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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Wegezeiten und Wegeunfälle in Deutschland

Zeitaufwand, Entfernung und benutztes Fortbewegungsmittel für den Weg zur Arbeitsstätte (Differenzierung nach Geschlecht, Branche und Bundesland); Wegeunfälle, Wegeunfallrenten, ausgezahlte Versicherungssummen aufgrund von Wegeunfällen, Arbeitsunfähigkeitstage, Studien zum Zusammenhang von Wegezeiten und -unfällen<br /> (insgesamt 8 Einzelfragen)

Fraktion

DIE LINKE

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Datum

30.01.2018

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/42112.01.2018

Wegezeiten und Wegeunfälle in Deutschland

der Abgeordneten Jutta Krellmann, Klaus Ernst, Fabio De Masi, Susanne Ferschl, Pascal Meiser, Bernd Riexinger, Jessica Tatti, Alexander Ulrich, Sabine Zimmermann (Zwickau) und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Wegezeiten verlängern den Arbeitstag. Je länger der Weg zur Arbeit ist, desto weniger Zeit bleibt den Beschäftigten, um sich zu erholen. Die Wegezeit ist eine Variable, welche indirekt auf die Gesundheit und das Sozialleben von Beschäftigten Einfluss hat.

Überlegungen seitens der Arbeitgeber, die Ruhezeit von derzeit elf Stunden zu verkürzen, werden aus medizinischer Sicht kritisch gesehen. „Eine Verkürzung der Ruhezeit kann negative Folgen für Sicherheit und Gesundheit haben. […] [Es] besteht die Gefahr, dass entsprechender Zeitdruck entsteht und man z. B. riskanter fährt, wodurch sich wiederum das Risiko eines Wegeunfalls erhöht.“ (vgl.: www.bundestag.de/blob/437294/fe1921720c18a9dfd26ab58dd7f9b06b/wd-6-086-16-pdf-data.pdf).

Die Fragesteller möchten sich mit dieser Kleinen Anfrage an die Bundesregierung über Wegezeiten und Wegeunfälle informieren.

Wir fragen die Bundesregierung:

1. Wie lang ist nach Kenntnis der Bundesregierung der durchschnittliche Arbeitsweg im Jahr 2017, und wie hat sich dieser Wert in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Geschlecht, Branche, Bundesland und Fortbewegungsmittel differenzieren)?

2. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil der Erwerbstätigen im Jahr 2017, die weniger als 5 km, 5 bis 10 km, 10 bis 20 km, 20 bis 50 km, 50 bis 100 km oder mehr als 100 km zur Arbeit pendeln, und wie haben sich diese Werte in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Geschlecht, Branche, Bundesland und Fortbewegungsmittel differenzieren)?

3. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der Erwerbstätigen im Jahr 2017, die am Tag weniger als 30 Minuten, mehr als 30 Minuten und mehr als eine Stunde zum Arbeitsplatz pendeln, und wie haben sich diese Werte in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Geschlecht, Alter, Branche, Bundesland und Fortbewegungsmittel differenzieren)?

4. Wie viele Wegeunfälle gab es im Jahr 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung, und wie hat sich diese Zahl in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte insgesamt sowie bezogen auf 1 000 Versicherungsverhältnisse darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)? Wie viele Wegeunfälle sind davon meldepflichtige Unfälle?

5. Wie viele Wegeunfälle führten im Jahr 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung zu einer „neuen“ Unfallrente (bitte insgesamt sowie bezogen auf 1 000 Versicherungsverhältnisse darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

6. Wie hoch war die ausgezahlte Versicherungssumme nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahr 2017 aufgrund von Wegeunfällen (bitte die letzten zehn Jahre darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

7. Wie viele Arbeitsunfähigkeitstage gab es im Jahr 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung aufgrund von Wegeunfällen (bitte die letzten zehn Jahre darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

8. Welche Erkenntnisse oder Studien liegen der Bundesregierung vor bzw. sind ihr bekannt, die den Zusammenhang zwischen der Dauer und der Lage der Arbeitszeit und den Wegeunfällen untersuchen? Zu welchen Ergebnissen kommen die der Bundesregierung bekannten Studien?

Fragen8

1

Wie lang ist nach Kenntnis der Bundesregierung der durchschnittliche Arbeitsweg im Jahr 2017, und wie hat sich dieser Wert in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Geschlecht, Branche, Bundesland und Fortbewegungsmittel differenzieren)?

2

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils der Anteil der Erwerbstätigen im Jahr 2017, die weniger als 5 km, 5 bis 10 km, 10 bis 20 km, 20 bis 50 km, 50 bis 100 km oder mehr als 100 km zur Arbeit pendeln, und wie haben sich diese Werte in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Geschlecht, Branche, Bundesland und Fortbewegungsmittel differenzieren)?

3

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der Erwerbstätigen im Jahr 2017, die am Tag weniger als 30 Minuten, mehr als 30 Minuten und mehr als eine Stunde zum Arbeitsplatz pendeln, und wie haben sich diese Werte in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Geschlecht, Alter, Branche, Bundesland und Fortbewegungsmittel differenzieren)?

4

Wie viele Wegeunfälle gab es im Jahr 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung, und wie hat sich diese Zahl in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte insgesamt sowie bezogen auf 1 000 Versicherungsverhältnisse darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

Wie viele Wegeunfälle sind davon meldepflichtige Unfälle?

5

Wie viele Wegeunfälle führten im Jahr 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung zu einer „neuen“ Unfallrente (bitte insgesamt sowie bezogen auf 1 000 Versicherungsverhältnisse darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

6

Wie hoch war die ausgezahlte Versicherungssumme nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahr 2017 aufgrund von Wegeunfällen (bitte die letzten zehn Jahre darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

7

Wie viele Arbeitsunfähigkeitstage gab es im Jahr 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung aufgrund von Wegeunfällen (bitte die letzten zehn Jahre darstellen und nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland differenzieren)?

8

Welche Erkenntnisse oder Studien liegen der Bundesregierung vor bzw. sind ihr bekannt, die den Zusammenhang zwischen der Dauer und der Lage der Arbeitszeit und den Wegeunfällen untersuchen?

Zu welchen Ergebnissen kommen die der Bundesregierung bekannten Studien?

Berlin, den 12. Januar 2018

Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

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