Berufsaussichten junger Hochschulabsolventen
der Abgeordneten Pfeifer, Daweke, Rühe, Frau Dr. Wilms, Frau Dr. Wisniewski, Frau Benedix, Dr. Hornhues, Frau Krone-Appuhn, Dr. Pfennig, Dr. Müller, Schmidt (Wuppertal) und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Die Bundesregierung hat Schriftliche Fragen von Mitgliedern der Fraktion der CDU/CSU zu den Berufsaussichten junger Naturwissenschaftler, Pharmazeuten, Sprach- und Kulturwissenschaftler und Ingenieure ausweichend beantwortet. Sie hat zugestanden, „daß die Spannung zwischen Berufsausbildung und Eintritt in das Berufsleben für die Hochschulabsolventen im kommenden Jahrzehnt zunehmen wird", ohne aber in irgendeiner Form diese „Spannungen" sowohl für die Hochschulabsolventen als auch für die dann vom Verdrängungswettbewerb bedrohten Andersqualifizierten zu konkretisieren oder auch nur Überschlagsrechnungen vorzulegen.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen13
Derzeitiger Stand und voraussichtlicher Zuwachs an ausgebildeten Naturwissenschaftlern, Pharmazeuten, Sprach- und Kulturwissenschaftlern sowie Ingenieuren
Wie viele Personen mit abgeschlossener Hochschulausbildung in diesen Fächern stehen zur Zeit im Berufsleben, aufgegliedert nach den Hauptberufssparten (z. B. bei den Naturwissenschaftlern nach Physikern, Mathematikern, Chemikern etc.)?
Wie viele Hochschulabsolventen werden voraussichtlich in den Jahren 1977 bis 1985 auf Grund ihrer Ausbildung in diese Berufssparten nachrücken wollen?
Kann die Bundesregierung Schätzzahlen im Sinne der Frage 1.2 für die Jahre nach 1985 angeben?
Von welcher Erfolgsquote (bestandene Abschlußprüfungen zur Zahl der Studienanfänger) geht die Bundesregierung bei der Beantwortung zu 1.2 und 1.3 aus?
Mit welchen Abgängen von Erwerbspersonen mit Hochschulausbildung rechnet die Bundesregierung in den bisher aufgeführten Berufssparten für die genannten Jahre?
Ersatzbedarf und zusätzlicher Bedarf an Hochschulabsolventen in Staat, Wirtschaft und anderen Tätigkeitsbereichen
Kann die Bundesregierung, möglicherweise in Alternativrechnungen, den Ersatzbedarf und den zusätzlichen Bedarf an Erwerbspersonen mit Hochschulbildung, aufgegliedert nach Hauptberufssparten, — für den Staat, — in der Wirtschaft, — in anderen Tätigkeitsbereichen für den Zeitraum bis 1985 bzw. später schätzen (es wird gebeten, die Modellannahmen kurz darzustellen)?
Was ist nach Ansicht der Bundesregierung die wahrscheinliche Entwicklung?
Alternativen für Hochschulabsolventen und Verdrängungswettbewerb für Andersqualifizierte
Welche konkreten Ausweichmöglichkeiten sieht die Bundesregierung, wiederum aufgegliedert nach Hauptberufssparten, für diejenigen Hochschulabsolventen, die in den Jahren bis 1985 bzw. später die Hochschulen verlassen und die auf Grund des geschätzten Ersatzbedarfs und des geschätzten Zuwachsbedarfs keine „adäquaten" Berufschancen erwarten können?
Wie beurteilt die Bundesregierung in diesem Zusammenhang den Verdrängungswettbewerb zwischen Hochschulabsolventen und Andersqualifizierten, und welche Möglichkeiten sieht sie, für Andersqualifizierte noch Aufstiegschancen im Beruf zu sichern?
Soweit die Bundesregierung die vorstehenden Fragen nicht mit der Angabe von Größenordnungen beantworten kann, ist sie gegebenenfalls bereit, die notwendigen Berechnungen und Prognosen zu veranlassen? Bis zu welchem Zeitpunkt kann in diesen Fällen das Datenmaterial zur Verfügung gestellt werden?