co.KG?
Die Fragen 4 und 5 werden gemeinsam beantwortet.
Die genannten Unternehmen haben für das Jahr 2015 einen Begrenzungsbescheid
erhalten, weil sie alle erforderlichen Voraussetzungen der §§ 64 und 103 Absatz 4
EEG erfüllt haben.
6. Plant die Bundesregierung im Rahmen der EEG-Novelle eine Feststellung
der internationalen Wettbewerbssituation neben dem Kriterium der
Stromintensität (bitte mit Begründung) und eine Feststellung der Marktwirkung einer
Befreiung auf dem deutschen Markt (bitte mit Begründung)?
7. Plant das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die in
Anlage 4 zu § 64 EEG enthaltenen Branchen nochmals im Hinblick auf die
Kriterien zu überprüfen?
Die Fragen 6 und 7 werden gemeinsam beantwortet.
Die EEG-Novelle ist bereits abgeschlossen. Die internationale
Wettbewerbssituation der Unternehmen wird bereits erfasst, indem nur Unternehmen, die einer
Branche nach Anlage 4 des EEG zuzuordnen sind, eine Begrenzung der EEG-
Umlage erhalten können. In der Anlage 4 sind die stromkosten- und
handelsintensiven Branchen enthalten. Die Anlage 4 des EEG enthält im Übrigen die
Branchen, die von der Europäischen Kommission in den Anhängen 3 und 5 der
Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen als beihilfefähig
vorgegeben worden sind.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 3 – Drucksache 18/9271
Die Branchenlisten sind bis 2020 festgelegt. Derzeit plant die Bundesregierung
daher keine Überprüfung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Branchen
nach Anlage 4 des EEG und der Wirkung der Besonderen Ausgleichsregelung
auf die Industriestruktur in Deutschland. Gleichwohl werden in dem
Erfahrungsbericht zum EEG 2014 gemäß § 97 EEG diese Aspekte teilweise bei der
Evaluierung der Besonderen Ausgleichsregelung berücksichtigt werden.
Das BAFA kann aus diesem Grund die in Anlage 4 aufgeführten Branchen selbst
nicht überprüfen, da sie sowohl gesetzlich als auch von der Europäischen
Kommission festgelegt sind. Das BAFA prüft, ob ein Unternehmen einer Branche in
Anlage 4 des EEG angehört.
8. Nach welcher rechtlichen Grundlage sind folgende Unternehmen, die keiner
Branche der Anlage 4 entsprechen, von der EEG-Umlage befreit, und was
ist die Begründung für die Befreiung:
a) Bonback GmbH & Co. KG, Herstellung von Back- und Teigwaren,
b) Coolback GmbH, Herstellung von Backwaren (ohne Dauerbackwaren),
c) Fricopan Back GmbH Immekath, Herstellung von Backwaren (ohne
Dauerbackwaren),
d) GBB TK GmbH & Co. KG, Herstellung von Backwaren (ohne
Dauerbackwaren)?
Unternehmen, die keiner Branche nach Anlage 4 des EEG angehören, können
eine Begrenzung der EEG-Umlage erhalten, wenn die Voraussetzungen des § 103
Absatz 4 EEG erfüllt sind.
9. Wie viele Unternehmen sind insgesamt nach § 103 Absatz 4 EEG im Bereich
der Teig- und Backwaren und im Bereich der Fleischverarbeitung von der
EEG-Umlage befreit, und um welche Unternehmen handelt es sich?
Im Begrenzungsjahr 2016 verfügten insgesamt 27 Unternehmen aus den
genannten Branchen über einen Begrenzungsbescheid nach § 103 Absatz 4 EEG.
10. Sind hier nach Einschätzung der Bundesregierung Unternehmen befreit
worden, die zu wesentlichen Teilen industrielle Back- und Fleischwaren für den
deutschen Markt produzieren (bitte mit Begründung)?
Dazu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
11. Inwiefern ist sichergestellt, dass § 103 Absatz 4 EEG nicht die Ziele des
Gesetzes gefährdet, nämlich nur die Unternehmen strom- und handelsintensiver
Branchen von der EEG-Umlage zu befreien, um der internationalen
Wettbewerbssituation Rechnung zu tragen und eine Abwanderung ins Ausland zu
verhindern (§ 64 EEG)?
§ 103 Absatz 4 EEG ist eine Härtefallregelung für Unternehmen, die vor
Inkrafttreten des EEG 2014 über eine bestandskräftige Begrenzungsentscheidung
verfügten. Der Kreis dieser Unternehmen ist eng begrenzt und wird nicht erweitert.
12. Plant die Bundesregierung, die Übergangs- und Härtefallregelung nach
§ 103 Absatz 4 EEG zeitlich zu befristen (bitte mit Begründung)?
Nein. Die Regelung sichert den Vertrauensschutz der betroffenen Unternehmen.
r cksac e 18/9271 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
13. Welche Ergebnisse erbrachte die Befragung von Unternehmen im Bereich
des Lebensmittelhandwerks im Rahmen des Arbeitsprogramms „Bessere
Rechtssetzung“ der Bundesregierung von April bis Juni 2015?
Wie werden die Ergebnisse der Befragung Eingang in Regierungshandeln
finden?
Die Bundesregierung hat im Rahmen des Arbeitsprogramms „Bessere
Rechtsetzung 2014“ das Statistische Bundesamt mit einer Befragung von Unternehmen
zur Zufriedenheit mit behördlichen Dienstleistungen auf der Grundlage eines
Lebenslagen-Modells beauftragt. Zu den Lebenslagen gehören z. B. Gründung und
Aufgabe eines Unternehmens, Bau einer Betriebsstätte, Steuern und Finanzen
sowie Arbeitssicherheit. Dabei wurde die Zufriedenheit mit z. B. der
Verständlichkeit von Formularen, Möglichkeiten von E-Government und Informationen über
Verfahrensschritte erfragt. Bei der Befragung wurde nach einzelnen Branchen
differenziert (z. B. Produzierendes Gewerbe, Dienstleistungen). Eine
Differenzierung nach Unternehmen aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks wurde
dabei nicht vorgenommen.
Die Reduzierung des Erfüllungsaufwands für Bürgerinnen und Bürger sowie für
die Wirtschaft und die kontinuierliche Verbesserung von Rechtsetzungsprozessen
bleiben für die Bundesregierung weiterhin Daueraufgaben.
Deshalb hat die Bundesregierung am 22. Juni 2016 das neue Arbeitsprogramm
„Bessere Rechtsetzung 2016“ beschlossen. Dieses zweite Arbeitsprogramm für
die laufende Legislaturperiode soll auf den bisherigen Erfolgen aufbauen und sie
verstärken. Zudem sollen die Ergebnisse der Lebenslagenbefragung
„Wahrnehmung von Verwaltungsleistungen“ berücksichtigt werden, die das Statistische
Bundesamt im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt hat.
So strebt die Bundesregierung an, insbesondere durch ein zweites
Bürokratieentlastungsgesetz zu einer weiteren Entlastung der Wirtschaft zu kommen. Das
Gesetz wird zügig erarbeitet, so dass eine Befassung von Bundestag und Bundesrat
in der zweiten Jahreshälfte möglich ist. Das Gesetz soll Maßnahmen
verschiedener Politikbereiche vereinen.
14. Wie hoch war der Anteil der über die Gemeinschaftsaufgabe zur
Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur geförderten kleinen und
mittelständischen Betriebe der Lebensmittelbranche an den Zuwendungsempfängern
und an der Bewilligungssumme im Vergleich zu Großunternehmen im Jahr
2015?
Im Jahr 2015 wurden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der
regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für 55 Projekte der Lebensmittelbranche
fast 44,4 Mio. Euro bewilligt. Davon entfielen auf kleine und mittlere
Unternehmen 51 Maßnahmen (93 Prozent) und eine Bewilligungssumme von gut
17,7 Mio. Euro (40 Prozent). Vier große Unternehmen (7 Prozent) wurden mit
einer Bewilligungssumme von gut 26,6 Mio. Euro (60 Prozent) unterstützt.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 5 – Drucksache 18/9271
15. Ist bei der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung
der regionalen Wirtschaftsstruktur ein Förderschwerpunkt regionale
Wertschöpfung oder Regionalvermarktung vorgesehen?
Die Weiterentwicklung der GRW wird zurzeit auf verschiedenen Ebenen intensiv
diskutiert. Es liegen jedoch noch keine abschließenden Ergebnisse über künftige
Förderschwerpunkte vor.
16. Ist bei der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung
der Agrarstruktur und des Küstenschutzes ein Förderschwerpunkt
Direktvermarktung oder regionale Wertschöpfung vorgesehen?
Nein. Ein derartiger Schwerpunkt ist nicht vorgesehen.
17. Welche Förder- und Beratungsmöglichkeiten bestehen darüber hinaus
derzeit für Betriebe des regionalen Lebensmittelhandwerks (bitte nach
Gründungs-, Unternehmens- und Innovationsförderung sowie Finanzierung von
Energie- und Umweltinstitutionen unterscheiden)?
Das breite Angebot an Finanzierungsförderprogrammen des ERP-
Sondervermögens (ERP – Europäisches Wiederaufbauprogramm) und der KfW für die
mittelständische Wirtschaft ist nicht branchenbezogen. Es steht damit grundsätzlich
auch Betrieben des regionalen Lebensmittelhandwerks offen.
Diese Finanzierungshilfen des Bundes stehen in erster Linie als Förderkredite zur
Verfügung, die teilweise als Nachrangdarlehen konzipiert sind und auch
Haftungsfreistellungen für durchleitende Banken ermöglichen. Bei Bedarf können
die Kredite auch durch Bürgschaften der Bürgschaftsbanken abgesichert werden.
Die mittelständischen Finanzierungshilfen werden unter Einschaltung der KfW-
Bankengruppe gewährt.
Als Fördermöglichkeiten, die außerhalb der KfW gewährt werden, stehen kleinen
und mittleren Unternehmen – auch Betrieben des regionalen
Lebensmittelhandwerks – der Mikrokreditfonds Deutschland und der Mikromezzaninfonds
Deutschland zur Verfügung:
Der von der Bundesregierung aufgesetzte Mikrokreditfonds ermöglicht die
flächendeckende Vergabe von Mikrokrediten, um dem Finanzierungsbedarf von
Kleinunternehmen zu begegnen, die sonst keinen Zugang zu
Kreditfinanzierungen haben. Die Kleinstkredite in Höhe von bis zu 20 000 EUR sind bundesweit
bei sog. Mikrofinanzinstituten zu beantragen.
Der Mikromezzaninfonds Deutschland bietet stille Beteiligungen bis 50 000 EUR.
Diese werden über das Netzwerk der Mittelständischen
Beteiligungsgesellschaften überall in Deutschland angeboten.
Die folgende Übersicht fasst die Finanzierungsförderprogramme des Bundes, die
auch Betrieben des regionalen Lebensmittelhandwerks zugutekommen können,
zusammen:
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Förderprogramm Zielgruppen Höchstbetrag
in EUR
Gründungsfinanzierung
Mikrokreditfonds
Deutschland
Kleine und junge Unternehmen,
Gründerinnen und Gründer, die sonst keinen Zugang
zu Kreditfinanzierungen haben; Fokus:
Kleinstgründungen, Unternehmen, die
ausbilden, Personen mit
Migrationshintergrund, Frauen
20.000
ERP-Gründerkredit-
Startgeld
Existenzgründungen und bis zu 5 Jahre
nach Gründung
100.000
ERP-Gründerkredit -
Universell
Existenzgründungen, Nachfolgen und
bestehende Unternehmen bis 5 Jahre
25.000.000
ERP-Kapital für
Gründung
Existenzgründer bis 3 Jahre
(Mezzaninkapital)
500.000
Mikromezzaninfonds
Deutschland
Kleine und junge Unternehmen,
Gründerinnen und Gründer, die selbst nur über wenig
Eigenkapital verfügen; Fokus:
Unternehmen, die ausbilden, Gründungen aus der
Arbeitslosigkeit, Menschen mit
Migrationshintergrund, Frauen
50.000
Unternehmensfinanzierung
ERP-Regionalprogramm Bestehende Unternehmen in
Regionalfördergebieten, die seit mind. 5 Jahren
bestehen
3.000.000
KfW-Unternehmerkredit Unternehmen, die seit mind. 5 Jahren
bestehen
25.000.000
Innovationsförderung
ERP-
Innovationsprogramm
Unternehmen, die seit mind. 2 Jahren am
Markt sind. Gefördert wird die marktnahe
Forschung sowie die Neu- und
Weiterentwicklung von Produkten,
Produktionsverfahren und Dienstleistungen.
5.000.000
KfW-Unternehmerkredit
Plus
Innovative mittelständische Unternehmen
und Freiberufler, die seit mind. 3 Jahren am
Markt sind
7.500.000
Energie- und
Umwelt
KfW-Umweltprogramm Unternehmen jeder Größe, die in
Umweltschutz und Nachhaltigkeit investieren
10.000.000
KfW-
Energieeffizienzprogramm-
Energieeffizient Bauen und Sanieren
in- und ausländische Unternehmen, die sich
mehrheitlich im Privatbesitz befinden und
Energieeinspar- sowie CO2-
Minderungspotenziale realisieren bei Sanierung (auch
Einzelmaßnahmen) und Neubau von
Gebäuden
25.000.000
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 7 – Drucksache 18/9271
Daneben existiert das Angebot der Bürgschaftsbanken, die bankübliche
Sicherheiten stellen, sowie das der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, die
mit ihren Beteiligungen eine Alternative zum klassischen Bankkredit bieten und
somit weitere Finanzierungen ermöglichen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bietet für Gründerinnen und
Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen umfassende Informations- und
Beratungsangebote, insbesondere die Internetportale
www.existenzgruender.de
und
www.bmwi-unternehmensportal.de, die Förderdatenbank des Bundes www.
foerderdatenbank.de sowie den Beratungszuschuss „Förderung unternehmerischen
Know-hows“ für Beratungen junger und etablierter Unternehmen, der ebenfalls
branchenunabhängig ist daher auch Betrieben des regionalen
Lebensmittelhandwerks offensteht.
Neben den genannten Bundesförderprogrammen ist auch auf das Angebot der
Länder zu verweisen, die über die jeweiligen Landesförderinstitute ergänzende
Angebote für die mittelständische Wirtschaft mit regionalen Komponenten
bieten.
Ferner steht die technologische Innovationsförderung des Zentralen
Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) allen Branchen und damit auch den Betrieben des
regionalen Lebensmittelhandwerks offen. Gefördert werden anspruchsvolle
marktnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte von mittelständischen
Unternehmen in verschiedenen Varianten: Einzelprojekte, Kooperationsprojekte mit
Unternehmen und/oder Forschungseinrichtungen sowie Netzwerkprojekte. Die
Unternehmen erhalten Zuschüsse bis maximal 55 Prozent der Projektkosten und
von max. 380 000 Euro. Die Kosten der kooperierenden öffentlichen
Forschungseinrichtungen werden zu 100 Prozent und bis maximal 190 000 Euro gefördert.
18. Wie hoch war der Anteil der über diese Programme geförderten kleinen und
mittelständischen Betriebe der Lebensmittelbranche an den
Zuwendungsempfängern und an der Bewilligungssumme im Vergleich zu
Großunternehmen im Jahr 2015?
Für den weit überwiegenden Teil der ERP- und KfW-Förderprogramme, die über
die KfW-Mittelstandsbank ausgereicht werden, sind nur kleine und
mittelständische Unternehmen (Unternehmensgröße bis 500 Mio. Euro Gruppenumsatz)
antragsberechtigt, daher beträgt der Anteil bei diesen Programmen sowohl nach
Anzahl der Zusagen als auch nach Zusagevolumen 100 Prozent. Der Anteil an
Zusagen an Unternehmen der Lebensmittelbranche beträgt in Relation zu den
gesamten Zusagen der KfW-Mittelstandsbank 2015 nach Anzahl 3 Prozent
(rd. 1 1000 von rd. 52 000) bzw. 2 Prozent nach Volumen der Zusagen
(rd. 0,6 Mrd. Euro von 20 Mrd. Euro). Diese vorstehend genannten Anteile gelten
über alle Unternehmensgrößen hinweg. Eine (Daten-)Kombination aus Branche
und Unternehmensgröße liegt nicht vor.
Bei einzelnen Umweltförderprogrammen (KfW-Umweltprogramm und
Energieeffizienzprogramm) sind auch große Unternehmen förderfähig. Im KfW-
Umweltprogramm und Energieeffizienzprogramm (alle Varianten) beträgt der Anteil
der großen Unternehmen durchschnittlich 8 Prozent der Zusagen (137 von 1 669)
bzw. 31 Prozent des Zusagevolumens (1,3 Mrd. Euro von 4,2 Mrd. Euro). Diese
vorstehend genannten Anteile gelten über alle Branchen hinweg. Eine (Daten-
)Kombination aus Branche und Unternehmensgröße liegt nicht elektronisch vor.
Über den Mikrokreditfonds und den Mikromezzaninfonds werden keine
Großunternehmen gefördert. Folglich beträgt der Anteil der über diese Programme
geförderten kleinen und mittelständischen Betriebe an den Zuwendungsempfängern
r cksac e 18/9271 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
und an der Bewilligungssumme im Vergleich zu Großunternehmen im Jahr 2015
100 Prozent.
Bei diesen Programmen erfolgt keine Erfassung der Branchenzugehörigkeit,
sodass der Anteil der Betriebe der Lebensmittelbranche an den
Zuwendungsempfängern nicht benannt werden kann.
Gemäß der Richtlinie des ZIM werden nur Forschungs- und
Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) von mittelständischen Unternehmen bis unter 500
Beschäftigte gefördert. 75 Prozent der geförderten Unternehmen sind kleine
Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. 2015 sind im ZIM rund 39 FuE-Projekte
mit einem Fördervolumen von 5,1 Mio. Euro von Betrieben der Nahrungs- und
Getränkeherstellung gefördert worden.
19. Welche Ergebnisse erbrachte das Pilotprojekt BDO 2.0 zur Etablierung eines
durchgängig onlinebasierten Antrags- und Zusage-Prozesses für
Förderkredite der KfW, und welche weiteren Maßnahmen ergreift die
Bundesregierung, um, wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD
vereinbart, Förderprogramme zu bündeln und Antragsverfahren zu vereinfachen?
Aus der Übersicht zu Frage 17 geht die klare Strukturierung der
Basisförderprogramme in den Schwerpunktbereichen hervor. Die Verbesserung von
Transparenz und Vereinfachung von Förderprogrammen versteht die Bundesregierung als
Daueraufgabe.
Des Weiteren werden die Antragsverfahren vereinfacht. Der Service mit dem
Namen „Bankdurchleitung 2.0“ vereinfacht und beschleunigt den Zugang zu
Förderung, die über die KfW zur Verfügung gestellt wird. Binnen weniger Minuten
erhält der Kunde im Gespräch mit seinem Bankberater Sicherheit darüber, ob er
bei seiner Finanzierung von den günstigen Förderprodukten über die KfW
profitieren kann. Voraussetzung für den Abschluss des Förderkredits ist weiterhin,
dass die Hausbank als Vertragspartner des Kunden bereit ist, das Kreditrisiko zu
übernehmen.
Dieser onlinebasierte Antrags- und Zusageprozess wird gegenwärtig für die
wohnwirtschaftlichen Förderkredite angeboten. Seit 2014 hat die KfW die Anzahl
der Förderprogramme, die von diesem Service profitieren, sukzessive erhöht. In
diesem Jahr werden die ersten gewerblichen Förderkredite (KfW-
Unternehmerkredit und ERP-Regionalförderprogramm) onlinebasiert zugesagt werden
können. Die übrigen Programme werden folgen. Im Zusammenhang mit dem
neuen Service werden die Förderprogramme verschlankt und das
Antragsverfahren, dort wo es sinnvoll ist, vereinfacht, z. B. durch Verzicht auf Formulare und
Angaben.
20. Wie und auf welcher Datengrundlage bewertet die Bundesregierung die
Auswirkungen des am 1. April 2012 in Kraft getretenen Gesetzes über die
Feststellung und Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen (BQFG,
Bundestagsdrucksache 17/6260) auf die Fachkräftesituation im regionalen
Lebensmittelhandwerk (bitte unter Angabe der Anerkennungsquoten im Ausland
erworbener Berufsabschlüsse im Bereich des Lebensmittelhandwerks für die
Jahre 2010 bis 2015)?
Für Fachkräfte des Fleischer- und Bäckerhandwerks mit im Ausland erworbenen
Berufsqualifikationen stellt das Berufsanerkennungsverfahren neben alternativen
Verfahren wie der Expertenprüfung ein wirksames Instrument der
Arbeitsmarktintegration dar. Nach der amtlichen Statistik ist seit Einführung des
Anerkennungsgesetzes die Gesamtzahl der Verfahren für eine Berufsanerkennung für
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 9 – Drucksache 18/9271
beide Berufe mit 39 Anträgen für den Zeitraum von 2012 bis 2014 noch
vergleichsweise gering. Jedoch zeigt der „Bericht zum Anerkennungsgesetz 2016“,
dass das Interesse an einer Anerkennung der Berufsqualifikation in einem nicht
reglementierten Beruf jährlich steigt. Im größten Teil der erfassten Verfahren für
die genannten Berufe ist der Ausbildungsstaat Polen. An zweiter Stelle folgt
Rumänien (Fleischer) bzw. die Türkei (Bäcker). Bei den Fleischergesellen wurde in
allen Fällen eine volle oder teilweise Gleichwertigkeit erteilt, bei den
Bäckergesellen erhielt rd. 8 Prozent einen negativen Bescheid. Aktuelle Zahlen der
amtlichen Statistik für das Jahr 2015 werden im Herbst dieses Jahres vorliegen.
Ziel der Bundesregierung ist es, einen möglichst niedrigschwelligen Zugang in
die Berufsanerkennungsverfahren zu ermöglichen. Um den Nutzen einer
Gleichwertigkeitsprüfung für Beschäftigte und Arbeitgeber stärker transparent zu
machen, wurden etablierte Informationsangebote wie „Anerkennung in
Deutschland“ oder „BQ-Portal“ weiter gestärkt. Weiterhin fördert das neue Projekt
„Unternehmen Berufsanerkennung“ im Schulterschluss zwischen Deutschem
Industrie- und Handelskammertag e. V. und ZDH eine bundesweite Initiative, um
Betriebe auch im Bereich des Handwerks über die Berufsanerkennung zu
informieren.
21. Wie hat sich die Anzahl der Neugründungen zulassungspflichtiger
Handwerksbetriebe, die Anzahl der Betriebe industrieller Produktion und die
Anzahl der Betriebe mit handwerklichem Hilfsbetrieb, beziehungsweise
Gewerbe mit handwerklicher Tätigkeit in nur unerheblichem Umfang, im
Lebensmittelbereich in den letzten fünf Jahren nach Kenntnis der
Bundesregierung verändert, und welche Gründe sieht die Bundesregierung für diese
Entwicklung?
Den Tabellen 3 und 4 (siehe Anlage) können die dem Zentralverband des
Deutschen Handwerks bekannten Daten entnommen werden. Da die handwerklichen
Nebenbetriebe nicht von allen Handwerkskammern systematisch erfasst und in
den Handwerksrollen ausgewiesen werden, kann keine Garantie für deren
Vollständigkeit gegeben werden.
Angaben zu Industriebetrieben liegen nicht vor.
Bäcker
Bei den Zugängen ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Gründe für diese
Entwicklung sind einerseits die immer komplexer werdenden Rahmenbedingungen
für einen Unternehmer im Lebensmittelhandwerk. Dazu kommt der harte
Wettbewerb auf dem Backwarenmarkt und die Verdrängung der Betriebe im
ländlichen Raum vor allem durch den Lebensmitteleinzelhandel. Andererseits spielen
die großen Investitionen eine Rolle. Um eine Bäckerei übernehmen oder gründen
zu können, ist ein höheres Maß an Eigenkapital notwendig.
(Tabellen 5 und 6 siehe Anlage.)
Fleischer
Was die Neugründungen im zulassungspflichtigen Fleischerhandwerk betrifft,
sind echte Neugründungen eher die Ausnahme. Meist handelt es sich um
Übernahmen bereits bestehender Betriebe oder die Umwandlung von Filialen zu
eigenständigen Betrieben durch ehemalige Franchisenehmer.
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Der gravierende Strukturwandel im Lebensmittelhandwerk durch Discounter
und große Lebensmittelmärkte und die Konsequenzen für die flächendeckende
Marktversorgung wurden bereits in der Antwort der Bundesregierung vom
31. März 2015 auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
auf Bundestagsdrucksache 18/4527 ausführlich beschrieben.
22. Welche Ergebnisse brachte die Plattform Einzelhandel für den Bereich der
ländlichen Nahversorgung, haben Vertreterinnen und Vertreter des
Lebensmittelhandwerks und von Verbänden der Direktvermarktung teilgenommen,
und wie werden die Ergebnisse im Regierungshandeln Eingang finden?
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Dialogplattform
Einzelhandel Anfang 2015 mit dem Ziel ins Leben gerufen, neue Perspektiven für
den Einzelhandel aufzuzeigen. In Workshops arbeiten derzeit Experten aus allen
vom Strukturwandel im Einzelhandel betroffenen Gruppen zusammen, um
möglichst praxis- und umsetzungsnahe Handlungsempfehlungen und
Lösungsstrategien zu erarbeiten. Von insgesamt 16 bis März 2017 geplanten Workshops in fünf
Workshop-Reihen haben bisher zehn stattgefunden. Die Ergebnisse werden in
Form von Zusammenfassungen der Workshops fortlaufend auf der Website des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter
www.dialogplattform-ein-
zelhandel.de veröffentlicht. In der Workshop-Reihe „Perspektiven für den
ländlichen Raum“ hat am 15. Dezember 2015 eine Veranstaltung zum Thema
„Konzepte der Nahversorgung“ stattgefunden. Daran nahmen auch Vertreter des
Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland e. V. (BDD) und des Bundes der
Selbständigen (BDS), Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland e. V. teil.
Darüber hinaus nahmen keine Vertreterinnen und Vertreter des
Lebensmittelhandwerks teil. In diesem Workshop stellten die teilnehmenden Experten die
Bedeutung integrierter Konzepte heraus, in denen der Handel nur ein, wenn auch
wichtiger Baustein sei. Als wichtige Einflussfaktoren für den Aufbau von
Nahversorgungseinheiten wurden die Aktivierung der Bevölkerung, die Verbesserung der
Infrastruktur, das Bau- und Planungsrecht, hier insbesondere die Planungspraxis
der Kommunen, die Bauordnung sowie Optionen der Finanzierung genannt. Es
wurden konkrete Empfehlungen erarbeitet, die sich insbesondere an die
kommunale Planung richten. Einige der Expertenempfehlungen, die im Rahmen der
Dialogplattform Einzelhandel an die Bundesregierung gerichtete wurden, werden
bereits umgesetzt (zum Beispiel Empfehlung zur Breitbandabdeckung), andere
Empfehlungen werden noch geprüft.
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ISSN 0722-8333]