[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Cornelia Möhring, Ali Al-Dailami,
Susanne Ferschl, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/1754 –
Grenzüberschreitende Abwerbung von Pflegekräften
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Unbestritten gibt es in der Bundesrepublik Deutschland einen Mangel an
Pflegefachkräften. Unterschiedliche Studien prognostizieren eine weitere massive
Verschärfung, sollte nicht gegengesteuert werden (vgl. u. a. Bertelsmann
Stiftung, Themenreport Pflege 2030, 2012,
https://www.bertelsmann-stiftung.de/d
e/publikationen/publikation/did/themenreport-pflege-2030; BARMER
Pflegereport 2021,
https://www.barmer.de/resource/blob/1032106/2ad4e5f56c47cb7
b7e914190f9fae62f/barmer-pflegereport-2021-band-32-bifg-data.pdf).
Kontrovers werden die Ursachen diskutiert und folglich auch die Strategien gegen
die Pflegekrise. Nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller gibt es
einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Neoliberalisierung der
gesundheitlichen Versorgung und den zunehmenden Personalengpässen. Die
Gehälter in der Pflege waren noch nie der gesellschaftlichen Bedeutung dieser
Arbeit angemessen (
https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-00
6915; Pflegekräfte siehe u. a. Tabelle 11, S. 63). Infolge von
Rationalisierungen, Personalabbau und Sparmaßnahmen ist eine massive Arbeitsverdichtung
dazugekommen, Überstunden und Überlastung sind an der Tagesordnung.
Schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Gehälter machen die Pflege als
Arbeitsfeld unattraktiv (vgl. Arbeitnehmerkammer Bremen und das SOCIUM
der Universität Bremen, Bericht zur Studie „Ich pflege wieder, wenn …“,
2021,
https://www.arbeitnehmerkammer.de/fileadmin/user_upload/Download
s/Politik/Rente_Gesundheit_Pflege/Bericht_zur_Studie_Ich_pflege_wieder_w
enn_Langfassung.pdf).
Die Bundesregierung setzt laut Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN und FDP auch auf die Anwerbung von Pflegekräften aus
dem Ausland zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. „Wir vereinfachen und
beschleunigen die notwendige Gewinnung von ausländischen Fachkräften und
die Anerkennung von im Ausland erworbener Berufsabschlüsse“, heißt es im
Kapitel Gesundheit und Pflege (Koalitionsvertrag: Mehr Fortschritt wagen,
2021, S. 82). Damit knüpft sie an die Strategien der Vorgängerregierungen an.
Seit 2012 ist eine Intensivierung der staatlichen Bemühungen für
Abwerbeabkommen von Pflegekräften aus dem Ausland zu beobachten. 2013 wurde
der bundesrepublikanische Arbeitsmarkt durch eine Novelle der
Beschäftigungsverordnung (BeschV) für Pflegefachpersonal aus Drittländern geöffnet
und im selben Jahr wurde das Programm „Triple Win“ zur internationalen
Deutscher Bundestag Drucksache 20/2237
20. Wahlperiode 08.06.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit
vom 8. Juni 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Pflegekraftanwerbung aufgelegt, ein Gemeinschaftsprogramm der
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Zentralen Auslands- und
Fachvermittlung (ZAV) und der Bundesagentur für Arbeit (BA; vgl.
https://w
ww.arbeitsagentur.de/vor-ort/zav/triple-win/triple-win-pflegekraefte). Im
Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege, die 2018 von dem
Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend (BMFSFJ) und Bundesministerium für Arbeit und Soziales
(BMAS) ins Leben gerufen wurde, gab es eine eigene Arbeitsgruppe zu
„Pflegekräften aus dem Ausland“ (vgl.
https://www.bundesgesundheitsministeriu
m.de/konzertierte-aktion-pflege.html). Jüngst wurde die neueste
Vermittlungsabsprache zur Rekrutierung und Vermittlung von Pflegekräften mit dem
indischen Bundesstaat Kerala bekannt gegeben (vgl.
https://www.arbeitsagentu
r.de/presse/2021-42-bundesagentur-fuer-arbeit-unterzeichnet-vermittlungsabs
prache-mit-dem-indischen-bundesstaat-kerala).
In den Herkunftsländern stehen die jeweiligen Regierungen wiederum oft in
einem Zielkonflikt, wenn sie Entscheidungen zur Abwerbung von
Gesundheitsfachkräften treffen müssen. Insbesondere weil eine starke Diaspora für
gewöhnlich auch zu nicht unerheblichen Rücküberweisungen der
Migrantinnen und Migranten an ihre Familien führt, die, wie das Beispiel der
Philippinen mit 35 Mrd. US-Dollar Rücküberweisungen im Jahr 2020 (
https://data.wo
rldbank.org/indicator/BX.TRF.PWKR.CD.DT?locations=PH) deutlich zeigt,
volkswirtschaftlich relevante Größenordnungen erreichen können. Insofern
haben diese Regierungen einen Anreiz, der Abwerbung von
Gesundheitspersonal auch dann zuzustimmen, wenn das Risiko besteht, dass das eigene
Gesundheitssystem dadurch geschwächt wird.
Weil eben nicht automatisch alle beteiligten Parteien davon profitieren, wenn
gut ausgebildete Fachkräfte grenzüberschreitend abgeworben werden, hat die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen freiwilligen Verhaltenskodex zur
internationalen Rekrutierung von Gesundheitspersonal (Global Code of
Practice on the International Recruitment of Health Personnel, 2010,
https://cdn.wh
o.int/media/docs/default-source/health-workforce/migration-code/code_en.pdf
?sfvrsn=367f7d35_5&download=true) entwickelt, den Deutschland mit allen
anderen Mitgliedstaaten bei der Weltgesundheitskonferenz 2010 – also kurz
vor Beginn der eigenen Abwerbeprogramme – unterzeichnet hat. Dieser
fordert die Mitgliedstaaten dazu auf, einen eigenen ausreichenden
Personalbestand im Gesundheitswesen aufzubauen, und formuliert nur für den
Ausnahmefall, dass dies nicht möglich sein sollte, Kriterien für die Anwerbung von
Gesundheitspersonal aus anderen Ländern. Artikel 5.1 rät weiterhin davon ab,
Gesundheitspersonal aus Ländern mit einem kritischen Personalmangel
abzuwerben, und seitdem läuft eine internationale Debatte, was unter einem
„kritischen Mangel“ zu verstehen ist.
Die Bundesrepublik Deutschland hat Artikel 5.1 des Verhaltenskodex im Jahr
2013 insofern umgesetzt, dass seitdem die Abwerbung von Pflegerinnen und
Pflegern aus Ländern mit Personalmangel für private Unternehmen untersagt
ist. Die Ausschlussliste der Beschäftigungsordnung listete 57 Länder mit einer
Gesundheitspersonaldichte unter 2,28 (Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und
Pfleger und Hebammen/1 000 Einwohner, vgl. World Health Report 2006,
https://apps.who.int/iris/handle/10665/43432). Im Jahr 2016 hat die WHO
diesen Grenzwert im Rahmen einer globalen Gesundheitspersonalstrategie
und im Hinblick auf die Erreichbarkeit der Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die
als Entwicklungsziele auch von der Bundesregierung ausdrücklich anerkannt
werden, überarbeitet und auf eine Gesundheitspersonaldichte von 4,45 erhöht
(WHO, 2016: Global Strategy on Human Resources for Health: Workforce
2030). Das entspricht nach aktuellen Daten (
https://www.who.int/data/gho/dat
a/themes/topics/health-workforce) einer Zahl von 88 Ländern. Im Jahr 2021
hat die WHO eine weitere Liste mit lediglich 47 Ländern mit besonders
dringenden Bedarfen im Gesundheitsbereich veröffentlicht (Health Workforce
Support and Safeguards List, 2020,
https://cdn.who.int/media/docs/default-sou
rce/health-workforce/hwf-support-and-safeguards-list8jan.pdf), die sowohl
eine Gesundheitspersonaldichte von unter 4,86 als auch ein sehr schwaches
Gesundheitssystem (SDG-Indikator 3.8.1: UHC Service Coverage Index bei
unter 50 Prozent) aufweisen. Diese jüngste und kürzeste Negativliste hat die
Bundesregierung im gleichen Jahr in geltendes Recht überführt und damit die
veraltete Ausschlussliste der Beschäftigungsverordnung ersetzt. Seitdem ist
nur noch die Abwerbung von Gesundheitsfachkräften aus diesen 47 Ländern
verboten. Aus denjenigen 41 Ländern, die zwar nicht über extrem schwache
Gesundheitssysteme verfügen, die aber nichtsdestotrotz eine
Gesundheitspersonaldichte unter dem SDG-basierten WHO-Grenzwert von 4,45 aufweisen,
ist seitdem erlaubt. Dazu gehören beispielsweise Ägypten, die
Dominikanische Republik, Indien, Kolumbien, Tunesien und Vietnam.
1. Wie viele ausländische Staatsangehörige sind derzeit in Deutschland
sozialversicherungspflichtig in der Pflege (sowohl Altenpflege,
Gesundheits- und Krankenpflege als auch ambulante Pflege) beschäftigt (bitte
nach Staatsangehörigkeit und Sektor aufschlüsseln)?
Am 31. Oktober 2021 – aktuellere Daten liegen nicht vor – gab es 236 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit,
die eine Tätigkeit in der Berufsgruppe „813 Gesundheits- und Krankenpflege,
Rettungsdienst und Geburtshilfe“ oder in der Berufsgruppe „821 Altenpflege“
ausübten. 221 000 von diesen 236 000 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten arbeiteten im Wirtschaftsabschnitt „Q Gesundheits- und Sozialwesen“,
darunter wiederum 41 000 bei ambulanten sozialen Diensten. Weitere Ergebnisse
(insbesondere auch zu einzelnen Staatsangehörigkeiten) können der Tabelle in
Anlage 1* entnommen werden.
2. Wie viele Pflegekräfte sind nach Kenntnis der Bundesregierung über die
Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe GmbH
(DeFa) nach Deutschland vermittelt worden (bitte nach
Staatsangehörigkeit und für die Bereiche Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege
sowie ambulante Pflege aufschlüsseln)?
Die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe GmbH
(DeFa) ist keine Arbeitsvermittlung, sondern übernimmt als Dienstleisterin
die Anträge auf Berufsanerkennung, Arbeitsmarktzulassung und Einreise von
Pflegefachkräften aus Drittstaaten für die anwerbenden Einrichtungen und
deren beauftragte Agenturen.
Die DeFa hat mit ihren Kunden Vereinbarungen für die Bearbeitung von
Anträgen auf Einreise, Aufenthalts- und Beschäftigungserlaubnis sowie
Berufsanerkennung von 3 561 Pflegefachkräften aus Drittstaaten vereinbart. Davon
sind 1 905 Fälle in Bearbeitung (Dokumentenaufbereitung), davon wurden für
926 Fachkräfte Anträge auf Berufsanerkennung, Arbeitsmarktzulassung und
Einreise eingereicht. Von diesen Fachkräften sind derzeit 82 Fachkräfte im
Visumsverfahren und 158 bereits eingereist. Darüber hinaus liegt für zahlreiche
Fachkräfte bereits die Vorabzustimmung zur Einreise vor, die aber erst im
Zusammenhang mit der Gesamtgruppe der jeweiligen Anwerbung geplant ist.
Eine Vermittlung über die DeFa findet nicht statt.
Eine nähere Aufschlüsselung liegt nur für die 1 561 Anwerbungen im Rahmen
des inzwischen ausgelaufenen Förderprogramms „Faire Anwerbung Pflege
Deutschland“ wie folgt vor: Krankenhäuser: 1 048 Pflegefachkräfte,
Pflegeeinrichtungen (SGB XI): 422 Pflegekräfte, Rehabilitations- bzw. sonstige
Gesundheitsdienste: 91 Pflegekräfte. Herkunftsländer: 881 von den Philippinen,
130 aus Mexiko, 148 aus Brasilien, 145 aus Kolumbien, 161 aus Indien, 53 aus
Vietnam und 43 aus anderen Ländern.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/2237 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
3. Wie viele Personen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung im
Rahmen des „Triple Win“-Programms angeworben (bitte für die jeweiligen
Länder und Jahre seit Beginn des Programms sowie nach den Sektoren
Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie ambulante Pflege
aufschlüsseln)?
Seit Programmbeginn wurden bislang insgesamt 3 395 ausgebildete
Pflegekräfte in Arbeitsstellen in Deutschland integriert:
Land/Jahr bis Ende 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Gesamt
Bosnien und
Herzegowina 242 76 126 100 101 69 714
Philippinen 194 168 363 264 313 509 1.811
Serbien 313 151 117 89 80 75 825
Tunesien 17 15 13 45
Gesamt 749 395 623 453 509 666 3.395
Rund 76 Prozent der Vermittlungen erfolgten in Krankenhäuser/Kliniken und
rund 22 Prozent in die Altenpflege. Der Anteil an Pflegekräften, die in die
ambulante Pflege vermittelt wurden, beträgt lediglich ca. 1 Prozent. Hinzu
kommen über das Programm in Vietnam angeworbene junge Menschen, die eine
Ausbildung in der Pflege in Deutschland absolvieren (insgesamt 168
Personen – im Jahr 2020: 83 sowie im Jahr 2021: 85). Ende 2021 bzw. Mitte 2022
wurden zudem neue Vermittlungsabsprachen für die Vermittlung von
Pflegekräften aus Indonesien, Indien (nur Bundesstaat Kerala) und Jordanien (Mai
2022) über das Programm Triple Win unterzeichnet. Mit ersten Vermittlungen/
Integrationen in Deutschland von Pflegekräften aus diesen Ländern ist
aufgrund notwendiger Vorlaufzeiten (v. a. für Spracherwerb, Visabeantragung,
Auswahlgespräche etc.) erst ab Ende 2022 zu rechnen. Die Anwerbung von
Pflegekräften in Serbien wurde auf Wunsch der serbischen Partner inzwischen
eingestellt. Hier werden keine Pflegekräfte mehr für Triple Win rekrutiert.
4. Wann und von welchen deutschen Behörden wurden mit welchen
Drittstaaten seit 2012 nach Kenntnis der Bundesregierung
Vermittlungsabsprachen nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz oder
Willensbekundungen (bzw. Joint Declarations of Intent) für die Rekrutierung und/oder
Vermittlung von Pflegekräften oder Auszubildenden für die Pflegeberufe
gezeichnet, und mit welchen Ländern bestehen diese bis heute (bitte nach
zuständiger Stelle in Deutschland – welche Bundesministerien, ZAV, BA
usw. – aufschlüsseln)?
Vermittlungsabsprachen nach § 16d Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes für die
Gewinnung von Pflegefachkräften können auf deutscher Seite ausschließlich
von der Bundesagentur für Arbeit (BA) abgeschlossen werden. Diese bestehen
aktuell* mit folgenden Ländern:
• Bosnien-Herzegowina,
• Indien (nur Bundestaat Kerala),
• Indonesien,
• Jordanien,
• Mexiko,
* Eine weitere Vermittlungsabsprache mit Serbien wurde Ende 2020 aufgelöst.
• Philippinen und
• Tunesien.
Zudem hat die BA programmbasierte Kooperationsvereinbarungen zur
Gewinnung von Auszubildenden für die Pflege mit den Ländern El Salvador und
Vietnam abgeschlossen. Darüber hinaus werden seit dem Jahr 2018 in Brasilien
Pflegefachkräfte angeworben, basierend auf Abstimmungen mit den dortigen
zuständigen Ministerien (u. a. Arbeitsministerium). Die schriftliche
Formalisierung der Rekrutierung ist für das Jahr 2022 angestrebt. Weiterführende
Informationen sind in Anlage 2* zu finden.
5. Wie lautet der wesentliche Inhalt der Vermittlungsabsprachen oder
Willensbekundungen (insbesondere das mit dem indischen Bundesstaat
Kerala und mit Bosnien und Herzegowina)?
Vermittlungsabsprachen nach § 16d Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes basieren
auf einem Muster, das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
(BMAS) und die BA gemeinsam entwickelt wurde und als Basis für die
Verhandlungen mit den nationalen Partnern dient. Grundlegend ist, dass diese Art
der Absprache einen eigenen aufenthaltsrechtlichen Zugang eröffnet.
Fachkräfte, die über eine Vermittlungsabsprache nach Deutschland kommen, müssen
den Anerkennungsprozess nicht vor der Einreise beenden und können die
Anerkennung auch erst in Deutschland beantragen. Deswegen werden in der
Absprache konkrete Auswahlkriterien festgelegt, die eine spätere
Anerkennungsfähigkeit gewährleisten, dazu zählen insbesondere die Festlegung des
konkreten Berufes und der notwendigen Unterlagen für den Nachweis des
Abschlusses. Zudem werden aufenthaltsrechtliche sowie anerkennungsrechtliche
Prozesse erläutert.
Darüber hinaus regeln Vermittlungsabsprachen die Zusammenarbeit und
Verantwortlichkeiten zwischen den Unterzeichnungspartnern. Neben der
Festlegung gemeinsamer Grundprinzipien und Kriterien zur Gewährleistung fairer
Migration finden sich beispielsweise Informationen zum konkreten Auswahl-
und Vermittlungsprozess und zu Standards bzgl. der Beschäftigung und
sozialen Absicherung in Deutschland sowie zum Datenschutz und zum Monitoring
der Absprache. Auch die Kostenverteilung ist hier grundsätzlich geregelt.
In Vermittlungsabsprachen besteht die Möglichkeit festzulegen, ob die BA für
die Rekrutierung private Dienstleister beauftragen darf.
Vermittlungsabsprachen mit Kerala/Indien und Bosnien und Herzegowina:
• Kerala: Unterzeichnungspartner ist Norka Roots, eine staatliche Agentur der
Regierung Keralas, die sich um die Belange von „Non-Resident Keralites“
kümmert und gleichzeitig eine staatliche und nach indischem Recht
lizenzierte Rekrutierungsagentur ist. In der Vermittlungsabsprache sind die oben
genannten Inhalte zu finden. Die Nutzung einer Vermittlungsabsprache
durch private Dienstleister/Dritte ist auf Wunsch von Norka Roots nicht
möglich, diese gilt ausschließlich für die Rekrutierung durch die BA. Diese
wird über das Programm Triple Win durchgeführt, gemeinsam mit Norka
Roots und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
GmbH. Norka Roots nimmt für seine Aufgabenerfüllung grundsätzlich eine
Vermittlungsgebühr von ca. 500 Euro, die im Rahmen der Absprache von
den Arbeitgebern getragen wird.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/2237 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
• Bosnien-Herzegowina: Unterzeichnungspartner ist die „Labour and
Employment Agency of Bosnia and Herzegovina“. Die Vermittlungsabsprache
wurde vor dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2020 abgeschlossen, steht
jedoch im Einklang mit den Anforderungen des § 16d Absatz 4 des
Aufenthaltsgesetzes und ist daher nach Abstimmung mit dem BMAS weiterhin
gültig. Die Absprache mit Bosnien und Herzegowina ermöglicht neben der
Anwerbung über die BA (Umsetzung über Triple Win) zudem sogenannte
namentliche Anforderungen durch Arbeitgeber auf Basis des der Absprache
angehängten standardisierten Arbeitsvertrages sowie der Einhaltung der in
der Vermittlungsabsprache festgelegten Kriterien.
Die DeFa hat Ende März 2022 mit der Overseas Development and
Employment Promotion Consultants Ltd. (ODEPC), einem Unternehmen in
Trägerschaft des Indischen Bundesstaats Kerala, ein Memorandum of Understanding
vereinbart. Danach sucht die ODEPC in Kerala Pflegefachkräfte für
Bewerbungsgespräche, die die DeFa für deutsche Gesundheitseinrichtungen im
Rahmen des DeFa-Programms Work in Health Germany organisiert. Das
Programm ist für die teilnehmen Pflegefachkräfte kostenfrei. Diese erhalten zudem
zusätzlich zu kostenlosen Deutschkursen auch ein Stipendium zum
Lebensunterhalt für die Zeit der Teilnahme am Deutschkurs.
6. Welche Personen und Organisationen waren nach Kenntnis der
Bundesregierung an dem in der vom IGES Institut im Auftrag des damaligen
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellten „Drittstaaten-
Potentialanalyse“ auf Seite 49 beschriebenen „ausgewählten
Expertenkreis“ (
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/kriter
ien-zur-analyse-von-drittstaaten-zur-gewinnung-von-auszubildenden-fue
r-die-pflege.pdf?__blob=publicationFile&v=10) beteiligt?
Folgende Organisationen und Institutionen waren im Rahmen der Drittstaaten-
Potentialanalyse als Experten auf Arbeitsebene beteiligt: Bundesinstitut für
Berufsbildung (BiBB), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS),
Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Wirtschaft
und Klimaschutz (BMWK), Bundesverband privater Anbieter sozialer
Dienste e. V. (bpa), BA, Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte
(BAGAP), Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den
Gesundheits- und Pflegeberufen, Deutscher Pflegerat (DPR), Deutsche Rotes
Kreuz (DRK), Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Goethe
Institut, Goethe Universität Frankfurt, Vivantes Forum für Senioren GmbH.
7. Gibt es aktuell seitens der Bundesregierung Gespräche, Verhandlungen
mit oder Planungen zu Südafrika und Ägypten für derartige
Vermittlungsabsprachen oder Willensbekundungen, die beide in der in Frage 6
genannten „Drittstaaten-Potentialanalyse“ im Anwendungsbeispiel als
potentielle Länder genannt werden?
Nein, auch nicht seitens der BA.
8. Mit welchen weiteren Staaten werden derzeit seitens der
Bundesregierung, seitens der Bundesagentur für Arbeit oder anderer im
Geschäftsbereich der Bundesregierung liegenden Einheiten aktuell Gespräche oder
Verhandlungen für die Anwerbungen von Pflegefachkräften oder
Auszubildenden für die Pflegeberufe geführt?
Aktuell laufen Gespräche mit Brasilien, um die bereits bestehende Anwerbung
von Pflegefachkräften über eine Vermittlungsabsprache zu formalisieren (siehe
die Antwort zu Frage 4). Darüber hinaus verhandelt die BA aktuell keine
weiteren Absprachen zur Anwerbung von Pflegefachkräften. Der Fokus liegt derzeit
vor allem darauf, die Zusammenarbeit mit den neuen Partnerländern
Indonesien, Indien und Jordanien auf Basis der neuen Absprachen gemeinsam mit den
Partnern vor Ort auf- und auszubauen. Vor der Corona-Pandemie
aufgenommene Gespräche zur Gewinnung von Pflegefachkräften mit Kolumbien pausieren
auf Wunsch der kolumbianischen Partner bis auf weiteres und werden in
Abstimmung mit diesen zu gegebener Zeit wieder aufgenommen.
9. Wie viele Alten- und Krankenpflegerinnen und Alten- und
Krankenpfleger gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung pro 1 000
Einwohnerinnen und Einwohner, in den Ländern, mit denen es Abkommen bzw.
Vermittlungsabsprachen zur Abwerbung von Pflegekräften gibt, und wie
sieht dieses Verhältnis in Deutschland aus?
Informationen über die Anzahl an Gesundheitsfachkräften pro 1 000
Einwohnerinnen und Einwohnern sind über die WHO erhältlich (siehe im Internet
unter
https://www.who.int/data/gho/data/themes/topics/health-workforce).
10. Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Herkunftsländern, mit
denen die Bundesregierung Vermittlungsabsprachen oder
Willenserklärungen getroffen hat, eine angemessene flächendeckende Verteilung von
Pflegepersonal auch mit Blick auf das Stadt-Land-Verhältnis, und sind
der Bundesregierung Regionen in den Herkunftsländern bekannt, in
denen es eine akute Unterversorgung mit Gesundheitspersonal gibt?
11. Stimmt die Bundesregierung der Auffassung der Fragestellerinnen und
Fragesteller zu, dass viele Regierungen der Herkunftsländer in einem
Zielkonflikt stehen und Abwerbeabkommen auch dann aufgeschlossen
gegenüberstehen, wenn die Abwerbung das Risiko birgt, den Mangel an
Gesundheitskräften gerade in ländlichen Regionen zu verschärfen?
Die Fragen 10 und 11 werden wegen des Sachzusammenhanges gemeinsam
beantwortet.
Bei der Auswahl von Partnerländern für die Anwerbung von Pflegekräften aus
Drittsaaten orientieren sich die Aktivitäten der Bundesregierung u. a. am
Verhaltenskodex der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Health Workforce
Support und Safeguards list (
https://cdn.who.int/media/docs/default-source/heal
th-workforce/hwf-support-and-safeguards-list8jan.pdf) wird dabei eingehalten.
Die Bundesregierung wirbt im Rahmen von Triple Win keine Arbeitskräfte ab,
die vor Ort benötigt werden. Die BA und die Deutsche Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) rekrutieren Pflegekräfte nur, wenn die
staatlichen Partner in den Herkunftsländern unter Berücksichtigung der
Arbeitsmarktlage im Herkunftsland zugestimmt haben. Zudem sind die Partner in die
Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingebunden. Zum Beispiel
bewerben sich Pflegekräfte direkt bei den zuständigen Arbeitsverwaltungen vor Ort
für Triple Win. Die BA wählt die Pflegekräfte und künftigen Auszubildenden
gemeinsam mit der nationalen Arbeitsverwaltung in individuellen
Auswahlgesprächen aus.
Die Auswirkungen von Triple Win auf die Arbeitsmärkte werden regelmäßig
gemeinsam mit den Partnern in den Herkunftsländern analysiert. Ändert sich
die Situation oder die Einschätzung eines Partners, wird dies von BA und GIZ
berücksichtigt.
BA und GIZ setzen auf eine vertrauensvolle Partnerschaft auf Augenhöhe. Um
die Arbeitsmarktsituation einschätzen zu können, stehen BA und GIZ im
regelmäßigen Austausch mit den Arbeitsverwaltungen der Partnerländer. Dies ist
umso wichtiger als häufig belastbare, zugängliche Statistiken nach
internationalen Standards nicht verfügbar sind.
In ländlichen Regionen mangelt es an finanziellen Ressourcen, um Personal
einzustellen. Finden Fachkräfte im Gesundheitssektor keine Beschäftigung in
ihrem Herkunftsland, wandern sie häufig auf anderen, nicht sicheren, Wegen
ab. Staatliche Abkommen schützen Arbeitsmigrantinnen und -migranten vor
ausbeuterischen Vermittlungspraktiken und ermöglichen ihnen eine informierte
Entscheidung.
Im Hinblick auf die möglichen positiven Effekte von
Gesundheitsfachkräftemigration bieten sich folgende beiden wissenschaftlichen Quellen an:
– Der WHO-Verhaltenskodex. Eine gute Grundlage für die Rekrutierung von
Gesundheitsfachkräften? (vgl.
https://www.swp-berlin.org/publications/pro
ducts/aktuell/2014A25_adt_clemens_merda.pdf),
– PP212-Clemens-Dempster-Ethical-recruitment-health-workers-WHO-Code
(vgl.
https://www.cgdev.org/sites/default/files/PP212-Clemens-Dempster-Et
hical-recruitment-health-workers-WHO-Code.pdf).
Eine positive Bewertung der Triple Win- und Global Skills Partnerships-
Ansätze findet sich auch im aktuellen Jahresgutachten des
Sachverständigenrates für Migration und Integration deutscher Stiftungen, v. a. in den Kapiteln
A1 und A2 (vgl.
https://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2022/05/SV
R_Jahresgutachten_2022.pdf).
12. Nach welchen Kriterien und Schwellenwerten identifiziert die
Bundesregierung die Staaten, die in der Anlage zu § 38 der
Beschäftigungsverordnung aufgeführt sind und aus denen die private Abwerbung untersagt
ist, und sind der Bundesregierung Fälle bekannt, in denen Verfahren
gegen private Arbeitsvermittler wegen Verstoßes gegen § 38 BeschV
eröffnet wurden (bitte ausführen)?
In der Anlage zu § 38 Beschäftigungsverordnung sind alle Staaten aufgelistet,
in denen laut WHO-Kodex ein kritischer Mangel an Gesundheitsfachkräften
besteht. Mit dem Verbot der privaten Anwerbung und Arbeitsvermittlung soll
gewährleistet werden, dass in Ländern, die selbst eine Mangelsituation im
Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe aufweisen, keine Abwerbung erfolgt.
Dem BMAS liegen keine Informationen zu Fällen vor, in denen Verfahren
gegen private Arbeitsvermittler eröffnet wurden.
13. Erstreckt sich das bestehende Bekenntnis der Bundesregierung zu den
Nachhaltigkeitszielen (SDGs) auch auf das Feld der globalen
Verteilungsproblematik von Gesundheitspersonal?
14. Wenn ja, inwieweit, und in welchen Bereichen orientiert sich die
Bundesregierung an dem Grenzwert von 4,45 Gesundheitsfachkräften
pro 1 000 Einwohnern, der von der WHO in der „Global Strategy on
Human Resources for Health-Workforce 2030“ (
https://apps.who.int/iris/bit
stream/handle/10665/250368/9789241511131-eng.pdf) unabhängig von
der jeweiligen Stärke des Gesundheitssystems als Schwellenwert für den
Personalbedarf zum Erreichen der SDGs identifiziert wurde?
Die Fragen 13 und 14 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung hat im September 2015 in der Allgemeinen Versammlung
der Vereinten Nationen der Resolution „Transforming our world: the 2030
Agenda for Sustainable Development“ zugestimmt. Gemäß Absatz 21 der
Resolution bekennen sich die Regierungen der Mitgliedstaaten der Vereinten
Nationen dazu, die Agenda 2030 im eigenen Land, auf regionaler und
internationaler Ebene umzusetzen, wobei die unterschiedlichen nationalen
Gegebenheiten, Kapazitäten und Entwicklungsniveaus zu berücksichtigen sind und die
nationalen Politiken und Prioritäten im Einklang mit den einschlägigen
internationalen Regeln und Verpflichtungen zu beachten und zu respektieren sind.
Darüber hinaus ist zu dem zitierten Grenzwert der im Jahr 2016
verabschiedeten „WHO Global strategy on human resources for health: Workforce 2030“
anzumerken, dass dies keine obligatorische Plan- oder Zielgröße darstellt (vgl.
Annex 1, Seite 42, rechte Spalte: „It should be emphasized that this figure does
not represent a planning target for countries, as this does not reflect the
heterogenity ...“).
15. Nach welchen weiteren Kriterien identifiziert die Bundesregierung
potentielle Staaten, mit denen sie Gespräche zur Anwerbung von
Pflegefachkräften aufnimmt?
Die BA führt im Vorfeld ihrer Aktivitäten eine Potenzialanalyse durch. Darin
prüft sie das Potenzial für Erwerbsmigration, Affinität zu Deutschland, die
Möglichkeit zu (teilweiser) Anerkennung sowie das Interesse an Kooperation
der möglichen Herkunftsländer. Dadurch identifizierte Fokusländer werden mit
Hilfe externer Partner, den Goethe-Instituten, den Außenhandelskammern und
der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe näher auf die Arbeitsmarktsituation,
Affinität zur deutschen Sprache und voraussichtlichen Möglichkeiten zur
Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse untersucht. Im letzten Schritt fragt
die BA die Kooperationsbereitschaft der Fokusländer an.
16. Wie hoch waren die Gesamtkosten des „Triple-Win“-Programms für die
staatlichen Stellen bisher, und welcher Anteil davon wurde von
anwerbenden Arbeitgebern übernommen (bitte nach Ländern und Jahren und
unter Angabe der pro Land und Jahr jeweils angeworbenen Anzahl der
Fachkräfte auflisten)?
Das Programm Triple Win ist eine Kooperation der BA und der GIZ. Im
Auftrag deutscher Kliniken und Pflegeeinrichtungen werden ausgebildete
Pflegefachkräfte bzw. Azubis (nur Vietnam) aus den o. g. Partnerländern in enger
Zusammenarbeit mit den dortigen staatlichen Stellen gewonnen. Die deutschen
Arbeitgeber zahlen der GIZ auf Grundlage eines Dienstleistungsvertrages eine
Gebühr in Höhe von 6 638,66 Euro netto (7 900 Euro brutto) pro Person. Es
handelt sich dabei nicht um eine Vermittlungs-, sondern eine
Dienstleistungsgebühr für zusätzlich zur reinen Vermittlungsleistung erbrachte Dienstleistungen.
Damit werden die Integration vorbereitende Kurse (v. a. für den Spracherwerb
im Ausland, Zuschüsse zum Lebensunterhalt), Unterstützung bei der Einreise
und Integration in Deutschland sowie administrative Kosten für die
Gesamtkoordination der Vermittlung gedeckt. Zusätzlich zu diesen Leistungen fallen
Kosten für die Anreise der Pflegekraft und das Anerkennungsverfahren in
Deutschland (inkl. B2-Sprachkurs und Anpassungsqualifizierung) an, die
ebenfalls der jeweilige Arbeitgeber trägt, sofern keine öffentlichen Fördermittel
(v. a. des BAMF für den berufsbezogenen Spracherwerb) genutzt werden
können.
Die Vermittlungsleistungen der BA bei Triple Win sind Bestandteil des
Leistungsspektrums der BA nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III)
und werden über den Haushalt der BA finanziert. Die Umsetzung erfolgt durch
die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der BA. Eine
Kostenaufstellung nach Ländern und Jahren liegt nicht vor.
17. Wie hoch sind die Mittel, die die DeFa vom BMG seit der Gründung
2019 erhalten hat (bitte für die einzelnen Jahre auflisten), und mit
welchen weiteren Geld- oder Sachmitteln wird die DeFa nach Kenntnis der
Bundesregierung von anderer Seite und von wem finanziert?
Die DeFa ist eine Gesellschaft des Landes Saarland und
Zuwendungsempfängerin des Bundes. Sie hat vom Bundesministerium für Gesundheit seit der
Gründung bisher nachfolgende Haushaltsmittel in den Haushaltsjahren 2019
bis 2022 (Stand Mai 2022) erhalten:
– 2019: 308 686 Euro,
– 2020: 861 606 Euro,
– 2021: 446 000 Euro und
– 2022: 250 000 Euro.
Die DeFa erhebt für ihre im Rahmen der Förderung erbrachten Leistungen
Entgelte von den Nutzern, um den Einsatz von Fördermitteln zu begrenzen.
Im Jahr 2022 erfolgte eine Rückzahlung in Höhe von 211 771 Euro, da sich der
Förderbedarf für das Jahr 2021 durch eingegangene Entgelte deutlich reduziert
hatte. Die Jahresabschlüsse der DeFa werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
18. Wie hoch sind die Mittel, die seitens des BMG in das Förderprogramm
„Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ geflossen sind, und plant die
Bundesregierung eine Fortführung des Förderprogramms, und wenn ja,
mit welchem Umfang?
Für das Förderprogramm „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ wurden
Haushaltsmittel in Höhe von rund 4,795 Mio. Euro verausgabt. Der Entwurf
eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das
Haushaltsjahr 2022 vom 18. März 2022 (Bundestagsdrucksache 20/1000) sieht keine
Mittel für eine Fortsetzung des Förderprogramms im Jahre 2022 vor.
19. Wie hoch sind die Kosten einer im Rahmen von bilateralen
Vermittlungsabsprachen abgeworbenen Pflegekraft nach Kenntnis der
Bundesregierung durchschnittlich für die Bundesregierung und für die Arbeitgeber
(falls es deutliche Unterschiede zwischen den Herkunftsländern gibt,
diese bitte auch anführen und erläutern)?
Die Kosten variieren individuell je nach Teilnehmenden, Partnerland und
Dienstleistungsspektrum im jeweiligen Rekrutierungsvorhaben, so dass kein
belastbarer Durchschnittskostensatz gebildet werden kann. Allein für die
Dienstleistungen der GIZ im Programm Triple Win werden 6 638,66 Euro
(7 900 Euro brutto) fällig, die von den Arbeitgebern zu tragen sind. Da darüber
hinaus weitere Ausgaben für die erfolgreiche Integration anfallen (siehe die
Antwort zu Frage 16), kann davon ausgegangen werden, dass Krankenhäuser
und Pflegeeinrichtungen für eine im Ausland angeworbene Pflegekraft in der
Regel mindestens 10 000 Euro investieren müssen.
20. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für die
Ausbildung von Pflegefachkräften in den jeweiligen Herkunftsländern
(bitte für die einzelnen Länder auflisten)?
Entsprechende Erkenntnisse liegen der Bundesregierung nicht vor.
21. Plant die Bundesregierung Kompensationszahlungen für Drittländer, aus
denen Pflegekräfte nach Deutschland abwandern, und gibt es
Überlegungen zu Kompensationszahlungen für die Abwanderung von Pflegekräften
innerhalb der EU?
Nein.
22. Welche konkreten Aktivitäten plant die Bundesregierung zur
Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern zur Stärkung deren
Möglichkeiten zur Ausbildung von Gesundheitspersonal, um der Vorgabe des
WHO-Verhaltenskodex aus Artikel 3.3 nachzukommen?
Die globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung unterstreicht die
Bedeutung der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitspersonal und die Schaffung
von Arbeitsplätzen im Gesundheitssektor. Die Strategie erkennt die zentrale
Rolle des Gesundheitspersonals bei der Sicherstellung der medizinischen
Grundversorgung auch in humanitären und fragilen Situationen an. Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen in Partnerländern sind ein zentraler Bestandteil
entwicklungspolitischer Maßnahmen. Dies beinhaltet z. B. die Integration von
Personalentwicklungskonzepten in Gesundheitsstrategien, die Finanzierung ihrer
Umsetzung, Bau/Rehabilitierung und Ausstattung von
Ausbildungseinrichtungen sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Krankenpflegefachkräfte und
Hebammen und für weitere wichtige Gesundheitsberufe wie
Gesundheitslogistikerinnen und -logistiker oder Medizintechnikerinnen und -techniker. Über die
Initiative Klinikpartnerschaften unterstützen die Bundesregierung und die Else
Kröner-Fresenius-Stiftung Partnerschaften in Mittel- und
Niedrigeinkommensländern zur Fortbildung von Fachkräften im Gesundheitssektor.
23. Hat die Bundesregierung für die Länder, mit denen bereits
Abwerbeabkommen bestehen, Untersuchungen durchgeführt, welche Auswirkungen
die Rekrutierung von Pflegekräften auf den dortigen Pflege- und
Gesundheitssektor hatte, und wenn ja, was waren jeweils die Ergebnisse?
Falls nein, sind solche Untersuchungen geplant, und wenn erneut nein,
warum nicht?
Die BA führte keine Untersuchungen dazu durch, dies ist im Rahmen der BA-
Rekrutierungen auch nicht erforderlich. Diese erfolgen stets in engem
Austausch mit den Arbeitsverwaltungen der Herkunftsländer. Engpässen wird so
vorgebeugt.
24. Gibt es seitens der Bundesregierung Anweisungen an deutsche
Auslandsvertretungen, Möglichkeiten einer Anwerbung von
Gesundheitsfachkräften im jeweiligen Land zu eruieren, und wenn ja, wo?
Die Gewinnung von Gesundheitsfachkräften ist Aufgabe der einzelnen
Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Sofern eine Rekrutierung aus Staaten erfolgt, in
denen gemäß § 38 der Beschäftigungsverordnung ein Anwerbeverbot gilt, darf
ausschließlich die BA die Anwerbung und Arbeitsvermittlung durchführen.
25. In welcher Form wurden die deutschen Auslandsvertretungen seit 2020
bei der Bearbeitung von Visumanträgen ausländischer Pflegekräfte
„durch ein Referat der Zentrale des Auswärtigen Amts und künftig vom
Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten“ (Siebter Bericht über die
Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen
Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland, Bundestagsdrucksache
19/30300, S. 45) zur Erweiterung der Bearbeitungskapazitäten und
Beschleunigung unterstützt (bitte sowohl finanzielle als auch personelle
Unterstützung nach Referatszugehörigkeit gesondert aufschlüsseln)?
Seit dem Jahr 2020 wurden Anträge aus dem Bereich Pflege zunächst im
Auswärtigen Amt durch Referat 512 und seit dem 1. August 2021 durch das
Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten bearbeitet. Das Team „Pflege und
Gesundheit“ ist derzeit mit fünf Stellen besetzt.
26. Welche weiteren Maßnahmen sind seitens der Bundesregierung zur
Vereinfachung und Beschleunigung der Gewinnung von ausländischen
Fachkräften und der Anerkennung von im Ausland erworbenen
Berufsabschlüssen geplant?
27. Welche Maßnahmen zur Vereinfachung und Beschleunigung der
Anerkennung von Qualifikationen, Bildungs- und Berufsabschlüssen von
bereits nach Deutschland migrierten oder geflüchteten Menschen plant die
Bundesregierung?
Die Fragen 26 und 27 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Der Bund unterstützt die Verfahren zur Anerkennung ausländischer
Pflegefachkraftabschlüsse durch folgende Maßnahmen: Die Gutachtenstelle für
Gesundheitsberufe beim Sekretariat der Kultusminister-Konferenz erstellt mit
Finanzierung aus Bundesmitteln Mustergutachten zur Bewertung ausländischer
Abschlüsse für die Anerkennungsbehörden der Länder. Hierdurch werden die
Länder bei der Feststellung der Gleichwertigkeit entlastet. Zudem werden damit
einheitliche Maßstäbe bei der Bewertung ausländischer Abschlüsse unterstützt.
Der Bund finanziert zudem im Rahmen der Deutschsprachförderverordnung
Sprachkurse für Personen, die an Ausgleichsmaßnahmen zur
Berufsanerkennung in Deutschland teilnehmen. Außerdem entwickelt der Bund in
Abstimmung mit den Ländern das Konzept INGA-Pflege berufsintegrierte
Anpassungslehrgänge für die Berufsanerkennung in Verbindung mit einem
individuellen Sprachtraining, mit denen die teilnehmenden Personen zeitnah nach ihrer
Einreise in der aufnehmenden Einrichtung an der pflegerischen Versorgung
beteiligt werden.
Beschäftigungsstatistik
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach ausgeübter Tätigkeit (813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. und 821 Altenpflege) KldB 2010 und WZ 2008
Deutschland (Arbeitsort)
Stichtag 31.10.2021
813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
Ausländer
darunter aus
236.113 129.863 106.250 221.190 120.927 100.263 80.651 76.262 4.389 75.879 72.454 3.425 92.992 21.297 71.695 47.547 23.368 24.179 41.074 20.585 20.489
Europa ohne Deutschland 161.437 90.283 71.154 150.996 84.024 66.972 54.522 51.535 2.987 51.042 48.734 2.308 59.976 14.211 45.765 36.498 18.278 18.220 32.436 16.519 15.917
121 Albanien 5.645 3.384 2.261 5.471 3.262 2.209 2.515 2.442 73 2.452 2.389 63 2.320 511 1.809 636 309 327 537 267 270
122 Bosnien und Herzegowina 17.041 10.094 6.947 16.217 9.561 6.656 6.230 5.867 363 5.995 5.706 289 6.753 1.806 4.947 3.234 1.888 1.346 2.911 1.771 1.140
123 Andorra 5 * * 5 * * * * - * * - * * * - - - - - -
124 Belgien 470 338 132 449 324 125 270 264 6 251 246 5 125 36 89 54 24 30 48 21 27
125 Bulgarien 3.509 1.740 1.769 3.139 1.565 1.574 861 816 45 796 764 32 1.107 240 867 1.171 509 662 1.078 482 596
126 Dänemark 225 165 60 213 155 58 105 101 4 77 73 4 56 18 38 52 36 16 36 23 13
127 Estland 185 111 74 169 100 69 56 * * 53 * * 45 7 38 68 * * 64 36 28
128 Finnland 141 101 40 130 93 37 73 * * 70 * * 31 5 26 26 * * 22 * *
129 Frankreich 1.317 789 528 1.210 713 497 531 501 30 492 471 21 475 110 365 204 102 102 155 80 75
130 Kroatien 14.630 8.586 6.044 13.802 8.055 5.747 5.100 4.905 195 4.864 4.712 152 5.679 1.485 4.194 3.023 1.665 1.358 2.671 1.529 1.142
131 Slowenien 746 466 280 697 434 263 309 297 12 295 287 8 231 53 178 157 84 73 143 78 65
132 Serbien und Montenegro * * * * * * * * - * * - - - - * - * - - -
134 Griechenland 3.993 2.343 1.650 3.726 2.170 1.556 1.682 1.591 91 1.561 1.482 79 1.413 331 1.082 631 248 383 504 202 302
135 Irland 112 74 38 98 63 35 42 * * 38 * * 37 10 27 19 * * 10 6 4
136 Island 16 10 6 14 9 5 6 * * 5 * * * 3 * * * * 3 * *
137 Italien 7.615 4.837 2.778 7.046 4.423 2.623 3.617 3.473 144 3.422 3.317 105 2.410 496 1.914 1.019 454 565 822 350 472
138 Jugoslawien 3 3 - * * - * * - * * - * * - - - - - - -
139 Lettland 1.097 616 481 1.039 574 465 252 232 20 220 207 13 228 58 170 559 284 275 540 276 264
140 Montenegro 588 312 276 559 293 266 218 200 18 207 195 12 249 49 200 92 44 48 84 42 42
141 Liechtenstein * * - * * - * * - * * - - - - * * - * * -
142 Litauen 2.240 1.114 1.126 2.100 1.040 1.060 338 296 42 304 273 31 681 158 523 1.081 586 495 1.036 574 462
143 Luxemburg 210 165 45 196 156 40 137 133 4 129 * * 40 12 28 19 11 8 15 7 8
144 Nordmazedonien 2.452 1.402 1.050 2.337 1.326 1.011 894 863 31 858 835 23 1.066 268 798 377 195 182 347 183 164
145 Malta 5 * * * - * - - - - - - * - * * - * * - *
146 Republik Moldau 541 268 273 524 259 265 114 104 10 106 98 8 149 31 118 261 124 137 253 118 135
147 Monaco * * - * * - - - - - - - * * - - - - - - -
148 Niederlande 1.336 820 516 1.247 764 483 583 546 37 517 492 25 412 97 315 252 121 131 209 94 115
149 Norwegen 52 34 18 49 31 18 24 * * 20 20 - 17 5 12 8 * * 7 * *
150 Kosovo 4.223 2.026 2.197 4.018 1.911 2.107 1.388 1.291 97 1.340 1.256 84 2.063 406 1.657 567 214 353 491 194 297
151 Österreich 2.148 1.559 589 2.008 1.453 555 1.139 1.088 51 995 952 43 540 157 383 329 208 121 244 139 105
152 Polen 22.074 9.838 12.236 20.166 8.968 11.198 4.609 4.153 456 4.048 3.717 331 9.346 2.031 7.315 6.211 2.784 3.427 5.492 2.518 2.974
153 Portugal 2.656 1.747 909 2.527 1.659 868 1.388 1.332 56 1.328 1.281 47 783 155 628 356 172 184 285 131 154
154 Rumänien 15.241 7.511 7.730 13.991 6.778 7.213 3.370 3.165 205 3.106 2.959 147 6.906 1.865 5.041 3.715 1.748 1.967 3.440 1.647 1.793
155 Slowakei 2.212 1.070 1.142 2.008 978 1.030 466 430 36 403 376 27 689 151 538 853 397 456 818 384 434
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
Staat
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Stichtag 31.10.2021
87 Heime (ohne Erholungs- und
Ferienheime) 88 Sozialwesen (ohne Heime)
darunter
861 Krankenhäuser 88101 Ambulante soziale Dienste
Summe
813+821
Summe
813+821
Insgesamt
darunter im Wirtschaftszweig WZ 2008
Q Gesundheits- und Sozialwesen
darunter
86 Gesundheitswesen
darunter
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon davon
Anlage 1
Beschäftigungsstatistik
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach ausgeübter Tätigkeit (813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. und 821 Altenpflege) KldB 2010 und WZ 2008
Deutschland (Arbeitsort)
Stichtag 31.10.2021
813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
Staat
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Stichtag 31.10.2021
87 Heime (ohne Erholungs- und
Ferienheime) 88 Sozialwesen (ohne Heime)
darunter
861 Krankenhäuser 88101 Ambulante soziale Dienste
Summe
813+821
Summe
813+821
Insgesamt
darunter im Wirtschaftszweig WZ 2008
Q Gesundheits- und Sozialwesen
darunter
86 Gesundheitswesen
darunter
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon davon
157 Schweden 163 107 56 142 91 51 63 60 3 54 * * 43 8 35 36 23 13 30 21 9
158 Schweiz 432 269 163 403 252 151 170 161 9 154 147 7 144 41 103 89 50 39 65 33 32
160 Russische Föderation 5.221 2.796 2.425 4.987 2.648 2.339 1.562 1.448 114 1.451 1.354 97 1.806 397 1.409 1.619 803 816 1.465 727 738
161 Spanien 2.884 1.736 1.148 2.685 1.605 1.080 1.261 1.199 62 1.144 1.092 52 957 192 765 467 214 253 366 156 210
163 Türkei 15.630 8.672 6.958 14.688 8.090 6.598 6.083 5.698 385 5.752 5.435 317 5.442 1.087 4.355 3.163 1.305 1.858 2.655 1.072 1.583
164 Tschechien 2.485 1.340 1.145 2.353 1.255 1.098 675 626 49 597 565 32 917 215 702 761 414 347 700 388 312
165 Ungarn 5.224 2.858 2.366 4.840 2.619 2.221 1.386 1.316 70 1.230 1.193 37 2.005 467 1.538 1.449 836 613 1.327 767 560
166 Ukraine 4.738 2.689 2.049 4.459 2.558 1.901 1.634 1.526 108 1.541 1.454 87 1.345 307 1.038 1.480 725 755 1.349 672 677
168 Vereinigtes Königreich 519 315 204 470 282 188 206 194 12 181 172 9 177 43 134 87 45 42 66 33 33
169 Belarus 643 386 257 620 374 246 241 230 11 221 211 10 196 50 146 183 94 89 172 87 85
170 Serbien 10.746 7.568 3.178 10.166 7.110 3.056 4.911 4.781 130 4.752 4.650 102 3.077 845 2.232 2.178 1.484 694 1.970 1.389 581
181 Zypern 19 15 4 18 14 4 8 8 - 8 8 - 5 * * 5 * * * * -
Afrika 22.992 10.460 12.532 21.305 9.555 11.750 6.469 5.955 514 6.218 5.806 412 11.461 2.244 9.217 3.375 1.356 2.019 2.483 1.028 1.455
221 Algerien 359 148 211 340 137 203 78 71 7 74 71 3 203 45 158 59 21 38 44 17 27
223 Angola 199 71 128 179 63 116 34 30 4 31 27 4 99 19 80 46 14 32 37 11 26
224 Eritrea 2.168 759 1.409 2.018 684 1.334 415 380 35 380 362 18 1.346 237 1.109 257 67 190 178 54 124
225 Äthiopien 751 291 460 692 264 428 164 147 17 155 142 13 410 76 334 118 41 77 86 31 55
226 Lesotho 4 * * 4 * * - - - - - - * - * * * * * * *
227 Botsuana 10 * * 10 * * * * - * * - 5 5 - * - * * - *
229 Benin 127 58 69 117 55 62 29 29 - 28 28 - 56 11 45 32 15 17 19 8 11
230 Dschibuti 11 8 3 11 8 3 5 5 - 5 5 - 3 * * 3 * * 3 * *
231 Côte d’Ivoire 369 185 184 346 167 179 111 102 9 109 101 8 191 44 147 44 21 23 30 11 19
232 Nigeria 1.385 484 901 1.273 433 840 272 237 35 253 225 28 793 126 667 208 70 138 169 53 116
233 Simbabwe 844 518 326 804 492 312 347 329 18 337 320 17 352 112 240 105 51 54 52 24 28
236 Gabun 23 11 12 22 10 12 5 5 - 5 5 - 8 * * 9 * * 8 * *
237 Gambia 658 160 498 627 149 478 83 69 14 79 68 11 460 55 405 84 25 59 62 18 44
238 Ghana 679 316 363 600 280 320 175 162 13 169 158 11 301 65 236 124 53 71 94 38 56
239 Mauretanien 11 5 6 11 5 6 * * - * * - 7 * * * * * * * *
242 Cabo Verde 13 4 9 13 4 9 3 * * * * - 7 * * 3 * * * - *
243 Kenia 1.631 739 892 1.496 679 817 536 464 72 523 457 66 697 107 590 263 108 155 208 82 126
244 Komoren * * - * * - * * - * * - - - - * * - - - -
245 Kongo x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x
246 Demokratische Republik Kongo x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x
247 Liberia 34 12 22 31 12 19 6 6 - 5 5 - 22 * * 3 * * * * *
248 Libyen 80 49 31 72 44 28 28 28 - 27 27 - 27 9 18 17 7 10 13 5 8
249 Madagaskar 1.460 617 843 1.408 594 814 440 402 38 430 394 36 725 118 607 243 74 169 137 31 106
Beschäftigungsstatistik
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach ausgeübter Tätigkeit (813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. und 821 Altenpflege) KldB 2010 und WZ 2008
Deutschland (Arbeitsort)
Stichtag 31.10.2021
813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
Staat
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Stichtag 31.10.2021
87 Heime (ohne Erholungs- und
Ferienheime) 88 Sozialwesen (ohne Heime)
darunter
861 Krankenhäuser 88101 Ambulante soziale Dienste
Summe
813+821
Summe
813+821
Insgesamt
darunter im Wirtschaftszweig WZ 2008
Q Gesundheits- und Sozialwesen
darunter
86 Gesundheitswesen
darunter
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon davon
251 Mali 75 27 48 65 23 42 9 * * 7 7 - 43 8 35 13 * * 9 4 5
252 Marokko 2.789 1.168 1.621 2.629 1.084 1.545 590 516 74 559 501 58 1.468 311 1.157 571 257 314 453 227 226
253 Mauritius 30 18 12 27 16 11 13 13 - 12 12 - 10 * * 4 * * * - *
254 Mosambik 102 37 65 99 35 64 26 * * 26 * * 57 9 48 16 * * 13 * *
255 Niger 37 13 24 35 13 22 6 * * 6 * * 21 5 16 8 * * 7 * *
256 Malawi 16 7 9 16 7 9 3 3 - 3 3 - 10 * * 3 * * * * *
257 Sambia 51 24 27 48 23 25 19 15 4 18 15 3 17 3 14 12 5 7 7 4 3
258 Burkina Faso 91 34 57 86 32 54 22 * * * * - 49 7 42 15 * * 13 * *
259 Guinea-Bissau 26 9 17 23 8 15 5 * * 4 * * 15 3 12 3 * * 3 * *
261 Guinea 499 178 321 455 160 295 79 71 8 75 69 6 300 61 239 76 28 48 58 22 36
262 Kamerun 2.170 1.067 1.103 1.951 931 1.020 675 619 56 649 604 45 960 181 779 316 131 185 240 102 138
263 Südafrika 144 86 58 131 78 53 57 * * 56 * * 51 13 38 23 * * 11 6 5
265 Ruanda 136 58 78 122 52 70 42 36 6 39 34 5 65 9 56 15 7 8 11 6 5
267 Namibia 110 63 47 106 61 45 54 * * 50 * * 39 7 32 13 * * 8 4 4
268 São Tomé und Príncipe * * * * * * * * - * * - - - - * * * * * *
269 Senegal 358 150 208 346 146 200 82 78 4 79 76 3 204 44 160 60 24 36 36 14 22
271 Seychellen 4 * * 4 * * - - - - - - 4 * * - - - - - -
272 Sierra Leone 198 78 120 175 69 106 38 38 - 38 38 - 114 18 96 23 13 10 20 11 9
273 Somalia 715 361 354 638 320 318 234 227 7 221 217 4 329 58 271 75 35 40 44 24 20
274 Äquatorialguinea 5 * * * * * * * - * * - * - * * * * * - *
277 Sudan 168 72 96 153 65 88 44 * * 43 * * 93 15 78 16 * * 15 * *
278 Südsudan 15 3 12 15 3 12 * * * * * - * * * * - * * - *
281 Eswatini * * * * * * * * - * * - * - * - - - - - -
282 Vereinigte Republik Tansania 165 69 96 151 64 87 34 29 5 34 29 5 89 25 64 28 10 18 20 9 11
283 Togo 799 406 393 757 383 374 264 249 15 261 248 13 404 92 312 89 42 47 60 30 30
284 Tschad 16 11 5 15 10 5 6 * * 6 * * 4 * * 5 * * 5 * *
285 Tunesien 2.171 1.439 732 1.989 1.297 692 1.016 993 23 1.001 982 19 800 206 594 173 98 75 144 89 55
286 Uganda 282 129 153 267 118 149 87 77 10 84 74 10 136 27 109 44 14 30 36 11 25
287 Ägypten 464 275 189 429 256 173 198 189 9 187 182 5 159 34 125 72 33 39 58 30 28
289 Zentralafrikanische Republik 23 9 14 20 6 14 * * - * * - * * 14 - - - - - -
291 Burundi 34 16 18 32 16 16 10 * * 9 * * 17 4 13 5 * * 4 * *
Amerika 6.831 3.856 2.975 6.403 3.588 2.815 2.716 2.581 135 2.589 2.476 113 2.688 572 2.116 999 435 564 740 309 431
320 Antigua und Barbuda * * - * * - * * - * * - - - - - - - - - -
322 Barbados 3 * * 3 * * * * - * * - * - * - - - - - -
323 Argentinien 131 91 40 124 87 37 71 * * 71 * * 36 10 26 17 * * 12 5 7
324 Bahamas 5 * * 5 * * * * - * * - * - * - - - - - -
Beschäftigungsstatistik
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach ausgeübter Tätigkeit (813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. und 821 Altenpflege) KldB 2010 und WZ 2008
Deutschland (Arbeitsort)
Stichtag 31.10.2021
813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
Staat
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Stichtag 31.10.2021
87 Heime (ohne Erholungs- und
Ferienheime) 88 Sozialwesen (ohne Heime)
darunter
861 Krankenhäuser 88101 Ambulante soziale Dienste
Summe
813+821
Summe
813+821
Insgesamt
darunter im Wirtschaftszweig WZ 2008
Q Gesundheits- und Sozialwesen
darunter
86 Gesundheitswesen
darunter
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon davon
326 Plurinationaler Staat Bolivien 78 30 48 70 26 44 19 * * 17 * * 34 8 26 17 * * 12 * *
327 Brasilien 2.109 1.210 899 1.990 1.137 853 902 862 40 867 835 32 844 160 684 244 115 129 190 92 98
328 Guyana * * * * * * * * - * * - * * * * - * * - *
330 Belize * * * * * * - - - - - - * * * - - - - - -
332 Chile 174 95 79 160 83 77 57 * * 55 * * 67 8 59 36 * * 29 15 14
333 Dominica 47 27 20 44 24 20 10 * * 9 * * 22 8 14 12 * * 9 5 4
334 Costa Rica 59 45 14 59 45 14 37 37 - 37 37 - 17 * * 5 * * 5 * *
335 Dominikanische Republik 185 61 124 176 56 120 40 36 4 37 33 4 107 12 95 29 8 21 22 6 16
336 Ecuador 148 79 69 140 74 66 51 48 3 46 * * 64 17 47 25 9 16 18 6 12
337 El Salvador 70 24 46 68 23 45 8 * * 7 * * 48 9 39 12 * * 9 6 3
340 Grenada * * - * * - * * - * * - * * - - - - - - -
345 Guatemala 17 10 7 16 9 7 * * - * * - 7 * * * - * - - -
346 Haiti 36 17 19 35 16 19 * 9 * * 9 * 21 * * * * * * * *
347 Honduras 37 16 21 36 15 21 10 * * 10 * * 21 5 16 5 * * * * *
348 Kanada 121 80 41 110 70 40 47 * * 39 * * 39 15 24 24 * * 16 6 10
349 Kolumbien 935 589 346 879 552 327 435 419 16 411 397 14 304 73 231 140 60 80 93 40 53
351 Kuba 357 124 233 324 113 211 53 50 3 47 * * 196 36 160 75 27 48 57 18 39
353 Mexiko 652 436 216 638 427 211 377 362 15 375 360 15 210 43 167 51 22 29 37 14 23
354 Nicaragua 81 36 45 72 29 43 19 * * 19 * * 33 * * 20 10 10 10 4 6
355 Jamaika 46 25 21 44 24 20 14 * * 13 * * 22 7 15 8 * * 7 * *
357 Panama 15 9 6 13 7 6 4 4 - 4 4 - 5 * * 4 * * * * *
359 Paraguay 69 31 38 67 29 38 20 15 5 19 15 4 39 9 30 8 5 3 5 * *
361 Peru 501 231 270 461 210 251 129 119 10 121 113 8 240 58 182 92 33 59 72 23 49
364 Suriname * - * * - * - - - - - - * - * - - - - - -
365 Uruguay 11 * * 10 * * * * - * * - 6 - 6 * * * * * -
366 St. Lucia * * * * * * * * - * * - * * * - - - - - -
367 Bolivarische Republik Venezuela 242 123 119 221 115 106 86 81 5 82 79 3 95 22 73 40 12 28 32 7 25
368 Vereinigte Staaten 678 449 229 615 400 215 298 282 16 274 259 15 191 52 139 126 66 60 95 45 50
370 St. Kitts und Nevis * * - * * - * * - * * - - - - - - - - - -
371 Trinidad und Tobago 9 3 6 8 3 5 * * * * * * * * * * - * * - *
Asien 43.945 24.760 19.185 41.657 23.309 18.348 16.685 15.947 738 15.804 15.221 583 18.574 4.204 14.370 6.398 3.158 3.240 5.170 2.604 2.566
411 Hongkong 18 5 13 18 5 13 * * * * * * 13 * * * * - * * -
412 Macau 43 34 9 43 34 9 34 * * 32 * * * * 5 * - * * - *
421 Jemen 179 121 58 104 65 39 53 53 - 53 53 - 28 8 20 23 4 19 18 * *
422 Armenien 526 273 253 508 264 244 157 146 11 147 138 9 219 55 164 132 63 69 109 54 55
423 Afghanistan 3.928 1.975 1.953 3.646 1.801 1.845 1.199 1.139 60 1.122 1.080 42 1.795 375 1.420 652 287 365 506 223 283
Beschäftigungsstatistik
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach ausgeübter Tätigkeit (813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. und 821 Altenpflege) KldB 2010 und WZ 2008
Deutschland (Arbeitsort)
Stichtag 31.10.2021
813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
Staat
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Stichtag 31.10.2021
87 Heime (ohne Erholungs- und
Ferienheime) 88 Sozialwesen (ohne Heime)
darunter
861 Krankenhäuser 88101 Ambulante soziale Dienste
Summe
813+821
Summe
813+821
Insgesamt
darunter im Wirtschaftszweig WZ 2008
Q Gesundheits- und Sozialwesen
darunter
86 Gesundheitswesen
darunter
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon davon
424 Bahrain 9 6 3 9 6 3 5 * * 5 * * * * - * * * * * *
425 Aserbaidschan 464 219 245 446 210 236 113 106 7 105 98 7 202 40 162 131 64 67 110 58 52
426 Bhutan 7 * * 7 * * * * - * * - * - * - - - - - -
427 Myanmar 26 12 14 26 12 14 9 9 - 8 8 - 13 * * 4 * * 3 * *
429 Brunei Darussalam * - * * - * - - - - - - * - * * - * * - *
430 Georgien 1.443 738 705 1.378 703 675 503 462 41 486 449 37 608 118 490 267 123 144 217 104 113
431 Sri Lanka 308 145 163 290 136 154 79 75 4 72 * * 162 43 119 49 18 31 34 15 19
432 Vietnam 6.133 2.316 3.817 5.994 2.262 3.732 1.148 1.009 139 1.084 984 100 3.774 763 3.011 1.072 490 582 942 457 485
434 Demokratische Volksrepublik Korea x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x
436 Indien 2.518 1.817 701 2.439 1.757 682 1.363 1.338 25 1.324 1.309 15 912 321 591 164 98 66 128 81 47
437 Indonesien 947 515 432 912 489 423 346 318 28 334 310 24 460 132 328 106 39 67 62 23 39
438 Irak 1.865 987 878 1.718 904 814 640 612 28 578 558 20 811 187 624 267 105 162 208 71 137
439 Islamische Republik Iran 2.352 1.299 1.053 2.212 1.203 1.009 873 843 30 802 783 19 954 198 756 385 162 223 318 137 181
441 Israel 230 161 69 217 152 65 105 105 - 96 96 - 51 14 37 61 33 28 58 31 27
442 Japan 139 87 52 126 77 49 53 * * 49 * * 52 11 41 21 * * 15 10 5
444 Kasachstan 979 469 510 936 443 493 227 212 15 210 199 11 399 86 313 310 145 165 276 128 148
445 Jordanien 230 142 88 216 134 82 112 * * 108 * * 81 13 68 23 * * 16 6 10
446 Kambodscha 26 9 17 26 9 17 * * - 3 3 - 18 4 14 * * 3 * * 3
447 Katar 4 * * 4 * * * * - * * - * - * * * - * * -
448 Kuwait 6 * * 5 * * * * - * * - * * * * - * * - *
449 Demokratische Volksrepublik Laos 19 10 9 16 7 9 3 * * 3 * * 10 * * 3 3 - * * -
450 Kirgisistan 498 330 168 476 314 162 248 235 13 241 231 10 140 35 105 88 44 44 66 32 34
451 Libanon 344 158 186 316 144 172 88 85 3 77 74 3 154 32 122 74 27 47 62 22 40
454 Malediven * * * * * * * * - * * - - - - * - * * - *
457 Mongolei 413 199 214 382 181 201 131 120 11 126 116 10 203 38 165 48 23 25 43 21 22
458 Nepal 1.181 637 544 1.124 597 527 514 473 41 506 470 36 502 79 423 108 45 63 55 20 35
459 Palästinensische Gebiete 261 161 100 238 150 88 122 118 4 118 114 4 83 14 69 33 18 15 30 17 13
460 Bangladesch 129 53 76 125 53 72 25 * * 23 * * 74 20 54 26 * * 20 6 14
461 Pakistan 513 220 293 481 200 281 132 119 13 126 116 10 294 63 231 55 18 37 38 13 25
462 Philippinen 8.176 6.100 2.076 7.878 5.851 2.027 4.634 4.524 110 4.542 4.444 98 2.356 677 1.679 888 650 238 805 623 182
465 Taiwan 27 21 6 25 19 6 13 13 - 13 13 - 8 * * 4 * * * * *
467 Republik Korea x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x
469 Vereinigte Arabische Emirate 10 3 7 9 3 6 * * - * * - * - * 3 * * 3 * *
470 Tadschikistan 485 262 223 456 237 219 173 161 12 170 158 12 228 45 183 55 31 24 43 21 22
471 Turkmenistan 177 116 61 169 111 58 110 98 12 110 98 12 40 4 36 19 9 10 16 6 10
472 Saudi-Arabien 28 21 7 24 17 7 10 10 - 8 8 - 9 * * 5 * * 3 * *
Beschäftigungsstatistik
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach ausgeübter Tätigkeit (813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. und 821 Altenpflege) KldB 2010 und WZ 2008
Deutschland (Arbeitsort)
Stichtag 31.10.2021
813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821 813 821
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
Staat
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Stichtag 31.10.2021
87 Heime (ohne Erholungs- und
Ferienheime) 88 Sozialwesen (ohne Heime)
darunter
861 Krankenhäuser 88101 Ambulante soziale Dienste
Summe
813+821
Summe
813+821
Insgesamt
darunter im Wirtschaftszweig WZ 2008
Q Gesundheits- und Sozialwesen
darunter
86 Gesundheitswesen
darunter
davon Summe
813+821
davon Summe
813+821
davon davon
474 Singapur 7 4 3 7 4 3 * * - * * - * - * * * * * * *
475 Arabische Republik Syrien 6.602 3.810 2.792 6.078 3.493 2.585 2.601 2.546 55 2.319 2.280 39 2.599 516 2.083 878 431 447 596 260 336
476 Thailand 1.002 447 555 965 425 540 243 221 22 222 204 18 566 141 425 156 63 93 120 50 70
477 Usbekistan 341 184 157 328 179 149 103 97 6 95 91 4 137 30 107 88 52 36 75 44 31
479 China 1.081 526 555 1.018 496 522 380 343 37 360 329 31 494 102 392 144 51 93 122 44 78
482 Malaysia 54 36 18 54 36 18 28 28 - 28 28 - 23 * * 3 * * 3 * *
483 Timor-Leste 3 * * * * * * * - * * - * - * - - - - - -
Australien/Ozeanien 161 103 58 144 89 55 64 * * 61 * * 56 16 40 24 * * 15 7 8
523 Australien 101 79 22 92 70 22 47 * * 44 * * 28 * * 17 11 6 10 * *
524 Salomonen 8 * * 8 * * * * - * * - 5 * * * - * * - *
526 Fidschi 6 - 6 6 - 6 - - - - - - * - * * - * * - *
530 Kiribati * * - * * - * * - * * - * * - - - - - - -
532 Vanuatu * * - * * - * * - * * - * * - - - - - - -
536 Neuseeland 21 14 7 16 * * * * - * * - 5 - 5 * * * * * *
537 Palau * * - * * - * * - * * - - - - - - - - - -
538 Papua-Neuguinea 4 * * * * * * * - * * - * - * - - - - - -
541 Tonga 7 - 7 7 - 7 * - * * - * 4 - 4 * - * - - -
543 Samoa 8 * * 6 * * * * * * * * * - * - - - - - -
545 Föderierte Staaten von Mikronesien * - * * - * - - - - - - * - * - - - - - -
Unbekannt 747 401 346 685 362 323 195 * * 165 * * 237 50 187 253 * * 230 118 112
Erstellungsdatum: 12.05.2022, Zentraler Statistik-Service, Auftragsnummer: 329543 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
*) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert.
x) Angaben zu Beschäftigten mit den Staatsangehörigkeiten der Demokratischen Volksrepublik Korea und des Kongo sind unzuverlässig, da die Personenzahlen jeweils oberhalb der im Ausländerzentralregister gemeldeten Einwohner mit diesen Staatsangehörigkeiten in Deutschland liegt. Die Unsicherheit kann nicht von der Statistik
der Bundesagentur für Arbeit behoben werden: Die Beschäftigungsstatistik basiert auf den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung. Die Angaben zur Staatsangehörigkeit stammen somit direkt vom Arbeitgeber. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der Erfassung der Staatsangehörigkeit beim Arbeitgeber zu
fehlerhaften Verschlüsselungen kommt, hier z.B. Verwechslung von „434 Demokratische Volksrepublik Korea“ und „467 Republik Korea“ bzw. „245 Kongo“ und „246 Demokratische Republik Kongo“.
Land Staatlicher Partner Art der Vereinbarung* Unterzeichnung in
Bosnien und Herzegowina Labour and Employment Agency of Bosnia and Herzegovina (ARZ BiH) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2013
El Salvador Außenministerium der Republik El Salvador Kooperationsvereinbarung 2019
Indien Norka Roots (Field agency under the Kerala government) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2021
Indonesien Indonesian Migration Workers Protecion Board (Badan Pelindungan Pekerja
Migran Indonesia - BP2MI)
Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2021
Jordanien Ministry of Labor (MoL) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2022
Mexiko Servicio Nacional de Empleo (SNE) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2021
Philippinen Philippine Overseas Employment Administration (POEA) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2013
Serbien Serbische Arbeitsverwaltung (NSZ) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2013 (in 2020 aufgelöst)
Tunesien L'agence Nationale pour l'Emploi et le Travail Independant (ANETI) Vermittlungsabsprache nach § 16d Absatz 4 AufenthG 2013 (Umsetzung ab 2017)
Vietnam Department of Overseas Labour (DOLAB) Kooperationsvereinbarung** 2019
** Programmbezogene Kooperationsvereinbarung zwischen der BA, DOLAB sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
* Aufgelistet sind nur Kooperationen, denen eine konkrete, formalisierte Vereinbarung in schriftlicher Form zugrunde liegt. Darüber hinaus unterhält die BA nicht-formalisierte Kooperationen verschiedenster Art mit Drittstaaten. Zudem sind mit dem gleichen
Formale Kooperationsvereinbarungen und Vermittlungsabsprachen der Bundesagentur für Arbeit (BA)
mit staatlichen Partnern in Drittstaaten im Bereich Pflege
Anlage 2
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]