[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Susanne Ferschl, Gökay Akbulut,
Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/3374 –
Psychische Belastungen in der Arbeitswelt
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Psychische Belastung bei der Arbeit hat viele Ursachen – steigende
Arbeitsintensität, mangelnde soziale Unterstützung, überlange und ungünstige
Verteilung der Arbeitszeit oder Umgebungsfaktoren wie Lärm, Beleuchtung oder
Hitze. „Unstrittig nimmt die psychische Belastung an Arbeitsplätzen in allen
Branchen zu“, heißt es prominent auf der Seite der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV;
https://www.dguv.de/de/praevention/themen-a-z/
psychisch/index.jsp). Und der AOK-Fehlzeiten-Report 2021 bestätigt, dass die
Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen und
Verhaltensstörungen erneut gestiegen ist (Badura; Ducki; Schröder, u. a.: Fehlzeiten-
Report 2021, S. 476 f.), im Vergleich zum Jahr 2010 um 56 Prozent.
Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) stellt fest, dass sich
„angesichts der sich in der Arbeitswelt vollziehenden digitalen Transformation
auch Veränderungen der psychischen Belastung bei der Arbeit“ ergeben
(
https://www.gda-portal.de/DE/GDA/3-GDA-Periode/AP-Psyche/AP-Psyche_
node.html) und hat psychische Belastungen zu einem der
Arbeitsschwerpunkte der dritten GDA-Periode (2021 bis 2024) erklärt.
Auch Corona und die damit im Zusammenhang stehende Ausweitung der
Arbeit im Homeoffice haben weitgehende Auswirkungen auf die Frage
psychischer Belastungen am Arbeitsplatz gehabt.
Jedoch existiert weiterhin keine Anti-Stress-Verordnung, die aus Sicht der
Fragesteller geeignet wäre, Beschäftigte vor den Auswirkungen psychischer
Belastung bei der Arbeit zu schützen. Bereits am 3. Mai 2013 hatte der
Bundesrat eine entsprechende Verordnung beschlossen (Bundesratsdrucksache
315/13).
Mit dieser Kleinen Anfrage sollen der aktuelle Stand psychischer Belastungen
in der Arbeitswelt und die diesbezüglichen Vorhaben der Bundesregierung
erfragt werden.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/3671
20. Wahlperiode 26.09.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
vom 26. September 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie viele Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) in Millionen aufgrund von
psychischen und Verhaltensstörungen gab es nach Kenntnis der
Bundesregierung in den Jahren 2019, 2020 und 2021, und wie stellen sich diese
Werte im Vergleich zu den Jahren 2000 und 2010 dar (bitte für die
einzelnen Jahre sowohl in absoluten Zahlen als auch als Anteil an allen
Diagnosegruppen darstellen, bitte nach Geschlecht, Branche, Alter und nach
Bundesländern differenzieren)?
Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen und
Verhaltensstörungen liegen der Bundesregierung für die Jahre 2019 und 2020 vor und können
der Tabelle 1.1 entnommen werden, die Daten für das Jahr 2021 liegen noch
nicht vor. Eine Differenzierung nach Branche und Bundesländern ist nicht
möglich, da diese nicht erhoben wird.
Tabelle 1.1: Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen und
Verhaltensstörungen 2019 und 2020
Psychische und Verhaltensstörungen
Jahr Frauen Männer Anteil an allen Diagnosen
2019 Tage in Millionen Frauen Männer
bis unter 15 0 0 bis unter 15 0,00 0,00
15 bis unter 20 1 0 15 bis unter 20 13,93 7,05
20 bis unter 25 3 2 20 bis unter 25 20,41 12,96
25 bis unter 30 5 3 25 bis unter 30 22,54 15,84
30 bis unter 35 6 4 30 bis unter 35 23,92 17,07
35 bis unter 40 7 5 35 bis unter 40 25,04 17,81
40 bis unter 45 7 4 40 bis unter 45 24,28 16,93
45 bis unter 50 8 5 45 bis unter 50 22,69 15,69
50 bis unter 55 11 7 50 bis unter 55 21,46 14,94
55 bis unter 60 12 8 55 bis unter 60 21,08 13,45
60 bis unter 65 9 6 60 bis unter 65 21,62 13,13
65 bis unter 70 0 0 65 bis unter 70 18,71 11,96
70 bis unter 75 0 0 70 bis unter 75 4,89 4,97
75 bis unter 80 0 0 75 bis unter 80 2,33 3,80
80 und älter 0 0 80 und älter 1,74 2,35
Zusammen 68 45 Zusammen 22,22 14,85
Jahr Frauen Männer Anteil an allen Diagnosen
2020 Tage in Millionen Frauen Männer
bis unter 15 0 0 bis unter 15 7,67 0,00
15 bis unter 20 1 0 15 bis unter 20 14,37 7,62
20 bis unter 25 3 2 20 bis unter 25 21,59 14,34
25 bis unter 30 4 3 25 bis unter 30 24,01 17,40
30 bis unter 35 6 4 30 bis unter 35 25,15 18,11
35 bis unter 40 7 5 35 bis unter 40 25,69 18,44
40 bis unter 45 7 5 40 bis unter 45 24,87 17,99
45 bis unter 50 8 5 45 bis unter 50 23,17 16,41
50 bis unter 55 11 7 50 bis unter 55 22,26 15,40
55 bis unter 60 13 8 55 bis unter 60 22,00 14,36
60 bis unter 65 11 7 60 bis unter 65 23,55 14,00
65 bis unter 70 1 0 65 bis unter 70 20,85 13,06
70 bis unter 75 0 0 70 bis unter 75 10,31 4,45
75 bis unter 80 0 0 75 bis unter 80 6,95 6,59
80 und älter 0 0 80 und älter 1,23 0,61
Zusammen 71 48 Zusammen 23,24 15,69
Datenquelle: KG8
Die Angaben zum Jahr 2010 sind der Tabelle 1.2 zu entnehmen. Ergebnisse für
das Jahr 2000 liegen nicht vor.
Tabelle 1.2: Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen und
Verhaltensstörungen 2010
Jahr Frauen Männer Anteil an allen Diagnosen
2010 Tage in Millionen Frauen Männer
bis unter 15 0 0 bis unter 15 21,47 22,52
15 bis unter 20 0 0 15 bis unter 20 8,18 3,92
20 bis unter 25 2 1 20 bis unter 25 14,00 7,70
25 bis unter 30 3 2 25 bis unter 30 18,07 11,41
30 bis unter 35 3 2 30 bis unter 35 19,50 12,43
35 bis unter 40 3 2 35 bis unter 40 19,91 12,50
40 bis unter 45 5 3 40 bis unter 45 19,70 12,42
45 bis unter 50 6 4 45 bis unter 50 18,27 11,64
50 bis unter 55 6 4 50 bis unter 55 16,97 10,58
55 bis unter 60 6 3 55 bis unter 60 16,71 9,55
60 bis unter 65 2 2 60 bis unter 65 15,74 8,66
65 bis unter 70 0 0 65 bis unter 70 11,96 6,70
70 bis unter 75 0 0 70 bis unter 75 6,79 3,84
75 bis unter 80 0 0 75 bis unter 80 5,95 2,70
80 und älter 0 0 80 und älter 3,79 2,94
Zusammen 37 24 Zusammen 17,57 10,62
Datenquelle: KG8
2. Wie viele durchschnittliche AU-Tage je 100 Versicherte bzw. je 100
GKV-Mitgliedsjahren in der Diagnosegruppe psychische und
Verhaltensstörungen gab es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2019,
2020 und 2021, und wie stellen sich diese Werte im Vergleich zu den
Jahren 2001 und 2011 dar (bitte für die einzelnen Jahre sowohl in
absoluten Zahlen als auch als Anteil an allen Diagnosegruppen darstellen, bitte
nach Geschlecht, Branchen, Alter und nach Bundesländern
differenzieren)?
Die durchschnittlichen AU-Tage je 100 AKV-Mitglieder (Pflicht- und
freiwillige Mitglieder) in der Diagnosegruppe psychische und Verhaltensstörungen
liegen der Bundesregierung für die Jahre 2019 und 2020 vor und können der
Tabelle 2.1 entnommen werden, die Daten für das Jahr 2021 liegen noch nicht
vor. Eine Differenzierung nach Branche und Bundesländern ist nicht möglich,
da dies nicht erhoben wird.
Tabelle 2.1: Durchschnittliche AU-Tage je 100 AKV-Mitglieder 2019 und 2020
Psychische und Verhaltensstörungen
Jahr Tage je 100 Mitglieder Anteil an allen Diagnosen
2019 Frauen Männer Frauen Männer
bis unter 15 0 0 bis unter 15 0 % 0 %
15 bis unter 20 148 77 15 bis unter 20 14 % 7 %
20 bis unter 25 222 135 20 bis unter 25 20 % 13 %
25 bis unter 30 228 143 25 bis unter 30 23 % 16 %
30 bis unter 35 271 170 30 bis unter 35 24 % 17 %
35 bis unter 40 321 200 35 bis unter 40 25 % 18 %
40 bis unter 45 358 215 40 bis unter 45 24 % 17 %
45 bis unter 50 406 240 45 bis unter 50 23 % 16 %
50 bis unter 55 445 265 50 bis unter 55 21 % 15 %
55 bis unter 60 496 294 55 bis unter 60 21 % 13 %
60 bis unter 65 578 345 60 bis unter 65 22 % 13 %
65 bis unter 70 186 99 65 bis unter 70 19 % 12 %
70 bis unter 75 1 1 70 bis unter 75 5 % 5 %
75 bis unter 80 0 0 75 bis unter 80 2 % 4 %
80 und älter 0 0 80 und älter 2 % 2 %
Zusammen 362 215 Zusammen 22 % 15 %
Datenquelle: KG8, KM6
Jahr Tage je 100 Mitglieder Anteil an allen Diagnosen
2020 Frauen Männer Frauen Männer
bis unter 15 3 0 bis unter 15 8 % 0 %
15 bis unter 20 144 81 15 bis unter 20 14 % 8 %
20 bis unter 25 224 141 20 bis unter 25 22 % 14 %
25 bis unter 30 227 148 25 bis unter 30 24 % 17 %
30 bis unter 35 275 174 30 bis unter 35 25 % 18 %
35 bis unter 40 326 201 35 bis unter 40 26 % 18 %
40 bis unter 45 366 221 40 bis unter 45 25 % 18 %
45 bis unter 50 413 246 45 bis unter 50 23 % 16 %
50 bis unter 55 466 271 50 bis unter 55 22 % 15 %
55 bis unter 60 522 314 55 bis unter 60 22 % 14 %
60 bis unter 65 654 381 60 bis unter 65 24 % 14 %
65 bis unter 70 243 129 65 bis unter 70 21 % 13 %
70 bis unter 75 4 2 70 bis unter 75 10 % 4 %
75 bis unter 80 1 1 75 bis unter 80 7 % 7 %
80 und älter 0 0 80 und älter 1 % 1 %
Zusammen 379 225 Zusammen 23 % 16 %
Datenquelle: KG8, KM6
Die Vergleichsangaben für das Jahr 2011 sind der Tabelle 2.2 zu entnehmen.
Ergebnisse für das Jahr 2001 liegen nicht vor.
Tabelle 2.2: Durchschnittliche AU-Tage je 100 AKV-Mitglieder 2011
Jahr Tage je 100 Mitglieder Anteil an allen Diagnosen
2011 Frauen Männer Frauen Männer
bis unter 15 1 1 bis unter 15 16 % 22 %
15 bis unter 20 123 54 15 bis unter 20 9 % 4 %
20 bis unter 25 157 82 20 bis unter 25 15 % 8 %
25 bis unter 30 160 90 25 bis unter 30 19 % 12 %
30 bis unter 35 198 111 30 bis unter 35 21 % 13 %
35 bis unter 40 242 136 35 bis unter 40 22 % 13 %
40 bis unter 45 276 149 40 bis unter 45 21 % 13 %
45 bis unter 50 299 160 45 bis unter 50 20 % 12 %
50 bis unter 55 327 172 50 bis unter 55 18 % 11 %
55 bis unter 60 375 199 55 bis unter 60 18 % 11 %
60 bis unter 65 324 192 60 bis unter 65 17 % 10 %
65 bis unter 70 66 44 65 bis unter 70 13 % 7 %
70 bis unter 75 4 3 70 bis unter 75 6 % 3 %
75 bis unter 80 4 3 75 bis unter 80 5 % 3 %
80 und älter 4 4 80 und älter 6 % 4 %
Zusammen 256 139 Zusammen 19 % 11 %
Datenquelle: KG8
3. Welche Wirtschaftszweige und Wirtschaftsabschnitte bzw.
Berufsgruppen und Tätigkeiten weisen nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2019, 2020 und 2021 besonders erhöhte Durchschnittszahlen
bezüglich der „Tage je 100 Versicherte“ in der Diagnosegruppe psychische
und Verhaltensstörungen auf (bitte nach Geschlecht differenzieren)?
Arbeitsunfähigkeitsdaten für das Jahr 2021 sind derzeit noch nicht verfügbar.
Eine Auswertung nach Berufsgruppen liegt nicht vor.
Seit 2016 wird im Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (SuGA)
eine andere Bezugsgröße (GKV-Mitgliedsjahre anstelle von GKV-
Mitgliederzahlen bzw. Versicherten) verwendet. Aufgrund dieser Änderung sind keine
aktuellen Zahlen für die Kennzahl „Tage je 100 Versicherte“ verfügbar.
Ausgewiesen werden die Zahlen stattdessen nach Mitgliedsjahren von Pflicht- und
freiwilligen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung mit
Krankengeldanspruch. Die Berechnung der Mitgliedsjahre erfolgt nach Zeitanteilen,
d. h., eine Person, die ein halbes Jahr versichert ist, geht mit 0,5 GKV-
Mitgliedsjahren in die Statistik ein.
In den Tabellen 3.1 und 3.2 sind Auszüge der Tabelle TD 9 der jährlichen
SuGA-Berichte für die Jahre 2020 (Tabelle 3.1) und 2019 (Tabelle 3.2)
dargestellt. Diese weisen die Diagnosetage je GKV-Mitgliedsjahr (gegliedert nach
Geschlecht und Wirtschaftszweig) aus. Die Zahlen der Wirtschaftszweige mit
den drei höchsten Werten (je Gruppe bzw. Spalte) sind (**) markiert. Dabei
sind die Wirtschaftszweige „sonstiges verarbeitendes Gewerbe“, „sonstige
wirtschaftliche Dienstleistungen“, „sonstige Dienstleistungen“ und „Übrige“ (grau
hinterlegt) wegen der heterogenen Zusammensetzung nicht berücksichtigt.
Tabelle 3.1: Arbeitsunfähigkeit infolge von Psychischen und
Verhaltensstörungen – Diagnosetage je GKV-Mitgliedsjahr nach Wirtschaftszweigen – 2020
Code Wirtschaftszweige1 Gesamt Männer Frauen
01 – 03 Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 1,7 1,3 2,7
10 – 12 Nahrung und Genuss 3,2 2,5 3,9
16 – 18 Holz, Papier, Druck 3,0 2,8** 3,6
19 – 22 Chemie 3,2 2,8** 4,0
24 – 25 Metallerzeugung 2,9 2,7 4,1
26 Herstellung von elektronischen, optischen undDV-Geräten 2,7 2,0 4,1
27 Herstellung von elektrischen Ausrüstungen 3,0 2,4 4,4
28 Maschinenbau 2,3 2,2 3,1
29 – 30 Fahrzeugbau 2,6 2,4 3,6
13 – 15, 23, 31 33 Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 2,9 2,4 3,7
35 – 39 Energie- und Wasserversorgung, Abfallbeseitigung 3,0 2,8** 3,7
41 – 43 Baugewerbe 1,8 1,7 2,8
45 – 47 Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz 3,4 2,5 4,2
49 – 53 Verkehr und Lagerei 3,2 2,8** 4,5**
55 – 56 Gastgewerbe 2,3 1,6 3,0
58 – 63 Information und Kommunikation 2,4 1,9 3,2
64 – 66 Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 3,0 2,4 3,5
68 Grundstück- und Wohnungswesen 2,9 2,3 3,4
69 – 75 Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 2,5 2,0 3,0
77 – 82 Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen 3,0 2,4 3,9
84 Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversi-cherung 4,7** 3,6** 5,3**
85 Erziehung und Unterricht 3,9** 2,7 4,3
86 – 88 Gesundheits- und Sozialwesen 4,9** 4,1** 5,1**
94 – 96 Sonstige Dienstleistungen 3,4 2,5 3,8
05 – 09,
90 – 93, 97 – 99 Übrige 3,7 2,9 4,6
01 – 99 Durchschnitt 3,3 2,5 4,2
Quelle: TD9 aus SuGA 2020; Daten: verschiedene Krankenkassenverbände, eigene Berechnungen
der BauA
Pflicht- und freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
Tabelle 3.2: Arbeitsunfähigkeit infolge von Psychischen und
Verhaltensstörungen – Diagnosetage je GKV-Mitgliedsjahr nach Wirtschaftszweigen – 2019
Code Wirtschaftszweige1 Gesamt Männer Frauen
01 – 03 Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 1,6 1,2 2,5
10 – 12 Nahrung und Genuss 3,1 2,5 3,8
16 – 18 Holz, Papier, Druck 2,9 2,7** 3,5
19 – 22 Chemie 3,0 2,7** 3,8
24 – 25 Metallerzeugung 2,8 2,5 3,9
26 Herstellung von elektronischen, optischen undDV-Geräten 2,6 1,9 4,0
27 Herstellung von elektrischen Ausrüstungen 2,9 2,4 4,2
28 Maschinenbau 2,3 2,2 3,0
29 – 30 Fahrzeugbau 2,7 2,5 3,8
13 – 15, 23, 31 – 33 Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 2,8 2,4 3,6
35 – 39 Energie- und Wasserversorgung, Abfallbeseitigung 2,8 2,7** 3,4
41 – 43 Baugewerbe 1,7 1,6 2,6
45 – 47 Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz 3,3 2,5 4,1
49 – 53 Verkehr und Lagerei 3,1 2,7** 4,4**
55 – 56 Gastgewerbe 2,4 1,6 3,1
58 – 63 Information und Kommunikation 2,4 1,9 3,2
64 – 66 Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 3,0 2,3 3,5
68 Grundstück- und Wohnungswesen 2,6 2,2 3,1
69 – 75 Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 2,3 1,8 2,8
77 – 82 Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen 2,9 2,3 3,8
84 Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversi-cherung 4,4** 3,5** 4,9**
85 Erziehung und Unterricht 3,6** 2,5 4,0
86 – 88 Gesundheits- und Sozialwesen 4,7** 3,9** 4,8**
94 – 96 Sonstige Dienstleistungen 3,2 2,4 3,6
05 – 09,
90-93, 97 – 99 Übrige 3,9 3,0 4,8
01 – 99 Durchschnitt 3,1 2,4 4,0
Quelle: TD9 aus SuGA 2019; Daten: verschiedene Krankenkassenverbände, eigene Berechnungen
der BauA
Pflicht- und freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
4. Wie viele Personen sind nach Kenntnis der Bundesregierung in den
Jahren 2019, 2020 und 2021 wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aufgrund
psychischer Erkrankungen vorzeitig in die Rente eingetreten, und wie
stellen sich diese Werte im Vergleich zu den Jahren 2001 und 2011 dar
(bitte für die einzelnen Jahre sowohl in absoluten Zahlen als auch als
Anteil an allen Renteneintritten darstellen, bitte nach Geschlecht,
Altersgruppen und nach Bundesländern differenzieren)?
Zahlen für das Jahr 2021 sind derzeit noch nicht verfügbar. Differenzierungen
nach Altersgruppen und Bundesländern liegen der BAuA nicht vor.
In den jährlichen Berichten zum Stand von „Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit“ (SuGA) werden Statistiken über Rentenzugänge wegen verminderter
Erwerbsfähigkeit dargestellt. Dabei sei darauf verwiesen, dass die Entwicklung
der dargestellten Zugangszahlen in Erwerbsminderungsrenten von der
Prävalenz bestimmter Diagnosen, der sozialmedizinischen Begutachtung, von
demografischen Einflüssen, den jeweils geltenden Regelungen zum gesetzlichen
Rentenalter und der Arbeitsmarktsituation der einzelnen Rentenzugangsjahre
abhängig ist.
Tabelle 4: Rentenzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nach
Psychischen und Verhaltensstörungen – 2020, 2019, 2011 und 2001
Diagnosegruppe 2020 2020 2019 2019 2011 2011 2001 2001absolut % absolut % absolut % absolut %
Psychische und
Verhaltensstörungen
72.990 41,5 67.321 41,7 73.273 41,0 53.581 26,7
Männer 29.437 34,8 27.912 35,3 32.642 35,2 25.984 21,7
Frauen 43.553 47,8 39.409 47,8 40.631 47,4 27.597 34,2
Gesamt 175.808 100,0 161.534 100,0 178.497 100,0 200.507 100,0
Männer 84.640 100,0 79.134 100,0 92.852 100,0 119.796 100,0
Frauen 91.168 100,0 82.400 100,0 85.645 100,0 80.711 100,0
Quelle: SuGA 2020, SuGA 2013, SuGA 2003, Daten: Deutsche Rentenversicherung (DRV), eigene
Berechnungen der BAuA
5. Auf wie viele Tage beliefen sich die durchschnittlichen Ausfallzeiten bei
psychischen Erkrankungen in den Jahren 2019, 2020 und 2021, und wie
stellen sich diese Werte im Vergleich zu den Jahren 2001 und 2011 dar
sowie jeweils im Vergleich zum Durchschnitt aller Erkrankungen (bitte
nach Geschlecht, Altersgruppen und nach Bundesländern
differenzieren)?
In den jährlichen Berichten zum Stand von „Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit“ (SuGA) werden Statistiken zu Arbeitsunfähigkeit infolge von
psychischen und Verhaltensstörungen dargestellt. Dabei werden auch entsprechende
„Tage je Diagnose“ ausgewiesen, die in diesem Sinne als „Ausfallzeiten“
verstanden werden können. Zahlen für das Jahr 2021 sind derzeit noch nicht
verfügbar. Eine Auswertung nach Bundesländern liegt nicht vor.
In der Tabelle 5 ist ein Auszug der Tabellen TD 2 und TD 10 der jährlichen
SuGA-Berichte für die Jahre 2020, 2019, 2011 und 2001 dargestellt.
Tabelle 5: Arbeitsunfähigkeit infolge von Psychischen und Verhaltensstörungen
– Tage je Diagnose – 2020, 2019, 2011 und 2001
Jahr Diagnosegruppe GesamtTage je Diagnose
jünger als 45 Jahre
Tage je Diagnose
45 Jahre und älter
Tage je Diagnose
Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen
2020 Psychische und
Verhaltensstörungen
33,1 32,2 33,9 27,0 25,7 28,1 38,9 38,6 39,1
Alle
Diagnosegruppen
14,5 14,5 14,6 10,2 10,0 10,5 19,4 19,7 19,1
2019 Psychische und
Verhaltensstörungen
29,5 28,5 30,4 24,3 23,0 25,4 34,7 34,2 35,1
Alle
Diagnosegruppen
12,6 12,6 12,7 8,9 8,8 9,1 17,1 17,3 16,8
2011 Psychische und
Verhaltensstörungen
22,6 21,6 23,4 19,1 17,8 20,1 26,5 25,9 27,0
Alle
Diagnosegruppen
11,5 11,7 11,3 8,3 8,4 8,2 15,7 16,0 15,3
2001 Psychische und
Verhaltensstörungen
22,2 22,4 22,1 19,2 19,4 18,9 28,0 28,2 27,8
Alle
Diagnosegruppen
11,6 11,9 11,3 9,2 9,3 9,0 17,2 17,9 16,2
Quelle: TD 2 und TD 10 aus SuGA 2020, 2019, 2011 und 2001; verschiedene
Krankenkassenverbände, eigene Berechnungen der BAuA
6. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2019,
2020 und 2021 schätzungsweise die Produktionsausfallkosten und
Bruttowertschöpfungsausfälle, die durch psychische Erkrankungen
verursacht wurden, und wie stellen sich diese Werte im Vergleich zu den
Jahren 2001 und 2011 dar (bitte nach Jahren differenzieren)?
Daten für das Jahr 2021 sind derzeit noch nicht verfügbar.
In den jährlichen Berichten zum Stand von „Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit“ (SuGA) werden Schätzungen der volkswirtschaftlichen Kosten im
Sinne des Produktionsausfalls durch Arbeitsunfähigkeit vorgenommen. Die
Schätzungen basieren auf Daten der gesetzlichen Krankenkassen und werden
auf alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hochgerechnet. Dabei muss
berücksichtigt werden, dass es über die hier dargestellten Jahre hinweg nicht
durchgängig die gleichen Krankenkassen sind, die Daten zur Schätzung
beisteuern (Genaueres finden Sie in den Berichten der jeweiligen Jahre unter
www.baua.de/suga). Neben diesem Aspekt, der die Interpretation der Daten als
Zeitreihe einschränkt, müssen zwei weitere Aspekte bei der Deutung
berücksichtigt werden: Zum einen gibt es viele Einflussfaktoren auf das
Arbeitsunfähigkeitsgeschehen, die hier unberücksichtigt bleiben (z. B. zeitliche begrenzte
Erkrankungswellen – wie Grippewellen; durch Wetter bedingte höhere Anzahl
an Erkältungen oder auch Unfällen, konjunkturelle Entwicklungen mit
tendenziell weniger Krankmeldungen bei wirtschaftlich angespannter Lage). Zum
anderen ist die Preissteigerung nicht bereinigt, die auch die in die Schätzung mit
einfließenden Gehälter einschließt. Die Gesamtzahl des Produktionsausfalls
wird daher auch im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen dargestellt.
Zudem haben sich auch die Zahlen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
verändert. Insgesamt ist die Vergleichbarkeit der Zahlen nur eingeschränkt
vorhanden.
Tabelle 6: Produktionsausfallkosten und Ausfall an Bruttowertschöpfung
aufgrund von Psychischen und Verhaltensstörungen 2020, 2019, 2011 und 2001
Jahr Produktionsausfallkosten undAusfall an Bruttowertschöpfung
Psychische und
Verhaltensstörungen
(F00-F99)
Alle
Diagnosegruppen
2020
Produktionsausfallkosten
Milliarden € 14,6 86,8
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,4 2,5
Ausfall an Bruttowertschöpfung
Milliarden € 24,3 144,0
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,7 4,2
2019
Produktionsausfallkosten
Milliarden € 14,4 87,6
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,4 2,5
Ausfall an Bruttowertschöpfung
Milliarden € 24,5 148,7
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,7 4,2
2011
Produktionsausfallkosten
Milliarden € 5,9 46,0
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,2 1,8
Ausfall an Bruttowertschöpfung
Milliarden € 10,3 80,0
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,4 3,1
2001
Produktionsausfallkosten
Milliarden € 3,0 44,8
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,1 2,2
Ausfall an Bruttowertschöpfung
Milliarden € 4,7 70,8
vom
Bruttonationaleinkommen in % 0,2 3,4
Quelle: Tabelle 10/11/C2 aus SuGA 2020, SuGA 2019, SuGA 2011, SuGA 2001; Daten:
verschiedene Krankenkassenverbände, eigene Berechnungen der BAuA
7. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der
Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft, für die eine Gefährdungsbeurteilung
unter Berücksichtigung psychischer Belastungen durchgeführt wurde (bitte
nach Betriebsgrößen und Branchen aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung verweist auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1
auf Bundestagsdrucksache 19/10801. Neuere Erkenntnisse liegen nicht vor.
8. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, für wie
viele Betriebe in den Jahren 2010 bis 2021 eine Fachkraft für
Arbeitssicherheit bestellt wurde (bitte bundesweit und in Summe sowie nach
Branchen sowie Bundesländern geordnet darstellen und jeweils im
prozentualen Verhältnis zu allen Betrieben darstellen, bitte jeweils nach
betrieblichen und überbetrieblichen Fachkräften ausweisen)?
9. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, für wie
viele Betriebe in den Jahren 2010 bis 2021 ein Betriebsarzt bestellt
wurde (bitte bundesweit und in Summe sowie nach Branchen sowie
Bundesländern geordnet darstellen und jeweils im prozentualen Verhältnis zu
allen Betrieben darstellen, bitte jeweils nach betrieblichen und
überbetrieblichen Betriebsärzten ausweisen)?
Die Fragen 8 und 9 werden zusammen beantwortet.
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse vor, für wie viele Betriebe in
Deutschland eine Betriebsärztin oder einen Betriebsarzt und eine Fachkraft für
Arbeitssicherheit bestellt wurden. Nach Maßgabe des
Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) und der dieses Gesetz konkretisierenden
Unfallverhütungsvorschriften der Unfallversicherungsträger haben Arbeitgeber unterschiedliche
Möglichkeiten, die Bestellpflicht zu erfüllen: Sie können 1. Betriebsärztinnen
oder Betriebsärzte sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit selbst einstellen,
2. einen freiberuflichen Arzt oder eine freiberufliche Ärztin bzw. eine
freiberufliche Fachkraft für Arbeitssicherheit der oder 3. die über die erforderliche
Fachkunde verfügt, beauftragen oder 4. einen überbetrieblichen Dienst von
Betriebsärzten oder Fachkräften für Arbeitssicherheit einschalten. Zudem sehen
die Unfallverhütungsvorschriften „Betriebsärzte und Fachkräfte für
Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2) der verschiedenen Berufsgenossenschaften je
nach Größe des Betriebs unterschiedliche Betreuungsmodelle vor.
10. Wie häufig sind Beschäftigte nach Kenntnis der Bundesregierung den
unten genannten Faktoren psychischer Belastung ausgesetzt (bitte die
aktuellsten verfügbaren Daten angeben und nach Alter, Geschlecht,
Branche, Bundesland sowie Basisarbeit, Facharbeit und
hochqualifizierter Arbeit unterteilen):
Anmerkung 1: Die folgenden Auswertungen stützen sich auf die BIBB/BAuA-
Erwerbstätigenbefragung 2018. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden
20.012 Erwerbstätige ab dem Alter von 15 Jahren mit einer Arbeitszeit von
mindestens zehn Stunden pro Woche in Deutschland mit Hilfe von
computerunterstützten Telefon-Interviews befragt. Die Befragten wurden gebeten,
anzugeben, wie häufig sie bei ihrer Arbeit verschiedenen Arbeitsanforderungen
ausgesetzt sind (Antwortskala: häufig, manchmal, selten, nie). In den
nachfolgenden Tabellen wird für die Häufigkeit dieser Arbeitsanforderungen nur die
Kategorie „häufig“ nach den angefragten Differenzierungsmerkmalen dargestellt.
Um die Stichprobe homogener zu gestalten und eine Vergleichbarkeit zu der für
Frage 11 herangezogenen Stichprobe zu gewährleisten, wurde ein Ausschnitt
von 17.852 abhängig Beschäftigten – d. h. Arbeiter/-innen, Angestellte und
Beamte/-innen – ausgewählt.
Anmerkung 2: In der Forschung rund um das Thema „Basisarbeit“ existieren
unterschiedliche Operationalisierungen (für eine Übersicht siehe Kaboth
et al., 2022). Im Folgenden wird Basisarbeit in Anlehnung an Hall und
Sevindik (2020) durch die Frage „Welche Art von Ausbildung ist für die
Ausübung Ihrer Tätigkeit als <Tätigkeit einblenden> in der Regel erforderlich?
Eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Fachhochschul- oder
Universitätsabschluss, ein Fortbildungsabschluss, z. B. zum Meister- oder Techniker, oder
ist kein beruflicher Ausbildungsabschluss erforderlich?“ operationalisiert.
Gaben die Befragten an, dass kein beruflicher Ausbildungsabschluss erforderlich
ist, wird von Basisarbeit ausgegangen. Tätigkeiten, für deren Ausübung eine
abgeschlossene Berufsausbildung (Facharbeit) oder ein Fortbildungs- bzw.
Hochschulabschluss (hochqualifizierte Arbeit) erforderlich ist, dienen als
Vergleichsgruppe. Weiterführende Auswertungen der BIBB/BAuA-
Erwerbstätigenbefragung 2018 zu der Arbeits- und Gesundheitssituation von Beschäftigten
in Basisarbeit nach dieser Operationalisierung finden sich unter anderem im
Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Berichtsjahr 2020“
(SuGA 2020, Kapitel 3.7.1 sowie in den Tabellen TE 1 – 3 und TF 1 – 3,
abrufbar unter
www.baua.de/suga).
a) starker Termin- und Leistungsdruck,
Die Zahlen sind Tabelle 10a zu entnehmen.
Tabelle 10a: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig Termin- oder
Leistungsdruck zu haben, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern, Wirtschaftszweigen1
sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2 im Jahr 2018
2018
häufig Termin- oder
Leistungsdruck
Gesamt 47,7
männlich 48,6
weiblich 46,6
15 – 34 45,2
35 – 54 49,2
55 – 47,3
Schleswig-Holstein 46,7
Hamburg 43,6
Niedersachsen 47,5
Bremen 39,7
Nordrhein-Westfalen 48,1
Hessen 49,4
Rheinland-Pfalz 44,5
Baden-Württemberg 46,7
Bayern 47,4
Saarland 53,4
Berlin 51,8
Brandenburg 48,8
Mecklenburg-Vorpommern 46,7
Sachsen 45,6
Sachsen-Anhalt 52,5
Thüringen 49,8
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei *
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 49,2
D Energieversorgung 44,5
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschm. *
F Baugewerbe 47,5
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von
Kraftfahrzeugen 44,1
H Verkehr und Lagerei 52,3
I Gastgewerbe 52,8
2018
häufig Termin- oder
Leistungsdruck
Gesamt 47,7
J Information und Kommunikation 53,0
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 53,3
L Grundstücks- und Wohnungswesen 48,3
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen
Dienstleistungen 55,7
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen 33,7
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 44,1
P Erziehung und Unterricht 42,4
Q Gesundheit und Sozialwesen 52,2
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 40,6
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 52,7
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften *
Nicht zuzuordnen 42,4
Basisarbeit 36,9
Facharbeit 47,6
Hochqualifizierte Arbeit 54,5
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 845, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
b) verschiedene Arbeiten gleichzeitig machen,
Die Zahlen sind Tabelle 10b zu entnehmen.
Tabelle 10b: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig verschiedene Arbeiten
gleichzeitig zu betreuen, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2 im Jahr
2018
2018
häufig verschiedene Arbeiten
gleichzeitig betreuen
Gesamt 60,4
männlich 57,7
weiblich 63,5
15 – 34 59,7
35 – 54 61,7
55 – 58,1
Schleswig-Holstein 61,4
Hamburg 60,7
Niedersachsen 59,2
Bremen 60,5
Nordrhein-Westfalen 60,5
Hessen 61,2
Rheinland-Pfalz 64,0
2018
häufig verschiedene Arbeiten
gleichzeitig betreuen
Gesamt 60,4
Baden-Württemberg 60,7
Bayern 59,5
Saarland 56,6
Berlin 63,9
Brandenburg 60,1
Mecklenburg-Vorpommern 56,0
Sachsen 58,4
Sachsen-Anhalt 59,0
Thüringen 61,3
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 57,1
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 56,3
D Energieversorgung 65,5
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzung 59,3
F Baugewerbe 45,1
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von
Kraftfahrzeugen 58,6
H Verkehr und Lagerei 54,1
I Gastgewerbe 69,2
J Information und Kommunikation 64,5
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 60,8
L Grundstücks- und Wohnungswesen 69,5
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
techischen. Dienstleistungen 67,9
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen 46,6
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 66,0
P Erziehung und Unterricht 74,2
Q Gesundheit und Sozialwesen 66,3
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 60,4
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 60,1
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften *
Nicht zuzuordnen 55,2
Basisarbeit 43,6
Facharbeit 58,9
Hochqualifizierte Arbeit 73,5
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 838, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
c) häufige Arbeitsunterbrechungen,
Die Zahlen sind Tabelle 10c zu entnehmen.
Tabelle 10c: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig bei der Arbeit gestört
oder unterbrochen zu werden, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2
im Jahr 2018
2018
häufig bei der Arbeit gestört,
unterbrochen
Gesamt 46,2
männlich 43,9
weiblich 48,7
15 – 34 47,4
35 – 54 47,6
55 – 40,8
Schleswig-Holstein 48,2
Hamburg 47,7
Niedersachsen 44,4
Bremen 42,3
Nordrhein-Westfalen 48,3
Hessen 46,8
Rheinland-Pfalz 48,7
Baden-Württemberg 47,2
Bayern 45,3
Saarland 55,5
Berlin 45,8
Brandenburg 41,6
Mecklenburg-Vorpommern 40,3
Sachsen 41,2
Sachsen-Anhalt 41,6
Thüringen 47,2
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei *
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 45,6
D Energieversorgung 47,2
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzung *
F Baugewerbe 36,6
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von
Kraftfahrzeugen 50,3
H Verkehr und Lagerei 34,5
I Gastgewerbe 41,4
J Information und Kommunikation 45,0
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 56,0
L Grundstücks- und Wohnungswesen 61,2
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen 51,7
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 35,1
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 53,8
P Erziehung und Unterricht 41,6
Q Gesundheit und Sozialwesen 54,2
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 36,7
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 46,4
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften *
2018
häufig bei der Arbeit gestört,
unterbrochen
Gesamt 46,2
Nicht zuzuordnen 46,2
Basisarbeit 31,9
Facharbeit 48,0
Hochqualifizierte Arbeit 51,4
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 840, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und =
Sevindik (2020)
d) Arbeit an der Grenze der Leistungsfähigkeit,
Die Zahlen sind Tabelle 10d zu entnehmen.
Tabelle 10d: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig an der Grenze der
Leistungsfähigkeit zu arbeiten, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2 im Jahr
2018
2018
häufiges Arbeiten an der
Grenze der
Leistungsfähigkeit
Gesamt 16,1
männlich 14,8
weiblich 17,5
15 – 34 13,9
35 – 54 16,1
55 – 18,5
Schleswig-Holstein 12,8
Hamburg 11,1
Niedersachsen 16,2
Bremen *
Nordrhein-Westfalen 18,7
Hessen 14,5
Rheinland-Pfalz 14,0
Baden-Württemberg 15,6
Bayern 14,0
Saarland *
Berlin 17,1
Brandenburg 17,0
Mecklenburg-Vorpommern 16,5
Sachsen 17,1
Sachsen-Anhalt 20,4
Thüringen 15,9
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei *
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 13,4
D Energieversorgung *
2018
häufiges Arbeiten an der
Grenze der
Leistungsfähigkeit
Gesamt 16,1
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzung *
F Baugewerbe 16,2
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 18,2
H Verkehr und Lagerei 20,9
I Gastgewerbe 19,6
J Information und Kommunikation 13,0
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 10,9
L Grundstücks- und Wohnungswesen *
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen 11,9
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 15,3
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 15,3
P Erziehung und Unterricht 15,4
Q Gesundheit und Sozialwesen 23,6
R Kunst, Unterhaltung und Erholung *
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 12,3
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften *
Nicht zuzuordnen *
Basisarbeit 16,2
Facharbeit 16,8
Hochqualifizierte Arbeit 14,8
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 815, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
e) Unterforderung,
Der Aspekt „Unterforderung“ wird in der BIBB/BAuA-
Erwerbstätigenbefragung 2018 anhand von zwei Items erfasst. Zum einen werden die Beschäftigten
gefragt, inwiefern sie sich den Anforderungen an ihre fachlichen Kenntnisse
und Fertigkeiten in der Regel gewachsen fühlen. Zum anderen geben
Beschäftigte an, inwiefern sie sich den Anforderungen an Arbeitsmenge bzw.
Arbeitspensum gewachsen fühlen (Antwortskala jeweils: 1 – in der Regel den
Anforderungen gewachsen, 2 – eher überfordert, 3 – eher unterfordert). Im Folgenden
werden die Ergebnisse dieser Items für die Antwortkategorie „eher
unterfordert“ nach den angefragten Differenzierungsmerkmalen aufgezeigt (vgl.
Tabelle 10e).
Tabelle 10e: Anteil Beschäftigter, die angeben, in Bezug auf Anforderungen an
ihre fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie Arbeitsmenge bzw.
Arbeitspensum eher unterfordert zu sein, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2
im Jahr 2018
2018
Anforderungen an
fachliche
Kenntnisse und Fertigkeiten
– eher unterfordert
Anforderungen an
Arbeitsmenge bzw.
Arbeitspensum –
eher unterfordert
Gesamt 13,4 5,4
männlich 13,5 6,0
weiblich 13,2 4,7
15 – 34 18,4 8,4
35 – 54 12,6 4,7
55 – 8,8 3,4
Schleswig-Holstein 14,7 *
Hamburg 18,3 *
Niedersachsen 16,6 5,5
Bremen * *
Nordrhein-Westfalen 14,0 5,5
Hessen 11,5 6,0
Rheinland-Pfalz 12,4 *
Baden-Württemberg 12,4 5,5
Bayern 14,2 5,8
Saarland * *
Berlin 12,6 6,4
Brandenburg * *
Mecklenburg-Vorpommern * *
Sachsen 8,6 *
Sachsen-Anhalt 12,4 *
Thüringen 12,3 *
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei * *
B Bergbau und Gewinnung von Steinen
und Erden * *
C Verarbeitendes Gewerbe 14,6 6,0
D Energieversorgung * *
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und
Beseitigung von Umweltverschmutzung * *
F Baugewerbe 11,3 *
G Handel; Instandhaltung und Reparatur
von Kraftfahrzeugen 21,8 8,4
H Verkehr und Lagerei 18,6 *
I Gastgewerbe 27,3 *
J Information und Kommunikation 7,5 *
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 8,3 *
L Grundstücks- und Wohnungswesen * *
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen
und technischen Dienstleistungen 6,2 *
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 27,0 *
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung,
Sozialversicherungen 8,6 5,8
P Erziehung und Unterricht 8,2 *
Q Gesundheit und Sozialwesen 9,4 3,1
R Kunst, Unterhaltung und Erholung * *
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen * *
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung und
Dienstleistungen * *
U Exterritoriale Organisationen und
Körperschaften * *
2018
Anforderungen an
fachliche
Kenntnisse und Fertigkeiten
– eher unterfordert
Anforderungen an
Arbeitsmenge bzw.
Arbeitspensum –
eher unterfordert
Gesamt 13,4 5,4
Nicht zuzuordnen * *
Basisarbeit 26,6 8,5
Facharbeit 12,7 5,2
Hochqualifizierte Arbeit 7,1 3,8
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: Anforderungen an fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten: 17 765, Anforderung
an Arbeitsmenge bzw. Arbeitspensum: 17 714; eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
f) monotones Arbeiten?
Der Aspekt „Monotones Arbeiten“ wird in der BIBB/BAuA-
Erwerbstätigenbefragung 2018 anhand von drei Items erfasst: Arbeitsdurchführung in
allen Einzelheiten vorgeschrieben, ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge
und Stückzahl, Leistung oder Zeit vorgegeben. Im Folgenden werden die
Ergebnisse dieser Items für die Antwortkategorie „häufig“ nach den angefragten
Differenzierungsmerkmalen aufgezeigt (vgl. Tabelle 10f).
Tabelle 10f: Anteil Beschäftigter, die häufig von monotonen
Arbeitsanforderungen berichten, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern, Wirtschaftszweigen1
sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2 im Jahr 2018
2018
häufig
Arbeitsdurchführung in allen
Einzelheiten
vorgeschrieben
häufig ständig
wiederkehrende
Arbeitsvorgänge
häufig
Stückzahl, Leistung
oder Zeit
vorgegeben
Gesamt 26,5 46,8 29,7
männlich 26,8 43,0 31,1
weiblich 26,1 51,1 28,2
15 – 34 24,2 42,1 32,7
35 – 54 27,7 47,4 29,2
55 – 26,5 51,6 26,8
Schleswig-Holstein 25,1 49,0 32,1
Hamburg 21,9 41,5 31,6
Niedersachsen 26,6 50,1 31,5
Bremen * 51,7 *
Nordrhein-Westfalen 25,4 46,9 28,7
Hessen 27,2 41,4 28,9
Rheinland-Pfalz 24,6 43,3 30,9
Baden-Württemberg 26,8 46,0 31,5
Bayern 27,2 46,0 26,7
Saarland * 54,6 39,7
Berlin 23,3 42,3 28,9
Brandenburg 29,1 50,0 36,6
Mecklenburg-Vorpommern 34,2 55,4 29,1
2018
häufig
Arbeitsdurchführung in allen
Einzelheiten
vorgeschrieben
häufig ständig
wiederkehrende
Arbeitsvorgänge
häufig
Stückzahl, Leistung
oder Zeit
vorgegeben
Gesamt 26,5 46,8 29,7
Sachsen 27,6 48,5 28,9
Sachsen-Anhalt 31,1 55,5 32,5
Thüringen 25,2 46,0 26,9
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei * 50,4 *
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und
Erden * * *
C Verarbeitendes Gewerbe 30,5 46,7 35,1
D Energieversorgung 19,7 34,9 *
E Wasserversorgung; Abwasser-,
Abfallentsorgung und Beseitigung von
Umweltverschmutzung
* 55,1 *
F Baugewerbe 24,6 44,8 23,7
G Handel; Instandhaltung und Reparatur
von Kraftfahrzeugen 29,4 60,2 26,0
H Verkehr und Lagerei 40,7 63,8 38,5
I Gastgewerbe 23,9 63,5 36,5
J Information und Kommunikation 12,4 26,4 26,8
K Erbringung von Finanz- und
Versicherungsdienstleistungen 25,8 40,6 25,6
L Grundstücks- und Wohnungswesen * * *
M Erbringung von freiberuflichen,
wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 18,1 35,7 25,4
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen 32,1 56,7 34,3
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung,
Sozialversicherungen 28,4 39,9 21,1
P Erziehung und Unterricht 9,4 23,6 22,2
Q Gesundheit und Sozialwesen 28,7 51,8 33,8
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 17,5 51,5 *
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 16,8 46,2 23,3
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen * * *
U Exterritoriale Organisationen und
Körperschaften * * *
Nicht zuzuordnen * 58,2 *
Basisarbeit 39,3 64,6 36,5
Facharbeit 30,4 53,9 30,4
Hochqualifizierte Arbeit 12,3 23,4 24,8
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: Arbeitsdurchführung in allen Einzelheiten vorgeschrieben: 17 819, Ständig
wiederkehrende Arbeitsvorgänge: 17 825, Stückzahl, Leistung oder Zeit vorgegeben: 17 808; eigene
Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
11. Wie häufig verfügen Beschäftigte nach Kenntnis der Bundesregierung
über die unten genannte Ressourcen, um psychischen Belastungen am
Arbeitsplatz gewachsen zu sein (bitte die aktuellsten verfügbaren Daten
angeben und nach Alter, Geschlecht, Branche, Bundesland sowie
Basisarbeit, Facharbeit und hochqualifizierter Arbeit unterteilen):
Anmerkung 1: Die folgenden Auswertungen stützen sich auf die BIBB/BAuA-
Erwerbstätigenbefragung 2018. Die Befragten wurden gebeten, Angaben zu der
Häufigkeit von verschiedenen arbeitsbezogenen Ressourcen zu machen
(Antwortskala: häufig, manchmal, selten, nie). In den nachfolgenden Tabellen wird
für die Häufigkeit dieser Ressourcen nur die Kategorie „häufig“ nach den
angefragten Differenzierungsmerkmalen dargestellt. Da Selbstständige von den
Fragen zu Ressourcen bei der Befragung ausgeschlossen wurden, beziehen sich
die nachfolgenden Auswertungen auf 17 852 abhängig Beschäftigte, d. h.
Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte sowie Beamtinnen und Beamte.
Anmerkung 2: Für die Beantwortung der Fragen 11a bis 11c sei hier auch auf
die Kleine Anfrage „Handlungsspielräume von Beschäftigten in der
digitalisierten Arbeitswelt“ (Bundestagsdrucksache 19/12847) verwiesen, für dessen
Beantwortung (Bundestagsdrucksache 19/13675) die angefragten Variablen im
Zeitvergleich (2006, 2012, 2018) und nach weiteren
Differenzierungsmerkmalen (darunter höchster Schulabschluss, Betriebsgröße, Beruf und Stellung im
Beruf) ausgewertet wurden.
a) Einfluss auf die Arbeitsmenge,
Die Zahlen sind Tabelle 11a zu entnehmen.
Tabelle 11a: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig Einfluss auf die ihnen
zugewiesene Arbeitsmenge zu haben, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter
Arbeit2 im Jahr 2018
2018
häufig Einfluss auf die
Arbeitsmenge
Gesamt 29,2
männlich 30,1
weiblich 28,3
15 – 34 26,6
35 – 54 29,1
55 – 32,8
Schleswig-Holstein 26,8
Hamburg 32,4
Niedersachsen 26,1
Bremen *
Nordrhein-Westfalen 27,8
Hessen 32,7
Rheinland-Pfalz 31,2
Baden-Württemberg 29,5
Bayern 30,7
Saarland 31,2
Berlin 32,6
Brandenburg 26,5
Mecklenburg-Vorpommern 29,9
Sachsen 27,3
Sachsen-Anhalt 27,2
2018
häufig Einfluss auf die
Arbeitsmenge
Gesamt 29,2
Thüringen 29,6
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei *
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 27,4
D Energieversorgung 30,9
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von
Umweltverschmutzung *
F Baugewerbe 27,8
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 27,0
H Verkehr und Lagerei 19,3
I Gastgewerbe 31,5
J Information und Kommunikation 39,2
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 30,1
L Grundstücks- und Wohnungswesen *
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technische
Dienstleistungen 37,9
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 29,5
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 24,3
P Erziehung und Unterricht 36,2
Q Gesundheit und Sozialwesen 28,3
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 31,1
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 43,3
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen u. Körperschaften *
Nicht zuzuordnen *
Basisarbeit 21,1
Facharbeit 28,3
Hochqualifizierte Arbeit 35,5
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 755; eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
b) selbst entscheiden, wann Pausen gemacht werden,
Die Zahlen sind Tabelle 11b zu entnehmen.
Tabelle 11b: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig selbst darüber
entscheiden zu können, wann sie Pause machen nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter
Arbeit2 im Jahr 2018
2018
häufig selbst
entscheiden, wann
Pause gemacht wird
Gesamt 61,8
männlich 63,8
2018
häufig selbst
entscheiden, wann
Pause gemacht wird
Gesamt 61,8
weiblich 59,5
15 – 34 61,9
35 – 54 62,4
55 – 60,5
Schleswig-Holstein 64,9
Hamburg 70,8
Niedersachsen 60,7
Bremen 67,5
Nordrhein-Westfalen 60,6
Hessen 63,2
Rheinland-Pfalz 63,2
Baden-Württemberg 59,5
Bayern 62,8
Saarland 67,4
Berlin 70,7
Brandenburg 61,2
Mecklenburg-Vorpommern 62,4
Sachsen 62,8
Sachsen-Anhalt 51,6
Thüringen 53,3
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 56,0
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 57,2
D Energieversorgung 88,9
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzung 71,8
F Baugewerbe 65,6
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 61,9
H Verkehr und Lagerei 61,5
I Gastgewerbe 49,3
J Information und Kommunikation 88,2
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 85,5
L Grundstücks- und Wohnungswesen 85,8
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen 84,9
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 62,7
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 78,6
P Erziehung und Unterricht 43,3
Q Gesundheit und Sozialwesen 49,9
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 59,5
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 69,8
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen u. Körperschaften *
Nicht zuzuordnen 56,6
Basisarbeit 50,3
Facharbeit 59,8
Hochqualifizierte Arbeit 72,8
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17.830; eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
c) eigene Arbeit selbst planen,
Die Zahlen sind Tabelle 11c zu entnehmen.
Tabelle 11c: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig ihre eigene Arbeit selbst
planen und einteilen zu können, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2
im Jahr 2018
2018
häufig eigene Arbeit selbst
planen und einteilen
Gesamt 64,1
männlich 62,0
weiblich 66,4
15 – 34 60,2
35 – 54 65,2
55 – 66,3
Schleswig-Holstein 62,4
Hamburg 66,9
Niedersachsen 61,5
Bremen 54,4
Nordrhein-Westfalen 64,3
Hessen 67,9
Rheinland-Pfalz 65,8
Baden-Württemberg 62,8
Bayern 63,9
Saarland 72,7
Berlin 67,0
Brandenburg 67,5
Mecklenburg-Vorpommern 62,5
Sachsen 63,0
Sachsen-Anhalt 59,8
Thüringen 62,5
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 51,7
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 61,2
D Energieversorgung 81,2
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzung 64,4
F Baugewerbe 52,2
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von
Kraftfahrzeugen 54,2
H Verkehr und Lagerei 48,5
I Gastgewerbe 54,3
J Information und Kommunikation 81,6
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 79,5
L Grundstücks- und Wohnungswesen 84,4
2018
häufig eigene Arbeit selbst
planen und einteilen
Gesamt 64,1
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen 79,2
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 58,5
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 76,8
P Erziehung und Unterricht 81,9
Q Gesundheit und Sozialwesen 59,4
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 63,7
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 75,8
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften *
Nicht zuzuordnen 61,0
Basisarbeit 44,6
Facharbeit 60,3
Hochqualifizierte Arbeit 82,7
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17.813, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
d) Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen,
Die Zahlen sind Tabelle 11d zu entnehmen.
Tabelle 11d: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig Unterstützung durch
Kollegen/-innen zu erhalten, nach Geschlecht, Alter, Bundesländern,
Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit2
im Jahr 2018
2018
häufig Hilfe/
Unterstützung von
Kollegen/-innen
Gesamt 79,1
männlich 78,8
weiblich 79,4
15 – 34 81,5
35 – 54 79,1
55 – 75,9
Schleswig-Holstein 80,8
Hamburg 77,3
Niedersachsen 78,0
Bremen 72,0
Nordrhein-Westfalen 80,1
Hessen 79,8
Rheinland-Pfalz 79,0
Baden-Württemberg 80,0
Bayern 78,4
Saarland 72,7
2018
häufig Hilfe/
Unterstützung von
Kollegen/-innen
Gesamt 79,1
Berlin 76,6
Brandenburg 80,5
Mecklenburg-Vorpommern 86,0
Sachsen 79,6
Sachsen-Anhalt 72,4
Thüringen 79,2
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 80,9
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 79,9
D Energieversorgung 81,5
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzung 76,8
F Baugewerbe 84,0
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von
Kraftfahrzeugen 76,7
H Verkehr und Lagerei 67,8
I Gastgewerbe 73,0
J Information und Kommunikation 81,1
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 83,4
L Grundstücks- und Wohnungswesen 67,1
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen 81,0
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen 76,8
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 79,4
P Erziehung und Unterricht 83,4
Q Gesundheit und Sozialwesen 80,4
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 76,2
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 74,3
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften *
Nicht zuzuordnen 84,0
Basisarbeit 74,9
Facharbeit 79,3
Hochqualifizierte Arbeit 81,2
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 729, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
e) Unterstützung durch Vorgesetzte?
Die Zahlen sind Tabelle 11e zu entnehmen.
Tabelle 11e: Anteil Beschäftigter, die angeben, häufig Unterstützung von
ihrem/ihrer direkten Vorgesetzten zu erhalten, nach Geschlecht, Alter,
Bundesländern, Wirtschaftszweigen1 sowie Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter
Arbeit2 im Jahr 2018
2018
häufig Hilfe/Unterstützung
von ihrem/ihrer direkten
Vorgesetzten
Gesamt 58,9
männlich 58,8
weiblich 58,9
15 – 34 60,5
35 – 54 58,8
55 – 57,5
Schleswig-Holstein 56,9
Hamburg 59,2
Niedersachsen 56,5
Bremen 52,9
Nordrhein-Westfalen 58,5
Hessen 59,7
Rheinland-Pfalz 59,2
Baden-Württemberg 61,0
Bayern 61,1
Saarland 53,8
Berlin 56,9
Brandenburg 58,3
Mecklenburg-Vorpommern 57,9
Sachsen 61,8
Sachsen-Anhalt 52,0
Thüringen 55,3
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 61,1
B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden *
C Verarbeitendes Gewerbe 57,5
D Energieversorgung 67,7
E Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung
und Beseitigung von Umweltverschmutzung 61,3
F Baugewerbe 64,5
G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 57,9
H Verkehr und Lagerei 55,2
I Gastgewerbe 55,5
J Information und Kommunikation 60,6
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 64,0
L Grundstücks- und Wohnungswesen 52,1
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen
und technischen Dienstleistungen 68,0
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen 57,5
O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen 61,4
P Erziehung und Unterricht 58,6
Q Gesundheit und Sozialwesen 56,6
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 55,9
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 57,1
T Private Haushalte: Hauspersonal, Herstellung
und Dienstleistungen *
U Exterritoriale Organisationen u. Körperschaften *
Nicht zuzuordnen 55,6
2018
häufig Hilfe/Unterstützung
von ihrem/ihrer direkten
Vorgesetzten
Gesamt 58,9
Basisarbeit 56,4
Facharbeit 59,0
Hochqualifizierte Arbeit 60,1
* Häufigkeit zu klein
Quelle: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018; Ergebnisse für abhängig Beschäftigte;
Stichprobengröße 2018: 17 588, eigene Berechnungen der BAuA
Rundungsfehler
1 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ08)
2 Operationalisierung von Basisarbeit, Facharbeit und Hochqualifizierter Arbeit nach Hall und
Sevindik (2020)
12. Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung mit
sogenannten überlangen Arbeitszeiten (bitte für die Jahre 2010 bis 2021
und getrennt nach Geschlecht, Alter, Branche und Bundesland angeben)?
Auf Basis der BAuA-Arbeitszeitbefragungen 2015, 2017, 2019 und 2021
werden in Tabelle 12.1 die jeweiligen Anteile der Beschäftigten dargestellt, die
angeben, mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten (tatsächliche
Wochenarbeitszeit).
Tab. 12.1: Überlange Arbeitszeiten (mehr als 48 Stunden tatsächliche
Wochenarbeitszeit)
Anteil Beschäftigter mit mehr als 48 Stunden
tatsächliche Wochenarbeitszeit in %
(gewichtete Daten)
2015 2017 2019 2021
Gesamt 14,3 13,7 10,3 11,7
Geschlecht männlich 20,4 19,1 14,7 15,7
weiblich 7,4 7,5 5,4 7,1
Alter in Jahren 15 – 29 15,3 11,9 . 8,3
30 – 44 15,7 15,4 9,7 12,4
45 – 54 13,4 14,1 11,2 13,0
55 – 65 12,2 11,7 11,2 11,4
Anteil Beschäftigter mit mehr als 48 Stunden
tatsächliche Wochenarbeitszeit in %
(gewichtete Daten)
2015 2017 2019 2021
Wirtschaftszweig A Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei
. . . .
B Bergbau und Gewinnung von
Steinen und Erden
. . . .
C Verarbeitendes Gewerbe 14,1 11,1 6,5 11,1
D Energieversorgung . . . .
E Wasserversorgung; Abwasser-,
Abfallentsorgung und
Beseitigung von Umweltverschmutzung
. . . .
F Baugewerbe 18,0 16,4 . 12,4
G Handel; Instandhaltung und
Reparatur von Kraftfahrzeugen
11,2 7,8 9,3 7,4
H Verkehr und Lagerei 24,4 27,0 29,5 20,5
I Gastgewerbe . . . .
J Information und
Kommunikation
18,2 16,2 14,0 13,1
K Erbringung von Finanz- und
Versicherungsdienstleistungen
10,2 . . 10,5
L Grundstücks- und
Wohnungswesen
. . . .
M Erbringung von
freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen
16,0 13,9 12,2 14,0
N Erbringung von sonstigen
wirtschaftlichen Dienstleistungen
16,2 . . 13,2
O Öffentliche Verwaltung,
Verteidigung, Sozialversicherungen
10,7 9,8 7,8 9,3
P Erziehung und Unterricht 13,7 14,8 11,2 13,3
Q Gesundheit und Sozialwesen 10,3 12,0 9,0 11,4
R Kunst, Unterhaltung und
Erholung
. . . .
S Erbringung von sonstigen
Dienstleistungen
. . . .
T Private Haushalte:
Hauspersonal, Herstellung und
Dienstleistungen
. . . .
U Exterritoriale Organisationen
u. Körperschaften
. . . .
Anteil Beschäftigter mit mehr als 48 Stunden
tatsächliche Wochenarbeitszeit in %
(gewichtete Daten)
2015 2017 2019 2021
Bundesland Schleswig-Holstein 17,0 . . 10,8
Hamburg 15,5 . . 9,7
Niedersachsen 11,6 11,9 8,5 8,6
Bremen . . . .
Nordrhein-Westfalen 14,8 13,1 9,5 11,9
Hessen 16,2 11,3 10,9 15,0
Rheinland-Pfalz 13,3 . 13,1 13,3
Baden-Württemberg 15,2 18,0 11,7 10,4
Bayern 13,6 12,6 8,9 10,5
Saarland . . . .
Berlin 13,0 14,6 13,5 12,2
Brandenburg 16,0 . . 15,4
Mecklenburg-Vorpommern 17,8 . . .
Sachsen 13,0 15,1 7,3 12,5
Sachsen-Anhalt 11,6 . . 12,4
Thüringen 11,1 . . 14,5
Quelle: BAuA-Arbeitszeitbefragung 2015, 2017, 2019 und 2021; Ergebnisse für abhängig
Beschäftigte (min. 10 Stunden pro Woche) im Alter von 15 – 65 Jahren (ungewichtete Fallzahlen, 2015:
16920 ≤ n ≤ 17760, 2017: 8260 ≤ n ≤ 8500, 2019: 7960 ≤ n ≤ 8251, 2021: 17023 ≤ n ≤ 17761).
. Fallzahl zu klein
13. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die gesundheitlichen
Auswirkungen überlanger Arbeitszeiten?
Die Bundesregierung verweist auf die Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/31931 sowie die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 20/3202. Neuere
Erkenntnisse liegen nicht vor.
14. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die Auswirkung der
Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten
(bitte auf die Faktoren gesundheitliche Sorgen, Einsamkeit,
wirtschaftliche Sorgen und familiäre Belastungen eingehen und, sofern vorhanden,
mit Zahlen belegen)?
Eine repräsentative Betriebsbefragung von IAB und BAuA untersucht den
betrieblichen Umgang mit psychischer Belastung durch die Corona-Pandemie.
Ergebnisse der Befragung (auch abrufbar unter:
https://www.baua.de/DE/Ange
bote/Publikationen/Bericht-kompakt/Umgang-psychische-Belastung-Coron
a.pdf) sind danach: In zwei Dritteln der Betriebe werden „Erschwernisse der
Arbeit mit Kunden oder anderen betriebsexternen Kontaktpersonen“ genannt.
„Ängste der Beschäftigten vor einer Infektion bei der Arbeit“ sind in einem
guten Drittel der Betriebe ein Thema. Von einer „Überforderung durch ein
erhöhtes Arbeitsaufkommen“ berichten 28 Prozent der Betriebe für ihre
Beschäftigten, während 19 Prozent eine „Unterforderung durch stark reduziertes
Arbeitsaufkommen“ nennen; 18 Prozent geben „verlängerte Arbeitszeiten bzw.
Überstunden“ infolge der Corona-Pandemie an. Eine „Verschlechterung der
betriebsinternen Kommunikation“ wird von gut jedem fünften Betrieb angegeben.
Unter den Betrieben, in denen Beschäftigte auch im Homeoffice arbeiten
können, berichten 20 Prozent von einer Belastung der Beschäftigten durch eine
unzureichende „Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit im Homeoffice“. Eine
pandemiebedingte Belastung besteht der Befragung zufolge in der übergroßen
Mehrheit der Betriebe – nur 16 Prozent der Betriebe nennen keinen der zur
Auswahl stehenden Belastungsfaktoren.
15. Wie erklärt die Bundesregierung den weiterhin starken Anstieg
psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit (bitte begründen und die
herangezogenen Quellen benennen)?
Die Bundesregierung verweist auf die Antwort der Bundesregierung zu
Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 19/8688. Neuere Erkenntnisse liegen nicht
vor.
16. Plant die Bundesregierung den Erlass einer konkretisierenden
Verordnung bezüglich § 5 Absatz 3 Nummer 6 des Arbeitsschutzgesetzes
(ArbSchG) zur Gefährdung durch psychische Belastungen (Anti-Stress-
Verordnung), und wenn nein, welche anderweitigen gleichwertigen
Vorhaben plant die Bundesregierung in der laufenden Legislaturperiode
(bitte ausführen und begründen)?
Die Ergebnisse der Standortbestimmung zu psychischer Gesundheit in der
Arbeitswelt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind
weiterhin die Grundlage. Demzufolge sind Psychische Belastungen bei der Arbeit in
der Regel mit einem multifaktoriellen Ursachengeschehen verbunden. Die
Möglichkeiten, Betriebe und Beschäftigte zu befähigen, das vorhandene
Arbeitsschutzinstrumentarium, insbesondere die Gefährdungsbeurteilung, zu
nutzen, um Gesundheitsrisiken durch psychische Belastungen frühzeitig erkennen
und ihnen durch eine menschengerechte Arbeitsgestaltung vorzubeugen,
müssen intensiviert werden.
Das Arbeitsprogramm Psyche der Gemeinsamen Deutschen
Arbeitsschutzstrategie hat sich u. a. zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu einem kohärenten
Vorschriften- und Regelwerk im Hinblick auf psychische Belastung zu leisten.
Das Arbeitsprogramm hat sowohl die staatlichen als auch die DGUV-
Vorschriften und -Regeln zur Gefährdungsbeurteilung untersucht und bewertet, ob bzw.
welche Anforderungen in Bezug auf die Berücksichtigung psychischer
Belastung formuliert werden. In Fachgesprächen hat sich das Arbeitsprogramm mit
den Vertretern der Ausschüsse (LASI, UVT, BDA, Gewerkschaften und
Wissenschaft) über die Berücksichtigung psychischer Belastung im Vorschriften-
und Regelwerk des Arbeitsschutzes und diesbezügliche Koordinations- und
Weiterentwicklungsbedarfe ausgetauscht.
Vor diesem Hintergrund hat sich der Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit
bei der Arbeit (ASGA) beim BMAS unter Beteiligung der Sozialpartner,
Länder, UVT sowie Wissenschaft das Thema Gefährdungen durch psychische
Belastung als ein Aufgabenschwerpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage und
den betrieblichen Erfahrungen können ggf. weitere rechtliche Schritte bewertet
werden.
Im Rahmen des Programms ARBEIT: SICHER + GESUND (ASUG) sollen im
BMAS Fragestellungen zu aktuellen Zukunftsthemen der menschengerechten
Gestaltung von Arbeit aufgegriffen und vor dem Hintergrund der
Transformationsprozesse der Arbeitswelt weiterentwickelt werden. In der Politikwerkstatt
psychische Gesundheit soll auch die Gefährdung durch psychische Belastung
aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichsten Stakeholdern
beleuchtet und diskutiert werden, so dass am Ende des ca. 12- bis 15-monatigen
Prozesses ein konkretes Ergebnis steht.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]