[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Gökay Akbulut, Nicole Gohlke,
Ates Gürpinar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/249 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das bisherige Jahr 2021
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden. So ist wenig
bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen
weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen (vgl. hierzu und
zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben, Bundestagsdrucksache
19/28109). Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der rein formelle
Entscheidungen unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2020 bei 57,3 Prozent,
gegenüber der vom BAMF und der Bundesregierung verwandten
unbereinigten Schutzquote in Höhe von 43,1 Prozent.
Hinzu kommen Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF; gegen knapp drei Viertel aller ablehnenden
BAMF-Bescheide wurde im Jahr 2020 geklagt. Fast die Hälfte aller
Asylklagen (46,3 Prozent) endete 2020 mit einer „sonstigen
Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen
zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein
Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des
Ursprungsbescheides erteilt wird. „Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa
überwiegend in Fällen mit schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten
betroffenen Herkunftsländer Syrien, Afghanistan und der Irak zeigen. Auch
wenn ein Gericht entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland
durchgeführt werden muss, gilt dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu
Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung räumte
auf Nachfrage ein (vgl. Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache
19/22023), dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ bei Gericht keine Aussage
zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung
der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen der Verfahren außer Betracht gelassen
und nur inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach
Berechnung der Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von
Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2020 in Höhe von 31,2 Prozent – das BAMF
gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur 16,6 Prozent an
(Gerichtsstatistik 2020,
www.bamf.de). Bei afghanischen Geflüchteten lag die
Deutscher Bundestag Drucksache 20/432
20. Wahlperiode 14.01.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 13. Januar 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2020 sogar bei 60 Prozent, d. h.
deutlich mehr als jeder zweite BAMF-Bescheid erwies sich nach einer
gerichtlichen Überprüfung als falsch. In absoluten Zahlen mussten die
Verwaltungsgerichte 2020 insgesamt 21 224 BAMF-Bescheide korrigieren, zudem änderte
das BAMF von sich aus weitere 3 811 Bescheide. In 24 328 Fällen erhielten
vom BAMF zunächst abgelehnte Schutzsuchende im Jahr 2020 auf diese
Weise doch noch einen Schutzstatus, hinzu kamen 2 471 Anerkennungen als
Ergebnis eines Folgeantrags.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Standorte des
BAMF ist enorm: Bei afghanischen Schutzsuchenden beispielsweise lag sie
im Jahr 2020 zwischen 31,7 und 87,5 Prozent, bei irakischen zwischen 8,8
und 78 Prozent und bei türkischen Asylsuchenden zwischen 11,4 und
67,9 Prozent. Mit deutlich negativ abweichenden Schutzquoten fielen z. B. die
BAMF-Standorte Frankfurter Flughafen, Heidelberg, Chemnitz, Bamberg,
Neumünster, Eisenhüttenstadt, Zirndorf, Gießen und Regensburg auf, viele
von ihnen bereits im Jahr 2019. Das Forschungszentrum des BAMF benannte
u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende Entscheidungspraxis im
BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der jeweiligen Organisationseinheit,
die Zusammensetzung des Personals und lokale Auslegungen von Leitsätzen.
Das wurde von der Bundesregierung zunächst als „hypothetisch“ bewertet
(Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage
(Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es, dass
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen
lokalen (Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“.
So wurden z. B. in Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea
Leitsätze und Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen
(ebd., Antwort zu Frage 4b). In der „Zeitschrift für Ausländerrecht“ (ZAR
7/2020, S. 223 ff.) erklärte die Vize-Präsidentin des BAMF, Ursula Gräfin
Praschma, unterschiedliche Schutzquoten ließen sich vor allem auf individuell
unterschiedliche Sachverhalte und Merkmale der jeweiligen Asylgesuche
zurückführen. In einer Entgegnung (ZAR 1/2021, S. 10 ff.) legte Prof.
Dr. Gerald Schneider aufgrund empirischer Daten zu Asylsuchenden in
Deutschland dar, dass diese individuellen Merkmale gerade keinen messbaren
Effekt auf die Schutzgewährung hätten.
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die zuvor im Wege des Familiennachzugs eingereist
sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2020 bei 82 Prozent (2019: 80,6 Prozent, 2017: 24,5 Prozent,
2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für Familienangehörige
außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen Asylsuchenden im
Jahr 2015 noch zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK
zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5 Prozent
(vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10–11/2020, S. 356). Die meisten
GFK-Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer früheren
Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis des BAMF
ist hingegen weitaus restriktiver.
Bei der Mehrheit aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um
Kinder und Jugendliche, 2020 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden
bei 53,9 Prozent, 2,2 Prozent waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
26 521 Asylanträge (25,9 Prozent aller Anträge) wurden für in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen,
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes – AufenthG) gestellt. Das Bundesministerium des Innern, für
Bau und Heimat knüpft vor diesem Hintergrund seit Januar 2020 zentral an
der Zahl „grenzüberschreitender Asylerstanträge“ an, bei der Anträge für hier
geborene Kinder nicht berücksichtigt werden (
https://www.bmi.bund.de/Share
dDocs/pressemitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-2019.html).
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach
Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer
Flüchtlingskonvention [GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse)
in der Entscheidungspraxis des BAMF im dritten Quartal 2021 bzw.
im bisherigen Jahr 2021 (bitte jeweils in absoluten und relativen
Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert
darstellen, bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben,
wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60
Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK, einen subsidiären
Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen
haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung
differenzieren: Asylberechtigung [darunter Familienasyl],
internationaler Flüchtlingsschutz [darunter Familienschutz], subsidiärer Schutz
[darunter Familienschutz], nationale Abschiebungsverbote – bitte
jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall
Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien,
Georgien, Armenien sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten
machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen
auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte
wie zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen
sich zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen machen?
Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog.
bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder
begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei
einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle
Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im
Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer
etwaigen Bleibeperspektive ist daher die Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden
Asylentscheidungen berücksichtigt:
3. Quartal 2021
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Gesamtschutz
Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 351 1,0 % 8.795 25,7 % 6.173 18,0 % 979 2,9 % 16.298 47,6 % 67,7 %
darunter
Syrien 76 0,7 % 4.607 39,5 % 5.466 46,8 % 67 0,6 % 10.216 87,5 % 99,8 %
Afghanistan 14 0,7 % 335 16,9 % 94 4,7 % 348 17,6 % 791 40,0 % 77,4 %
Irak 1 0,0 % 648 24,4 % 111 4,2 % 167 6,3 % 927 34,9 % 49,8 %
Türkei 57 3,7 % 536 34,9 % 14 0,9 % 6 0,4 % 613 39,9 % 46,8 %
Ungeklärt 31 2,6 % 692 59,0 % 88 7,5 % 16 1,4 % 827 70,5 % 86,0 %
Georgien – – 1 0,1 % 2 0,2 % 3 0,3 % 6 0,7 % 1,0 %
Moldau, Republik – – – – – – 1 0,1 % 1 0,1 % 0,1 %
Somalia 18 1,9 % 493 50,8 % 72 7,4 % 69 7,1 % 652 67,1 % 83,6 %
Eritrea 10 1,0 % 643 67,3 % 126 13,2 % 31 3,2 % 810 84,8 % 93,2 %
Nordmazedonien – – – – – – 2 0,4 % 2 0,4 % 1,0 %
Iran 34 3,2 % 248 23,2 % 33 3,1 % 15 1,4 % 330 30,9 % 44,3 %
Nigeria 6 0,5 % 70 5,5 % 9 0,7 % 66 5,2 % 151 11,8 % 20,0 %
3. Quartal 2021
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Gesamtschutz
Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 351 1,0 % 8.795 25,7 % 6.173 18,0 % 979 2,9 % 16.298 47,6 % 67,7 %
darunter
Albanien – – – – – – – – – – –
Russische Föderation 9 1,1 % 45 5,4 % 12 1,4 % 4 0,5 % 70 8,4 % 19,2 %
Algerien – – – – 1 0,3 % 3 0,9 % 4 1,2 % 4,1 %
Serbien – – – – – – 4 1,1 % 4 1,1 % 2,7 %
Bosnien und Herzegowina – – – – – – – – – – –
Ghana – – 1 0,8 % – – 2 1,5 % 3 2,3 % 3,1 %
Kosovo – – 1 0,8 % – – 2 1,6 % 3 2,3 % 6,4 %
Montenegro – – – – – – – – – – –
Senegal – – – – – – 2 4,9 % 2 4,9 % 9,1 %
Marokko – – 2 0,6 % – – 1 0,3 % 3 0,9 % 2,3 %
Tunesien – – – – – – 1 0,5 % 1 0,5 % 1,4 %
Armenien – – – – – – 4 2,5 % 4 2,5 % 4,9 %
3. Quartal 2021 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 351 1,0 % 1,5 %
darunter Familienschutz 140 0,4 % 0,6 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 8.795 25,7 % 36,5 %
darunter Familienschutz 7.381 21,6 % 30,7 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 2 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 4.406 12,9 % 18,3 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 95 0,3 % 0,4 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.670 4,9 % 6,9 %
Summe subsidiärer Schutz 6.173 18,0 % 25,7 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 918 2,7 % 3,8 %
§ 60 VII AufenthG 61 0,2 % 0,3 %
Summe Abschiebungsverbot 979 2,9 % 4,1 %
Gesamtschutz 16.298 47,6 % 67,7 %
01.01.–30.11.2021
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Gesamtschutz
Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 1.073 0,8 % 28.027 20,4 % 20.794 15,2 % 4.081 3,0 % 53.975 39,4 % 63,1 %
darunter
Syrien 206 0,4 % 14.557 26,6 % 18.240 33,4 % 214 0,4 % 33.217 60,8 % 99,8 %
Afghanistan 35 0,4 % 1.224 14,3 % 391 4,6 % 1.760 20,6 % 3.410 39,9 % 69,6 %
Irak 14 0,1 % 2.243 22,6 % 426 4,3 % 583 5,9 % 3.266 32,9 % 46,2 %
Türkei 220 3,6 % 1.983 32,2 % 34 0,6 % 17 0,3 % 2.254 36,7 % 42,8 %
Ungeklärt 79 2,0 % 1.911 48,4 % 296 7,5 % 57 1,4 % 2.343 59,3 % 82,8 %
Somalia 87 2,6 % 1.507 45,9 % 220 6,7 % 229 7,0 % 2.043 62,2 % 81,1 %
01.01.–30.11.2021
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Gesamtschutz
Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 1.073 0,8 % 28.027 20,4 % 20.794 15,2 % 4.081 3,0 % 53.975 39,4 % 63,1 %
darunter
Georgien – – 2 0,1 % 4 0,1 % 14 0,4 % 20 0,6 % 0,9 %
Eritrea 43 1,5 % 1.840 62,5 % 408 13,8 % 170 5,8 % 2.461 83,5 % 92,3 %
Iran 77 1,9 % 889 22,1 % 98 2,4 % 44 1,1 % 1.108 27,5 % 38,4 %
Nigeria 23 0,5 % 243 4,8 % 39 0,8 % 243 4,8 % 548 10,9 % 17,1 %
Moldau, Republik – – – – – – 2 0,0 % 2 0,0 % 0,1 %
Nordmazedonien – – – – – – 4 0,2 % 4 0,2 % 0,4 %
Algerien 1 0,1 % 7 0,4 % 5 0,3 % 11 0,7 % 24 1,4 % 4,8 %
Russische Föderation 20 0,7 % 133 4,7 % 37 1,3 % 27 1,0 % 217 7,7 % 14,8 %
Albanien – – – – 3 0,2 % 3 0,2 % 6 0,5 % 0,8 %
Serbien – – 1 0,1 % – – 6 0,4 % 7 0,5 % 1,1 %
Bosnien und Herzegowina – – – – – – 1 0,1 % 1 0,1 % 0,3 %
Ghana – – 4 0,7 % – – 13 2,4 % 17 3,1 % 4,5 %
Kosovo – – 2 0,4 % – – 7 1,5 % 9 1,9 % 5,0 %
Montenegro – – – – – – – – – – –
Senegal – – – – – – 3 1,6 % 3 1,6 % 3,6 %
Marokko 1 0,1 % 9 0,8 % 6 0,5 % 9 0,8 % 25 2,2 % 4,8 %
Tunesien – – – – 3 0,4 % 6 0,8 % 9 1,3 % 3,2 %
Armenien – – 2 0,3 % 6 0,9 % 28 4,2 % 36 5,5 % 9,2 %
01.01.–30.11.2021 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1.073 0,8 % 1,3 %
darunter Familienschutz 460 0,3 % 0,5 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 Absatz 1 AsylG) 28.027 20,4 % 32,8 %
darunter Familienschutz 23.404 17,1 % 27,4 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Nummer 1 AsylG 11 0,0 % 0,0 %
§ 4 Absatz 1 Nummer 2 AsylG 14.983 10,9 % 17,5 %
§ 4 Absatz 1 Nummer 3 AsylG 609 0,4 % 0,7 %
§ 4 Absatz 1 AsylG Familienschutz 5.191 3,8 % 6,1 %
Summe subsidiärer Schutz 20.794 15,2 % 24,3 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG 3.781 2,8 % 4,4 %
§ 60 Absatz 7 AufenthG 300 0,2 % 0,4 %
Summe Abschiebungsverbot 4.081 3,0 % 4,8 %
Gesamtschutz 53.975 39,4 % 63,1 %
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für die
genannten Zeiträume können der folgenden Tabelle entnommen werden:
3. Quartal 2021 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 1
Antrag nicht weiter bearbeitet 2
Einstellung wg. § 33 Absätze 1 und 2, § 32a Absatz 2 AsylG 743
nicht erforderlich, Dublin 62
sonstige Einstellung 520
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 1 AsylG) 2.916
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG) 693
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 3 AsylG) 7
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 818
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 4.414
01.01.–30.11.2021 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 1
Antrag nicht weiter bearbeitet 2
Einstellung wg. § 33 Absätze 1 und 2, § 32a Absatz 2 AsylG 2.452
nicht erforderlich, Dublin 240
sonstige Einstellung 2.233
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 1 AsylG) 10.591
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG) 2.489
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 3 AsylG) 27
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 4 AsylG) 4
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 2.950
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 30.591
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im dritten Quartal 2021 bzw. im
bisherigen Jahr 2021 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal
gesondert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden:
3. Quartal 2021
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche
Verfolgung
nichtstaatliche
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Herkunftsländer gesamt 8.795 7.381 652 108 526 355
darunter:
Syrien 4.607 4.464 112 16 8 5
Afghanistan 335 222 14 7 90 40
Irak 648 621 1 – 25 9
Türkei 536 256 260 26 1 –
Ungeklärt 692 401 115 14 77 16
Georgien 1 – – – 1 1
Moldau, Republik – – – – – –
Somalia 493 275 9 8 180 176
Eritrea 643 628 5 – 7 7
Nordmazedonien – – – – – –
Iran 248 140 88 20 6 5
Nigeria 70 55 1 1 11 10
Albanien – – – – – –
Russische Föd. 45 35 3 1 7 –
Algerien – – – – – –
01.01.–30.11.2021
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche
Verfolgung
nichtstaatliche
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Herkunftsländer gesamt 28.027 23.404 2.424 409 1.583 1.094
darunter:
Syrien 14.557 14.048 400 61 36 12
Afghanistan 1.224 864 58 15 266 98
Irak 2.243 2.088 19 1 117 62
Türkei 1.983 882 1.044 108 7 4
Ungeklärt 1.911 1.205 292 46 173 30
Somalia 1.507 861 35 26 534 517
Georgien 2 1 – – 1 1
Eritrea 1.840 1.800 11 3 23 23
Iran 889 456 365 80 24 18
Nigeria 243 185 4 2 48 47
Moldau, Republik – – – – – –
Nordmazedonien – – – – – –
Algerien 7 1 3 2 3 3
Russische Föderation 133 107 10 2 15 8
Albanien – – – – – –
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz –
differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland
geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
3. Quartal 2021
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in DE
geborene
Kinder
davon in DE
geborene
Kinder
davon in DE
geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 140 45 7.381 3.837 1.670 876
darunter:
Syrien 40 11 4.464 2.250 1.282 624
Afghanistan 2 1 222 160 57 33
Irak 1 – 621 418 87 54
Türkei 29 6 256 81 2 2
Ungeklärt 8 1 401 176 42 22
Georgien – – – – – –
Moldau, Republik – – – – – –
Somalia 4 2 275 132 49 36
Eritrea 6 4 628 375 87 69
Nordmazedonien – – – – – –
Iran 5 3 140 76 11 6
Nigeria 4 2 55 39 8 6
Albanien – – – – – –
Russische Föd. 3 3 35 14 6 –
Algerien – – – – – –
01.01.–30.11.2021
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in DE
geborene
Kinder
davon in DE
geborene
Kinder
davon in DE
geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 460 169 23.404 12.868 5.191 2.998
darunter:
Syrien 100 30 14.048 7.673 3.886 2.184
Afghanistan 4 2 864 586 219 114
Irak 14 3 2.088 1.491 304 185
Türkei 103 29 882 252 9 4
Ungeklärt 26 7 1.205 533 117 70
Somalia 27 10 861 451 148 105
Georgien – – 1 – 2 1
Eritrea 33 20 1.800 1.146 252 208
Iran 21 14 456 228 31 16
Nigeria 14 6 185 110 25 19
Moldau, Republik – – – – – –
Nordmazedonien – – – – – –
Algerien – – 1 – 1 –
Russische Föd. 9 7 107 30 16 5
Albanien – – – – – –
c) Wie viele der Asylsuchenden in den genannten Zeiträumen verfügten
zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen
Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen
verfügten zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu
Frage 2c auf Bundestagsdrucksache 19/22023 differenzieren)?
Zum Stichtag 30. November 2021 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
33.069 Personen erfasst, die im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 30.
November 2021 einen Asylantrag gestellt haben, während sie einen gültigen
Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen. 7.230 Personen verfügten zum
Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen gültigen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten. Die weiteren
Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen werden:
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder
eine Duldung vorlagen
3. Quartal
2021
Jahr 2021
gesamt
Gesamt 8.144 33.069
davon:
Aufenthaltserlaubnis (AE) völkerrechtliche,
humanitäre, politische Gründe
587 10.979
Duldungen 4.271 10.793
AE – familiären Gründen 3.153 10.768
AE – Besondere Aufenthaltsrechte 60 257
AE – Ausbildung 63 216
AE – Erwerbstätigkeit 10 46
EU-Aufenthaltsrechte 0 10
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder
eine Duldung vorlagen
3. Quartal
2021
Jahr 2021
gesamt
alle Staatsangehörigkeiten 8.144 33.069
darunter:
Syrien 2.846 18.627
Afghanistan 3.104 6.463
Ungeklärt 290 1.292
Irak 295 977
Iran 198 601
Eritrea 168 575
Somalia 139 538
Türkei 133 481
Nigeria 128 388
Russische Föderation 97 343
Asylantragstellung während eines gültigen
Aufenthaltstitels zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten
3. Quartal
2021
Jahr 2021
gesamt
Gesamt 2.162 7.230
davon:
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 3
AufenthG (Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem)
10 33
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 4
AufenthG (Ehegattennachzug zu anerkanntem
Flüchtling)
412 1.354
nach § 32 Absatz 1 Nummer 1 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigten)
5 22
Asylantragstellung während eines gültigen
Aufenthaltstitels zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten
3. Quartal
2021
Jahr 2021
gesamt
Gesamt 2.162 7.230
davon:
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigtem oder
anerkanntem Flüchtling)
1.310 4.388
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
108 309
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
243 901
nach § 36a Absatz 1 Satz 2 AufenthG (Elternnachzug
zu minderjährigen subsidiär Schutzberechtigten)
74 223
Aufhältige Ausländer mit Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten zum Stichtag 30.11.2021
Anzahl
Personen
Alle Aufenthaltstitel 86.903
davon:
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 3 AufenthG
(Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem)
1.181
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 4 AufenthG
(Ehegattennachzug zu anerkanntem Flüchtling)
33.729
nach § 32 Absatz 1 Nummer 1 AufenthG (Kindesnachzug zu
Asylberechtigten)
576
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG (Kindesnachzug zu
Asylberechtigtem oder anerkanntem Flüchtling)
41.286
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
3.549
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 2 AufenthG (Kindesnachzug
zu subsidiär Schutzberechtigten)
6.048
nach § 36a Absatz 1 Satz 2 AufenthG (Elternnachzug zu
minderjährigen subsidiär Schutzberechtigten)
534
Aufhältige Ausländer mit Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten zum Stichtag 30.11.2021
Anzahl
Personen
Alle Staatsangehörigkeiten 86.903
darunter:
Syrien 53.825
Irak 9.333
Türkei 3.498
Ungeklärt 3.328
Afghanistan 3.297
Pakistan 2.574
Iran 2.400
Staatenlos 1.923
Somalia 1.015
Eritrea 932
3. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im zweiten Halbjahr 2020 bzw. im ersten Halbjahr 2021 wegen
signifikant negativer oder signifikant positiver (bitte getrennt darstellen)
Abweichungen bei den (bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme
gebeten, und welche Abweichungen in Bezug auf welche
Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in Tabellenform
darstellen wie zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 19/22023)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar
bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls
gezogen (bitte ausführen)?
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat für die
Überprüfung der Schutzquoten in den beiden dargestellten Betrachtungszeiträumen nur
die Organisationseinheiten berücksichtigt, in denen mindestens 50
materiellrechtliche Entscheidungen (mrE) zu den jeweiligen zehn
Hauptherkunftsländern in dem genannten Zeitraum getroffen wurden. Zudem wurden nur die
Organisationseinheiten in die Plausibilisierung einbezogen und damit um
Stellungnahme gebeten, bei denen die größten Abweichungen unterhalb sowie
oberhalb der bundesdurchschnittlichen Schutzquote vorliegen. Die Plausibilität
der abgegebenen Stellungnahmen wird unter Berücksichtigung der
bundesweiten Entscheidungspraxis sowie der aktuellen bzw. zum Zeitpunkt der
Entscheidung gültigen Leitsätze zu den jeweiligen Herkunftsländern betrachtet.
Für die Auswertung des zweiten Halbjahres 2020 wurden 14
Organisationseinheiten zur Stellungnahme aufgefordert. Die identifizierten relevanten
Abweichungen konnten überwiegend bereits anhand der umfangreichen Stichproben
nachvollzogen werden. Die Stellungnahmen der Organisationseinheiten wurden
ergänzend hierzu ausgewertet. Die näheren Einzelheiten (betroffene
Organisationseinheiten sowie die Art der Abweichung) können den untenstehenden
Tabellen entnommen werden.
Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2020 anhand
unterschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: 19. Februar 2021) für die zehn
Hauptherkunftsländer:
Bei den Herkunftsländern Syrien und Georgien wurden keine unterschreitenden
Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr festgestellt.
Herkunftsländer/Organisationseinheit Irak Türkei Afghanistan Iran
(4.471 mrE;
Gesamtschutzquote ohne
Berücksichtigung
materieller
Ablehnungen des
BAMF (bGSQ)
50,5 %)
(3.540 mrE;
bGSQ 43,0 %)
(3.674 mrE;
bGSQ 64,4 %)
(2.862 mrE;
bGSQ 30,2 %)
AS Hamburg im AZ, LAS 60 (15,0 %)
AS Berlin im AZ 52 (1,9 %)
AS Chemnitz im AZ, LAS 59 (16,9 %)
AS Manching in AnkER 129 (34,9 %)
Herkunftsländer/Organisationseinheit Nigeria Eritrea Ungeklärt Somalia
(2.145 mrE;
bGSQ 13,3 %)
(1.567 mrE;
bGSQ 91,6 %)
(1.820 mrE;
bGSQ 79,5 %)
(1.141 mrE;
bGSQ 79,7 %)
AS Berlin im AZ 89 (62,9 %)
AS Heidelberg im AZ 319 (2,8 %)
AS Bamberg in AnkER 59 (81,4 %)
AS Schweinfurt in AnkER 52 (65,4 %)
Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2020 anhand
überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: 19. Februar 2021):
Bei den Herkunftsländern Syrien, Georgien und Eritrea wurden keine
überschreitenden Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr festgestellt.
Herkunftsländer/Organisationseinheit Irak Türkei Afghanistan Iran
(4.471 mrE;
bGSQ 50,5 %)
(3.540 mrE;
bGSQ 43,0 %)
(3.674 mrE;
bGSQ 64,4 %)
(2.862 mrE;
bGSQ 30,2 %)
AS Dortmund im AZ (inkl. DS Unna) 153 (66,0 %)
AS Suhl im AZ 64 (56,3 %)
AS München 95 (77,9 %) 171 (85,4 %)
TOP-10-Herkunftsländer/
Organisationseinheit
Nigeria Ungeklärt Somalia
(2.145 mrE;
bGSQ 13,3 %)
(1.820 mrE;
bGSQ 79,5 %)
(1.141 mrE;
bGSQ 79,7 %)
AS Bonn im AZ 82 (34,1 %)
AZ Lebach, LAS 50 (96,0 %)
AS Büdingen 58 (98,3 %)
Für die Auswertung des ersten Halbjahres 2021 wurden zwölf
Organisationseinheiten zur Stellungnahme aufgefordert. Die identifizierten relevanten
Abweichungen konnten auch für diesen Betrachtungszeitraum überwiegend
bereits anhand der umfangreichen Stichproben nachvollzogen werden. Die
Stellungnahmen der Organisationseinheiten wurden ergänzend hierzu ausgewertet.
Alle betroffenen Organisationseinheiten und die Art der Abweichung können
der untenstehenden Tabelle entnommen werden.
Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2021 anhand
unterschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: 7. Oktober 2021):
Bei den Herkunftsländern Syrien, Georgien und Eritrea sowie dem
Herkunftsland „Ungeklärt“ wurden keine unterschreitenden Abweichungen von 10
Prozentpunkten oder mehr festgestellt.
Herkunftsländer/Organisationseinheit Irak Türkei Afghanistan Iran
(3.811 mrE;
bGSQ 46,2 %)
(2.822 mrE;
bGSQ 37,3 %)
(3.580 mrE;
bGSQ 64,8 %)
(1.678 mrE;
bGSQ 33,5 %)
AS Bielefeld im AZ 85 (18,8 %)
AS Eisenhüttenstadt, LAS 75 (6,7 %)
AZ Dresden in AnkER 77 (15,6 %)
AS Manching in AnkER 97 (26,8 %)
TOP-10-HKL1/Organisationseinheit Nigeria Somalia
(1.940 mrE;
bGSQ 15,3 %)
(1.201 mrE;
bGSQ 77,9 %)
AS Trier im AZ, LAS 108 (0,9 %)
AS Schweinfurt in AnkER 89 (67,4 %)
Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2021 anhand
überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: 7. Oktober 2021):
Bei den Herkunftsländern Syrien, Georgien und Eritrea wurden keine
überschreitenden Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr festgestellt.
Herkunftsländer/Organisationseinheit Irak Türkei Afghanistan Iran
(3.811 mrE;
bGSQ 46,2 %)
(2.822 mrE;
bGSQ 37,3 %)
(3.580 mrE;
bGSQ 64,8 %)
(1.678 mrE;
bGSQ 33,5 %)
AS Bochum, LAS 102 (87,3 %)
AS Düsseldorf 51 (47,1 %)
AS München 79 (83,5 %) 75 (62,7 %)
Herkunftsländer/Organisationseinheit Nigeria Ungeklärt Somalia
(1.940 mrE;
bGSQ 15,3 %)
(1.418 mrE;
bGSQ 80,0 %)
(1.201 mrE;
bGSQ 77,9 %)
AS Braunschweig 60 (93,3 %)
AS Bielefeld im AZ 51 (94,1 %)
Entscheidungszentrum West Bonn 91 (33,0 %)
Alle relevanten Abweichungen im Betrachtungszeitraum des zweiten
Halbjahres 2020 und im Betrachtungszeitraum des ersten Halbjahres 2021 konnten
nachvollziehbar plausibilisiert werden. Seitens der Organisationseinheiten
wurde als Hauptursache für eine Abweichung der lokalen Schutzquoten von der
„Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Ablehnungen des
BAMF“ die Verteilung der Verfahren benannt. Maßgebliche Auswirkungen auf
die lokale Schutzquote haben somit Verfahren, in denen eine Ableitung des
Schutzes im Rahmen von Familienasyl, abgeleitetem Flüchtlingsschutz bzw.
abgeleitetem subsidiären Schutz in Betracht kommt. Ebenfalls sind persönliche
Merkmale der Antragstellenden (Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand,
Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach
Herkunftsland) bestimmend.
4. Inwieweit gehört es zu den Aufgaben des BAMF, Abschiebungen zu
ermöglichen (bitte ausführen und Rechtsgrundlage nennen), warum und
auf wessen Veranlassung hat der Präsident des BAMF Dr. Hans-Eckhard
Sommer am 10. März 2021 einen „Prüfprozess zur Rückkehr nach
Syrien“ initiiert (vgl. Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache
19/32678), welchen aktuellen Stand haben die Bemühungen zur
Ermöglichung von Abschiebungen nach Syrien (bitte konkret darlegen), und
welche generellen Umstände (d. h. unabhängig vom jeweiligen
Einzelfall) stehen solchen Abschiebungen nach Syrien aus Sicht des BAMF
derzeit noch im Wege (bitte ausführen)?
Die Durchsetzung der Ausreisepflicht fällt in die Zuständigkeit der Länder. Das
BAMF unterstützt die Länder im Rahmen seiner gesetzlichen Aufgaben, vgl.
hierzu insbesondere § 75 Nummer 13 des Aufenthaltsgesetzes. Aufgrund des
Beschlusses der Innenministerkonferenz, den Abschiebungsstopp nach Syrien
über den 31. Dezember 2020 hinaus nicht zu verlängern, hat der Präsident des
BAMF im Rahmen einer Tagung mit den Ländern zum Thema Asyl und
Rückkehr den genannten Prüfprozess zur Rückkehr nach Syrien initiiert.
Abschiebungen nach Syrien können nur erfolgen, wenn sie rechtlich zulässig und
tatsächlich möglich sind. Die Voraussetzungen hierzu sind aufgrund der
derzeitigen Lage in Syrien aktuell nicht gegeben.
5. In wie vielen Fällen und mit welchem Ergebnis hat das BAMF
bislang infolge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom
14. Januar 2021 in der Rechtssache C-441/19 vor Erlass einer
Rückkehrentscheidung intensiviert geprüft, inwieweit Aufnahmemöglichkeiten für
unbegleitete Minderjährige im Herkunftsland bestehen, und wie viele
Rückkehrentscheidungen bzw. Duldungen wurden infolgedessen auf
welcher Rechtsgrundlage erteilt (bitte jeweils auch nach den wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass es mit dem Kindeswohl
und dem genannten EuGH-Urteil vereinbar ist, unbegleiteten
Minderjährigen im Falle der Ablehnung eines Schutzes bis zur Volljährigkeit nur
eine Duldung zu erteilen, selbst wenn es keine Aufnahmemöglichkeit im
jeweiligen Herkunftsland gibt, oder sollte diesen Kindern eine
Aufenthaltserlaubnis erteilt werden (bitte begründen; Antwort zu Frage 7b der
Nachfrage auf Bundestagsdrucksache 19/32678)?
Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. November 2021 hat das BAMF
insgesamt 1.149 Asylentscheidungen in Verfahren unbegleiteter Minderjähriger
getroffen, davon 255 ablehnende Entscheidungen. Hauptherkunftsländer zum
Stand 30. September 2021 waren Afghanistan, Syrien, Somalia, Guinea und
Irak. Darüber hinaus liegen statistische Daten im Sinne der Anfrage nicht vor,
da das BAMF Art und Umfang der Sachverhaltsaufklärung nicht statistisch
erfasst. Die Prüftiefe der Sachverhaltsaufklärung ist von den Umständen des
Einzelfalles abhängig.
Die geltende Rechtslage sieht vor, dass Ausländer eine Duldung erhalten, wenn
keine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird und solange die Abschiebung aus
tatsächlichen oder rechtlichen Gründen unmöglich ist. Ob die Erteilung einer
Duldung vor dem Hintergrund des EuGH-Urteils mit dem Kindeswohl vereinbar
ist, muss die zuständige Ausländerbehörde in jedem Einzelfall unter Beachtung
der dem Urteil zugrunde liegenden Ausführungen beurteilen. Eine pauschale
Aussage kann seitens der Bundesregierung nicht getroffen werden. Im Übrigen
werden die aufenthaltsrechtlichen Auswirkungen des Urteils für die deutsche
Verwaltungspraxis derzeit noch eingehend geprüft.
6. Ist der Umsetzungsprozess im BAMF in Bezug auf das EuGH-Urteil
C-901/19 vom 10. Juni 2021 inzwischen vollständig abgeschlossen (vgl.
Antwort zu Frage 9 auf Bundestagsdrucksache 19/32678,), und zu
welchen Änderungen und Ergebnissen führte z. B. die vertiefte Recherche
zur Bewertung der Situation in bestimmten Herkunftsländern (bitte
ausführen)?
Die Dienstanweisung Asyl des BAMF (DA-Asyl) sah bereits vor dem o. g.
EuGH-Urteil vor, dass im Rahmen von § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 AsylG
neben einer quantitativen Ermittlung des Tötungs- und Verletzungsrisikos auch
eine wertende Gesamtschau vorzunehmen ist. Die vom EuGH formulierten
Kriterien wurden klarstellend in die DA-Asyl aufgenommen. Diese ist stets
Grundlage der jeweiligen Herkunftsländerleitsätze, sodass die vom EuGH
formulierten Kriterien auch bei den einschlägigen Herkunftsländerleitsätzen
berücksichtigt werden. Die Prüfung der Herkunftsländerleitsätze auf Grund des o. g.
EuGH-Urteils führte zu keinen wesentlichen Änderungen der
Entscheidungspraxis des BAMF, da bereits zuvor stets eine wertende Gesamtschau im
Zusammenhang mit konfliktbedingten Gefahren vorzunehmen war.
7. Welche Konsequenzen wurden im BAMF inzwischen aus den geänderten
Verhältnissen in Afghanistan für die Asylentscheidungspraxis gezogen
(bitte im Einzelnen mit Daten auflisten), und welche Berichte und
Informationen flossen dabei maßgeblich ein?
Das BAMF hat die Herkunftsländer-Leitsätze zu Afghanistan aktualisiert und
zum 1. Dezember 2021 auf Grundlage dieser Leitsätze die Entscheidungen zum
Herkunftsland Afghanistan wieder aufgenommen. Die Anpassung erfolgte nach
Auswertung der Lagebeobachtung und -berichte zur aktuellen Situation in
Afghanistan. Hierzu zählen etwa die EASO Country Guidance, der Bericht des
Auswärtigen Amtes zu Afghanistan, Berichte von UN-Organisationen und
anderen europäischen Migrationsbehörden sowie Presseberichte und Analysen
von Hilfsorganisationen und Länderexperten.
a) Warum werden ablehnende Bescheide des BAMF bei afghanischen
Schutzsuchenden nicht wenigstens in den bei den
Verwaltungsgerichten anhängigen Fällen noch einmal überprüft und gegebenenfalls
abgeändert (vgl. Antwort zu Frage 10b auf Bundestagsdrucksache
19/32678), obwohl im ersten Halbjahr 2021 drei Viertel aller von den
Gerichten inhaltlich überprüften BAMF-Bescheide zum Herkunftsland
Afghanistan korrigiert werden mussten (ebd., Antwort zu Frage 22)
und die nochmalige Überprüfung solcher Bescheide durch das BAMF
nach Auffassung der Fragestellenden somit zur Entlastung der
Gerichte beitragen würde (bitte begründen)?
Das BAMF prüft im Klageverfahren bei entsprechenden Anhaltspunkten bei
Antragstellern aus Afghanistan Abhilfemöglichkeiten im Einzelfall. Liegen die
Voraussetzungen für die Erteilung einer (höheren) Schutzform nun vor, hilft das
BAMF im Einzelfall ab und trägt damit auch zur Entlastung der Gerichte bei.
b) Inwieweit und bis wann werden Entscheidungen zu afghanischen
Asylsuchenden weiterhin mit welcher Begründung rückpriorisiert
(bitte ausführen und begründen)?
Auf die Antwort zu Frage 7 wird verwiesen.
8. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2021 bislang registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in
den jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2021 7.820 8.524
Februar 2021 8.189 7.577
März 2021 10.069 9.503
April 2021 10.386 8.069
Mai 2021 8.949 8.278
Juni 2021 11.708 10.282
Juli 2021 13.336 12.193
August 2021 14.024 11.847
September 2021 16.633 13.849
Oktober 2021 20.128 13.293
November 2021 20.295 16.520
* Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem
Gesamtwert addiert werden
9. Wie viele Asylanträge wurden im dritten Quartal 2021 bzw. im
bisherigen Jahr 2021 nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts
wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele
Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für
Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18
Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte
jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur
Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger
und sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die
jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten
Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
am 30. November 2021 bei 82,7 Prozent (3. Quartal 2021: 85,4 Prozent), bei
Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 60,7 Prozent (3. Quartal
2021: 64,6 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 63,2 Prozent (3.
Quartal 2021: 65,6 Prozent).
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag am 30. November
2021 bei 88,6 Prozent (3. Quartal 2021: bei 88,0 Prozent), bei unbegleiteten
Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 69,0 Prozent (3.
Quartal 2021: 74,4 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 76,1 Prozent
(3. Quartal 2021: 79,0 Prozent).
Die weiteren Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
3. Quartal 2021
absolut Verhältnis
zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 40.177
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
18 Jahre insgesamt 19.633 48,9 %
Asylerstanträge von Minderjährigen
unter 16 Jahre 18.212 45,3 %
unbegleitete Minderjährige unter
16 Jahre 192 0,5 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2
AsylG 1.486 3,7 %
Asylerstanträge von Minderjährigen
von 16 bis unter 18 Jahre 1.421 3,5 %
unbegleitete Minderjährige
(16 bis unter 18 Jahre) 490 1,2 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2
AsylG 18 0,0 %
01.01.–30.11.2021
absolut Verhältnis
zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 132.666
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
18 Jahre insgesamt 66.729 50,3 %
Asylerstanträge von Minderjährigen
unter 16 Jahre 61.695 46,5 %
unbegleitete Minderjährige unter
16 Jahre 837 0,6 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2
AsylG 5.976 4,5 %
Asylerstanträge von Minderjährigen
von 16 bis unter 18 Jahre 5.034 3,8 %
unbegleitete Minderjährige
(16 bis unter 18 Jahre) 1.924 1,5 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2
AsylG 49 0,0 %
10. Wie viele der Asylsuchenden im bisherigen Jahr 2021 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
01.01.–30.11.2021 Absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt
Gesamt 23.865 18,0 %
darunter:
Syrien 10.695 21,3 %
Afghanistan 1.758 8,6 %
Irak 2.380 17,9 %
Türkei 524 8,4 %
Ungeklärt 858 19,0 %
Somalia 969 28,6 %
Georgien 128 4,0 %
Eritrea 1.465 51,1 %
Iran 477 19,7 %
Nigeria 1.341 57,1 %
11. Wie viele Asylanträge wurden im dritten Quartal 2021 bzw. im
bisherigen Jahr 2021 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben
differenziert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern machen und
zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
3. Quartal 2021 Ablehnung insgesamt
darunter: als
offensichtlich
unbegründet
abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen
gesamt
insgesamt 7.765 2.973 38,3 %
darunter:
Syrien 22 1 4,5 %
Afghanistan 231 5 2,2 %
Irak 933 85 9,1 %
Türkei 696 118 17,0 %
Ungeklärt 135 63 46,7 %
Georgien 597 383 64,2 %
Moldau, Republik 684 582 85,1 %
Somalia 128 13 10,2 %
Eritrea 59 1 1,7 %
Nordmazedonien 189 189 100,0 %
Iran 415 32 7,7 %
Nigeria 603 102 16,9 %
Albanien 181 177 97,8 %
Russische Föderation 294 57 19,4 %
Algerien 93 54 58,1 %
01.01.–30.11.2021 Ablehnung insgesamt
darunter: als
offensichtlich
unbegründet
abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen
gesamt
insgesamt 31.565 11.014 34,9 %
darunter:
Syrien 60 1 1,7 %
Afghanistan 1.491 37 2,5 %
Irak 3.806 383 10,1 %
Türkei 3.016 449 14,9 %
Ungeklärt 488 217 44,5 %
Somalia 476 34 7,1 %
Georgien 2.117 1.450 68,5 %
Eritrea 205 12 5,9 %
Iran 1.778 91 5,1 %
Nigeria 2.654 357 13,5 %
Moldau, Republik 1.532 1.289 84,1 %
Nordmazedonien 1.002 996 99,4 %
Algerien 475 263 55,4 %
Russische Föderation 1.249 212 17,0 %
Albanien 739 725 98,1 %
12. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im bisherigen Jahr
2021 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis
durchgeführt (bitte auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der
unbegleiteten Minderjährigen und zu den zehn wichtigsten Herkunftsländern
machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden:
01.01.– 30.11.2021
Entscheidungen
innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage
darunter:
Personen
unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 161 19 94 64 –
darunter:
Iran 28 1 15 11 –
Syrien 19 2 19 – –
Türkei 19 8 10 9 –
Afghanistan 10 – 8 2 –
Irak 10 – 6 5 –
Russische Föderation 9 4 2 7 –
Kongo, Dem. Republik 8 – 4 4 –
Bangladesch 6 – – 6 –
Ägypten 4 – 3 1 –
Armenien 4 2 4 – –
01.01.– 30.11.2021
Entscheidungen innerhalb
von 2 Tagen nach
Antragstellung
Flughafen Aktenanlage
darunter:
Personen
unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 161 19 94 64 –
darunter:
Flughafen Berlin 39 12 22 17 –
Flughafen Frankfurt 107 7 61 43 –
Flughafen München 15 – 11 4 –
01.01.–30.11.2021 Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt Statt-gegeben abgelehnt
Insgesamt 50 7 42
darunter:
Iran 12 – 9
Syrien – – –
Türkei 8 3 5
Afghanistan 2 2 –
Irak 4 – 4
Russische Föderation – – –
Kongo, Dem. Republik 3 – 3
Bangladesch 5 – 5
Ägypten 1 – 1
Armenien – – –
13. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2021 (soweit vorliegend; bitte jeweils in der Differenzierung
wie in der Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 19/18498
darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-
Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen
Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der
Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem
Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko,
Tunesien, Algerien, Georgien, Armenien und Türkei machen – aus
Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren
Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
01.01.–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
an
hä
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el
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)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 46.793 81.230 339 4.681 1.021 8.528 27.133 33,4 % 39.528 48,7 % 153.920
darunter:
Syrien 11.208 9.567 13 957 14 239 2.609 27,3 % 5.735 59,9 % 20.157
Irak 4.605 9.041 16 349 173 999 3.472 38,4 % 4.032 44,6 % 17.322
Afghanistan 4.356 12.659 12 722 347 4.645 1.626 12,8 % 5.307 41,9 % 18.414
Nigeria 3.297 7.092 10 49 12 471 3.052 43,0 % 3.498 49,3 % 10.594
Türkei 2.876 3.823 127 375 14 51 1.760 46,0 % 1.496 39,1 % 10.292
Iran 2.209 5.373 49 1.157 29 80 2.151 40,0 % 1.907 35,5 % 13.052
Russische Föderation 1.814 4.040 50 72 53 95 1.664 41,2 % 2.106 52,1 % 10.147
Georgien 1.430 1.713 1 7 1 34 770 45,0 % 900 52,5 % 2.614
Moldau, Republik 1.211 608 – – 2 – 204 33,6 % 402 66,1 % 1.398
Pakistan 1.112 2.748 6 332 6 91 1.191 43,3 % 1.122 40,8 % 4.299
Somalia 843 2.318 1 63 65 243 475 20,5 % 1.471 63,5 % 3.378
Ungeklärt 788 1.422 2 137 34 106 319 22,4 % 824 57,9 % 3.199
Guinea 695 1.700 3 35 8 71 784 46,1 % 799 47,0 % 2.728
Äthiopien 502 1.082 – 23 11 339 281 26,0 % 428 39,6 % 2.849
Aserbaidschan 483 1.329 7 28 6 31 627 47,2 % 630 47,4 % 2.457
Marokko 394 435 – 4 3 6 100 23,0 % 322 74,0 % 808
Tunesien 305 235 – 2 – 5 55 23,4 % 173 73,6 % 534
Algerien 432 563 2 7 6 5 169 30,0 % 374 66,4 % 690
Armenien 399 1.265 – – 4 41 591 46,7 % 629 49,7 % 1.821
Albanien 322 499 – 1 – 17 141 28,3 % 340 68,1 % 935
Bosnien-Herzegowina 212 95 – – – 4 21 22,1 % 70 73,7 % 358
Ghana 263 430 – 3 – 19 151 35,1 % 257 59,8 % 647
Kosovo 194 226 – – 1 12 43 19,0 % 170 75,2 % 541
Nordmazedonien 326 340 – – – 5 86 25,3 % 249 73,2 % 608
Montenegro 33 81 – – – – 19 23,5 % 62 76,5 % 81
Senegal 94 164 – 3 – 8 52 31,7 % 101 61,6 % 284
Serbien 400 351 – – – 1 60 17,1 % 290 82,6 % 896
Widerrufsverfahren
01.01.–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt
Widerruf
Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
2.163 1.318 449 34,1 % 131 9,9 % 738 56,0 % 5.063
darunter:
Afghanistan 632 452 79 17,5 % 86 19,0 % 287 63,5 % 1.096
Irak 353 196 87 44,4 % 12 6,1 % 97 49,5 % 1.096
Syrien 246 162 64 39,5 % 19 11,7 % 79 48,8 % 618
Ungeklärt 93 59 29 49,2 % 1 1,7 % 29 49,2 % 206
Nigeria 78 27 15 55,6 % 1 3,7 % 11 40,7 % 144
Russische Föderation 74 50 13 26,0 % 1 2,0 % 36 72,0 % 250
Armenien 73 26 12 46,2 % 2 7,7 % 12 46,2 % 148
Iran 69 29 8 27,6 % 2 6,9 % 19 65,5 % 143
Türkei 62 26 12 46,2 % 1 3,8 % 13 50,0 % 187
Eritrea 58 39 19 48,7 % 2 5,1 % 18 46,2 % 124
Somalia 55 30 11 36,7 % 3 10,0 % 16 53,3 % 110
Kosovo 43 28 14 50,0 % – – 14 50,0 % 58
Libanon 38 9 4 44,4 % – – 5 55,6 % 140
Äthiopien 32 10 3 30,0 % – – 7 70,0 % 84
Indien 28 – – – – – – – 55
Marokko 4 3 1 33,3 % – – 2 66,7 % 18
Tunesien 1 – – – – – – – 7
Algerien 7 – – – – – – – 20
Georgien 4 7 4 57,1 % 1 14,3 % 2 28,6 % 7
Albanien 15 11 1 9,1 % – – 10 90,9 % 21
Bosnien-Herzegowina 4 7 3 42,9 % – – 4 57,1 % 11
Ghana 6 3 1 33,3 % – – 2 66,7 % 11
Nordmazedonien 7 13 6 46,2 % – – 7 53,8 % 12
Montenegro 2 – – – – – – – 9
Senegal 5 – – – – – – – 5
Serbien 12 26 4 15,4 % – – 22 84,6 % 49
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst-
und Folgeanträge:
Verfahrensdauer
Widerrufe:
01.01.–30.09.2021 26,4 13,1
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
01.01.2021–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021) abgelehnt
Stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 3.247 1.161 4.408
darunter:
Afghanistan 521 181 702
Irak 392 188 580
Syrien 417 104 521
01.01.2021–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021) abgelehnt
Stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 3.247 1.161 4.408
darunter:
Nigeria 223 157 380
Russische Föderation 228 68 296
Iran 111 65 176
Pakistan 103 30 133
Algerien 114 5 119
Türkei 90 28 118
Weißrussland 82 3 85
Georgien 76 1 77
Tunesien 62 14 76
Ungeklärt 63 12 75
Moldau (Republik) 71 1 72
Somalia 46 26 72
Marokko 40 7 47
Armenien 33 8 41
Albanien 2 6 8
Bosnien und Herzegowina 4 – 4
Ghana 33 7 40
Kosovo 14 1 15
Nordmazedonien 5 – 5
Montenegro 4 – 4
Senegal 10 – 10
Serbien 25 3 28
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen)
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021)
Antrag
nach § 80
Abs. 5
VwGO
Antrag
nach § 80
Abs. 7
VwGO
Antrag
nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 56,4 32,5 37,4
darunter:
Afghanistan 47,5 20,5 19,9
Irak 47,8 26,7 30,8
Syrien 40,4 36,8 8,7
Nigeria 78,9 54,8 51,5
Russische Föderation 51,9 34,6 76,8
Iran 77,1 23,5 34,0
Pakistan 28,0 17,5 41,0
Algerien 35,1 8,5 6,8
Türkei 41,2 19,3 16,4
Weißrussland 315,3 33,0 5,0
Georgien 34,5 9,0 –
Tunesien 52,1 98,5 –
Ungeklärt 25,7 28,4 46,8
Moldau (Republik) 25,2 – 5,0
Somalia 43,1 55,9 72,7
Marokko 72,6 36,5 –
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021)
Antrag
nach § 80
Abs. 5
VwGO
Antrag
nach § 80
Abs. 7
VwGO
Antrag
nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 56,4 32,5 37,4
darunter:
Armenien 21,1 13,9 1,0
Albanien 101,3 – –
Bosnien und Herzegowina 16,0 – 15,0
Ghana 50,0 28,0 6,5
Kosovo 17,9 8,0 –
Nordmazedonien 26,2 – –
Montenegro 272,0 – –
Senegal 26,7 – –
Serbien 53,5 106,0 13,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt
01.01.–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021) abgelehnt
stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 13.275 3.692 16.967
darunter:
Afghanistan 1.355 657 2.012
Irak 1.016 455 1.471
Syrien 1.091 276 1.367
Nigeria 978 380 1.358
Russische Föderation 812 236 1.048
Georgien 890 69 959
Moldau (Republik) 795 14 809
Türkei 644 147 791
Iran 421 187 608
Pakistan 329 85 414
Armenien 330 34 364
Somalia 232 108 340
Serbien 295 14 309
Guinea 227 73 300
Ungeklärt 218 74 292
Algerien 240 24 264
Marokko 180 28 208
Tunesien 177 23 200
Albanien 243 34 277
Bosnien und Herzegowina 127 13 140
Ghana 183 49 232
Kosovo 136 7 143
Nordmazedonien 181 19 200
Montenegro 42 1 43
Senegal 58 15 73
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen)
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021
(Stand: 15.11.2021)
Antrag
nach § 80
Abs. 5
VwGO
Antrag
nach § 80
Abs. 7
VwGO
Antrag
nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 55,2 41,5 41,9
darunter:
Afghanistan 49,1 32,8 39,3
Irak 54,4 30,7 50,5
Syrien 44,9 58,5 28,5
Nigeria 88,5 84,0 55,4
Russische Föderation 98,1 29,9 72,6
Georgien 34,3 25,0 23,4
Moldau (Republik) 24,3 58,7 25,7
Türkei 41,7 30,9 36,4
Iran 50,7 31,1 35,4
Pakistan 28,2 26,5 26,3
Armenien 27,3 40,7 17,2
Somalia 75,9 98,2 64,5
Serbien 26,1 26,7 25,2
Guinea 40,3 37,1 27,6
Ungeklärt 51,0 29,6 44,8
Algerien 53,3 48,5 24,0
Marokko 55,6 29,4 219,0
Tunesien 63,7 98,2 23,8
Albanien 82,9 41,6 66,2
Bosnien und Herzegowina 26,4 16,6 29,0
Ghana 35,9 34,3 11,2
Kosovo 39,4 10,9 15,0
Nordmazedonien 27,6 28,9 36,2
Montenegro 58,3 15,0 16,2
Senegal 41,8 10,5 4,0
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im bisherigen Jahr 2021 mit welchem Ergebnis entschieden
(bitte nach Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Asylanträge waren zum Stichtag 30. September 2021 anhängig:
anhängige Klagen gegen subsidiären Schutz zum 30. September 2021
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 12.115
darunter:
Syrien 10.191
Irak 496
Eritrea 322
Ungeklärt 302
anhängige Klagen gegen subsidiären Schutz zum 30. September 2021
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 12.115
darunter:
Jemen 206
Staatenlos 111
Afghanistan 128
Somalia 63
Iran 60
Sudan 30
anhängige Klagen gegen subsidiären Schutz zum 30. September 2021
nach Ländern Klagen
Gesamt 12.115
Baden-Württemberg 1.378
Bayern 1.243
Berlin 934
Brandenburg 828
Bremen 150
Hamburg 176
Hessen 1.845
Mecklenburg-Vorpommern 167
Niedersachsen 1.220
Nordrhein-Westfalen 2.789
Rheinland-Pfalz 117
Saarland 66
Sachsen 417
Sachsen-Anhalt 332
Schleswig-Holstein 144
Thüringen 309
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag 30. September 2021 anhängig:
anhängige Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes
zum 30. September 2021
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 2.565
darunter:
Afghanistan 1.109
Irak 400
Syrien 223
Eritrea 169
Somalia 131
Äthiopien 75
Nigeria 66
Ungeklärt 44
Russische Föderation 30
Türkei 28
anhängige Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes
zum 30. September 2021
nach Ländern Klagen
Gesamt 2.565
Baden-Württemberg 171
Bayern 244
Berlin 187
Brandenburg 154
Bremen 56
Hamburg 37
Hessen 411
Mecklenburg-Vorpommern 32
Niedersachsen 398
Nordrhein-Westfalen 684
Rheinland-Pfalz 42
Sachsen 52
Sachsen-Anhalt 25
Schleswig-Holstein 39
Thüringen 33
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Verfahren wurden wie folgt entschieden:
nach Staatsangehörigkeit SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01.–30.09.2021 5.419 16 1.064 4.339
darunter:
Syrien 4.405 13 915 3.477
Irak 279 – 22 257
Eritrea 213 – 22 191
Ungeklärt 147 1 49 97
Afghanistan 94 – 22 72
Jemen 57 – 5 52
Staatenlos 50 – 14 36
Somalia 50 – 4 46
Sudan 23 – 2 21
Iran 16 – 3 13
nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01.–30.09.2021 5.419 16 1.064 4.339
Baden-Württemberg 711 3 121 587
Bayern 531 – 35 496
Berlin 383 3 151 229
Brandenburg 393 1 208 184
Bremen 66 – 14 52
Hamburg 93 – 10 83
Hessen 825 – 76 749
Mecklenburg-Vorpommern 35 – 2 33
Niedersachsen 569 – 62 507
Nordrhein-Westfalen 1.047 7 216 824
nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01.–30.09.2021 5.419 16 1.064 4.339
Rheinland-Pfalz 159 – 14 145
Saarland 51 – 3 48
Sachsen 104 1 15 88
Sachsen-Anhalt 171 – 72 99
Schleswig-Holstein 177 – 24 153
Thüringen 104 1 41 62
Die folgenden Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden
wie folgt entschieden:
nach Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
–30.09.2021 1.603 6 154 102 1.341
darunter:
Afghanistan 739 3 81 36 619
Irak 301 1 29 8 263
Eritrea 115 – 6 44 65
Somalia 81 – 6 3 72
Syrien 59 – 6 – 54
Nigeria 51 1 – 1 49
Äthiopien 28 – 2 – 26
Ungeklärt 23 – 1 – 21
Guinea 21 1 – 7 14
Iran 19 – 3 2 14
nach Ländern
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01.–30.09.2021 1.603 6 154 102 1.341
Baden-Württemberg 230 1 24 38 167
Bayern 102 – 5 3 94
Berlin 65 – 5 5 55
Brandenburg 66 – 2 7 57
Bremen 35 – 7 5 23
Hamburg 48 – 4 – 44
Hessen 320 – 35 24 261
Mecklenburg-Vorpommern 12 – – – 12
Niedersachsen 223 1 17 3 202
Nordrhein-Westfalen 325 4 34 15 272
Rheinland-Pfalz 34 – 1 – 33
Saarland 6 – 3 – 3
Sachsen 32 – 6 – 26
Sachsen-Anhalt 31 – – 2 29
Schleswig-Holstein 45 – 6 – 39
Thüringen 29 – 5 – 24
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im bisherigen
Jahr 2021 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der
Bescheide und in Bezug auf Ablehnungen gesondert ausweisen; bitte
jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach
den für sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich
differenzieren nach der Art der Ablehnung: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig/Dublin-Bescheid)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf ablehnende Bescheide des
BAMF für das bisherige Jahr 2021?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen
insgesamt
Davon Entscheidung
„abgelehnt“
Davon Entscheidung
„o. u. abgelehnt“
davon Entscheidung
„Unzulässig“
01.01.–30.09.2021
Stand: 15.11.2021
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
Gesamt 113.223 43.787 38,7 % 17.048 14.949 87,7 % 7.746 4.263 55,0 % 41.184 19.631 47,7 %
darunter:
Syrien 47.464 10.718 22,6 % 42 22 52,4 % 2 2 100,0 % 20.148 6.432 31,9 %
Irak 7.941 4.277 53,9 % 2.710 2.362 87,2 % 273 199 72,9 % 2.118 1.641 77,5 %
Afghanistan 7.708 3.660 47,5 % 1.453 1.378 94,8 % 37 29 78,4 % 2.979 2.105 70,7 %
Türkei 4.885 2.787 57,1 % 2.100 1.985 94,5 % 365 294 80,5 % 619 476 76,9 %
Nigeria 4.244 3.029 71,4 % 1.939 1.706 88,0 % 307 227 73,9 % 1.373 1.061 77,3 %
Iran 3.365 2.092 62,2 % 1.451 1.367 94,2 % 81 66 81,5 % 861 640 74,3 %
Ungeklärt 3.349 736 22,0 % 228 181 79,4 % 190 98 51,6 % 861 392 45,5 %
Moldau (Rep.) 3.011 1.255 41,7 % 183 136 74,3 % 795 360 45,3 % 1.863 764 41,0 %
Somalia 2.618 751 28,7 % 363 328 90,4 % 30 21 70,0 % 582 363 62,4 %
Russische Föd. 2.406 1.655 68,8 % 867 744 85,8 % 179 118 65,9 % 1.100 823 74,8 %
Eritrea 2.349 355 15,1 % 142 113 79,6 % 9 4 44,4 % 204 141 69,1 %
Georgien 2.262 1.458 64,5 % 450 375 83,3 % 985 702 71,3 % 564 354 62,8 %
Pakistan 1.585 1.027 64,8 % 466 404 86,7 % 76 50 65,8 % 831 566 68,1 %
Algerien 1.338 400 29,9 % 177 115 65,0 % 198 83 41,9 % 645 196 30,4 %
Guinea 1.254 612 48,8 % 381 330 86,6 % 89 50 56,2 % 371 227 61,2 %
Serbien 959 377 39,3 % 13 10 76,9 % 387 163 42,1 % 510 213 41,8 %
Nordmazedonien 892 431 48,3 % 1 1 100,0 % 336 182 54,2 % 502 253 50,4 %
Albanien 725 320 44,1 % 5 3 60,0 % 373 180 48,3 % 278 132 47,5 %
Bosnien u. Herzeg. 490 214 43,7 % 1 1 100,0 % 187 85 45,5 % 288 126 43,8 %
Ghana 477 243 50,9 % 2 1 50,0 % 312 169 54,2 % 104 65 62,5 %
Kosovo 396 182 46,0 % 5 2 40,0 % 139 75 54,0 % 199 98 49,2 %
Senegal 156 88 56,4 % 3 1 33,3 % 73 51 69,9 % 64 35 54,7 %
Montenegro 69 24 34,8 % 3 2 66,7 % 36 12 33,3 % 25 10 40,0 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Gericht
Stand: 30.09.2021
Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 156.062
Bundesverwaltungsgericht 51
VGH Baden-Württemberg 136
VG Freiburg 3.476
VG Karlsruhe 2.648
VG Sigmaringen 3.705
VG Stuttgart 4.419
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 227
VG Ansbach 4.053
VG Augsburg 949
VG Bayreuth 1.568
VG München 9.887
VG Regensburg 2.586
VG Würzburg 1.100
Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 474
OVG Berlin-Brandenburg 129
VG Berlin 12.647
VG Cottbus 2.564
VG Frankfurt/Oder 2.492
VG Potsdam 6.229
OVG der Freien Hansestadt Bremen 3
VG Bremen 1.506
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 8
VG Hamburg 3.752
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 106
VG Darmstadt 4.669
VG Frankfurt/Main 2.408
VG Kassel 2.537
VG Wiesbaden 2.708
VG Gießen 4.798
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 213
VG Braunschweig 2.877
VG Hannover 6.318
VG Oldenburg 3.141
VG Osnabrück 1.912
VG Stade 2.113
VG Lüneburg 1.796
VG Göttingen 1.229
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 383
VG Aachen 2.844
VG Arnsberg 5.753
VG Düsseldorf 5.288
VG Gelsenkirchen 4.543
VG Köln 6.586
VG Minden 2.892
VG Münster 3.268
OVG Rheinland-Pfalz 28
Gericht
Stand: 30.09.2021
Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 156.062
VG Trier 1.737
OVG des Saarlandes 13
VG des Saarlandes 435
Schleswig-Holsteinisches OVG 73
VG Schleswig-Holstein 4.670
OVG Sachsen-Anhalt 81
VG Magdeburg 1.381
VG Halle 886
Thüringer Oberverwaltungsgericht 1
VG Gera 207
VG Meiningen 1.592
VG Weimar 1.292
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 146
VG Chemnitz 3.681
VG Dresden 2.630
VG Leipzig 1.550
OVG Mecklenburg-Vorpommern 98
VG Greifswald 1.387
VG Schwerin 1.183
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2021 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen
Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus
sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15
wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021
Staatsangehörigkeit
davon
aufgrund einer
Gerichtsentscheidung
Abhilfeentscheidungen
Gesamt 17.958 15.395 2.563
davon:
Syrien 1.219 1.005 214
Irak 1.760 1.620 140
Afghanistan 7.180 6.099 1.081
Türkei 755 598 157
Nigeria 671 598 73
Iran 1.661 1.416 245
Ungeklärt 369 277 92
Moldau (Republik) 3 2 1
Somalia 439 371 68
Russische Föderation 370 318 52
Eritrea 261 234 27
Georgien 48 43 5
Pakistan 538 457 81
Algerien 20 20 –
Guinea 147 125 22
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 2.055
davon:
Syrien 511
Irak 148
Afghanistan 457
Türkei 77
Nigeria 66
Iran 167
Ungeklärt 34
Moldau (Republik) –
Somalia 100
Russische Föderation 69
Eritrea 71
Georgien 2
Pakistan 38
Algerien 4
Guinea 26
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021
Herkunftsland Summe
Gesamt 571
davon:
Syrien 4
Irak 54
Afghanistan 280
Türkei 4
Nigeria 38
Iran 9
Ungeklärt 6
Moldau (Republik) -
Somalia 3
Russische Föderation 3
Eritrea 1
Georgien 3
Pakistan 9
Algerien 1
Guinea 5
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
bisherigen Jahr 2021 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen
Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen MS
nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG
Zeitraum: 01.01.–30.09.2021 (Stand: 15.11.2021)
Staatsangehörigkeit abgelehnt stattgegeben Gesamt
Gesamt 608 130 738
darunter:
Syrien 323 64 387
Somalia 63 17 80
Irak 47 12 59
Nigeria 53 3 56
Afghanistan 28 9 37
Ungeklärt 21 4 25
Eritrea 10 6 16
Iran 13 3 16
Russische Föderation 12 2 14
Libyen 3 5 8
f) Wie lauten die differenzierteren Angaben des BAMF zu der Kategorie
„sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das bisherige
Jahr 2021?
Die Angaben zu den sonstigen Erledigungen für den Zeitraum vom 1. Januar
bis zum 30. September 2021 können der nachfolgenden Tabelle entnommen
werden:
Sonstige Verfahrenserledigungen 01.01.–30.09.2021
Keine Schutzgewährung festgestellt 31.267
Schutzgewährung offen 6.098
Schutzgewährung 2.467
Summe 39.832
14. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der
Antwort zu Frage 25 auf Bundestagsdrucksache 19/32678 angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ
eD/mD gD hD Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1160,9 876,3 45,1 2082,3
Widerrufsprüfung* 113,9 174,9 8,0 296,8
Prozess gesamt 143,6 166,7 40,3 350,6
dezentral* 133,7 160,6 21,4 315,7
zentral (61D & 61E)** 9,9 6,1 18,9 34,9
QS gesamt 43,3 118,4 16,7 178,4
dezentral* 35,2 90,0 10,2 135,4
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ
eD/mD gD hD Summe
zentral (62A, 62B, 62C)** 8,1 28,4 6,5 43,0
Dublin gesamt 159,6 182,4 8,5 350,5
dezentral (Dublinzentren 32D, 32E,
32F, o.B.)* 64,6 112,4 0,5 177,5
Dublinreferate (32A, 32B, 32C)** 95,0 70,0 8,0 173,0
* gemäß Personal-Ist Abfrage KW48 (29.11.–03.12.2021)
** gemäß ZSD Stand: 01.12.2021
Vakante Stellen in VZÄ (Stand: 01.12.2021)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 0,1 0,9 2,0
QS zentral (62A, 62B, 62C) 0,0 6,6 1,0
Dublin (32A-F) 23,4 17,6 0,5
Soll in VZÄ (Stand: 15.11.2021)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 10,0 7,0 20,9
QS zentral (62A, 62B, 62C) 8,0 35,0 7,5
Dublin (32A-F) 183,0 200,0 9,0
Personalplanung
Asyl und Widerruf: Aktuell sind 37 VZÄ im mD und 142 VZÄ im gD
in Ausschreibung
Prozess: Aktuell sind 39 VZÄ im gD in Ausschreibung
QS: Aktuell sind 1 VZÄ im mD, 7 VZÄ im gD und 1 VZÄ im hD
in Ausschreibung
Dublin: Aktuell sind 14 VZÄ im mD und 15 VZÄ im gD
in Ausschreibung
Die zukünftige Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich
von den künftigen Aufgabenschwerpunkten ab. Eine verbindliche Aussage
kann deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden.
15. Wie viele Asylgesuche gab es im bisherigen Jahr 2021 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren; außerdem differenzieren, ob das Asylgesuch
im Kontext einer unerlaubten Einreise gestellt wurde)?
Von Januar bis Oktober 2021 äußerten gemäß Polizeilicher Eingangsstatistik
der Bundespolizei 19.211 Personen gegenüber der Bundespolizei und den mit
der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten
Behörden ein Schutzersuchen. Eine Aufschlüsselung nach den jeweiligen
Grenzen sowie den wichtigsten Staatsangehörigkeiten kann den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
Grenze zu Anzahl Personen davon unerlaubt Eingereiste
Gesamt 19.211 17.091
davon:
Inlandsfeststellung 2.041 0
Belgien 613 613
Grenze zu Anzahl Personen davon unerlaubt Eingereiste
Gesamt 19.211 17.091
davon:
Dänemark 131 131
Frankreich 985 985
Luxemburg 148 148
Niederlande 175 175
Polen 6.967 6.967
Schweiz 696 696
Tschechien 472 472
ungeklärt 302 271
Österreich 1.239 1.239
Luftgrenze 4.998 4.958
Seegrenze 444 436
Staatsangehörigkeit (Top 10) Anzahl Personen davon unerlaubt Eingereiste
Gesamt 19.211 17.091
darunter:
irakisch 5.632 5.430
afghanisch 5.491 4.954
syrisch 2.323 2.141
türkisch 760 729
algerisch 737 508
iranisch 616 539
marokkanisch 481 323
jemenitisch 392 389
tunesisch 284 225
libysch 224 164
16. Welche Angaben für das bisherige Jahr 2021 lassen sich machen zu
überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder
verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum Vergleich auch die
Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und differenzieren nach
den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern)?
Die Angaben (Zeitraum: 1. Januar bis 30. November 2021) können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Top 10 der
Herkunftsländer Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend
bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente
in %
Summe 157.480 147.034 7.283 3.163 2,0
darunter:
Syrien 70.784 66.807 2.235 1.742 2,5
Afghanistan 25.795 24.637 762 396 1,5
Irak 20.516 19.537 693 286 1,4
Türkei 7.357 7.112 194 51 0,7
ungeklärt 2.596 2.596 0,0
Somalia 695 469 152 74 10,6
Georgien 2.553 2.133 389 31 1,2
Eritrea 1.529 1.365 125 39 2,6
Top 10 der
Herkunftsländer Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend
bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente
in %
Summe 157.480 147.034 7.283 3.163 2,0
darunter:
Iran 5.812 5.594 149 69 1,2
Nigeria 662 373 232 57 8,6
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ISSN 0722-8333]