„Heisenberg-Programm" zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Forschung und Lehre an den Hochschulen
der Abgeordneten Frau Dr. Wisniewski, Pfeifer, Dr. Müller, Dr. Gölter, Lenzer, Dr. Stavenhagen, Dr. Riesenhuber, Dr. Klein (Göttingen) und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Die fünf Präsidenten der Forschungsorganisationen (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Westdeutsche Rektorenkonferenz, Wissenschaftsrat und Arbeitsgemeinschaft der Großforschungseinrichtungen) haben im August 1976 ein Sonderprogramm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vorgelegt und Bund und Ländern zur Verwirklichung vorgeschlagen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat das „Heisenberg-Programm" als geeignete Grundlage für ein Förderungsprogramm zugunsten des wissenschaftlichen Nachwuchses bewertet; es ist ein notwendiger und konstruktiver Beitrag zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit von Forschung und Lehre in der Bundesrepublik Deutschland sowie zur Verbesserung der Zukunftsaussichten für qualifizierte junge Wissenschaftler.
Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung hat das Gespräch über das „Heisenberg-Programm" eröffnet; die Ministerpräsidentenkonferenz hat die Kultus- und Finanzminister der Länder um einen Bericht mit Realisierungsvorschlägen bis zum März 1977 gebeten.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen6
Welche Maßnahmen gedenkt die Bundesregierung im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zur Realisierung des „Heisenberg-Programms" zu ergreifen?
Welche Mittel wird die Bundesregierung im Haushalt 1977 und bei der Fortschreibung der mittelfristigen Finanzplanung zur Verwirklichung dieses Programms bereitstellen?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Autoren des „Heisenberg-Programms", daß allein Leistung für diese Förderung junger Wissenschaftler ausschlaggebend sein sollte?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse vor, die die Ansicht der Autoren des „Heisenberg-Programms" stützen, daß durch die Umstellung der Graduiertenförderung von Zuschüssen auf Darlehen Qualität und Quantität des wissenschaftlichen Nachwuchses beeinträchtigt werden?
Welche Daten liegen der Bundesregierung zur Altersstruktur der Hochschullehrer in der Bundesrepublik Deutschland, wenn möglich gegliedert nach Hochschularten und Besoldungsgruppen, vor?
Welche ausländischen Modelle vergleichbar dem „Heisenberg-Programm" sind der Bundesregierung bekannt, und wie beurteilt sie diese Modelle?