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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Aktuelle Daten und Entwicklungen zur Fachkräftesituation in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste nach § 6 Abs. 2 Beschäftigungsverordnung

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Datum

03.07.2019

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/1056803.06.2019

Aktuelle Daten und Entwicklungen zur Fachkräftesituation in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste nach § 6 Absatz 2 der Beschäftigungsverordnung

des Abgeordneten René Springer und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Eine aktuelle Studie zum Zuwanderungs- und Fachkräftebedarf im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (Zuwanderung und Digitalisierung; 02/2019) ermittelt einen jährlichen Einwanderungsbedarf von mindestens 260 000 Menschen bis 2060, um den demographischen Wandel und dessen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt auszugleichen. Die anhaltende Zuwanderung von Erwerbspersonen allein aus EU-Staaten wird gemäß der Berechnungen der Studie nicht ausreichen, um die durch den Strukturwandel sowie die Alterung und den Rückgang der einheimischen Bevölkerung entstehende Fachkräftenachfrage des deutschen Arbeitsmarktes auszugleichen. Ebenso prognostiziert die Studie, dass ein zunehmend digitalisierter Arbeitsmarkt einen erhöhten Bedarf an Fachkräften mit hoher Qualifikation, wie etwa Techniker, Meister und Akademiker erfordert. Demgemäß wird ein Zuwanderungsbedarf von jährlich rund 114 000 Zuwanderern aus anderen EU-Staaten sowie rund 146 000 Personen aus Drittstaaten außerhalb der EU festgestellt, um den prognostizierten Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft abzudecken (vgl. www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/ Migration_fair_gestalten/IB_Studie_Zuwanderung_und_Digitalisierung_2019.pdf).

Der im Rahmen der Fachkräfteengpassanalyse berechnete Bedarf an qualifizierten ausländischen Arbeitskräften in besonders nachfrageintensiven Berufsgruppen (Mangel- bzw. Engpassberufe) wird in der sogenannten Positivliste gemäß § 6 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 der Beschäftigungsverordnung (vgl. https://con. arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba015465.pdf) aufgeführt. Die Entwicklung des Fachkräftepotenzials in spezifischen Mangelberufen ist dabei richtungsweisend für eine beschäftigungs- und migrationspolitische Steuerung, wie sie durch das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz angestrebt wird.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen35

1

Bei welchen Berufen bzw. Berufsgruppen herrscht nach Kenntnis der Bundesregierung gegenwärtig ein Fachkräftemangel, für die nicht bereits andere Möglichkeiten des Arbeitsmarktzugangs bestehen, z. B. die Blaue Karte EU für Akademiker, und gemäß welcher Kriterien genau kommt die Bundesregierung zu ihrer Einschätzung hierzu (bitte die jeweilige Begründung hierzu für die Mangelberufe gemäß Positivliste nach § 6 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 der Beschäftigungsverordnung aufführen)?

2

Hat die Migration nach Deutschland seit 2015 nach Ansicht der Bundesregierung zu einer Minderung des Fachkräfteengpasses in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste geführt?

a) Wenn ja, wie viele Fachkräfte mit nachgewiesener Berufsqualifikation sind im Rahmen der Migrationsbewegungen seit 2015 nach Deutschland eingewandert (bitte in absoluten Zahlen jeweils für die Jahre 2015 bis 2019 angeben sowie nach Bildungs- und Berufsabschlüssen aufgliedern)?

b) Wenn ja, in welchen Mangelberufen bzw. Mangelberufsgruppen gemäß Positivliste und in welchem Umfang konnten offene Stellen mit zugewanderten ausländischen Fachkräften besetzt werden (bitte in absoluten Zahlen für die jeweiligen Berufe bzw. Berufsgruppen für die Jahre ab 2015 bis 2019 angeben)?

c) Wenn ja, aus welchen Herkunftsländern kamen die zugewanderten Fachkräfte, und in welchem Umfang (bitte in absoluten und relativen Zahlen für die TOP-10-Herkunftsländer aufschlüsseln)? Wenn nein, warum nicht?

3

Für welche Berufe bzw. Berufsgruppen sieht die Bundesregierung aktuell und zukünftig eine Arbeitskräftenachfrage, die voraussichtlich nicht durch inländische oder innereuropäische Fachkräftepotenziale gedeckt werden kann, sodass ein Anwerben von Fachkräften aus Drittstaaten notwendig ist?

4

Existieren nach Kenntnis der Bundesregierung gegenwärtig öffentlich geförderte, beschäftigungspolitische Maßnahmen bzw. Programme der deutschen Arbeitsverwaltung, die explizit das Ziel verfolgen, einreisewillige Fachkräfte vorrangig oder ausschließlich aus dem EU-Ausland anzuwerben?

a) Wenn ja, welche Maßnahmen bzw. Programme sind das im Einzelnen?

b) Wenn ja, wie gestaltet sich die Finanzierung o. g. Programme, und auf welche Gesamtsumme belaufen sich die hierfür veranschlagten Finanzmittel?

c) Wenn ja, welche Vermittlungs- bzw. Integrationserfolge konnten im Rahmen o. g. Anwerbebemühungen durch welches Programm bislang erzielt werden (bitte die Zahlen und jeweiligen Programmtitel für die Jahre 2010 bis 2019 ausweisen)?

d) Wenn ja, aus welchen EU-Staaten konnten die meisten ausländischen Fachkräfte in Berufe, bei denen gemäß Fachkräfteengpassanalyse auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Fachkräftemangel besteht, integriert werden, und welche Mangelberufe bzw. Mangelberufsgruppen in Deutschland sind hiervon hauptsächlich betroffen (bitte die TOP-10-EU-Herkunftsländer mit den jeweils TOP-10 zuordenbaren Mangelberufen auflisten)?

5

Durch welche Kriterien und Maßnahmen wird nach Kenntnis der Bundesregierung Sorge dafür getragen, dass eine dauerhafte Zuwanderung unqualifizierter Drittstaatsangehöriger in Mangelberufe der sogenannten Positivliste konsequent verhindert und ein Missbrauch der Vorschriften abgewendet wird?

6

Durch welche Maßnahmen stellt die Bundesregierung sicher, dass eine dauerhafte Einwanderung potenzieller ausländischer Fachkräfte ohne formale Qualifikation und mit einer kaum durch die zuständigen Behörden verifizierbaren berufspraktischen Erfahrung (im Herkunftsland) über den im geplanten Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung (neu konzipierte Ausbildungsduldung) eigens für die Ausbildungsplatzsuche vorgesehenen Zeitraum hinaus nicht stattfindet, sofern die Ausbildungsplatzsuche in Deutschland erfolglos blieb, und wie stellt die Bundesregierung die Ausreise von ausreisepflichtigen Personen mit abgelaufener Ausbildungsduldung sicher?

7

Welche konkreten Effekte erwartet die Bundesregierung durch das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz insbesondere für die von einem Fachkräftemangel betroffenen Berufe bzw. Berufsgruppen (bitte die kalkulierten arbeitsmarkt- bzw. beschäftigungspolitischen Effekte jeweils für kurzfristige, mittlere und langfristige Erwartungsszenarien darstellen)?

8

Bei welchen der als Mangelberufe bezeichneten Berufen bzw. Berufsgruppen gemäß Positivliste liegt nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der offenen Stellen in Deutschland

a) über der Zahl der Arbeitslosen und

b) über der Zahl der Arbeitssuchenden (bitte systematisch als jeweilige Gegenüberstellung von Zahl der offenen Stellen, Zahl der Arbeitslosen, Zahl der Arbeitssuchenden und die jeweilige Differenz zwischen der Zahl der offenen Stellen und der Zahl der erfragten Vergleichsgröße ausweisen und bitte aufgeschlüsselt nach Bund, neue Bundesländer insgesamt und alte Bundesländer insgesamt, jeweils für alle Bundesländer einzeln sowie jeweils getrennt nach Berufshauptgruppe, Berufsgruppe, Berufsuntergruppe, Berufsgattung angeben; bitte die Werte für das erste Quartal 2019 sowie den Jahresdurchschnitt 2018 angeben)?

9

Bei welchen der als Mangelberufe bezeichneten Berufen bzw. Berufsgruppen gemäß Positivliste liegt nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der offenen Stellen in Deutschland

a) unter der Zahl der Arbeitslosen und

b) unter der Zahl der Arbeitssuchenden (bitte systematisch als jeweilige Gegenüberstellung von Zahl der offenen Stellen, Zahl der Arbeitslosen, Zahl der Arbeitssuchenden und die jeweilige Differenz zwischen der Zahl der offenen Stellen und der Zahl der erfragten Vergleichsgröße ausweisen und bitte aufgeschlüsselt nach Bund, neue Bundesländer insgesamt und alte Bundesländer insgesamt, jeweils für alle Bundesländer einzeln sowie jeweils getrennt nach Berufshauptgruppe, Berufsgruppe, Berufsuntergruppe, Berufsgattung angeben; bitte die Werte für das erste Quartal 2019 sowie den Jahresdurchschnitt 2018 angeben)?

10

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Arbeitslosenquote in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach Ländern, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt jeweils für die Jahre 2010 bis 2019, sowie nach soziodemographischen Merkmalen differenziert für Männer, Frauen sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

11

Wie viele Arbeitslose und Arbeitssuchende gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste (bitte in absoluten und relativen Zahlen für die Jahre 2010 bis 2019 und den Jahresdurchschnitt 2018 sowie aufgeschlüsselt nach Bund, nach Ländern, neuen Bundesländer insgesamt und alten Bundesländer insgesamt sowie nach soziodemographischen Merkmalen differenziert für Männer, Frauen sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

12

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen sowie die Anzahl der Arbeitslosen in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste insgesamt und hinsichtlich des Anforderungsniveaus

a) Helfer,

b) Fachkraft,

c) Spezialist sowie

d) Experte in den Jahren 2010 bis 2019 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach Ländern, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt, sowie nach soziodemographischen Merkmalen – Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter – sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

13

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen sowie die Anzahl der Arbeitssuchenden in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste insgesamt und hinsichtlich des Anforderungsniveaus

a) Helfer,

b) Fachkraft,

c) Spezialist sowie

d) Experte in den Jahren 2010 bis 2019 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach Ländern, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt ausweisen, sowie nach soziodemographischen Merkmalen jeweils für Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

14

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sowie ausschließlich Teilzeitbeschäftigten in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste hinsichtlich des Qualifikationsniveaus

a) Helfer

b) Fachkraft

c) Spezialist sowie

d) Experte in den Jahren 2010 bis 2019 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach Ländern, nach neuen und alten Bundesländern, sowie nach soziodemographischen Merkmalen – Männer, Frauen, unter 25 Jahren, 25 bis unter 50 Jahren, 50 Jahre und älter – sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

Wie hoch schätzt die Bundesregierung den zukünftigen Arbeitskräftebedarf in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste in den Jahren 2020, 2025, 2030, 2035, 2040 und 2050 ein, und auf welche Studien oder Analysen beruft sich die Bundesregierung dabei?

15

Wie hoch schätzt die Bundesregierung den zukünftigen Arbeitskräftebedarf in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste in den Jahren 2020, 2025, 2030, 2035, 2040 und 2050 ein, und auf welche Studien oder Analysen beruft sich die Bundesregierung dabei?

16

Wie hoch schätzt die Bundesregierung den zukünftigen Fachkräftebedarf für die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die Gesundheits- und Pflegebranche und das Handwerk, die die Bundesregierung im Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes als besonders betroffen vom Fachkräftemangel hervorhebt, in den Jahren 2020, 2025, 2030, 2035, 2040 und 2050 ein, und auf welche Studien oder Analysen beruft sich die Bundesregierung dabei?

17

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Verhältnis von arbeitslosen und arbeitssuchenden Helfern, Fachkräften, Spezialisten und Experten in den sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste zu den jeweils gemeldeten offenen Stellen für Mangelberufe gemäß Positivliste in den Jahren 2010 bis 2019 entwickelt (bitte differenziert nach Bund, nach Ländern, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt ausweisen)?

18

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit offener Stellen in den gemäß Fachkräfteengpassanalyse als Mangelberufe bezeichneten Berufen bzw. Berufsgruppen (bitte für die Mangelberufe gemäß Positivliste sowie den Jahresdurchschnitt 2018 ausweisen)?

19

Existieren nach Kenntnis der Bundesregierung regionale Studien bzw. Analysen von Organisationen jenseits der öffentlichen Arbeitsverwaltung (z. B. von Krankenkassen, bundesweit tätigen Unternehmen etc.) hinsichtlich des Fachkräftebedarfs in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste, (bitte die Studien bzw. Analysen benennen und einzeln ausweisen)?

Wenn ja, a) zu welchen Ergebnissen kommen die Studien, und b) welche (arbeitsmarkt-)politischen Schlussfolgerungen wurden aus besagten Studien von den verantwortlichen Behörden gezogen?

20

Welchen Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung in Bezug auf eine systematische, alle Regionen abdeckende Analyse des Fachkräftebedarfs bezogen auf sogenannte Mangelberufe gemäß Positivliste, und welche Behörde ist ihrer Ansicht nach dafür zuständig?

21

Wie viele deutsche und ausländische Jugendliche unter 25 Jahren sind nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste, und wie viele offene Ausbildungsstellen sind derzeit unbesetzt (bitte in absoluten Zahlen für die jeweiligen Mangelberufe angeben)?

22

Wie viele deutsche und ausländische Jugendliche unter 25 Jahren erfüllen nach Kenntnis der Bundesregierung die formalen Voraussetzungen für eine Ausbildung in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste, und wie viele Jugendliche treten eine solche Ausbildung an (bitte in absoluten Zahlen jeweils für die Jahre 2015 bis heute angeben)?

23

Wie viele deutsche und ausländische Jugendliche unter 25 Jahren sind nach Kenntnis der Bundesregierung auf der Suche nach einer Arbeitsstelle in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste, und wie viele offene Arbeitsstellen sind aktuell unbesetzt?

24

Existieren nach Kenntnis der Bundesregierung spezifische Förderprogramme o. Ä., die im Sinne einer Lotsenfunktion ausbildungsfähige und ausbildungswillige Jugendliche über bestehende Ausbildungsmöglichkeiten bzw. freie Ausbildungsstellen in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste informieren?

Wenn ja, welche Förderprogramme bestehen, und welche konkreten Ergebnisse können diese vorweisen?

Wenn nein, warum nicht, und welche Behörde wäre für deren Errichtung zuständig?

25

Wie viele der in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste tätigen Auszubildenden haben nach Kenntnis der Bundesregierung ihre Ausbildung 2018 abgebrochen?

26

Wie hat sich die Anzahl von Ausbildungsabbrechern in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste in den letzten Jahren entwickelt (bitte die Werte für die Jahre 2015 bis 2018 angeben)?

27

Was sind nach Kenntnis der Bundesregierung die fünf häufigsten Gründe für den Abbruch einer Ausbildung in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste?

28

Welche Maßnahmen werden von den zuständigen Stellen unternommen, um Ausbildungsabbrecher für eine erneute Ausbildung in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste zu gewinnen?

29

Wie viele der Ausbildungsabbrecher in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste waren deutsche Staatsbürger, und wie viele der Ausbildungsabbrecher waren Ausländer (bitte in absoluten Zahlen und Quoten für die Jahre 2015 bis 2018 angeben)?

30

Welche konkreten Maßnahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung wurden seit 2010 von welcher Behörde zur Minderung des Fachkräfteengpasses in sogenannten Mangelberufen gemäß Positivliste unternommen (bitte die Maßnahmen für alle Mangelberufe bzw. Mangelberufsgruppen gemäß Positivliste sowie für die sogenannten MINT-Berufe separat aufführen)?

31

Verfolgt die Bundesregierung eine Strategie zur Hebung der Erwerbspotenziale von Menschen mit Behinderung zur Minderung des Fachkräfteengpasses in sogenannten Fachkräftemangelberufen (Stichwort: inklusive Arbeitswelt)?

a) Wenn ja, seit wann existiert die Strategie, und was sind die konkreten Bestandteile derselben?

b) Wenn ja, wie viele Menschen mit Behinderung konnten als Fachkräfte in sogenannte Fachkräftemangelberufe integriert werden (bitte die Zahlen für die Jahre 2010 bis 2018 jeweils für die sogenannten Mangelberufe gemäß Positivliste angeben)? Wenn nein, warum nicht, bzw. sieht die Bundesregierung hier keinen Handlungsbedarf?

32

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Arbeitsmarktintegration von arbeitslosen und arbeitssuchenden Helfern, Fachkräften, Spezialisten und Experten in sogenannte Mangelberufe in den Jahren 2010 bis 2019 entwickelt (bitte die Zahlen für die sogenannten Mangelberufe bzw. Mangelberufsgruppen gemäß Positivliste differenziert nach Bund, nach Ländern, neuen und alten Bundesländern insgesamt sowie nach soziodemographischen Merkmalen differenziert für Männer, Frauen ausweisen sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

33

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Arbeitsmarktintegration von deutschen und ausländischen Fachkräften in sogenannte Mangelberufe gemäß Positivliste in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2019 entwickelt (bitte die Integrationsquoten für inländische und ausländische Fachkräfte sowie nach soziodemographischen Merkmalen differenziert für Männer und Frauen aufführen sowie nach Staatsangehörigkeit – deutsch, Ausländer insgesamt, EU-Ausländer und jeweils für die Top-8-Asylherkunftsländer – aufschlüsseln)?

34

Werden nach Kenntnis der Bundesregierung für die sogenannten Mangelberufe gemäß Positivliste von Seiten der zuständigen Stellen spezielle Qualifizierungs- bzw. Anwerbungsmaßnahmen vorrangig für arbeitslose und arbeitssuchende deutsche Staatsangehörige angeboten?

a. Wenn ja, welche Qualifizierungs- bzw. Anwerbungsmaßnahmen sind das, und seit wann bestehen diese Angebote in wessen Trägerschaft?

b) Wenn ja, existiert eine Evaluation bzw. Wirkungsanalyse bezüglich o. g. Qualifizierungs- bzw. Anwerbungsmaßnahmen?

c) Wenn ja, welche konkreten Ergebnisse erbrachte die Evaluation bzw. Wirkungsanalyse? Wenn nein, wieso nicht, bzw. sieht die Bundesregierung hier keinen Handlungsbedarf?

35

Wird nach Kenntnis der Bundesregierung in der Zusammenarbeit von staatlichen Stellen mit jenen von Fachkräftemangel betroffenen Wirtschaftszweigen bzw. Branchen gegenwärtig eine bedarfsorientierte und gezielte Werbestrategie zur Gewinnung von Fachkräften realisiert, bzw. ist diese in Planung?

Wenn ja, welche konkreten Ergebnisse konnten durch o. g. Werbestrategie erzielt werden?

Wenn nein, warum nicht, bzw. sieht die Bundesregierung hier keinen Handlungsbedarf?

Berlin, den 22. Mai 2019

Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion

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