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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Platzsituation und Personalbedarf im Zusammenhang mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz ab 1. Januar 1996 (G-SIG: 12011078)

Kindergartenplatzsituation in den einzelnen Bundesländern, Situation des Personals; Anzahl, Ausbildungsabschlüsse, Mobilität des Fachpersonals, Stellenchancen für Erzieherinnen und Erzieher

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für Frauen und Jugend

Datum

25.11.1992

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/354321.10.92

Platzsituation und Personalbedarf im Zusammenhang mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz ab 1. Januar 1996

der Abgeordneten Michael Habermann, Christel Hanewinckel, Ingrid Becker-Inglau, Hans Gottfried Bernrath, Dr. Ulrich Böhme (Unna), Anni Brandt-Elsweier, Peter Büchner (Speyer), Dr. Marliese Dobberthien, Dr. Konrad Elmer, Elke Ferner, Arne Fuhrmann, Walter Kolbow, Brigitte Lange, Robert Leidinger, Dr. Edith Niehuis, Helga Otto, Margot von Renesse, Günter Rixe, Wilhelm Schmidt (Salzgitter), Regina Schmidt-Zadel, Bodo Seidenthal, Lisa Seuster, Erika Simm, Dr. Peter Struck, Ralf Walter (Cochem), Barbara Weiler, Hildegard Wester, Inge Wettig-Danielmeier, Hanna Wolf, Hans-Ulrich Klose und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

Im Zusammenhang mit der Verwirklichung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz müssen rechtzeitig auch die Voraussetzungen für eine ausreichende Zahl ausgebildeter Erzieherinnen und Erzieher geschaffen werden.

Wir fragen deshalb die Bundesregierung:

A. Situation der Kinder

1. Wie viele Kinder haben in den einzelnen Bundesländern einen Kindergartenplatz, der a) nur vormittags, b) nur nachmittags, c) vormittags und nachmittags, d) ganztags besucht werden kann, und wie viele Plätze fehlen jeweils, um einen Rechtsanspruch erfüllen zu können?

2. Wie viele Kinder sind nach den jeweiligen Richtlinien bzw. Kindergartengesetzen pro Kindergartengruppe zulässig, und welcher Personalschlüssel pro Gruppe wird in dem jeweiligen Bundesland den Einrichtungen vorgegeben?

3. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß Kindergartengruppen mit Kindern, die ausschließlich drei bis sechs Jahre alt sind, nicht mehr als 25 Kinder umfassen sollten, und wie viele zusätzliche Kindergartengruppen müßten dann aufgrund der fehlenden Platzzahl geschaffen werden?

4 Wie viele Plätze in Kindertageseinrichtungen der neuen Länder standen a) am 1. Januar 1990, b) am 1. Januar 1991, c) am 1. Januar 1992 zur Verfügung?

5. Wie viele Einrichtungen wurden in den neuen Bundesländern insgesamt seit dem 1. Januar 1991 geschlossen, und wie hoch ist die Anzahl der in Kindertageseinrichtungen geschlossenen Gruppen?

B. Situation des Personals

1. Wieviel Fach- und Hilfspersonal ist derzeit in den einzelnen Bundesländern in den Kindergärten - ganztags, — halbtags, — stundenweise tätig?

2. Welche Ausbildungsabschlüsse hat dieses Personal?

3. Wieviel Personal mit welcher Qualifikation ist in den jeweiligen Bundesländern a) arbeitslos, b) arbeitssuchend gemeldet?

4. Welche Einrichtungen bilden in den jeweiligen Bundesländern aus, und wer ist Träger der Einrichtungen?

5. Wieviel Fachpersonal beendet jährlich seine Ausbildung, und wie groß sind die Ausbildungskapazitäten in den einzelnen Bundesländern?

6. Welche Ausgaben entstehen den Trägern der Ausbildungseinrichtungen pro Ausbildungsplatz und Jahr, und wie werden diese finanziert?

7. Wie gestaltete sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen für das Fachpersonal in den letzten fünf Jahren?

B. Wie hoch ist die Anzahl des ausgebildeten Fachpersonals in den neuen Bundesländern, und wieviel Fachpersonal ist davon — arbeitssuchend, — in Maßnahmen nach dem AFG?

9. In welchen Regionen von Deutschland gibt es vom Kindergartenträger eine Personalnachfrage, die nicht befriedigt werden kann, und wo melden die Arbeitsämter arbeitssuchende Erzieherinnen und Erzieher?

10. Wie beurteilt die Bundesregierung die Mobilität des Fachpersonals, und welche Bedeutung hat dabei die Vergütung der Fachkraft?

11. Welche Maßnahmen müssen nach Auffassung der Bundesregierung ergriffen werden, um ausreichendes Fachpersonal ab 1996 zur Verfügung zu haben, und welche finanziellen Mittel sind erforderlich?

12. Welche Bundesländer haben aufgrund des zu erwartenden zusätzlichen Bedarfs an Fachpersonal bereits gegenwärtig Maßnahmen eingeleitet, und welche Initiativen sind dies?

13. Hat sich die Beratungspraxis der Bundesanstalt für Arbeit im Hinblick auf den zu erwartenden Erzieher-/Erzieherinnenmangel geändert, und macht die BA innerhalb ihrer Informationsveranstaltungen/Beratungen/Publikationen auf die zukünftig guten Stellenchancen für Erzieherinnen und Erzieher sowie Weiterbildungsmöglichkeiten (Erwerb der Fachhochschulreife) aufmerksam?

Fragen18

1

Wie viele Kinder haben in den einzelnen Bundesländern einen Kindergartenplatz, der a) nur vormittags, b) nur nachmittags, c) vormittags und nachmittags, d) ganztags besucht werden kann, und wie viele Plätze fehlen jeweils, um einen Rechtsanspruch erfüllen zu können?

2

Wie viele Kinder sind nach den jeweiligen Richtlinien bzw. Kindergartengesetzen pro Kindergartengruppe zulässig, und welcher Personalschlüssel pro Gruppe wird in dem jeweiligen Bundesland den Einrichtungen vorgegeben?

3

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß Kindergartengruppen mit Kindern, die ausschließlich drei bis sechs Jahre alt sind, nicht mehr als 25 Kinder umfassen sollten, und wie viele zusätzliche Kindergartengruppen müßten dann aufgrund der fehlenden Platzzahl geschaffen werden?

4

Wie viele Plätze in Kindertageseinrichtungen der neuen Länder standen a) am 1. Januar 1990, b) am 1. Januar 1991, c) am 1. Januar 1992 zur Verfügung?

5

Wie viele Einrichtungen wurden in den neuen Bundesländern insgesamt seit dem 1. Januar 1991 geschlossen, und wie hoch ist die Anzahl der in Kindertageseinrichtungen geschlossenen Gruppen?

1

Wieviel Fach- und Hilfspersonal ist derzeit in den einzelnen Bundesländern in den Kindergärten - ganztags, — halbtags, — stundenweise tätig?

2

Welche Ausbildungsabschlüsse hat dieses Personal?

3

Wieviel Personal mit welcher Qualifikation ist in den jeweiligen Bundesländern a) arbeitslos, b) arbeitssuchend gemeldet?

4

Welche Einrichtungen bilden in den jeweiligen Bundesländern aus, und wer ist Träger der Einrichtungen?

5

Wieviel Fachpersonal beendet jährlich seine Ausbildung, und wie groß sind die Ausbildungskapazitäten in den einzelnen Bundesländern?

6

Welche Ausgaben entstehen den Trägern der Ausbildungseinrichtungen pro Ausbildungsplatz und Jahr, und wie werden diese finanziert?

7

Wie gestaltete sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen für das Fachpersonal in den letzten fünf Jahren?

8

Wie hoch ist die Anzahl des ausgebildeten Fachpersonals in den neuen Bundesländern, und wieviel Fachpersonal ist davon — arbeitssuchend, — in Maßnahmen nach dem AFG?

9

In welchen Regionen von Deutschland gibt es vom Kindergartenträger eine Personalnachfrage, die nicht befriedigt werden kann, und wo melden die Arbeitsämter arbeitssuchende Erzieherinnen und Erzieher?

10

Wie beurteilt die Bundesregierung die Mobilität des Fachpersonals, und welche Bedeutung hat dabei die Vergütung der Fachkraft?

11

Welche Maßnahmen müssen nach Auffassung der Bundesregierung ergriffen werden, um ausreichendes Fachpersonal ab 1996 zur Verfügung zu haben, und welche finanziellen Mittel sind erforderlich?

12

Welche Bundesländer haben aufgrund des zu erwartenden zusätzlichen Bedarfs an Fachpersonal bereits gegenwärtig Maßnahmen eingeleitet, und welche Initiativen sind dies?

13

Hat sich die Beratungspraxis der Bundesanstalt für Arbeit im Hinblick auf den zu erwartenden Erzieher-/Erzieherinnenmangel geändert, und macht die BA innerhalb ihrer Informationsveranstaltungen/Beratungen/Publikationen auf die zukünftig guten Stellenchancen für Erzieherinnen und Erzieher sowie Weiterbildungsmöglichkeiten (Erwerb der Fachhochschulreife) aufmerksam?

Bonn, den 21. Oktober 1992

Michael Habermann Christel Hanewinckel Ingrid Becker-Inglau Hans Gottfried Bernrath Dr. Ulrich Böhme (Unna) Anni Brandt-Elsweier Peter Büchner (Speyer) Dr. Marliese Dobberthien Dr. Konrad Elmer Elke Ferner Arne Fuhrmann Walter Kolbow Brigitte Lange Robert Leidinger Dr. Edith Niehuis Helga Otto Margot von Renesse Günter Rixe Wilhelm Schmidt (Salzgitter) Regina Schmidt-Zadel Bodo Seidenthal Lisa Seuster Erika Simm Dr. Peter Struck Ralf Walter (Cochem) Barbara Weiler Hildegard Wester Inge Wettig-Danielmeier Hanna Wolf Hans-Ulrich Klose und Fraktion

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