Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 16/2282
16. Wahlperiode 21. 07. 2006 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Petra Pau, Jan Korte, Ulla Jelpke
und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 16/2164 –
Rechtsextreme Skinhead-Musik im Jahr 2005
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Rechtsextremistische Konzerte und Liederabende werden seit Beginn der 90er-
Jahre von einer wachsenden Zahl rechtsextrem orientierter Jugendlicher
besucht, mehrere hundert Besucher sind lange schon keine Seltenheit mehr.
Rechtsextremistische Musikveranstaltungen dienen der rechtsextremen
Skinhead- und Neonaziszene als Treffpunkt, als Orte, an denen Kontakte geknüpft
und ausgebaut werden und rechtsextremistische Propaganda betrieben und
verbreitet wird. Gleichzeitig stellen sie ein wichtiges Rekrutierungsfeld für die
Neonaziszene dar. Der Vertrieb und Verkauf von Tonträgern und Fanzines mit
rechtsextremistischem Inhalt sowie von Merchandisingartikeln dient
rechtsextremistischen Organisationen zunehmend zu ihrer Finanzierung.
Während solcher Musikveranstaltungen werden auch immer wieder Straftaten
begangen – zumeist so genannte Propagandadelikte. In einigen Fällen kam es
im Anschluss durch die durch fremdenfeindliche und antisemitische Liedtexte
angeheizte Menge zu gewalttätigen Übergriffen auf Migrantinnen und
Migranten, Obdachlose und Andersdenkende.
Im letzten Jahr wurden vermehrt rechtsextremistische Musikveranstaltungen
verboten, die Polizei löst regelmäßig rechtsextremistische Konzerte auf, wobei
sie auch auf militante Gegenwehr der Konzertbesucher trifft. Häufig werden
rechtsextremistische Konzerte und Liederabende aber auch an Polizei und
Behörden vorbei organisiert oder finden illegal statt.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Erkenntnisse zur Finanzierung rechtsextremistischer Gruppen und
Organisationen aus den Erlösen rechtsextremistischer Musikveranstaltungen und aus dem
Vertrieb rechtsextremistischer Tonträger können nur in Einzelfällen gewonnen
werden. Für das Jahr 2005 wurden keine derartigen Fälle bekannt. Im Übrigen
decken sich die Ausführungen im Grundsatz mit den Erkenntnissen der
Bundesregierung. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 21. Juli 2006
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 16/2282 – 2 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode1. Welche rechtsextremistischen Musikveranstaltungen (Konzerte,
Liederabende etc.) haben im Jahr 2005 stattgefunden (bitte einzeln auflisten nach
Veranstaltungsort, auftretenden Musikgruppen und/oder Liedermachern,
Besucherzahlen, politischer Organisationszugehörigkeit der Veranstalter,
während der Veranstaltung begangenen Straftaten, eventuellem
Einschreiten der Polizei)?
Die Zahl der rechtsextremistischen Skinhead-Konzerte in Deutschland ist 2005
mit 193 im Vergleich zum Vorjahr (2004: 137) deutlich angestiegen. Die Zahl
der Veranstaltungen mit mehr als 300 Besuchern ist von 14 auf 11
zurückgegangen. Rund 70 Konzerte fanden vor 100 bis 200 Besuchern statt. Lediglich an
einem Konzert nahmen über 1 000 Besucher teil. Die durchschnittliche
Besucherzahl lag mit 160 leicht unter der des Vorjahres (2004: 165). Im Jahr 2005
ist es zu 52 Auftritten rechtsextremistischer Liedermacher bei Veranstaltungen
gekommen (2004: 42).
Für die meisten Musikveranstaltungen waren nach polizeilichen Feststellungen
Einzelpersonen verantwortlich, die der rechten Szene und teilweise
rechtsextremistischen Organisationen angehören. Die NPD führte im Rahmen ihrer
politischen Veranstaltungen elf Konzerte durch.
Nach polizeilichen Erkenntnissen wurden 51 Konzerte vor oder während der
Durchführung durch die zuständigen Behörden verboten bzw. aufgelöst.
Eine vollständige Auflistung aller rechtsextremistischen Musikveranstaltungen
nach den in der Frage genannten Kriterien kann nicht veröffentlicht werden, da
die rechtsextremistische Szene aus dieser Veröffentlichung Rückschlüsse auf
den Erkenntnisstand der Sicherheitsbehörden ziehen könnte.
2. Welche rechtsextremistischen Straftaten, insbesondere Gewalttaten,
wurden im Jahr 2005 in unmittelbarem Zusammenhang mit
rechtsextremistischen Musikveranstaltungen im Vorfeld, nach den Veranstaltungen oder aus
den Veranstaltungen heraus begangen (bitte nach Art der Straftaten
auflisten)?
Hierzu liegen aus polizeilicher Sicht keine detaillierten Angaben vor.
3. Welche Vorkehrungen treffen Polizei- und Innenbehörden, um
rechtsextremistische und fremdenfeindliche Straf- und Gewalttaten im Vorfeld,
während oder nach rechtsextremistischen Musikveranstaltungen zu verhindern?
Die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder führen unter
Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel Aufklärungsmaßnahmen durch. Hinweise
auf mögliche rechtswidrige Aktivitäten geben die Verfassungsschutzbehörden
im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen an die zuständigen Behörden
weiter.
Im polizeilichen Bereich werden die unmittelbar erforderlichen Vorkehrungen
und Maßnahmen anlässlich rechtsextremistischer Musikveranstaltungen von
den Ländern in eigener Zuständigkeit lageentsprechend vorgenommen.
4. Welche rechtsextremistischen Musikveranstaltungen wurden im Jahr 2005
im Vorfeld verboten (bitte jeweils Verbotsbegründungen angeben)?
Im Jahr 2005 konnten durch intensive Aufklärungsmaßnahmen sowie Gespräche
mit den Inhabern der Veranstaltungslokale, die daraufhin häufig von Verträgen
mit den Konzertorganisatoren zurücktraten, aber auch durch Kontrollen an
Vortrefforten und Verbote 22 Veranstaltungen verhindert werden. Verbote und Auf-
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 3 – Drucksache 16/2282lösungen erfolgten aufgrund von Gefährdungsprognosen, die u. a.
Einschätzungen und Informationen über Veranstalter, die auftretenden Bands, zu erwartende
Straftaten und Erkenntnisse zu den ordnungsrechtlichen Voraussetzungen
berücksichtigten.
Nähere Angaben liegen der Bundesregierung nicht vor.
5. Welche rechtsextremistischen Musikveranstaltungen fanden im Jahr 2005
unter Auflagen von Behörden statt (bitte jeweils die Auflagen angeben)?
An einem Konzert am 15. Oktober 2005 in Hamburg nahmen ca. 400 Personen
teil. Aufforderungen der Polizei, die behördlich festgelegte maximale
Personenzahl von 200 im Saal einzuhalten, wurde entsprochen.
Es ist nicht bekannt, ob es bei weiteren rechtsextremistischen Veranstaltungen
zu behördlichen Auflagen gekommen ist.
6. Welche rechtsextremistischen Musikveranstaltungen wurden im Jahr 2005
von der Polizei aufgelöst (bitte jeweils den Grund der Auflösung angeben)?
Nach Angaben der Polizeien der Länder wurden im Jahr 2005 32
rechtsextremistische Musikveranstaltungen aufgelöst. Nähere Angaben zum Grund der
Auflösung liegen der Bundesregierung nicht vor.
7. Von welchen rechtsextremistischen Konzerten, die illegal stattgefunden
haben, hat die Bundesregierung im Nachhinein Kenntnis erhalten (bitte
– soweit bekannt – einzeln auflisten nach Veranstaltungsort, auftretenden
Musikgruppen bzw. Liedermachern, politischer
Organisationszugehörigkeit der Veranstalter, während der Veranstaltung begangenen Straftaten)?
Die Mehrzahl der Skinhead-Konzerte in Deutschland finden – wegen des
Verfolgungsdrucks der Sicherheitsbehörden – nach wie vor überwiegend unter
konspirativen Umständen statt. Bis kurz vor Beginn sind meist nur wenige
Szeneangehörige über den Veranstaltungsort informiert. Bis auf wenige Ausnahmen
(s. Antwort zu Frage 5) werden Skinhead-Konzerte durch die Veranstalter nicht
angemeldet. In der Regel gelingt es den Sicherheitsbehörden jedoch, frühzeitig
Hinweise auf derartige Konzertplanungen zu gewinnen.
8. Welche rechtsextremistischen Musikgruppen und Liedermacher sind im
Jahr 2005 aktiv gewesen (bitte einzeln auflisten)?
Die Zahl der aktiven rechtsextremistischen Skinhead-Musikgruppen in
Deutschland, die bei einschlägigen Konzerten auftraten oder Tonträger
veröffentlichten, ist gegenüber dem Vorjahr auf 142 (2004: 106) angestiegen. Ebenso
hat sich die Zahl der 2005 aktiven rechtsextremistischen Liedermacher auf 26
(2004: 15) erhöht.
Wegen der Vorlage einer detaillierten Auflistung wird auf die Antwort zu
Frage 1, letzter Absatz, Bezug genommen.
9. Welche Anbieter und Vertriebe von rechtsextremistischer Skinhead-Musik
waren im Jahr 2005 der Bundesregierung bekannt?
Die Zahl der bundesweit aktiven rechtsextremistischen Skinhead-
Musikvertriebe, die ihr Sortiment über das Internet und/oder den Versand von Vertriebs-
Drucksache 16/2282 – 4 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiodelisten anbieten, ist im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen.
Sie liegt mit 75 höher als im Vorjahr (2004: 60).
Am Rande von Konzerten bieten darüber hinaus auch zahlreiche Einzelanbieter
(„Bauchladenhändler“) Tonträger an. Außerdem können CDs sowie andere
Skinhead-Artikel, wie z. B. Textilien oder Schmuck, in entsprechenden
Szeneläden erworben werden.
Wegen der Vorlage einer detaillierten Auflistung wird auf die Antwort zu
Frage 1, letzter Absatz, Bezug genommen.
10. Welche Umsätze haben rechtsextremistische und andere Hersteller,
Vertriebe etc. aus dem Verkauf rechtsextremistischer Tonträger (LP, MC, CD
und Video) im Jahr 2005 erzielt?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
11. Welche rechtsextremistischen Gruppen und Organisationen finanzieren
sich nach Kenntnis der Bundesregierung ganz oder zum Teil aus den
Erlösen aus rechtsextremistischen Musikveranstaltungen und/oder aus dem
Vertrieb rechtsextremistischer Tonträger (LP, MC, CD und Video)?
Es wird auf die Ausführungen zur Vorbemerkung verwiesen.
12. Welche Tonträger und Videos rechtsextremistischer Liedermacher und
Skinhead-Musikgruppen wurden im Jahr 2005 wegen
strafrechtsrelevanter Inhalte beschlagnahmt und eingezogen?
Der Bundesregierung ist folgender beschlagnahmter Tonträger nach §§ 86a,
130, 130a StGB bekannt:
Zyklon D Frontalangriff
CD der Gruppe „Dissau Crime“
D. Sülzner, Dessau
AG Dessau, Beschlagnahmebeschluss vom 17. März 2005, AZ.: Gs 113/05
Im Übrigen können Ausführungen nur von den Ländern gemacht werden.
13. Welche Tonträger (LP, MC, CD und Video) mit rechtsextremistischer
Musik wurden im Jahr 2005 von der Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert (bitte einzeln auflisten)?
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien veröffentlicht die
Indizierung von Trägermedien im Bundesanzeiger sowie im periodisch erscheinenden
amtlichen Mitteilungsblatt „BPjM-Aktuell“. Das amtliche Mitteilungsblatt
erhalten auf Anforderung Strafverfolgungsbehörden, Jugend- und
Jugendschutzeinrichtungen, öffentliche Bibliotheken und Schulen kostenlos. Damit werden
alle am Jugendschutz beteiligten Institutionen in die Lage versetzt, dem
Jugendmedienschutz in vollem Umfange Rechnung zu tragen.
Für die im Jahr 2005 indizierten Tonträger und Videos/DVDs wird auf die
beigefügte Anlage verwiesen.
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5 – Drucksache 16/228214. Welche internationalen Verbindungen von Anbietern und Vertrieben
rechtsextremistischer Skinhead-Musik und von Skinhead-Musikgruppen
bestanden im Jahr 2005 zu welchen rechtsextremistischen ausländischen
Musikgruppen, Musikverlagen und politischen Organisationen?
In der rechtsextremistischen Skinhead-Musikszene gibt es zahlreiche Kontakte
zwischen in- und ausländischen Bands, Vertreibern und Produzenten
rechtsextremistischer Skinhead-Musik. Insbesondere die Produktion und der Vertrieb
stellen einen grenzüberschreitenden Markt dar. Tonträger deutscher Bands
werden von ausländischen Anbietern produziert sowie vertrieben und ausländische
Bands arbeiten mit deutschen Vertreibern zusammen. Außerdem bestehen
Geschäftsverbindungen zwischen deutschen Anbietern rechtsextremistischer
Musik und Vertreibern im Ausland. Darüber hinaus liegen Informationen vor,
wonach deutsche Vertreiber in ausländischen Presswerken Tonträger zu günstigen
Konditionen produzieren lassen. Strafrechtlich relevante Tonträger deutscher
rechtsextremistischer Bands erschienen auch im Jahr 2005. Mehrere dieser u. a.
von Musikvertrieben in den USA hergestellten Tonträger schüren den Hass
gegen Farbige und Juden und glorifizieren den Nationalsozialismus.
15. An welchen Musikveranstaltungen, die im Ausland stattfanden, haben
deutsche Rechtsextremisten in welcher Zahl im Jahr 2005 teilgenommen
(bitte einzeln auflisten nach Veranstaltungsort, auftretenden
Musikgruppen, Besucherzahlen, politischer Organisationszugehörigkeit der
Veranstalter, während und/oder nach der Veranstaltung begangenen Straftaten,
eventuellem Einschreiten der Polizei)?
Im Rahmen des internationalen polizeilichen Informationsaustausches wurden
für das Jahr 2005 51 (2004: 47) durchgeführte Musikveranstaltungen im
Ausland bekannt. Unter den Besuchern dieser Veranstaltungen dürfte auch ein
großer Teil deutscher Rechtsextremisten gewesen sein. Schwerpunke waren
Belgien, Italien und Tschechien.
Wegen der Vorlage einer detaillierten Auflistung wird auf die Antwort zu
Frage 1, letzter Absatz, Bezug genommen.
16. Welche deutschen rechtsextremistischen Musikgruppen traten auf
welchen rechtsextremistischen Musikveranstaltungen im Jahr 2005 im
Ausland auf (bitte einzeln auflisten nach Veranstaltungsort, auftretenden
Musikgruppen, Besucherzahlen, politischer Organisationszugehörigkeit der
Veranstalter, während der Veranstaltung begangenen Straftaten,
eventuellem Einschreiten der Polizei)?
Für die 51 polizeilich bekannt gewordenen rechtsextremistischen Konzerte im
Ausland wurde in 35 Fällen der Auftritt deutscher Bands angekündigt. Wegen
der Vorlage einer detaillierten Auflistung wird auf die Antwort zu Frage 1,
letzter Absatz, verwiesen.
17. Welche deutschen rechtsextremistischen Organisationen haben im Jahr
2005 rechtsextremistische Musikveranstaltungen im Ausland organisiert
oder mitorganisiert (bitte einzeln auflisten nach Veranstaltungsort,
auftretenden Musikgruppen, Besucherzahlen, politischen
Organisationszugehörigkeit der Veranstalter, während der Veranstaltung begangenen
Straftaten, eventuellem Einschreiten der Polizei)?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nicht vor.
Drucksache 16/2282 – 6 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode18. Welche Anstrengungen hat die Bundesregierung im Jahr 2005
unternommen, um über rechtsextreme Jugendkultur aufzuklären?
Die Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus ist für die Bundesregierung ein Schwerpunkt in der Jugendpolitik.
Allein im Rahmen des von der Bundesregierung im Jahre 2001 initiierten
Aktionsprogramms „Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“, mit seinen Teilprogrammen
„Entimon – gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus“, „Civitas –
initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern“ und „Xenos –
Leben und Arbeiten in Vielfalt“, konnten bis Ende 2005 über 4 000 Projekte,
Initiativen und Maßnahmen gefördert werden. Im Jahr 2005 wurden allein in den
Programmen CIVITAS und ENTIMON über 400 Einzelmaßnahmen mit einem
Mittelvolumen von rund 19 Mio. Euro gefördert. Bis zum Ende des Jahres 2006
werden – vorbehaltlich des Inkrafttretens des Bundeshaushaltes 2006 – rund 192
Mio. Euro an Fördergeldern seitens des Bundes zur Verfügung gestellt.
Auch bei dem vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen
Extremismus und Gewalt“ durchgeführten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und
Toleranz“ wurden im Jahr 2005 etliche Projekte ausgezeichnet, die sich mit
rechtsextremistischer Jugendkultur auseinander gesetzt haben.
Im Rahmen der Aufklärung über Rechtsextremismus ist der alljährlich
erscheinende Verfassungsschutzbericht des BMI besonders hervorzuheben, der in
mehreren Abschnitten u. a. über die rechtsextremistische Skinhead-Musik-Szene
informiert. Zudem veröffentlicht das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eine
gesonderte Broschüre zur Thematik rechtsextremistischer „Musik und
Konzerte“, die regelmäßig dem aktuellen Erkenntnisstand angepasst wird. Darüber
hinaus wird auf der Homepage des BfV über aktuelle Themen und Neuigkeiten
aus dem Bereich Rechtsextremismus informiert. Das BfV zeigt außerdem seit
2001 die Ausstellung „Es betrifft Dich! Demokratie schützen – gegen
Extremismus in Deutschland“ und seit 2004 die Ausstellung „Die Braune Falle – eine
rechtsextremistische Karriere“, die sich besonders an Schüler und Jugendliche
richtet. Die Ausstellungen treffen auf wachsendes Interesse. Im Jahr 2005
wurden 80 000 Besucher verzeichnet.
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
der Abgeordneten Petra Pau, Jan Korte, Ulla Jelpke und der Fraktion DIE
LINKE. „Rechtsextreme Skinhead-Musik im Jahr 2004“
(Bundestagsdrucksache 16/52) verwiesen.
Drucksache 16/2282 – 8 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode
Drucksache 16/2282 – 10 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode
Drucksache 16/2282 – 12 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode
Drucksache 16/2282 – 14 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode
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