[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Protschka, Berengar Elsner
von Gronow, Peter Felser, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 19/22914 –
Zu den Kosten und zur Evaluation der Maßnahmen der Bundesregierung im
Bereich Förderung ausgewogener Ernährung
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung hat im Jahr 2008 den Nationalen Aktionsplan „IN FORM
– Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ zur
Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit
zusammenhängenden Krankheiten beschlossen.
Grundsätzlich gilt für alle Vorhaben aus dem Nationalen Aktionsplan IN
FORM, dass sie durch eine individuelle externe Ergebnis-, Struktur- und/oder
Prozessevaluation begleitet werden. Zusätzlich werden alle Vorhaben u. a.
anhand der Zwischen- und Endberichte hinsichtlich des Projektverlaufs, der
Zielerreichung und der Projektergebnisse durch die fachkundige Projektbetreuung
der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bewertet.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die durchgeführten Projekte
durchweg auf positive Resonanz treffen und als zielführend bewertet werden.
Durch sie werden die Gemeinschaftsverpflegung verbessert, Multiplikatorinnen
und Multiplikatoren fortgebildet, Verbraucherinnen und Verbraucher informiert
und entsprechende Unterstützungsinstrumente und Medien entwickelt und
bundesweit anwendbar gemacht.
In den einzelnen Ländern finden sich unterschiedliche Rahmenbedingungen
und Strukturen in der Gemeinschaftsverpflegung und der Ernährungsbildung.
Die Vorhaben der Vernetzungsstellen Kita-, Schul- und Seniorenverpflegung
tragen in hohem Maße dazu bei, die Qualitätsstandards der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) in den länderspezifischen Strukturen zu
etablieren. Gleichzeitig werden die Projektergebnisse bundesweit nutzbar gemacht
und Austauschmöglichkeiten geschaffen.
Die Projektergebnisse zeigen, dass trotz der erfolgreich durchgeführten
Aktivitäten weiterhin Bedarf an Angeboten im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung
und Ernährungsbildung besteht. Dabei fließen die Projektergebnisse laufender
und vergangener Vorhaben immer auch direkt in die Planung der künftigen
Projekte mit ein.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/23279
19. Wahlperiode 12.10.2020
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
vom 9. Oktober 2020 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarten Projekte
mit den Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung der Länder im
Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.cdu.de/system/tdf/media/doku
mente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1, S. 90; bitte je nach Jahr,
Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 1 zu Frage 1 der Anlage
dargestellt.
2. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge der Projekte
mit den Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung der Länder,
welche Ergebnisse liegen bislang vor, und welche Schlussfolgerungen
hat die Bundesregierung bislang daraus gezogen?
Alle vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
geförderten Vorhaben der Vernetzungsstellen wurden seit dem Jahr 2008 gemäß
der eingangs erwähnten Vorgaben extern evaluiert. In den ersten Jahren der
Förderung betraf dies in erster Linie den Prozess der Beratung und Begleitung
der Träger und Einrichtungen. Gegenstand der aktuellen Evaluationen sind die
in den Vorhaben erbrachten Leistungen.
3. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarten Projekte
mit den Vernetzungsstellen der Länder für Seniorenernährung im
Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumen
te/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1, S. 89; bitte je nach Jahr, Projekt,
Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 2 zu Frage 3 der Anlage
dargestellt.
4. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge der Projekte
mit den Vernetzungsstellen der Länder für Seniorenernährung, welche
Ergebnisse liegen bislang vor, und welche Schlussfolgerungen hat die
Bundesregierung bislang daraus gezogen?
Gemäß der eingangs erläuterten Vorgaben stellt BMEL für die Einrichtung der
Vernetzungsstellen oder vergleichbarer Institutionen für Seniorenernährung
zusätzlich Mittel für eine externe Evaluation in Höhe von bis zu zehn Prozent der
für das Projekt beantragten Gesamtmittel zur Verfügung.
Da die erste Vernetzungsstelle im August 2019 und weitere Vernetzungsstellen
erst im Laufe des Jahres 2020 die Arbeit aufgenommen haben, liegen der
Bundesregierung noch keine Evaluationsergebnisse vor.
5. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte Projekt
„IN FORM“ in der Gemeinschaftsverpflegung mit der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) im Zeitraum von 2017 bis 2020
(
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_201
8.pdf?file=1, S. 90; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 3 zu Frage 5 der Anlage
dargestellt.
6. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„IN FORM“ in der Gemeinschaftsverpflegung mit der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), welche Ergebnisse liegen bislang vor,
und welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung bislang daraus
gezogen?
Das Projekt „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ wird intern vom
Projektnehmer und extern gemäß der eingangs erläuterten Vorgaben evaluiert.
Die DGE-Qualitätsstandards sind deutschlandweit bekannt, die Nachfrage nach
Fachmedien und die Zahl der Fachanfragen durch die Zielgruppe ist groß. Eine
vom BMEL in Auftrag gegebene Studie zu den Kosten- und Preisstrukturen in
der Schulverpflegung hat gezeigt, dass das Schulessen nach DGE-
Qualitätsstandard nur unwesentlich teurer ist.
7. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte Projekt
„Im Alter IN FORM – Gesunde Ernährung, mehr Bewegung, aktive
Teilnahme in Kommunen fördern“ mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der
Seniorenorganisationen (BAGSO) im Zeitraum von 2017 bis 2020
(
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_201
8.pdf?file=1, S. 89; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 4 zu Frage 7 der Anlage
dargestellt.
8. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„Im Alter IN FORM – Gesunde Ernährung, mehr Bewegung, aktive
Teilnahme in Kommunen fördern“ mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der
Seniorenorganisationen (BAGSO), welche Ergebnisse liegen bislang vor,
und welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung bislang daraus
gezogen?
Das Projekt wird gemäß der eingangs erläuterten Vorgaben extern evaluiert.
9. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarten weiteren
Aktivitäten im Rahmen des Aktionsprogramms Gesunde Ernährung von
Seniorinnen und Senioren im Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.
cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1,
S. 89 f.; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe
angeben)?
Einzelheiten zu den Kosten weiterer Projekten im Rahmen der
Ernährungsinitiative für Seniorinnen und Senioren sind der Tabelle 5 zu Frage 9 der Anlage
dargestellt.
Zusätzlich zu den dort aufgeführten Aktivitäten sind aus dem Titel 684 05 in
den Jahren 2019 und 2020 bisher insgesamt 401.138,36 Euro für die
Konzeption, Erstellung und Herausgabe des Magazins „GUTES ESSEN – Magazin für
Seniorinnen und Senioren“ (drei Ausgaben im Jahr 2020) ausgegeben worden.
10. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte Evaluation
des Aktionsplans „IN FORM“ im Zeitraum 2017 bis 2020 (
https://www.
cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1,
S. 89; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe
angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 6 zu Frage 10 der Anlage
dargestellt.
11. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarte
Weiterentwicklung des Aktionsplans „IN FORM“ mit Fokus auf die ersten
1 000 Tage im Leben und die besonderen Bedürfnisse von Kindern sowie
Senioren im Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.cdu.de/system/td
f/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1, S. 89; bitte je
nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 7 zu Frage 11 der Anlage
dargestellt. Der Nationale Aktionsplan IN FORM wird aktuell durch
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Ressorts weiterentwickelt, für die die
üblichen Personalkosten anfallen.
12. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Kantinenprojekt „Förderung der Nachhaltigkeit in der
Betriebsverpflegung“, welches durch das Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen von IN FORM gefördert wird, im
Zeitraum von 2017 bis 2020 (
http://schmidt-evaluation.de/evaluation-des-pro
jekts-foerderung-der-nachhaltigkeit-in-der-betriebsverpflegung-nachhalti
g-bund-gesund-der-dge/; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 8 zu Frage 12 der Anlage
dargestellt.
13. Misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des
Kantinenprojekts „Förderung der Nachhaltigkeit in der Betriebsverpflegung“,
wenn ja, wie, und welche Ergebnisse liegen bislang vor, bzw. welche
Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln hat die Bundesregierung
bislang daraus gezogen?
Im Rahmen des Projektes wurden Analysen zur Nachhaltigkeit in
Modellkantinen durchgeführt und daraus fördernde und hemmende Faktoren für die
Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien abgeleitet. Eine formative externe Evaluation
unterstützte den Projektnehmer. Die Ergebnisse flossen in den
Handlungsleitfaden „Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Betriebsverpflegung –
Empfehlungen und Tipps für Dienstleisterinnen und Dienstleister“ ein. Der
Leitfaden richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker der Betriebsverpflegung,
insbesondere in Bundesbehörden. Er soll sie dabei unterstützen, die
Betriebsverpflegung nachhaltiger zu gestalten und wurde allen Ressorts zur Verfügung
gestellt. Darüber hinaus ist er auf der Homepage des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
(DGE) einsehbar.
14. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Projekt „Gutes Essen macht stark“, welches vom BMEL gefördert wird,
im Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.verbraucherzentrale.de/gu
t-essen-macht-stark-29540; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 9 zu Frage 14 der Anlage
dargestellt.
15. Misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„Gutes Essen macht stark“ mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-
Westfalen (NRW), wenn ja, wie, welche Ergebnisse liegen bislang vor,
und welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung bislang daraus
gezogen?
Das Projekt „Gut Essen macht stark – Mehr gesundheitliche Chancengleichheit
für Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen“ war ein zweijähriges Projekt
aller Verbraucherzentralen unter Federführung der Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen. Mit diesem Projekt wurden Kitas und Schulen, die in den
Gebietskulissen des Programms der „Sozialen Stadt“ des Bundesministeriums des
Innern, für Bau und Heimat (BMI) liegen, in ihren Bestrebungen unterstützt,
ein gesundheitsförderndes Verpflegungsangebot anzubieten, Ernährungsbildung
zu etablieren und eine gelingende Elternarbeit im Ernährungsbereich zu
praktizieren. Entsprechend der Ressortvereinbarung zwischen BMEL und BMI wird
das Projekt im Rahmen der „Ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt“ bis
zum Jahr 2024 weitergeführt.
Die Ergebnisse einer externen Evaluation sind in die Projektausgestaltung des
Folgeprojekts mit dem BMI eingeflossen. Alle Projektaktivitäten im Rahmen
der ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt“ werden anhand einer vom
BMI beauftragten projektbegleitenden Evaluation einer Erfolgskontrolle
unterzogen.
16. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Projekt „Ernährungsbildung und Bewegungsförderung im Kontext von
Alphabetisierung und Integration“, welches auf einer Kooperation mit
dem Bundeszentrum für Ernährung basiert, im Zeitraum von 2017 bis
2020 (
https://www.uni-flensburg.de/evb/forschung/alphabetisierung-und-
grundbildung-alphiteb/projektvorstellung/kooperationspartner/bundeszen
trum-fuer-ernaehrung-ehemals-aid/; bitte je nach Jahr, Projekt,
Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 10 zu Frage 16 der Anlage
dargestellt.
17. Misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„Ernährungsbildung und Bewegungsförderung im Kontext von
Alphabetisierung und Integration“ mit der Uni Flensburg, wenn ja, wie, welche
Ergebnisse liegen bislang vor, und welche Schlussfolgerungen hat die
Bundesregierung bislang daraus für ihr eigenes Handeln gezogen?
Die übergeordnete Aufgabe des IN FORM-Projektes bestand darin, das
Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift mit den gesundheitsförderlichen
Themen Essen, Trinken und Bewegen zu verknüpfen (Food & Move Literacy).
Als Hauptziel wurden sprachsensible, handlungs- und lebensweltorientierte
Materialien zur Bildung von Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund
und zur schulischen Bildung entwickelt und bereitgestellt. Zusätzlich wurden
die Materialien bundesweit bekannt gemacht und Fortbildungen für
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angeboten. Neben der (Weiter-)Entwicklung und
Erprobung der Konzepte zu Food & Move Literacy durch eine Pilotphase in
Schleswig-Holstein besteht die zentrale Aufgabe der Europa Universität
Flensburg (EUF) in der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation des
Bundesprojektes. Ziel der Evaluation ist es, die Potenziale und den Nutzen der
Materialien sowie der Fortbildungen zu diesen Materialien aufzuzeigen. Die
Auswertungen zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden mit den
Fortbildungen. Die Evaluation zeigte ferner, dass die Materialien sehr gut
geeignet sind, Personen mit geringer Lese- und Schreibfertigkeit sowie Menschen
mit Migrations- und Fluchthintergrund in ihrer Alltags-, Lese-, Schreib- und
Sprachkompetenz zu unterstützen.
18. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Projekt „geprüfte IN FORM Rezepte mit der DGE“ im Zeitraum von
2017 bis 2020 (
https://www.in-form.de/netzwerk/projekte/gepruefte-in-f
orm-rezepte/; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 11 zu Frage 18 der Anlage
dargestellt.
19. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„geprüfte IN FORM Rezepte mit der DGE“, welche Ergebnisse liegen
bislang vor, und welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung
bislang daraus gezogen?
Das Projekt wird gemäß eingangs erläuterten Vorgaben extern evaluiert.
20. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für
Messeauftritte im Rahmen von „IN FORM“ mit der Vertragsagentur im
Zeitraum von 2017 bis 2020 (bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 12 zu Frage 20 der Anlage
dargestellt.
21. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Projekt „Bildungsprogramm Gemüse-Klasse“ mit Ackerdemia e. V. im
Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.in-form.de/netzwerk/projekte/
die-gemueseackerdemie/; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 13 zu Frage 21 der Anlage
dargestellt.
22. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„Bildungsprogramm Gemüse-Klasse“ mit Ackerdemia e. V, welche
Ergebnisse liegen bislang vor, und welche Schlussfolgerungen hat die
Bundesregierung bislang daraus gezogen?
Mit dem IN FORM-geförderten Vorhaben „GemüseKlasse – Praktische
Ernährungsbildung im Sachunterricht“ der Ackerdemia e.V. wird zusätzlich
deutschlandweit jährlich rund 300 Schulklassen der Klassenstufen drei und vier eine
praktische Ernährungsbildung ermöglicht. Die Schulkinder begleiten den
Anbau von verschiedenen Gemüsesorten im Klassenzimmer. Ergänzt wird diese
praktische Anschauung durch Bildungsbausteine, die sich an den Themen des
Lehrplans orientieren und in den Unterricht integriert werden. Diese
ganzheitliche Erfahrung tragen die Schulkinder anschließend auch in ihre Familien. Die
Kinder entwickeln einen Bezug zu dem selbst angebauten Gemüse auf,
wodurch der Gemüseverzehr anhaltend erhöht werden soll.
Die Evaluation des Bildungsprogramms Gemüseklasse verfolgte vorrangig die
Ziele Umsetzung, Inhalte und Wirksamkeit des Bildungsprogramms. Die
Ergebnisse flossen stets in die Weiterentwicklung und Optimierung ein. Die
Ergebnisse der Evaluation zeigten großes Interesse und eine enorme Nachfrage
an dem Programm auf. Schlussfolgernd entstand ein Folgeprogramm von 2020
bis 2022 zur Weiterentwicklung, Skalierung und Verstetigung des
Bildungsprogramms „GemüseKlasse“ für Gesundheit und Ernährung. Das Programm soll
an 500 bis 1000 Klassen deutschlandweit etabliert und verstetigt und durch
Digitalisierung des Lehrangebots sowie einem begleitenden Lernangebot für
Eltern ergänzt werden.
23. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Projekt „Jetzt wird’s lecker“ mit Symbioun e. V. im Zeitraum von 2017
bis 2020 (
https://www.nqz.de/vernetzungsstellen/projektfoerderung-in-fo
rm/symbioun/; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 14 zu Frage 23 der Anlage
dargestellt.
24. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„Jetzt wird’s lecker“ mit Symbioun e. V., welche Ergebnisse liegen
bislang vor, und welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung
bislang daraus gezogen?
Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, die Verpflegungsqualität, das Wissen
sowie die Motivation für eine gesundheitsförderliche Ernährung in Kitas zu
erhöhen und zu sichern sowie das eigenstände Handeln von Fachkräften in
diesem Kontext zu steigern. Die externe Evaluation belegt, dass durch das
Vorhaben das Wissen des beteiligten pädagogischen Personals zu einer
ausgewogenen Ernährung verbessert werden konnte. Der überwiegende Teil des
pädagogischen Personals war am Ende des Projektes motiviert, Veränderungen in den
Kindergärten umzusetzen.
25. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die
Erstellung und Verteilung des „Kompass Ernährung“, inklusive der
Sonderausgabe für Senioren, im Zeitraum von 2017 bis 2020 (
https://www.bme
l.de/DE/service/publikationen/kompass-ernaehrung/kompass-ernaehrun
g.html; bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe
angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 15 zu Frage 25 der Anlage
dargestellt.
26. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge der
Verteilung des „Kompass Ernährung“, welche Ergebnisse liegen bislang vor,
und welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung bislang daraus
gezogen?
Der „Kompass Ernährung“ ist im Jahr 2017 extern evaluiert worden. Grundlage
waren die zwölf Ausgaben der Jahre 2013 bis 2016. Berücksichtigt wurden
dabei interne wie externe Datenquellen sowie die Perspektiven von Expertinnen
und Experten wie auch Verbraucherinnen und Verbrauchern. Zum Einsatz kam
ein quantitativ-qualitativer Methodenmix, bestehend aus einem Desk Research
zur Verfügung gestellter Dokumente, Hintergrundinformationen und Media-
Daten, einer Inhaltsanalyse aus ernährungswissenschaftlicher Perspektive, einer
quantitativen Online-Befragung potenzieller wie auch tatsächlicher Leserinnen
und Leser des Magazins, zwei Fokus Gruppen mit Zielgruppen-Vertreterinnen
und -Vertretern sowie Leitfadengespräche mit Ernährungs- und Medien-/
Kommunikationsexpertinnen und –experten.
Aus der Evaluation haben sich zentrale Empfehlungen für die
Weiterentwicklung des Magazins abgeleitet, die ab der Ausgabe 2/2017 konsequent umgesetzt
wurden:
– klarere Kommunikation der Verbraucherorientierung,
– stärkere Motivierung der Leser/-innen zur Umsetzung von Tipps und
Anregungen,
– konsequent enger Zielgruppenzuschnitt in der Themenwahl,
– stärker aufgelockerte Seitengestaltung im Innenteil,
– inhaltlicher Aufbau, der das Thema in abgestufter Form präsentiert,
– praxisorientiertere Aufbereitung von Beiträgen prominenter Gäste und
Interviews mit Expertinnen und Experten.
Die Anzahl der Abonnentinnen und Abonnenten ist von 3.723 (Stand: Oktober
2017) auf 5.652 (Stand: Oktober 2020) gestiegen.
27. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die
Projektträgerkosten für das Aktionsprogramm „IN FORM“ im Zeitraum von 2017 bis
2020 (bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe
angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 16 zu Frage 27 der Anlage
dargestellt.
28. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die
Geschäftsstelle des Aktionsprogramms „IN FORM“ im Zeitraum von
2017 bis 2020 (bitte je nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und
Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 17 zu Frage 28 der Anlage
dargestellt.
29. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Internetportal
www.in-form.de im Zeitraum von 2017 bis 2020 (bitte je
nach Jahr, Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 18 zu Frage 29 der Anlage
dargestellt.
30. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des
Internetportals
www.in-form.de, welche Ergebnisse liegen bislang vor, und
welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung bislang daraus
gezogen?
Die Nutzung des Internetportals wird durch Tracking der Website mittels
spezieller Trackingtools (eTracker bis Ende 2018, netmind bis 31. Juli 2020)
gemessen. Nach Insolvenzanmeldung des Dienstleisters Mindlab (netmind) läuft
aktuell ein Vergabeverfahren. Die nachfolgenden Zahlen beruhen auf
Aufzeichnungen, weil derzeit kein Zugriff auf getrackte Daten möglich ist:
2017: 229.957 Besucherinnen und Besucher,
2018: mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher,
2019: mehr als 580.000 Besucherinnen und Besucher,
1. Januar-31. Juli 2020: 530.573 Besucherinnen und Besucher.
Der Anteil der Besucherinnen und Besucher, die mit mobilen Endgeräten
(Smartphones, Tablets) auf die Seite zugreifen, steigt seit dem Relaunch
(responsives Design). Derzeit liegt er bei ca. 44 Prozent. Dieser Tatsache muss die
Weiterentwicklung der Website gerecht werden, zumal die Verweildauer
mobiler Nutzer mit durchschnittlich einer Minute deutlich geringer ist als die von
Nutzern stationärer Geräte mit drei Minuten.
Die meisten (85 Prozent) der Besucher, die über andere Websites kommen,
erreichen die Seite über Google. Allerdings werden in der Herkunfts-Statistik
nicht alle Besucher erfasst (mögliche Gründe: Direktzugriffe auf die Seite,
anonymes Surfen). Suchmaschinen-Aktivitäten (SEO) spielen eine entscheidende
Rolle für die Reichweite der Website.
Niedrigschwellige Angebote wie das Kühlschrankspiel und Rezepte zeigen
hohe Besucher-Zahlen. Sie bieten einen leichten Einstieg in die Website und
eignen sich zum Transport der Ziele von IN FORM.
31. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für das
Projekt „KLASSE, KOCHEN!“ im Zeitraum von 2017 bis 2020 (https://
www.in-form.de/netzwerk/projekte/klasse-kochen/; bitte je nach Jahr,
Projekt, Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 19 zu Frage 31 der Anlage
dargestellt. Die Beträge von 2017 bis 2019 beinhalten ausschließlich
Personalkosten für die Durchführung und Abwicklung des Wettbewerbs.
32. Wie misst die Bundesregierung die Ergebnisse bzw. Erfolge des Projekts
„KLASSE, KOCHEN!“, welche Ergebnisse liegen bislang vor, und
welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung bislang daraus
gezogen?
Der IN FORM-Wettbewerb „KLASSE, KOCHEN!“ wurde vom BMEL in
Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung, Nolte Küchen und dem
Fernsehkoch Tim Mälzer durchgeführt und endete im Jahr 2016, da sich Nolte Küchen
als Sponsor aus dem Wettbewerb zurückgezogen hat. Mit „KLASSE,
KOCHEN!“ konnten in sechs Jahren über 40.000 Schülerinnen und Schüler
erreicht werden, die sich in fast 800 Wettbewerbsbeiträgen kreativ mit
Ernährungsfragen beschäftigten. Dies zeigt, dass das Thema Ernährung in vielen
Schulen wichtig ist und Stoff für alle Unterrichtsfächer bietet. 68 Schulen
überzeugten mit ihren Ideen zur Küchennutzung und gewannen eine neue
Übungsküche. Das Projekt wurde gemäß eingangs erläutertem Verfahren extern
evaluiert.
33. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für
Informationsmaterial in der Öffentlichkeit im Rahmen des Aktionsprogramms
„IN FORM“ im Zeitraum von 2017 bis 2020 (bitte je nach Jahr, Projekt,
Haushaltstitel und Fördermittelhöhe angeben)?
Einzelheiten zu den Ausgaben sind in der Tabelle 20 zu Frage 33 der Anlage
dargestellt.
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 11 – Drucksache 19/23279
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 13 – Drucksache 19/23279
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 15 – Drucksache 19/23279
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 17 – Drucksache 19/23279
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 19 – Drucksache 19/23279
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 21 – Drucksache 19/23279
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 23 – Drucksache 19/23279
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ISSN 0722-8333]