[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Stephan Brandner und der Fraktion
der AfD
– Drucksache 19/23555 –
Kriminalitätsentwicklung in dem Zeitraum von 2009 bis 2019 in ausgewählten
Deliktsbereichen
(Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/21806)
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/21806 geht hervor, dass die Anzahl der nichtdeutschen
Tatverdächtigen seit dem Jahr 2009 bis zum Jahr 2019 in allen erfragten
Deliktsbereichen gestiegen ist, wohingegen in demselben Zeitraum die Anzahl der
deutschen Tatverdächtigen in zumindest nahezu allen erfragten Deliktsbereichen
zurückgegangen ist. Unklar ist nach Ansicht der Fragesteller hingegen, wie
hoch der Anteil derjenigen Tatverdächtigen ist, die in einem anschließenden
Gerichtsverfahren auch tatsächlich verurteilt wurden und wegen der Begehung
welcher Delikte diese Tatverdächtigen verurteilt wurden. Dies soll mit der
vorliegenden Kleinen Anfrage geklärt werden.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Fragesteller beziehen sich auf die Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage „Kriminalitätsentwicklung in dem Zeitraum von 2009 bis 2019
in ausgewählten Deliktsbereichen“ (Bundestagsdrucksache 19/21806). Die
Beantwortung erfolgte anhand von Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik
(PKS).
Bei den in den Vorbemerkungen der Fragesteller konstatierten Anstiegen der
Anzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist Folgendes zu berücksichtigen:
Ein Vergleich der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung der nichtdeutschen
Wohnbevölkerung mit der deutschen ist aufgrund einer Vielzahl von Faktoren
nicht möglich (Dunkelfeld, fehlende Angaben zu bestimmten
Ausländergruppen wie vor allem Personen ohne Aufenthaltserlaubnis, Touristinnen und
Touristen, Durchreisende, Besucherinnen und Besucher, Grenzpendlerinnen und
Grenzpendler und Stationierungsstreitkräfte in der Bevölkerungsstatistik, die
jedoch in der Kriminalstatistik als Tatverdächtige mitgezählt werden).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/23992
19. Wahlperiode 04.11.2020
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Justiz und für
Verbraucherschutz vom 4. November 2020 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Des Weiteren besteht eine unterschiedliche sozio-strukturelle
Zusammensetzung (Alters-, Geschlechts- und Sozialstruktur). Die sich in Deutschland
aufhaltenden Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind im Vergleich zur
deutschen Bevölkerung im Durchschnitt jünger und häufiger männlichen
Geschlechts. Sie leben eher in Großstädten, gehören zu einem größeren Anteil
unteren Einkommens- und Bildungsschichten an und sind häufiger nicht
erwerbstätig. Bei der entsprechenden deutschen Bevölkerungsgruppe (junge Männer
unterer Einkommensschicht) ist die Kriminalitätsrate ebenfalls höher als im
deutschen Bevölkerungsdurchschnitt.
Im Hinblick auf die nunmehr begehrte Auskunft zu den Verurteilungen wird
vorab auf Folgendes hingewiesen: Die Anzahl der rechtskräftigen
Verurteilungen wird in der jährlich vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen
Strafverfolgungsstatistik ausgewiesen. Die Statistik weist die Entscheidungen
differenziert nach den Straftatbeständen des Strafgesetzbuches und des
Nebenstrafrechts sowie nach den verhängten Sanktionen aus. Erfasst wird eine
Entscheidung in dieser Statistik jeweils nur bei der schwersten Straftat, die dieser
Entscheidung zugrunde liegt.
Nicht erfasst werden in der Statistik nähere Angaben zur Tat, wie insbesondere
über den Tatort und über besondere Tatmodalitäten. Angaben aus der
Strafverfolgungsstatistik liegen daher zu den dahingehenden Fragen nicht vor. Für die
Angaben aus der Strafverfolgungsstatistik wird – im Hinblick auf die
Bezugnahme der Fragesteller auf die Tatverdächtigen – die entsprechende Einteilung
der PKS zugrunde gelegt.
Eine Zuordnung der Zahlen der Strafverfolgungsstatistik zu denen der PKS ist
nicht möglich, dies liegt schon daran, dass zwischen der Erfassung in der
Kriminalstatistik der Polizei bei Abgabe an die Staatsanwaltschaft und der
rechtskräftigen Verurteilung in jedem Fall ein gewisser Zeitraum liegt, die Statistiken
also zwar denselben Zeitraum, aber – innerhalb dieses Zeitraums – nicht
dieselben Verfahren erfassen. Hinzu kommt, dass die polizeiliche Bewertung der
Straftat nicht der Bewertung dieser Tat durch die Justiz entsprechen muss, so
dass die statistische Erfassung bei verschiedenen Straftatbeständen erfolgen
kann. Dementsprechend ist es auch nicht durch einen einfachen Vergleich
zwischen Strafverfolgungsstatistik und PKS möglich, den Anteil der verurteilten
Tatverdächtigen zu ermitteln.
1. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich
„Gewaltkriminalität“ in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung welchen
Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in absoluten
Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen Personengruppe
aufschlüsseln)?
Die Kategorie „Gewaltkriminalität“ wird in der Strafverfolgungsstatistik nicht
erfasst. In der nachstehenden Tabelle sind die Verurteilungen aufgrund der
Tatbestände des Strafgesetzbuches aufgelistet, die in der PKS unter dem Begriff
der „Gewaltkriminalität“ erfasst werden.
Der § 226a StGB „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ (in Kraft getreten am
28. September 2013) wird erst ab dem Berichtsjahr 2014 ausgewiesen.
Verurteilte wegen Tatbeständen der „Gewaltkriminalität“ (nach Definition
der PKS)
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
211
Mord
I 161 190 132 142 127 142 135 136 123 123 173
D 133 141 95 108 98 95 95 105 75 80 113
83 % 74 % 72 % 76 % 77 % 67 % 70 % 77 % 61 % 65 % 65 %
nD 28 49 37 34 29 47 40 31 48 43 60
17 % 26 % 28 % 24 % 23 % 33 % 30 % 23 % 39 % 35 % 35 %
212, 213
Totschlag
I 354 331 345 331 298 329 304 316 338 313 370
D 240 224 225 223 191 210 194 177 169 153 199
68 % 68 % 65 % 67 % 64 % 64 % 64 % 56 % 50 % 49 % 54 %
nD 114 107 120 108 107 119 110 139 169 160 171
32 % 32 % 35 % 33 % 36 % 36 % 36 % 44 % 50 % 51 % 46 %
216
Tötung auf
Verlangen
I 6 6 1 2 6 2 3 3 3 5 4
D 6 5 1 2 6 1 3 3 3 5 4
100 % 83 % 100 % 100 % 100 % 50 % 100 % 100 % 100 % 100 % 100 %
nD 0 1 0 0 0 1 0 0 0 0 0
0 % 17 % 0 % 0 % 0 % 50 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
177 Abs. 5
Sexuelle Nötigung
I 734 738 634 590 532 438 470 489 480 428 428
D 544 508 443 392 377 292 298 276 232 222 216
74 % 69 % 70 % 66 % 71 % 67 % 63 % 56 % 48 % 52 % 50 %
nD 190 230 191 198 155 146 172 213 248 206 212
26 % 31 % 30 % 34 % 29 % 33 % 37 % 44 % 52 % 48 % 50 %
177 Abs. 6 Nr. 1
Vergewaltigung
I 702 668 577 500 444 425 439 416 479 569 562
D 471 474 373 346 301 276 298 245 271 336 331
67 % 71 % 65 % 69 % 68 % 65 % 68 % 59 % 57 % 59 % 59 %
nD 231 194 204 154 143 149 141 171 208 233 231
33 % 29 % 35 % 31 % 32 % 35 % 32 % 41 % 43 % 41 % 41 %
177 Abs. 6 Nr. 2, Abs. 7,
8 Vergewaltigung
I 217 184 166 161 148 138 127 111 137 124 157
D 158 132 122 116 105 101 92 75 81 73 87
73 % 72 % 73 % 72 % 71 % 73 % 72 % 68 % 59 % 59 % 55 %
nD 59 52 44 45 43 37 35 36 56 51 70
27 % 28 % 27 % 28 % 29 % 27 % 28 % 32 % 41 % 41 % 45 %
178
Sexueller Übergriff,
sexuelle Nötigung und
Vergewaltigung mit Todesfolge
I 9 7 4 10 5 3 2 1 11 15 0
D 9 5 4 7 4 3 2 1 10 12 0
100 % 71 % 100 % 70 % 80 % 100 % 100 % 100 % 91 % 80 % -
nD 0 2 0 3 1 0 0 0 1 3 0
0 % 29 % 0 % 30 % 20 % 0 % 0 % 0 % 9 % 20 % -
249
Raub
I 2.984 2.667 2.622 2.304 2.349 2.151 1.984 1.745 1.628 1.493 1.521
D 2.240 1.958 1.906 1.559 1.609 1.457 1.308 1.072 973 884 929
75 % 73 % 73 % 68 % 68 % 68 % 66 % 61 % 60 % 59 % 61 %
nD 744 709 716 745 740 694 676 673 655 609 592
25 % 27 % 27 % 32 % 32 % 32 % 34 % 39 % 40 % 41 % 39 %
255
Räuberische Erpressung
I 3.732 3.919 3.895 3.750 3.313 3.017 2.689 2.393 2.382 2.246 2.357
D 2.833 2.910 2.843 2.690 2.409 2.219 1.975 1.747 1.729 1.604 1.672
76 % 74 % 73 % 72 % 73 % 74 % 73 % 73 % 73 % 71 % 71 %
nD 899 1.009 1.052 1.060 904 798 714 646 653 642 685
24 % 26 % 27 % 28 % 27 % 26 % 27 % 27 % 27 % 29 % 29 %
316a
Räuberischer Angriff auf
Kraftfahrer
I 48 52 40 53 33 32 48 77 63 64 45
D 38 42 32 34 20 26 39 57 47 50 38
79 % 81 % 80 % 64 % 61 % 81 % 81 % 74 % 75 % 78 % 84 %
nD 10 10 8 19 13 6 9 20 16 14 7
21 % 19 % 20 % 36 % 39 % 19 % 19 % 26 % 25 % 22 % 16 %
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
227
Körperverletzung mit
Todesfolge
I 69 67 49 63 40 56 66 52 37 49 40
D 58 56 36 55 30 49 41 35 24 34 24
84 % 84 % 73 % 87 % 75 % 88 % 62 % 67 % 65 % 69 % 60 %
nD 11 11 13 8 10 7 25 17 13 15 16
16 % 16 % 27 % 13 % 25 % 13 % 38 % 33 % 35 % 31 % 40 %
224
Gefährliche
Körperverletzung
I 32.700 29.713 28.213 25.615 22.741 20.191 18.910 18.708 18.889 18.783 18.979
D 25.530 23.362 21.736 19.357 17.116 14.934 13.480 12.381 11.978 11.478 11.461
78 % 79 % 77 % 76 % 75 % 74 % 71 % 66 % 63 % 61 % 60 %
nD 7.170 6.351 6.477 6.258 5.625 5.257 5.430 6.327 6.911 7.305 7.518
22 % 21 % 23 % 24 % 25 % 26 % 29 % 34 % 37 % 39 % 40 %
226
Schwere
Körperverletzung
I 116 97 110 101 84 87 78 83 67 65 76
D 97 74 89 79 64 59 52 59 37 41 49
84 % 76 % 81 % 78 % 76 % 68 % 67 % 71 % 55 % 63 % 64 %
nD 19 23 21 22 20 28 26 24 30 24 27
16 % 24 % 19 % 22 % 24 % 32 % 33 % 29 % 45 % 37 % 36 %
226a
Verstümmelung
weiblicher Genitalien
I 1 3 0 1 0 0
D 1 1 0 1 0 0
100 % 33 % - 100 % - -
nD 0 2 0 0 0 0
0 % 67 % - 0 % - -
239a
Erpresserischer
Menschenraub
I 95 125 128 131 121 106 80 89 78 70 111
D 60 83 69 95 65 71 52 65 41 39 65
63 % 66 % 54 % 73 % 54 % 67 % 65 % 73 % 53 % 56 % 59 %
nD 35 42 59 36 56 35 28 24 37 31 46
37 % 34 % 46 % 27 % 46 % 33 % 35 % 27 % 47 % 44 % 41 %
239b
Geiselnahme
I 33 37 58 31 25 21 30 15 18 19 23
D 22 21 42 18 14 6 22 10 10 11 11
67 % 57 % 72 % 58 % 56 % 29 % 73 % 67 % 56 % 58 % 48 %
nD 11 16 16 13 11 15 8 5 8 8 12
33 % 43 % 28 % 42 % 44 % 71 % 27 % 33 % 44 % 42 % 52 %
316c
Angriffe auf den Luft-und
Seeverkehr
I 6 5 3 3 12 4 6 4 6 0 4
D 6 5 2 3 5 3 5 3 5 0 2
100 % 100 % 67 % 100 % 42 % 75 % 83 % 75 % 83 % - 50 %
nD 0 0 1 0 7 1 1 1 1 0 2
0 % 0 % 33 % 0 % 58 % 25 % 17 % 25 % 17 % - 50 %
Insgesamt I 41.966 38.806 36.977 33.787 30.278 27.143 25.374 24.638 24.740 24.366 24.850
D 32.445 30.000 28.018 25.084 22.414 19.803 17.957 16.311 15.686 15.022 15.201
77 % 77 % 76 % 74 % 74 % 73 % 71 % 66 % 63 % 62 % 61 %
nD 9.521 8.806 8.959 8.703 7.864 7.340 7.417 8.327 9.054 9.344 9.649
23 % 23 % 24 % 26 % 26 % 27 % 29 % 34 % 37 % 38 % 39 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
In dieser und den folgenden Tabellen auf Grundlage der
Strafverfolgungsstatistik werden die folgenden Abkürzungen verwendet: VU – Verurteilte; I –
Insgesamt; D – Deutsche; nD – nicht Deutsche.
2. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Mord, Totschlag
und Tötung auf Verlangen“ in einem Gerichtsverfahren wegen der
Verwirklichung welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach
Jahresscheiben in absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der
jeweiligen Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Verurteilte wegen Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
211
Mord
I 161 190 132 142 127 142 135 136 123 123 173
D 133 141 95 108 98 95 95 105 75 80 113
83 % 74 % 72 % 76 % 77 % 67 % 70 % 77 % 61 % 65 % 65 %
nD 28 49 37 34 29 47 40 31 48 43 60
17 % 26 % 28 % 24 % 23 % 33 % 30 % 23 % 39 % 35 % 35 %
212, 213
Totschlag
I 354 331 345 331 298 329 304 316 338 313 370
D 240 224 225 223 191 210 194 177 169 153 199
68 % 68 % 65 % 67 % 64 % 64 % 64 % 56 % 50 % 49 % 54 %
nD 114 107 120 108 107 119 110 139 169 160 171
32 % 32 % 35 % 33 % 36 % 36 % 36 % 44 % 50 % 51 % 46 %
216
Tötung auf Verlangen
I 6 6 1 2 6 2 3 3 3 5 4
D 6 5 1 2 6 1 3 3 3 5 4
100 % 83 % 100 % 100 % 100 % 50 % 100 % 100 % 100 % 100 % 100 %
nD 0 1 0 0 0 1 0 0 0 0 0
0 % 17 % 0 % 0 % 0 % 50 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %
Insgesamt I 521 527 478 475 431 473 442 455 464 441 547
D 379 370 321 333 295 306 292 285 247 238 316
73 % 70 % 67 % 70 % 68 % 65 % 66 % 63 % 53 % 54 % 58 %
nD 142 157 157 142 136 167 150 170 217 203 231
27 % 30 % 33 % 30 % 32 % 35 % 34 % 37 % 47 % 46 % 42 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
3. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Vergewaltigung,
sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall
einschließlich mit Todesfolge“ in einem Gerichtsverfahren wegen der
Verwirklichung welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach
Jahresscheiben in absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der
jeweiligen Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Verurteilte wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen
Übergriffs im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
177 Abs. 5
Sexuelle Nötigung
I 734 738 634 590 532 438 470 489 480 428 428
D 544 508 443 392 377 292 298 276 232 222 216
74 % 69 % 70 % 66 % 71 % 67 % 63 % 56 % 48 % 52 % 50 %
nD 190 230 191 198 155 146 172 213 248 206 212
26 % 31 % 30 % 34 % 29 % 33 % 37 % 44 % 52 % 48 % 50 %
177 Abs. 6 Nr. 1
Vergewaltigung
I 702 668 577 500 444 425 439 416 479 569 562
D 471 474 373 346 301 276 298 245 271 336 331
67 % 71 % 65 % 69 % 68 % 65 % 68 % 59 % 57 % 59 % 59 %
nD 231 194 204 154 143 149 141 171 208 233 231
33 % 29 % 35 % 31 % 32 % 35 % 32 % 41 % 43 % 41 % 41 %
177 Abs. 6 Nr. 2, Abs. 7,
8Vergewaltigung
I 217 184 166 161 148 138 127 111 137 124 157
D 158 132 122 116 105 101 92 75 81 73 87
73 % 72 % 73 % 72 % 71 % 73 % 72 % 68 % 59 % 59 % 55 %
nD 59 52 44 45 43 37 35 36 56 51 70
27 % 28 % 27 % 28 % 29 % 27 % 28 % 32 % 41 % 41 % 45 %
178
Sexueller Übergriff,
sexuelle Nötigung u.
Vergewaltigung mit Todesfolge
I 9 7 4 10 5 3 2 1 11 15 0
D 9 5 4 7 4 3 2 1 10 12 0
100 % 71 % 100 % 70 % 80 % 100 % 100 % 100 % 91 % 80 % -
nD 0 2 0 3 1 0 0 0 1 3 0
0 % 29 % 0 % 30 % 20 % 0 % 0 % 0 % 9 % 20 % -
Insgesamt I 1.662 1.597 1.381 1.261 1.129 1.004 1.038 1.017 1.107 1.136 1.147
D 1.182 1.119 942 861 787 672 690 597 594 643 634
71 % 70 % 68 % 68 % 70 % 67 % 66 % 59 % 54 % 57 % 55 %
nD 480 478 439 400 342 332 348 420 513 493 513
29 % 30 % 32 % 32 % 30 % 33 % 34 % 41 % 46 % 43 % 45 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
Im Jahr 2016 erfolgte eine umfassende Reform im Sexualstrafrecht. Die
vorstehenden Angaben beziehen sich auf die aktuelle Gesetzeslage. Für die Erfassung
bis zum Berichtsjahr 2016 wurden folgende Tatbestände zugrunde gelegt:
§ 177 Absatz 1 StGB (bis 2016) für den in der Tabelle aufgeführten § 177
Absatz 5 StGB „Sexuelle Nötigung“.
§ 177 Absatz 2 Nr. 1 StGB (bis 2016) für den in der Tabelle aufgeführten § 177
Absatz 6 Nr. 1 StGB „Vergewaltigung“.
§ 177 Absatz 2 Nr. 2, Absätze 3, 4 StGB (bis 2016) für den in der Tabelle
aufgeführten § 177 Absatz 6 Nr. 2, Absätze 7, 8 StGB „Vergewaltigung“.
4. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Raubdelikte“ in
einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung welchen
Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in absoluten Zahlen
sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen Personengruppe
aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Verurteilte wegen „Raubdelikten“ (nach Definition der PKS)
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
249
Raub
I 2.984 2.667 2.622 2.304 2.349 2.151 1.984 1.745 1.628 1.493 1.521
D 2.240 1.958 1.906 1.559 1.609 1.457 1.308 1.072 973 884 929
75 % 73 % 73 % 68 % 68 % 68 % 66 % 61 % 60 % 59 % 61 %
nD 744 709 716 745 740 694 676 673 655 609 592
25 % 27 % 27 % 32 % 32 % 32 % 34 % 39 % 40 % 41 % 39 %
250
Schwerer Raub
I 1.947 1.909 1.867 1.753 1.740 1.459 1.332 1.349 1.130 1.194 1.080
D 1.399 1.301 1.313 1.202 1.182 980 918 885 700 737 681
72 % 68 % 70 % 69 % 68 % 67 % 69 % 66 % 62 % 62 % 63 %
nD 548 608 554 551 558 479 414 464 430 457 399
28 % 32 % 30 % 31 % 32 % 33 % 31 % 34 % 38 % 38 % 37 %
251
Raub mit Todesfolge
I 16 12 12 11 6 17 6 4 12 19 15
D 11 7 12 8 4 9 3 3 8 6 6
69 % 58 % 100 % 73 % 67 % 53 % 50 % 75 % 67 % 32 % 40 %
nD 5 5 0 3 2 8 3 1 4 13 9
31 % 42 % 0 % 27 % 33 % 47 % 50 % 25 % 33 % 68 % 60 %
252
Räuberischer Diebstahl
I 1.240 1.235 1.190 1.187 1.185 1.207 1.230 1.332 1.283 1.253 1.297
D 888 900 857 838 775 784 769 786 735 708 738
72 % 73 % 72 % 71 % 65 % 65 % 63 % 59 % 57 % 57 % 57 %
nD 352 335 333 349 410 423 461 546 548 545 559
28 % 27 % 28 % 29 % 35 % 35 % 37 % 41 % 43 % 43 % 43 %
255
Räuberische Erpressung
I 3.732 3.919 3.895 3.750 3.313 3.017 2.689 2.393 2.382 2.246 2.357
D 2.833 2.910 2.843 2.690 2.409 2.219 1.975 1.747 1.729 1.604 1.672
76 % 74 % 73 % 72 % 73 % 74 % 73 % 73 % 73 % 71 % 71 %
nD 899 1.009 1.052 1.060 904 798 714 646 653 642 685
24 % 26 % 27 % 28 % 27 % 26 % 27 % 27 % 27 % 29 % 29 %
316a
Räuberischer Angriff auf
Kraftfahrer
I 48 52 40 53 33 32 48 77 63 64 45
D 38 42 32 34 20 26 39 57 47 50 38
79 % 81 % 80 % 64 % 61 % 81 % 81 % 74 % 75 % 78 % 84 %
nD 10 10 8 19 13 6 9 20 16 14 7
21 % 19 % 20 % 36 % 39 % 19 % 19 % 26 % 25 % 22 % 16 %
Insgesamt I 9.967 9.794 9.626 9.058 8.626 7.883 7.289 6.900 6.498 6.269 6.315
D 7.409 7.118 6.963 6.331 5.999 5.475 5.012 4.550 4.192 3.989 4.064
74 % 73 % 72 % 70 % 70 % 69 % 69 % 66 % 65 % 64 % 64 %
nD 2.558 2.676 2.663 2.727 2.627 2.408 2.277 2.350 2.306 2.280 2.251
26 % 27 % 28 % 30 % 30 % 31 % 31 % 34 % 35 % 36 % 36 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
5. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Gefährliche und
schwere Körperverletzung“ in einem Gerichtsverfahren wegen der
Verwirklichung welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach
Jahresscheiben in absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der
jeweiligen Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Der § 226a StGB „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ (in Kraft getreten am
28.09.2013) wird erst ab dem Berichtsjahr 2014 ausgewiesen.
Verurteilte wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
224 Abs. 1 Nr. 1
Gefährliche
Körperverletzung,
Vergiftung
I 282 210 201 313 263 284 278 260 269 254 299
D 240 178 168 259 210 230 208 179 182 155 186
85 % 85 % 84 % 83 % 80 % 81 % 75 % 69 % 68 % 61 % 62 %
nD 42 32 33 54 53 54 70 81 87 99 113
15 % 15 % 16 % 17 % 20 % 19 % 25 % 31 % 32 % 39 % 38 %
224 Abs. 1 Nr. 2 – 5
Gefährliche
Körperverletzung
I 32.418 29.503 28.012 25.302 22.478 19.907 18.632 18.448 18.620 18.529 18.979
D 25.290 23.184 21.568 19.098 16.906 14.704 13.272 12.202 11.796 11.323 11.461
78 % 79 % 77 % 75 % 75 % 74 % 71 % 66 % 63 % 61 % 60 %
nD 7.128 6.319 6.444 6.204 5.572 5.203 5.360 6.246 6.824 7.206 7.518
22 % 21 % 23 % 25 % 25 % 26 % 29 % 34 % 37 % 39 % 40 %
226 Abs. 1
Schwere
Körperverletzung
I 109 89 104 93 77 78 72 70 62 59 76
D 92 68 84 72 59 54 48 50 34 37 49
84 % 76 % 81 % 77 % 77 % 69 % 67 % 71 % 55 % 63 % 64 %
nD 17 21 20 21 18 24 24 20 28 22 27
16 % 24 % 19 % 23 % 23 % 31 % 33 % 29 % 45 % 37 % 36 %
226 Abs. 2
Absichtliche oder
wissentliche schwere
Körperverletzung
I 7 8 6 8 7 9 6 13 5 6 5
D 5 6 5 7 5 5 4 9 3 4 2
71 % 75 % 83 % 88 % 71 % 56 % 67 % 69 % 60 % 67 % 40 %
nD 2 2 1 1 2 4 2 4 2 2 3
29 % 25 % 17 % 13 % 29 % 44 % 33 % 31 % 40 % 33 % 60 %
226a
Verstümmelung
weiblicher Genitalien
I 1 3 0 1 0 0
D 1 1 0 1 0 0
100 % 33 % 100 % #DIV/0!
nD 0 2 0 0 0 0
0 % 67 % 0 % #DIV/0!
227
Körperverletzung mit
Todesfolge
I 69 67 49 63 40 56 66 52 37 49 40
D 58 56 36 55 30 49 41 35 24 34 24
84 % 84 % 73 % 87 % 75 % 88 % 62 % 67 % 65 % 69 % 60 %
nD 11 11 13 8 10 7 25 17 13 15 16
16 % 16 % 27 % 13 % 25 % 13 % 38 % 33 % 35 % 31 % 40 %
229
Fahrlässige
Körperverletzung, außer im
Straßenverkehr
I 5.196 5.279 5.364 6.234 6.069 5.891 6.107 5.334 4.383 3.273 3.360
D 4.289 4.401 4.362 5.054 4.884 4.712 4.781 4.114 3.360 2.438 2.502
83 % 83 % 81 % 81 % 80 % 80 % 78 % 77 % 77 % 74 % 74 %
nD 907 878 1.002 1.180 1.185 1.179 1.326 1.220 1.023 835 858
17 % 17 % 19 % 19 % 20 % 20 % 22 % 23 % 23 % 26 % 26 %
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Insgesamt I 38.081 35.156 33.736 32.013 28.934 26.226 25.164 24.177 23.377 22.170 22.759
D 29.974 27.893 26.223 24.545 22.094 19.755 18.355 16.589 15.400 13.991 14.224
79 % 79 % 78 % 77 % 76 % 75 % 73 % 69 % 66 % 63 % 62 %
nD 8.107 7.263 7.513 7.468 6.840 6.471 6.809 7.588 7.977 8.179 8.535
21 % 21 % 22 % 23 % 24 % 25 % 27 % 31 % 34 % 37 % 38 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
6. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Vorsätzliche
einfache Körperverletzung“ in einem Gerichtsverfahren verurteilt (bitte
nach Jahresscheiben in absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil
an der jeweiligen Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Verurteilte wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung gemäß § 223
StGB
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
223
Körperverletzung
I 51.066 49.158 48.515 47.344 46.111 43.313 41.210 41.820 41.802 38.675 37.588
D 40.857 39.011 38.392 37.321 35.971 33.160 30.936 29.664 28.972 26.348 25.381
80 % 79 % 79 % 79 % 78 % 77 % 75 % 71 % 69 % 68 % 68 %
nD 10.209 10.147 10.123 10.023 10.140 10.153 10.274 12.156 12.830 12.327 12.207
20 % 21 % 21 % 21 % 22 % 23 % 25 % 29 % 31 % 32 % 32 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
7. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich
„Straßenkriminalität“ in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung welchen
Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in absoluten
Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen Personengruppe
aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Daten vor. Eine Differenzierung nach
dem Tatort ist auf Basis der Strafverfolgungsstatistik nicht möglich (siehe
Vorbemerkung der Bundesregierung).
8. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich
„Diebstahlskriminalität (insgesamt)“ in einem Gerichtsverfahren wegen der
Verwirklichung welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach
Jahresscheiben in absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen
Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Der am 22. Juli 2017 in Kraft getretene § 244 Absatz 4 StGB
„Privatwohnungseinbruchdiebstahl“ wurde im Berichtsjahr 2018 erstmalig erfasst.
Verurteilte wegen Tatbeständen aus dem Deliktsbereich der
„Diebstahlskriminalität“ (nach Definition der PKS)
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
242
Diebstahl
I 113.597 110.223 110.932 105.631 107.141 106.339 108.534 106.686 93.946 87.525 85.116
D 87.551 82.393 80.865 74.832 72.415 66.912 62.149 57.385 51.858 47.980 46.786
77 % 75 % 73 % 71 % 68 % 63 % 57 % 54 % 55 % 55 % 55 %
nD 26.046 27.830 30.067 30.799 34.726 39.427 46.385 49.301 42.088 39.545 38.330
23 % 25 % 27 % 29 % 32 % 37 % 43 % 46 % 45 % 45 % 45 %
243 Abs. 1 S. 2 Nr. 1
Einbruchdiebstahl
I 13.825 12.770 12.304 11.623 10.985 10.159 9.374 9.344 8.290 7.628 6.936
D 10.805 9.698 9.155 8.438 7.663 6.715 5.715 5.299 4.848 4.520 4.079
78 % 76 % 74 % 73 % 70 % 66 % 61 % 57 % 58 % 59 % 59 %
nD 3.020 3.072 3.149 3.185 3.322 3.444 3.659 4.045 3.442 3.108 2.857
22 % 24 % 26 % 27 % 30 % 34 % 39 % 43 % 42 % 41 % 41 %
243 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 bis 7
Besonders schwerer Fall
des Diebstahls
I 7.309 7.384 7.352 7.668 7.904 7.753 7.750 9.024 8.303 8.300 7.976
D 5.503 5.227 4.920 4.922 4.502 4.186 3.802 3.927 3.807 3.648 3.797
75 % 71 % 67 % 64 % 57 % 54 % 49 % 44 % 46 % 44 % 48 %
nD 1.806 2.157 2.432 2.746 3.402 3.567 3.948 5.097 4.496 4.652 4.179
25 % 29 % 33 % 36 % 43 % 46 % 51 % 56 % 54 % 56 % 52 %
244 Abs. 1 Nr. 1
Diebstahl mit
Waffen
I 2.034 2.061 2.104 2.278 2.505 2.648 2.791 3.146 3.154 3.357 3.248
D 1.470 1.488 1.488 1.490 1.590 1.516 1.554 1.579 1.634 1.823 1.664
72 % 72 % 71 % 65 % 63 % 57 % 56 % 50 % 52 % 54 % 51 %
nD 564 573 616 788 915 1.132 1.237 1.567 1.520 1.534 1.584
28 % 28 % 29 % 35 % 37 % 43 % 44 % 50 % 48 % 46 % 49 %
244 Abs. 1 Nr. 2
Bandendiebstahl
I 200 195 229 217 176 235 214 167 137 109 116
D 116 105 110 80 52 69 68 33 46 26 35
58 % 54 % 48 % 37 % 30 % 29 % 32 % 20 % 34 % 24 % 30 %
nD 84 90 119 137 124 166 146 134 91 83 81
42 % 46 % 52 % 63 % 70 % 71 % 68 % 80 % 66 % 76 % 70 %
244 Abs. 1 Nr. 3
Wohnungseinbruchdiebstahl
I 2.305 2.538 2.520 2.792 2.878 2.822 2.750 2.955 2.719 1.813 995
D 1.735 1.852 1.698 1.786 1.787 1.617 1.414 1.369 1.244 918 500
75 % 73 % 67 % 64 % 62 % 57 % 51 % 46 % 46 % 51 % 50 %
nD 570 686 822 1.006 1.091 1.205 1.336 1.586 1.475 895 495
25 % 27 % 33 % 36 % 38 % 43 % 49 % 54 % 54 % 49 % 50 %
244 Abs. 4
Privatwohnungseinbruchdiebstahl
I 585 1.269
D 222 566
38 % 45 %
nD 363 703
62 % 55 %
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
244a
Schwerer
Bandendiebstahl
I 708 750 789 819 938 936 851 897 788 750 624
D 247 264 268 275 293 264 184 188 137 149 144
35 % 35 % 34 % 34 % 31 % 28 % 22 % 21 % 17 % 20 % 23 %
nD 461 486 521 544 645 672 667 709 651 601 480
65 % 65 % 66 % 66 % 69 % 72 % 78 % 79 % 83 % 80 % 77 %
Insgesamt I 139.978 135.921 136.230 131.028 132.527 130.892 132.264 132.219 117.337 109.482 105.011
D 107.427 101.027 98.504 91.823 88.302 81.279 74.886 69.780 63.574 59.064 57.005
77 % 74 % 72 % 70 % 67 % 62 % 57 % 53 % 54 % 54 % 54 %
nD 32.551 34.894 37.726 39.205 44.225 49.613 57.378 62.439 53.763 50.418 48.006
23 % 26 % 28 % 30 % 33 % 38 % 43 % 47 % 46 % 46 % 46 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
9. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Ladendiebstahl“
in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung welchen
Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in absoluten Zahlen
sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen Personengruppe
aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Daten vor. Eine Differenzierung nach
dem Tatort ist auf Basis der Strafverfolgungsstatistik nicht möglich (siehe
Vorbemerkung der Bundesregierung).
10. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich
„Wohnungseinbruchsdiebstahl“ in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung
welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in
absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen
Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Verurteilte wegen Wohnungseinbruchdiebstahl und
Privatwohnungseinbruchdiebstahl
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
244 Abs. 1 Nr. 3
Wohnungseinbruchdiebstahl
I 2.305 2.538 2.520 2.792 2.878 2.822 2.750 2.955 2.719 1.813 995
D 1.735 1.852 1.698 1.786 1.787 1.617 1.414 1.369 1.244 918 500
75 % 73 % 67 % 64 % 62 % 57 % 51 % 46 % 46 % 51 % 50 %
nD 570 686 822 1.006 1.091 1.205 1.336 1.586 1.475 895 495
25 % 27 % 33 % 36 % 38 % 43 % 49 % 54 % 54 % 49 % 50 %
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
244 Abs. 4
Privatwohnungseinbruchdiebstahl
I 585 1.269
D 222 566
38 % 45 %
nD 363 703
62 % 55 %
Insgesamt I 2.305 2.538 2.520 2.792 2.878 2.822 2.750 2.955 2.719 2.398 2.264
D 1.735 1.852 1.698 1.786 1.787 1.617 1.414 1.369 1.244 1.140 1.066
75 % 73 % 67 % 64 % 62 % 57 % 51 % 46 % 46 % 48 % 47 %
nD 570 686 822 1.006 1.091 1.205 1.336 1.586 1.475 1.258 1.198
25 % 27 % 33 % 36 % 38 % 43 % 49 % 54 % 54 % 52 % 53 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
11. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Diebstahl an/aus
Kraftfahrzeugen“ in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung
welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in
absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen
Personengruppe aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Daten vor. Eine Differenzierung nach
dem Tatort oder Tatobjekt ist auf Basis der Strafverfolgungsstatistik nicht
möglich (siehe Vorbemerkung der Bundesregierung).
12. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich
„Taschendiebstahl“ in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung welchen
Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in absoluten
Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen Personengruppe
aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Daten vor. Eine Differenzierung nach
der Tatmodalität ist auf Basis der Strafverfolgungsstatistik nicht möglich (siehe
Vorbemerkung der Bundesregierung).
13. Wie viele Tatverd��chtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Betrug“ in
einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung welchen
Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in absoluten Zahlen
sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen Personengruppe
aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Die am 19. April 2017 in Kraft getretenen §§ 265c StGB („Sportwettbetrug“),
265d StGB („Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben“) und 265e
StGB („Besonders schwere Fälle des Sportbetrugs und der Manipulation von
berufssportlichen Wettbewerben“) wurden im Berichtsjahr 2018 erstmalig
erfasst. Rechtskräftige Verurteilungen nach §§ 265d und 265e StGB erfolgten in
den Jahren 2018 und 2019 jedoch nicht.
Verurteilte wegen Straftaten aus dem Deliktsbereich „Betrug“ (nach
Definition der PKS)
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
263 Abs. 1
Betrug
I 96.861 95.461 93.674 83.900 82.173 84.002 83.256 82.828 76.485 72.657 72.118
D 80.887 79.143 76.578 68.238 66.332 67.047 65.647 63.289 57.800 54.359 52.999
84 % 83 % 82 % 81 % 81 % 80 % 79 % 76 % 76 % 75 % 73 %
nD 15.974 16.318 17.096 15.662 15.841 16.955 17.609 19.539 18.685 18.298 19.119
16 % 17 % 18 % 19 % 19 % 20 % 21 % 24 % 24 % 25 % 27 %
263 Abs. 3 u. 5
Schwerwiegende Fälle
des Betruges
I 4.757 5.232 5.368 5.507 5.479 5.495 5.638 5.986 5.750 6.197 6.358
D 3.827 4.179 4.282 4.341 4.236 4.262 4.310 4.510 4.388 4.610 4.874
80 % 80 % 80 % 79 % 77 % 78 % 76 % 75 % 76 % 74 % 77 %
nD 930 1.053 1.086 1.166 1.243 1.233 1.328 1.476 1.362 1.587 1.484
20 % 20 % 20 % 21 % 23 % 22 % 24 % 25 % 24 % 26 % 23 %
263a
Computerbetrug
I 2.725 2.827 2.797 2.777 2.645 2.628 2.552 2.543 2.505 2.376 2.495
D 2.250 2.314 2.257 2.255 2.112 2.142 2.021 1.937 1.911 1.844 1.897
83 % 82 % 81 % 81 % 80 % 82 % 79 % 76 % 76 % 78 % 76 %
nD 475 513 540 522 533 486 531 606 594 532 598
17 % 18 % 19 % 19 % 20 % 18 % 21 % 24 % 24 % 22 % 24 %
264
Subventionsbetrug
I 153 168 130 140 136 169 109 94 76 81 116
D 143 154 118 132 119 148 106 89 72 73 107
93 % 92 % 91 % 94 % 88 % 88 % 97 % 95 % 95 % 90 % 92 %
nD 10 14 12 8 17 21 3 5 4 8 9
7 % 8 % 9 % 6 % 13 % 12 % 3 % 5 % 5 % 10 % 8 %
264a
Kapitalanlagebetrug
I 3 5 5 3 7 13 5 4 2 2 5
D 3 3 5 3 6 12 5 3 2 2 2
100 % 60 % 100 % 100 % 86 % 92 % 100 % 75 % 100 % 100 % 40 %
nD 0 2 0 0 1 1 0 1 0 0 3
0 % 40 % 0 % 0 % 14 % 8 % 0 % 25 % 0 % 0 % 60 %
265
Versicherungsmißbrauch
I 146 119 84 104 108 114 97 81 92 75 53
D 129 97 64 85 84 83 70 61 68 48 34
88 % 82 % 76 % 82 % 78 % 73 % 72 % 75 % 74 % 64 % 64 %
nD 17 22 20 19 24 31 27 20 24 27 19
12 % 18 % 24 % 18 % 22 % 27 % 28 % 25 % 26 % 36 % 36 %
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
265a
Erschleichen von
Leistungen
I 59.991 63.894 65.513 62.805 61.308 66.099 70.309 61.320 54.013 52.344 49.528
D 49.390 52.404 53.156 50.305 47.878 50.259 51.565 42.939 36.483 34.875 31.988
82 % 82 % 81 % 80 % 78 % 76 % 73 % 70 % 68 % 67 % 65 %
nD 10.601 11.490 12.357 12.500 13.430 15.840 18.744 18.381 17.530 17.469 17.540
18 % 18 % 19 % 20 % 22 % 24 % 27 % 30 % 32 % 33 % 35 %
265b
Kreditbetrug
I 4 8 18 4 8 8 12 7 3 4 5
D 4 6 15 3 5 7 11 5 3 3 4
100 % 75 % 83 % 75 % 63 % 88 % 92 % 71 % 100 % 75 % 80 %
nD 0 2 3 1 3 1 1 2 0 1 1
0 % 25 % 17 % 25 % 38 % 13 % 8 % 29 % 0 % 25 % 20 %
265c
Sportwettbetrug
I 2 0
D 2 0
100 % -
nD 0 0
0 % -
Insgesamt I 164.640 167.714 167.589 155.240 151.864 158.528 161.978 152.863 138.926 133.738 130.678
D 136.633 138.300 136.475 125.362 120.772 123.960 123.735 112.833 100.727 95.816 91.905
83 % 82 % 81 % 81 % 80 % 78 % 76 % 74 % 73 % 72 % 70 %
nD 28.007 29.414 31.114 29.878 31.092 34.568 38.243 40.030 38.199 37.922 38.773
17 % 18 % 19 % 19 % 20 % 22 % 24 % 26 % 27 % 28 % 30 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
14. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
aus der Personengruppe der
a) Tatverdächtigen insgesamt,
b) deutschen Tatverdächtigen,
c) nichtdeutschen Tatverdächtigen
in den Jahren von 2009 bis 2019 in dem Deliktsbereich „Erschleichen
von Leistungen“ in einem Gerichtsverfahren wegen der Verwirklichung
welchen Straftatbestandes genau verurteilt (bitte nach Jahresscheiben in
absoluten Zahlen sowie den prozentualen Anteil an der jeweiligen
Personengruppe aufschlüsseln)?
Die vorliegenden Daten der Strafverfolgungsstatistik für die Jahre 2009 bis
2019 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Verurteilte wegen Erschleichens von Leistungen
§§ – StGB VU 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
265a
Erschleichen von
Leistungen
I 59.991 63.894 65.513 62.805 61.308 66.099 70.309 61.320 54.013 52.344 49.528
D 49.390 52.404 53.156 50.305 47.878 50.259 51.565 42.939 36.483 34.875 31.988
82 % 82 % 81 % 80 % 78 % 76 % 73 % 70 % 68 % 67 % 65 %
nD 10.601 11.490 12.357 12.500 13.430 15.840 18.744 18.381 17.530 17.469 17.540
18 % 18 % 19 % 20 % 22 % 24 % 27 % 30 % 32 % 33 % 35 %
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Strafverfolgung
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]