[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastruktur vom 13. März 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/8483
19. Wahlperiode 15.03.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar,
Stephan Kühn (Dresden), Daniela Wagner und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 19/7690 –
Pünktlichkeit und Zugausfälle bei der Deutschen Bahn bis 2018 – Verfügbarkeit
der Fernverkehrsflotte der DB Fernverkehr AG
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Pünktlichkeitswerte der DB Fernverkehr AG (ein Zug gilt bei der DB AG
ab einer Verspätung von sechs Minuten tatsächlich als verspätet) haben sich in
den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert und liegen unter den
konzerneigenen Vorgaben und Zielen. Die für das Jahr 2018 veröffentlichte
Pünktlichkeitsstatistik belegt die negativen Erfahrungen zahlreicher Fahrgäste: Nur
74,9 Prozent der Fernverkehrszüge verkehrten im vergangenen Jahr pünktlich
und blieben damit weit unter dem DB-Ziel von 82 Prozent.
Die Pünktlichkeit der Züge des Fern- und Nahverkehrs gilt bei Fahrgästen als
der Gradmesser für Zuverlässigkeit und Qualität des Schienenverkehrs
schlechthin. Trotz steigender Fahrgastzahlen entwickeln sich die unzureichenden
Pünktlichkeitswerte zu einem Problem für den Eisenbahnsektor, der zunehmend mit
den Attributen „unzuverlässig“ und „unkalkulierbar“ in Verbindung gebracht
wird. Bahnreisen mit kurzen Umsteigezeiten in Knotenbahnhöfen werden für
Fahrgäste so immer schlechter planbar.
Für die Erreichung bahn- und verkehrspolitischer Ziele, wie die Verdoppelung
der Fahrgastzahlen bis 2030, ist ein verlässlicher Bahnbetrieb mit guten
Pünktlichkeitswerten von zentraler Bedeutung. Als Referenz kann hier auch der
Personenverkehr der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gelten, die regelmäßig
eine Pünktlichkeit über 90 Prozent erreichen (bei der SBB gelten Züge ab 3
Minuten als verspätet). Auch die von der Bundesregierung geplante Einführung
des Deutschland-Takts erfordert hohe Anforderungen an die Pünktlichkeit, da
nur so in den Knoten optimale und verlässliche Korrespondenzen zwischen den
Zügen hergestellt werden können.
1. Wie haben sich die Pünktlichkeitsquoten und die Verspätungsminuten bei
den Zügen der DB Fernverkehr AG zwischen 2008 und 2018 entwickelt
(bitte einzeln nach Kalenderjahren und mit den jeweiligen gefahrenen
Trassenkilometern darstellen; Zugausfälle ohne Ersatz bitte der
Unpünktlichkeitsquote hinzufügen)?
Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Pünktlichkeit (5:59 Min) 79,1% 73,9% 76,5% 74,4% 78,9% 78,5% 74,9%
Verspätungsminuten 3.146.978 3.655.139 3.300.650 3.593.196 3.175.481 3.306.154 3.740.923
Quelle: DB AG
Details zur Pünktlichkeitsstatistik finden sich online:
www.deutschebahn.com/
resource/blob/1187698/4ec4a0d0470d6389556725b1775e563d/fragenantworten-
data.pdf. Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 3 und 27 verwiesen.
2. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der
Anschlusserreichungsgrad bei den Fernverkehrssystemanschlüssen in den Knoten Mannheim,
Köln, Dortmund, Hannover, Leipzig, Frankfurt (Main) Flughafen
Fernbahnhof (Korrespondenzlinien), Frankfurt (Main) Hbf und Stuttgart Hbf
zwischen 2008 und 2018 entwickelt?
Nach Auskunft der DB AG liegt die Statistik nur für die Jahre 2017 und 2018 vor.
Berücksichtigt werden alle Anschlüsse mit mindestens 16 Umsteigern, die in
Hannover, Dortmund, Köln, Frankfurt Flughafen, Frankfurt Hbf, Leipzig,
Mannheim und Stuttgart stattgefunden haben. Anschlusserreichungsgrad 2017:
87,1 Prozent, 2018: 85,0 Prozent.
3. Wie hat sich die kundenbezogene Pünktlichkeit (siehe
Bundestagsdrucksache 19/3247, Antwort zu Frage 1) zwischen 2008 und 2018 entwickelt?
Nach Auskunft der DB AG wird die Reisendenpünktlichkeit seit 2017 ermittelt;
demnach betrug die Reisendenpünktlichkeit im Jahr 2017 84,3 Prozent und im
Jahr 2018 80,1 Prozent.
4. Wie hat sich die kundenbezogene Pünktlichkeit (siehe
Bundestagsdrucksache 19/3247, Antwort zu Frage 1) zwischen 2008 und 2018 in den zehn
fahrgaststärksten Bahnhöfen entwickelt?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine eigenen Erkenntnisse vor.
5. Wie viele netzbedingte Verspätungsminuten entfallen unter den
Verspätungsminuten der DB Fernverkehr AG zwischen 2008 und 2018 (bitte
einzeln nach Kalenderjahren und sowohl absolut als auch anteilig an
Gesamtsumme der Verspätungsminuten darstellen)?
Zeitraum 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Absolut cVmin in Tausend 788 797 776 773 757 825 691 626 679
Anteil an Gesamtsumme Vmin 21% 26% 25% 21% 23% 23% 22% 19% 18%
Quelle: DB AG. Die erfragten Zahlen liegen seit 2010 vor.
Nach Auskunft der DB AG ist der Anteil der netzbedingten Verspätungsminuten
bezüglich der DB Fernverkehr AG 2018 auf dem niedrigsten Stand seit 2010.
6. Wie viele baustellenbedingte Verspätungsminuten entfallen unter den
Verspätungsminuten der DB Fernverkehr AG zwischen 2008 und 2018 (bitte
einzeln nach Kalenderjahren und sowohl absolut als auch anteilig an
Gesamtsumme der Verspätungsminuten darstellen)?
Zeitraum 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Absolut cVmin in Tsd. 312 367 293 289 319 313 213 171 148
Anteil an Gesamtsumme Vmin 8% 12% 9% 8% 10% 9% 7% 5% 4%
Quelle: DB AG. Die erfragten Zahlen liegen seit 2010 vor.
Nach Auskunft der DB AG sind die baustellenbedingten Verspätungsminuten
bezüglich der DB Fernverkehr AG seit 2014 kontinuierlich reduziert worden und
liegen 2018 auf einem neuen Tiefstand.
7. Wie viele Verspätungsminuten entfallen unter den Verspätungsminuten der
DB Fernverkehr AG zwischen 2008 und 2018 auf das Warten auf
Anschlusszüge (bitte einzeln nach Kalenderjahren und sowohl absolut als auch anteilig
an der Gesamtsumme der Verspätungsminuten darstellen)?
Zeitraum 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Warten auf Anschlusszüge (Min) 184.308 197.070 158.627 145.165 96.458 95.670 106.655
Warten auf Anschlusszüge 5,9% 5,4% 4,8% 4,0% 3,0% 2,9% 2,9%
Quelle: DB AG. Die erfragten Zahlen liegen seit 2012 vor.
8. Wie viele Verspätungsminuten entfallen unter den Verspätungsminuten der
DB Fernverkehr AG zwischen 2008 und 2018 auf Störungen an Fahrzeugen
und Triebfahrzeugen (bitte einzeln nach Kalenderjahren und sowohl absolut
als auch anteilig an Gesamtsumme der Verspätungsminuten darstellen)?
Zeitraum 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Störungen an Fahrzeugen und
Triebfahrzeugen aller EVU (Min)
306.412 367.971 323.274 325.800 340.696 356.106 443.252
Störungen an Fahrzeugen und
Triebfahrzeugen aller EVU
9,7% 10,1% 9,8% 9,1% 10,7% 10,8% 11,8%
Quelle: DB AG. Die erfragten Zahlen liegen seit 2012 vor.
9. Wie viele Verspätungsminuten entfallen unter den Verspätungsminuten der
DB Fernverkehr AG zwischen 2008 und 2018 auf Störungen der Leit- und
Sicherungstechnik inkl. Störungen an Weichen, Signaltechnik und
Stellwerken (bitte einzeln nach Kalenderjahren und sowohl absolut als auch anteilig
an Gesamtsumme der Verspätungsminuten darstellen)?
Zeitraum 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Absolut cVmin in Tsd. 233 212 244 234 231 282 243 231 266
Anteil an Gesamtsumme Vmin 6% 7% 8% 6% 7% 8% 8% 7% 7%
Quelle: DB AG. Die erfragten Zahlen liegen seit 2010 vor.
Nach Auskunft der DB AG befinden sich die Verspätungsminuten der Leit- und
Sicherungstechnik (bzgl. DB Fernverkehr AG) seit 2010 auf einem konstanten
Niveau und sind seit 2015 in der relativen Tendenz fallend.
10. Was waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Primärursachen der
Verspätungsminuten von Fernverkehrszügen im Zeitraum von 2008 bis 2018,
und in wie vielen Fällen war die Primärursache
Nach Auskunft der DB AG liegen die folgenden Informationen für die Jahre 2017
und 2018 vor:
a) unpünktliche Bereitstellung des Zuges,
Eine unpünktliche Bereitstellung des Zuges als Primärursache lag im Jahr 2017
bei 7 300 Fällen und im Jahr 2018 bei 9 477 Fällen vor.
b) Warten auf Personal,
„Warten auf Personal“ war im Jahr 2017 in 3.210 Fällen und im Jahr 2018 in
4 531 Fällen Primärursache.
c) fahrdynamische Einschränkung des Zugs, Aussetzen von Wagen,
Bei der Begründung „fahrdynamische Einschränkung des Zugs, Aussetzen von
Wagen“ werden nur ausgestellte Wagen erfasst. Dies war im Jahr 2017 in 45
Fällen und im Jahr 2018 in 28 Fällen ursächlich.
d) Haltezeitüberschreitung, Zugräumung,
Für „Haltezeitüberschreitung, Zugräumung“ wird angegeben, dass
Zugräumungen bei den vorliegenden Zahlen nur einen minimalen Anteil haben, im Jahr 2017
liegen für diese Ursache 24 982 Fälle vor, für das Jahr 2018 27 497 Fälle.
e) ärztliche Behandlung eines Fahrgasts,
f) Polizeieinsatz (Einsätze, die von der DB Fernverkehr AG angefordert
wurden – z. B. zwecks Personenfeststellung – und sonstige Einsätze),
Hierzu liegen keine Informationen vor.
g) Anschlussaufnahme,
Es wird auf die Antwort zu Frage 7 verwiesen.
h) Streik,
Im Jahr 2017 war kein Zugausfall aufgrund eines Streiks zu verzeichnen, für das
Jahr 2018 meldet die DB AG 329 Fälle.
i) Infrastrukturstörungen,
Nach Angaben der DB AG ist die Anzahl der Fälle, in welchen die
Primärursachen Infrastrukturstörungen waren, seit 2013 (mit Ausnahme 2018) in der
Tendenz rückläufig.
Zeitraum 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Absolut cVmin in Tsd.
Infrastrukturstörungen
788 797 776 737 757 825 691 626 679
Anzahl Fälle in Tsd.
Infrastrukturstörungen
223 221 228 181 152 161
Quelle: DB AG. Zahlen liegen seit 2010 bzw. die Anzahl der Fälle seit 2013 vor.
j) Baustellen,
Die baustellenbedingten Verspätungsminuten (bzgl. DB Fernverkehr AG) sind
seit 2014 kontinuierlich reduziert worden und seit 2018 auf einen neuen Tiefstand
gefallen.
Zeitraum 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Absolut cVmin in Tsd. Baustellenbedingt 312 367 293 289 319 313 213 171 148
Anzahl Fälle in Tsd. Baustellenbedingt 95 111 103 68 49 41
Quelle: DB AG. Die Zahlen liegen seit 2010 bzw. die Anzahl der Fälle seit 2013 vor.
k) Unwetter,
l) Personenunfälle, Personen im Gleis, behördliche Sperrungen?
Hierzu liegen keine Informationen vor.
11. Wie haben sich die Pünktlichkeitsquoten und die Verspätungsminuten bei
den Zügen der DB Regio AG zwischen 2008 und 2018 entwickelt (bitte
einzeln nach Kalenderjahren und mit den jeweiligen gefahrenen
Trassenkilometern darstellen)?
12. Wie haben sich die Pünktlichkeitsquoten und die Verspätungsminuten bei
den Zügen der DB Regio AG zwischen 2008 und 2018 in den einzelnen
Ländern entwickelt (bitte einzeln nach Kalenderjahren und mit den in den
jeweiligen Ländern gefahrenen Trassenkilometern darstellen)?
Die Fragen 11 und 12 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Es wird auf die beigefügten Tabellen verwiesen.
13. Wie viele Verspätungsminuten bei den Zügen der DB Cargo AG wurden
zwischen 2008 und 2018 erfasst (bitte einzeln nach Kalenderjahren und mit
den jeweiligen Verkehrsleistungen in Trassenkilometern darstellen)?
Die Anzahl der Verspätungsminuten bei DB Cargo im Monatsdurchschnitt hat
die DB AG ergibt sich aus der folgenden Tabelle, wobei keine Daten vor 2012
zur Verfügung stehen und es nicht möglich war, Trassenkilometer auf die
Verspätungsminuten zuzuordnen.
2012 4.564.882 Min
2013 3.918.663 Min
2014 3.957.199 Min
2015 3.790.783 Min
2016 2.983.976 Min
2017 3.362.530 Min
Quelle: DB AG.
14. Wie viele Güterzüge der DB Cargo AG mussten nach Kenntnis der
Bundesregierung zwischen 2008 und 2018 mangels verfügbarer Lokführer oder
aufgrund von Fehldispositionen abgestellt werden (bitte für die betreffenden
Jahre einzeln darstellen)?
Die Erfassung des Grundes „Warten auf Triebfahrzeugführer“ für stehende Züge
erfolgt bei der DB AG seit April 2018. Die Tabelle enthält die Anzahl und den
Anteil der stehenden Züge aufgrund von „Warten auf Triebfahrzeugführer“ an
der Anzahl der Gesamtzüge.
Anzahl Anteil (in %)
Apr 18 1.266 1,89%
Mai 18 719 1,09%
Jun 18 910 1,31%
Jul 18 1.036 1,53%
Aug 18 872 1,27%
Sep 18 1.442 2,19%
Okt 18 2.444 3,52%
Nov 18 1.258 1,81%
Dez 18 1.209 2,21%
Jan 19 506 0,75%
Quelle: DB AG.
15. Bei wie vielen Minuten lag zwischen 2008 und 2018 die durchschnittliche
Verspätung verspäteter Güterzüge?
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Verspätung bei DB Cargo in Minuten pro
Zug:
Ø im Jahresmittel
2012 37
2013 41
2014 43
2015 41
2016 32
2017 40
2018 40
Quelle: DB AG. Zahlen zu den Jahren vor 2012 liegen nicht vor.
Zugausfälle
16. Wie hoch war die absolute Anzahl und der relative Anteil vollständig und
teilweise ausgefallener Züge im Fernverkehr der DB AG in einzelnen Jahren
von 2008 bis 2018 (bitte tabellarisch getrennt nach Jahren und nach
vollständig bzw. teilweise ausgefallen darstellen)?
Anteil an allen Fv-Fahrten 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Ausfall 0,2% 0,2% 0,5% 0,1% 0,2% 0,4% 1,4% 0,5% 0,3% 0,6% 1,2%
Teilausfall 1,5% 1,1% 2,1% 1,2% 1,4% 2,5% 2,0% 3,2% 2,0% 3,1% 4,2%
Quelle: DB AG.
Im Übrigen wird auf die Antworten der Bundesregierung auf die Mündliche
Frage 70 auf Plenarprotokoll 19/73 und auf die Schriftliche Frage 62 auf
Bundestagsdrucksache 19/7138 verwiesen.
Fahrzeugverfügbarkeit bei der DB Fernverkehr AG
17. Bleibt es nach Kenntnis der Bundesregierung bei den bisher bekannt
gewordenen Planungen der DB Fernverkehr AG, dass die zuletzt mit dem
Modernisierungsprogramm „IC mod“ rund 770 klassischen Reisezugwagen bis
Mitte der 20er-Jahre ersetzt werden, oder plant die DB AG aufgrund der
wachsenden Fahrgastnachfrage mittlerweile eine längere Nutzungsdauer?
Nach Auskunft der DB AG sieht die Fahrzeugstrategie der DB Fernverkehr AG
den Auslauf des klassischen Reisezugwagenbetriebs (Intercity 1) bis Mitte der
20er Jahre vor, da die Nutzungsdauer dieser Fahrzeuge überschritten wird und
neue Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Zudem eignen sich diese Fahrzeuge nach
Angaben der DB AG nicht mehr für einen zunehmend digitalisierten Betrieb.
Auch weiteres Fahrgastwachstum ist damit möglich.
18. Wenn ja, bis wann sollen die IC-Wagen des letzten
Modernisierungsprogramms noch eingesetzt werden, und trifft es zu, dass weitere nicht im
Programm „IC mod“ enthaltene Wagen nun aufgefrischt wurden?
Wie lange sollen diese Wagen im Einsatzbestand bleiben?
Nach Auskunft der DB AG werden der Hochlauf des ICE 4 und die Beschaffung
der neuen Fahrzeuge für internationale und touristische Verkehre nach
derzeitigem Stand bis 2024 abgeschlossen sein. Parallel werden die Reisezugwagen
sukzessive abgestellt. Im Programm „IC Facelift“ werden die Sitze der
Reisezugwagen aufgefrischt, die nicht im Programm „IC mod“ modernisiert wurden und noch
bis Anfang der 2020er Jahre im Einsatz sind. Darüber hinaus werden im
Programm „IC Facelift“ auch die WCs der „IC-mod“ Wagen aufgefrischt.
19. Welchen Stand hat das 2017 gestartete Beschaffungsverfahren für neue
einstöckige Fernverkehrszüge?
20. Wie viele einstöckige Fernverkehrsfahrzeuge sollen wann beschafft werden
und ist eine Kompatibilität zu nicht elektrifzierten Strecken (Oberstdorf,
Westerland) gewährleistet?
Die Fragen 19 und 20 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach Auskunft der DB AG wurden im Rahmen des Erstabrufs 23 einstöckige
Zugverbände inkl. Mehrsystemlokomotiven beauftragt. Die Züge sind
diesellokfähig und somit kompatibel mit nicht elektrifizierten Strecken.
Die Züge sollen ab 12/2023 sukzessive den Betrieb aufnehmen, die Strecken nach
Oberstdorf und Westerland werden in 2024 auf den Betrieb mit den neuen Zügen
umgestellt.
21. Ist die Beschaffung einstöckiger Fernverkehrsfahrzeuge so ausgelegt, dass
auch künftig Kurswagenläufe (z. B. Anbindung von Dagebüll an der
nordfriesischen Nordseeküste) möglich sind?
Wenn nein, warum nicht?
Nach Auskunft der DB AG handelt es sich bei den neuen Zügen um Ganzzüge
mit kurzgekuppelten Wagen, vergleichbar dem ICE-System. Dies hat Vorteile für
Reisende, u. a. breitere Wagenübergänge die für mobilitätseingeschränkte
Reisende nutzbar sind. Die technische Auslegung des Rahmenvertrages ermöglicht
die Bestellung von Flügelzugkonzepten.
22. Welche Fahrzeuge hat die DB Fernverkehr AG seit 1. Januar 2011 bei der
Industrie geordert (bitte jeweilige Sitzplatzkapazität und Vertragsdatum
bzw. Zeitraum der Auslieferung angeben), und wie soll sich die
Fernverkehrsflotte auf Basis dieser Fahrzeugbestellungen und des dann vorhandenen
„Altbestands“ im Jahr 2025 zusammensetzen (bitte nach Baureihen unter
Angabe der jeweiligen Sitzplatzkapazitäten differenzieren)?
Flotte Jahr der Auslieferung Anzahl der Fahrzeuge im Zielzustand Sitzplatzkapazitäten
Intercity 2 2015 bis 2021 69 468
ICE 4, 12-Teiler 2016 bis 2020 50 830
ICE 4, 13-Teiler 2021 bis 2023 50 918
ICE 4, 7-Teiler 2020 bis 2024 37 456
EuroCity Nachfolger 2023 bis 2024 23 570
Übersicht der neuen Flotte, Quelle DB AG
Triebzüge Bestand zum
01.01.2025
Sitzplatzkapazitäten
je Fahrzeug
Summe der
Sitzplätze
je Baureihe
ICE 4, 12 Teiler 50 830 41.500
ICE 4, 13-Teiler 50 918 45.900
ICE 4, 7-Teiler 37 456 16.872
ICE 1 Mod 58 503 29.174
ICE 2 44 381 16.764
ICE 3 (403) 50 450 22.500
ICE 3 (406) 16 444 7.104
ICE 3 (407) 17 444 7.548
ICE T (411) 59 367 21.653
ICE T (415) 11 250 2.750
Intercity 2 69 468 32.292
EuroCity Nachfolger 23 570 13.110
Gesamt 484 257.167
Ausblick der FV Flotte zum Jahr 2025, Quelle DB AG
23. Welche fernverkehrstauglichen Triebzüge und Wagenzüge bzw. Lok-
Wagen-Garnituren des so genannten Stillstandsmanagements in Hamm
(Westfalen) und Mukran ließen sich nach Kenntnis der Bundesregierung
kurzfristig bzw. mittelfristig in Betrieb nehmen, um die Fahrzeugverfügbarkeit zu
verbessern?
25. Plant die DB Fernverkehr AG, in nächster Zeit rollendes Material, das sich
derzeit im Stillstandsmanagement befindet, wieder zu reaktivieren?
Wenn ja, welche Triebzüge bzw. Lok-Wagen-Garnituren sollen in Betrieb
genommen werden?
Die Fragen 23 und 25 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach Angaben der DB AG gibt es keine Fahrzeuge im Stillstandsmanagement,
die dem technischen Stand, den ökologischen Prinzipien der DB AG und den
Mindestanforderungen der Kunden genügen.
24. Ist die Bundesregierung auch der Auffassung, dass die unlängst an
Wettbewerber verkauften Reisezugwagen der Gattungen Bimz und Bcm auch
den Mangel an betriebsfähigen Reisezugwagen bei der DB Fernverkehr
AG hätten lindern können?
Nein.
26. Hält die DB AG an ihren Plänen fest, die vorwiegend im Fernverkehr
eingesetzte Baureihe 120.1 (Vmax 200 km/h) bis 2020 auszumustern?
Ja.
27. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die von der DB
Fernverkehr AG erbrachten Leistungen seit 2010 entwickelt (bitte Entwicklung
der Verkehrsleistung, der Betriebsleistung in Zugkilometern und
Sitzplatzkilometern für die jeweiligen Jahre angeben)?
Erbrachte Leistungen 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Personenkilometer (Mio. Pkm) 36.002 35.433 37.205 36.585 35.893 36.753 39.313 40.330
Platzkilometer (Mio.) 74.984 75.547 73.816 72.183 71.953 70.802. 74.236 72.500
Trassenkilometer (Mio. Trkm) 147,9 144,2 144,0 141,5 141,7 137,2 143,0 139,4
Quelle: DB AG; die Daten für das Jahr 2018 stehen erst nach der Bilanzlegung zur Verfügung.
28. Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrzeugverfügbarkeit sind mit
dem von der DB AG veröffentlichten „Fünf-Punkte-Plan“ (s.
Pressemitteilung der DB AG vom 17. Januar 2019) konkret verbunden?
Nach Auskunft der DB AG wird die Fernverkehrsflotte ausgebaut und die
vorhandenen Fahrzeuge werden ertüchtigt. Im Laufe des Jahres 2019 werden 28 neue
Fernverkehrszüge den Betrieb aufnehmen (18 ICE 4 und 10 Intercity 2).
Zudem hat die DB AG im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung dem
spanischen Hersteller Talgo den Zuschlag für neue Fernverkehrszüge als Nachfolger
der EC erteilt. Der Rahmenvertrag umfasst bis zu 100 Züge bestehend aus
Elektrolokomotiven und Reisezugwagen. In einem ersten Abruf bestellt die DB AG
23 neue Fahrzeuge. Die ersten sollen ab 2023 in Betrieb genommen werden.
Zudem wird der Intercity 1 modernisiert. Insgesamt 14 000 Sitze in rund 210
Wagen werden aufgearbeitet und erhalten neue Polster und Stoffe. Zudem werden
die Toiletten erneuert. Der Umbau hat begonnen und soll 2021 abgeschlossen
sein.
Der ICE 1 wird modernisiert und soll bis zum Jahr 2030 eingesetzt werden. Damit
erhöht die DB AG die Einsatzreserven ihrer Flotte. Die Züge bekommen unter
anderem neue Sitzbezüge und Teppichböden, ein modernes
Fahrgastinformationssystem sowie eine verbesserte Antriebstechnik.
Die 65 ICE-3-Züge werden seit 2017 modernisiert. Der letzte modernisierte
ICE 3 soll das DB-Werk Nürnberg 2022 verlassen.
Die DB AG verbessert die Instandhaltung mit dem laufenden Aufbau zusätzlicher
Wartungs- und Instandhaltungsressourcen für die Fernverkehrszüge. Dies
geschieht durch das neue ICE-Werk in Köln, mit zusätzlichen Werkstattgleisen in
Krefeld, mit der Schaffung zusätzlicher Gleiskapazitäten in den ICE Werken
Hamburg und Berlin, mit der Erhöhung der Personalkapazitäten von 150
zusätzlichen Stellen im ICE-Werk Hamburg sowie 55 zusätzlichen Mitarbeitern in
Köln.
29. An welchen Standorten verfügt die DB Fernverkehr AG noch über
Wagenmeister, und welche Standorte wurden zwischen 2000 und 2018 aufgegeben?
Nach Auskunft der DB AG sind bei der DB Fernverkehr AG im Zeitraum
zwischen 2000 und 2018 keine Standorte aufgegeben worden, in denen
Wagenmeister stationiert waren.
30. Trifft es zu, dass die Ankündigung der DB AG unter ihrem damaligen
Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube, wonach kleine Schäden in Zügen durch
mobile Reparaturtrupps während der Fahrt durchgeführt werden sollen, im
Fernverkehr bisher nicht umgesetzt wurde (siehe die Schriftliche Frage 60
des Abgeordneten Matthias Gastel auf Bundestagsdrucksache 19/7138)?
31. Warum wurde diese Ankündigung im Fernverkehr bisher nicht umgesetzt,
bzw. bis wann will die DB Fernverkehr AG diese Maßnahme umsetzen?
Die Fragen 30 und 31 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach Auskunft der DB AG wurde im Rahmen des Programms „Zukunft Bahn“
die mobile Instandhaltung entwickelt. Die Mitarbeiter werden beispielsweise zur
Betriebseinführung der Intercity 2 Züge eingesetzt. Die DB Fernverkehr AG
erbringt den Großteil der Entstörtätigkeiten in den Stilllagen der Züge an neun
Werkestandorten. Zudem werden an fünf dezentralen Stützpunkten Entstör-,
Versorgungs-, Entsorgungs- sowie Reinigungstätigkeiten erbracht.
32. Wie viele Züge (Prozentanteil) verlassen im Jahresmittel und im Vergleich
dazu an einem repräsentativen Tag im Januar die DB-Werke
a) mit fehlender Antriebsleistung,
b) mit Bremsstörungen,
c) mit LZB/ETCS-Störung (LZB = Linienzugbeeinflussung; ETCS =
European Train Control System),
d) mit fehlender Wendefähigkeit (defekter Steuerwagen, defekter zweiter
Führerstand im Triebzug)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/6866 verwiesen.
33. In welchen Knotenbahnhöfen hält nach Kenntnis der Bundesregierung die
DB AG Fernverkehrszüge als Reserve – so genannte Knotenpunktreserven –
einschließlich des dafür notwendigen Lok- und Zugpersonals vor (bitte unter
Angabe der Baureihe bzw. Zugbildung und der verfügbaren
Sitzplatzkapazität)?
Welche Einsatzreserven sind zwischen 2000 und 2018 hinzugekommen,
welche sind wann weggefallen?
35. In welchen Knotenbahnhöfen hat nach Kenntnis der Bundesregierung die
DB AG in den Jahren 2000, 2005, 2010 und 2015 Knotenpunktreserven
vorgehalten (bitte unter Angabe der Baureihe bzw. Zugbildung und der
verfügbaren Sitzplatzkapazität beantworten)?
Die Fragen 33 und 35 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Quelle: DB AG.
34. Plant die DB Fernverkehr AG nach Kenntnis der Bundesregierung zur
Erhöhung der Redundanz im Störungsfall eine Aufstockung der bestehenden
Knotenpunktreserven bzw. eine Ausweitung dieser Reserven auf weitere
Bahnhöfe?
Wenn ja, welche Knotenpunktreserven sollen aufgestockt werden, und in
welchen Bahnhöfen sollen neue Knotenpunktreserven geschaffen werden
(bitte unter Angabe der Baureihe bzw. Zugbildung und der verfügbaren
Sitzplatzkapazität beantworten)?
Nach Auskunft der DB AG wird jährlich die Dimensionierung und Allokation der
Einsatzreserve aufgrund der sich ändernden Fahrzeugflotte sowie der
Einsatzgebiete überprüft. Die Sitzplatzkapazitäten und die Qualität der
Knotenpunktreserven wurden in den vergangenen Jahren verbessert.
36. Beabsichtigt nach Kenntnis der Bundesregierung die DB AG bei der im
„Fünf-Punkte-Plan“ vom 17. Januar 2019 genannten verbesserten
Instandhaltung auch auf Instandhaltungskapazitäten der Fahrzeugindustrie bzw.
anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen zurückzugreifen?
Wenn ja, wo ist eine solche Kooperation vorgesehen?
Nach Auskunft der DB AG wird derzeitig eng mit Siemens und Bombardier
(Garantieabwicklung und Instandhaltung bei der neuen ICE 4 Flotte), MSG und
Faiyeley (vornehmlich bei Bestandsflotten) zusammengearbeitet.
Knotenbahnhöfe
mit Reserve
Berlin Bremen Hannover Dortmund Köln Kassel Leipzig Frankfurt
(Main)
Karlsruhe Stuttgart Nürnberg Summe
Plätze
2000
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2001
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2002
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2003
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2004
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2005
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2006
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2007
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2008
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2009
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2010
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2011
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2012
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2013
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
3.420
2014
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(530 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(530 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
3.340
2015
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(530 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(530 Plätze)
nicht
vorhanden
IC
(380 Plätze)
3.340
2016
IC
(380 Plätze)
IC
(330 Plätze)
IC
(530 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
nicht
vorhanden
ICE
(376 Plätze)
ICE
(376 Plätze)
IC
(530 Plätze)
verlegt nach
Bremen
IC
(380 Plätze)
3.662
2017
verlegt
nach Kassel
IC
(330 Plätze)
IC
(530 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
ICE
(376 Plätze)
ICE
(376 Plätze)
IC
(530 Plätze)
verlegt nach
Bremen
IC
(380 Plätze)
3.662
2018
verlegt
nach Kassel
IC
(330 Plätze)
IC
(530 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
IC
(380 Plätze)
ICE
(376 Plätze)
ICE
(376 Plätze)
IC
(530 Plätze)
verlegt nach
Bremen
ICE
(376 Plätze)
3.658
Winterbedingte Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs
37. Wie viele Weichen befinden sich im von der DB Netz AG verantworteten
Streckennetz, und wie viele davon verfügen über Weichenheizungen, und
an wie vielen davon traten in den einzelnen Jahren seit 2011
witterungsbedingte Störungen auf (bitte die Entwicklung in den einzelnen Jahren seit
2011 bis einschließlich Januar 2019 tabellarisch darstellen)?
Nach Auskunft der DB AG weist der Anlagenbestand der DB Netz AG inkl. DB
RegioNetz Infrastruktur GmbH eine Anzahl von 66.137 Weichen und
Kreuzungen auf, von denen derzeit 49 303 Weichen und Kreuzungen mit einer
Weichenheizung ausgerüstet sind. Hiervon sind 97,32 Prozent elektrisch betrieben
(Quelle: IZB 2017).
In der folgenden Tabelle ist die Anzahl an elektrischen Weichenheizungen
aufgeführt, an denen verfügbarkeitsrelevante, witterungsbedingte Störungen seit
2015 auftraten. In der Tabelle hat die DB AG den prozentualen Anteil der
betroffenen Züge am Verkehrsaufkommen aufgeführt.
Jahr Anzahl Störungen Anteil am Verkehrsaufkommen
2011 keine Daten
2012 keine Daten
2013 keine Daten
2014 keine Daten
2015 1383 0,00004%
2016 2161 0,00209%
2017 2392 0,00735%
2018 1992 0,00256%
2019 (31.1.2019) 768 0,001339%
Quelle: DB AG.
38. Werden neue Weichen in dem von der DB AG verantworteten Streckennetz
generell mit Weichenheizung – also auch bei Bauweichen – eingebaut?
Wenn nein, in welchen Fällen wird von Weichenheizungen abgesehen?
Nach Auskunft der DB AG sind alle Weichen der Betriebswichtigkeit 3-10,
exklusive der Weichen in Tunneln oder ortsgestellte Weichen, gemäß
Ausrüstungsstandard, mit einer Weichenheizung auszurüsten. Temporäre Weichen
(umgangssprachlich „Bauweichen“ genannt) sind mit gleicher Technik auszustatten, wie
die Bestandsweichen vor Beginn einer Baumaßnahme.
Anlage
2014 2015 2016 2017 2018
Baden-Württemberg 94,2% 94,0% 93,4% 93,4% 92,7%
Bayern 94,9% 94,2% 94,9% 94,5% 93,7%
Berlin 92,9% 92,3% 97,3% 96,9% 97,3%
Brandenburg 93,1% 92,5% 94,5% 94,9% 95,3%
Bremen 85,2% 86,3% 86,8% 87,3% 86,0%
Hamburg 92,7% 91,3% 91,8% 91,4% 89,0%
Hessen 91,6% 90,5% 91,8% 91,5% 90,9%
Mecklenburg-Vorpommern 95,8% 95,7% 96,9% 96,0% 96,6%
Niedersachsen 93,7% 92,9% 93,7% 93,4% 92,3%
Nordrhein-Westfalen 93,0% 92,5% 93,1% 92,4% 91,3%
Rheinland-Pfalz 94,4% 93,0% 94,2% 93,6% 92,7%
Saarland 96,0% 95,6% 96,1% 95,4% 95,3%
Sachsen 96,4% 95,1% 96,0% 95,9% 95,5%
Sachsen-Anhalt 94,4% 91,2% 93,3% 94,2% 94,6%
Schleswig-Holstein 93,4% 91,7% 93,7% 92,0% 87,9%
Thüringen 93,7% 92,6% 94,3% 95,7% 95,9%
DB Regio 94,7% 94,2% 94,8% 94,5% 94,1%
Trassen Km [Mio.] 474,2 463,0 446,9 447,2 448,02
Tabelle 1: Pünktlichkeit
2014 2015 2016 2017 2018
Baden-Württemberg 16.088.154 16.103.688 18.148.427 18.880.725 20.254.664
Bayern 22.337.122 25.553.299 23.464.044 25.150.741 27.742.213
Berlin 1.065.048* 1.051.066* 12.871.369 16.164.942 15.348.223
Brandenburg 3.416.066 3.633.016 4.314.295 4.133.593 4.113.209
Bremen 162.489 161.959 168.283 154.421 170.728
Hamburg 329.592 356.527 303.887 344.801 442.664
Hessen 15.848.834 17.916.459 16.040.755 17.811.448 18.008.486
Mecklenburg-
Vorpommern 1.867.797 1.869.463 1.540.900 1.891.709 1.682.263
Niedersachsen 4.737.429 4.989.543 3.941.048 4.149.702 4.503.986
Nordrhein-
Westfalen 23.336.678 24.198.251 21.563.782 23.395.573 26.652.139
Rheinland-Pfalz 7.211.937 8.331.820 7.426.982 8.207.110 8.877.368
Saarland 1.539.491 1.612.617 1.668.940 1.866.879 1.847.185
Sachsen 4.805.771 5.773.310 4.646.320 5.013.184 5.623.980
Sachsen-Anhalt 4.159.971 5.665.245 4.129.048 3.818.307 3.485.485
Schleswig-Holstein 1.877.272 2.092.417 1.657.584 2.474.337 3.532.242
Thüringen 2.040.031 2.290.944 1.071.832 923.600 814.474
DB Regio 110.823.682 121.599.624 122.957.496 134.381.072 143.099.309
Trassen Km [Mio.] 474,2 463,0 446,9 447,2 448,02
* ohne S-Bahn Berlin
Tabelle 2: Verspätungsminuten
2014 2015 2016 2017
Baden-Württemberg 57,4 57,6 57,8 58,6
Bayern 90,4 88,7 90,2 91,0
Berlin 33,5 33,4 34,2 34,2
Brandenburg 24,5 24,8 23,7 22,8
Bremen 0,6 0,6 0,7 0,6
Hamburg 12,6 12,3 12,5 12,5
Hessen 32,3 33,2 33,6 34,3
Mecklenburg-
Vorpommern
13,0 13,1 13,3 13,0
Niedersachsen 27,8 24,8 19,6 19,4
Nordrhein-
Westfalen
71,2 69,5 66,2 65,4
Rheinland-Pfalz 27,7 26,8 27,1 26,3
Saarland 6,7 6,3 6,3 6,3
Sachsen 25,8 23,8 19,6 17,2
Sachsen-Anhalt 21,8 20,7 17,7 17,6
Schleswig-Holstein 16,1 15,2 15,6 19,6
Thüringen 12,7 12,2 8,6 8,3
DB Regio 57,4 57,6 57,8 58,6
Gesamt 474,2 463,0 446,9 447,2
Tabelle 3: Trassenkilometer Regio Schiene in Mio
Quelle: DB AG; die Zahlen liegen erst für die Jahre ab 2014 vor, bei Tabelle 3 liegen die
Zahlen zudem noch nicht für 2018 vor.
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]