UV-Strahlung und Hautkrebs
der Abgeordneten Müller (Düsseldorf), Schäfer (Offenburg), Lennartz, Dr. Hartenstein, Ganseforth, Jaunich, Jung (Düsseldorf), Dr. Kübler, Dr. Vogel und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Die Dermatologen warnen vor einer Zunahme von Melanomerkrankungen durch erhöhte Sonnenbestrahlungen. Der „schwarze Hautkrebs" wird in ca. 90 Prozent aller Fälle dadurch ausgelöst und gilt als - schwer heilbar. Verändertes Freizeitverhalten und vermehrte Reisen in südliche Länder und die Äquatorialzonen haben zu einer zunehmenden Gefährdung geführt.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Anstieg von Melanomerkrankungen festzustellen, oder werden in den letzten Jahren verstärkt Anzeichen für andere Hauterkrankungen (Veränderung der Pigmentflecken, Hautdicke etc.) festgestellt, die auf Sonneneinwirkung zurückzuführen sind?
Erfolgt eine konkrete Datenerfassung, und wie waren die Erkrankungszahlen für 1970, 1975, 1980, 1985, 1986, 1987 und 1988? Sind epidemiologische Untersuchungen vorgesehen? Soll die Krebserfassung verbessert werden?
Sind bestimmte Bevölkerungsgruppen, z. B. Kinder, besonders betroffen?
Welche Berufsgruppen sind aufgrund notgedrungener Tätigkeit bei intensiver Sonnenbestrahlung besonders vom Hautkrebsrisiko betroffen?
Ist eine Gefährdung durch die Benutzung von künstlichen Sonnen, wie z. B. Solarien etc. gegeben?
Wieviel Zeit vergeht durchschnittlich zwischen einem ersten erkennbaren Befund und dem Ausbruch des Vollkrankheitsbildes?
Welche Vorbeuge-, Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten gibt es?
Plant die Bundesregierung, die Bevölkerung auf die besonderen Hautkrebsgefahren im allgemeinen sowie bei Reisen in Länder oder Regionen hinzuweisen, wo die Ultraviolettbestrahlung deutlich höher liegt?