Überprüfung der Fässer aus dem Zwischenlager Gorleben im Forschungszentrum Jülich
der Abgeordneten Ursula Schönberger und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Der sogenannte Transnuklearskandal der 80er Jahre wirkt bis in die heutige Zeit nach. Die Fässer aus dem belgischen Atomzentrum in Mol stehen zur Zeit im Faßlager des Zwischenlagers in Gorleben und werden von dort sukzessive zur Untersuchung in das Forschungszentrum Jülich verbracht.
Zu der angewendeten Methodik und dem Stand der Untersuchung fragen wir die Bundesregierung:
Fragen9
Wie groß ist der Anteil der Fässer, bei denen zerstörende Prüfungen vorgenommen wurden?
Welche Kriterien führen zu der Entscheidung, eine zerstörende Prüfung an den Fässern vorzunehmen?
Wie vielen Fässern fehlt eine komplette Dokumentation?
Auf welcher Grundlage wird bei den Fässern, die einer zerstörungsfreien Untersuchung zugeführt werden, derjenige Dokumentationsteil erstellt, der das Faßinventar an α-Strahlen behandelt?
Wie groß ist der Anteil der Fässer, der nachkonditioniert wurde?
Wo werden die Fässer nachkonditioniert?
Wie viele Fässer sind bereits nachkonditioniert worden?
Warum werden nun alle Fässer des Faßlagers in Gorleben untersucht, obwohl nach der ursprünglichen Absicht die Untersuchung auf die Fässer beschränkt werden sollte, welche mit Mol in Kontakt gekommen waren?
Auf welcher juristischen Basis werden die Transportgenehmigungen für die Fässer erteilt?