Medizinisch bedingte Strahlenbelastungen
der Abgeordneten Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Schulte (Unna), Spitzmüller und Genossen
Vorbemerkung
Nach einer Erklärung des Minsteriums für Gesundheit und Erziehung der Vereinigten Staaten von Amerika fallen 90 v. H. aller von Menschen verursachten Strahlen im medizinischen Bereich an; eine erhebliche Verminderung der medizinischen Strahlenbelastung sei daher notwendig.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Welche Möglichkeiten sieht sie, um die Strahlenbelastung der Patienten durch vermeidbare Röntgenstrahlenanwendungen herabzusetzen?
Wie wird die Tatsache beurteilt, daß Ärzte auf ihre pflichtgemäße Frage nach früheren Röntgenstrahlenanwendungen von den Patienten oft nur unvollständige Angaben erhalten?
Könnte mit den zuständigen Stellen veranlaßt werden, daß die Patienten nach einer Untersuchung einen Vordruck mit ärztlichen Eintragungen über jede Röntgenstrahlenanwendung erhalten, um jederzeit vollständige Angaben verfügbar zu haben?
Könnte eine solche Regelung unnötige Belastungen verhindern, oder bieten sich andere Verfahren zur Berücksichtigung früherer Strahlenbelastungen ohne zu großen Aufwand an?