[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Kathrin Vogler, Michel Brandt, Christine
Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/32122 –
Rüstungsexporte aus Nordrhein-Westfalen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich die Fraktionen von CDU, CSU
und SPD für eine restriktive Rüstungsexportpolitik ausgesprochen. Dennoch
stiegen die Rüstungsexporte aus Deutschland in den vergangenen Jahren
weiter an (
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/sipri-waffenhandel-10
3 .html). Besonders bedenklich sind nach Ansicht der Fragestellenden die
Waffen-Exportgenehmigungen von mehr als 1 Mrd. Euro in Länder, die am
Konflikt im Jemen oder in Libyen beteiligt sind. Rüstungsunternehmen aus
Nordrhein-Westfalen (NRW) tragen dazu erheblich bei
(Bundestagsdrucksache 19/26713). Rüstungsexporte führen nach Auffassung der
Fragestellenden weltweit zu einer Eskalation von bestehenden Konflikten und schüren
neue Auseinandersetzungen mit immer weiteren Opfern in der
Zivilbevölkerung. Die Rüstungsexporte sind damit auch Ursache von Flucht und
Vertreibung. Die Fraktion DIE LINKE. hat deshalb erst im Mai 2021 gefordert,
Waffenexporte aus Deutschland zu stoppen und gesetzlich zu verbieten
(Bundestagsdrucksache 19/29963).
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass Genehmigungen für die Ausfuhr
von Rüstungsgütern nach dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG) statistisch für
das Bundesland erfasst werden, in dem die Beantragung der
Ausfuhrgenehmigungen durch den Antragsteller erfolgt. Diese Daten geben daher nicht
notwendigerweise Aufschluss über den tatsächlichen Produktionsstandort oder den
tatsächlichen Ausfuhrort der entsprechenden Rüstungsgüter. Die statistische
Erfassung der Rüstungsexportgenehmigungen erfolgt dabei nach dem
Genehmigungsdatum.
Bei den Angaben für Genehmigungswerte aus dem Jahr 2021 handelt es sich
um vorläufige Zahlen, die sich durch Berichtigungen und Fehlerkorrekturen
noch verändern können.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/32385
19. Wahlperiode 09.09.2021
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
vom 9. September 2021 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass eine rein zahlenmäßige
Betrachtung aufgrund von Genehmigungswerten eines Berichtszeitraums kein
taugliches Mittel für die Beurteilung der Restriktivität der Rüstungsexportpolitik
ist.
1. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der
Rüstungsexporte (inklusive Sammelausfuhren) von in NRW ansässigen
Antragstellern an den gesamtdeutschen Rüstungsexporten gemäß den
Rüstungsexportberichten 2017 bis Mitte 2021 (bitte nach nominalem und
prozentualem Wertanteil in den einzelnen Jahren aufschlüsseln)?
Für sonstige Rüstungsgüter liegen der Bundesregierung Daten zu tatsächlichen
Ausfuhren (Exporten) nicht vor. Die Angaben beziehen sich daher auf erteilte
Ausfuhrgenehmigungen.
Einzelausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter
Jahr Gesamtwert
in Euro
davon NRW
in Euro
Prozentanteil
2017 6.242.333.086 1.388.731.858 22,2
2018 4.824.416.573 360.570.714 7,5
2019 8.014.598.102 430.308.466 5,4
2020 5.824.238.934 324.794.376 5,6
1. Januar bis
30. Juni 2021 2.296.170.348 207.269.527 9,0
Sammelausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter
Jahr Gesamtwert
in Euro
davon NRW
in Euro
Prozentanteil
2017 324.932.000 11.000.000 3,4
2018 14.465.000 0 0
2019 508.526.938 1.000.000 0,2
2020 402.152.648 0 0
1. Januar bis
30. Juni 2021 136.619.195 1.389.745 1,0
2. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der
exportierten Kriegswaffen (inklusive Sammelausfuhren) von in NRW
ansässigen Antragstellern an den insgesamt aus Deutschland exportierten
Kriegswaffen gemäß den Rüstungsexportberichten 2017 bis Mitte 2021
(bitte nach nominalem und prozentualem Wertanteil in den einzelnen
Jahren aufschlüsseln)?
In Einklang mit früheren Antworten auf Kleine Anfragen zu Rüstungsexporten
aus Bayern wird nachfolgend auf die erteilten AWG-Genehmigungen für
Kriegswaffenausfuhren abgestellt.
Die folgenden Angaben zu den zur Ausfuhr genehmigten Kriegswaffen sind
wertmäßig bereits in den Angaben der Antwort zu Frage 1 enthalten, da
sämtliche Kriegswaffen auch Rüstungsgüter sind.
Einzelausfuhrgenehmigungen und Meldungen für Kriegswaffen
nach dem AWG
Jahr Gesamtwert
in Euro
davon NRW
in Euro
Prozentanteil
2017 2.322.221.432 932.141.307 40,1
2018 669.567.913 108.128.226 16,2
2019 2.591.731.755 28.382.549 1,1
2020 2.644.449.942 28.097.141 1,1
1. Januar bis
30. Juni 2021 114.687.459 9.188.309 8,0
Sammelausfuhrgenehmigungen für Kriegswaffen nach dem AWG
Jahr Gesamtwert
in Euro
davon NRW
in Euro
Prozentanteil
2017 0 – –
2018 0 – –
2019 17.919.448 – –
2020 0 – –
1. Januar bis
30. Juni 2021 0 – –
3. Welche Kriegswaffen (inklusive Sammelausfuhren) von in NRW
ansässigen Antragstellern wurden dabei nach Kenntnis der Bundesregierung in
welcher Stückzahl gemäß den einschlägigen Kriegswaffenlistennummern
jeweils von 2017 bis Mitte 2021 exportiert (bitte vollständig auflisten)?
In Einklang mit früheren Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen
zu Rüstungsexporten aus Bayern wird nachfolgend auf die erteilten AWG-
Genehmigungen für Kriegswaffenausfuhren abgestellt.
In Bezug auf Sammelausfuhrgenehmigungen wird auf die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 3a der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache 18/9875 und ergänzend auf die
Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Jahr 2017 – Kriegswaffengenehmigungen
Kriegswaffenlistennummer und Güterbeschreibung Stückzahl
07 – Lenkflugkörper 40
10 – Startanlagen für gelenkte Flugkörper 2
14 – Kampfhubschrauber 4
17 – Kriegsschiffe 1
25 – sonstige gepanzerte Kampffahrzeuge 1
27 – Fahrgestelle für Panzer und Kampffahrzeuge 1
28 – Türme für Kampfpanzer 1
29A – Maschinengewehre 1
34 – Rohre für Waffen der KWL 29, 31 und 32 6
35 – Verschlüsse für die Waffen der KWL 29, 31 und 32 4
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen 200
40 – Torpedos 13
44 – Bomben aller Art 150
47 – Pioniersprengkörper, sprengtechnische
Minenräummittel 118
Kriegswaffenlistennummer und Güterbeschreibung Stückzahl
49 – Munition für die Waffen der KWL 31 und 32 5.555
50 – Munition für die Waffen der KWL 29 70.000
52 – Munition für die Waffen KWL 37 und 39 3.000
54 – Geschosse für die Waffen der KWL 49 und 52 568
55 – Treibladungen für die Waffen der KWL 49 und 52 482
58 – Zielsuchköpfe für die Waffen der KWL 7, 9, 40, 44,
49, 59, 60 1
Jahr 2018 – Kriegswaffengenehmigungen
Kriegswaffenlistennummer und Güterbeschreibung Stückzahl
13 – militärische Luftfahrzeuge 2
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen 10.242
47 – Pioniersprengkörper, sprengtechnische
Minenräummittel 129
49 – Munition für die Waffen der KWL 31 und 32 110
50 – Munition für die Waffen der KWL 29 500
54 – Geschosse für die Waffen der KWL 49 und 52 2
Jahr 2019 – Kriegswaffengenehmigungen
Kriegswaffenlistennummer und Güterbeschreibung Stückzahl
08 – ungelenkte Flugkörper (Raketen) 4.950
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen 4.300
50 – Munition für die Waffen der KWL 29 20
Jahr 2020 – Kriegswaffengenehmigungen
Kriegswaffenlistennummer und Güterbeschreibung Stückzahl bzw.
Menge
03G – 3-Chinuclidinylbenzilat 10 mg
08 – ungelenkte Flugkörper (Raketen) 8 St.
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen 6.430 St.
50 – Munition für die Waffen d. KWL 29 1.008 St.
52 – Munition für die Waffen KWL 37 und 39 5 St.
1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 – Kriegswaffengenehmigungen
Kriegswaffenlistennummer und Güterbeschreibung Stückzahl
08 – ungelenkte Flugkörper (Raketen) 100
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen 15
52 – Munition für die Waffen KWL 37 und 39 1.000
4. In welche Länder wurden nach Kenntnis der Bundesregierung die von in
NRW ansässigen Antragstellern exportierten Kriegswaffen (inklusive
Sammelausfuhren) jeweils geliefert, bezogen auf die jeweiligen
Ländergruppen „EU-Länder“, „NATO- und gleichgestellte Länder“ und
„Drittländer“ (bitte nach nominalem und prozentualem Wertanteil in den
einzelnen Jahren aufschlüsseln)?
Nachfolgend werden die fragegegenständlichen Bestimmungsländer dargestellt.
In Bezug auf Sammelausfuhrgenehmigungen wird auf die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 3b der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache 18/9875 und ergänzend auf die
Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Einzelgenehmigungen und Meldungen für Kriegswaffen nach dem AWG
Jahr
EU-Länder
in Euro
NATO- und
NATO-
gleichgestellte Länder
in Euro
Drittländer
in Euro
Gesamtwert
in Euro
2017 22.889.325 7.091.102 902.160.880 932.141.307
2,4 Prozent 0,8 Prozent 96,8 Prozent
2018 3.602.497 38.819.562 65.706.167 108.128.226
3,3 Prozent 35,9 Prozent 60,8 Prozent
2019 6.272.500 0 22.110.049 28.382.549
22,1 Prozent 0 Prozent 77,9 Prozent
2020 7.607.201 108.000 20.381.940 28.097.141
27,1 Prozent 0,4 Prozent 72,5 Prozent
1. Januar bis
30. Juni 2021 8.328.630 859.679 0 9.188.309
90,6 Prozent 9,4 Prozent 0 Prozent
5. Welche Kriegswaffen (inklusive Sammelausfuhren) aus NRW wurden
nach Kenntnis der Bundesregierung zwischen 2017 und Mitte 2021 an
welche Drittstaaten geliefert (bitte nach Jahr, Empfängerland und
Kriegswaffenlistennummer aufschlüsseln), und wie hoch war jeweils deren
Wert?
Nachfolgend wird auf die erteilten AWG-Genehmigungen für
Kriegswaffenausfuhren abgestellt.
In Bezug auf Sammelausfuhrgenehmigungen wird auf die Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
auf die Frage 6 auf Bundestagsdrucksache18/13166 und ergänzend auf die
Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Jahr Land Kriegswaffennummer und Güterbeschreibung Wert
in Euro
2017 Algerien
07 – Lenkflugkörper *
10 – Startanlagen für gelenkte Flugkörper *
14 – Kampfhubschrauber *
17 – Kriegsschiffe *
29A – Maschinengewehre *
34 – Rohre für Waffen der KWL 29, 31 und 32 *
35 – Verschlüsse für die Waffen der KWL 29, 31 und 32 *
40 – Torpedos *
44 – Bomben aller Art *
49 – Munition für die Waffen der KWL 31 und 32 *
50 – Munition für die Waffen der KWL 29 *
54 – Geschosse für die Waffen der KWL 49 und 52 *
55 – Treibladungen für die Waffen der KWL 49 und 52 *
58 – Zielsuchköpfe für die Waffen der KWL 7, 9, 40, 44,
49, 59, 60 *
Algerien gesamt: 901.159.780
Jahr Land Kriegswaffennummer und Güterbeschreibung Wert
in Euro
Mali
50 – Munition für die Waffen der KWL 29 *
Oman
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen *
Jahr Land Kriegswaffennummer und Güterbeschreibung Wert
in Euro
2018 Jordanien
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen *
Mexiko
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen *
Pakistan
13 – militärische Luftfahrzeuge *
Jahr Land Kriegswaffennummer und Güterbeschreibung Wert
in Euro
2019 Indien
08 – ungelenkte Flugkörper (Raketen) *
50 – Munition für die Waffen der KWL 29 *
Israel
08 – ungelenkte Flugkörper (Raketen) *
Singapur
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen *
Jahr Land Kriegswaffennummer und Güterbeschreibung Wert
in Euro
2020 Kuwait
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen *
Singapur
37 – tragbare Panzerabwehrwaffen *
Jahr Land Kriegswaffennummer und Güterbeschreibung Wert
in Euro
1. Januar bis
30. Juni 2021
– – –
* Die Bundesregierung sieht von Angaben zum Auftragsvolumen dann ab, wenn diese in
Kombination mit Angaben zu Stückzahlen Rückschlüsse auf den Einzelpreis bestimmter Rüstungsgüter
zuließen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 21. Oktober 2014 (BVerfGE 137,
185) würden Angaben, die so konkret sind, dass aus ihnen auf vertrauliche Informationen, etwa auf
den Einzelpreis eines bestimmten Rüstungsguts, geschlossen werden kann, in unverhältnismäßiger
Weise in die Berufsfreiheit der Unternehmen eingreifen (vergleiche die Randnummern 185, 192
und 219 des Urteils).
6. Welche Rüstungsgüter – mit Ausnahmen von Kriegswaffen – (inklusive
Sammelausfuhren) wurden nach Kenntnis der Bundesregierung im
Zeitraum von 2017 bis Mitte 2021 schwerpunktmäßig von in NRW
ansässigen Antragstellern ausgeführt (bitte nach Empfängerland, Rüstungsgut
und Jahr aufschlüsseln)?
Für sonstige Rüstungsgüter liegen der Bundesregierung Daten zu tatsächlichen
Ausfuhren (Exporten) nicht vor. Die Angaben beziehen sich daher auf erteilte
Ausfuhrgenehmigungen.
In Bezug auf Sammelausfuhrgenehmigungen wird auf die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 4 der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache18/9875 verwiesen.
Genehmigungsschwerpunkte Sonstige Rüstungsgüter pro Jahr
(jeweils die drei Ausfuhrlistenpositionen mit den höchsten Werten)
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2017 Gesamt 456.590.551
A0016 147.983.637
Ägypten 967.162
Australien 35.034.038
Belgien 4.069.630
Brasilien 529.623
Dänemark 2.258.652
Finnland 3.230.000
Frankreich 7.806.768
Griechenland 350.161
Indien 180.781
Irland 13.079
Israel 189.028
Italien 3.185.474
Kanada 24.053.619
Katar 354.066
Kuwait 46.153
Litauen 1.002.962
Marokko 10.840
Neuseeland 4.111
Niederlande 638.919
Norwegen 431.280
Oman 403.326
Österreich 303.560
Pakistan 73.260
Polen 613.510
Portugal 2.036
Republik Korea 1.934.240
Rumänien 105.023
Schweden 16.198.003
Schweiz 533.641
Spanien 11.845.858
Tschechische Republik 15.150.341
Vereinigte Arabische Emirate 797.521
Vereinigte Staaten 418.300
Vereinigtes Königreich 15.248.672
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2017 Gesamt 456.590.551
A0013 119.625.735
Bosnien u. Herzegowina 1.662
Brasilien 715.000
Indien 3.625
Israel 35.629
Katar 110.230
Mexiko 1.120.000
Nigeria 171.500
Oman 1.301.400
Republik Korea 131.615
Singapur 58.400
Südafrika 9.730
Vereinigte Arabische Emirate 115.966.944
A0006 59.954.867
Argentinien 32.077
Australien 200.292
Belgien 53.840
Botsuana 89.982
Brasilien 1.994.117
Chile 75.716
Dänemark 1.391.129
Finnland 9.669
Frankreich 103.225
Griechenland 14.400
Indien 28.037
Irak 3.151.036
Irland 328.280
Israel 2.658.941
Italien 55.383
Japan 183.130
Jordanien 248.348
Kanada 19.467.059
Kroatien 50
Libanon 32.000
Luxemburg 1.101.510
Malaysia 5.151
Namibia 1.475
Neuseeland 1.250
Niederlande 5.732.471
Norwegen 30.135
Österreich 4.316.280
Pakistan 21.207
Polen 2.224.091
Portugal 99.776
Republik Korea 485.378
Rumänien 74.427
Saudi-Arabien 52.560
Schweden 209.895
Schweiz 2.786.395
Singapur 662.914
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2017 Gesamt 456.590.551
Slowakei 3.000
Spanien 1.012.384
Südafrika 370.577
Südsudan 436.550
Togo 26.000
Tschechische Republik 434.717
Türkei 2.343.960
Ungarn 8.200
Vereinigte Arabische Emirate 436.288
Vereinigte Staaten 6.673.274
Vereinigtes Königreich 288.291
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2018 Gesamt 252.442.488
A0016 126.224.397
Ägypten 104.415
Algerien 847
Belgien 4.588.757
Brasilien 1.060.510
Dänemark 6.031.254
Frankreich 6.472.862
Griechenland 5.251.251
Indien 2.509.606
Indonesien 14.534
Israel 58.054
Italien 2.166.738
Japan 1.595
Kanada 12.308.755
Katar 2.406.444
Litauen 4.854.346
Niederlande 857.370
Norwegen 1.233.980
Oman 16.570.980
Österreich 435.773
Polen 125.703
Portugal 262.706
Republik Korea 3.568.966
Schweden 438.047
Schweiz 797.285
Slowenien 765
Spanien 17.027.747
Südafrika 25.676
Tschechische Republik 7.193.234
Türkei 148.911
Vereinigte Staaten 24.208.521
Vereinigtes Königreich 5.498.765
A0006 52.378.958
Afghanistan 5.995.500
Argentinien 845.900
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2018 Gesamt 252.442.488
Australien 89.850
Bangladesch 16.500
Belgien 18.549
Botsuana 900.479
Brasilien 1.042.334
Chile 294.559
Dänemark 2.738.207
Finnland 22.462
Frankreich 122.175
Griechenland 252.676
Indien 4.500.000
Indonesien 13.950
Irland 18.260
Israel 2.393.561
Italien 189.350
Japan 210.994
Kanada 1.990.997
Kroatien 93.207
Lettland 5.200
Luxemburg 466.642
Niederlande 884.039
Norwegen 401.200
Oman 6.714
Österreich 6.648.223
Pakistan 2.774.480
Polen 2.442.043
Portugal 6.186
Republik Korea 12.376
Rumänien 3.649.317
Schweden 210.635
Schweiz 3.203.585
Serbien 357
Singapur 1.381.369
Slowakei 102.000
Slowenien 4.298
Spanien 1.328.145
Südafrika 237.006
Südsudan 2.800
Taiwan 524
Tschechische Republik 284.390
Türkei 8.400
Ungarn 3.600
Vereinigte Staaten 5.788.450
Vereinigtes Königreich 777.469
A0010 19.604.252
Ägypten 176.137
Algerien 4.741
Argentinien 90.139
Australien 158.862
Bahrain 30.704
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2018 Gesamt 252.442.488
Belgien 198.335
Brasilien 1.268.102
Ecuador 5.153
Frankreich 2.727.285
Ghana 815
Indien 2.429.976
Indonesien 186.272
Irak 1.006
Italien 886.656
Japan 1.874.891
Kanada 241.900
Katar 363.925
Kolumbien 36.147
Kuwait 1.374
Lettland 868
Luxemburg 113.502
Malawi 54.160
Malaysia 44.610
Mali 1.789
Mexiko 152.016
Norwegen 333.454
Oman 14.982
Österreich 4.500
Pakistan 1.186
Philippinen 48.000
Polen 111.315
Republik Korea 609.026
Saudi-Arabien 96.984
Schweden 18.267
Schweiz 218.609
Senegal 53.400
Singapur 173.216
Spanien 931.279
Südafrika 2.789
Thailand 89.582
Tschechische Republik 27.900
Türkei 1.926
Vereinigte Staaten 3.419.502
Vereinigtes Königreich 2.398.970
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2019 Gesamt 401.925.917
A0016 247.243.256
Ägypten 45.578
Australien 8.417.589
Belgien 3.295.689
Brasilien 1.227.629
Chile 192.423
Dänemark 850
Estland 281.059
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2019 Gesamt 401.925.917
Finnland 16.618.000
Frankreich 8.423.981
Griechenland 132.496
Indien 2.865.992
Indonesien 27.088
Israel 17.304
Italien 2.468.296
Katar 10.635.614
Kuwait 25.620.908
Litauen 10.113
Niederlande 266.572
Norwegen 3.465
Österreich 50.841
Polen 528.285
Republik Korea 3.902.199
Rumänien 123.525
Schweden 32.776.729
Schweiz 511.981
Spanien 1.924.632
Taiwan 2.811.375
Tschechische Republik 8.820.332
Ungarn 12.750.000
Vereinigte Staaten 24.965.892
Vereinigtes Königreich 77.526.819
A0006 44.670.939
Afghanistan 59.950
Australien 1.594.967
Bangladesch 4.950
Belgien 116.475
Botsuana 1.422.018
Brasilien 3.363.181
Chile 1.264.089
Dänemark 3.205.480
Estland 379
Finnland 4.167
Frankreich 353.537
Griechenland 52.386
Indien 269.480
Indonesien 2.030
Irak 11.520
Irland 46.984
Israel 123.900
Italien 504.359
Japan 160.418
Jordanien 50.086
Kanada 157.757
Kroatien 86.370
Litauen 98.539
Luxemburg 94.784
Marokko 4.950
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2019 Gesamt 401.925.917
Neuseeland 4.990
Niederlande 4.002.845
Norwegen 1.000.435
Österreich 4.437.728
Pakistan 2.360.000
Polen 4.724.513
Republik Korea 1.278.302
Rumänien 659.577
Schweden 164.384
Schweiz 2.292.002
Singapur 314.434
Slowakei 166.409
Spanien 2.588.680
Südafrika 1.600
Südsudan 2.900
Tschechische Republik 34.539
Ukraine 180.000
Ungarn 62
Vereinigte Staaten 7.116.228
Vereinigtes Königreich 288.555
A0010 24.721.188
Algerien 10.735
Angola 418
Argentinien 148.092
Australien 95.872
Bahrain 4.820
Bangladesch 7.968
Brasilien 1.555.575
Dänemark 1.366
Ecuador 4.294
Frankreich 4.273.244
Ghana 15.164
Indien 2.231.914
Indonesien 59.092
Irak 1.006
Israel 128.100
Italien 2.440.040
Japan 956.246
Kanada 24.364
Kasachstan 7.335
Katar 689.056
Kenia 1.396
Kuwait 137.098
Litauen 26.201
Luxemburg 5.764
Marokko 717.500
Mexiko 49.269
Niederlande 5.500.000
Norwegen 101.067
Oman 15.941
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2019 Gesamt 401.925.917
Österreich 25.424
Pakistan 8.278
Philippinen 16.292
Portugal 1.471
Republik Korea 384.295
Schweiz 269.323
Singapur 3.872
Spanien 8.434
Thailand 24.775
Tschechische Republik 7.587
Türkei 215.907
Vereinigte Arabische Emirate 172.167
Vereinigte Staaten 3.110.991
Vereinigtes Königreich 1.263.435
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2020 Gesamt 296.697.235
A0016 112.532.309
Ägypten 1.715.383
Argentinien 200.000
Belgien 931.531
Brasilien 363.128
Estland 12.740
Frankreich 7.257.437
Griechenland 2.402.084
Indien 260.667
Indonesien 59.732
Israel 232.155
Italien 1.435.529
Kanada 10.009.450
Katar 1.035.413
Kolumbien 2.310
Kuwait 1.722.594
Litauen 4.680.000
Niederlande 399.648
Norwegen 58.546
Oman 1.298
Österreich 503.840
Pakistan 324
Polen 66.323
Republik Korea 3.742.694
Saudi-Arabien 250.000
Schweden 16.005.697
Schweiz 840.768
Singapur 3.532
Slowenien 2.406.030
Spanien 8.981.789
Tschechische Republik 7.030.395
Turkmenistan 122.599
Vereinigte Staaten 35.165.810
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2020 Gesamt 296.697.235
Vereinigtes Königreich 4.623.751
Zypern Süd 9.112
A0006 65.798.447
Afghanistan 890
Australien 848.655
Belgien 83.886
Botsuana 385.990
Brasilien 1.096.675
Chile 91.798
Dänemark 2.955.180
Finnland 509
Frankreich 217.152
Griechenland 137.335
Indien 53.759
Indonesien 125.000
Irland 18.295
Israel 1.729.852
Italien 193.289
Japan 248.817
Jordanien 1.168.767
Kanada 15.259.905
Katar 970
Luxemburg 28.455
Malaysia 11.211
Neuseeland 5.300
Niederlande 5.211.487
Nigeria 188.000
Norwegen 425
Österreich 5.256.429
Polen 165.105
Republik Korea 4.746.387
Rumänien 527.527
Schweden 131.317
Schweiz 2.747.906
Serbien 11.070
Singapur 9.315.078
Slowakei 10.692
Spanien 78.447
Südafrika 8.086
Tschechische Republik 173.260
Ukraine 120.000
Vereinigte Arabische Emirate 78.250
Vereinigte Staaten 11.190.827
Vereinigtes Königreich 1.089.480
Zentralafrikanische Republik 86.984
A0011 28.151.335
Griechenland 24.770
Indien 11.000
Israel 47.548
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
2020 Gesamt 296.697.235
Italien 466.051
Katar 3.232.897
Kuwait 236.625
Luxemburg 181.511
Niederlande 372.967
Niger 933.748
Norwegen 19.774
Republik Korea 112.391
Saudi-Arabien 169.324
Schweiz 183.240
Ukraine 10.400
Vereinigte Arabische Emirate 146.771
Vereinigte Staaten 61.969
Vereinigtes Königreich 21.940.349
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
1. Januar bis
30. Juni 2021
Gesamt 198.081.218
A0016 96.975.582
Australien 8.925.000
Belgien 78.464
Brasilien 454.214
Frankreich 2.841.596
Griechenland 402.152
Indien 5.590.000
Israel 743.834
Italien 2.370.056
Katar 401.245
Kuwait 444.485
Niederlande 502.084
Oman 50.896
Österreich 40.040
Polen 3.121
Republik Korea 359.330
Rumänien 1.812.384
Schweden 2.142.826
Spanien 8.740.851
Tschechien 10.620.692
Vereinigte Staaten 39.044.598
Vereinigtes Königreich 11.407.714
A0006 36.763.815
Australien 54.758
Belgien 2.966
Botsuana 232.922
Brasilien 1.589.558
Chile 398.158
Dänemark 429.477
Estland 135
Finnland 139.718
Jahr AL-Position Land Wert
in Euro
1. Januar bis
30. Juni 2021
Gesamt 198.081.218
Frankreich 224.000
Griechenland 15.165
Indien 69.465
Indonesien 200.445
Irland 17.548
Israel 15.562
Italien 562.772
Japan 486.201
Jordanien 50.000
Kanada 13.962.050
Kuwait 622
Luxemburg 500.000
Malaysia 3.413
Neuseeland 1.899
Niederlande 1.687.394
Oman 88.714
Österreich 3.535.311
Polen 562.605
Republik Korea 968.797
Rumänien 577.830
Schweden 29.188
Schweiz 420.212
Slowakei 392.000
Spanien 1.119.689
Südsudan 3.400
Tschechien 70.172
Uganda 9.100
Ukraine 2.700
Vereinigte Arabische Emirate 8.800
Vereinigte Staaten 7.676.596
Vereinigtes Königreich 654.473
A0001 14.181.731
Indien 1.913
Japan 4.990
Kanada 1.382.000
Kasachstan 200
Katar 14.190
Libanon 749
Somalia 47.440
Vereinigte Staaten 12.718.591
Vereinigtes Königreich 11.658
7. Welche Unternehmen aus NRW haben nach Kenntnis der
Bundesregierung von 2017 bis Mitte 2021 Rüstungsgüter in Drittstaaten exportiert,
und welche weiteren Unternehmen haben für diesen Zeitraum
Rüstungsexporte in Drittstaaten beantragt (bitte auflisten)?
Die Bundesregierung ist nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung
gelangt, dass zur Wahrung von Staatswohlinteressen eine Beantwortung der
Frage 7 nicht in offener Form erfolgen kann. Die Auflistung sämtlicher
Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die im fragegegenständlichen
Zeitraum eine Genehmigung für die Ausfuhr von Rüstungsgütern erhalten haben,
stellt eine sehr sensible Information dar. Eine entsprechende Auflistung
sämtlicher mit Exporten von Rüstungsgütern befassten Unternehmen gibt einen
umfassenden Überblick über die Unternehmenslandschaft eines Bereiches, der für
die Bereitstellung wehrtechnischer Schlüsseltechnologien für die
Bundesrepublik mitverantwortlich zeichnet. Dieses detaillierte Informationsbild zum Kreis
der im Rüstungsbereich tätigen Unternehmen ist unter Sicherheitsaspekten
schutzwürdig. Die entsprechenden Informationen sind daher als „VS – Nur für
den Dienstgebrauch“ eingestuft und in der Anlage zu dieser Antwort
enthalten.*
Die Bundesregierung unterrichtet nach den Feststellungen des
Bundesverfassungsgerichts in seinem Urteil vom 21. Oktober 2014 (BVerfGE 137, 185)
für den Bereich der Rüstungsexportkontrolle über abschließende positive
Genehmigungsentscheidungen sowie die Eckdaten von genehmigten
Ausfuhrvorhaben. Die Bundesregierung sieht gemäß dem Urteil von weitergehenden
Auskünften ab.
8. Welche Unternehmen aus NRW haben nach Kenntnis der
Bundesregierung von 2017 bis Mitte 2021 Kriegswaffen in Drittstaaten exportiert,
und welche weiteren Unternehmen haben für diesen Zeitraum
Kriegswaffenexporte in Drittstaaten beantragt (bitte auflisten)?
Die Bundesregierung ist nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung
gelangt, dass zur Wahrung von Staatswohlinteressen eine Beantwortung der
Frage 8 nicht in offener Form erfolgen kann. Die Auflistung sämtlicher
Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die im fragegegenständlichen
Zeitraum eine Genehmigung für die Ausfuhr von Rüstungsgütern erhalten haben,
stellt eine sehr sensible Information dar. Eine entsprechende Auflistung
sämtlicher mit Exporten von Rüstungsgütern befassten Unternehmen gibt einen
umfassenden Überblick über die Unternehmenslandschaft eines Bereiches, der für
die Bereitstellung wehrtechnischer Schlüsseltechnologien für die
Bundesrepublik mitverantwortlich zeichnet. Dieses detaillierte Informationsbild zum Kreis
der im Rüstungsbereich tätigen Unternehmen ist unter Sicherheitsaspekten
schutzwürdig. Die entsprechenden Informationen sind daher als „VS – Nur für
den Dienstgebrauch“ eingestuft und in der Anlage zu dieser Antwort
enthalten.*
Die Bundesregierung unterrichtet nach den Feststellungen des
Bundesverfassungsgerichts in seinem Urteil vom 21. Oktober 2014 (BVerfGE 137, 185)
für den Bereich der Rüstungsexportkontrolle über abschließende positive
Genehmigungsentscheidungen sowie die Eckdaten von genehmigten
Ausfuhrvorhaben. Die Bundesregierung sieht gemäß dem Urteil von weitergehenden
Auskünften ab.
* Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft.
Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten
eingesehen werden.
9. Welche Unternehmen aus NRW haben Kriegswaffen und andere
Rüstungsgüter von 2017 bis Mitte 2021 an Drittstaaten geliefert, die
unmittelbar oder indirekt an den Konflikten im Jemen oder in Libyen beteiligt
waren (bitte auflisten)?
Eine Beantwortung kann nicht erfolgen, weil die unbestimmte Fragestellung
ohne konkrete Benennung von Drittstaaten keine Abgrenzung des erfragten
Länderkreises ermöglicht. Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die
Schriftliche Frage 43 der Abgeordneten Heike Hänsel auf
Bundestagsdrucksache 19/32038 verwiesen.
10. Wie viele Menschen in NRW arbeiten nach Kenntnis der
Bundesregierung derzeit in der Rüstungsindustrie, und wie hat sich die Zahl in den
letzten zehn Jahren verändert (bitte nominal und prozentual zu den in
Deutschland bestehenden Beschäftigungen in der Rüstungsindustrie
angeben)?
Zu der konkreten Anzahl von in Nordrhein-Westfalen Beschäftigten, die
Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zugerechnet werden
können, liegen der Bundesregierung keine Daten vor. Die Bundesregierung erhebt
keine eigenen empirischen Daten im Sinne der Fragestellung. In Betrieben, die
der Wirtschaftsgruppe 254 „Herstellung von Waffen und Munition“ nach der
Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) zugerechnet werden, gab es
nach Angaben der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit in
Nordrhein-Westfalen im Dezember 2020 rund 920 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte und rund 70 ausschließlich geringfügig Beschäftigte. Weitere
Angaben können der Veröffentlichung „Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen
(Quartalszahlen)“ unter:
https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/S
uche/Einzelheftsuche_Formular.html?nn=1523064&topic_f=beschaeftigung-so
zbe-wz-heft entnommen werden.
Ergänzend wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 19 der Kleinen
Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache
18/9875 verwiesen.
11. Welchen Anteil am Bruttoinlandsprodukt des Bundeslandes NRW haben
die Rüstungsexporte jeweils von 2017 bis Mitte 2021 aus diesem
Bundesland nach Kenntnis der Bundesregierung (bitte nach Jahren
aufschlüsseln)?
Für sonstige Rüstungsgüter liegen der Bundesregierung Daten zu tatsächlichen
Ausfuhren (Exporten) nicht vor. Der Wert der tatsächlichen Ausfuhren von
Kriegswaffen wird durch das Statistische Bundesamt erhoben. Dazu verwendet
das Statistische Bundesamt Anmeldungen von Unternehmen zur
Außenhandelsstatistik (Zoll- und Intrastat-Anmeldungen). Es ist davon auszugehen, dass
diese Anmeldungen – z. B. im Zusammenhang mit der Lieferung von
Materialpaketen – auch Waren umfassen, denen keine Kriegswaffeneigenschaft
zukommt. Die deutsche Außenhandelsstatistik nach Bundesländern wird auf
Grundlage des Ursprungsbundeslands der tatsachlichen Ausfuhren bzw. des
Bestimmungsbundeslandes der tatsächlichen Einfuhren erhoben, nicht aber
nach dem Sitz des ausführenden bzw. einführenden Unternehmens. Ausfuhren
eines Unternehmens mit Hauptsitz im jeweiligen Bundesland sind somit nicht
zwangsläufig in der Außenhandelsstatistik dieses Bundeslandes enthalten,
beispielsweise falls das Unternehmen in einem anderen Bundesland ein
Zweigwerk betreibt, in dem die ausgeführten Waren hergestellt wurden. Dieses
andere Bundesland ist dann das Ursprungsbundesland der Waren. Aus diesem
Grund ist es auch nicht möglich zu überprüfen, ob ein bestimmtes,
ausführendes Unternehmen mit einem bestimmten Ausfuhrvorgang zum
Bruttoinlandsprodukt Nordrhein-Westfalens oder eines anderen Bundeslands beiträgt.
Nachfolgende Tabelle enthält für das Land Nordrhein-Westfalen die Anteile der
Ausfuhr von Kriegswaffen am Bruttoinlandsprodukt für die Jahre 2017 bis
2020. Werte zum Bruttoinlandsprodukt für das erste Halbjahr 2021 liegen noch
nicht vor.
Jahr Bruttoinlandsprodukt Nordrhein-Westfalen
in Mio. Euro (in jeweiligen Preisen)
Anteil der Ausfuhren von Kriegswaffen
aus Nordrhein-Westfalen am
Bruttoinlandsprodukt
2017 677.660,098 0,0015 Prozent
2018 701.108,727 0,0026 Prozent
2019 717.503,929 0,0028 Prozent
2020 697.125,004 0,0018 Prozent
12. Welche Stellen der Landesregierung NRW haben in den Jahren 2017 bis
2021 mit der Bundesregierung Kontakt aufgenommen (auch telefonisch),
um sich über den Stand von Genehmigungsverfahren für
Rüstungsexporte aus NRW zu informieren oder diese zu beeinflussen (bitte nach
Vorgang, Datum und beteiligten Gesprächspartnern aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung pflegt im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung mit einer
Vielzahl von Akteuren regelmäßige Kontakte. Es ist dabei weder rechtlich
geboten noch im Sinne einer effizienten und ressourcenschonenden öffentlichen
Verwaltung leistbar, Informationen und Daten aller Kontakte vollständig zu
erfassen oder entsprechende Dokumentationen darüber zu erstellen oder zu
pflegen. Die Erstellung der erbetenen Auflistung zu Anfragen von Vertretern
von Landesbehörden zum Stand von Exportgenehmigungsverfahren ist daher
nicht möglich.
Die Bundesregierung unterrichtet darüber hinaus nach den Feststellungen des
Bundesverfassungsgerichts in seinem Urteil vom 21. Oktober 2014 (BVerfGE
137, 185) für den Bereich der Rüstungsexportpolitik lediglich über
abschließende positive Genehmigungsentscheidungen sowie die Eckdaten von
genehmigten Ausfuhrvorhaben, d. h. Art und Anzahl der Rüstungsgüter, das
Endempfängerland und das Gesamtvolumen. Die Bundesregierung folgt damit den
Vorgaben des Urteils und sieht daher von weitergehenden Auskünften ab. Dies
schließt Angaben zu möglichen Kontaktaufnahmen im Vorfeld möglicher
Ausfuhrvorhaben ein.
13. Hat die Bundesregierung konkrete Maßnahmen unternommen, um
Rüstungsexporte zu vermeiden, und wenn ja, welche?
Die Bundesregierung verfolgt eine restriktive und verantwortungsvolle
Rüstungsexportpolitik. Über die Erteilung von Genehmigungen für
Rüstungsexporte entscheidet die Bundesregierung im Einzelfall und im Lichte der
jeweiligen Situation nach sorgfältiger Prüfung unter Einbeziehung außen- und
sicherheitspolitischer Erwägungen. Grundlage hierfür sind die rechtlichen
Vorgaben des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen, des
Außenwirtschaftsgesetzes, der Außenwirtschaftsverordnung, des „Gemeinsamen
Standpunkts des Rates der Europäischen Union vom 8. Dezember 2008 betreffend
gemeinsame Regeln für die Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und
Militärgütern“ in der Fassung des Ratsbeschlusses vom 16. September 2019
und des Vertrags über den Waffenhandel („Arms Trade Treaty“) sowie die
„Politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen
und sonstigen Rüstungsgütern“ aus dem Jahr 2000 in der Fassung vom 26. Juni
2019.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]