Situation der Gehörlosen und Schwerhörigen
der Abgeordneten Frau Hürland, Dr. George, Dr. Becker (Frankfurt), Burger, Franke, Dr. Hammans, Hasinger, Kroll-Schlüter, Dr. Möller, Neuhaus, Dr. Unland, Horstmeier, Frau Dr. Wilms, Dr. Jenninger, Röhner und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
In der Bundesrepublik Deutschland leben etwa 70 000 Gehörlose und Schwerhörige. Ihre Anzahl steigt sowohl aus beruflichen als auch aus anderen in der Umwelt und im gesellschaftlichen Leben bedingten Gründen ständig an. Durch eine verbesserte schulische und berufliche Ausbildung ist den Hörbehinderten die Teilnahme am Arbeits- und Berufsleben zunehmend ermöglicht worden. Trotzdem leben sie wegen ihrer Verständigungsschwierigkeiten oft in einer gesellschaftlichen Isolation, auch am Arbeitsplatz. Um diesen unbefriedigenden Zustand zu verbessern, ist es dringend erforderlich, daß verstärkte Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation und der gesellschaftlichen Eingliederung eingeleitet und durchgeführt werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Ist der Bundesregierung bekannt, daß Gehörlose und Schwerhörige durch mangelnde Verständigungsmöglichkeit besonders große Schwierigkeiten in der medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie im gesellschaftlichen Leben haben, wenn ja, welche Folgerungen zieht sie daraus?
Wieviel Sondereinrichtungen für Gehörlose und Schwerhörige auf dem Gebiet der medizinischen und beruflichen Rehabilitation mit wieviel Fachkräften gibt es, und reichen diese aus?
Welche Schritte wird die Bundesregierung ergreifen, um Gehörlosen und Schwerhörigen, die im Berufsleben stehen, eine ausreichende medizinische Rehabilitation und auf die besondere Behinderungsart abgestellte Kurmaßnahmen zu ermöglichen?
Welche Maßnahmen beabsichtigt die Bundesregierung zu ergreifen, um schädliche Lärmeinflüsse in den verschiedenen Lebensbereichen zu vermeiden?