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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Deutsches Giftgas vor der belgischen Küste (G-SIG: 13010359)

Lagerung von Giftgas aus dem Ersten Weltkrieg an der belgischen Küste, Umweltgefährdung, Beseitigung der Giftfässer, Kostenübernahme durch die Bundesregierung

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

21.04.1995

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/106203. 04. 95

Deutsches Giftgas vor der belgischen Küste

der Abgeordneten Gila Altmann (Aurich) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Im Rahmen von Recherchen für ein Projekt liegen uns Informationen aus Belgien vor, daß noch 100 000 Tonnen Munition deutscher Herkunft einschließlich Giftgas aus dem Ersten Weltkrieg (1 000 000 Liter Chlor, Nervengas) an der belgischen Küste lagern sollen.

In diesem Zusammenhang fragen wir die Bundesregierung:

Fragen7

1

Sind der Bundesregierung diese Informationen bekannt, und wenn ja, seit wann?

2

Falls diese Informationen zutreffen: Was gedenkt die Bundesregierung gegen diese Gefahr zu unternehmen?

3

Haben diesbezüglich in der Vergangenheit bereits Gespräche zwischen den zuständigen deutschen und belgischen Behörden stattgefunden?

4

Wenn ja, zwischen welchen Behörden, Stellen oder Ministerien, und welche Absprachen über ein gemeinsames Vorgehen wurden getroffen?

5

Unter der Voraussetzung, daß diese Informationen zutreffen: Wie bewertet die Bundesregierung die Gefahren, die bei einer Leckage der Giftfässer vor der belgischen Küste aufgrund der Strömungsverhältnisse in der Nordsee eventuell auch die nord- und ostfriesische Küste betreffen?

6

Wie hoch wären die Kosten für die Beseitigung der Giftfässer, und welchen Anteil würde die Bundesregierung übernehmen?

7

Wie beurteilt die Bundesregierung eine eventuelle Haftung durch die Bundesrepublik Deutschland?

Bonn, den 17. März 1995

Gila Altmann (Aurich) Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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