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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Beteiligung der Deutschen Entwicklungsgesellschaft und der International Finance Corporation an Goldbergwerksprojekten im erdbebengefährdeten Gebiet in Peru (G-SIG: 13010424)

Absicherung gegen eine Giftflut (aufgrund der verwendeten Technik der Zyanidlaugung) im Falle eines Erdbebens, gezielte Verbesserung der Lebensverhältnisse der ansässigen Landbevölkerung

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Datum

29.05.1995

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/117020. 04. 95

Beteiligung der Deutschen Entwicklungsgesellschaft und der International Finance Corporation an Goldbergwerksprojekten im erdbebengefährdeten Gebiet in Peru

der Abgeordneten Dr. Uschi Eid und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Beteiligung der Deutschen Entwicklungsgesellscha ft und der International Finance Corporation an Goldbergwerksprojekten im erdbebengefährdeten Gebiet in Peru

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Ist der Bundesregierung bekannt, daß die International Finance Corporation (IFC), Tochter der Weltbank, und die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) in der Provinz Cajamarca, Peru, an Goldbergwerksprojekten im stark erdbebengefährdeten Gebiet beteiligt sind?

2

Die verwendete Technik der Zyanidlaugung hinterläßt große Teiche mit zyanidhaltiger Lösung. Wie beurteilt die Bundesregierung die Beteiligung der unter Frage 1 genannten Institutionen an dem Projekt, bei dem bislang nur eine unzureichende Absicherung gegen eine Giftflut im Falle eines Erdbebens vorgesehen ist?

3

Wird die Bundesregierung ihren Einfluß bei der Regierung von Peru dahin gehend geltend machen, daß die ansässigen Kleinbauern, die im Zuge der Minenprojekte ihr Land verlieren, gleichwertiges Land mit gesicherten Rechtstiteln zum Ausgleich erhalten?

4

Direkter Land- und Wasserverbrauch sowie die Gefährdung des Trinkwassers bedrohen die Lebensgrundlage der Landbevölkerung. Wird die Bundesregierung sich dafür einsetzen, daß gezielt die Lebensverhältnisse der Landbevölkerung verbessert werden?

Bonn, den 20. April 1995

Dr. Uschi Eid Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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