[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 17. Februar 2017
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/11262
18. Wahlperiode 21.02.2017
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Frank Tempel,
Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/10930 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2016
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die in der medialen Berichterstattung zumeist nur
wenig Beachtung finden. So ist kaum bekannt, dass die Anerkennungsquote bei
inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen
vermuten lassen (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, Bundestagsdrucksache 18/7625). Die so genannte bereinigte Schutzquote,
bei der rein formelle Entscheidungen unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2015
bei 60,6 Prozent – und das, obwohl z. B. Flüchtlinge aus den Westbalkanländern
zu beinahe 100 Prozent abgelehnt werden. Hinzu kommen noch
Anerkennungen, die nach Überprüfung ablehnender Behördenentscheidungen von den
Gerichten ausgesprochen werden.
Bei 10 Prozent aller Asylsuchenden, in knapp 45 000 Fällen, stellte das BAMF
im Jahr 2015 ein Rückübernahmeersuchen nach der Dublin-Verordnung der
Europäischen Union (EU). In 5 436 Fällen wurde die Zuständigkeit Griechenlands
vermutet. Wegen der dortigen systemischen Mängel im Asyl- und
Aufnahmesystem gibt es jedoch seit dem Jahr 2011 einen Überstellungsstopp.
Übernahmeersuchen wurden im Jahr 2015 vor allem an Ungarn gerichtet (32,5 Prozent),
danach folgten Italien, Bulgarien und Polen. Syrische Flüchtlinge stellen dabei
mit 21,4 Prozent die größte Betroffenengruppe dar, gefolgt von afghanischen
und irakischen Asylsuchenden. Den insgesamt 44 892 Dublin-Ersuchen im Jahr
2015 standen nur 3 597 tatsächliche Überstellungen gegenüber, das sind gerade
einmal 8 Prozent. Gemessen an den Zustimmungen der anderen EU-Staaten zur
Rückübernahme (29 699) betrug die so genannte Überstellungsquote 12,1
Prozent (in Bezug auf Ungarn: 2 Prozent). Nicht selten verhindern Gerichte
geplante Überstellungen wegen erheblicher Mängel in den Asylsystemen anderer
Mitgliedstaaten oder aufgrund individueller Umstände (47,3 Prozent der
Rechtsschutzanträge gegen eine Überstellung nach Ungarn waren 2015
erfolgreich, in Bezug auf Italien lag die Quote bei 26 Prozent). Manche
Schutzsuchende tauchen in ihrer Not eher unter, als sich gegen ihren Willen in ein Land
überstellen zu lassen, in dem sie ein unfaires Asylverfahren, unwürdige
Lebensbedingungen, rassistische Ablehnung, Obdachlosigkeit oder eine Inhaftierung
fürchten. Die geringe Überstellungsquote erklärt sich aber auch dadurch, dass
einzelne Mitgliedstaaten – wie etwa Ungarn – nur eine bestimmte Zahl von
Schutzsuchenden pro Tag aus allen anderen Dublin-Staaten zurücknehmen.
Innerhalb des BAMF wird für Dublin-Verfahren Personal gebunden, das weitaus
sinnvoller in der regulären Asylprüfung eingesetzt werden könnte. Eine reale
Verteilungswirkung ist mit dem Dublin-System für Deutschland nicht
verbunden: Obwohl die immer komplexeren Dublin-Verfahren das BAMF und die
Gerichte zunehmend beschäftigen, reduzierte sich die Zahl der Asylsuchenden in
Deutschland durch Dublin-Überstellungen im Jahr 2015 im Saldo
(Gegenüberstellung der überstellten bzw. aufgenommenen Schutzsuchenden) um gerade
einmal 565 Personen – 0,1 Prozent der insgesamt 442 000 registrierten
Asylanträge.
Arbeitskapazitäten im BAMF könnten auch durch den Verzicht auf
automatische, anlasslose Widerrufsverfahren drei Jahre nach der Anerkennung
freigesetzt werden. Im Jahr 2015 kam es bei knapp 10 000 Widerrufsprüfungen in nur
3 Prozent aller Fälle zu einer Aberkennung des Schutzstatus. Für die
Betroffenen –häufig traumatisierte Flüchtlinge – sind diese Verfahren und die damit
verbundene Unsicherheit sehr belastend.
Ein behördliches Asylverfahren in Deutschland dauerte im Jahr 2015 nach
offiziellen Angaben im Durchschnitt 5,2 Monate. Bei Herkunftsländern mit sehr
geringen Anerkennungsquoten ist die Verfahrensdauer infolge von
Beschleunigungsmaßnahmen kürzer. Umso länger dauern die Verfahren bei zahlreichen
Ländern mit guten Anerkennungschancen. So mussten Asylsuchende aus
Afghanistan, Eritrea, Iran und Somalia, trotz einer bereinigten Schutzquote von
jeweils über 75 Prozent, 13 bis 17 Monate auf eine Behördenentscheidung
warten. Die realen Asylverfahrensdauern liegen noch einmal deutlich über diesen
Werten, denn die Zeit vom ersten Asylgesuch bis zur formellen
Asylantragstellung wird bei den Angaben der Bundesregierung über die Verfahrensdauern
nicht berücksichtigt. Erst nach mehrfachem Nachfragen machte die
Bundesregierung Angaben zur Zeitdauer zwischen erster Einreise (nach Angaben der
Betroffenen) und formeller Asylantragstellung, bei Entscheidungen im dritten
Quartal 2016 betrug diese zusätzliche Wartezeit durchschnittlich acht Monate
(Bundestagsdrucksache 18/10575, Frage 4k).
Vom Asyl-Flughafenverfahren waren im Jahr 2015 627 Asylsuchende
betroffen, unter ihnen 143 syrische Flüchtlinge. Im Ergebnis wurde 74 dieser
Asylsuchenden nach einer Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ die Einreise im
Rechtssinne verweigert – wie viele von ihnen tatsächlich ausreisten oder
abgeschoben wurden oder in Deutschland verbleiben konnten, ist nicht bekannt.
31,1 Prozent aller Asylsuchenden in Deutschland im Jahr 2015 waren Kinder.
3,2 Prozent waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, bei denen die
bereinigte Gesamtschutzquote zwischen 91,7 und 95,6 Prozent lag.
Um der Bundesregierung eine schnellere Beantwortung dieser Kleinen Anfrage
zu ermöglichen, beschränken sich die nachfolgenden Fragen weitgehend auf die
regelmäßig abgefragten Sachverhalte.
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel 16a
des Grundgesetzes – GG –, nach § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes –
AufenthG – in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention – GFK –,
subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im vierten Quartal 2016, bzw. im Jahr 2016 insgesamt,
und wie lauten die Vergleichswerte des vorherigen Jahres (bitte in
absoluten Zahlen und in Prozent angeben und für die 15 wichtigsten
Herkunftsländern gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in
relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG,
nach § 60 Absatz 1 AufenthG/GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw.
nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in
einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren:
Asylberechtigung, internationaler Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz,
nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie möglich
darstellen und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien,
Marokko, Tunesien und Türkei machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht rein formelle (Nicht-)Entscheidungen (bitte,
wie in Frage 1a erbeten, differenzieren)?
Die Fragen 1a und 1b werden gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Asylberechtigung Art 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot § 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % in %
Herkunftsländer gesamt 801 0,3 58.502 24,9% 64.288 27,4% 16.934 7,2% 140.525 59,9% 68,9%
davon
Syrien 246 0,3 24.372 32,8 46.967 63,2 487 0,7 72.072 97,0 99,9
Afghanistan 24 0,1 8.363 19,6 3.684 8,6 13.990 32,7 26.061 60,9 65,2
Irak 75 0,2 14.745 46,4 6.212 19,6 236 0,7 21.268 66,9 72,8
Eritrea 27 0,4 3.593 54,1 2.069 31,2 78 1,2 5.767 86,8 98,9
Iran 180 2,5 3.075 43,2 155 2,2 106 1,5 3.516 49,4 57,5
Nigeria 6 0,3 73 3,4 17 0,8 133 6,3 229 10,8 18,6
Somalia 4 0,1 940 27,9 504 14,9 923 27,4 2.371 70,3 88,7
Albanien - - 9 0,1 11 0,2 28 0,5 48 0,8 1,0
Türkei 6 0,7 55 6,0 20 2,2 5 0,5 86 9,4 18,6
Pakistan 4 0,1 111 1,4 37 0,5 58 0,7 210 2,7 4,2
Russische Föderation 12 0,2 181 2,8 82 1,3 89 1,4 364 5,7 9,3
Aserbaidschan 52 2,5 208 10,1 76 3,7% 64 3,1 400 19,4 23,3
Ungeklärt 7 0,1 1.110 21,4 2.712 52,2 73 1,4 3.902 75,1 83,6
Armenien 2 0,1 25 1,5 34 2,0 82 4,8 143 8,4 10,6
Guinea 8 1,3 78 12,3 13 2,1 29 4,6 128 20,3 39,8
Algerien - - 14 1,5 12 1,3 14 1,5 40 4,3 7,3
Marokko - - 18 1,6 22 1,9 11 1,0 51 4,4 7,1
Tunesien - - - - 2 0,7 - - 2 0,7 2,0
4. Quartal 2016 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 801 0,3 0,4%
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 58.502 24,9 28,7%
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 237 0,1 0,1%
§ 4 I Nr. 2 AsylG 5.810 2,5 2,8%
§ 4 I Nr. 3 AsylG 57.584 24,6 28,2%
§ 4 I AsylG Familienschutz 657 0,3 0,3%
Summe subsidiärer Schutz 64.288 27,4 31,5%
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 16.170 6,9 7,9%
§ 60 VII AufenthG 764 0,3 0,4%
Summe Abschiebungsverbot 16.934 7,2 8,3%
Gesamtschutz 140.525 59,9 68,9%
Jahr 2016
Asylberechtigung Art 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % in %
Herkunftsländer gesamt
2.120 0,3 254.016 36,5 153.700 22,1% 24.084 3,5 433.920 62,4 71,4
davon
Syrien 756 0,3 165.764 56,2 121.562 41,2 910 0,3 288.992 98,0 99,9
Afghanistan 80 0,1 13.733 20,1 5.836 8,6 18.441 27,0 38.090 55,8 60,5
Irak 247 0,4 36.554 53,3 10.912 15,9 439 0,6 48.152 70,2 77,2
Iran 453 3,9 4.990 43,3 257 2,2 150 1,3 5.850 50,7 60,6
Eritrea 109 0,5 16.557 74,7 3.652 16,5 119 0,5 20.437 92,2 99,3
Albanien 1 0,0 17 0,0 73 0,2 78 0,2 169 0,4 0,6
Ungeklärt 26 0,2 6.756 44,0 6.084 39,6 111 0,7 12.977 84,4 91,6
Pakistan 10 0,1 265 2,0 49 0,4 105 0,8 429 3,3 5,0
Nigeria 11 0,3 116 3,1 34 0,9 213 5,6 374 9,9 17,3
Russische Föderation 21 0,2 336 2,6 127 1,0 177 1,4 661 5,2 10,4
Somalia 9 0,1 1.857 27,0 1.121 16,3 1.907 27,7 4.894 71,1 89,2
Serbien 2 0,0 5 0,0 6 0,0 54 0,2 67 0,3 0,5
Staatenlos 6 0,1 3.113 52,2 2.263 37,9 58 1,0 5.440 91,2 94,8
Gambia 3 0,3 40 3,5 10 0,9 21 1,9 74 6,5 11,9
Türkei 10 0,5 92 5,0 31 1,7 17 0,9 150 8,2 17,5%
Marokko 4 0,1 77 1,6 42 0,9 51 1,1 174 3,6 5,4
Algerien 2 0,0 40 0,8 33 0,6 66 1,2 141 2,7 4,2
Tunesien - - 7 0,4 3 0,2 2 0,1 12 0,8 1,3
Gesamt 2016 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 2.120 0,3 0,3 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 254.016 36,5 41,8 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 617 0,1 0,1 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 9.509 1,4 1,6 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 142.534 20,5 23,5 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.040 0,1 0,2 %
Summe subsidiärer Schutz 153.700 22,1 25,3 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 22.444 3,2 3,7 %
§ 60 VII AufenthG 1.640 0,2 0,3%
Summe Abschiebungsverbot 24.084 3,5 4,0%
Gesamtschutz 433.920 62,4 71,4%
4. Quartal 2015
Asylberechtigung Art 16a
GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % in %
Herkunftsländer gesamt 453 0,4 70.967 64,4 522 0,5 668 0,6 72.610 65,9 74,7
davon
Syrien 183 0,3 56.252 98,6 8 0,0 82 0,1 56.525 99,1 100,0
Afghanistan 12 0,7 489 27,2 104 5,8 281 15,6 886 49,3 73,9
Irak 92 1,6 4.640 82,2 138 2,4 29 0,5 4.899 86,8 98,2
Albanien - - 4 0,0 17 0,1 18 0,1 39 0,3 0,3
Ungeklärt 3 0,2 1.290 89,0 3 0,2 8 0,6 1.304 90,0 93,7
Eritrea 30 0,5 5.949 95,5 50 0,8 7 0,1 6.036 96,9 99,8
Pakistan 2 0,3 36 4,9 - - 7 1,0 45 6,2 10,6
Iran 55 7,5 333 45,6 8 1,1 8 1,1 404 55,3 78,8
Serbien - - 1 0,0 - - 5 0,1 6 0,1 0,2
Staatenlos 1 0,1 771 97,5 - - - - 772 97,6 99,5
Mazedonien - - 6 0,3 1 0,0 5 0,2 12 0,5 0,8
Kosovo - - 6 0,2 3 0,1 25 0,7 34 1,0 1,2
Russische Föderation 3 0,2 49 3,3 14 0,9 28 1,9 94 6,3 28,3
sonst. asiat. Staatsangeh. - - 699 87,2 3 0,4 2 0,2 704 87,8 93,5
Ukraine - - 11 3,7 - - - - 11 3,7 25,0
Marokko - - 19 5,7 1 0,3 6 1,8 26 7,9 13,9
Algerien 1 0,3 5 1,5 - - - - 6 1,9 4,1
Türkei 4 1,6 36 14,8 5 2,% 5 2,0 50 20,5 40,3
Tunesien - - - - - - - - - - -
4. Quartal 2015 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 453 0,4 0,5%
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 70.967 64,4 73,0%
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 11 0,0 0,0%
§ 4 I Nr. 2 AsylG 275 0,2 0,3%
§ 4 I Nr. 3 AsylG 197 0,2% 0,2%
§ 4 I AsylG Familienschutz 39 0,0 0,0%
Summe subsidiärer Schutz 522 0,5 0,5%
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 447 0,4 0,5%
§ 60 VII AufenthG 221 0,2 0,2%
Summe Abschiebungsverbot 668 0,6 0,7%
Gesamtschutz 72.610 65,9 74,7%
Gesamt 2015
Asylberechtigung Art 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % in %
Herkunftsländer
gesamt
2.029 0,7 135.107 47,8 1.707 0,6 2.072 0,7 140.915 49,8 60,6
davon
Syrien 1.167 1,1 99.970 94,7 61 0,1 221 0,2 101.419 96,0 100,0
Albanien - - 7 0,0 33 0,1 36 0,1 76 0,2 0,2
Kosovo - - 13 0,0 22 0,1 97 0,3 132 0,4 0,5
Afghanistan 48 0,8 1.660 27,8 325 5,4 809 13,6 2.842 47,6 77,6
Irak 157 0,9 14.353 85,5 289 1,7 81 0,5 14.880 88,6 99,1
Serbien - - 4 0,0 - - 22 0,1 26 0,1 0,2
Ungeklärt 35 0,8 3.256 78,9 5 0,1 13 0,3 3.309 80,2 90,4
Eritrea 44 0,4 8.870 87,8 347 3,4 39 0,4 9.300 92,1 99,6
Mazedonien - - 23 0,3 1 0,0 20 0,2 44 0,5 0,8
Pakistan 4 0,2 158 7,8 11 0,5 24 1,2 197 9,8 18,9
Iran 208 7,8 1.325 49,7 29 1,1 25 0,9 1.587 59,6 85,1
Russische Föderation 9 0,2 185 3,8 71 1,5 138 2,9 403 8,3 30,5
Nigeria 7 0,6 25 2,2 7 0,6 37 3,2 76 6,6 29,5
Somalia - - 434 21,3 265 13,0 110 5,4 809 39,7 81,6
Bosnien u. Herzeg. - - 1 0,0 - - 12 0,2 13 0,2% 0,4
Algerien 2 0,2 9 0,8 4 0,4 3 0,3 18 1,6 5,1
Marokko - - 22 2,3 4 0,4 10 1,0 36 3,7 8,2
Türkei 17 1,9 81 9,1 19 2,1 13 1,5 130 14,7 32,9
Tunesien - - - - - - 1 0,2 1 0,2 0,4
Gesamt 2015 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 2.029 0,7 0,9%
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 135.107 47,8 58,1%
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 27 0,0 0,0%
§ 4 I Nr. 2 AsylG 955 0,3 0,4%
§ 4 I Nr. 3 AsylG 527 0,2 0,2%
§ 4 I AsylG Familienschutz 198 0,1 0,1%
Summe subsidiärer Schutz 1.707 0,6 0,7%
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 1.421 0,5 0,6%
§ 60 VII AufenthG 651 0,2 0,3%
Summe Abschiebungsverbot 2.072 0,7 0,9%
Gesamtschutz 140.915 49,8 60,6%
2. Wie viele der Anerkennungen nach Artikel 16a GG bzw. nach § 60 Absatz 1
AufenthG/GFK im vierten Quartal 2016 bzw. im Jahr 2016 insgesamt
beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer
Verfolgung (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Angaben im Sinne der Frage werden nur für Entscheidungen nach § 3 Absatz 1
des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden, wobei für die Asylbewerber, deren Asylverfahren im schriftlichen
Verfahren entschieden werden, diese Merkmale nicht erfasst werden:
4. Quartal 2016
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
58.502 6.014 22.106 3.281 21.367 5.237
darunter:
Syrien 24.372 3.856 13.878 1.908 2.260 403
Afghanistan 8.363 364 794 244 5.997 2.366
Irak 14.745 741 667 133 11.442 1.690
Eritrea 3.593 238 2.432 450 162 68
Iran 3.075 122 2.737 352 100 44
Nigeria 73 24 7 4 35 29
Somalia 940 143 31 8 675 409
Albanien 9 2 0 0 1 0
Türkei 55 7 38 1 6 3
Pakistan 111 23 23 5 55 15
Russische Föd. 181 57 74 6 35 6
Aserbaidschan 208 47 126 1 7 1
Ungeklärt 1.110 129 604 48 137 35
Armenien 25 1 17 0 0 0
Guinea 78 10 13 1 42 38
Gesamt 2016
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
254.016 11.863 88.568 6.111 46.822 9.060
darunter:
Syrien 165.764 7.390 66.290 3.637 9.242 970
Afghanistan 13.733 697 1.471 450 9.642 3.415
Irak 36.554 1.444 2.469 210 24.064 3.085
Iran 4.990 297 4.310 510 177 70
Eritrea 16.557 504 9.199 710 360 122
Albanien 17 6 1 1 4 3
Ungeklärt 6.756 280 1.968 226 477 119
Pakistan 265 58 37 6 150 30
Nigeria 116 39 13 8 57 51
Russische Föd. 336 124 128 9 54 10
Somalia 1.857 318 76 23 1.281 789
Serbien 5 0 0 0 4 0
Staatenlos 3.113 110 1.094 141 310 71
Gambia 40 2 18 4 15 11
Türkei 92 13 54 1 13 9
3. Wie viele Widerrufsverfahren wurden im vierten Quartal 2016 bzw. im
Gesamtjahr 2016 eingeleitet (bitte Gesamtzahlen angeben und nach den
verschiedenen Formen der Anerkennung und den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und wie viele Entscheidungen in Widerrufsverfahren
mit welchem Ergebnis gab es in diesen Zeiträumen (bitte Gesamtzahlen
angeben und nach den verschiedenen Formen der Anerkennung und den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
eingeleitete
Widerrufsprüfverfahren
Entscheidungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
1.051 436 15 3,4 45 10,3 51 11,7 325 74,5
Syrien 377 77 - - 17 22,1 1 1,3 59 76,6
Irak 267 122 - - 8 6,6 - - 114 93,4
Afghanistan 90 52 1 1,9 1 1,9 26 50,0 24 46,2
Türkei 81 22 2 9,1 3 13,6 - - 17 77,3
Pakistan 33 10 - - - - - - 10 100,0
Iran 26 17 1 5,9 3 17,6 1 5,9 12 70,6
Russische Föd. 24 11 - - - - 1 9,1 10 90,9
Kosovo 17 12 4 33,3 - - 5 41,7 3 25,0
Ungeklärt 16 14 - - 6 42,9 1 7,1 7 50,0
Serbien 14 8 2 25,0 - - 1 12,5 5 62,5
Staatenlos 10 4 - - 1 25,0 - - 3 75,0
Eritrea 8 7 - - - - 1 14,3 6 85,7
Somalia 8 8 - - - - - - 8 100,0
Vietnam 8 2 - - 1 50,0 - - 1 50,0
Aserbaidschan 6 7 - - 1 14,3 1 14,3 5 71,4
Jahr 2016
eingeleitete
Widerrufs--
prüfverfahren
Entscheidungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
3.170 2.207 83 3,8 157 7,1 155 7,0 1.812 82,1
Irak 842 630 - - 26 4,1 5 0,8 599 95,1
Syrien 782 317 1 0,3 41 12,9 9 2,8 266 83,9
Afghanistan 318 226 1 0,4 7 3,1 60 26,5 158 69,9
Türkei 291 224 26 11,6 12 5,4 2 0,9 184 82,1
Iran 131 123 7 5,7 19 15,4 2 1,6 95 77,2
Russische Föd. 89 64 1 1,6 3 4,7 14 21,9 46 71,9
Pakistan 77 48 - - - - 2 4,2 46 95,8
Ungeklärt 64 55 - - 20 36,4 1 1,8 34 61,8
Kosovo 58 82 20 24,4 4 4,9 8 9,8 50 61,0
Aserbaidschan 40 32 - - 2 6,3 3 9,4 27 84,4
Eritrea 38 25 - - 1 4,0 1 4,0 23 92,0
Somalia 36 34 1 2,9 - - - - 33 97,1
Libanon 33 19 - - 1 5,3 5 26,3 13 68,4
Serbien 32 34 7 20,6 - - 1 2,9 26 76,5
Vietnam 26 20 1 5,0 3 15,0 1 5,0 15 75,0
4. Wie lang war in Asylverfahren die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis
zu einer behördlichen Entscheidung im vierten Quartal 2016 bzw. im
Gesamtjahr 2016, wie lang war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu
einer rechtskräftigen Entscheidung (d. h. inklusive eines Gerichtsverfahrens,
soweit vorliegend), und wie lang war die durchschnittliche Bearbeitungszeit
bei Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen (bitte jeweils auch
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und nach Erst- und Folgeanträgen
differenzieren)?
Die Angaben können – soweit vorliegend – den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2016
Herkunftsländer gesamt 8,1
darunter:
Syrien 5,4
Afghanistan 7,7
Irak 6,8
Eritrea 9,4
Iran 9,6
Nigeria 12,9
Somalia 15,7
Albanien 5,7
Türkei 14,5
Pakistan 14,0
Russische Föderation 15,2
Aserbaidschan 14,8
Ungeklärt 9,6
Armenien 14,4
Guinea 13,5
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2016
Gesamt 8,1
davon
Erstanträge 8,0
Folgeanträge 10,7
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2016
Herkunftsländer gesamt 7,1
darunter:
Syrien 3,8
Afghanistan 8,7
Irak 5,9
Iran 12,3
Eritrea 10,7
Albanien 7,0
Ungeklärt 7,3
Pakistan 15,5
Nigeria 14,2
Russische Föderation 15,6
Somalia 17,3
Serbien 8,9
Staatenlos 5,8
Gambia 12,8
Türkei 16,3
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2016
Gesamt 7,1
davon
Erstanträge 6,9
Folgeanträge 10,4
Zahlen zur Verfahrensdauer bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung liegen
bisher nur für das erste Halbjahr 2016 vor:
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in Monaten
Jan.-Jun. 2016
Herkunftsländer gesamt 7,9
darunter:
Syrien 3,8
Albanien 8,8
Serbien 11,3
Irak 6,4
Kosovo 12,2
Eritrea 13,8
Mazedonien 10,9
Ungeklärt 6,1
Afghanistan 18,2
Bosnien und Herzegowina 10,7
Algerien 6,6
Staatenlos 6,6
Russische Föderation 22,5
Marokko 9,3
Montenegro 7,6
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in Monaten
Jan.-Jun. 2016
Gesamt 7,9
davon
Erstanträge 7,6
Folgeanträge 12,0
4. Quartal 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis
zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Herkunftsländer gesamt 9,5
darunter:
Syrien 8,6
Afghanistan 11,0
Irak 8,9
Eritrea 11,3
Ungeklärt 9,1
Somalia 14,0
Staatenlos 9,9
Pakistan 10,1
Albanien 8,1
Äthiopien 9,9
Iran 9,0
sonst. asiat. Staatsangeh. 8,4
Guinea 23,7
Marokko 9,8
Ägypten 21,6
Jahr 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis
zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Herkunftsländer gesamt 8,3
darunter:
Syrien 7,2
Afghanistan 10,3
Irak 8,0
Eritrea 10,3
Ungeklärt 7,4
Somalia 13,7
Staatenlos 8,1
Albanien 7,8
Pakistan 9,8
sonst. asiat. Staatsangeh. 6,8
Marokko 11,9
Iran 12,3
Äthiopien 12,4
Ägypten 14,9
Guinea 18,9
Es wird darauf hingewiesen, dass die Aussagekraft zur durchschnittlichen
Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen aufgrund
z. T. sehr geringer Fallzahlen begrenzt ist.
a) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Dublin-Verfahren
(bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Dublin-Verfahren
in Monaten
Herkunftsländer gesamt 3,7
darunter:
Syrien 5,1
Afghanistan 3,9
Irak 3,3
Eritrea 4,3
Iran 4,2
Nigeria 6,2
Somalia 4,3
Albanien 1,2
Türkei 3,6
Pakistan 3,5
Russische Föderation 3,3
Aserbaidschan 5,4
Ungeklärt 3,4
Guinea 6,6
Gambia 3,9
Jahr 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Dublin-Verfahren
in Monaten
Herkunftsländer gesamt 3,2
darunter:
Syrien 3,1
Afghanistan 3,1
Irak 3,4
Iran 3,4
Eritrea 3,6
Albanien 2,9
Ungeklärt 2,9
Pakistan 3,5
Nigeria 3,8
Russische Föderation 2,8
Somalia 3,7
Serbien 5,6
Staatenlos 2,8
Gambia 3,8
Türkei 2,8
b) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Asylverfahren, in
denen kein Ersuchen nach der Dublin-Verordnung gestellt wurde (bitte
auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, in denen
kein Ersuchen nach Dublin VO gestellt wurde
in Monaten
Herkunftsländer gesamt 8,1
darunter:
Syrien 5,4
Afghanistan 7,7
Irak 6,8
Eritrea 9,4
Iran 9,6
Nigeria 13,0
Somalia 15,7
Albanien 5,7
Türkei 14,5
Pakistan 14,0
Russische Föderation 16,3
Aserbaidschan 14,8
Ungeklärt 9,7
Armenien 14,4
Guinea 13,5
Jahr 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, in denen
kein Ersuchen nach Dublin VO gestellt wurde
in Monaten
Herkunftsländer gesamt 7,2
darunter:
Syrien 3,8
Afghanistan 8,7
Irak 5,9
Iran 12,5
Eritrea 10,8
Albanien 7,0
Ungeklärt 7,3
Pakistan 15,8
Nigeria 15,2
Russische Föderation 19,5
Somalia 17,7
Serbien 8,9
Staatenlos 5,8
Gambia 14,3
Türkei 16,5
c) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung, wenn nur Verfahren
berücksichtigt werden, in denen es eine inhaltliche Asylanhörung gab
(bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren mit
inhaltlicher Asylanhörung in Monaten
Gesamt 8,2
davon
Afghanistan 8,1
Albanien 5,4
Armenien 15,4
Aserbaidschan 15,4
Eritrea 9,7
Guinea 14,0
Irak 7,1
Iran 10,1
Nigeria 11,8
Pakistan 13,5
Russische Föderation 17,6
Somalia 16,9
Syrien 5,6
Türkei 12,7
Ungeklärt 9,7
Jahr 2016
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren mit
inhaltlicher Asylanhörung in Monaten
Gesamt 7,8
davon
Afghanistan 9,3
Albanien 6,9
Eritrea 9,9
Gambia 14,1
Irak 6,3
Iran 13,5
Nigeria 15,1
Pakistan 15,7
Russische Föderation 22,0
Serbien 8,8
Somalia 19,0
Staatenlos 6,0
Syrien 4,1
Türkei 16,8
Ungeklärt 8,2
d) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung, wenn Asylverfahren
getrennt danach betrachtet werden, ob sie in so genannten
Ankunftszentren, in Entscheidungszentren, in den Außenstellen oder der Zentrale
entschieden wurden (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in
einem Ankunftszentrum entschieden wurden
in Monaten
Gesamt 8,0
davon
Syrien 4,6
Afghanistan 7,4
Irak 6,6
Eritrea 7,9
Iran 7,4
Nigeria 9,9
Somalia 13,6
Albanien 4,3
Türkei 8,5
Pakistan 11,5
Russische Föderation 15,2
Aserbaidschan 12,9
Ungeklärt 8,5
Armenien 11,6
Guinea 8,1
Jahr 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in
einem Ankunftszentrum entschieden wurden
in Monaten
Gesamt 7,0
davon
Syrien 3,5
Afghanistan 8,1
Irak 5,7
Iran 8,8
Eritrea 7,1
Albanien 4,1
Ungeklärt 7,7
Pakistan 12,4
Nigeria 9,8
Russische Föderation 15,3
Somalia 13,8
Serbien 4,6
Staatenlos 6,4
Gambia 7,2
Türkei 11,5
4. Quartal 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in
einem Entscheidungszentrum entschieden wurden
in Monaten
Gesamt 7,7
davon
Syrien 5,3
Afghanistan 8,0
Irak 6,7
Eritrea 10,5
Iran 10,9
Nigeria 14,6
Somalia 18,4
Albanien 6,3
Türkei 8,0
Pakistan 14,7
Russische Föderation 14,4
Aserbaidschan 11,4
Ungeklärt 8,8
Armenien 19,3
Guinea 23,1
Jahr 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in
einem Entscheidungszentrum entschieden wurden
in Monaten
Gesamt 6,5
davon
Syrien 3,6
Afghanistan 8,7
Irak 5,7
Iran 13,6
Eritrea 11,3
Albanien 7,6
Ungeklärt 6,6
Pakistan 16,0
Nigeria 15,9
Russische Föderation 32,1
Somalia 19,6
Serbien 9,8
Staatenlos 5,2
Gambia 16,4
Türkei 9,8
4. Quartal 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in
einer Außenstelle oder der Zentrale entschieden
wurden in Monaten
Gesamt 8,8
davon
Syrien 6,1
Afghanistan 7,5
Irak 7,1
Eritrea 8,3
Iran 10,0
Nigeria 12,2
Somalia 12,9
Albanien 5,4
Türkei 17,2
Pakistan 13,6
Russische Föderation 15,2
Aserbaidschan 18,6
Ungeklärt 11,8
Armenien 9,2
Guinea 12,7
Jahr 2016 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in
einer Außenstelle oder der Zentrale entschieden
wurden in Monaten
Gesamt 9,1
davon
Syrien 4,9
Afghanistan 8,8
Irak 6,7
Iran 13,1
Eritrea 9,8
Albanien 6,0
Pakistan 15,9
Nigeria 13,4
Russische Föderation 15,5
Somalia 14,8
Serbien 6,8
Staatenlos 7,8
Gambia 12,7
Türkei 18,4
e) Wie viele Personen wurden in den genannten Zeiträumen im EASY-
System (IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die
Bundesländer) als Asylsuchende registriert, und wie viele formelle
Asylanträge waren es im Vergleich hierzu (bitte beide Angaben auch nach
Bundesländern, Monaten und den 15 wichtigsten Herkunftsländern – in jedem
Fall den sechs Westbalkanländern, Algerien, Marokko, Tunesien und
Türkei – differenzieren)?
Angaben zu im EASY-System erfassten Asylsuchenden und zu formellen
Asylanträgen können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016 EASY-Zugänge
formelle Asylanträge
(Erstanträge)
Insgesamt 49.186 77.260
davon
Baden-Württemberg 6.329 6.668
Bayern 7.628 7.024
Berlin 2.545 3.349
Brandenburg 1.490 1.687
Bremen 388 617
Hamburg 1.239 1.361
Hessen 3.685 10.873
Mecklenburg-Vorpommern 973 1.089
Niedersachsen 4.585 6.467
Nordrhein-Westfalen 10.433 23.185
Rheinland-Pfalz 2.377 6.250
Saarland 593 693
Sachsen 2.567 2.518
Sachsen-Anhalt 1.396 1.718
Schleswig-Holstein 1.627 2.058
Thüringen 1.330 1.669
Unbekannt 1 34
4. Quartal 2016 EASY-Zugänge
formelle Asylanträge
(Erstanträge)
insgesamt 49.186 77.260
Syrien 7.614 15.187
Afghanistan 4.178 10.546
Irak 3.921 7.214
Eritrea 4.554 5.470
Iran 1.970 3.622
Nigeria 2.086 2.455
Somalia 1.788 2.400
Albanien 1.607 1.992
Türkei 1.718 1.804
Pakistan 865 1.735
Russische Föderation 1.408 1.701
Aserbaidschan 1.204 1.648
Ungeklärt 307 1.497
Armenien 1.259 1.450
Guinea 924 1.335
Serbien 1.057 1.055
Algerien 631 847
Marokko 586 841
Mazedonien 750 805
Kosovo 389 548
Bosnien-Herzegowina 403 330
Tunesien 142 178
Montenegro 100 155
Jahr 2016 EASY-Zugänge formelle Asylanträge
Insgesamt 321.371 722.370
davon
Baden-Württemberg 42.932 84.610
Bayern 47.451 82.003
Berlin 16.889 27.247
Brandenburg 10.171 18.112
Bremen 3.185 8.771
Hamburg 8.425 17.512
Hessen 24.615 65.520
Mecklenburg-Vorpommern 5.960 7.273
Niedersachsen 31.065 83.024
Nordrhein-Westfalen 70.814 196.734
Rheinland-Pfalz 16.094 36.985
Saarland 3.881 6.865
Sachsen 13.603 23.663
Sachsen-Anhalt 9.361 19.484
Schleswig-Holstein 9.982 28.982
Thüringen 6.942 15.422
Unbekannt 1 163
Jahr 2016 EASY-Zugänge
formelle Asylanträge
(Erstanträge)
insgesamt 321.371 722.370
Syrien 89.161 266.250
Afghanistan 48.622 127.012
Irak 45.901 96.116
Iran 13.053 26.426
Eritrea 12.291 18.854
Albanien 5.062 14.853
Ungeklärt 1.185 14.659
Pakistan 5.737 14.484
Nigeria 7.863 12.709
Russische Föderation 8.933 10.985
Somalia 7.431 9.851
Serbien 3.484 6.399
Staatenlos 1.056 5.707
Gambia 4.582 5.656
Türkei 4.777 5.383
Kosovo 1.777 4.978
Mazedonien 2.758 4.835
Marokko 3.881 3.999
Algerien 3.498 3.563
Bosnien-Herzegowina 1.324 1.914
Montenegro 323 1.381
Tunesien 708 871
Jahr 2016 EASY-Zugänge formelle Asylanträge (Erstanträge)
insgesamt 321.371 722.370
davon
Januar 2016 91.671 50.532
Februar 2016 61.428 66.127
März 2016 20.608 58.315
April 2016 15.941 59.680
Mai 2016 16.281 54.056
Juni 2016 16.335 73.033
Juli 2016 16.160 72.984
August 2016 18.143 89.703
September 2016 15.618 74.782
Oktober 2016 15.178 30.864
November 2016 17.566 24.574
Dezember 2016 16.442 18.968
f) Wie viele der aktuell in Deutschland lebenden Geflüchteten sind im
Kerndatensystem des Ausländerzentralregisters (AZR) gespeichert (bitte
darlegen, wie viele Personen mit welchem Status gespeichert sind, bitte auch
nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten und den Bundesländern
differenzieren), und zu wie vielen Asylsuchenden oder anerkannten
Flüchtlingen sind Informationen zu Integrations- und Arbeitsmarktdaten
gespeichert?
Die Angaben ausweislich des AZR zum Stichtag 31. Dezember 2016 können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
nach Status
Gesamt 724.377
davon:
Asylgesuch gestellt 43.071
Asylantrag gestellt 663.700
Asylantrag vor Einreise gestellt 754
Asylantrag erneut gestellt 16.822
Asylantrag vor Einreise erneut gestellt 30
nach Staatsangehörigkeiten
Gesamt 724.377
darunter:
Afghanistan 152.227
Syrien 144.588
Irak 83.646
Iran 31.741
Pakistan 25.965
Russische Föderation 23.142
Nigeria 22.586
Eritrea 21.149
Somalia 18.916
Albanien 14.422
Ungeklärt 14.214
Gambia 10.186
Armenien 9.947
Türkei 9.304
Serbien 9.278
nach Bundesland
Gesamt 724.377
davon:
Baden-Württemberg 92.879
Bayern 98.249
Berlin 34.376
Brandenburg 17.720
Bremen 6.071
Hamburg 21.375
Hessen 64.439
Mecklenburg-Vorpommern 8.596
Niedersachsen 70.500
Nordrhein-Westfalen 197.640
Rheinland-Pfalz 29.240
Saarland 2.203
Sachsen 23.964
Sachsen-Anhalt 12.530
Schleswig-Holstein 31.826
Thüringen 12.769
Ausweislich des AZR zum Stichtag 31. Dezember 2016 sind zu 28.496 Personen
Integrations- und Arbeitsmarktdaten erfasst. Es können zu einer Person mehrere
Sachverhalte erfasst sein. Diese verteilen sich wie folgt:
Integrations- und Arbeitsmarktdaten Anzahl
erfasste Sachverhalte insgesamt 28.513
davon
Ausbildung 38
Berufsausübung 13
Integrationsmaßnahme 5
Schulausbildung 1
Sprachkenntnis 28.455
Studium 1
g) Inwieweit ist ein mehrfacher Sozialleistungsbezug durch Asylsuchende
(noch) möglich, nachdem alle Schutzsuchenden in Deutschland (nach-)
erfasst wurden, wie viele Mehrfachmeldungen Asylsuchender unter
unterschiedlichen Namen hat es in den Jahren 2015 und 2016 gegeben, und
was waren die (möglichen) Gründe hierfür, inwieweit ist eine
Mehrfachmeldung als Asylsuchender notwendigerweise mit einem mehrfachen
Geldleistungsbezug verbunden, auch vor dem Hintergrund zum Teil
vorrangig zu gewährender Sachleistungen, und über welche Erkenntnisse,
etwa auch durch die Bundesländer, über einen Sozialleistungsbetrug
durch Asylsuchende durch mehrfache Inanspruchnahme von
Geldleistungen verfügt die Bundesregierung (bitte so ausführlich wie möglich
darlegen)?
Mit dem Datenaustauschverbesserungsgesetz hat die Bundesregierung wichtige
Maß-nahmen ergriffen, um Asylsuchende schnell und identitätssichernd zu
registrieren, Doppelidentitäten zu vermeiden und den Datenaustausch zwischen den
beteiligten öffentlichen Stellen zu verbessern. Hierdurch sind die Möglichkeiten
des Sozialmissbrauchs zumindest ganz wesentlich verringert worden. So wurde
die Befugnis der Leistungsbehörden nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
(AsylbLG) zum Datenabruf aus dem AZR mit Wirkung zum 5. Februar 2016
deutlich erweitert (§ 18a Ausländerzentralregistergesetz – AZRG). Hierdurch
erhalten die zuständigen Träger (Länder und Kommunen) Zugriff auf sämtliche
erforderliche Daten, die von ihnen auch im Wege des automatisierten Verfahrens
abgerufen werden können (§ 22 AZRG). Dazu gehören neben den sogenannten
Grunddaten (u. a. AZR-Nummer (Geschäftszeichen der Registerbehörde),
Grundpersonalien, Lichtbild) etwa auch abweichende Namensschreibweisen,
Aliaspersonalien, und Angaben zum Asylverfahren. Allerdings nehmen –
mangels eines entsprechenden Antrags auf Zulassung – noch längst nicht alle
Leistungsbehörden am automatisierten Verfahren teil, mit der Folge, dass sie bei
AZR-Abfragen erst ein Ersuchen an die Registerbehörde richten müssen und in
diesen Fällen das Ergebnis der Abfrage erst einen oder zwei Tage später eintrifft.
Die den Leistungsbehörden erteilte AZR-Auskunft ist mit biometrischen Daten
hinterlegt, so dass die AZR-Datensätze von Asylsuchenden bestimmten Personen
eindeutig zugeordnet werden können. Zudem wurde der Ankunftsnachweis
eingeführt, der mit fälschungssicheren Elementen versehen ist und aufgrund der
vorherigen erkennungsdienstlichen Behandlung und dem Abgleich mittels FAST-ID
ebenfalls nur einer Person ausgestellt wird. Aufgrund einer Änderung des
AsylbLG ist der Bezug der vollen Grundleistungen nach § 3 AsylbLG für
Asylsuchende seit dem 17. März 2016 grundsätzlich an die Registrierung der
Leistungsberechtigten und die Vorlage des Ankunftsnachweises geknüpft (§ 11
Absatz 2a AsylbLG). Aus dem Ankunftsnachweis ist auch die zuständige
Aufnahmeeinrichtung ablesbar; somit kann anhand des Ankunftsnachweises auch die
örtliche Zuständigkeit der Leistungsbehörde ersehen werden.
Damit ist der Ankunftsnachweis geeignet, die Form des Leistungsmissbrauchs zu
verhindern, die Asylsuchenden vor dem Ausrollen der Erfassungsstationen des
Kerndatensystems und dem Abschluss der Nachregistrierungen möglich war,
indem sie sich im Rahmen von EASY mehrfach und jeweils an einen anderen Ort
(teilweise bewusst auch in einem anderen Bundesland) haben verteilen lassen
(sogenannte Mehrfachregistrierung) und so von den jeweils örtlich zuständigen
AsylbLG-Leistungsbehörden Unterstützungsleistungen erhalten konnten. Mit
diesen Neuregelungen wurden den Leistungsbehörden effektive Instrumente an
die Hand gegeben, um ihnen die Identitätsklärung der Leistungsberechtigten zu
erleichtern und Leistungsmissbrauch effektiv zu verhindern.
Im Übrigen sind die Leistungsbehörden verpflichtet, die Leistungsbezieher auf
Übereinstimmung mit den der zuständigen Ausländerbehörde über diese
Personen vorliegenden Stammdaten und dem dort vermerkten Aufenthaltsstatus zu
überprüfen. Zudem sind die Ausländerbehörden verpflichtet, den
Leistungsbehörden Änderungen dieser Daten mitzuteilen (vgl. § 11 Absatz 3 AsylbLG).
Die Frage, wie diese Instrumente von den Leistungsbehörden in der Praxis
eingesetzt werden, betrifft die Vollzugsebene des AsylbLG. Hierzu kann die
Bundesregierung keine Aussagen treffen, da die Länder das AsylbLG als eigene
Angelegenheit ausführen und somit Verfahrensgestaltung, einschließlich der Prüfung und
Ermittlung des Vorliegens der Leistungsvoraussetzungen, in ihrer Verantwortung
liegt. Auch verfügt der Bund nicht über statistische Daten zur Anzahl der
Mehrfachmeldungen Asylsuchender in dem angegebenen Zeitraum, oder zur Anzahl der
Fälle, in denen es hierdurch zu einer mehrfachen Gewährung von Leistungen
gekommen ist. Das Thema „Sozialleistungsbetrug durch Asylsuchende“ wurde in der
Sitzung des „Bund- Länder-Koordinierungsstabs Asyl“, die am 1. Februar 2017
stattfand, erörtert. Im Lichte dieser Besprechung bereitet die Bundesregierung
derzeit eine Abfrage bei den Ländern vor. Mit der Unterstützung der
Länderarbeitsgemeinschaft für Migration und Flüchtlingsfragen (ArgeFlü) sollen dabei
sachdienliche Informationen aus der Praxis der zuständigen Leistungsbehörden bei den
Ländern abgefragt werden. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Abfrage wird die
Bundesregierung entscheiden, ob eventuell ergänzender Handlungsbedarf besteht.
h) Wie lang war im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016
durchschnittlich die Dauer bis zur Anhörung der Asylsuchenden, und wie lang
die durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zur behördlichen
Entscheidung (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Antragstellung
bis Anhörung
Anhörung bis
Entscheidung
Gesamt 7,4 2,5
darunter:
Afghanistan 7,1 2,2
Albanien 2,7 2,2
Armenien 9,4 5,4
Aserbaidschan 8,3 4,9
Eritrea 8,0 1,7
Guinea 16,7 3,9
Irak 5,5 2,7
Iran 6,8 2,7
Nigeria 11,6 2,2
Pakistan 10,6 2,5
Russische Föderation 10,9 7,7
Somalia 14,8 2,2
Syrien 5,0 1,9
Türkei 5,7 5,3
Ungeklärt 8,3 3,0
Jahr 2016
Antragstellung bis
Anhörung
Anhörung bis
Entscheidung
Gesamt 6,1 2,8
darunter:
Afghanistan 6,9 3,1
Albanien 4,7 3,0
Eritrea 8,0 2,1
Gambia 12,1 3,9
Irak 4,4 2,5
Iran 7,3 5,2
Nigeria 10,9 4,5
Pakistan 11,1 4,7
Russische Föderation 12,7 12,0
Serbien 5,5 4,3
Somalia 15,6 5,0
Staatenlos 4,9 2,0
Syrien 3,2 1,4
Türkei 7,5 9,1
Ungeklärt 6,7 2,5
i) Wie hoch waren im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016 der
Anteil rein schriftlicher Anerkennungsverfahren an allen Verfahren und
ihre absolute Zahl (insgesamt, aber auch in Bezug auf die Herkunftsländer
Syrien, Irak und Eritrea), und wie lange dauerten diese Verfahren
durchschnittlich (bitte nach Herkunftsländern auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
4. Quartal 2016 Jahr 2016
Herkunftsland Anzahl
absolut
Anteil
schriftlicher
Verfahren
durchschnittl.
Bearbeitungsdauer in Mon.
Anzahl
absolut
Anteil
schriftlicher Verfahren
durchschnittl.
Bearbeitungsdauer
in Mon.
Insgesamt 10.139 8,5% 6,8 142.873 35,3% 4,4
davon
Eritrea 1.012 15,4% 7,9 9.974 45,5% 11,9
Irak 3.042 9,7% 7,7 15.398 22,9% 5,9
Syrien 5.163 7,1% 5,5 108.986 37,4% 3,3
sonst. asiat.
Staatsangeh. 116 12,6% 14,1 1.089 34,8% 7,4
Staatenlos 135 7,3% 8,1 2.005 34,1% 5,6
Ungeklärt 671 13,2% 9,7 5.421 36,0% 5,6
j) Wie viele beim BAMF anhängige Verfahren sind seit über drei, sechs,
zwölf, 15, 18, 24 bzw. 36 Monaten anhängig (bitte auch nach den zehn
am meisten betroffenen Herkunftsländer differenzieren), und wie ist der
aktuelle Stand der Bearbeitung von so genannten Altverfahren (seit
mindestens dem vorletzten Kalenderjahr anhängige Verfahren) im BAMF?
Angaben zu den anhängigen Verfahren sowie gesondert zu den sogenannten
Altverfahren können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Anhängige Verf.
Stand:
31.12.2016
unter 3
Monate
über 3
Monate
über 6
Monate
über 12
Monate
über 15
Monate
über 18
Monate
über 24
Monate
über 36
Monate
Insgesamt
Gesamt 61.936 371.783 248.304 113.303 78.377 58.848 34.556 8.528 433.719
davon
Afghanistan 8.447 94.409 61.218 22.169 12.189 7.605 3.634 790 102.856
Syrien 8.720 49.679 32.264 7.024 1.886 987 381 29 58.399
Irak 5.504 48.078 32.037 8.575 3.307 1.771 763 120 53.582
Iran 3.101 20.944 12.247 3.940 2.368 1.788 907 216 24.045
Nigeria 2.359 16.307 11.467 7.622 6.987 5.653 3.429 747 18.666
Pakistan 1.493 14.937 10.452 6.049 4.418 3.600 2.367 887 16.430
Somalia 2.192 11.617 8.404 5.827 4.989 4.007 2.524 548 13.809
Eritrea 4.662 8.777 5.797 3.347 2.401 1.751 1.184 114 13.439
Ungeklärt 1.323 9.263 7.250 3.694 2.074 1.477 922 133 10.586
Gambia 964 8.334 6.355 4.116 3.280 2.532 1.537 303 9.298
Anhängige Verfahren aus 2014 und früher 34.558
davon
Afghanistan 3.634
Nigeria 3.429
Somalia 2.524
Pakistan 2.367
Russische Föderation 1.666
Gambia 1.537
Armenien 1.441
Türkei 1.246
Eritrea 1.184
Guinea 1.161
k) Wie lang war die durchschnittliche Dauer vom Datum der Einreise (wie
im System MARiS des BAMF nach Selbstauskunft der Asylsuchenden
gespeichert) bis zur formellen Asylantragstellung für die Monate Oktober,
November und Dezember 2016 sowie für das Gesamtjahr 2016 (bitte
jeweils auch nach den fünf wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Antragsmonat/
Dauer in Monaten Okt. 2016 Nov. 2016 Dez. 2016 4.Q.2016
Gesamt 6,3 5,2 3,8 5,3
davon
Afghanistan 9,3 8,6 7,6 8,8
Eritrea 3,7 2,2 1,5 2,4
Irak 6,2 6,3 4,2 5,8
Iran 7,1 5,0 3,8 5,8
Syrien 7,8 6,9 4,3 6,7
Jahr 2016 Dauer in Monaten (Einreise – Antrag)
Gesamt 5,9
davon
Afghanistan 6,8
Eritrea 4,6
Irak 5,7
Iran 6,0
Syrien 5,9
5. Wie viele Verfahren im Rahmen der Dublin-Verordnung wurden im vierten
Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016 eingeleitet (bitte in absoluten Zahlen
und in Prozentzahlen die Relation zu allen Asylerstanträgen sowie die Quote
der auf EURODAC-Treffern – EURODAC: europäische Datenbank zur
Speicherung von Fingerabdrücken – basierenden Dublin-Verfahren
angeben; bitte auch nach den unterschiedlichen EURODAC-Treffern
differenzieren), und wie viele VIS-Treffer (VIS: Visa-Informationssystem) bei
Asylsuchenden gab es (bitte Gesamtzahl nennen und jeweils nach den fünf
wichtigsten Ausstellungsländern der Visa und Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Asylerstanträge
Übernahmeersuchen
(ÜE) an die
Mitgliedstaaten gesamt
Prozentualer
Anteil der ÜE
zu den
Asylerstanträgen
Prozentualer
Anteil der ÜE
mit EURODAC-
Treffer
4. Quartal 2016 77.260 15.104 19,5 70,7
Jahr 2016 722.370 55.690 7,7 69,2
Übernahmeersuchen mit EURODAC-Treffern
4. Quartal 2016 Jahr 2016
EURODAC-Treffer gesamt 10.679 38.518
davon EURODAC-Treffer*
nach Artikel 9 EURODAC-Verordnung 7.065 29.248
nach Artikel 14 EURODAC-Verordnung 3.014 7.433
nach Artikel 17 EURODAC-Verordnung 600 1.837
*Liegen für eine Person mehrere unterschiedliche EURODAC-Treffer vor, werden
vorrangig die gemäß Artikel 9 der EURODAC-Verordnung vorhandenen Treffer
ausgewiesen.
VIS-Treffer im 4. Quartal 2016 VIS-Treffer im Jahr 2016
VIS-Treffer gesamt 2.311 VIS-Treffer gesamt 7.947
davon: davon:
Ausstellendes Land Ausstellendes Land
Deutschland 353 Deutschland 1.464
Tschechische Rep. 338 Italien 1.284
Italien 323 Frankreich 1.200
Frankreich 284 Tschechische Rep. 827
Ungarn 267 Spanien 462
VIS-Treffer im 4. Quartal 2016 VIS-Treffer im Jahr 2016
VIS-Treffer gesamt 2.311 VIS-Treffer gesamt 7.947
davon: davon:
Herkunftsland Herkunftsland
Aserbaidschan 596 Syrien 1.055
Armenien 321 Aserbaidschan 1.011
Iran 219 Iran 859
Syrien 153 Armenien 709
Georgien 129 Georgien 539
a) Welches waren in den benannten Zeiträumen die 15 am stärksten
betroffenen Herkunftsländer und welches die 15 am stärksten angefragten
Mitgliedstaaten der Europäischen Union (bitte in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen angeben sowie in jedem Fall die Zahlen zu Griechenland,
Zypern, Malta, Bulgarien und Ungarn sowie zu syrischen Asylsuchenden
nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Eritrea 1.728 11,4
Syrien 1.311 8,7
Afghanistan 1.202 8,0
Irak 1.199 7,9
Russische Föderation 1.091 7,2
Nigeria 1.043 6,9
Somalia 669 4,4
Aserbaidschan 516 3,4
Guinea 480 3,2
Ungeklärt 397 2,6
Iran 395 2,6
Äthiopien 393 2,6
Pakistan 336 2,2
Gambia 307 2,0
Algerien 282 1,9
Jahr 2016 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Syrien 9.937 17,8
Afghanistan 6.088 10,9
Russische Föderation 6.065 10,9
Irak 5.833 10,5
Eritrea 3.662 6,6
Nigeria 2.324 4,2
Pakistan 1.814 3,3
Somalia 1.716 3,1
Ungeklärt 1.335 2,4
Iran 1.271 2,3
Äthiopien 1.208 2,2
Guinea 975 1,8
Aserbaidschan 828 1,5
Ukraine 766 1,4
Algerien 739 1,3
4. Quartal 2016 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Italien 5.730 37,9
Ungarn 1.804 11,9
Polen 1.231 8,2
Frankreich 675 4,5
Schweiz 652 4,3
Bulgarien 612 4,1
Österreich 560 3,7
Schweden 538 3,6
Norwegen 441 2,9
Spanien 398 2,6
Tschechische Republik 355 2,4
Dänemark 351 2,3
Niederlande 346 2,3
Finnland 289 1,9
Belgien 254 1,7
Zypern 19 0,1
Malta 26 0,2
Griechenland 0 0,0
Jahr 2016 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Italien 13.010 23,4
Ungarn 11.998 21,5
Polen 6.728 12,1
Bulgarien 4.899 8,8
Schweden 2.416 4,3
Schweiz 1.997 3,6
Spanien 1.910 3,4
Österreich 1.896 3,4
Norwegen 1.747 3,1
Frankreich 1.706 3,1
Niederlande 1.213 2,2
Kroatien 1.109 2,0
Belgien 991 1,8
Dänemark 971 1,7
Tschechische Republik 712 1,3
Zypern 110 0,2
Malta 89 0,2
Griechenland 0 0,0
b) Wie viele Dublin-Entscheidungen mit welchem Ergebnis (Zuständigkeit
eines anderen EU-Mitgliedstaats bzw. der Bundesrepublik Deutschland,
Selbsteintritt, humanitäre Fälle, Familienzusammenführung usw.) gab es
in den benannten Zeiträumen (bitte bei der Zahl der Selbsteintritte auch
nach Mitgliedstaaten der Europäischen Union und den jeweils fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Entscheidungen über Dublin-Verfahren werden im Statistiksystem beim
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach den in den folgenden Tabellen
aufgeführten Kategorien erfasst:
4. Quartal 2016 Jahr 2016
Ablehnungen durch den
Mitgliedstaat gesamt 4.492 20.994
davon Ablehnungen
nach Artikel 8 Absatz 1 Dublin III 4 31
nach Artikel 8 Absatz 2 Dublin III 2 3
nach Artikel 8 Absatz 3 Dublin III 8
nach Artikel 8 Absatz 4 Dublin III 52 131
nach Artikel 9 Dublin III 40 165
nach Artikel 10 Dublin III 32 115
nach Artikel 11 a) Dublin III 17 105
nach Artikel 11 b) Dublin III 4 30
nach Artikel 16 Absatz 1 Dublin III 1 14
nach Artikel 16 Absatz 2 Dublin III 1 6
nach Artikel 17 Absatz 1 Dublin III 10 167
nach Artikel 17 Absatz 2 Dublin III 5 36
nach Artikel 20 Absatz 3 Dublin III 12 76
Zustimmungen des
Mitgliedstaates gesamt 6.723 29.274
davon Zustimmungen
nach Artikel 8 Absatz 1 Dublin III 2 10
nach Artikel 8 Absatz 2 Dublin III 1 3
nach Artikel 8 Absatz 4 Dublin III 1 3
nach Artikel 9 Dublin III 1 12
nach Artikel 10 Dublin III 1 9
nach Artikel 11 a) Dublin III 5 73
nach Artikel 11 b) Dublin III 8 24
nach Artikel 16 Absatz 1 Dublin III 17
nach Artikel 16 Absatz 2 Dublin III 5
nach Artikel 17 Absatz 1 Dublin III 1 10
nach Artikel 17 Absatz 2 Dublin III 7 37
nach Artikel 20 Absatz 3 Dublin III 14 34
4. Quartal 2016
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Belgien 20 darunter:
Afghanistan 8
Irak 4
Guinea 3
Syrien 3
Eritrea 1
Bulgarien 191 darunter:
Irak 106
Syrien 51
Afghanistan 29
Iran 3
Libanon 1
Dänemark 7 Serbien 3
Eritrea 1
Staatenlos 1
Ungeklärt 1
Vietnam 1
Finnland 2 Indien 1
Irak 1
Frankreich 11 darunter:
Irak 4
Iran 2
Syrien 2
Algerien 1
China 1
Griechenland 3.644 darunter:
Syrien 1.315
Afghanistan 1.127
Irak 613
Iran 222
Pakistan 92
Italien 213 darunter:
Eritrea 42
Nigeria 39
Somalia 24
Syrien 17
Ägypten 14
4. Quartal 2016
Kroatien 10 Syrien 7
Irak 2
Türkei 1
Lettland 1 Armenien 1
Litauen 5 Russische Föderation 5
Malta 15 Somalia 7
Libyen 5
Eritrea 2
Äthiopien 1
Niederlande 1 Staatenlos 1
Norwegen 15 darunter:
Afghanistan 6
Syrien 3
Somalia 2
Iran 1
Pakistan 1
Österreich 17 Syrien 8
Afghanistan 3
Irak 3
Pakistan 2
Türkei 1
Polen 66 darunter:
Russische Föderation 31
Tadschikistan 11
Armenien 8
Kirgisistan 5
Irak 4
Schweden 18 darunter:
Serbien 5
Georgien 4
Ungeklärt 3
Albanien 1
Irak 1
Schweiz 9 Eritrea 5
Afghanistan 2
Gambia 1
Nigeria 1
Slowenien 1 Afghanistan 1
4. Quartal 2016
Spanien 19 Syrien 15
Algerien 1
Guinea 1
Ukraine 1
Ungeklärt 1
Tschechische Republik 16 Aserbaidschan 11
Armenien 3
Georgien 2
Ungarn 462 darunter:
Afghanistan 174
Syrien 148
Irak 45
Pakistan 22
Ungeklärt 19
Gesamt 4.743
Jahr 2016
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Belgien 270 darunter:
Syrien 109
Afghanistan 64
Irak 59
Iran 12
Libanon 6
Bulgarien 798 darunter:
Irak 463
Syrien 238
Afghanistan 75
Staatenlos 6
Libanon 4
Dänemark 12 darunter:
Serbien 3
Iran 2
Ungeklärt 2
Afghanistan 1
Eritrea 1
Finnland 6 Irak 5
Indien 1
Jahr 2016
Frankreich 84 darunter:
Iran 17
Irak 13
Ägypten 8
Syrien 7
Libanon 6
Griechenland 31.488 darunter:
Syrien 14.890
Afghanistan 6.526
Irak 6.126
Iran 1.154
Pakistan 621
Vereinigtes
Königreich 9 Afghanistan 9
Irland 1 Syrien 1
Italien 601 darunter:
Eritrea 109
Nigeria 109
Syrien 77
Somalia 56
Ungeklärt 32
Kroatien 68 darunter:
Syrien 36
Afghanistan 11
Ungeklärt 11
Irak 7
Iran 2
Lettland 8 Afghanistan 6
Armenien 1
Syrien 1
Litauen 24 darunter:
Aserbaidschan 13
Russische Föderation 5
Kirgisistan 2
Tadschikistan 2
Irak 1
Malta 48 darunter:
Somalia 20
Nigeria 9
Syrien 7
Libyen 5
Äthiopien 4
Jahr 2016
Niederlande 27 darunter:
Syrien 16
Irak 3
Armenien 2
Eritrea 2
Kirgisistan 1
Norwegen 63 darunter:
Afghanistan 26
Syrien 13
Ungeklärt 6
Iran 4
Eritrea 3
Österreich 282 darunter:
Syrien 152
Irak 51
Afghanistan 43
Pakistan 15
Ungeklärt 5
Polen 231 darunter:
Russische Föderation 142
Tadschikistan 28
Georgien 13
Armenien 10
Ukraine 10
Rumänien 20 Afghanistan 11
Irak 3
Iran 3
Syrien 2
Pakistan 1
Schweden 74 darunter:
Syrien 25
Afghanistan 12
Georgien 5
Irak 5
Serbien 5
Schweiz 22 darunter:
Afghanistan 7
Eritrea 7
Nigeria 2
Ägypten 1
Algerien 1
Jahr 2016
Slowakische Republik 5 Afghanistan 3
Irak 1
Iran 1
Slowenien 13 Albanien 6
Syrien 6
Afghanistan 1
Spanien 134 darunter:
Syrien 77
Ungeklärt 17
sonst. asiat. Staatsangehörig-keit 10
Algerien 6
Georgien 5
Tschechische
Republik 24 darunter:
Aserbaidschan 11
Armenien 3
Ungeklärt 3
Georgien 2
Vietnam 2
Ungarn 5.345 darunter:
Syrien 2.994
Afghanistan 1.117
Irak 514
Pakistan 246
Ungeklärt 154
Zypern 6 Ungeklärt 3
Syrien 2
Pakistan 1
Gesamt 39.663
c) Wie viele Überstellungen nach der Dublin-Verordnung wurden in den
benannten Zeiträumen vollzogen (bitte in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen angeben und auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern – in
jedem Fall auch Syrien – und Mitgliedstaaten der Europäischen Union –
in jedem Fall auch Griechenland, Ungarn, Bulgarien, Zypern und Malta –
differenzieren), und wie viele dieser Personen wurden unter Einschaltung
des Bundesamtes, aber ohne Durchführung eines Asylverfahrens
überstellt?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016 Überstellungen
Herkunftsländer absolut in Prozent
gesamt 1.057
darunter:
Russische Föderation 278 26,3
Syrien 174 16,5
Afghanistan 83 7,9
Irak 75 7,1
Eritrea 38 3,6
Ukraine 30 2,8
Nigeria 27 2,6
Ungeklärt 26 2,5
Pakistan 25 2,4
Somalia 23 2,2
Iran 21 2,0
Marokko 21 2,0
Algerien 18 1,7
Guinea 17 1,6
Ghana 16 1,5
Jahr 2016 Überstellungen
Herkunftsländer absolut in Prozent
gesamt 3.968
darunter:
Russische Föderation 766 19,3
Syrien 500 12,6
Irak 276 7,0
Afghanistan 248 6,3
Ukraine 195 4,9
Nigeria 138 3,5
Pakistan 128 3,2
Gambia 126 3,2
Algerien 122 3,1
Eritrea 111 2,8
Marokko 109 2,7
Somalia 93 2,3
Georgien 72 1,8
Guinea 61 1,5
Guinea-Bissau 60 1,5
4. Quartal 2016 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
gesamt 1.057
darunter:
Polen 324 30,7
Italien 167 15,8
Schweden 126 11,9
Norwegen 78 7,4
Spanien 64 6,1
Kroatien 47 4,4
Ungarn 46 4,4
Frankreich 39 3,7
Belgien 30 2,8
Schweiz 28 2,6
Niederlande 24 2,3
Bulgarien 21 2,0
Österreich 17 1,6
Dänemark 15 1,4
Tschechische Republik 9 0,9
Malta 2 0,2
Zypern 0 0,0
Griechenland 0 0,0
Jahr 2016 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
gesamt 3.968
darunter:
Italien 916 23,1
Polen 884 22,3
Spanien 351 8,8
Ungarn 294 7,4
Schweden 280 7,1
Frankreich 205 5,2
Norwegen 158 4,0
Österreich 140 3,5
Belgien 127 3,2
Schweiz 121 3,0
Niederlande 100 2,5
Bulgarien 95 2,4
Kroatien 70 1,8
Dänemark 63 1,6
Tschechische Republik 39 1,0
Malta 8 0,2
Zypern 0 0,0
Griechenland 0 0,0
Zeitraum Überstellungen ohne Durchführung eines Asylverfahrens
4. Quartal 2016 48
Jahr 2016 205
d) Wie viele Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen mit der
Begründung einer Nichtzuständigkeit nach der Dublin-Verordnung
abgelehnt oder eingestellt oder als unbeachtlich betrachtet, ohne dass ein
Asylverfahren mit inhaltlicher Prüfung durchgeführt wurde (bitte in absoluten
und relativen Zahlen angeben), und wie viele Asylanträge wurden als
unzulässig erachtet, weil bereits in einem anderen Land ein Schutzstatus
gewährt wurde (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und weitere
Angaben zu den wichtigsten betroffenen Mitgliedstaaten der
Europäischen Union und den dort gewährten Schutzstatus und die
Staatsangehörigkeit der Betroffenen machen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, wobei
differenzierte Angaben nach betroffenen Mitgliedstaaten und Staatsangehörigkeit
der Betroffenen nicht vorliegen:
Zeitraum
Entscheidungen insgesamt
davon Dublin-Entscheidungen (Nichtzuständigkeit)
davon
unzulässig (nach
§ 27a/§ 29 AsylG)
davon
Einstellungen
davon kein
weiteres Verfahren
durchzuführen
4. Quartal 2016 234.554 7.080 7.052 14 14
Jahr 2016 695.733 19.239 19.142 64 33
Zeitraum Entscheidungen gesamt davon unzulässig, weil bereits Schutz im Mitgliedstaat
4. Quartal 2016 234.554 1.031
Jahr 2016 695.733 2.997
e) In wie vielen Fällen wurde in den genannten Zeiträumen bei
Asylsuchenden festgestellt, dass eigentlich Griechenland nach der Dublin-
Verordnung zuständig wäre (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenziert angeben), wie viele Übernahmeersuchen der
griechischen Behörden an Deutschland gab es, wie vielen Ersuchen wurde
stattgegeben, und wie viele Überstellungen von Griechenland nach
Deutschland fanden in diesen Zeiträumen statt (bitte auch nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren und angeben, in wie vielen Fällen es
sich um eine Familienzusammenführung handelte)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Feststellung der Zuständigkeit Griechenlands
4. Quartal 2016
Herkunftsländer gesamt 3.644
darunter:
Syrien 1.315
Afghanistan 1.127
Irak 613
Iran 222
Pakistan 92
Staatenlos 62
Libanon 40
Ungeklärt 31
Marokko 16
Somalia 16
Feststellung der Zuständigkeit Griechenlands
Jahr 2016
Herkunftsländer gesamt 31.488
darunter:
Syrien 14.890
Afghanistan 6.526
Irak 6.126
Iran 1.154
Pakistan 621
Ungeklärt 395
Staatenlos 353
Libanon 332
Marokko 205
Bangladesch 190
Übernahmeersuchen
von Griechenland
Zustimmungen
des BAMF
Überstellungen
nach Deutschland
4. Quartal 2016 1.211 1.295 481
Jahr 2016 3.179 2.483 739
Überstellungen von Griechenland nach Deutschland
4. Quartal 2016 Jahr 2016*
Herkunftsländer gesamt 481 739
darunter:
Syrien 426 564
Afghanistan 25 108
Irak 16 38
Iran 4 8
Jemen 5
ohne Angabe 4
Familienzusammenführung
nach Artikel 8 bis 11, Artikel 16 und
Artikel 17 Absatz 2 der Dublin-Verordnung
481 739*
*Aufgrund nachträglicher Korrekturen weicht die Addition der Einzelquartale von dem
Jahresergebnis ab.
f) Wie viele Übernahmeersuchen, Zustimmungen bzw. Überstellungen
(bitte differenzieren) im Rahmen des Dublin-Systems gab es in den
genannten Zeiträumen durch bzw. an Deutschland (bitte auch nach Ländern
differenzieren und die jeweiligen Überstellungsquoten nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Etwaige
Überstellungsquoten ergeben sich aus dem Verhältnis der jeweils erfolgten
Überstellungen zu den jeweiligen Zustimmungen:
4. Quartal 2016
Übernahmeersuchen an
die Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
von Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Österreich 560 171 17 370 338 83
Belgien 254 167 30 241 222 121
Bulgarien 612 322 21 48 45 10
Schweiz 652 188 28 282 401 119
Zypern 19 1 5 3 13
Tschechische
Republik 355 141 9 14 11 6
Dänemark 351 99 15 140 153 281
Estland 28 31 2
Spanien 398 177 64
Finnland 289 201 8 18 30 21
Frankreich 675 302 39 1.670 1.282 244
Griechenland 1.211 1.295 481
Kroatien 221 201 47 3 3 2
Ungarn 1.804 357 46 31 22 9
Irland 4 14 13
Island 3 2 26 14 3
Italien 5.730 2.583 167 205 205 15
4. Quartal 2016
Übernahmeersuchen an
die Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
von Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Liechtenstein 5 5 1
Litauen 206 42 1 3
Luxemburg 35 15 224 196 15
Lettland 90 42 1 1 1
Malta 26 10 2 2 1 5
Niederlande 346 160 24 1.361 1.379 371
Norwegen 441 261 78 24 19 33
Polen 1.231 881 324 13 14 9
Portugal 56 26 1 10 7 2
Rumänien 89 26 1 2
Schweden 538 274 126 150 153 394
Slowenien 63 32 27 31 5
Slowakische
Republik 7 3
4 5 2
Vereinigtes
Königreich 21 8 7 262 252 19
Gesamt 15.104 6.723 1.057 6.363 6.103 2.265
Jahr 2016
Übernahmeersuchen an
die Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
von Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Österreich 1.896 546 140 1.138 872 382
Belgien 991 554 127 2.011 1.615 763
Bulgarien 4.899 2.643 95 118 76 19
Schweiz 1.997 545 121 2.506 1.929 1.277
Zypern 110 17 28 20 20
Tschechische Republik 712 426 39 73 38 25
Dänemark 971 344 63 2.451 1.833 1.109
Estland 87 91 3 1 1 1
Spanien 1.910 1.180 351 6 5 1
Finnland 600 398 26 663 588 644
Frankreich 1.706 1.030 205 5.904 4.233 695
Griechenland 3.179 2.483 739
Kroatien 1.109 860 70 18 17 10
Ungarn 11.998 3.756 294 122 81 34
Irland 15 4 37 26
Island 6 2 99 55 15
Italien 13.010 7.572 916 462 393 30
Liechtenstein 8 6 1
Jahr 2016
Übernahmeersuchen an
die Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
von Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Litauen 475 306 26 4 3
Luxemburg 76 27 7 590 434 159
Lettland 159 84 10 4 3 3
Malta 89 43 8 18 13 6
Niederlande 1.213 575 100 5.828 4.948 1.686
Norwegen 1.747 1.172 158 363 299 631
Polen 6.728 5.584 884 72 57 41
Portugal 100 61 16 25 20 6
Rumänien 245 56 10 8 5 2
Schweden 2.416 1.232 280 4.523 3.764 3.684
Slowenien 222 87 6 90 61 20
Slowakische Republik 49 30 1 11 7 3
Vereinigtes Königreich 154 49 12 1.163 713 85
Gesamt 55.690 29.274 3.968 31.523 24.598 12.091
g) Wie ist die Entwicklung in Bezug auf die Zahl und den Anteil von Dublin-
Verfahren und -Entscheidungen bei syrischen Asylsuchenden im vierten
Quartal 2016 (bitte nach Monaten differenzieren und wie in der Antwort
zu Frage 5h auf Bundestagsdrucksache 18/7625 darstellen)?
Die zahlenmäßige Entwicklung im vierten Quartal 2016 kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden:
Entwicklung Syrien im 4. Quartal 2016
Zugänge
Entscheidungen
davon
Dublin-
Entscheidungen
Dublin-
Entscheidungen
in %
anhängige
Verfahren
davon
Dublin-
Verfahren
anhängige
Dublin-
Verfahren in %
Überstellungen
in andere
Mitgliedstaaten
Oktober 6.347 29.068 151 0,5 92.953 2.853 3,1 71
November 4.604 26.131 206 0,8 73.069 2.319 3,2 64
Dezember 3.402 19.122 176 0,9 58.399 2.050 3,5 39
6. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr
2016 nach § 14a Absatz 2 des Asylverfahrensgesetzes (AsylVfG) von Amts
wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder von Asylsuchenden
gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen von bzw.
für Kinder(n) unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und
18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte
jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl
der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und
sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die
jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die sogenannte Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter
16 Jahren lag im vierten Quartal 2016 bei 91 Prozent (Gesamtjahr 2016: 93,2
Prozent), bei Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 86,4 Prozent
(Gesamtjahr 2016: 87,8 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 74,4
Prozent (Gesamtjahr 2016: 72,9 Prozent).
Die sogenannte bereinigte Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen
unter 16 Jahren lag im vierten Quartal 2016 bei 96,5 Prozent (Gesamtjahr 2016:
97 Prozent), bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18
Jahren bei 93,2 Prozent (Gesamtjahr 2016: 93,8 Prozent) und bei allen Personen
unter 18 Jahren bei 80,6 Prozent (Gesamtjahr 2016: 79,6 Prozent).
Die weiteren Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben. Bei Anträgen nach
§ 14a Absatz 2 AsylG, die nur Kinder unter 16 Jahren betreffen, kann statistisch
nicht ausgewertet werden, ob ein Kind hier geboren oder eingereist ist.
4. Quartal 2016
absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 77.260
Asylerstanträge von Minderjährigen
unter 18 Jahre insgesamt 27.811 36,0%
Asylerstanträge von Minderjährigen
unter 16 Jahre 22.694 29,4%
unbegleitete Minderjährige unter
16 Jahre 1.148 1,5%
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 1.797 2,3%
Asylerstanträge von Minderjährigen von
16 bis unter 18 Jahre 5.117 6,6%
unbegleitete Minderjährige
(16 bis unter 18 Jahre) 3.753 4,9%
Jahr 2016
absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 722.370
Asylerstanträge von Minderjährigen
unter 18 Jahre insgesamt 261.386 36,2%
Asylerstanträge von
Minderjährigen unter 16 Jahre 218.993 30,3%
unbegleitete Minderjährige
unter 16 Jahre 10.496 1,5%
Anträge gem. § 14a
Absatz 2 AsylG 8.865 1,2%
Asylerstanträge von Minderjährigen
von 16 bis unter 18 Jahre 42.393 5,9%
unbegleitete Minderjährige
(16 bis unter 18 Jahre) 25.443 3,5%
7. Wie viele unbegleitete Minderjährige (d. h. unter 18-Jährige) haben im
vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016 einen Asylerstantrag gestellt
(bitte nach wichtigsten Herkunftsländern und Bundesländern aufgliedern),
und welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im genannten Zeitraum (bitte nach verschiedenem Schutzstatus und
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
4. Quartal 2016
Herkunftsländer gesamt 4.901
darunter
Afghanistan 1.732
Syrien 732
Eritrea 696
Somalia 388
Irak 332
Guinea 176
Gambia 135
Äthiopien 132
Ungeklärt 118
Pakistan 64
Nigeria 40
Iran 38
Sudan (ohne Südsudan) 26
Marokko 24
Elfenbeinküste (Cote d Ivoire) 23
Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Jahr 2016
Herkunftsländer gesamt 35.939
darunter
Afghanistan 14.959
Syrien 10.045
Irak 2.960
Eritrea 1.818
Somalia 1.547
Ungeklärt 778
Gambia 501
Guinea 487
Pakistan 438
Iran 411
Äthiopien 370
Nigeria 137
Staatenlos 132
Marokko 124
Albanien 110
4. Quartal 2016 Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Bundesländer gesamt 4.901
davon
Baden-Württemberg 813
Bayern 303
Berlin 290
Brandenburg 87
Bremen 57
Hamburg 133
Hessen 414
Mecklenburg-Vorpommern 85
Niedersachsen 409
Nordrhein-Westfalen 1.146
Rheinland-Pfalz 309
Saarland 22
Sachsen 257
Sachsen-Anhalt 195
Schleswig-Holstein 201
Thüringen 179
Unbekannt 1
Jahr 2016 Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Bundesländer gesamt 35.939
davon
Baden-Württemberg 4.896
Bayern 3.647
Berlin 1.071
Brandenburg 913
Bremen 800
Hamburg 715
Hessen 3.190
Mecklenburg-Vorpommern 720
Niedersachsen 4.235
Nordrhein-Westfalen 7.834
Rheinland-Pfalz 1.921
Saarland 543
Sachsen 1.836
Sachsen-Anhalt 1.032
Schleswig-Holstein 1.486
Thüringen 1.096
Unbekannt 4
4. Quartal 2016 Entscheidungen über Erstanträge
insgesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Art. 16a GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung
als Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot gem.
§ 60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 3.681 - 1.528 1.441 248
darunter
Afghanistan 748 - 183 99 213
Syrien 1.990 - 815 1.134 6
Eritrea 238 - 119 100 1
Somalia 54 - 17 7 14
Irak 389 - 330 30 2
Guinea 7 - 2 - 2
Gambia 1 - - - 1
Äthiopien 10 - 2 1 1
Ungeklärt 72 - 24 39 -
Pakistan 23 - - - 1
Nigeria 4 - 1 1 1
Iran 10 - 5 - -
Sudan (ohne Südsudan) 1 - 1 - -
Marokko 7 - - - -
Elfenbeinküste (Cote d Ivoire) 2 - - 1 -
Jahr 2016 Entscheidungen über Erstanträge
insgesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Art. 16a GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung
als Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot gem.
§ 60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 9.300 20 4.989 2.698 567
darunter
Afghanistan 1.496 - 421 160 473
Syrien 5.258 14 2.960 2.174 27
Irak 925 1 811 47 8
Eritrea 771 5 546 167 4
Somalia 133 - 47 15 29
Ungeklärt 172 - 71 76 -
Gambia 4 - - 1 2
Guinea 19 - 6 - 3
Pakistan 45 - - - 1
Iran 25 - 14 1 1
Äthiopien 21 - 3 1 5
Nigeria 4 - 1 1 1
Staatenlos 108 - 73 35 -
Marokko 28 - - - -
Albanien 94 - - - 1
8. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im vierten Quartal 2016 bzw.
im Gesamtjahr 2016 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei
aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, und wie
viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach
den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben für das vierte Quartal 2016 und das Gesamtjahr 2016 können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Grenze
Anzahl unbegleiteter
Minderjähriger*
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe
an Jugendämter
Gesamt 1.434 56 13 1.352
Schweiz 561 2 557
Österreich 347 56 2 285
Frankreich 168 168
Belgien 155 155
Dänemark 105 3 102
Flughäfen 49 43
Seehäfen 27 27
Niederlande 13 2 10
Tschech. Republik 5 5
Polen 4 4
4. Quartal 2016
Staatsangehörigkeit
(Top-5)
Anzahl unbegleiteter
Minderjähriger*
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe
an Jugendämter
Eritrea 430 2 423
Afghanistan 241 30 1 210
Somalia 205 4 201
Guinea 142 1 141
Algerien 53 3 2 48
Gesamtjahr 2016
Grenze
Anzahl unbegleiteter
Minderjähriger*
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe
an Jugendämter
Gesamt 8.486 620 29 7.761
Österreich 5.150 568 7 4.522
Schweiz 1.760 14 6 1.736
Frankreich 629 15 614
Belgien 318 5 3 308
Dänemark 218 3 3 211
Flughäfen 134 4 120
Seehäfen 123 2 121
Tschech. Republik 78 1 77
Niederlande 44 9 4 30
Polen 23 5 13
Luxemburg 9 9
Gesamtjahr 2016
Staatsangehörigkeit
(Top-5)
Anzahl unbegleiteter
Minderjähriger*
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe
an Jugendämter
Afghanistan 2.763 275 3 2.452
Eritrea 1.286 39 5 1.237
Somalia 1.028 55 971
Syrien 888 58 2 812
Guinea 373 11 1 361
*Etwaige Differenzen zwischen der Zahl der Aufgegriffenen und den aufgeführten
Maßnahmen erklären sich aus sonstigen Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa die Übergabe
an zur Abholung berechtigte Personen.
9. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr
2016 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in
Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016 Ablehnung
insgesamt
darunter: als offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
insgesamt 63.530 19.771 31,1%
darunter
Syrien 64 9 14,1%
Afghanistan 13.908 218 1,6%
Irak 7.947 170 2,1%
Eritrea 63 10 15,9%
Iran 2.604 76 2,9%
Nigeria 1.000 232 23,2%
Somalia 303 12 4,0%
Albanien 4.740 4.679 98,7%
Türkei 377 127 33,7%
Pakistan 4.769 706 14,8%
Russische Föderation 3.554 300 8,4%
Aserbaidschan 1.319 231 17,5%
Ungeklärt 764 381 49,9%
Armenien 1.201 359 29,9%
Guinea 194 38 19,6%
Jahr 2016 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
insgesamt 173.846 99.177 57,0%
darunter
Syrien 167 43 25,7%
Afghanistan 24.817 412 1,7%
Irak 14.248 392 2,8%
Iran 3.806 169 4,4%
Eritrea 135 20 14,8%
Albanien 30.020 29.801 99,3%
Ungeklärt 1.189 643 54,1%
Pakistan 8.201 1.784 21,8%
Nigeria 1.787 435 24,3%
Russische Föderation 5.712 621 10,9%
Somalia 594 32 5,4%
Serbien 14.200 13.942 98,2%
Staatenlos 301 102 33,9%
Gambia 548 195 35,6%
Türkei 705 243 34,5%
10. Wie viele so genannte Flughafenverfahren wurden im vierten Quartal 2016
bzw. im Gesamtjahr 2016 an welchen Flughafenstandorten mit welchem
Ergebnis durchgeführt (bitte auch Angaben zum Anteil der unbegleiteten
Minderjährigen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden, wobei im Jahr
2016 keine unbegleiteten Antragsteller unter 18 Jahren erfasst wurden:
4. Quartal 2016 Entscheidungen innerhalb von
2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Aktenanlage Mitteilung § 18a VI offens. unbegründet eingestellt
65 43 21 1
darunter:
Berlin 3 2 1 0
Frankfurt/Flughafen 61 41 19 1
München 0 0 0 0
Hamburg 1 0 1 0
Jahr 2016 Entscheidungen innerhalb von
2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Aktenanlage Mitteilung § 18a VI offens. unbegründet eingestellt
273 191 68 1
darunter:
Düsseldorf 3 1 0 0
Berlin 5 2 3 0
Frankfurt/Flughafen 258 188 64 1
München 4 0 0 0
Hamburg 3 0 1 0
Entscheidungen innerhalb von
2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a VI offens. unbegründet eingestellt
4. Quartal 2016 65 43 21 1
darunter:
Kongo, Dem. Republik 18 12 6 0
Syrien 7 7 0 0
Iran 7 6 1 0
Sri Lanka 4 3 1 0
Angola 3 0 3 0
Somalia 3 3 0 0
Ägypten 2 0 2 0
Irak 2 2 0 0
Armenien 2 2 0 0
Pakistan 2 0 2 0
Entscheidungen innerhalb von
2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a VI offens. unbegründet eingestellt
Jahr 2016 273 191 68 1
darunter:
Kongo, Dem. Republik 37 21 16 0
Iran 33 31 1 0
Syrien 28 26 0 0
Sri Lanka 25 19 6 0
Afghanistan 23 20 1 0
Irak 20 19 0 0
Pakistan 14 7 6 0
Angola 8 0 8 0
Ägypten 8 1 7 0
Armenien 7 6 1 0
11. Wie lautet die Statistik zu Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im
Bereich Asyl für das bisherige Jahr 2016 (bitte in der Differenzierung wie in
der Antwort zu Frage 11 auf Bundestagsdrucksache 18/6860 darstellen), wie
viele Klagen und wie viele Berufungen (oder
Berufungszulassungsbeschwerden usw.) sind derzeit anhängig in Verfahren, in denen subsidiär
Schutzberechtigte auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie
viele dieser Verfahren hat die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2016
verloren, und wie viele Entscheidungen gab es (bitte jeweils auch nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben liegen für den Zeitraum Januar bis November 2016 vor und können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
Januar –
November
2016
Klagen,
Berufungen,
Revisionen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut
in
Prozent
absolut in Prozent
Herkunfts
länder
gesamt
144.920 64.251 60 6.163 418 1.131 20.399 31,7 36.080 56,2 131.856
darunter
Syrien 44.228 8.283 3 4.785 7 265 685 8,3 2.538 30,6 38.535
Afghanistan 17.871 3.317 3 227 150 341 563 17,0 2.033 61,3 17.934
Albanien 11.246 11.775 0 0 32 82 5.018 42,6 6.643 56,4 7.217
Irak 9.858 1.606 0 15 6 11 292 18,2 1.282 79,8 9.472
Kosovo 7.686 8.301 0 1 5 88 3.550 42,8 4.657 56,1 5.738
Russ. Föd. 6.589 2.949 6 36 13 21 524 17,8 2.349 79,7 8.493
Serbien 6.551 7.356 0 4 4 61 3.201 43,5 4.086 55,5 4.941
Pakistan 4.591 1.435 3 229 8 17 667 46,5 511 35,6 4.359
Mazedonien
4.511 4.243 0 2 1 33 1.629 38,4 2.578 60,8 3.407
Ungeklärt 3.024 510 0 117 3 12 127 24,9 251 49,2 2.990
Iran 2.295 862 14 223 6 7 159 18,4 453 52,6 2.386
Ukraine 1.717 708 0 0 1 1 132 18,6 574 81,1 1.452
Bosn.-
Herzeg.
1.687 1.493 0 0 0 15 540 36,2 938 62,8 1.320
Eritrea 1.667 571 0 60 1 10 49 8,6 451 79,0 1.679
Somalia 1.529 1.200 0 65 116 33 110 9,2 876 73,0 1.970
Widerrufsverfahren
Januar –
November 2016
eingelegte
Klagen,
Berufungen,
Revisionen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Widerruf Art. 16a
GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs.
Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
absolut in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
155 119 51 42,9 14 11,8% 54 45,4% 340
darunter
Afghanistan 38 10 6 60,0 1 10,0 3 30,0 56
Syrien 22 3 0 0,0 0 0,0 3 100,0 24
Türkei 15 23 7 30,4 6 26,1 10 43,5 56
Ungeklärt 11 5 2 40,0 0 0,0 3 60,0 13
Iran 9 7 4 57,1 0 0,0 3 42,9 19
Irak 8 3 2 66,7 1 33,3 0 0,0 48
Armenien 7 2 1 50,0 0 0,0 1 50,0 6
Kosovo 6 21 6 28,6 4 19,0 11 52,4 18
sonst. asiat.
Staatsangeh.
6 4 0 0,0 1 25,0 3 75,0 6
Marokko 5 1 1 100,0 0 0,0 0 0,0 4
Libanon 3 4 2 50,0 1 25,0 1 25,0 8
Äthiopien 2 1 0 0,0 0 0,0 1 100,0 3
China 2 0 0 0 0 4
Indien 2 2 2 100,0 0 0,0 0 0,0 2
Jordanien 2 3 0 0,0 0 0,0 3 100,0 2
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
Jan-Nov 2016 7,5 17,6
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
Jan. – Nov.2016 abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Belgien 145 17 162
Bulgarien 309 204 513
Dänemark u. Färöer 59 4 63
Estland 14 - 14
Finnland 22 7 29
Frankreich 216 29 245
Großbritannien mit Nordirland 3 2 5
Italien 870 286 1.156
Kroatien 119 10 129
Lettland 12 - 12
Litauen 44 2 46
Luxemburg 1 - 1
Malta 3 6 9
Niederlande 82 9 91
Norwegen 160 14 174
Österreich 81 12 93
Polen 1.585 289 1.874
Portugal 29 - 29
Rumänien 15 3 18
Schweden 176 26 202
Schweiz 56 9 65
Slowakische Republik 10 10 20
Slowenien 4 2 6
Spanien 289 49 338
Tschechische Republik 65 10 75
Ungarn 459 780 1.239
Zypern 2 - 2
Anhängige Rechtsmittel subsidiär Schutzberechtigter – Stand: 24. Januar 2017:
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz im Jahr 2016*
Nach HKL Klage Antrag auf Zulassung
der Berufung
Berufung Summe anh. RM
Gesamt 39.889 1.233 513 41.635
davon
Syrien 34.057 1.128 492 35.677
Ungeklärt 2.066 40 7 2.113
Irak 1.598 5 1.603
Eritrea 774 - - 774
Staatenlos 645 39 13 697
Afghanistan 296 - - 296
sonst. asiat. Staatsangeh. 168 7 - 175
Somalia 146 1 - 147
Iran 28 1 - 29
Libyen 15 - - 15
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz im Jahr 2016*
BDL
Klage Antrag auf Zulassung
der Berufung
Berufung Summe anh RM
gesamt 39.889 1.233 513 41.635
davon
Baden-Württemberg 3.557 2 - 3.559
Bayern 4.669 783 10 5.462
Berlin 4.636 - - 4.636
Brandenburg 1.442 - - 1.442
Bremen 600 - - 600
Hamburg 1.402 - - 1.402
Hessen 3.308 1 - 3.309
Mecklenburg-Vorpommern 658 - - 658
Niedersachsen 5.721 6 1 5.728
Nordrhein-Westfalen 3.819 11 1 3.831
Rheinland-Pfalz 4.736 88 496 5.320
Saarland 224 3 3 230
Sachsen 1.231 1 - 1.232
Sachsen-Anhalt 2.735 15 - 2.750
Schleswig-Holstein 115 109 2 226
Thüringen 1.036 214 - 1.250
verlorene Klagen:
„verlorene Klagen“
Jahr 2016*
Gesamt 5.120
davon
Syrien 4.733
Staatenlos 122
Ungeklärt 100
Eritrea 56
sonst. asiat. Staatsangeh. 55
Somalia 27
Iran 7
Afghanistan 7
Sudan (ohne Südsudan) 6
Irak 2
„verlorene Klagen“
Jahr 2016*
Gesamt 5.120
davon
Baden-Württemberg 21
Bayern 1.600
Hamburg 1
Hessen 130
Mecklenburg-Vorpommern 32
Niedersachsen 52
Nordrhein-Westfalen 66
Rheinland-Pfalz 1.659
Saarland 444
Sachsen 1
Sachsen-Anhalt 45
Schleswig-Holstein 471
Thüringen 598
Entscheidungen:
Anzahl der Entscheidungen im Jahr 2016*
Gesamt 6.754
davon
Syrien 5.949
Staatenlos 157
Ungeklärt 157
Eritrea 129
Irak 123
Somalia 85
sonst. asiat. Staatsangeh. 62
Afghanistan 49
Sudan (ohne Südsudan) 11
Iran 10
Anzahl der Entscheidungen im Jahr 2016*
Gesamt 6.754
davon
Baden-Württemberg 110
Bayern 1.989
Berlin 12
Brandenburg 51
Bremen 34
Hamburg 29
Hessen 204
Mecklenburg-Vorpommern 52
Niedersachsen 197
Nordrhein-Westfalen 130
Rheinland-Pfalz 1.929
Saarland 497
Sachsen 36
Sachsen-Anhalt 208
Schleswig-Holstein 637
Thüringen 639
* Die Betrachtung für das Jahr 2016 erfolgte mit Stand 24. Januar 2017.
12. Wie viele Asylanhörungen und wie viele rein schriftliche Anhörungen gab
es im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016 (bitte auch nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Anhörungen im 4. Quartal 2016 Anzahl
Gesamt 165.013
davon
Syrien 32.141
Afghanistan 42.155
Irak 20.450
Eritrea 6.726
Iran 10.977
Nigeria 4.957
Somalia 4.943
Albanien 1.930
Türkei 1.570
Pakistan 7.879
Russische Föderation 2.187
Aserbaidschan 1.217
Ungeklärt 2.502
Armenien 1.539
Guinea 1.250
Anhörungen Jahr 2016 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 447.945
davon
Syrien 147.266
Afghanistan 77.798
Irak 57.480
Iran 17.319
Eritrea 15.174
Albanien 12.067
Ungeklärt 10.466
Pakistan 13.518
Nigeria 8.960
Russische Föderation 4.439
Somalia 8.043
Serbien 4.335
Staatenlos 3.780
Gambia 1.491
Türkei 3.071
Beim Bundesamt eingegangene Fragebögen
4. Quartal 2016 Jahr 2016
Gesamt 708 97.007
davon
Eritrea 95 6.354
Irak 88 8.979
sonst. asiat. Staatsangeh. 2 627
Staatenlos 7 1.217
Syrien 498 76.933
Ungeklärt 18 2.897
Bei anderen Staatsangehörigkeiten wurden keine schriftlichen Anhörungen
durchgeführt.
13. Wie waren die bereinigten Schutzquoten und die Zahl der Schutzgesuche bei
Asylsuchenden aus Tunesien, Algerien, Ägypten, Marokko, Libyen und der
Türkei im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Herkunftsland
4. Quartal 2016
Erstanträge
Folgeanträge
Gesamtschutz
Gesamtschutz
„bereinigt“ in Prozent
absolut
In
Prozent
Algerien 847 59 40 4,3% 7,3
Libyen 362 11 208 25,3% 34,8
Marokko 841 55 51 4,4% 7,1
Tunesien 178 24 2 0,7% 1,3
Ägypten 266 23 230 15,5% 18,9
Türkei 1.804 77 86 9,4% 18,6
Herkunftsland
Jahr 2016
Erstanträge
Folgeanträge
Gesamtschutz
Gesamtschutz
„bereinigt“ in Prozent
absolut
In
Prozent
Algerien 3.563 198 141 2,7% 4,2%
Libyen 1.139 49 440 28,8% 39,0%
Marokko 3.999 157 174 3,6% 5,4%
Tunesien 871 103 12 0,8% 1,3%
Ägypten 1.685 99 481 17,5% 21,3%
Türkei 5.383 359 150 8,2% 17,5%
14. Wie viele Asylsuchende aus der Türkei sind nach Angaben des EASY-
Systems im Jahr 2016 eingereist (bitte nach Monaten differenzieren), und wie
waren die Entscheidungen bei Asylsuchenden aus der Türkei in diesem Jahr
(bitte nach Monaten und gewährtem Schutzstatus, Ablehnung oder
Einstellung differenzieren und absolute und relative Zahlen angeben, zudem die
Werte für kurdische Volkszugshörige gesondert angeben)?
Angaben zu türkischen Asylsuchenden aus dem EASY-System sowie zu den
Entscheidungen des BAMF zu türkischen Staatsangehörigen, darunter mit der
Volkszugehörigkeit „kurdisch“ können, differenziert nach Monaten, den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Zugang im Monat EASY-Zugang türkischer Staatsangehöriger
Jan 16 328
Feb 16 322
Mrz 16 352
Apr 16 336
Mai 16 317
Jun 16 308
Jul 16 275
Aug 16 375
Sep 16 446
Okt 16 485
Nov 16 643
Dez 16 590
Jahr 2016 4.777
Türkische Staatsangehörige:
davon
Asylentscheidungen im Jahr
2016 durch das
BAMF
Asylentscheidungen
Anerkennungen als
Asylberechtigte (Art.
16a u.
Familienasyl)
Anerkennungen als
Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gem. § 4 I
AsylG
Feststellung
eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Anteil der
positiven
Entscheidungen an
allen
Entscheidungen
(in Prozent)
Ablehnungen
sonstige
Verfahrenserldigungen
(Einstellungen,
Dublin-
Verfahren)
Jan 16 107 2 4 1 2 8,4 54 44
Feb 16 59 - 5 - 1 10,2 26 27
Mrz 16 61 - 2 - - 3,3 20 39
Apr 16 68 - 3 - - 4,4 25 40
Mai 16 65 - 2 - - 3,1 23 40
Jun 16 144 - 6 2 5 9,0 74 57
Jul 16 138 - 5 1 2 5,8 49 81
Aug 16 155 2 7 2 2 8,4 42 100
Sep 16 142 - 4 4 - 5,6 19 115
Okt 16 190 1 13 2 1 8,9 46 127
Nov 16 364 1 22 7 2 8,8 157 175
Dez 16 366 4 20 11 2 10,1 175 154
Jahr 2016 1.837 10 92 31 17 8,2 705 982
Türkische Staatsangehörige mit der Volkszugehörigkeit „kurdisch“:
davon
Asylentscheidungen im Jahr
2016 durch das
BAMF
Asylentscheidungen
Anerkennungen als
Asylberechtigte (Art.
16a u.
Familien
asyl)
Anerken--
nungen als
Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Gewährung
von
subsidiärem Schutz
gem. § 4 I
AsylG
Feststellung
eines
Abschiebungsverbotes gem.
§ 60 V/VII
AufenthG
Anteil der
positiven Ent
scheidungen
an allen
Entscheidungen
(in Prozent)
Ablehnungen
sonstige
Verfahrenserledigungen
(Einstellungen,
Dublin-
Verfahren)
Jan 16 83 - 1 1 2 4,8 44 35
Feb 16 50 - 4 - 1 10,0 22 23
Mrz 16 51 - 2 - - 3,9 15 34
Apr 16 53 - 1 - - 1,9 21 31
Mai 16 59 - 1 - - 1,7 22 36
Jun 16 110 - 5 - 4 8,2 56 45
Jul 16 121 - 5 1 2 6,6 40 73
Aug 16 130 - 7 1 2 7,7 33 87
Sep 16 120 - 4 - - 3,3 16 100
Okt 16 161 1 12 1 1 9,3 43 103
Nov 16 292 - 22 7 2 10,6 124 137
Dez 16 299 - 19 9 2 10,0 139 130
Jahr 2016 1.515 1 82 21 16 7,9 571 824
Bezogen auf die formellen Asylanträge von türkischen Staatsangehörigen im Jahr
2016 lag der Anteil kurdischer Asylbewerber bei etwa 76 Prozent.
15. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina in den Monaten Oktober, November und Dezember 2016
gestellt (bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen
nennen), und wie wurden diese Asylanträge in diesen Monaten jeweils mit
welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Asylanträge Oktober 2016 Entscheidungen über Asylanträge Oktober 2016
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerken--
nungen
als
Asylberech
tigte (Art.
16a GG
und Famil.
asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem. § 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem Schutz
gem § 4 I
AsylG
Feststellung eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenserledigungen
Serbien 621 289 332 983 - - 2 1 552 428
davon Roma 555 239 316 826 - - - 1 436 389
Kosovo 282 142 140 858 - - - 10 596 252
davon Roma 89 21 68 221 - - - 3 162 56
Mazedonien 462 253 209 834 - - 1 - 551 282
davon Roma 276 122 154 534 - - 1 - 331 202
Montenegro 70 42 28 137 - - - 1 100 36
davon Roma 8 5 3 31 - - - 1 25 5
Albanien 1.007 695 312 2.478 - 1 7 15 2.027 428
davon Roma 81 35 46 178 - - - - 118 60
Bosnien und
Herzegowina
248 99 149 391 - - - - 209 182
davon Roma 155 38 117 226 - - - - 104 122
Asylanträge November 2016 Entscheidungen über Asylanträge November 2016
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte (Art.
16a GG und
Famil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem Schutz
gem § 4 I
AsylG
Feststellung
eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 835 394 441 1.179 - - - 2 741 436
davon Roma 713 297 416 960 - - - 1 582 377
Kosovo 366 230 136 876 - - 2 6 582 286
davon Roma 117 80 37 224 - - - - 143 81
Mazedonien 546 344 202 808 - - - 1 517 290
davon Roma 327 161 166 463 - - - - 250 213
Montenegro 84 58 26 140 - - - - 88 52
davon Roma 37 23 14 51 - - - - 33 18
Albanien 989 716 273 2.364 - 1 4 10 1.780 569
davon Roma 97 77 20 121 - - - - 93 28
Bosnien und
Herzegowina
259 122 137 390 - - - 7 208 175
davon Roma 163 46 117 248 - - - 5 116 127
Asylanträge Dezember 2016 Entscheidungen über Asylanträge Dezember 2016
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte (Art.
16a GG und
Famil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiä
rem Schutz
gem § 4 I
AsylG
Feststellung
eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 675 329 346 1.198 2 2 - 17 772 405
davon Roma 595 274 321 1.050 - 1 - 17 652 380
Kosovo 219 136 83 820 1 1 - 20 535 263
davon Roma 58 38 20 250 - - - 3 164 83
Mazedonien 405 192 213 878 - - 3 5 483 387
davon Roma 279 117 162 541 - - 3 4 270 264
Montenegro 77 49 28 72 - - - 1 41 30
davon Roma 37 11 26 29 - - - 1 9 19
Albanien 706 513 193 1.384 - 7 - 3 948 426
davon Roma 76 38 38 135 - - - - 74 61
Bosnien und
Herzegowina
181 99 82 317 - - 3 3 167 144
davon Roma 111 45 66 194 - - - - 95 99
16. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation, -entwicklung
und -planung im BAMF und zu unterstützenden Sondermaßnahmen,
insbesondere im Bereich der Asylprüfung, und wie ist die Personalbedarfsplanung
des BAMF für die Jahre 2017 und 2018 aufgrund welcher Annahmen?
Von ca. 7 400 Einstellungsmöglichkeiten sind Stand 15. Januar 2017 derzeit
6 891 Vollzeitäquivalente (VZÄ) besetzt, es liegt darüber hinaus eine hohe Zahl
an Einstellungszusagen vor. Die verbleibenden, aktuell noch freien Stellen
müssen für geplante Entfristungen sowie Neueinstellungen im Zulauf reserviert
bleiben. Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte ist die Stellenbesetzung im
Wesentlichen abgeschlossen. Weiterhin unterstützen von anderen Behörden
abgeordnete Kräfte sowie weitere befristete Mitarbeiter in einer Größenordnung von
2 166 VZÄ das BAMF. Damit wurde der Personalkörper im Vergleich zum Jahr
2015 mehr als verdoppelt.
Im Bereich Asyl war mit Stand vom 15. Januar 2017 ein Stammpersonal (VZÄ)
von 1 873 Entscheidern und 2 708 Bürosachbearbeitern-
Asylverfahrenssekretariat (BSB-AVS) beschäftigt. Unter den o. g., von anderen Behörden abgeordneten
Kräften sind ca. 581 VZÄ Entscheider, 606 VZÄ Anhörer im Asylverfahren und
868 VZÄ BSB-AVS-Kräfte. Bei Anhörern handelt es sich um abgeordnete sowie
befristete Kräfte. Sie führen ausschließlich Anhörungen durch, während
Entscheider Anhörungen durchführen und Entscheidungen treffen.
Mit dem Haushaltsgesetz 2017 wurde der Stellenbestand aus dem Jahr 2016 im
Wesentlichen unverändert in das aktuelle Jahr übernommen. Zur weiteren
Personalplanung für 2017 und 2018 wird aktuell ein Gesamtkonzept erarbeitet. Es wird
sowohl den aktuellen Stand als auch den künftigen Bedarf darstellen. Als
Ergebnis wird es u. a. eine Personalbedarfsanzeige des BAMF für die
Haushaltsaufstellung 2018 beinhalten.
17. Wie viele Asylverfahren wurden im vierten Quartal 2016 bzw. im
Gesamtjahr 2016 eingestellt (bitte so genau wie möglich nach Gründen
differenzieren – etwa: Nichtbetreiben, Nichterreichbarkeit, Nichterscheinen bei einer
Anhörung – und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern und den
Bundesländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Einstellung wg. § 33
Abs. 1 und 2 / § 32 a
Abs. 2 AsylG
sonstige
Einstellung Gesamt
Gesamt 7.077 9.049 16.126
davon
Afghanistan 968 1.005 1.973
Irak 750 1.030 1.780
Pakistan 712 550 1.262
Syrien 566 402 968
Albanien 70 708 778
Iran 243 442 685
Russische Föderation 172 417 589
Nigeria 261 256 517
Indien 242 242 484
Ukraine 122 360 482
4. Quartal 2016
Einstellung wg. § 33
Abs. 1 und 2 / § 32 a
Abs. 2 AsylG
sonstige
Einstellung Gesamt
Gesamt 7.077 9.049 16.126
davon
Baden-Württemberg 1.064 974 2.038
Bayern 1.137 1.398 2.535
Berlin 487 1.012 1.499
Brandenburg 70 419 489
Bremen 13 46 59
Hamburg 88 238 326
Hessen 321 296 617
Mecklenburg-Vorpommern 65 161 226
Niedersachsen 239 480 719
Nordrhein-Westfalen 1.944 2.503 4.447
Rheinland-Pfalz 158 240 398
Saarland 21 17 38
Sachsen 1.005 390 1.395
Sachsen-Anhalt 183 341 524
Schleswig-Holstein 184 389 573
Thüringen 98 145 243
Jahr 2016
Einstellung wg. § 33
Abs. 1 und 2 / § 32 a
Abs. 2 AsylG
sonstige
Einstellung Gesamt
Gesamt 14.355 30.901 45.256
davon
Albanien 566 4.888 5.454
Irak 1.215 2.815 4.030
Serbien 718 2.857 3.575
Afghanistan 1.314 1.892 3.206
Mazedonien 359 2.016 2.375
Kosovo 451 1.783 2.234
Pakistan 1.048 1.071 2.119
Moldau (Republik) 1.494 384 1.878
Syrien 789 945 1.734
Algerien 639 866 1.505
Jahr 2016
Einstellung wg. § 33
Abs. 1 und 2 / § 32 a
Abs. 2 AsylG
sonstige
Einstellung Gesamt
Gesamt 14.355 30.901 45.256
davon
Baden-Württemberg 2.163 3.820 5.983
Bayern 1.757 5.052 6.809
Berlin 2.438 3.528 5.966
Brandenburg 128 1.082 1.210
Bremen 55 226 281
Hamburg 123 578 701
Hessen 618 1.358 1.976
Mecklenburg-Vorpommern 163 380 543
Niedersachsen 661 1.994 2.655
Nordrhein-Westfalen 3.156 7.275 10.431
Rheinland-Pfalz 472 1.755 2.227
Saarland 42 119 161
Sachsen 1.637 1.571 3.208
Sachsen-Anhalt 332 564 896
Schleswig-Holstein 370 968 1.338
Thüringen 240 630 870
Unbekannt 1 1
18. Zu welchem ungefähren Anteil wird nach Einschätzungen von fachkundigen
Bediensteten des BAMF derzeit das Prinzip der Einheit von Anhörer und
Entscheider im Asylverfahren in der Praxis gewahrt (soweit möglich bitte
auch nach Herkunftsländern differenzieren), wie hoch war der Anteil von
Asylentscheidungen, die in Entscheidungszentren (d. h. auch ohne Identität
von Anhörer und Entscheider) getroffen wurden, im vierten Quartal 2016
bzw. im Gesamtjahr 2016 (bitte jeweils absolute und relative Zahlen angeben
und die wichtigsten zehn Herkunftsländer nennen), und wie viele
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BAMF gibt es derzeit, die nur anhören bzw. die
anhören und entscheiden?
Zu der personellen Einheit von Anhörer und Entscheider erfolgt im Bundesamt
keine statistische Erfassung. Allerdings wird aufgrund der hohen zu
bearbeitenden Anzahl von Asylanträgen aus den Jahren 2016 und früher im BAMF in
einfacheren Fällen zur Verfahrensbeschleunigung auch weiter getrennt entschieden.
In den dafür vorgesehenen Entscheidungszentren wird gegenwärtig noch rund ein
Drittel der Verfahren getrennt von der Anhörung bearbeitet. Teilweise werden
auch in den Außenstellen darüber hinaus Entscheidungen personell getrennt aus
den genannten Gründen getroffen. Das BAMF analysiert gegenwärtig, ob
verstärkt wieder zur Einheit von Anhörer und Entscheider zurückgekehrt werden
soll. Der Anteil von Asylentscheidungen, die in Entscheidungszentren getroffen
wurden, kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
Entscheidungen
gesamt
davon in einem
Entscheidungszentrum entschieden
Anteil an allen
Entscheidungen
alle HKL 234.554 115.716 49,3%
davon
Syrien 74.269 45.005 60,6%
Afghanistan 42.767 22.683 53,0%
Irak 31.771 15.878 50,0%
Pakistan 7.783 4.796 61,6%
Iran 7.121 3.423 48,1%
Eritrea 6.642 3.587 54,0%
Russische Föderation 6.426 2 0,0%
Albanien 6.214 3.513 56,5%
Ungeklärt 5.194 2.927 56,4%
Somalia 3.373 1.600 47,4%
Jahr 2016
Entscheidungen
gesamt
davon in einem
Entscheidungszentrum entschieden
Anteil an allen
Entscheidungen
alle HKL 695.733 460.449 66,2%
davon
Syrien 295.040 227.836 77,2%
Irak 68.562 42.655 62,2%
Afghanistan 68.246 40.829 59,8%
Albanien 37.673 27.393 72,7%
Serbien 24.178 17.775 73,5%
Eritrea 22.160 16.971 76,6%
Kosovo 18.920 14.045 74,2%
Ungeklärt 15.371 10.943 71,2%
Mazedonien 14.712 10.766 73,2%
Pakistan 12.935 7.757 60,0%
Mit Stand vom 15. Januar 2017 waren im BAMF von anderen Behörden
abgeordnete Kräfte sowie weitere befristete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
Umfang von 605,9 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) als Anhörer tätig. Sie führen
ausschließlich Anhörungen durch. Stammpersonal im Umfang von 1 872,7 VZÄ und
weitere abgeordnete sowie befristete 581,4 VZÄ waren als Entscheider tätig. Sie
konnten sowohl Anhörungen als auch Entscheidungen durchführen. Über die
tatsächliche Aufteilung der Tätigkeiten bei Entscheidern wird keine Statistik
geführt.
19. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im vierten
Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr 2016 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden
erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2016
alle HKL 79.295
darunter:
Afghanistan 11.068
Albanien 8.806
Irak 7.143
Pakistan 6.321
Russische Föderation 4.395
Serbien 4.165
Kosovo 3.199
Iran 3.171
Mazedonien 2.897
Indien 2.290
Jahr 2016
alle HKL 244.931
davon
Albanien 49.938
Serbien 26.566
Kosovo 23.429
Afghanistan 18.921
Mazedonien 15.319
Irak 14.226
Pakistan 11.061
Russische Föderation 8.486
Bosnien und Herzegowina 7.397
Iran 4.858
20. Wie lang war die Verfahrensdauer bei Asylsuchenden, die nicht aus Ländern
des Westbalkans kommen, im vierten Quartal 2016 bzw. im Gesamtjahr
2016, und wie hoch war in diesen Zeiträumen die bereinigte
Gesamtschutzquote in Bezug auf diese Länder (ohne Westbalkan)?
Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung
bei Asylsuchenden, die nicht aus Ländern des Westbalkans kommen (also ohne
Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien und
Kosovo), betrug im vierten Quartal 2016 durchschnittlich 8,2 Monate, im Jahr 2016
durchschnittlich 6,9 Monate.
Die erfragte Quote von Asylsuchenden, die nicht aus den genannten Ländern des
Westbalkans kommen, betrug im vierten Quartal 2016 72,7 Prozent und im Jahr
2016 81,4 Prozent.
21. Wie lange dauern derzeit im Durchschnitt nach Einschätzungen
fachkundiger Bediensteter des BAMF Asylanhörungen generell, und wie lange dauern
diese jeweils bei Asylsuchenden aus den sechs Westbalkanländern, aus
Syrien und anderen wichtigen Herkunftsländern?
Die Dauer von Anhörungen wird durch das BAMF nicht statistisch erfasst. Die
auf Bundestagsdrucksachen 18/4980 und 18/8450 aufgeführten
durchschnittlichen Zeitangaben wurden durch das BAMF anhand einer Fallauswahl händisch
erhoben. Dem BAMF liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich die
durchschnittliche Dauer von Anhörungen in der Zwischenzeit verändert hat. Von daher kann
angenommen werden, dass die damals gemachten Angaben weiterhin zutreffen.
22. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der
Ausländerbehörden welcher Bundesländer im vierten Quartal 2016 bzw. im
Gesamtjahr 2016 mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den folgenden
Tabellen entnommen werden:
Stellungnahmen gem. § 72
Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
4. Quartal 2016 284 52 98 134
davon
Baden-Württemberg 46 4 16 26
Bayern 18 4 6 8
Berlin 26 9 9 8
Brandenburg 1 1
Bremen 10 1 3 6
Hamburg 24 6 14 4
Hessen 39 2 6 31
Mecklenburg-Vorpommern 3 3
Niedersachsen 17 4 7 6
Nordrhein-Westfalen 84 15 33 36
Rheinland-Pfalz 2 1 1
Saarland 5 1 1 3
Sachsen 6 5 1
Sachsen-Anhalt 2 1 1
Thüringen 1 1
4. Quartal 2016 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
alle HKL 284 52 98 134
darunter
Syrien 6 2 4
Afghanistan 18 7 6 5
Irak 4 3 1
Eritrea 1 1
Iran 3 2 1
Nigeria 10 4 3 3
Somalia 2 2
Albanien 9 2 2 5
Türkei 46 1 6 39
Pakistan - - - -
Stellungnahmen gem. § 72
Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Jahr 2016 813 163 249 401
davon
Baden-Württemberg 115 15 43 57
Bayern 54 10 13 31
Berlin 93 30 21 42
Brandenburg 1 1
Bremen 31 6 11 14
Hamburg 55 11 21 23
Hessen 75 9 15 51
Mecklenburg-Vorpommern 7 1 2 4
Niedersachsen 55 11 19 25
Nordrhein-Westfalen 256 52 83 121
Rheinland-Pfalz 10 2 8
Saarland 16 3 5 8
Sachsen 18 12 1 5
Sachsen-Anhalt 4 1 3
Schleswig-Holstein 20 2 11 7
Thüringen 2 1 1
Unbekannt 1 1
Gesamt 2016 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
alle HKL 813 163 249 401
darunter
Syrien 21 4 17
Afghanistan 43 12 9 22
Irak 10 4 6
Iran 25 1 10 14
Eritrea 2 2
Albanien 20 2 10 8
Ungeklärt 11 6 1 4
Pakistan 4 2 2
Nigeria 23 6 3 14
Russische Föd. 20 13 4 3
23. Welche Angaben für das vierte Quartal 2016 bzw. für das Gesamtjahr 2016
lassen sich machen zu überprüften (vor allem Ausweis-)Dokumenten und
zum Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum
Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und
differenzieren nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern, wie in der
Antwort zu Frage 28 auf Bundestagsdrucksache 18/9415)?
Eine Übersicht der geprüften Dokumente im vierten Quartal 2016 und im
gesamten Jahr 2016 sowie der Bewertungen können den folgenden Tabellen zu
entnommen werden:
4. Quartal 2016 Geprüfte
Dokumente
Ohne
Beanstandung
Ge- oder
verfälscht
Nicht abschließend
bewertbar
alle Herkunftsstaaten 141.506 133.006 6.150 2.350
darunter:
Syrien 65.519 62.017 2.797 705
Afghanistan 15.477 14.067 692 718
Irak 32.859 30.518 2.049 292
Iran 7.401 7.071 191 139
Eritrea 1.592 1.451 89 52
Albanien 167 167 0 0
ungeklärt 4.052 4.043 3 6
Pakistan 391 356 12 23
Nigeria 826 770 33 23
Russische Föderation 1.425 1.394 18 13
Jahr 2016 Geprüfte
Dokumente
Ohne
Beanstandung
Ge- oder
verfälscht
Nicht abschließend
bewertbar
alle Herkunftsstaaten 491.097 470.578 12.789 7.730
darunter:
Syrien 295.006 285.834 6.665 2.507
Afghanistan 29.109 26.043 986 2.080
Irak 109.754 104.724 3.992 1.038
Iran 11.967 11.163 315 489
Eritrea 4.073 3.562 164 347
Albanien 408 406 0 2
ungeklärt 11.059 11.033 9 17
Pakistan 651 597 21 33
Nigeria 1.227 1.140 40 47
Russische Föderation 2.549 2.472 36 41
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ISSN 0722-8333]