[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Irene Mihalic, Ulle Schauws,
Dr. Janosch Dahmen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 19/32048 –
Stand der Gleichstellung und Förderung von Frauen bei dem Bundeskriminalamt
und der Bundespolizei
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Polizeien von Bund und Ländern hatten in den letzten Jahren einen
deutlichen Personalzuwachs zu verzeichnen. Im besonderen Maße konnte auch die
Bundespolizei von diesem Stellenaufwuchs profitieren. Dabei ist es auch
gelungen, den Frauenanteil leicht zu erhöhen (vgl. RND vom 18. September
2020: Statistik: Polizei verzeichnet mehr Bewerbungen – Frauenanteil steigt,
abrufbar unter:
https://www.rnd.de/politik/statistik-polizei-verzeichnet-mehr-b
ewerbungen-frauenanteil-steigt-BM2MPT2QSOUFM7DWHRVUN3RHA
Y.html).
Gleichzeitig muss allerdings festgestellt werden, dass trotz dieser Steigerung
Frauen in Führungspositionen z. B. in der Bundespolizei deutlich
unterrepräsentiert sind (vgl. Handelsblatt vom 30. Mai 2019: Mehr Frauen sind bei der
Bundespolizei in Führungspositionen, abrufbar unter:
https://www.handelsblat
t.com/politik/deutschland/zahlen-des-innenministeriums-mehr-frauen-sind-be
i-der-bundespolizei-in-fuehrungspositionen/24403182.html?ticket=ST-442817
5-YgObScLOjexwhYqpo9dp-ap6).
Nach Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller muss die
Personalpolitik der Bundesregierung noch aktiver für die Gleichstellung und Förderung
von Frauen im Bundeskriminalamt (BKA) sowie bei der Bundespolizei
sorgen. Insbesondere muss der Anteil von Frauen in Führungspositionen endlich
deutlich gestärkt und jegliche (strukturelle) Hindernisse, die den Aufstieg von
Frauen behindern, müssen beseitigt werden.
Die fragestellende Fraktion schließt mit der Kleinen Anfrage an frühere
Anfragen zur Personalsituation bei der Bundespolizei an (siehe z. B.
Bundestagsdrucksache 19/3932 sowie 19/10514).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/32523
19. Wahlperiode 21.09.2021
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat
vom 20. September 2021 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie hoch ist die Anzahl der weiblichen Bewerberinnen im Vergleich zu
den männlichen Bewerbern beim BKA im Bereich des
Kriminalpolizeivollzugsdienstes (bitte für die letzten fünf Jahre und je nach Laufbahn
getrennt aufschlüsseln)?
Gehobener Dienst Bewerberinnen Bewerber
2017 2771 3127
2018 3184 3607
2019 2317 2725
2020 2601 3063
2021 2708 2953
Höherer Dienst Bewerberinnen Bewerber
2017 187 137
2018 99 146
2019 223 304
2020 287 362
2021 206 286
2. Wie hoch ist die Anzahl der weiblichen Bewerberinnen im Vergleich zu
den männlichen Bewerbern bei der Bundespolizei im Bereich des
Polizeivollzugsdienstes (bitte für die letzten fünf Jahre und je nach Laufbahn
getrennt aufschlüsseln)?
Bewerberdaten im erbetenen Umfang liegen ab dem Jahr 2018 vor.
Die Bewerberzahlen im Polizeivollzugsdienst sind in der nachfolgenden
tabellarischen Übersicht aufgeführt:
Höherer
Polizeivollzugsdienst
Gehobener
Polizeivollzugsdienst
Mittlerer
Polizeivollzugsdienst
männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
2018 141 65 5.294 1.860 10.555 3.708
2019 77 27 8.513 3.627 17.316 5.833
2020 116 52 8.498 3.993 18.990 6.512
2021 147 51 8.908 4.284 19.812 7.382
3. Wie hoch ist die Anzahl der weiblichen Bewerberinnen im Vergleich zu
den männlichen Bewerbern beim BKA im Bereich des
Kriminalpolizeivollzugsdienstes (bitte für die letzten fünf Jahre und je nach Laufbahn
getrennt aufschlüsseln)?
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.
4. Wie hoch ist der Anteil der eingestellten Frauen von den weiblichen
Bewerberinnen, und wie hoch ist der Anteil der eingestellten Männer von
den männlichen Bewerbern beim BKA im Bereich des
Kriminalpolizeivollzugsdienstes (bitte für die letzten fünf Jahre und je nach Laufbahn
getrennt aufschlüsseln)?
Gehobener Dienst Anteil Bewerberinnen Anteil Bewerber
2017 2,8 % 4,9 %
2018 3,8 % 6,2 %
2019 5,0 % 8,0 %
Gehobener Dienst Anteil Bewerberinnen Anteil Bewerber
2020 4,5 % 6,8 %
2021 5,0 % 6,6 %
Höherer Dienst Anteil Bewerberinnen Anteil Bewerber
2017 2,7 % 5,1 %
2018 3,0 % 4,8 %
2019 5,4 % 6,6 %
2020 3,1 % 3,3 %
2021 4,9 % 2,8 %
5. Wie hoch ist die Anzahl der weiblichen Bewerberinnen im Vergleich zu
den männlichen Bewerbern bei der Bundespolizei im Bereich des
Polizeivollzugsdienstes (bitte für die letzten fünf Jahre und je nach Laufbahn
getrennt aufschlüsseln)?
Auf die Antwort zu Frage 2 wird verwiesen.
6. Wie hoch ist der Anteil der eingestellten Frauen von den weiblichen
Bewerberinnen, und wie hoch ist der Anteil der eingestellten Männer von
den männlichen Bewerbern bei der Bundespolizei im Bereich des
Polizeivollzugsdienstes, die tatsächlich eingestellt wurden (bitte für die
letzten fünf Jahre und je nach Laufbahn getrennt aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 1 wird verwiesen.*
7. Lassen sich geschlechterspezifische Unterschiede für das Ausscheiden
im Bewerbungsverfahren zwischen Frauen und Männern beim BKA
feststellen, und wenn ja, welche?
Es sind keine geschlechtsspezifischen Unterschiede festzustellen.
8. Lassen sich geschlechterspezifische Unterschiede für das Ausscheiden
im Bewerbungsverfahren zwischen Frauen und Männern bei der
Bundespolizei feststellen, und wenn ja, welche?
Im Auswahlverfahren für den mittleren Polizeivollzugsdienst sind die Gründe
für das Ausscheiden zwischen Bewerberinnen und Bewerbern im Sporttest und
im Interview minimal unterschiedlich. Im Diktat schneiden die männlichen
Bewerber im Schnitt schlechter ab.
Im Auswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst lassen sich
ebenfalls keine signifikanten Unterschiede im Sporttest feststellen. Deutliche
Unterschiede gibt es hingegen beim Intelligenzstrukturtest 2000R und beim
Assessment-Center. Während die Durchfallquote beim Intelligenzstrukturtest
2000R bei den Bewerberinnen höher ist als bei den Bewerbern, ist es beim
abschließenden Assessment-Center umgekehrt.
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
9. Welche konkreten Maßnahmen hat das BKA unternommen, um dem
Bundesverfassungsgerichtsurteil zur dritten Option beispielsweise bei
Einstellungsverfahren gerecht zu werden?
Die dritte Option wurde in die Ausschreibungstexte des Bundeskriminalamts
aufgenommen. Ferner wurden die Ausschreibungstexte mit dem Ziel erweitert,
alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts zu einer Bewerbung für eine
Tätigkeit im Bundeskriminalamt zu ermutigen. Das Personalverwaltungssystem
wurde um die dritte Option erweitert, so dass die elektronische Erfassung wie
jede andere Einstellung ohne Unterschied möglich ist.
10. Auf welche Weise werden in diesem Zusammenhang beim BKA
geschlechtsspezifische Einstellungskriterien, wie z. B. Mindestgröße oder
sportliche Leistungen, angewandt?
Geschlechterspezifische Einstellungskriterien spielen im Rahmen eines
Auswahlverfahrens grundsätzlich keine Rolle. Bei der Personalgewinnung wird
ausschließlich auf die Erfüllung eines vorher definierten, mit der
Gleichstellungsbeauftragten und den Gremien abgestimmten Anforderungsprofils
abgestellt. Bewerberinnen werden bei wesentlich gleicher Eignung in Bereichen, in
denen eine Unterrepräsentanz von Frauen besteht, bevorzugt eingestellt.
11. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundespolizei unternommen, um
dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zur dritten Option beispielsweise
bei Einstellungsverfahren gerecht zu werden?
Die Polizeidienstvorschrift 300 – Ärztliche Beurteilung der
Polizeidiensttauglichkeit und der Polizeidienstfähigkeit – wurde in Bezug auf die körperlichen
Voraussetzungen angepasst. So haben auch trans- und intersexuelle Menschen
die Möglichkeit, im Polizeivollzugsdienst tätig zu werden.
12. Auf welche Weise werden in diesem Zusammenhang bei der
Bundespolizei geschlechtsspezifische Einstellungskriterien, wie z. B. Mindestgröße
oder sportliche Leistungen, angewandt?
Die Mindestgröße – als Einstellungskriterium bei der Bundespolizei – findet
seit dem Einstellungsjahr 2016 keine Anwendung mehr. Zur Beurteilung der
körperlichen Leistungsfähigkeit sieht der Sporttest zur Feststellung der
körperlichen Leistungsfähigkeit im Auswahlverfahren für den Polizeivollzugsdienst
der Bundespolizei unterschiedliche Mindestanforderungen, untergliedert nach
Alter und Geschlecht, vor.
13. Wie viele weibliche und männliche Beschäftigte bzw. Beamtinnen und
Beamte haben beim BKA welche Eingruppierung bzw.
Amtsbezeichnung inne, und wie hat sich dies in den vergangenen fünf Jahren
entwickelt (bitte nach Vollzug, Verwaltung und Tarif und der
Amtsbezeichnung, Eingruppierung nach Entgeltordnung [EGO], Geschlecht und Jahr
sowie Voll- und Teilzeit aufschlüsseln, vgl. analog zu der Antwort der
Bundesregierung zu Frage 1 der Kleinen Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/10514)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 13) wird verwiesen.*
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
14. Wie viele weibliche und männliche Beschäftigte bzw. Beamtinnen und
Beamte hatten bei der Bundespolizei welche Eingruppierung bzw.
Amtsbezeichnung inne, und wie hat sich dies in den vergangenen fünf Jahren
entwickelt (bitte nach Vollzug, Verwaltung und Tarif und der
Amtsbezeichnung, Eingruppierung nach EGO, Geschlecht und Jahr sowie Voll-
und Teilzeit aufschlüsseln, vgl. Antwort der Bundesregierung zu Frage 1
der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/10514)?
Auf die Anlage Tabelle 3 wird verwiesen.*
15. Wie viele Ausbilderinnen und Ausbilder und wie viele Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind aktuell jeweils an den Standorten der
Bundespolizeiakademie einschließlich der nachgeordneten Aus- und
Fortbildungszentren inklusive der Außenstellen beschäftigt (bitte nach Standort
aufschlüsseln)?
Die Anzahl der Beschäftigten (zugeordnetes Stammpersonal) sowie des davon
eingesetzten Lehrpersonals kann der beigefügten Aufstellung entnommen
werden.
Dienstelle Gesamt davon Lehrpersonal
Bundespolizeiakademie (Lübeck) 793 140
Hochschule des Bundes (Brühl) 103 76
Bundespolizeitrainingszentrum Kührointhaus 23 10
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode 272 111
Bundespolizeiausbildungsstätte Bielefeld 67 0
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Neustrelitz 356 154
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Swisttal 344 139
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Diez 332 117
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Eschwege 308 137
Bundespolizeiausbildungsstätte Rotenburg a.d. Fulda 110 10
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Oerlenbach 271 111
Bundespolizeiaus- und -fortbildungzentrum Bamberg 674 342
Bundespolizeisportschule Bad Endorf 120 12
Bundespolizeisportschule Kienbaum 72 11
16. Wie viele Beamtinnen und Beamte haben jeweils die höchsten
Beurteilungsnoten im BKA in der letzten Regelbeurteilung sowie in den
nachfolgenden Anlassbeurteilungen erhalten (bitte nach Besoldungsgruppen
und Geschlecht sowie nach Voll- und Teilzeitbeschäftigung
aufschlüsseln, siehe auch vorgeschriebener Notenspiegel gemäß § 50 Absatz 4 der
Bundeslaufbahnverordnung – BLV)?
Auf die Anlage Tabelle 4 wird verwiesen.*
17. Wie hoch ist jeweils der Anteil von Bestnoten in den männlichen und
weiblichen Vergleichsgruppen beim BKA?
Auf die Anlage Tabelle 4 wird verwiesen.*
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
18. Wie viele weibliche Beamtinnen und männliche Beamte haben jeweils
die höchsten Beurteilungsnoten bei der Bundespolizei in der letzten
Regelbeurteilung sowie in den nachfolgenden Anlassbeurteilungen erhalten
(bitte nach Besoldungsgruppen und Geschlecht sowie nach Voll- und
Teilzeitbeschäftigung aufschlüsseln, siehe auch vorgeschriebener
Notenspiegel gemäß § 50 Absatz 4 BLV)?
Die aktuell maßgebliche Regelbeurteilung stammt aus dem Jahr 2019. Daten
im Sinne der Frage liegen für die gesamte Bundespolizei lediglich für
Regelbeurteilungsrunden vor. Es gibt innerhalb der Bundespolizei keine einheitlichen
Stichtage für Anlassbeurteilungen. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von
möglichen Anlässen und Zeitpunkten, zu denen Anlassbeurteilungen erstellt werden
können. Aus diesem Grund liegen keine Daten vor, die aussagekräftig und
vergleichbar für die gesamte Bundespolizei eine Verteilung der höchsten
Beurteilungsnoten in Anlassbeurteilungen darstellen.
Regelbeurteilung
2019
A 1 A 2
Vollzeit Teilzeit Vollzeit Teilzeit
männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
A 16 7 1 0 0 10 0 0 0
A 15 12 2 0 0 33 3 1 0
A 14 5 1 0 0 14 1 0 2
A 13h 0 0 0 0 0 0 0 0
A 13gZ 0 0 0 0 0 0 0 0
A13g 74 5 2 1 153 13 3 3
A 12 99 10 3 7 237 19 1 11
A 11 113 19 0 10 318 45 6 18
A 10 166 14 2 8 423 51 5 10
A 9g 31 3 0 2 66 13 1 0
A 9mZ 166 13 5 5 368 27 7 4
A 9m 344 26 9 12 729 102 27 53
A 8 73 22 5 11 187 40 11 21
A 7 0 1 0 0 5 5 0 0
A 6 0 0 0 0 0 1 0 0
19. Wie hoch ist jeweils der Anteil von Bestnoten in den männlichen und
weiblichen Vergleichsgruppen bei der Bundespolizei?
Regelbeurteilung
2019
Polizeivollzugsdienst
männlich weiblich
absolut relativ absolut relativ
A 16 15 42,86 % 0 0,00 %
A 15 40 24,39 % 4 26,67 %
A 14 12 19,05 % 1 9,09 %
A 13h 0 0,00 % 0 0,00 %
A 13gZ – – – –
A13g 205 19,11 % 10 14,49 %
A 12 332 17,56 % 33 10,28 %
A 11 431 12,64 % 84 26,33 %
A 10 596 16,17 % 77 13,18 %
A 9g 98 14,92 % 18 12,77 %
A 9mZ 538 17,54 % 39 14,13 %
A 9m 1.083 18,13 % 177 10,22 %
A 8 247 15,47 % 83 16,50 %
A 7 1 8,33 % 0 0,00 %
Regelbeurteilung
2019
Verwaltungsdienst
männlich weiblich
absolut relativ absolut relativ
A 16 2 40,00 % 1 20,00 %
A 15 6 20,00 % 1 5,26 %
A 14 7 25,93 % 3 12,50 %
A 13h 0 0,00 % 0 0,00 %
A 13gZ – – – –
A13g 27 25,47 % 12 14,63 %
A 12 8 9,76 % 14 14,29 %
A 11 6 11,54 % 8 12,50 %
A 10 0 0,00 % 6 14,63 %
A 9g 0 0,00 % 0 –
A 9mZ 8 12,12 % 10 20,41 %
A 9m 26 15,20 % 16 13,68 %
A 8 29 18,47 % 11 7,64 %
A 7 4 15,38 % 6 12,50 %
A 6 0 0,00 % 1 33,33 %
20. Wie hoch sind die durchschnittlichen Standzeiten in den jeweiligen
statusrechtlichen Ämtern beim BKA (nach Geschlechtern und nach Voll-
und Teilzeitbeschäftigung aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 20) wird verwiesen.*
21. Wie sind die durchschnittlichen Standzeiten in den jeweiligen
statusrechtlichen Ämtern bei der Bundespolizei (nach Geschlechtern und nach
Voll- und Teilzeitbeschäftigung aufschlüsseln)?
Die durchschnittlichen Standzeiten in Jahren können der nachfolgenden
Übersicht entnommen werden:
Polizeivollzugsdienst
männlich weiblich
Vollzeit Teilzeit Vollzeit Teilzeit
A 16 3,85 0,00 4,04 0
A 15 6,06 5,48 4,45 2,48
A 14 5,61 6,81 4,55 4,15
A 13h 2,71 2,93 3,51 5,32
A 13gZ 0,29 0,31 0,30 0,32
A13g 5,30 4,66 3,38 2,99
A 12 4,84 5,13 3,51 3,43
A 11 3,92 4,36 3,35 3,94
A 10 4,34 4,98 3,77 4,98
A 9g 2,61 2,96 2,70 3,48
A 9mZ 5,89 6,20 4,34 4,60
A 9m 6,77 6,74 5,47 5,45
A 8 6,95 8,38 7,41 9,25
A 7 4,77 6,20 4,12 6,44
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Verwaltungsdienst
männlich weiblich
Vollzeit Teilzeit Vollzeit Teilzeit
A 16 3,89 3,27 4,94 7,27
A 15 5,26 8,42 4,23 5,15
A 14 5,43 3,73 5,28 5,48
A 13h 3,40 2,80 2,92 3,34
A 13gZ 0,29 0,32 0,32 0,27
A13g 5,72 8,31 5,38 3,72
A 12 5,03 4,07 3,71 3,84
A 11 4,86 6,70 4,51 4,71
A 10 4,33 3,76 5,08 5,42
A 9g 3,40 3,64 3,22 3,36
A 9mZ 4,95 10,91 3,91 4,03
A 9m 5,66 4,52 4,55 4,51
A 8 10,01 9,78 6,92 7,02
A 7 9,88 9,89 6,51 7,97
A 6 2,64 4,05 2,40 2,61
22. Wie lange brauchen Frauen durchschnittlich beim BKA im Vergleich zu
Männern, um befördert zu werden, und wie lange verweilen sie in den
jeweiligen statusrechtlichen Ämtern nach Voll- und
Teilzeitbeschäftigung?
Dem Bundeskriminalamt (BKA) liegen keine auswertbaren statistischen Daten
zur Beantwortung vor.
23. Wie lange brauchen Frauen durchschnittlich bei der Bundespolizei im
Vergleich zu Männern, um befördert zu werden, und wie lange verweilen
sie in den jeweiligen statusrechtlichen Ämtern nach Voll- und
Teilzeitbeschäftigung?
Die durchschnittlichen Standzeiten in Jahren, die sich aus den jeweiligen
Beförderungen oder beförderungsgleichen Maßnahmen (Einweisung in eine
Planstelle mit Zulage) ergeben haben, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Polizeivollzugsdienst
männlich weiblich
Vollzeit Teilzeit Vollzeit Teilzeit
A 16 5,61 – 3,61 –
A 15 7,18 0,00 7,83 0,00
A 14 6,26 8,36 5,50 3,29
A 13h 2,95 2,93 4,37 5,32
A 13gZ – – – –
A13g 10,35 14,90 8,55 9,57
A 12 7,04 7,78 6,36 6,62
A 11 4,49 4,82 4,37 4,70
A 10 4,90 5,17 4,66 5,67
A 9g 2,83 3,03 3,35 3,52
A 9mZ – – – –
A 9m 7,36 8,00 7,48 8,44
A 8 6,97 8,08 7,60 8,92
A 7 5,46 6,11 5,74 6,28
Verwaltungsdienst
männlich weiblich
Vollzeit Teilzeit Vollzeit Teilzeit
A 16 2,37 – – –
A 15 6,07 8,66 4,96 4,91
A 14 6,25 5,43 5,86 6,38
A 13h 3,88 2,80 3,22 3,79
A 13gZ – – – –
A13g 9,01 20,30 7,04 5,18
A 12 5,92 4,02 4,21 4,02
A 11 5,62 6,96 5,35 5,29
A 10 4,84 4,47 5,77 5,40
A 9g 3,73 4,06 3,99 3,63
A 9mZ – – – –
A 9m 8,80 5,91 5,19 4,53
A 8 10,25 10,30 8,41 8,28
A 7 10,22 9,17 7,07 8,40
A 6 2,68 4,05 2,81 2,90
24. Wie ist die Altersstruktur (bis 25, bis 35, bis 45 Jahre und älter) in den
jeweiligen Besoldungsstufen des gehobenen Dienstes beim BKA (bitte
nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 24) wird verwiesen.*
25. Wie ist die Altersstruktur (bis 25, bis 35, bis 45 Jahre und älter) in den
jeweiligen Besoldungsstufen des gehobenen Dienstes bei der
Bundespolizei (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Die Lebensaltersschichtung im gehobenen Dienst der Bundespolizei (männlich
(m) und weiblich (w)) gliedert sich wie folgt:
Alter A9g A10 A11 A12 A13gm w m w m w m w m W
-25 522 224 10 10 0 0 0 0 0 0
-35 591 180 955 338 275 149 135 70 6 15
-45 269 68 990 266 487 167 776 314 306 94
älter 356 32 1982 150 3120 112 1276 128 1175 111
26. Wie stellt sich aktuell die Verteilung von Voll- und Teilzeitpositionen,
einschließlich der Höhe der Teilzeitbeschäftigung beim BKA dar (bitte
nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 26) wird verwiesen.*
27. Wie stellt sich aktuell die Verteilung von Voll- und Teilzeitpositionen,
einschließlich der Höhe der Teilzeitbeschäftigung bei der Bundespolizei
dar (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Die Verteilung von Voll- und Teilzeitpositionen wird im Sinne von
Dienstposten interpretiert, die nicht als Tätigkeit in Vollzeit unterlegt sind. Mit Ausnahme
der in nachfolgender Übersicht dargestellten 28 Dienstposten im Tarifbereich
sind alle weiteren 49.383 Dienstposten im Organisations- und Dienstpostenplan
der Bundespolizei (Stand: 1. Juli 2021) in Vollzeit ausgebracht.
Bundespolizeibehörde
Vollzeitäquivalent
(VZÄ)
Bundespolizeipräsidium 9 x 0,5
Direktion Bundesbereitschaftspolizei 14 x 0,5
Bundespolizeiakademie 5 x 0,5
Auf Antrag kann bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen Teilzeit
gewährt werden. Zum Stand des 1. Juli 2021 stellt sich die Höhe der
Teilzeitbeschäftigung in der Bundespolizei wie folgt dar:
Mitarbeiter in Teilzeit
männlich weiblich
1.069 2.796
28. Wie ist die Verteilung von Telearbeit (Telearbeit, alternierende Telearbeit
bzw. mobiles Arbeiten) wegen sozialer Gründe (Kindererziehung, Pflege
Angehöriger etc.) innerhalb der Geschlechter beim BKA?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 28) wird verwiesen.*
29. Wie ist die Verteilung von Telearbeit (Telearbeit, alternierende Telearbeit
bzw. mobiles Arbeiten) wegen sozialer Gründe (Kindererziehung, Pflege
Angehöriger etc.) innerhalb der Geschlechter bei der Bundespolizei?
In der Bundespolizei sind derzeit zwei Arten flexibler Arbeitsformen etabliert:
Die alternierende Telearbeit als langfristig angelegtes Instrument (mind. ein
Jahr) mit der Hauptzielrichtung, Familien- und Pflegeaufgaben sowie auch
Schwerbehinderung mit beruflichen Aspekten besser in Einklang zu bringen.
Hier erfolgt ein regelmäßiger Wechsel zwischen festem häuslichen Arbeitsplatz
und dem Arbeitsplatz in der Behörde/Dienststelle.
In der Bundespolizei nehmen insgesamt 242 Mitarbeiterinnen und 215
Mitarbeiter an der alternierenden Telearbeit teil.
Durch mobiles Arbeiten wird kurzfristig die Option des flexiblen Arbeitens
(max. 14 Tage) zur Überbrückung von zeitbegrenzten Erfordernissen des
ortsungebundenen Arbeitens eröffnet. Mit Beginn der Pandemielage wurden die
Möglichkeiten des mobilen Arbeitens vornehmlich mit dem Ziel der
Kontaktreduzierung erheblich ausgeweitet. Wegen des Verwaltungsaufwandes wird die
Anzahl der mobil Arbeitenden nicht statistisch erfasst.
30. Wie viele Führungsfunktionen beim BKA (im gehobenen Dienst und
höheren Dienst getrennt nach Vollzugsdienst und Verwaltung) werden in
Teilzeit wahrgenommen (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 30) wird verwiesen.*
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
31. Wie viele Führungsfunktionen bei der Bundespolizei (im gehobenen
Dienst und höheren Dienst getrennt nach Vollzugsdienst und Verwaltung)
werden in Teilzeit wahrgenommen (bitte nach Geschlecht
aufschlüsseln)?
Die Verteilung der Teilzeit in den Führungsfunktionen in der Bundespolizei
kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:
Gehobener Dienst Höherer Dienst
Vollzug Verwaltung Vollzug Verwaltung
männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
93 141 4 11 2 4 3 8
32. Wie viele Personen haben beim BKA zulagefähige Dienstposten inne
(bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 32) wird verwiesen.*
33. Wie viele Personen haben bei der Bundespolizei zulagefähige
Dienstposten inne (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Von den 23.162 zulagefähigen und besetzten Dienstposten sind 18.195
Beamten und 4.967 Beamtinnen zugeordnet.
34. Wie viele Führungsfunktionen (im gehobenen Dienst und höheren Dienst
getrennt nach Vollzugsdienst und Verwaltung) werden beim BKA in
Telearbeit wahrgenommen (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 34) wird verwiesen.*
35. Wie viele Führungsfunktionen (im gehobenen Dienst und höheren Dienst
getrennt nach Vollzugsdienst und Verwaltung) werden bei der
Bundespolizei in Telearbeit wahrgenommen (bitte nach Geschlecht aufschlüsseln)?
Derzeit wird alternierende Telearbeit in der Bundespolizei von 33
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Führungsaufgaben wahrgenommen.
männlich weiblich
Vollzug Verwaltung Vollzug Verwaltung
7 9 6 11
hD gD hD gD hD gD hD gD
2 5 2 7 3 3 1 10
36. Wie viele Frauen sind im höheren Kriminalpolizeivollzugsdienst beim
BKA beschäftigt (bitte nach Dienstposten aufschlüsseln)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 36) wird verwiesen.*
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
37. Wie viele Frauen sind im höheren Polizeivollzugsdienst bei der
Bundespolizei beschäftigt (bitte nach Dienstposten aufschlüsseln)?
Die Aufschlüsselung nach Dienstpostenwertigkeiten der im höheren
Polizeivollzugsdienst beschäftigten Frauen kann der folgenden Übersicht entnommen
werden.
A13h – A14 A13h – A15 A14 – A15 A15 – A16 B 4
23 12 11 3 2
38. Wie hoch ist der Anteil der Frauen am gesamten höheren Dienst beim
BKA (nach Vollzugsdienst und Verwaltung und Tarif trennen)?
Auf die Anlage Tabelle 2 (Tabellenblatt zu Frage 38) wird verwiesen.*
39. Wie hoch ist der Anteil der Frauen am gesamten höheren Dienst bei der
Bundespolizei (nach Vollzugsdienst und Verwaltung und Tarif trennen)?
Die Anteile der Frauen im höheren Dienst der Bundespolizei können der
beigefügten Übersicht entnommen werden.
Polizeivollzugsdienst Verwaltungsdienst Tarifbeschäftigte
13,20 % 43,84 % 39,44 %
40. Wie viele Bewerberinnen und wie viele Bewerber gab es jeweils in den
vergangenen fünf Jahren für den höheren Dienst beim BKA (bitte nach
Geschlecht aufschlüsseln sowie nach Laufbahneinsteigerinnen und
Laufbahneinsteigern sowie nach Laufbahnaufsteigerinnen und
Laufbahnaufsteigern unterteilen)?
Höherer Dienst Bewerberinnen
Laufbahneinstieg
Bewerber
Laufbahneinstieg
Bewerberinnen
Aufstieg
Bewerber
Aufstieg
2017 179 121 8 16
2018 92 131 7 15
2019 208 255 15 49
2020 273 314 14 48
2021 191 264 15 22
41. Wie viele Bewerberinnen und wie viele Bewerber gab es jeweils in den
vergangenen fünf Jahren für den höheren Dienst bei der Bundespolizei
(bitte nach Geschlecht aufschlüsseln und nach Laufbahneinsteigerinnen
und Laufbahneinsteigern sowie nach Laufbahnaufsteigerinnen und
Laufbahnaufsteigern aufteilen)?
männlich weiblich
Laufbahneinstieg 823 390
Laufbahnaufstieg 1.779 1.012
* Von einer Drucklegung der Tabelle wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 19/32523 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
42. Wie hat sich die Zahl der Führungskräfte in Teilzeit in den letzten fünf
Jahren beim BKA verändert (nach Vollzug und Verwaltung trennen)?
Vollzug Verwaltung
2017 29 19
2018 36 20
2019 37 33
2020 46 37
2021 45 41
43. Wie hat sich die Zahl der Führungskräfte in Teilzeit in den letzten fünf
Jahren bei der Bundespolizei verändert (nach Vollzug und Verwaltung
trennen)?
Vollzug Verwaltung
2017 7 15
2018 7 21
2019 6 21
2020 7 21
2021 6 25
44. Wie viele Führungspositionen werden beim BKA als „Job-Sharing“ bzw.
Tandem besetzt?
Im BKA wurde eine Referatsleitung im Job-Sharing-Modell ausgeschrieben,
konnte jedoch nicht entsprechend besetzt werden.
45. Wie viele Führungspositionen werden bei der Bundespolizei als „Job-
Sharing“ bzw. „Tandem“ besetzt?
Grundsätzlich ist eine Besetzung von Planstellen und Dienstposten mit
mehreren Personen anteilig möglich. Diese Möglichkeit umfasst auch
Führungsfunktionen in der Bundespolizei. Eine statistische Erhebung liegt dazu nicht vor.
46. Wie werden Auswahlkommissionen beim BKA bestellt, und wird hierbei
auf eine paritätische Geschlechterbesetzung geachtet?
Die Kommissionsmitglieder werden nach entsprechender Schulung und
Hospitation bestellt. Die Auswahlkommissionen werden geschlechterparitätisch
besetzt.
47. Wie werden Auswahlkommissionen bei der Bundespolizei bestellt, und
wird hierbei auf eine paritätische Geschlechterbesetzung geachtet?
Der in § 7 Absatz 3 des Gesetzes für die Gleichstellung von Frauen und
Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG)
normierte Grundsatz, dass Auswahlkommissionen geschlechterparitätisch besetzt
werden sollen, wird in der Bundespolizei beachtet.
48. Welche konkreten Maßnahmen werden getroffen, um Frauen innerhalb
des BKA zu fördern?
Im Jahr 2013 wurde das Mentoring-Konzept als ein spezifisches
Personalentwicklungsinstrument zur Frauenförderung im BKA implementiert. Ziel ist es,
weibliche Beschäftigte durch die Zusammenarbeit und den direkten Austausch
mit einer Mentorin oder einem Mentor noch besser in die Lage zu versetzen,
ihren beruflichen Werdegang zielgerichtet zu verfolgen und sich beruflich
weiterzuentwickeln. Auch Mitarbeiterinnen, die sich außerhalb von
Leitungsfunktionen innerhalb des Hauses beruflich weiterentwickeln und/oder verändern
möchten, sollen durch das Mentoring-Programm unterstützt werden.
Das BKA hat zudem eine „Servicestelle Vereinbarkeit von Familie und Beruf“
eingerichtet, die sowohl Mitarbeitenden als auch Vorgesetzen gleichermaßen
für Fragen und Anliegen zur Verfügung steht.
49. Welche konkreten Maßnahmen werden getroffen, um Frauen innerhalb
der Bundespolizei zu fördern?
Der Gleichstellungsplan ist ein wesentliches Instrument der
Personalentwicklung und enthält unter anderem verbindliche Vorgaben zur Frauenförderung.
Darauf aufbauend werden konkrete Maßnahmen zur Durchsetzung notwendiger
personeller und organisatorischer Verbesserungen im Rahmen von zeitlich
abgestuften Zielvorgaben entwickelt.
Wesentliche Maßnahmen des Gleichstellungsplans zur Frauenförderung sind:
– Nachwuchsgewinnung von Frauen („Girls Day“)
– Einrichtung eines Förderpools
– Förderung von Mitarbeiterinnen für die Übernahme von
Führungsfunktionen
– bevorzugte Berücksichtigung von Frauen bei gleicher Qualifikation im
Rahmen von Auswahlentscheidungen
– Geschlechterparitätische Besetzung von Auswahlkommissionen bei
Bewerbungsgesprächen
– Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort zur besseren Vereinbarkeit
von Beruf, Familie und Pflege (flexible und/oder individuelle
Arbeitszeitmodelle; Alternierende Telearbeit sowie mobiles Arbeiten)
– Bereitstellen von Kinderbetreuungsmöglichkeiten
– Vernetzungsangebote für Frauen (Networking)
– möglichst heimatnahe Verwendung/Umsetzung während Teilzeit in der
Elternzeit
50. Welche konkreten Maßnahmen werden getroffen, um Frauen für
Führungsfunktionen beim BKA zu gewinnen?
Auf den Social-Media-Kanälen werden spezielle Aktionen für die Bewerbung
von Frauen in Führungspositionen durchgeführt, unter anderem im März zum
Weltfrauentag. Diese richteten sich gezielt an Frauen in Führungspositionen,
sowie an IT-Expertinnen.
Darüber hinaus ist das BKA auf Berufsinformationsmessen und speziellen
Berufsinformationsmessen für Frauen vertreten, wie zum Beispiel die
women&work.
Auch das Mentoring-Programm, welches im Jahr 2013 als ein spezifisches
Personalentwicklungsinstrument zur Frauenförderung implementiert wurde,
unterstützt Frauen, die sich eine Führungsposition vorstellen können. Dabei wird ein
Einblick in die Führungsarbeit ermöglicht und erste Netzwerke geknüpft.
Dieser Austausch wird flankiert mit zahlreichen zusätzlichen Veranstaltungen und
Gesprächsforen, wie zum Beispiel Vorträge über Forschungsergebnisse von
Frauen in Führung, Austausch mit Frauen in der Bundeswehr oder Workshops
zu interkulturellen Aspekten. Zudem fördert das BKA die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf durch flexible Arbeitszeitgestaltung im Rahmen der
dienstlichen Möglichkeiten.
51. Welche konkreten Maßnahmen werden getroffen, um Frauen für
Führungsfunktionen bei der Bundespolizei zu gewinnen?
Die in der Antwort zu Frage 49 genannten Maßnahmen dienen letztlich auch
und insbesondere dazu, Frauen für die Bundespolizei zu gewinnen und dann für
Führungsfunktionen zu entwickeln.
52. Welche konkreten Maßnahmen werden getroffen, um gezielt Frauen für
den Polizeivollzugsdienst beim BKA zu werben?
Bei allen Maßnahmen des Personalmarketings werden Frauen gezielt
angesprochen. In den Stellenausschreibungen wird zudem gezielt darauf eingegangen,
dass Frauen als Studierende gesucht werden.
53. Welche konkreten Maßnahmen werden getroffen, um gezielt Frauen für
den Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizei zu werben
Die Bundespolizei nutzt für die Nachwuchswerbung verschiedene Kanäle wie
beispielsweise Soziale Medien, eine separate Karriere-Website und führt
verschiedene Veranstaltungen durch. Insbesondere in Präsenzveranstaltungen
werden Beamtinnen eingesetzt, um gezielt weibliche Interessenten anzusprechen.
Um den Anteil von Bewerberinnen weiter zu erhöhen und zugleich die
Diversität der Aufgaben in der Bundespolizei und die Vielfalt des Personals im
Polizeivollzugsdienst zu zeigen, werden in den Bilderwelten und Video-
Produktionen Bundespolizistinnen und -polizisten dargestellt.
Die Analyse und Festlegung der Zielgruppen für die Ansprache über
Werbemaßnahmen berücksichtigt bereits bei der Erstellung der Mediaplanung
weibliche Interessen.
54. Wie ist der Anteil an Frauen in Aufstiegsverfahren nach den §§ 15 und
16 f. der Bundespolizei-Laufbahnverordnung (BPolLV; gehobener PVD)
bzw. nach den §§ 9, 10, 15 und 17 BPolLV (höherer PVD), um eine
Führungsfunktion auszuüben?
Die relativen Anteile der Frauen in den verschiedenen Aufstiegsverfahren
gemäß Bundespolizei-Laufbahnverordnung stellen sich wie folgt dar:
§ 15 § 16 § 16a § 17
Aufstieg in gPVD 15,38 % 44,44 % 53,33 %
Aufstieg in hPVD 14,86 % 25,00 %
Die §§ 9 und 10 der Bundespolizei-Laufbahnverordnung sind keine
Aufstiegsverfahren. Diese Normen regeln den Zugang zum höheren
Polizeivollzugsdienst bei Vorliegen eines 2. Staatsexamens oder einer entsprechenden
Hochschulausbildung.
Ferner ist die Übernahme von Führungsverantwortung im Anschluss an einen
Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst nach § 16 der Bundespolizei-
Laufbahnverordnung nicht vorgesehen.
55. Wie hoch ist der Anteil an Frauen in den Aufstiegsprogrammen vom
mittleren in den gehobenen Polizeivollzugsdienst mit eingeschränkter
Ämterreichweite in der Bundespolizei (sogenanntes GdP-Seehofer-
Programm)?
Der Anteil der Frauen an den Überführungen in den gehobenen
Polizeivollzugsdienst gemäß § 18 der Bundespolizeilaufbahnverordnung beträgt 6,74
Prozent für das im Jahr 2020 durchgeführte Verfahren. Für das Jahr 2021 befindet
sich das Verfahren noch in der Umsetzung.
56. Welche Maßnahmen werden beim BKA und bei der Bundespolizei
getroffen, um Menschen mit Familie im Falle der Abwesenheit vom
Wohnort aufgrund eines Präsenzstudiums zum Zwecke des Aufstiegs in eine
höhere Laufbahn zu unterstützen?
Das Masterstudium der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) beinhaltet
eine erste, dezentral organisierte Studienphase mit Gestaltung und Ausrichtung
des Curriculums durch die Ausbildungseinrichtungen der entsendenden Länder
bzw. des Bundes. Die zweite, zentrale Studienphase liegt in der Zuständigkeit
der DHPol und wird in Münster-Hiltrup in Präsenz durchgeführt.
Dabei ist die Vereinbarkeit von Familie und Studium ein bedeutsames Thema.
In den vergangenen Jahren wurde insb. in Abstimmung mit der
Bundespolizeiakademie in Lübeck vereinbart, Unterrichtszeiten zu Beginn wie zum Ende der
Arbeitswoche familienfreundlich zu gestalten. Zudem werden für Studierende
mit Kindern sogenannte Familienzimmer als Unterkunft angeboten, die auch an
den Wochenenden zur Verfügung stehen. Des Weiteren wird insbesondere für
Studierende mit Familie per Einzelfallregelung eine gewisse Flexibilität
hinsichtlich einer stunden- oder tageweisen Befreiung von der Präsentpflicht
gelebt.
2019 wurde mit der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht und in
Abstimmung mit der Polizei Berlin eine Kooperationsvereinbarung geschlossen,
welche die Integration von Studierenden des BKA in die Studiengemeinschaft
der Länder Berlin und Brandenburg ermöglicht. Somit können Angehörige des
BKA, die im Einzugsgebiet Berlin ihren Wohnsitz haben, für die dezentrale
Studienphase in Wohnsitznähe studieren.
Sowohl die DHPol als auch der Fachbereich Kriminalpolizei der Hochschule
des Bundes haben in der pandemischen Lage vielfältige Erfahrungen mit
virtuellen Lehr- und Lernformaten sammeln können, die zu einem Teil auch künftig
in der curricularen Umsetzung eingebunden werden. Im Sinne eines „blended
learning“ können Teile des Studiums als Kontaktstudium ohne Präsenz
fortgesetzt werden. Die technische Unterstützung wird zur Verfügung gestellt.
Die Bundespolizei bietet sowohl im Vollzugs- als auch im Verwaltungsdienst
alternative Möglichkeiten zum Aufstieg an, die sich für Beschäftigte mit
familiären Bindungen gut vereinbaren lassen:
Für den Vollzugsdienst werden die Aufstiegs- und Überführungsmaßnahmen
nach den §§ 16 und 18 der Bundespolizei-Laufbahnverordnung in den
Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentren sowie den
Bundespolizeidirektionen durchgeführt. Die dezentrale Durchführung dieser Aufstiegsmaßnahme
ermöglicht es, soziale Aspekte – wie auch die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf – bei der Zuweisung der Ausbildungsstätte zu berücksichtigen. Damit ist in
der Regel auch die tägliche Heimkehr von der jeweiligen
Ausbildungseinrichtung gewährleistet. Für Präsenzabschnitte, die nicht in Wohnortnähe
durchgeführt werden können, stehen in den Liegenschaften der Bundespolizei Eltern-
Kind-Zimmer zur Verfügung.
Im Verwaltungsdienst der Bundespolizei steht bereits ein Fernstudiengang für
den Aufstieg vom mittleren in den gehobenen Dienst zur Verfügung. Des
Weiteren können geeignete Beamtinnen und Beamte im Rahmen einer
fachspezifischen Qualifizierung nach § 38 der Bundeslaufbahnverordnung in einem
Wechsel aus Präsenz- und Praxisphasen in den gehobenen Dienst aufsteigen. Beide
Verfahren werden durch die Bundespolizei angeboten. Es wird darüber hinaus
derzeit geprüft, inwieweit bisher ausschließlich in Präsenz durchgeführte
Studiengänge mit Elementen der Fernlehre verknüpft werden können.
57. Inwiefern wurden die Vorgaben des § 10 des
Bundesgleichstellungsgesetzes (BGleiG)
a) beim BKA,
Die Vorgaben dieser Norm werden in verschiedener Weise umgesetzt.
Das BKA hat eine „Servicestelle Vereinbarkeit von Familie und Beruf“
eingerichtet, die sowohl Mitarbeitenden als auch Vorgesetzen gleichermaßen für
Fragen und Anliegen zur Verfügung steht.
Es besteht zudem ein Angebot an entsprechenden Fortbildungen. Der
Gleichstellungsbeauftragten des BKA steht die Teilnahme sowohl an internen
Fortbildungen als auch an externen Maßnahmen offen.
Schließlich gewinnen Online-Seminare und -Angebote an Bedeutung, welche
die angesprochenen Ziele hinsichtlich Flexibilität unterstützen.
b) bei der Bundespolizei umgesetzt?
Die Zuweisung von Lehrgangsplätzen bei der Bundespolizei orientiert sich an
den Bedarfen der jeweiligen Zielgruppen, daher ergibt sich bereits ein dem
Frauenanteil entsprechender Bedarf.
Eine geschlechterspezifische Lehrgangsplatzverteilung erfolgt nicht. Zudem
sind zum Erhalt der in der polizeilichen Ausbildung erworbenen Befähigungen
Pflichtfortbildungen unabhängig des Geschlechts vorgesehen.
In den Dienststellen der Bundespolizeiakademie stehen Eltern-Kind-Zimmer
zur Verfügung, zusätzliche Unterbringungs- und Betreuungskosten werden
gemäß den Empfehlungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend übernommen. Bei der Gestaltung von mehrwöchigen
Fortbildungsprodukten werden – soweit organisatorisch möglich – Module gebildet, um
eine zeitlich gestreckte Durchführung zu ermöglichen. Dadurch soll eine
durchgängige mehrwöchige Abwesenheit von der Familie vermieden werden. Zudem
werden zunehmend eLearning-Produkte entwickelt und genutzt, sofern dies aus
fachlicher Sicht möglich ist.
In der Regel werden Lehrgänge mehrfach im Jahr angeboten, so dass Familien
die Möglichkeit haben, Betreuungsaufgaben zuhause zu organisieren.
58. Wie viele Meldungen gingen bei den Gleichstellungsbeauftragten des
BKA in den vergangenen fünf Jahren aufgrund von
Diskriminierungserfahrungen ein (bitte nach Einheit, und wenn möglich, Art des Vorfalls
und Geschlecht der Person, die eine Diskriminierungserfahrung meldete
aufschlüsseln)?
Es erfolgt keine statistische Erfassung im Sinne der Fragestellung. Die bei der
amtierenden Gleichstellungsbeauftragten (GLB) seit Beginn ihrer Amtszeit am
1. Mai 2019 eingegangenen Meldungen betreffen insbesondere
Diskriminierungserfahrungen aus familiären Gründen und in Bezug auf das berufliche
Fortkommen.
59. Wie viele Meldungen gingen bei den Gleichstellungsbeauftragten der
Bundespolizei in den vergangenen fünf Jahren aufgrund von
Diskriminierungserfahrungen ein (bitte nach Einheit, und wenn möglich, Art des
Vorfalls und Geschlecht der Person, die eine Diskriminierungserfahrung
meldete aufschlüsseln)?
Eine statistische Erhebung im Sinne der Fragestellung erfolgt bei der
Bundespolizei nicht. Sobald entsprechende Vorfälle bekannt werden, werden
Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhalts geführt und straf- und dienstrechtliche
Maßnahmen ergriffen.
60. Wie viele Frauen gibt es bei den polizeilichen Spezialkräften des BKA
im operativen Bereich, und wie hat sich der Frauenanteil in den
vergangenen fünf Jahren entwickelt (bitte nach Einheit, z. B. Auslands- und
Spezialkräfte oder Mobile Einsatzkommandos, aufschlüsseln)?
Sicherungsgruppe
2021 2020 2019 2018 2017
SGE5-ASE 0 0 1 0 0
Für den allgemeinen Personenschutz werden keine statistischen Daten zur
Personalstruktur erhoben.
Mobiles Einsatzkommando (MEK)
Der Anteil an Mitarbeiterinnen (PVB) beim MEK des BKA liegt seit dem Jahr
2017 durchschnittlich gleichbleibend bei ca. 13 Prozent (2017: 13,9 Prozent,
2018: 13 Prozent, 2019: 12,8 Prozent, 2020: 13,7 Prozent, 2021: 12,2 Prozent).
Zielfahndung
In der Zielfahndung des BKA sind aktuell vier Frauen im operativen Bereich
beschäftigt. Weitere vier Frauen sind im nicht operativen Bereich beschäftigt.
Kriminaltechnisches Institut (KT)
In der Abteilung KT (Fachgruppe KT1) sind Kriminalbeamtinnen und -
beamten der Laufbahnen des höheren und gehobenen Kriminaldienstes, Beamtinnen
und Beamten anderer Laufbahnen sowie Tarifbeschäftigte beschäftigt. Auf die
operativen Einheiten der Fachgruppe entfallen dabei:
1. Tatortgruppe (allgemeine Tatortarbeit),
• 2021:
37 Mitarbeitende, davon 18 Frauen; davon wiederum: 28 Kriminalbeamtinnen
und -beamte, davon zwölf Frauen
• 2016:
33 Mitarbeitende, davon 15 Frauen; davon wiederum: 27 Kriminalbeamtinnen
und -beamte, davon elf Frauen
2. Tatortgruppe (Tatortarbeit an Spreng- und CBRN-Tatorten, Entschärfung):
• 2021:
24 Mitarbeitende, davon acht Frauen; davon wiederum 20 Kriminalbeamtinnen
und -beamte, davon sechs Frauen
• 2016:
21 Mitarbeitende, davon fünf Frauen; davon wiederum 19 Kriminalbeamtinnen
und -beamte, davon drei Frauen
3. Identifizierungskommission:
Hauptamtliche Mitarbeitende:
• 2021:
fünf Mitarbeitende, davon vier Frauen; davon wiederum: vier
Kriminalbeamtinnen und -beamte gD, davon vier Frauen
• 2016:
sechs Mitarbeitende, davon drei Frauen; davon wiederum: fünf
Kriminalbeamtinnen und -beamte gD, davon drei Frauen
4. Nebenamtliche Mitarbeitende:
• 2021:
155 Mitarbeitende, davon 74 Frauen, davon wiederum: 111
Kriminalbeamtinnen und -beamte, davon 50 Frauen
• 2016:
Zahlen hierzu liegen nicht vor.
61. Wie hoch war die Anzahl an weiblichen Bewerberinnen bei den
polizeilichen Spezialkräften des BKA im operativen Bereich jeweils in den
letzten fünf Jahren?
Sicherungsgruppe
2021 2020 2019 2018 2017
SGE5-ASE 3 0 3 0 0
Für den allgemeinen Personenschutz erfolgen keine Bewerbungsverfahren. Die
Zugänge werden i. d. R. über die Verteilung der Absolventinnen und
Absolventen der HS-Bund oder durch Umsetzungswünsche realisiert. Statistische Daten
dazu werden hier nicht erhoben.
MEK
Der Anteil der Bewerberinnen im MEK betrug im Vergleich zu den männlichen
Bewerbern 2017 – 32, 1 Prozent, 2018 – 27,5 Prozent, 2019 – 17,5 Prozent,
2020 – 6,7 Prozent, 2021 – 27,3 Prozent.
Das Jahr 2020 war insgesamt von einer geringen Anzahl an Bewerbungen
geprägt.
Zielfahndung
Für die Zielfahndung des BKA werden Bewerbungsübersichten nicht
vorgehalten.
KT
1. Tatortgruppe (allgemeine Tatortarbeit):
In den vergangenen fünf Jahren haben sich elf Frauen beworben (intern/extern).
2. Tatortgruppe (Tatortarbeit an Spreng- und CBRN-Tatorten, Entschärfung):
In den vergangenen Jahren haben sich zwei Frauen beworben (intern/extern).
3. Identifizierungskommission (IDKO):
Zahlen zur Anzahl an Bewerbungen auf Stellenausschreibungen auf haupt- und
nebenamtliche Stellen bei der IDKO werden nicht vorgehalten.
62. Sind strukturelle Gründe bekannt, die den Eintritt von Frauen in die
polizeilichen Spezialkräfte des BKA im operativen Bereich erschweren, und
wenn ja, wie lauten diese?
Es sind keine strukturellen Gründe bekannt, die den Eintritt insbesondere von
Frauen erschweren.
63. Welche Maßnahmen wurden in den vergangenen fünf Jahren ergriffen,
um den Frauenanteil bei den polizeilichen Spezialkräften des BKA im
operativen Bereich zu erhöhen?
Auf die Antworten zu den Fragen 48 und 52 wird verwiesen.
64. Wie viele Frauen gibt es bei den polizeilichen Spezialkräften der
Bundespolizei (Bundespolizeidirektion 11) im operativen Bereich, und wie
hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt
(bitte nach Einheit, z. B. Polizeiflugdienst, GSG 9, BFE+, aufschlüsseln)?
Die polizeilichen Spezialkräfte sind in der Bundespolizeidirektion 11
gebündelt. Die BFE+ – Einheiten sind der Direktion Bundesbereitschaftspolizei
unterstellt.
BFE+
In den Einheiten der BFE+ ist derzeit keine Frau tätig.
BPOLD 11
Für das Jahr 2017 liegen keine statistischen Daten vor (die Gründung der
Bundespolizeidirektion 11 erfolgte im August 2017).
Zu den polizeilichen Spezialverwendungen zählen neben dem Flugdienst
(BPOLFLG) und der GSG 9 BPOL auch die Einsatz- und
Ermittlungsunterstützung (EEU), der Personenschutz Ausland (PSA), Besondere Schutzaufgaben
Luftverkehr (BSL) und der Entschärfungsdienst (EntschD).
Die Daten für die Jahre 2018 bis 2021 können der nachfolgenden Übersicht
entnommen werden (der Entschärfungsdienst besteht erst seit Mai 2020 als
eigenständige Dienststelle innerhalb der Bundespolizeidirektion 11).
2018
BPOLFLG GSG 9 EEU PSA BSL
Gesamt Anteil Gesamt Anteil Gesamt Anteil Gesamt Anteil Gesamt Anteil
gPVD 13 2,5 % 0 0,0 % 12 7,3 % 1 1,3 % 5 5,3 %
mPVD 19 9,0 % 2 5,4 % 15 16,1 % 0 0,0 % 2 2,3 %
Gesamt 32 4,2 % 2 0,8 % 27 10,5 % 1 0,9 % 7 3,8 %
2019
BPOLFLG GSG 9 EEU PSA BSL
Gesamt Anteil Gesamt Anteil Gesamt Anteil Gesamt Anteil Gesamt Anteil
gPVD 17 3,3 % 1 0,5 % 11 7,2 % 1 1,2 % 6 8,5 %
mPVD 17 8,1 % 1 3,2 % 15 16,9 % 1 2,4 % 4 8,8 %
Gesamt 34 4,6 % 2 1 % 26 10,6 % 2 1,6 % 10 8,4 %
2020
BPOLFLG GSG 9 EEU PSA BSL EntschD
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
gPVD 19 3,7 % 2 0,8 % 15 9,2 % 2 2,1 % 5 6,8 % 1 1,4 %
mPVD 19 8,5 % 0 0,0 % 13 15,5 % 1 2,4 % 3 6,2 % 0 0,0 %
Gesamt 38 5,2 % 2 0,7 % 28 11,3 % 3 2,2 % 8 6,8 % 1 1,4 %
2021
1.8. BPOLFLG GSG 9 EEU PSA BSL EntschD
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
Gesamt Anteil
gPVD 21 4,1 % 4 1,4 % 18 10,4 % 1 1,1 % 6 7,7 % 2 2,5 %
mPVD 21 10,7 % 1 2,6 % 13 15,9 % 1 2,4 % 3 6,4 % 2 3,0 %
Gesamt 42 5,9 % 5 1,6 % 31 12,2 % 2 1,5 % 9 7,2 % 4 2,7 %
65. Wie hoch war die Anzahl an weiblichen Bewerberinnen bei den
polizeilichen Spezialkräften der Bundespolizei (Bundespolizeidirektion 11) im
operativen Bereich jeweils in den letzten fünf Jahren?
BFE+
In den vergangenen fünf Jahren gab es fünf Bewerbungen für BFE+-Einheiten.
BPOLD 11
Das Bewerberaufkommen bei den Spezialkräften stellt sich insgesamt wie folgt
dar:
BPOLFLG GSG 9 EEU PSA BSL EntschD
2017 23 5 5 2 3
2018 41 3 2 1
2019 24 3 3 2
2020 35 3 2 4 1
2021 47 2 2 0 3
66. Inwiefern sind strukturelle Gründe bekannt, die den Eintritt von Frauen
in die operativen polizeilichen Spezialkräfte der Bundespolizei
erschweren?
BFE+
Es sind keine strukturellen Gründe bekannt.
BPOLD 11
Eine Tätigkeit in den polizeilichen Sonderverwendungen (insb. GSG 9 BPOL)
ist mit hohen physischen Anforderungen verbunden. Diese werden von den
Bewerberinnen häufig nicht erfüllt. Mithin sind Bewerbungen von Frauen
vergleichsweise selten.
67. Welche Maßnahmen wurden in den vergangenen fünf Jahren ergriffen,
um den Frauenanteil bei den operativen polizeilichen Spezialkräften der
Bundespolizei zu erhöhen?
BFE+
Grundvoraussetzung für die Tätigkeit in einer BFE+ ist die vorherige
Zugehörigkeit zu einer Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft (BFHu). Die
BFHu stellen sich regelmäßig bei den Anwärterinnen und Anwärtern in der
Ausbildung für den Polizeivollzugsdienst in der Bundespolizei vor. Im Rahmen
dieser Vorstellung werden Anwärterinnen gezielt durch weibliche Angehörige
der BFHu angesprochen.
BPOLD 11
Auch für die polizeilichen Spezialkräfte erfolgt auf eigens durchgeführten
Werbeveranstaltungen eine gezielte Ansprache von Frauen. Zu den
Werbemaßnahmen in den Dienststellen gehören Flyer, Werbung im Intranet der
Bundespolizei sowie Sonderveranstaltungen für interessierte Bewerberinnen und
Bewerber. Soweit im Rahmen der Nachwuchswerbung der Bundespolizeiakademie
möglich, werden eigene Nachwuchswerbekräfte eingesetzt.
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 23 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 25 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 27 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 29 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 31 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 33 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 35 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 37 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 39 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 41 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 43 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 45 – Drucksache 19/32523
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 47 – Drucksache 19/32523
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]