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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Negative Auswirkungen der EG-Bananenmarktordnung auf den Bananenwelthandel (G-SIG: 12011837)

Struktur der Bananenerzeugung in den Karibikstaaten und in Lateinamerika, Erlössituation der Bananenbauern, insbesondere der Kleinbauern, durch die Bananenmarktordnung, Aufgabe von Plantagen, Verlust von Arbeitsplätzen, wirtschaftliche und soziale Situation der freigesetzten Farmer und Arbeiter, Lohnniveau und soziale Absicherung der noch beschäftigten Arbeiter, Möglichkeiten eines sozialverträglichen Strukturwandels

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Datum

13.04.1994

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/644210. 12. 93

Negative Auswirkungen der EG-Bananenmarktordnung auf den Bananenwelthandel

der Abgeordneten Brigitte Adler, Dr. Ingomar Hauchler, Ingrid Becker-Inglau, Rudolf Bindig, Dr. Uwe Holtz, Ilse Janz, Marianne Klappert, Rolf Koltzsch, Christoph Matschie, Rudolf Müller (Schweinfurt), Jan Oostergetelo, Dieter Schanz, Günter Schluckebier, Dr. R. Werner Schuster, Dr. Peter Struck, Margitta Terborg, Hans-Günther Toetemeyer, Dr. Hermann Scheer, Karl-Heinz Schröter, Horst Sielaff, Joachim Tappe, Dr. Gerald Thalheim, Hans Wallow, Matthias Weisheit, Gudrun Weyel, Hermann Wimmer (Neuötting), Verena Wohlleben, Hans-Ulrich Klose und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

Am 1. Juli 1993 trat die Bananenmarktordnung der EG mit einer Begrenzung der jährlichen Importe von Bananen aus Lateinamerika auf 2 Mio. Tonnen sowie eines Einfuhrzolls von 20 % auf diese Menge in Kraft.

Doch den karibischen Staaten, denen diese Regelung eigentlich zugute kommen sollte, hat dies wenig gebracht. Aufgrund veränderter Wechselkursverhältnisse sind die Erlöse der Bananenbauern in den Karibikstaaten derart gesunken, daß viele Farmer bereits ihre Plantagen aufgegeben haben.

In Lateinamerika sind nach Angaben des Verbandes Bananen exportierender Länder (UPEB) durch die neue EG-Regelung bereits 100 000 Arbeitsplätze verlorengegangen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie ist die Bananenerzeugung in den Karibikstaaten sowie in Lateinamerika überwiegend strukturiert?

2

Wie sieht die derzeitige Erlössituation der Bananenbauern in diesen Ländern im Vergleich zum Vorjahr aus? Wie hat sich insbesondere die Lage der Kleinbauern durch die Bananenmarktordnung verändert?

3

Wie viele Farmer haben aufgrund der schlechten Erlössituation ihre Plantagen bereits aufgegeben?

4

Wie verändert sich die wirtschaftliche und soziale Situation der Farmer, die die Bananenproduktion aufgeben? Wie können sie sich anderweitig ihren Lebensunterhalt sichern?

5

Wie viele Arbeitsplätze sind seither infolge der neuen Regelung verlorengegangen? Welche Bereiche der Bananenerzeugung sind hierbei besonders betroffen?

6

Sind die Arbeitsplätze nach Ansicht der Bundesregierung ursächlich durch die Bananenmarktordnung verlorengegangen oder lassen sich eventuell auch andere Mechanismen feststellen?

7

Sind Frauen und Männer von den Entlassungen gleichermaßen betroffen?

8

Wie stellt sich die wirtschaftliche und soziale Lage der entlassenen Arbeiterinnen und Arbeiter dar?

9

Wie ist demgegenüber die Situation derjenigen, die noch Arbeit haben, insbesondere im Hinblick auf das durchschnittliche Lohnniveau und die soziale Absicherung?

10

Wie wird nach Ansicht der Bundesregierung die weitere Entwicklung der Bananenerzeugung verlaufen?

11

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, diese durch die Bananenmarktordnung in Gang gesetzte Entwicklung einmünden zu lassen in einen möglichst sozialverträglichen Strukturwandel mit den Zielsetzungen von Diversifizierung und kleineren Strukturen?

Bonn, den 10. Dezember 1993

Brigitte Adler Dr. Ingomar Hauchler Ingrid Becker-Inglau Rudolf Bindig Dr. Uwe Holtz Ilse Janz Marianne Klappert Rolf Koltzsch Christoph Matschie Rudolf Müller (Schweinfurt) Jan Oostergetelo Dieter Schanz Günter Schluckebier Dr. R. Werner Schuster Dr. Peter Struck Margitta Terborg Hans-Günther Toetemeyer Dr. Hermann Scheer Karl-Heinz Schröter Horst Sielaff Joachim Tappe Dr. Gerald Thalheim Hans Wallow Matthias Weisheit Gudrun Weyel Hermann Wimmer (Neuötting) Verena Wohlleben Hans-Ulrich Klose und Fraktion

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