[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom
21. Dezember 2016 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/10759
18. Wahlperiode 22.12.2016
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andrej Hunko, Wolfgang Gehrcke,
Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/10467 –
Angeblich geplante Cyberangriffe der russischen Regierung auf die
Bundestagswahl
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Laut der „Frankfurter Allgemeine“ Zeitung wollen „russische Geheimdienste“
die Bundestagswahl im kommenden Jahr „durch Cyber-Angriffe
beeinträchtigen“ (FAZ vom 10. November 2016). Auch Sabotage-Akte gegen kritische
Infrastrukturen, darunter die Strom- und Wasserversorgung, seien möglich.
Bereits in den US-amerikanischen Wahlkampf hätten sich „russische
„Geheimdienste“ eingemischt. Auch der britische Geheimdienst werfe Moskau vor, mit
„aller Macht und der Fülle seiner Staatsorgane in zunehmend aggressiver Weise
außenpolitische Interessen durchzusetzen – unter Verwendung von Propaganda,
Spionage, Cyber-Attacken und Umstürzen“. In Deutschland seien sogar
„massive Angriffe“ zu erwarten, die jetzige politische Führung kenne „da nur ganz
wenige Grenzen“. Drei Jahre nach der Bundestagswahl will Russland laut der
„FAZ“ „eine schlagkräftige Cyber-Armee“ in die neue russische
Militärstrategie eingliedern. Die Zahl der Kräfte, die in Russland für den Geheimdienst FSB
als „Hacker und Spezialisten in Laboren“ an Cyber-Attacken arbeiteten, schätzt
die „FAZ“ auf 10 000 Personen. Aufträge würden auch an „Hacker aus der
organisierten Kriminalität“ vergeben. Belege oder Quellen für ihre Behauptungen
nennt die Zeitung nicht, sondern beruft sich auf nicht näher genannte
„Sicherheitskreise“.
Auf ähnliche Weise äußerten sich die Chefs zweier deutscher Geheimdienste,
Dr. Hans-Georg Maaßen (Bundesamt für Verfassungsschutz) und Gerhard
Schindler (Bundesnachrichtendienst), gegenüber dem „FOCUS“ in einem
Interview mit dem Reporter Josef Hufelschulte (16. April 2016), das von dem Blatt
mit „Nach diesem Interview werden Sie nicht ruhiger schlafen“ betitelt wird.
Laut Gerhard Schindler seien „die Russen“ sehr gut darin, „psychologische
Operationen“ durchzuführen. Ziele seien die Ukraine, die baltischen Staaten
und „Westeuropa insgesamt“. Der Kreml nutze „jede Gelegenheit“, um
Deutschland zu diskreditieren: „Desinformation, Infiltration, Einflussnahme,
Propaganda und Zersetzung. Das sind Maßnahmen, die der KGB schon zu
Sowjetzeiten hervorragend beherrschte“. Dies betreffe auch deutsche „Mitarbeiter
der Parlamentarier oder politischer Stiftungen“, es habe diesbezüglich „eine
erhebliche Reihe von Anbahnungsversuchen“ gegeben. Auch der Whistleblower
Edward Snowden arbeite für die russische Regierung, als Beleg nennt Gerhard
Schindler dass es „sehr auffällig“ sei, dass Edward Snowden „ausgerechnet
Unterlagen über die Zusammenarbeit der NSA mit dem BND oder dem englischen
Geheimdienst GCHQ veröffentlicht hat“. Ebenfalls auffällig sei, dass es keine
Veröffentlichungen zu Ländern wie China oder Russland gebe. Belege für seine
Behauptungen nennt der BND-Chef nicht. Dazu befragt gibt auch die
Bundesregierung zu, dass es keine belastbaren Erkenntnisse „über die genauen Motive
des Handelns von Edward Snowden“ gebe (Bundestagsdrucksache 18/8631).
Bereits im Februar 2016 berichtete der Journalist Georg Mascolo über
Ermittlungen des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Bundesamtes für
Verfassungsschutz (BfV), dass die russische Regierung „gezielt Desinformationen in
Deutschland streut, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und
Deutschland so systematisch zu destabilisieren“ (tagesschau.de vom 18. Februar 2016).
Wie in der „FAZ“ und im „FOCUS“ finden sich auch in der „Süddeutschen
Zeitung“ keine Quellen oder Belege. Laut Georg Mascolo lasse das Kanzleramt
nun aber ermitteln, „ob die russische Regierung mit geheimdienstlichen Mitteln
die politische Debatte und die öffentliche Meinung in Deutschland zu
beeinflussen sucht“. Beauftragt seien damit der BND und das BfV, auch das Auswärtige
Amt sei „informiert und eingebunden“. Die „nun laufenden Ermittlungen“
würden von dem für die Geheimdienste zuständigen Staatssekretär im
Bundeskanzleramt Klaus-Dieter Fritsche beaufsichtigt. Auf Nachfrage erklärt Klaus-Dieter
Fritsche, ein gemeinsamer Bericht des BND und des BfV zu dieser
Fragestellung sei in Auftrag gegeben worden, liege aber noch nicht in seiner
abschließenden Form vor (Bundestagsdrucksache 18/10313). Angaben zu Ergebnissen
„und etwaig daraus resultierenden Maßnahmen“ seien deshalb nicht möglich.
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
1. Die Beantwortung der Fragen 6 und 12 kann aus Gründen des Staatswohls
nicht in offener Form erfolgen. Die unbefugte Kenntnisnahme von Einzelheiten
zu Aufklärungserkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz könnte
sich nachteilig auf die Interessen der Bundesrepublik Deutschland auswirken.
Aus ihrem Bekanntwerden können Rückschlüsse auf die Arbeitsweise und
Methode der Nachrichtendienste des Bundes gezogen werden, die nach der
Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts besonders schutzbedürftig sind
(BVerfGE 124, 161 (194). Hierdurch würde die Funktionsfähigkeit der
Sicherheitsbehörden beeinträchtigt, was wiederum die Sicherheit der Bundesrepublik
Deutschland gefährdet.
Diese Informationen werden daher als Verschlusssache gemäß der Allgemeinen
Verwaltungsvorschrift des Bundesministerium des Innern zum materiellen und
organisatorischen Schutz von Verschlusssachen (VS-Anweisung – VSA) mit
dem VS-Grad „Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft und dem Deutschen
Bundestag gesondert übermittelt.
Die Beantwortung der Frage 13a kann zum Schutz der Betroffenen teilweise nicht
in offener Form erfolgen. Auch diese Antwort wird daher als Verschlusssache
gemäß der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift des Bundesministerium des
Innern zum materiellen und organisatorischen Schutz von Verschlusssachen (VS-
Anweisung – VSA) mit dem VS-Grad „Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft
und dem Deutschen Bundestag gesondert übermittelt.
2. Die Bundesregierung ist nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung
gelangt, dass eine Beantwortung der Frage 3 in Teilen aus Gründen des Staatswohls
nicht offen erfolgen kann. Arbeitsmethoden und Vorgehensweisen der
Nachrichtendienste des Bundes sind im Hinblick auf die künftige Erfüllung des
gesetzlichen Auftrags aus § 1 Absatz 2 des Gesetzes über den Bundesnachrichtendienst
(BNDG) besonders schutzwürdig. Ebenso schutzbedürftig sind Einzelheiten zu
der nachrichtendienstlichen Erkenntnislage. Eine Veröffentlichung von
Einzelheiten betreffend solcher Erkenntnisse würde zu einer wesentlichen Schwächung
der dem Bundesnachrichtendienst (BND) zur Verfügung stehenden
Möglichkeiten zur Informationsgewinnung führen. Dies würde für die Auftragserfüllung des
BND erhebliche Nachteile zur Folge haben. Sie kann für die Interessen der
Bundesrepublik Deutschland schädlich sein. Deshalb sind die entsprechenden
Informationen als Verschlusssache gemäß der VSA mit dem VS-Grad „VS –
Vertraulich“ eingestuft und werden in der Geheimschutzstelle des Deutschen
Bundestages hinterlegt.
1. Welche Angriffe auf digitale Infrastrukturen der Bundesregierung hat es im
Jahr 2016 gegeben, die auf eine mutmaßliche oder nachgewiesene
Urheberschaft von Geheimdiensten hindeuten, und um welche Angriffe bzw.
Urheber handelt es sich dabei?
Elektronische Angriffe gegen digitale Infrastrukturen der Bundesregierung
detektiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufgrund § 5
des Gesetzes über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSIG) und informiert bei Verdacht auf einen nachrichtendienstlichen
Hintergrund das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) über entsprechende Angriffe.
Laut Lagebericht des BSI 2016 (siehe unter
www.bsi.bund.de, Publikationen,
Lageberichte) hat das BSI in der ersten Jahreshälfte allein über 400 Angriffe auf
Regierungsnetze pro Tag detektiert, die mit kommerziellen Schutzprodukten
nicht erkannt wurden. Hierunter fallen täglich etwa 20 hochspezialisierte
Angriffe, die nur durch manuelle Analysen erkannt werden konnten.
Durchschnittlich einer dieser Angriffe pro Woche hatte nach Einschätzung des BSI einen
nachrichtendienstlichen Hintergrund.
2. Über welche vagen oder belastbaren Hinweise verfügt die Bundesregierung
zur Meldung, dass „russische Geheimdienste“ angeblich die
Bundestagswahl im kommenden Jahr „durch Cyber-Angriffe beeinträchtigen“ wollen?
Die Annahme, dass russische Geheimdienste versuchen könnten, die
Bundestagswahl 2017 durch Cyber-Angriffe zu beeinflussen, gründet auf Analysen der
mutmaßlich russischen Cyberangriffs-Kampagnen mit internationaler Zielauswahl.
Die Bundesregierung verweist insbesondere auf den im Juni 2016 bekannt
gewordenen erfolgreichen Cyberangriff mit anschließendem Datendiebstahl auf das
Netzwerk des Democratic National Committee (DNC), der Zentrale der
Demokratischen Partei der Vereinigten Staaten. In dessen Folge wurden über 19 000
dabei erbeutete interne E-Mails des DNC auf Wikileaks veröffentlicht, was zu
erheblichen innenpolitischen Verwerfungen in den USA geführt hat; u. a. trat die
Parteivorsitzende der Demokraten kurz danach zurück.
Die Analysen der drei mit der Untersuchung des Angriffs beauftragten
unabhängigen IT-Sicherheitsunternehmen ergaben Hinweise auf eine Infektion durch die
beiden Angriffskampagnen APT 28 und APT 29, die IT-Sicherheitsunternehmen
Russland zuordnen.
Dass auch der parlamentarische Bereich in Deutschland im Fokus russischen
Aufklärungsinteresses steht, ist spätestens seit dem erheblichen Cyberangriff auf den
Deutschen Bundestag im Frühjahr 2015 ersichtlich. Im Mai und August 2016
waren erneut der Deutsche Bundestag sowie mehrere politische Parteien Ziel
weiterer Cyberattacken, die der Angriffskampagne APT 28 zugerechnet werden. Bei
der Angriffskampagne APT 28 deuten eine Vielzahl von Indizien auf eine
russische Urheberschaft hin.
a) Welche Art von konkreten „Angriffen“ hält die Bundesregierung dabei
für möglich?
Die Bundesregierung spekuliert nicht über mögliche konkrete „Angriffe“.
b) Über welche vagen oder belastbaren Hinweise verfügt die
Bundesregierung zur Meldung, „russische „Geheimdienste“ hätten sich mit „Cyber-
Angriffen“ auch in den US-amerikanischen Wahlkampf oder das Brexit-
Votum in Großbritannien eingemischt?
Zu angeblichen russischen Cyberangriffen zur Beeinflussung des Brexit-Votums
in Großbritannien liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Im
Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
3. Was ist der Bundesregierung über eine angebliche „schlagkräftige Cyber-
Armee“ der russischen Regierung bekannt, die ab 2020 einsatzbereit und für
den Geheimdienst FSB als „Hacker und Spezialisten in Laboren“ Aufträge
übernehmen soll, und worin bestehen deren wesentlichen Unterschiede zur
Bundeswehr-Einheit „Computernetzwerkoperationen“ (CNO), die nach
Medienberichten ebenfalls Cyberangriffe durchführen könnte (heise.de vom
23. September 2016, „Bundeswehr operiert angeblich erstmals offensiv im
Cyberspace“)?
Bereits aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen verbietet
sich ein Vergleich der Bundeswehr-Einheit „Computernetzwerkoperationen“
(CNO) mit einer russischen Cyber-Gruppe. Die übrige Teilantwort auf Frage 3 ist
als Verschlusssache gemäß der VSA mit dem VS-Grad „Vertraulich“ eingestuft;
sie wird bei der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und
kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden. Zur
Begründung wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung hingewiesen.
4. Über welche vagen oder belastbaren Erkenntnisse verfügt die
Bundesregierung seit der Beantwortung der Bundestagsdrucksache 18/8631 über
„psychologische Operationen“ unter Zuhilfenahme von „Desinformation,
Infiltration, Einflussnahme, Propaganda und Zersetzung“ durch „die Russen“ in
Deutschland?
Seit der Antwort auf Bundestagsdrucksache 18/8631 liegen der Bundesregierung
keine neuen Erkenntnisse vor.
5. Inwiefern wurden seit Beantwortung der Bundestagsdrucksache 18/8631
„Mitarbeiter [deutscher] Parlamentarier oder politischer Stiftungen“
angeworben oder infiltriert, wie es die Geheimdienstchefs des BND und BfV
ohne Angaben von Quellen behauptet hatten?
Seit der Antwort auf Bundestagsdrucksache 18/8631 liegen der Bundesregierung
keine neuen Erkenntnisse vor.
Die Spionageabwehr des BfV hat jedoch in den letzten Jahren immer wieder von
Kontaktaufnahmen Angehöriger russischer Nachrichtendienste zu
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Mitgliedern des Bundestages verschiedener Fraktionen
erfahren.
6. Inwiefern verfügt die Bundesregierung auch weiterhin nicht über belastbare
Erkenntnisse, dass der Whistleblower Edward Snowden wie von den
Geheimdienstchefs des BND und BfV behauptet, für die russische Regierung
arbeite (Bundestagsdrucksache 18/8631)?
Die Antwort ist als Verschlusssache gemäß der VSA mit dem VS-Grad „VS –
Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft und wird gesondert übersandt.
7. Welche Bundesministerien der Bundesregierung mit welchen
nachgeordneten Behörden überprüfen und/oder ermitteln derzeit, „ob die russische
Regierung mit geheimdienstlichen Mitteln die politische Debatte und die
öffentliche Meinung in Deutschland zu beeinflussen sucht“ oder ob die
russische Regierung hierzu über Helferinnen und Helfer in Deutschland verfügt?
a) Welche Abteilungen bzw. Arbeitsgruppen wurden hierzu bei den
Behörden eingerichtet, wer nimmt daran teil, und wer beaufsichtigt diese?
b) Wie lautet die konkrete Aufgabenbeschreibung dieser Abteilungen bzw.
Arbeitsgruppen?
c) Inwiefern sind diese Abteilungen bzw. Arbeitsgruppen temporär oder auf
Dauer angelegt?
8. Welche weiteren Organisationen oder Personen sind an der Abfassung eines
gemeinsamen Berichts unter anderem des BND und des BfV beteiligt, der
untersuchen soll „ob die russische Regierung mit geheimdienstlichen Mitteln
die politische Debatte und die öffentliche Meinung in Deutschland zu
beeinflussen sucht“?
a) Wann sollte der Bericht vorliegen, wann wurde er fertiggestellt, und wann
soll die Prüfung abgeschlossen sein?
b) Wem soll der Bericht zugänglich gemacht werden?
Die Fragen 7 und 8 werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung hat das BfV und den BND um eine gemeinsame Prüfung
gebeten, ob die russische Regierung mit geheimdienstlichen Mitteln die politische
Debatte und die öffentliche Meinung in Deutschland zu beeinflussen versucht.
Hinweisen auf derartige Aktivitäten gehen das BfV und der BND im Rahmen
ihrer jeweiligen gesetzlichen Befugnisse nach.
Innerhalb des BfV wurde dazu eine temporäre Arbeitseinheit eingerichtet. Im
BND wird dieser Themenkomplex vor dem Hintergrund zahlreicher
Schnittstellen inhaltlich in mehreren Arbeitsbereichen/Abteilungen bearbeitet.
Der von BfV und BND gemeinsam erstellte Bericht zu russischen
Einflussaktivitäten liegt der Bundesregierung nunmehr vor. Es wurde noch nicht entschieden,
welchen weiteren Stellen in und außerhalb der Bundesregierung der Bericht
zugänglich gemacht werden soll. Neben dem BND und dem BfV waren keine
weiteren Organisationen an der Erstellung dieses Berichtes beteiligt.
Das Bundesministerium des Innern hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im
Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
9. Sofern der Bericht bereits vorliegt und geprüft wurde, welche Ergebnisse
hält die Bundesregierung für herausragend?
Die Bundesregierung wertet den Bericht derzeit aus, über Ergebnisse können
daher noch keine Aussagen getroffen werden.
10. Mit welchen Maßnahmen will die Bundesregierung auf die Ergebnisse des
Berichtes reagieren, etwa um zu verhindern, dass die russische Regierung
„mit geheimdienstlichen Mitteln die politische Debatte und die öffentliche
Meinung in Deutschland zu beeinflussen sucht“?
Da die Prüfung des Berichts noch nicht abgeschlossen ist, kann die
Bundesregierung derzeit noch keine Aussage zu etwaigen Maßnahmen treffen, die sich aus
den Ergebnissen des Berichts ergeben.
11. Ist der Bundesregierung die im November 2016 von der US-Denkfabrik
Atlantic Council herausgegebene Studie „Die trojanischen Pferde des Kreml“
(„The Kremlin’s trojan horses“) bekannt, in der ein Stefan Meister von der
Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP) die „pro-
russischen Schlüsselfiguren in Deutschland“ benennt?
Die Studie ist der Bundesregierung bekannt.
a) Welche eigenen Schlussfolgerungen zieht sie aus der Studie?
Direkte Schlussfolgerungen lassen sich aus Sicht der Bundesregierung aus dieser
Einzelstudie nicht ableiten. Vielmehr ist die kontinuierliche Analyse unter
Einbeziehung aller offenen Quellen und eine übergreifende Zusammenarbeit für den
Umgang mit Bedrohungen von hoher Bedeutung. Daher wird permanent eine
große Zahl von Dokumenten ausgewertet, darunter auch diese Studie.
b) Inwiefern teilt auch die Bundesregierung (unabhängig von der DGAP-
Studie) die Einschätzung, dass der ehemalige Chef des
Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla, der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder, der
Vizekanzler Sigmar Gabriel sowie die Abgeordneten der Fraktion DIE
LINKE. Wolfgang Gehrcke, Andrej Hunko und Dr. Sahra Wagenknecht
zu den „pro-russischen Schlüsselfiguren in Deutschland“ gehören, und
inwiefern werden die genannten Personen deshalb vom BND oder dem BfV
beobachtet?
Die genannten Personen werden weder vom BfV noch vom BND beobachtet.
c) Mit welchen Bundesmitteln wird die DGAP unterstützt?
Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) ist institutioneller
Zuwendungsempfänger des Bundes und wurde aus dem Einzelplan des Auswärtigen
Amts in 2016 mit 856 000 Euro gefördert. Daneben erhielt die DGAP auch
projektbezogene Förderungen.
12. Über welche vagen oder belastbaren Erkenntnisse verfügt die
Bundesregierung zu Urhebern eines Cyberangriffs, der über den Internetdienstleister Dyn
amerikanische Internetkonzerne wie Netflix, Twitter, Paypal und Amazon
für einige Stunden blockierte und für den erstmals internetfähige
Haushaltsgeräte genutzt wurden (DIE WELT vom 23. Oktober 2016, „Diese Attacke
war der Testlauf einer mächtigen Cyberwaffe“), und welche
Bundesbehörden untersuchen den Vorfall?
Die Antwort ist als Verschlusssache gemäß der VSA mit dem VS-Grad „VS –
Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft und wird gesondert übersandt.
13. Welche Bundesministerien der Bundesregierung bzw. deren nachgeordnete
Behörden ermitteln derzeit wegen welchen Verstoßes (etwa wegen
Spionageverdachts), inwiefern US-Geheimdienste Server der Universität Rostock
oder Bundeswehr nutzte, um Cyber-Operationen oder „Spionageangriffe zu
starten oder zu steuern“ (DIE WELT vom 1. November 2016, „Liefen NSA-
Cyberangriffe über Bundeswehr-Computer?“)?
Am 31. Oktober bzw. 1. November 2016 wurde über die Gruppe „Shadow
Brokers“ eine Liste von Servernamen inklusive IP-Adressen publiziert, welche
angeblich aus einem Datendiebstahl der Hackergruppe „Equation Group“ stammen.
Derzeit gibt es keine Ermittlungen von Bundesbehörden im Sinne der
Fragestellung. Das Bundeskriminalamt (BKA) führt im Auftrag des Generalbundesanwalts
beim Bundesgerichtshof (GBA) lediglich einen Prüfvorgang im Zusammenhang
mit den Aktivitäten der „Equation Group“ in Deutschland.
a) Welche der von der Hackergruppe „The Shadow Brokers“
veröffentlichten Liste von IP-Adressen können Servern in Deutschland zugeordnet
werden?
Auf der Liste sind auch drei Server der Universität der Bundeswehr München
aufgeführt. Allen Servern gemeinsam war die Nutzung des Betriebssystems Sun
Solaris. Die Systeme wurden regelmäßig aktualisiert, Hinweise zu Missbrauch
dieser Systeme sind für den genannten Zeitraum nicht bekannt. Sollten die
Meldungen zutreffen, wäre das wissenschaftliche Netz der Universität betroffen
gewesen, welches keine Verbindung zum Bundeswehrnetz hatte und hat.
Die betreffenden Systeme sind – aufgrund routinemäßiger
Systemaktualisierungen und damit dem Austausch gegen neue Komponenten – seit mindestens zehn
Jahren nicht mehr in Betrieb.
Die weitere Teilantwort ist als Verschlusssache gemäß der VSA mit dem VS-
Grad „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft und wird gesondert
übersandt.*
b) Welche der betroffenen deutschen Einrichtungen haben nach Kenntnis
der Bundesregierung bereits Strafanzeige erstattet?
Der Bundesregierung liegen bis jetzt weder Strafanzeigen im Zusammenhang mit
den Veröffentlichungen „The Shadow Brokers“ vor noch ist bekannt, dass solche
gestellt wurden.
Das Bundesministerium des Innern hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im
Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
c) Inwiefern wurden die betroffenen Server von Bundesbehörden forensisch
untersucht?
Die Bundeswehr hat die Berichterstattung zu einem möglichen Missbrauch von
Servern der Bundeswehr Universität (UniBw) München zur Kenntnis genommen.
Da die in der Berichterstattung erwähnten Systeme seit zehn Jahren nicht mehr in
Betrieb sind (siehe Antworten zu den Fragen 13 und 13a) und keine Backups aus
den vorherigen Betriebsperioden existieren, liegen keine forensisch prüfbaren
Grundlagen zur objektiven Bewertung der Vermutungen vor.
Es gibt unter Berücksichtigung aller bekannten Fakten derzeit keinerlei Hinweise
darauf, dass diese Server tatsächlich kompromittiert oder gar für weitere Angriffe
missbraucht wurden.
d) Welche ersten Ergebnisse etwaiger Ermittlungen kann die
Bundesregierung mitteilen?
Auf die Antwort zu Frage 13 wird verwiesen.
14. Sofern die Berichte zutreffen, dass tatsächlich deutsche Server für Cyber-
Operationen oder „Spionageangriffe“ von US-Geheimdiensten genutzt
wurden, inwiefern handelt es sich aus Sicht der Bundesregierung also um eine
„hybride Bedrohung“, die von ihr dahingehend charakterisiert wird, dass
deren Ausführende bemüht sind „die Urheberschaft gezielt zu verschleiern“
(Bundestagsdrucksachen 18/6989, 18/8631)?
„Hybride Bedrohungen“ können sich auf verschiedene Weise manifestieren: Die
Verbindung staatlicher und nicht-staatlicher Akteure, militärischer und nicht-
militärischer Mittel, asymmetrische Einsatzformen, Propaganda und
Desinformation oder auch Cyberattacken und -sabotage und die Nutzung des Cyber-
Informationsraums, um nur einige mögliche Elemente eines „hybriden
Bedrohungsszenarios“ zu nennen.
Die Annahme einer Beteiligung von US-Geheimdiensten in einer möglichen
Ausnutzung von deutschen Servern bewegt sich im spekulativen Bereich. Die
Bundesregierung beteiligt sich nicht an Spekulationen.
Allein aus dem Umstand einer Verschleierung kann nicht automatisch eine
hybride Bedrohung geschlussfolgert werden. Erst aus dem gezielten, koordinierten
Einsatz einer Kombination von Faktoren wäre das Muster einer hybriden
Bedrohung ableitbar.
a) In welchen weiteren außer den in Bundestagsdrucksache 18/8631
(Antwort zu Frage 8) genannten herausragenden Fällen hat die
Bundesregierung eine „gezielte Verschleierung der Verantwortlichkeit“ in der
jüngeren Vergangenheit beobachtet?
b) Inwiefern hat die Bundesregierung den Einsatz „hybrider Bedrohungen“
mittlerweile auch bei Mitgliedstaaten der NATO beobachtet (bitte nicht
wie in Bundestagsdrucksache 18/8631 hypothetisch angeben, sondern –
sofern überhaupt vorhanden – belastbare Erkenntnisse mitteilen)?
Die Fragen 14a und 14b werden zusammen beantwortet.
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
15. Welche Medienprojekte „mit einem Bezug zu Russland“ wurden nach
Kenntnis der Bundesregierung im Jahr 2016 mit 2,3 Mio. Euro bei der
Umsetzung des EU-Aktionsplans über „strategische Kommunikation“ gefördert
(Bundestagsdrucksache 18/8631)?
Die Umsetzung des EU-Aktionsplans über strategische Kommunikation erfolgt
zum einen durch den Europäischen Auswärtigen Dienst und die Europäische
Kommission. Zusätzlich gibt es unterstützende Maßnahmen der Bundesregierung
und anderer EU-Mitgliedstaaten.
16. Was ist der Bundesregierung über Pläne bekannt, die „Task Force für
strategische Kommunikation“ (EU EAST STRATCOM) der Europäischen Union
personell aufzustocken und ihr Aufgaben- bzw. Tätigkeitsspektrum zu
erweitern (Bundestagsdrucksache 18/9388)?
Im aktuellen Haushaltsverfahren der EU gab es Bemühungen des Europäischen
Parlaments, u. a. die Task Force STRATCOM EAST des Europäischen
Auswärtigen Dienstes deutlich personell aufzustocken und mit einem eigenen Budget
auszustatten. Diese haben sich jedoch nicht durchgesetzt.
Darüber hinaus sind der Bundesregierung keine konkreten Pläne für eine
Aufstockung bzw. Aufgabenausweitung der Task Force STRATCOM EAST bekannt.
17. Auf welche Weise wird die Bundesregierung die „Schlussfolgerungen des
Rates zur Bewältigung hybrider Bedrohungen“ vom 19. April 2016
(Ratsdokument 7928/16) berücksichtigen und/oder umsetzen, der ein „rasches und
angemessenes Handeln zur Prävention und Bewältigung von hybriden
Bedrohungen für die Union und ihre Mitgliedstaaten sowie für ihre Partner“
anmahnt?
Die Bundesregierung begrüßt die Schlussfolgerungen des Rates zur Bewältigung
hybrider Bedrohungen ausdrücklich und betrachtet diese auch als Bekräftigung
zur Umsetzung der Maßnahmen des Gemeinsamen Rahmens für die Abwehr
hybrider Bedrohungen vom 6. April 2016 ohne sich dabei jede
Einzelmaßnahmen zu eigen zu machen.
Die Bundesregierung verfolgt in der Abwehr/Bewältigung hybrider Bedrohungen
einen ressortgemeinsamen Ansatz.
18. Sofern sich die ressortübergreifende Ableitung der Bundesregierung zu den
in den Schlussfolgerungen angeregten Maßnahmen weiterhin erst im
Anfangsstadium befindet, wann sollen Details zur Umsetzung vorliegen?
Kommission und Hohe Vertreterin zählen in der Gemeinsamen Mitteilung vom
6. April 2016 insgesamt 22 Maßnahmen auf, die sie als ganzheitlichen Ansatz
vorschlagen, der es der EU ermöglichen soll, in Abstimmung mit den
Mitgliedstaaten Bedrohungen hybrider Natur abzuwehren. Die Bundesregierung hat mit
einer Bestandsaufnahme der bereits existierenden Vorkehrungen begonnen.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Hohe Vertreterin bis Juli 2017 der
Bitte des Rates entsprechen wird, einen Bericht zur Bewertung der Fortschritte
vorzulegen.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 17 wird verwiesen.
19. Welche weiteren Details zur „EU Hybrid Fusion Cell“, die derzeit vom
Europäischen Auswärtigen Dienst eingerichtet wird, sind der Bundesregierung
mittlerweile bekannt (Bundestagsdrucksache 18/8631)?
Die Notwendigkeit einer solchen Zelle wurde als ein Mittel in den
Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zur Bewältigung hybrider
Bedrohungen vom 19. April 2016 beschrieben. Die konkrete Einrichtung dieser Hybrid
Fusion Cell soll im EU Intelligence Analysis Centre im Europäischen Auswärtigen
Dienst erfolgen. Sie ist derzeit noch in der personellen Aufstellung.
a) Inwiefern wird auch die Bundesregierung eine nationale Kontaktstelle für
die „Hybrid Fusion Cell“ einrichten, und welche Aufgaben werden dort
von welchen Behörden übernommen?
Die Bundesregierung wird eine nationale Kontaktstelle für die „Hybrid Fusion
Cell“ einrichten. Der nationalen Kontaktstelle wird die Verteilung von
Nachrichten der „Hybrid Fusion Cell“ innerhalb der Bundesregierung zugewiesen. Im
Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 18 und 19 verwiesen.
b) Was ist der Bundesregierung mittlerweile darüber bekannt, inwiefern die
„Hybrid Fusion Cell“ mit einer NATO-Abteilung gegen „hybride
Bedrohungen“ gemeinsame Übungen „auf politischer und technischer Ebene“
durchführen will, und welche parallelen oder gemeinsamen Übungen sind
bereits ausformuliert?
Die Außenminister der NATO und der Rat der EU haben am 6. Dezember 2016
ein „Gemeinsames Vorschlagspaket“ (Common Set of Proposals) indossiert, um
die „Gemeinsame Erklärung“ des Präsidenten des Europäischen Rates, des
Kommissionspräsidenten und des NATO-Generalsekretärs vom 8. Juli 2016
umzusetzen. Für die Zusammenarbeit zwischen der „EU Hybrid Fusion Cell“ und den
entsprechenden NATO-Ansprechpartnern sieht das Vorschlagspaket einen
verbesserten Informationsaustausch auf Arbeitsebene u. a. zu potentiellen hybriden
Bedrohungen vor.
Die Umsetzung der Joint Declaration von Warschau, u. a. im Hinblick auf
Übungen, befindet sich derzeit in der Abstimmung zwischen den beiden
Organisationen.
20. Wie viele Personen sind mit welcher Aufgabenbeschreibung bei der NATO
in der neuen „Abteilung für Nachrichtenwesen und Sicherheit“ tätig
(Schriftliche Frage 22 der Abgeordneten Inge Höger auf
Bundestagsdrucksache 18/10358)?
a) Inwiefern ist mittlerweile geklärt, „ob und wie die neue Abteilung für
Nachrichtenwesen und Sicherheit“ mit anderen Geheimdiensten oder
geheimdienstlichen Lagezentren, darunter dem „Zentrum für
Informationsgewinnung und Analyse der Europäischen Union“ (INTCEN) oder dem
EU Military Staff (EUMS) zusammenarbeiten wird?
b) Auf welche Weise grenzt sich die Arbeit der neuen „Abteilung für
Nachrichtenwesen und Sicherheit“ von dem am 1. September 2015
eingerichteten EU-Team für „Strategische Kommunikation“ ab
(Antwort von Vizepräsidentin Mogherini im Namen der Kommission auf
die Anfrage der EU-Abgeordneten Sabine Lösing,
Kommissionsdokument E-002156/2016)?
Die Fragen 20, 20a und 20b werden gemeinsam beantwortet.
Die Abteilung für Nachrichtenwesen und Sicherheit im Internationalen Stab der
NATO befindet sich im Aufbau. Im Übrigen wird auf die Antwort der
Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 22 der Abgeordneten Inge Höger vom 8.
November 2016 verwiesen (Bundestagsdrucksache 18/10358). Die Bundesregierung
äußert sich nicht zu Detailfragen hinsichtlich der Personalstärke und
Aufgabenbeschreibung der Verwaltungsapparate Dritter.
21. Welche neueren Erkenntnisse hat die Bundesregierung darüber, ob bzw. wo
es bis heute einen versuchten oder erfolgreich ausgeführten
„cyberterroristischen Anschlag“ gegeben hat, bzw. liegen ihr hierzu nach wie vor keine
Informationen darüber vor, dass es eine derartige, nicht von Staaten ausgeübte
versuchte oder erfolgreich ausgeführte Attacke jemals gegeben hat
(Bundestagsdrucksachen 17/7578, 18/164)?
Aus dem Phänomenbereich der politisch motivierten Kriminalität liegen der
Bundesregierung derzeit keine Erkenntnisse über einen versuchten oder erfolgreich
ausgeführten „cyberterroristischen Anschlag“ gegen die Bundesrepublik
Deutschland vor.
Insbesondere sind aus dem Phänomenbereich „Islamismus und islamistischer
Terrorismus“ derzeit keine Vorfälle bekannt, die unter den Begriff
„cyberterroristischer Anschlag“ fallen. Gleichwohl gab es und gibt es auch gegenwärtig
weltweit eine Vielzahl an elektronischen Operationen, die Islamisten zuzurechnen
sind, z. B. die Veränderung bestehender Internetauftritte zu Propagandazwecken
(sog. Defacements).
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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