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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Verspätungen im Luftverkehr
(insgesamt 12 Einzelfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Datum
24.09.2019
Antwortdauer
14 Tage
Aktualisiert
26.07.2022
ThemenVerkehr & Infrastruktur
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/1307410.09.2019
Verspätungen im Luftverkehr
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Bernd Reuther, Frank Sitta, Renata Alt,
Dr. Marco Buschmann, Karlheinz Busen, Christian Dürr, Dr. Marcus Faber,
Daniel Föst, Katrin Helling-Plahr, Katja Hessel, Manuel Höferlin,
Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge,
Pascal Kober, Konstantin Kuhle, Michael Georg Link, Oliver Luksic,
Alexander Müller, Dr. Stefan Ruppert, Christian Sauter, Matthias Seestern-Pauly,
Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger,
Katja Suding, Michael Theurer, Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich,
Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Verspätungen im Luftverkehr
Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr in Sachen Verspätungen im Luftverkehr.
Aufgrund dessen hat Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
Andreas Scheuer am 5. Oktober 2018 einen Luftverkehrsgipfel einberufen, um
die Ursachen mit der Luftverkehrsbranche zu identifizieren und anschließend
zu beheben. Am 28. März 2019 wurde ein zweites Treffen einberufen, um die
ergriffenen Maßnahmen zu evaluieren und zu bewerten (www.bmvi.de/
SharedDocs/DE/SocialMedia/Youtube/public/2019/03/2-Spitzengespraech-
Luftfahrt-in-Hamburg-mit-BM-Scheuer_wzSs2S9vKGE.html).
Bei den beiden Luftverkehrsgipfeln waren mehrere Bereiche im Luftverkehr
identifiziert worden, die für Verspätungen verantwortlich waren. Dabei wurden
besonders die Bereiche Sicherheitskontrollen und Flugsicherungsorganisation
analysiert. Nun ist es nach Ansicht der Fragesteller an der Zeit, die Effektivität
der Maßnahmen zu beurteilen und wie sich die Verspätungen im Luftverkehr
entwickelt haben.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie hat sich die Passagierzahl im Luftverkehr im Jahr 2019 im Vergleich
zum Vorjahr entwickelt?
2. Wie viele Verspätungen hat es im Luftverkehr bereits im Jahr 2019
gegeben?
3. Wie haben sich die Verspätungen im Luftverkehr in den letzten fünf Jahren
entwickelt?
4. Welche Gründe gibt es aus Sicht der Bundesregierung für die Verspätungen
im Luftverkehr?
5. Besteht aus Sicht der Bundesregierung die Notwendigkeit, einen dritten
Luftverkehrsgipfel mit Vertretern der Luftverkehrsbranche einzuberufen,
um die ergriffenen Maßnahmen zu besprechen?
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13074
19. Wahlperiode 10.09.2019
6. Welche die Bundesregierung betreffenden Maßnahmen des zweiten
Luftverkehrsgipfels vom 28. März 2019 hat die Bundesregierung bereits
umsetzen können?
7. Wie hoch ist der Anteil bei Verspätungen aufgrund zu langer Personen- und
Sicherheitskontrollen?
8. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand der
beiden in Auftrag gegebenen Gutachten zu Personen- und
Sicherheitskontrollen, und wird die Bundesregierung diese veröffentlichen?
9. Wie viele neue Fluglotsen wurden im Jahr 2019 eingestellt?
10. Wie viele Fluglotsen machen freiwillig Überstunden in Sonderschichten,
damit der Luftraum entlastet wird?
11. Wie bewertet die Bundesregierung die Sonderschichten bei der Deutschen
Flugsicherung, um den Luftraum zu entlasten?
12. Mit welchen europäischen Partnern hat die Bundesregierung gesprochen,
um eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der
Flugsicherungen zu erreichen?
Berlin, den 14. August 2019
Christian Lindner und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/1349324.09.2019
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/13074 - Verspätungen im Luftverkehr
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bernd Reuther, Frank Sitta, Renata Alt,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/13074 –
Verspätungen im Luftverkehr
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr in Sachen Verspätungen im Luftverkehr.
Aufgrund dessen hat Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
Andreas Scheuer am 5. Oktober 2018 einen Luftverkehrsgipfel einberufen, um
die Ursachen mit der Luftverkehrsbranche zu identifizieren und anschließend
zu beheben. Am 28. März 2019 wurde ein zweites Treffen einberufen, um die
ergriffenen Maßnahmen zu evaluieren und zu bewerten (www.bmvi.de/Shared
Docs/DE/SocialMedia/Youtube/public/2019/03/2-Spitzengespraech-Luftfahrt-
in-Hamburg-mit-BM-Scheuer_wzSs2S9vKGE.html).
Bei den beiden Luftverkehrsgipfeln waren mehrere Bereiche im Luftverkehr
identifiziert worden, die für Verspätungen verantwortlich waren. Dabei
wurden besonders die Bereiche Sicherheitskontrollen und
Flugsicherungsorganisation analysiert. Nun ist es nach Ansicht der Fragesteller an der Zeit, die
Effektivität der Maßnahmen zu beurteilen und wie sich die Verspätungen im
Luftverkehr entwickelt haben.
1. Wie hat sich die Passagierzahl im Luftverkehr im Jahr 2019 im Vergleich
zum Vorjahr entwickelt?
Zur Entwicklung der Passagierzahlen wird auf die im Internet frei
verfügbare Luftfahrtstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Fachserie 8
Reihe 6, verwiesen.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13493
19. Wahlperiode 24.09.2019
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastrukur vom 23. September 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
2. Wie viele Verspätungen hat es im Luftverkehr bereits im Jahr 2019
gegeben?
3. Wie haben sich die Verspätungen im Luftverkehr in den letzten fünf
Jahren entwickelt?
Die Fragen 2 und 3 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Initiative der Bundesregierung für mehr Pünktlichkeit im Luftverkehr
betrachtet als Ausgangspunkt das Krisenjahr 2018 einhergehend mit einem
Monitoring der weiteren Entwicklung in den Folgejahren. Die Pünktlichkeit der
Abflüge im Juli 2019 betrug 70,1 Prozent. Das sind 1,9 Prozent mehr als im
Vormonat Juni 2019 und 12,1 Prozent mehr als in dem Vorjahresmonat Juli 2018.
4. Welche Gründe gibt es aus Sicht der Bundesregierung für die
Verspätungen im Luftverkehr?
Die Gründe für die Verspätungen im Luftverkehr wurden beim hochrangigen
Treffen „Die Zuverlässigkeit des Luftverkehrs stärken“ am 5. Oktober 2018 in
Hamburg ermittelt und gemeinsam mit Abhilfemaßnahmen in der
Gemeinsamen Erklärung „Fortschrittstreiber Luftfahrt: Ein Schwerpunkt der deutschen
Verkehrspolitik“ benannt (vgl.: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LF/
gemeinsame-erklaerung.html).
5. Besteht aus Sicht der Bundesregierung die Notwendigkeit, einen dritten
Luftverkehrsgipfel mit Vertretern der Luftverkehrsbranche einzuberufen,
um die ergriffenen Maßnahmen zu besprechen?
6. Welche die Bundesregierung betreffenden Maßnahmen des zweiten
Luftverkehrsgipfels vom 28. März 2019 hat die Bundesregierung bereits
umsetzen können?
Die Fragen 5 und 6 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Beim hochrangigen Treffen am 28. März 2019 wurde der bis dahin erzielte
Umsetzungsstand erörtert. Eine Entscheidung über mögliche
darüberhinausgehende Folgetreffen ist noch nicht getroffen. Unabhängig davon wird das
Monitoring der Pünktlichkeitsentwicklung von allen Beteiligten fortgeführt.
Der Umsetzungsstand der die Bundesregierung betreffenden Maßnahmen
gemäß der Gemeinsamen Erklärung zum hochrangigen Treffen
„Fortschrittstreiber Luftfahrt: Ein Schwerpunkt der deutschen Verkehrspolitik“ vom 5.
Oktober 2018 ist im Bericht zum Folgetreffen am 28. März 2019 dargelegt (vgl.:
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LF/zuverlaessigkeit-des-luftverkehrs-
staerken.htm).
7. Wie hoch ist der Anteil bei Verspätungen aufgrund zu langer Personen-
und Sicherheitskontrollen?
Nach Informationen des bei Eurocontrol angesiedelten Central Office for Delay
Analysis (CODA) waren 2018 2,1 Prozent der Verspätungen auf
Sicherheitskontrollen, Grenz- und Zollkontrollen zurückzuführen. Der Anteil der
Luftsicherheitskontrollen dürfte dementsprechend geringer sein.
8. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand der
beiden in Auftrag gegebenen Gutachten zu Personen- und
Sicherheitskontrollen, und wird die Bundesregierung diese veröffentlichen?
Nach Kenntnis der Bundesregierung hat der Bundesrechnungshof seine
Prüfungen im Wesentlichen abgeschlossen. Der Bundesrechnungshof entscheidet in
eigener Zuständigkeit über die Veröffentlichung von Berichten.
Das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) in Auftrag
gegebene Gutachten wird voraussichtlich im Herbst 2019 fertiggestellt und
sodann über eine Veröffentlichung entschieden.
9. Wie viele neue Fluglotsen wurden im Jahr 2019 eingestellt?
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) wird bis Ende des Jahres 2019
voraussichtlich 152 neue Fluglotsen eingestellt haben.
10. Wie viele Fluglotsen machen freiwillig Überstunden in Sonderschichten,
damit der Luftraum entlastet wird?
11. Wie bewertet die Bundesregierung die Sonderschichten bei der
Deutschen Flugsicherung, um den Luftraum zu entlasten?
Die Fragen 10 und 11 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Zusätzliche Schichten werden von der DFS dort eingeplant, wo die Nachfrage
dies erfordert. Auf die ausgeschriebenen Zusatzschichten melden sich in der
Regel ausreichend Fluglotsen. Diese Sonderschichten führen zu Entlastungen.
12. Mit welchen europäischen Partnern hat die Bundesregierung gesprochen,
um eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der
Flugsicherungen zu erreichen?
Die Bundesregierung ist mit (Projekt-) Partnern im FABEC (Functional
Airspaceblock Europe Central, funktionaler Luftraumblock) gemäß SES (Single
European Sky) im kontinuierlichen Austausch. Hierzu gehören neben den
Luftverkehrsverwaltungen die Flugsicherungsorganisationen der beteiligten
Mitgliedstaaten (Frankreich, Schweiz, Luxemburg, Belgien und die Niederlande).
Ferner ist EUROCONTROL eingebunden.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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