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Kleine AnfrageWahlperiode 9Beantwortet

Unterstützung des Handwerks in Entwicklungsländern (G-SIG: 09001319)

Projekte zur Förderung des Handwerks in Entwicklungsländern, Handwerksförderungsprogramme nichtstaatlicher Institutionen, geförderte Handwerkszweige, Höhe der Mittel, Beratungs- und Ausbildungstätigkeit

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Datum

01.07.1982

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 9/170401.06.82

Unterstützung des Handwerks in Entwicklungsländern

der Abgeordneten Dr. Pinger, Dr. Köhler (Wolfsburg), Schröder (Lüneburg), Frau Fischer, Höffkes, Dr. Hornhues, Dr. Hüsch, Dr. Kunz (Weiden), Lamers, Dr. Pohlmeier, Repnik, Schmöle, Bahner, Graf von Waldburg-Zeil, Herkenrath, Dr. Waigel, Landré, Hauser (Krefeld), Rossmanith, Kraus, Horstmeier, Frau Dr. Hellwig, Jung (Lörrach), Ruf, Sauter (Epfendorf), Ganz (St. Wendel), Werner, Dörflinger, Lowack, Sauer (Stuttgart), Dr. Jobst, Niegel, Regenspurger, Dr. Möller, Austermann, Dr. Schroeder (Freiburg), Dr. Olderog, Dr. Stark (Nürtingen), Dr. Schäuble, Spilker, Kroll-Schlüter, Dr. Schwörer und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Das Handwerk zeichnet sich durch ein hohes Maß an produktiver wirtschaftlicher Betätigung und an eigenverantwortlicher Selbstverwaltung aus. Eigenständigkeit, aber auch Beteiligung an Selbsthilfeorganisationen sind wesentliche Merkmale des Handwerks. Deshalb kann das Handwerk einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten in Entwicklungsländern leisten. Eine stärkere Unterstützung des Handwerks ist notwendig.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen17

1

In welchen Ländern der Dritten Welt wurden bisher durch die bilaterale Zusammenarbeit Projekte gefördert, welche der Unterstützung von Handwerkern dienen?

2

In welchen Ländern der Dritten Welt wurden bisher bei der multilateralen Zusammenarbeit Projekte gefördert, welche unmittelbar der Unterstützung von Handwerkern dienen?

3

Welche Handwerksförderungsprogramme unterstützte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit bisher

über die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW),

über die Kirchen,

über die politischen Stiftungen,

über die sonstigen nichtstaatlichen Organisationen [Freie Träger: Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung (DSE), Deutscher Entwicklungsdienst (DED), Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG)]?

Welche Ergebnisse liegen hierzu vor?

4

Welche Handwerkszweige wurden bisher aus Mitteln der bilateralen Zusammenarbeit gefördert?

5

Auf welche Betriebsgrößen verteilte sich die Handwerksförderung? (Kriterium der Betriebsgröße; hier: Beschäftigtenzahl)

6

Wie hoch war durchschnittlich die Summe, mit der jeder Handwerksbetrieb gefördert wurde

bei der finanziellen Zusammenarbeit,

bei der technischen Zusammenarbeit?

7

Wurden bei den Handwerksbetrieben auch solche des informellen Sektors gefördert? Wenn nein, warum nicht?

8

In welchem Projekt der Handwerksförderung wurde eine Organisation der selbstverwalteten Standesorganisation (z. B. Verband, Kammer, Innung) unterstützt, und über welche Erfahrungen in diesem Bereich verfügt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit?

9

Welche Beratungs- und Ausbildungssysteme wurden vor Ort für Handwerker aufgebaut, um deren Kenntnisse zu verbessern?

10

Wurden die Ausbildungsprogramme für Handwerker so aufgebaut, daß sie sich an den bereits bestehenden Ausbildungsstrukturen orientieren? Welche Schwierigkeiten tauchten dabei auf?

11

Wurden bei Ausbildungsprogrammen Maßnahmen durchgeführt, welche die theoretische und praktisch-betriebliche Ausbildung (on the-job-training) miteinander verbinden, und welche Erfahrungen wurden dabei gewonnen?

12

Wurden Ausbildungsprogramme in Zusammenarbeit mit den einheimischen Handwerker-Selbsthilfe-Organisationen aufgebaut, und welche Erfahrungen wurden hierbei gemacht? Wenn nein, warum nicht?

13

Sind im Handwerksbereich bisher Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramme durchgeführt worden, die besonders arbeitslose Jugendliche einbinden? Wenn nein, warum nicht?

14

In welchen Ländern sind bisher eigenständige Finanzierungs- und Krediteinrichtungen des Handwerks unterstützt worden, und um welche Zweige des Handwerks handelte es sich dabei?

15

Wieviel Handwerksbetriebe wurden jeweils 1981 in welchen Entwicklungsländern durch die finanzielle Zusammenarbeit über Endkredite von Entwicklungsbanken durch die KW, die GTZ und die DEG gefördert, und wie hoch waren die Gesamtsumme und die durchschnittliche Endkreditgröße?

16

Wieviel selbständige Handwerksbetriebe konnten in den Jahren 1980 und 1981 aufgrund der finanziellen und technischen Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland mit den Ländern der Dritten Welt gegründet werden?

17

Welches waren im einzelnen in den jeweiligen Entwicklungsländern die internationalen staatlichen, halbstaatlichen und privaten Strukturen, die handwerkliche Betriebe durch Kredite, Beratungen und Ausbildung gefördert haben?

Bonn, den 1. Juni 1982

Dr. Pinger Dr. Köhler (Wolfsburg) Schröder (Lüneburg) Frau Fischer Höffkes Dr. Hornhues Dr. Hüsch Dr. Kunz (Weiden) Lamers Dr. Pohlmeier Repnik Schmöle Bahner Graf von Waldburg-Zeil Herkenrath Dr. Waigel Landré Hauser (Krefeld) Rossmanith Kraus Horstmeier Frau Dr. Hellwig Jung (Lörrach) Ruf Sauter (Epfendorf) Ganz (St. Wendel) Werner Dörflinger Lowack Sauer (Stuttgart) Dr. Jobst Niegel Regenspurger Dr. Möller Austermann Dr. Schroeder (Freiburg) Dr. Olderog Dr. Stark (Nürtingen) Dr. Schäuble Spilker Kroll-Schlüter Dr. Schwörer Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion

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