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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Aufgabenstellung und neue Geschäftspolitik für die DEG (G-SIG: 11003093)

Unterschiede zwischen der bisherigen und künftigen Geschäftspolitik, Vereinbarkeit zwischen dem Postulat der Gewinnerzielung und dem entwicklungspolitischen Auftrag, Fortführung des Sonderprogramms "Handwerk und Kleinindustrie", des Mittelstandsprogramms, der Beratung mittelständischer Unternehmen und der Gewährung von Beteiligungen und beteiligungsähnlichen Darlehen, Bereitstellung von Treuhandmitteln in der mittelfristigen Finanzplanung, Personalreduzierungen

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Datum

07.12.1988

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/345022.11.88

Aufgabenstellung und neue Geschäftspolitik für die DEG

der Abgeordneten Schluckebier, Bindig, Brück, Großmann, Dr. Hauchler, Dr. Holtz, Luuk, Müller (Schweinfurt), Dr. Niehuis, Dr. Osswald, Schanz, Toetemeyer, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

Der Wechsel in der Geschäftsführung der DEG wurde unter anderem mit einer neuen geschäftspolitischen Linie des Gesellschafters (BMZ) für die DEG (Deutsche Finanzierungsgesellschaft für Beteiligungen in Entwicklungsländern mbH) begründet, die den Erhalt der DEG als entwicklungspolitische Institution des Bundes fraglich erscheinen läßt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Worin bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen der bisherigen Geschäftspolitik und den zukünftigen geschäftspolitischen Leitlinien für die DEG?

2

Wie läßt sich der neu postolierte Grundsatz, daß in Zukunft alle Projekte auch für die DEG gewinnbringend sein müssen, mit dem entwicklungspolitischen Auftrag vereinbaren, vornehmlich kleinere und mittelständische deutsche Partner für Projekte kleinerer und mittlerer Größenordnung in den Entwicklungsländern zu gewinnen?

3

Wie viele der jetzigen Projekte der DEG erfüllen unter Einbeziehung erforderlicher Wertberichtigungen das Postulat der Gewinnerzielung für die DEG, und wie viele hätten demgemäß unter diesem Aspekt nicht realisiert werden können?

4

Wird das Sonderprogramm „Handwerk und Kleinindustrie" der DEG unverändert fortgeführt?

5

Wird die DEG ihr bisheriges Mittelstandsprogramm unverändert fortführen, und wenn nein, welche Änderungen sind vorgesehen?

6

Wieviel Treuhandmittel sollen der DEG im Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes zur Verfügung gestellt werden?

7

Wie soll künftig die Beratung kleinerer und mittelständischer Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland durch die DEG erfolgen, wenn diese Beratungen nur noch. gegen Entgelt und mit Kostenbelastungen der geplanten Projekte vorgenommen werden?

8

In welchem Ausmaß sind bei der DEG Personalreduzierungen geplant?

9

Welche weiteren Maßnahmen sind vorgesehen, denen zufolge die DEG innerhalb von drei Jahren zu einem rentablen Unternehmen umstrukturiert werden soll?

10

Was bedeutet inhaltlich und konkret die neue geschäftspolitische Leitlinie, die DEG sei kein Instrument für den Transfer von Ressourcen zu Vorzugsbedingungen?

11

In welcher Relation wird die DEG zukünftig Beteiligungen und beteiligungsähnliche Darlehen gewähren und nach welchen Grundsätzen?

Bonn, den 22. November 1988

Schluckebier Bindig Brück Großmann Dr. Hauchler Dr. Holtz Luuk Müller (Schweinfurt) Dr. Niehuis Dr. Osswald Schanz Toetemeyer Dr. Vogel und Fraktion

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