Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag
11. Wahlperiode
Drucksache 11/5252
27.09.89
Sachgebiet 931
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Weiss (München) und der Fraktion
DIE GRÜNEN
— Drucksache 11/ 5083 —
Zukunft der Main-Weser Bahn — Ruhr-Sieg Strecke
Der Bundesminister für Verkehr hat mit Schreiben vom 25.
September 1989 — E 14/00.02.13/286 Bb 89 — die Kleine Anfrage
namens der Bundesregierung wie folgt beantwortet:
I. Fernbereich
1. Welche Investitionsmaßnahmen in welcher Kostenhöhe und
welche anderen strukturverbessernden Maßnahmen sind von der
Bundesregierung bzw. der Bahn auf und im Bereich der
Kursbuchstrecken 360, 420 und 520 geplant? Welche Verbesserungen
für den Personen- und Gütertransport werden dadurch erreicht
(Reise- und Transportzeit, Erschließung der Fläche,
Transportkapazität)?
Die Deutsche Bundesbahn plant im Zeitraum 1990 bis 1994 im
Bereich der Kursbuchstrecken 360, 420 und 520 die in der
beigefügten Zusammenstellung enthaltenen Investitionsmaßnahmen. Die
Maßnahmen dienen der Erhaltung der Anlagen sowie der
Rationalisierung und Angebotsverbesserung. Sie tragen dazu bei, die
Leistungsfähigkeit der Strecken zu erhalten oder zu verbessern
und das Erscheinungsbild der Personenbahnhöfe
kundenfreundlicher zu gestalten. Diese Investitionen sind mit Kosten in Höhe von
70,7 Mio. DM für die Kursbuchstrecke 360
83,1 Mio. DM für die Kursbuchstrecke 420
71,3 Mio. DM für die Kursbuchstrecke 520
verbunden.
Im Rahmen der im Bundesverkehrswegeplan 1985 enthaltenen
und weitgehend fertiggestellten Ausbaustrecke Friedberg —
Gießen stehen bis zum Abschluß der Maßnahmen noch Investitionen
in Höhe von 4 Mio. DM an.
Über die vorgenannten Investitionen hinaus sind auf den
Kursbuchstrecken 420 und 520 folgende S-Bahn-Maßnahmen geplant:
I. Einrichtung eines S-Bahn-Vorlaufbetriebes Köln — Siegburg
(— Au/Sieg); Kursbuchstrecke 420
Im Zusammenhang mit der Realisierung der 3. Bau- und
Betriebsstufe der S-Bahn Köln wird diese Strecke derzeit S-Bahn-gerecht
ausgebaut. Die Baukosten werden von der Deutschen
Bundesbahn auf 109 Mio. DM veranschlagt. Im Rahmen des S-Bahn-
Vorlaufbetriebes ist ein 30-Minuten-Rhythmus bis Siegburg und
ein 60-Minuten-Rhythmus bis Au/Sieg vorgesehen. Die
Ausdehnung des 30-Minuten-Rhythmus bis Hennef/Sieg wird derzeit von
der Deutschen Bundesbahn erwogen. Zusätzlich zum
beschriebenen S-Bahn-Vorlaufbetrieb besteht zwischen Köln und Siegen
stündlich ein Eilzugangebot.
2. Bau eines S-Bahn-Gleises (3. Gleis) zwischen Frankfurt/M.
West und Bad Vilbel; Kursbuchstrecke 520
Diese Ausbaumaßnahmen befinden sich derzeit im Stadium der
Vorplanung. Erste Kostenschätzungen der Deutschen
Bundesbahn ergeben für einen eventuellen dreigleisigen Streckenausbau
ein Investitionsvolumen von ca. 120 Mio. DM. Ergänzend wird auf
die Antwort zur Frage 4 hingewiesen.
Als strukturverbessernde Maßnahme kann die Inbetriebnahme
der Inter-Regio-Linie 19 (Kassel — Konstanz) zum Sommerfahrplan
1989 hervorgehoben werden. Mit ihr wurde auf der Main-Weser-
Bahn der 2-Stunden-Takt mit modernen Wagenzügen in neuer
Ausstattung eingeführt, wobei diese Züge auch über einen Bistro-
Café-Wagen verfügen.
Für die Ruhr-Sieg-Strecke ist ab Sommerfahrplan 1991 als
Zwischenlösung die Einführung einer D-Zug-Linie Münster — Hagen
— Siegen (W) — Gießen — zunächst bis Frankurt/M. im 2-Stunden-
Takt geplant, die voraussichtlich Mitte der 90er Jahr in Inter-
Regio-Qualität mit Bistro-Café-Wagen über Frankfurt hinaus
(Gemünden — Würzburg — Bamberg) verkehren wird.
2. Welchen Stellenwert in der Planung der Bundesbahn hat die
Untertunnelung des Hauptbahnhofs in Frankfurt für Durchfahr
-
gleise zum Ostbahnhof?
Welche Projektvarianten gibt es? Kosten in welcher Höhe würden
entstehen? Wie groß sind die Zeitgewinne, die die Reisenden
dadurch erreichen könnten? Welcher volkswirtschaftliche
Nutzen durch diese Zeitgewinne kann geschätzt werden? Wie groß
ist die Kapazitätsentlastung für den Hauptbahnhof?
Nach dem Bericht der Deutschen Bundesbahn kann die
Wirtschaftlichkeit des Projektes „Fernbahntunnel Frankfurt/M."
gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden, da
wichtige Grundlagen dafür zusammen mit der Stadt Frankfurt/M. noch
erarbeitet werden müssen. Gegenwärtig werden insbesondere die
Auswirkungen des Fernbahntunnels auf den IC-Verkehr
gutachterlich untersucht. Sollte sich ein Fernbahntunnel aus
verkehrlicher und städtebaulicher Sicht als notwendig erweisen, so ist
nach Auffassung der DB bei unzureichender Wirtschaft lichkeit
des Projektes die finanzielle Förderung durch Land und Stadt
unverzichtbar.
Die derzeitigen Projektvarianten
1. Fernbahntunnel mit Tiefbahnhof unter dem jetzigen
Hauptbahnhof in Ost-West-Lage auf der Basis des Vorschlags der TH
Darmstadt und
2. Neugestaltung der Bahnanlagen in Frankfurt/M. mit
Tiefbahnhof in Nord-Süd-Lage einschließlich umfangreicher
städtebaulicher Maßnahmen im Frankfurter Westen
bedürfen noch einer eingehenden gutachterlichen Untersuchung.
3. Wird es im Hauptbahnhof Frankfu rt durch die Neubaustrecke
Frankfurt—Köln und des dabei zusätzlich induzierten Verkehrs zu
noch stärkeren Kapazitätsengpässen auf der Strecke nach Gießen
kommen? Wie beseitigt die Bahn diese Engpässe ggf.?
Ziel der Deutschen Bundesbahn ist es, das Angebot attraktiver
und — u. a. durch den Abbau von Kapazitätsengpässen — den
Betrieb flüssiger zu gestalten.
4. Welche Vorstellungen hat die Bundesregierung zur Beseitigung
des Engpasses Frankfurt/M.-Westbahnhof bzw. Bad Vilbel (evtl.
4. Gleis)?
Welchen Stellenwert bei der Bahn hat der Bau eines dritten
Gleises zwischen Frankfurt/M. Hbf. und Gießen? Kosten in
welcher Höhe würden durch dieses Projekt erforderlich? Ist zur
Beseitigung der Kapazitätsengpässe auf dieser Strecke auf der
ganzen Länge oder nur in bestimmten Bereichen eine
Kapazitätserweiterung notwendig? Reisezeitgewinne in welcher
Größenordnung könnten erreicht werden? Welche Verbesserungen des
Nahverkehrs- und Regionalverkehrsangebots wären möglich?
Wie stehen derzeit die Gebietskörperschaften und die Wi rt
-schaftsverbände an dieser Strecke, in Mittel- und Oberhessen
und im Siegerland zum Ausbau dieser Bahnverbindung?
Der Bund ist grundsätzlich bereit, dem Bau eines besonderen
S-Bahn-Gleises zwischen Frankfurt/M.-West und Bad Vilbel mit
geschätzten Kosten von ca. 120 Mio. DM (Preisstand 1988)
zuzustimmen, wenn
— das Land Hessen für die Realisierung die Initiative ergreift,
— die Deutsche Bundesbahn von den Kosten der Infrastruktur
freigestellt wird (Bund kann bis zu 60 Prozent der
zuwendungsfähigen Kosten übernehmen; Land/Kommunen 40 Prozent
sowie 7 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten als Zuschuß zu
den nichtzuwendungsfähigen Planungs- und
Bauaufsichtskosten) und
— sichergestellt ist, daß dem Bund und der Deutschen
Bundesbahn durch die Maßnahme keine neuen Folgekosten
entstehen.
Ein eventueller viergleisiger Ausbau zwischen Frankfurt/M.-West
und Bad Vilbel — der derzeit von der Deutschen Bundesbahn
jedoch nicht weiter verfolgt wird — würde zu Kosten in Höhe von
ca. 375 Mio. DM (Preisstand 1984) führen.
Aufgrund der Untersuchungen im Rahmen des
Bundesverkehrswegeplanes 1985 konnte über die Ausbaustrecke Friedberg —
Gießen hinaus ein ergänzender dreigleisiger Ausbau zwischen
Frankfurt/M. und Gießen weder yolks- noch
betriebswirtschaftlich vertreten werden.
5. Wie steht die Bundesregierung der Idee einer Linienverknüpfung
im Bereich Wetzlar-Gießen gegenüber, d. h. statt Inter-Regio-
Endbahnhof Gießen je eine Fernlinie
a) Köln-Siegen-Wetzlar-Gießen-Kassel und
b) Hagen-Siegen/Weidenau-Wetzlar-Frankfurt (an Gießen
vorbei)?
Die Deutsche Bundesbahn entscheidet nach den gesetzlichen
Bestimmungen in Fragen der Fahrplanplanung und
Angebotsgestaltung — hierzu gehört auch die Einrichtung von Inter-Regio-
Linien mit den entsprechenden Halten — in eigener Zuständigkeit
und unternehmerischer Verantwortung.
Der Vorschlag würde das Einrichten einer weiteren Inter-Regio-
Linie bedeuten, die auf den Abschnitten Siegen — Gießen und
Gießen — Kassel jeweils zusätzlich zu den geplanten Linien 22 und
19 verkehren würde. Nach Angaben der Deutschen Bundesbahn
fehlen für einen sich dabei ergebenden Inter-Regio-Stundentakt
entsprechende Reisendenpotentiale. Nach Einführung einer
Zwischenlösung mit drei D-Zug-Paaren in der Relation Köln —
Siegen — Gießen zum Sommerfahrplan 1988 hat die Deutsche
Bundesbahn festgestellt, daß insbesondere im Abschnitt Köln —
Siegburg dieses Zug-Angebot überwiegend von
Nahverkehrsreisenden genutzt wird und für eine volle Inter-Regio-Bedienung im
2-Stunden-Takt zwischen Köln und Siegen eine entsprechende
Nachfrage fehlt.
6. Welchen Stellenwert bei der Bahn hat die Nordeinfahrung der
Ruhr-Sieg-Strecke in den Gießener Bahnhof (über die Trasse der
ehemaligen Bahnlinie Wetzlar-Lollar und Rückführung durch
kurze Neubauschleife zwischen Launsbach und Wißmar)?
Eine eventuelle Nordeinführung der Ruhr-Sieg-Strecke in den
Bahnhof Gießen würde von der Deutschen Bundesbahn für den
Nah- und Regionalverkehr grundsätzlich positiv beurteilt, da eine
derartige Maßnahme zur Verbesserung der Pendlerverkehre aus
dem Lahn-Dill-Gebiet in den Ballungsraum Rhein-Main beitragen
könnte. Aufgrund der Priorität anderer wichtiger Vorhaben sieht
die Deutsche Bundesbahn jedoch derzeit keine Möglichkeit, die
Maßnahmen aus dem Investitionshaushalt der Deutschen
Bundesbahn zu finanzieren.
7. Gibt es in diesem Zusammenhang Pläne bei der Bundesbahn
über eine Abkürzung des Weges vor Hagen mit Hilfe eines
Tunnels und kurzer Neubaustrecke, wodurch ein Kopfmachen
verhindert würde?
Bei der Deutschen Bundesbahn gibt es keine diesbezüglichen
Planungen.
II. Nahbereich
1. Plant die Bundesregierung Änderungen in der Struktur der
Flächenerschließung durch Bahnbus und Zweigstrecken im
Hinblick auf den neuen Fernverkehr (Inter-Regio u. a.) wie neue oder
anders geführte Buslinien, z. B.
a) Verlängerung der Buslinie 5402 Wetzlar-Niederkleen bis zum
Fernverkehrshaltepunkt Butzbach (ca. 6 km) zur Anbindung
an Frankfurt,
b) neue Buslinie aus dem Waldsolmser und Schoffengrunder
Raum ebenfalls zur Anbindung an Frankfu rt ,
c) Verlängerung der Buslinie 5404 zwischen Hohenahr-
Altenkirchen und Bischoffen zur besseren Anbindung des
Hohenahrer Raumes an die Schiene?
Bei der Änderung in der Struktur der Flächenerschließung durch
Bus und Schiene berücksichtigt die Deutsche Bundesbahn im
Hinblick auf ihre Planungen sowohl neue Nachfrageströme als
auch mögliche Verlagerungen bereits vorhandener
Verkehrsströme. Der Bundesminister für Verkehr begrüßt dieses Vorgehen,
obgleich es ihm nicht möglich ist, der Deutschen Bundesbahn die
Einzelheiten der diesbezüglichen Planungen vorzuschreiben.
Durch die Rahmenvereinbarungen zwischen dem Land Hessen
und der Deutschen Bundesbahn über die künftige Gestaltung des
Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist sichergestellt, daß
die Planung von Verbesserungen der regionalen
Verkehrsbedienung und der Erschließung der Fläche nicht in Konkurrenz
zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln und ÖPNV-Trägern,
sondern in zweckmäßiger Arbeitsteilung zwischen Bus und
Schiene mit dem Ziel der Schaffung eines integrierten
Gesamtnetzes erfolgt.
Hinsichtlich der Einzelfragen a) bis c) hat die Deutsche
Bundesbahn wie folgt Stellung genommen:
a) Die Bedienung der .an der Regionalbuslinie 5402 (Wetzlar-
Lang, Göns-Niederkleen) liegenden Orte ist auf den Bereich
Wetzlar ausgerichtet. Eine Verlängerung der Strecke nach
Butzbach ist nicht beabsichtigt, zumal diese Orte im
Bedienungsbereich der Butzbach-Licher-Eisenbahn liegen.
b) Der Raum Waldsolms wird durch den Geschäftsbereich
Bahnbus (GBB) Untermain im Rahmen des Streckenabschnittes
Grävenwiesbach — Braunfels der Kursbuchstrecke 5933 bedient.
Eine Änderung bzw. Ausweitung dieser Strecke ist derzeit
nicht vorgesehen.
Die Ortsteile von Waldsolms und Schoffengrund sind durch
Linien privater Omnibusunternehmer (Weilburg —
Hirschhausen, Aßlar — Werdorf) erschlossen. Jeweiliger Endpunkt der
Linien ist der Bahnhof Wetzlar. Im Mittelzentrum Wetzlar,
welches die Hauptzielrichtung der Verkehre aus den Räumen
Waldsolms und Schoffengrund darstellt, ist eine Verknüpfung
von Bus und Eisenbahn hergestellt, von dem aus der
Ballungsraum Frankfurt/M. über die Schiene erreicht werden kann.
c) Die Kursbuchstrecke 5404 besteht seit 2 Jahren nicht mehr. Aus
organisatorischen Gründen ist diese Verbindung mit der
Regionalbuslinie 5401 zusammengelegt worden.
Mit der Regionalverkehr Kurhessen GmbH (RKH) bestehen aus
dem Bereich Hohenahr — Altenkirchen / Bischoffen —
Niederweidenbach derzeit direkte Verbindungen nach Wetzlar und damit
eine Anbindung an das Schienennetz der Deutschen Bundesbahn.
Durch Umsteigen von den Bussen der RKH in die p rivater
Omnibusunternehmen besteht Anschluß in Biebertal-Bieber nach
Gießen.
An eine Ausdehnung des Angebotes der Regionalbuslinie 5401 ist
aufgrund der sehr geringen Nachfrage nach Auskunft der
Deutschen Bundesbahn nicht gedacht.
2. Die Stadt Herborn wird nach derzeitigen Planungen nicht direkt
an das Inter-Regio Netz angebunden werden.
Wie gewährleistet die Bahn die Zubringung des Nahverkehrs
zum attraktiven Fernverkehrssystem ohne Zeit und
Komfortverlust aus dem Gladenbacher Raum, dem Aartal (Bischoffen,
Siegbachtal, Mittenaar), dem hohen Westerwald (Greifenstein,
Driedorf, Rennerod), der Gemeinde Sinn und der Stadt Herborn
selbst?
Auch für den Fall, daß Herborn kein Inter-Regio-Halt wird, ist
nach Ansicht der Deutschen Bundesbahn eine Verknüpfung des
Nahverkehrs aus der Lahn-Dill-Region und dem Hohen
Westerwald mit dem attraktiven Fernverkehr ohne wesentliche Zeit- und
Komfortverluste mit Takteilzügen und Zubringer-Zügen des
Nahverkehrs zu den benachbarten Inter-Regio-Halten denkbar.
Derzeit sind folgende Möglichkeiten gegeben, aus den in der
Fragestellung beschriebenen Regionen das Inter-Regio-Netz zu
erreichen
— Aus dem Gladenbacher Raum sowie aus dem Siegbachtal
(Offenbach, Bicken, Ballersbach, Bischoffen) bestehen
Anschlüsse auf der Schierienstrecke 368 (Niederwalgern —
Herborn) sowie Busverbindungen auf der Regionalbuslinie 5345
(Marburg — Herborn — Dillenburg) nach Dillenburg.
— Greifenstein ist über die Regionalbuslinie 5405 direkt mit
Wetzlar oder durch Umsteigen in Stockhausen (Kursbuchstrecke
540) mit Gießen und Koblenz verbunden.
— Von Driedorf und Rennerod bestehen über die
Regionalbuslinie 5353 Direktverbindungen von und nach Dillenburg.
— Sinn und Herborn sind neben dem Schienenanschluß
(Kursbuchstrecke 360) über die Regionalbuslinien 5350 und 5351,
Herborn außerdem über die Regionalbuslinien 5352 und 5353
mit Dillenburg verbunden.
Weiterhin wird nach Auskunft der Deutschen Bundesbahn die
Regionalverkehr Kurhessen GmbH (RKH) nach Vorliegen der
Fahrpläne für das Inter-Regio-Netz Möglichkeiten des
Anschlusses der vorgenannten Städte und Gemeinden an die Inter-Regio-
Züge von und nach Frankfurt/Main in Dillenburg prüfen.
Zusammenstellung über Investitionsmaßnahmen/
Investitionskosten der Deutschen Bundesbahn im Bereich der Kursbuch
-
strecken 360, 420 und 520 für den Zeitraum 1990 bis 1994
1. Kursbuchstrecke 360 (Gießen — Hagen)
Mio. DM
SpDrS 60-Stellwerk 4,9
Instandsetzung Nachrodter- und Pragpauler-Tunnel 1,7
Instandsetzung Buchholzer Tunnel 0,9
Instandsetzung Rudersdorfer Tunnel 3,5
Erweiterung der Verladeanlage in Letmathe 0,9
Gleisplanrationalisierung auf der Strecke
Hagen — Haiger 3,7
Neubau der Straßenbrücke in km 97,2 4,0
Erneuerung der Signalanlagen in Finnentrop 15,0
Erneuerung der Signalanlagen in Kreuztal 20,0
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 28,4 3,2
Instandsetzung des Utterlinger Tunnel 0,7
Parkplätze bei Bf Hagen Hbf. 0,7
Gleisplanrationalisierung in Hagen-Haspe 1,4
Erneuerung der Feldwegüberführung in km 120,7 0,8
Verbesserung des Erscheinungsbildes der Bahnhöfe
auf der Strecke Gießen — Dillenburg 1,5
Spurplanvereinfachung in Dillenburg 4,6
Spurplanvereinfachung in Haiger 0,8
Spurplanvereinfachung in Herborn 1,1
Spurplanvereinfachung in Ehringshausen 1,3
70,7
2. Kursbuchstrecke 420 (Siegen - Köln)
Mio. DM
Fernsteuerzentrale in Siegen 5,5
Erneuerung der Eisenbahnüberführung in km 105,9 7,8
Erneuerung der Eisenbahnüberführung in km 88,9 2,7
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 118,1 3,5
Fernsteuerzentrale in Betzdorf 1,4
Instandsetzung an Brachbacher Tunnel 3,1
Renovierung des Empfangsgebäudes in Siegen 0,8
Spurplanvereinfachung auf der Strecke
Betzdorf - Haiger 2,4
Sanierung der Felswände in km 68,9 und 78,0 0,6
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 119,7 3,5
Instandhaltung der Fernmeldeanlagen auf der Strecke
Köln - Siegen 1,1
Instandsetzung des Büdenhäuser Tunnel 3,0
Instandsetzung des Frensburger Tunnel 0,6
Gleisplanrationalisierung im Streckenabschnitt
Siegen - Betzdorf 2,4
Sanierung der Felsböschung in km 141,0 2,3
Instandsetzung des Bahndamms in km 138,7 und 3,1 1,1
Neubau der Eisenbahnüberführung in km 4,9 10,0
Neubau der Eisenbahnüberführung in km 16,8 2,0
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 49,0 2,0
Eisenbahnüberführung in km 23,1 5,0
Fernsteuerung der Signalanlagen in Herchen 1,5
Fernsteuerung der Signalanlagen in Schiadern 2,0
Sanierung von Felsböschungen im Streckenabschnitt
Köln - Au 3,1
Sanierung der Stützwand in Au 1,5
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 21,5 2,5
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 21,9 5,0
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 23,2 5,0
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 66,1 0,8
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 50,3 0,9
83,1
3. Kursbuchstrecke 520 (Frankfurt/M. — Kassel)
Erneuerung des Kreuzungsbauwerks Homburger
Damm 8,0
Neubau der Signalanlagen in Gensungen-Felsberg
und Zimmersrode 16,0
Neubau der Signalanlagen in Stadt Allendorf 8,0
P + R-Anlage in Gießen mit schienenfreiem Zugang 7,9
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 19,6 4,2
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 61,5 1,6
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 37,8 1,1
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 109,9 1,3
Instandsetzung der Eisenbahnüberführung in km 89,4 0,9
Erneuerung der Eisenbahnüberführung in km 20,28 2,7
Umbau des Empfangsgebäudes in Gießen 4,5
Erneuerungsmaßnahmen im Empfangsgebäude
Bf Friedberg 0,8
Erneuerung des Empfangsgebäudes im
Bf Bad Nauheim 0,6
Spurplanvereinfachungen in Gießen 1,0
Spurplanvereinfachung in Lollar 2,4
P + R-Anlage in Bad Nauheim 4,5
Dammsanierung in km 21,5 2,1
Dammsanierung in km 65,0 3,1
Dammsanierung in km 9,3 0,6
71,3]