Situation im öffentlichen Gesundheitswesen
der Abgeordneten Kroll-Schlüter, Frau Dr. Neumeister, Dr. Faltlhauser, Frau Verhülsdonk, Frau Karwatzki, Sauer (Stuttgart), Kalisch, Müller (Wesseling), Hartmann, Breuer, Braun, Burger, Conrad (Riegelsberg), Dr. Kunz (Weiden), Schwarz, Dr. George, Pohlmann, Horstmeier und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Neben dem ambulanten und stationären Bereich ist das öffentliche Gesundheitswesen ein wesentlicher Teil unseres Systems der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, daß der Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens zunehmender Kritik ausgesetzt ist.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen5
Ist die Bundesregierung der Auffassung, daß die Funktions- und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitswesens im Rahmen des gesetzlichen Auftrags gewährleistet ist?
Wie beurteilt die Bundesregierung die in Fachkreisen angestellten Überlegungen, den Aufgabenbereich der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst effektiver zu gestalten?
In welcher Weise gedenkt die Bundesregierung sicherzustellen, daß im Rahmen der ärztlichen Ausbildung die Aufgaben des öffentlichen Gesundheitswesens stärker als bisher hervorgehoben werden, und wie beurteilt sie in diesem Zusammenhang das gegenwärtige Angebot von entsprechenden Lehrstühlen?
In welchem Umfang ist gewährleistet, daß eine ausreichende Zahl qualifizierter Ärzte und Fachärzte für eine Tätigkeit in diesem Bereich zur Verfügung steht, und wie beurteilt die Bundesregierung die voraussichtliche Entwicklung des Angebots in den kommenden Jahren?
Wie bewertet die Bundesregierung die Situation hinsichtlich des Aufgabenbereichs der Assistenzberufe im öffentlichen Gesundheitswesen, und welche Möglichkeiten sieht sie, einheitliche, qualifizierende Voraussetzungen für diese Berufe zu schaffen?