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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Verhältnisse am europäischen und deutschen Apfelmarkt (G-SIG: 00002691)

Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise am europäischen und deutschen Apfelmarkt, Entwicklung der Erzeugerpreise, Beschränkung von Apfeleinfuhren, Verwertung der Kernobsternte 1979, Einrichtung von Sonderkontingenten für Verschlußbrennereien, Einhaltung der EG-Qualitätsnormen, Durchführung der EG-Interventionsrichtlinien, Ausbau eines modernen Vermarktungssystems im deutschen Obstbau

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Datum

08.02.1980

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/360024.01.80

Verhältnisse am europäischen und deutschen Apfelmarkt

der Abgeordneten Susset, Sauter (Epfendorf), Frau Dr. Riede (Oeffingen), Kolb, Dr. Stark (Nürtingen), Kiechle, Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd), Dr. Früh, Jäger (Wangen), Dr. Ritz, Spranger, Dr. Probst, Kraus, Graf Huyn, Dr. Kunz (Weiden), Niegel, Bayha, Bühler (Bruchsal), Dr. Friedmann, Dr. Jenninger und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Am europäischen und vor allem am deutschen Apfelmarkt herrscht seit einigen Monaten eine erhebliche Marktkrise. Diese Krise findet ihren wesentlichen Niederschlag in einem Verfall der Erzeugerpreise und in einer teilweisen Existenzgefährdung apfelanbauender Obstbaubetriebe.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen9

1

Welches sind die Ursachen der derzeitigen Krise am europäischen und deutschen Apfelmarkt?

2

Wie haben sich in den vergangenen zwei Jahren die Erzeugerpreise und die Verbraucherpreise für Äpfel in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt?

3

Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um den Apfelbauern bei der Bewältigung der Krise zu helfen?

4

Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung eingeleitet oder abgeschlossen, um eine Beschränkung von Apfeleinfuhren zu bewirken?

5

Hält die Bundesregierung an ihrer Auffassung fest, daß es nicht notwendig sei, die monopolrechtlichen Möglichkeiten zur Verwertung der Kernobsternte 1979 zu erweitern und daß es gleichfalls nicht notwendig sei, für die Verwertung von interveniertem Obst Sonderkontingente für Verschlußbrennereien einzurichten?

6

Welche konkreten Schritte rät die Bundesregierung den Apfelproduzenten, um zu einer Ausnutzung aller Möglichkeiten auch der Abfindungskontingente zu gelangen?

7

Was hat die Bundesregierung unternommen, um dafür zu sorgen, daß in anderen EG-Mitgliedstaaten die bestehenden Qualitätsnormen strikt eingehalten werden?

8

Hat die Bundesregierung sich darum bemüht, daß die EG-Interventionsregelung nach einheitlichen Kriterien in allen Mitgliedstaaten durchgeführt wird, und welches Ergebnis hat ggf. diese Bemühung?

9

Was hat die Bundesregierung getan, um den deutschen Obstbau beim Aufbau und Ausbau eines modernen Vermarktungssystems zu unterstützen?

Bonn, den 24. Januar 1980

Susset Sauter (Epfendorf) Frau Dr. Riede (Oeffingen) Kolb Dr. Stark (Nürtingen) Kiechle Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd) Dr. Früh Jäger (Wangen) Dr. Ritz Spranger Dr. Probst Kraus Graf Huyn Dr. Kunz (Weiden) Niegel Bayha Bühler (Bruchsal) Dr. Friedmann Dr. Jenninger Dr. Aigner Klinker Dr. Narjes Dr. Riedl (München) Dr. Schäuble Schröder (Wilhelminenhof) Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion

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