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Kleine AnfrageWahlperiode 17Beantwortet

Turnusmäßige Überprüfung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön

<span>Gefahr der Aberkennung der UNESCO-Auszeichnung aufgrund des zu kleinen Anteils der vor menschlichen Eingriffen geschützten Kernzone, Maßnahmen zur Unterstützung des Biosphärenreservats insb. hinsichtlich der Vergrößerung der Kernzone</span>

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

06.01.2010

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 17/33118. 12. 2009

Turnusmäßige Überprüfung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön

der Abgeordneten Undine Kurth (Quedlinburg), Hans-Josef Fell, Stephan Kühn, Cornelia Behm, Bettina Herlitzius, Winfried Hermann, Ulrike Höfken, Dr. Anton Hofreiter, Sylvia Kotting-Uhl, Oliver Krischer, Nicole Maisch, Friedrich Ostendorff, Dorothea Steiner, Markus Tressel, Daniela Wagner, Dr. Valerie Wilms und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Die UNESCO hat die Rhön 1991 als Biosphärenreservat anerkannt. Im Jahr 2013 steht eine turnusmäßige Überprüfung dieser Auszeichnung an. Eine Aberkennung des Titels UNESCO-Biosphärenreservat scheint dabei nicht ausgeschlossen, da die geforderten Kernzonen, Gebiete also, die vor menschlichen Eingriffen geschützt sind, nicht in ausreichender Größe ausgewiesen worden sind. Laut den UNESCO-Richtlinien müssen mindestens 3 Prozent der Gesamtfläche als Kernzone ausgewiesen werden.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Welche Bedeutung hat das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön nach Kenntnis der Bundesregierung für die Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Region?

2

Ist der Bundesregierung bekannt, dass dem Biosphärenreservat Rhön die Aberkennung der UNESCO-Auszeichnung mangels ausreichendem Anteil ihrer Kernzonen droht, und wenn ja, wie bewertet die Bundesregierung dies?

3

Sieht die Bundesregierung Möglichkeiten, bei den beteiligten Bundesländern und Gebietskörperschaften darauf hinzuwirken, den Anteil der Kernzonen an der Gesamtfläche des Biosphärenreservats zu erhöhen, und wenn ja, welche?

4

a) Welche Möglichkeiten stehen der Bundesregierung bzw. dem Bundesamt für Naturschutz zur Verfügung, um die Länder Bayern, Hessen und Thüringen bei der Erhöhung des Anteils der Kernzonen zu unterstützen, und wird sie diese nutzen?

b) Befinden sich im Biosphärenreservat Rhön Flächen des Bundes, die als Kernzonen geeignet wären, und wäre die Bundesregierung gegebenenfalls bereit, diese hierfür zur Verfügung zu stellen?

5

a) Wurde die Bundesregierung von den am Biosphärenreservat Rhön beteiligten Ländern bereits um Unterstützung bei der Vergrößerung des Anteils an Kernzonen gebeten, und wenn ja, welche konkreten Anfragen gibt es?

b) Wie wird die Bundesregierung diese beantworten?

6

Wie hat die Bundesregierung bisher das Biosphärenreservat Rhön unterstützt und gefördert?

7

Sind für die nächsten Jahre von der Bundesregierung bereits weitere Unterstützungen und Förderungen geplant, und wenn ja, welche?

Berlin, den 18. Dezember 2009

Renate Künast, Jürgen Trittin und Fraktion

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