Mißbräuchliche Verschreibungspraxis von Arzneimitteln
der Abgeordneten Frau Schoppe und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Frau Schoppe und der Fraktion DIE GRÜNEN
Mißbräuchliche Verschreibungspraxis von Arzneimitteln
Wir fragen die Bundesregierung:
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Kennt die Bundesregierung die jüngsten Aussagen des nordrhein-westfälischen Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Dr. Farthmann, zu der mißbräuchlichen Arzneimittelverschreibungspraxis der Ärzte?
Sind der Bundesregierung die Unterlagen und Detailanalysen des Instituts für medizinische Statistik (IMS) hierzu bekannt?
Wie beurteilt die Bundesregierung die offensichtliche Mißbrauchssituation auf dem deutschen Arzneimittelmarkt, und was gedenkt sie zu tun, um eine weitere Gefährdung der Bevölkerung zu verhindern?
Teilt die Bundesregierung die Einschätzung des Tübinger Toxikologen Professor Remmer, daß jährlich um 15 000 Menschen durch die Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu Tode kommen, und wie gedenkt die Bundesregierung diesem „künstlich erzeugten" Sterben, das mehr Opfer fordert als der Straßenverkehr, künftig vorzubeugen?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung des unabhängigen Arzneimittelinformationsdienstes („Arznei-Telegramm"), daß um 40 v. H. der Ausgaben, die die gesetzlichen Krankenversicherungen für Arzneimittel leisten, den Versicherten keinen erkennbaren Vorteil bringen?
Wie hoch ist — nach Einschätzung der Bundesregierung — dieses 40prozentige vergeudete Volumen?
Wäre die Bundesregierung gegebenenfalls bereit, ein Programm „Gespräch statt Pillen" zu entwickeln und umzusetzen?