Autofreies Wohnen für Bundesbedienstete in Berlin
der Abgeordneten Franziska Eichstädt-Bohlig und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
An Standorten, die mit S- und U-Bahn gut erreichbar sind, werden in Berlin derzeit Siedlungsprojekte für autofreies Wohnen initiiert. In dem für „Wohnen ohne Auto" sehr gut geeigneten Neubaugebiet Berlin Lichterfelde-Süd sollen künftig auch zahlreiche Bundesbedienstete wohnen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Wird die Bundesregierung im Rahmen des Wohnungsbaus in Berlin für aus Bonn umziehende Bundesbedienstete diesen den Zuzug in geeignete Gebiete für „Wohnen ohne Auto" ermöglichen, wenn sich ein Interesse an dieser Form der Wohnumfeldgestaltung zeigt?
Ist der Bundesregierung bekannt, welcher Anteil der heute in Bonn bzw. Berlin beschäftigten Bundesbediensteten in Haushalten ohne eigenes Auto lebt?
Werden die umziehenden Bediensteten in der geplanten Umfrage zu ihren Wohnvorstellungen auch befragt, ob sie a) in Wohnungsnähe einen Stellplatz für ein Auto wünschen, b) in einem autofreien Wohngebiet leben möchten, wenn dieses über eine direkte Bahnverbindung zum Regierungsviertel verfügt, c) sich die Beteiligung an „car sharing" vorstellen können?
Welche für den Bau von Wohnungen und Einfamilienhäusern für umziehende Bundesbedienstete vorgesehenen Gebiete betrachtet die Bundesregierung als besonders geeignet für „Wohnen ohne Auto"?
Würde die Bundesregierung die mögliche Einrichtung eines autofreien Wohngebiets vorrangig zur Einsparung von Kosten und Flächen oder vorrangig zur Erhöhung der Wohnqualität, Freiflächenversorgung und des Anteils individueller Bauweisen nutzen?