Kerosinbelastungen im Umfeld von zivilen und militärischen Flughäfen
der Abgeordneten Michael Müller (Düsseldorf), Friedhelm Beucher, Lieselott Blunck, Ursula Burchardt, Marion Caspers-Merk, Peter Conradi, Klaus Daubertshäuser, Dr. Marliese Dobberthien, Ludwig Eich, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Renate Jäger, Volker Jung (Düsseldorf), Jan Oostergetelo, Susanne Kastner, Siegrun Klemmer, Rolf Koltzsch, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Klaus Lennartz, Ulrike Mehl, Jutta Müller (Völklingen), Manfred Reimann, Harald B. Schäfer (Offenburg), Otto Schily, Gisela Schröter, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Hans Georg Wagner, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen12
Nach den Aufzeichnungen der Flughäfen nehmen Notlandungen zu. In einigen Fällen sind diese Notlandungen mit einem Treibstoffschnellablass verbunden. Wie viele Notlandungen hat es in den letzten fünf Jahren (auflisten auch pro Jahr) gegeben? Wie viele entfallen davon auf den zivilen und militärischen Bereich?
Welche Mengen Kerosin wurden abgelassen?
Wie viele Notlandungen wurden in diesem Zeitraum und pro Jahr auf den fünf größten Zivilflughäfen und wie viele auf den zehn größten Militärflughäfen registriert?
Welche Regionen sind von den Treibstoffschnellablässen besonders betroffen?
Werden in der unmittelbaren Umgebung von Flughäfen, insbesondere in den Ein- und Abflugschneisen sowie den Warteschleifen die Kerosinbelastungen regelmäßig gemessen?
Wie bewertet die Bundesregierung. die Gefährlichkeit von Kerosin für Umwelt und Gesundheit?
Liegen in anderen Ländern diesbezügliche Forschungsarbeiten und toxikologische Bewertungen vor?
Wie bewertet die Bundesregierung die Gefahr neurologischer Beeinträchtigungen von Atemwegs- und Kreislaufbeschwerden und von Nieren- und Leberschäden?
Wurden/werden epidemiologische Untersuchungen über die gesundheitlichen Folgen erstellt?
Ähnlich wie Benzin besteht Kerosin vor allem aus gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffen; im Stoffgemisch befinden sich auch krebserzeugende Substanzen. Beabsichtigt die Bundesregierung deshalb, einen maximalen Arbeitsplatzkonzentrationswert (MAK-Wert) festzulegen?
Wie steht die Bundesregierung zur Festlegung von Grenzwerten wie in Schweden (380 mg pro Kubikmeter Luft) oder in den USA (100 mg)?
Welche Auswirkungen haben Kerosinverstäubungen auf Pflanzen, Tiere und Gewässer?