[Deutscher Bundestag Drucksache 17/3132
17. Wahlperiode 01. 10. 2010 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten René Röspel, Heinz Paula, Dr. Ernst
Dieter Rossmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD
– Drucksache 17/2936 –
Entwicklung, Validierung und Anwendung von Alternativen zu Tierversuchen
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Schutz von Tieren hat in Deutschland einen im internationalen Vergleich
hohen Stellenwert und genießt als Staatsziel Verfassungsrang. Die Interessen
des Tierschutzes befinden sich jedoch in einem Spannungsverhältnis zu den
Wünschen von Forscherinnen und Forschern, die die Notwendigkeit der
Durchführung von Tierversuchen im Rahmen von wissenschaftlichen
Projekten betonen. Von beiden Seiten akzeptiert wird das so genannte Konzept der
3R, also das Ziel, durch die Entwicklung neuer oder durch die Verbesserung
bestehender Testmethoden eine Verminderung, Verbesserung sowie
Vermeidung von Tierversuchen zu erreichen.
Die Debatte über die Möglichkeiten, Grenzen und Anwendungsbereiche von
Alternativmethoden zu Tierversuchen hat in den vergangenen Monaten durch
die Beratungen über den Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen
Parlaments und des Rates zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke
verwendeten Tiere an Intensität zugenommen und das Spannungsverhältnis zwischen
umfassendem Tierschutz und der Erforderlichkeit von Tierversuchen im
Rahmen von Wissenschaft und Forschung erneut verdeutlicht.
1. Hat in der Bundesrepublik Deutschland die Zahl der Tierversuche in den
letzten Jahren zugenommen oder abgenommen, und was sind die Gründe
für diese Entwicklung?
2. Falls die Zahl der Tierversuche zugenommen hat, aus welchen Gründen
nimmt nach Auffassung der Bundesregierung die Zahl der Tierversuche
seit Jahren zu, obwohl das „Konzept der 3R“ von der Bundesregierung
unterstützt wird und zunehmend Alternativen zu Tierversuchen verfügbar
sind?
Über die Anzahl der Tierversuche liegen der Bundesregierung keine Angaben
vor. Entsprechend der Versuchstiermeldeverordnung werden in der
Versuchstierstatistik Angaben über die Anzahl der in Tierversuchen nach § 7 Absatz 1 Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz vom 29. September 2010 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/3132 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodedes Tierschutzgesetzes an Wirbeltieren durchgeführten oder von nach § 4
Absatz 3, § 6 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4, § 10 oder § 10a des Tierschutzgesetzes
verwendeten Wirbeltiere gemacht. Danach zeigt sich ein leichter Anstieg der in
Tierversuchen nach § 7 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes verwendeten
Wirbeltiere, der insbesondere auf die Verwendung transgener Tiere zurückzuführen
ist. Darüber hinaus ist eine Steigerung der Gesamtzahl der nach der
Versuchstiermeldeverordnung meldepflichtigen Tiere insbesondere auf die Tötung von
Tieren, auch im Rahmen von Alternativmethoden, zurückzuführen.
3. Im Rahmen welcher Projekte und in welcher finanziellen Höhe hat die
Bundesregierung die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen seit
2000 gefördert?
Die Bundesregierung fördert die Erforschung von Alternativen zu
Tierversuchen durchgängig seit 1984 im Rahmen des Förderschwerpunktes
„Ersatzmethoden zum Tierversuch“ des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF). Zusätzlich erfolgte 2007 die Bekanntgabe einer ergänzenden
Fördermaßnahme zu „Bildgebenden Verfahren als spezielle Beiträge zur
Reduktion von Tierversuchen und zur Verminderung der Belastungen von
Versuchstieren“. Im Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Dezember 2009
wurden insgesamt Fördermittel in einer Höhe von 41,5 Mio. Euro bereitgestellt
(siehe Übersicht 1). Im Rahmen beider Fördermaßnahmen wurden im
obengenannten Zeitraum 152 Forschungsvorhaben bewilligt.
Übersicht 1
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Fördermaßnahmen
„Ersatzmethoden zum Tierversuch“ und
„Bildgebenden Verfahren als spezielle Beiträge zur Reduktion von
Tierversuchen und zur Verminderung der Belastungen von Versuchstieren“
Liste der geförderten Forschungsprojekte – 1. Januar 2000 bis 31. Dezember 2009
Gesamtvolumen der Förderung:
2000: 3 118 000 Euro
2001: 2 830 000 Euro
2002: 2 647 000 Euro
2003: 2 200 000 Euro
2004: 1 973 000 Euro
2005: 3 351 000 Euro
2006: 3 489 000 Euro
2007: 7 109 000 Euro
2008: 6 443 000 Euro
2009: 8 313 000 Euro
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
1 Bannasch, Peter, Prof. Dr.
Deutsches Krebsforschungszentrum
(DKFZ) – Abt. Cytopathologie
Heidelberg
Verbundprojekt: Prävalidierung eines Protokolls für die
Durchführung des „Rat Liver Foci Bioassay“ (RLFB) als
Kurzzeit-Testsystem in vivo für den Nachweis der
Kanzerogenen Wirkung von Chemikalien – Teilprojekt 1
01.05.2000 –
31.08.2002
2 Deml, Erhard, Dr.
GSF – Forschungszentrum für
Umwelt und Gesundheit GmbH –
Institut für Toxikologie
Oberschleißheim
Verbundprojekt: Prävalidierung eines Protokolls für die
Durchführung des „Rat Liver Foci Bioassay“ (RLFB) als
Kurzzeit-Testsystem in vivo für den Nachweis der
kanzerogenen Wirkung von Chemikalien – Teilprojekt 2
01.07.2000 –
30.06.2002
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/31323 Schwarz, Michael, Prof. Dr.
Eberhard-Karls-Universität
Tübingen – Universitätsklinikum und
Medizinische Fakultät – Institut für
Pharmakologie und Toxikologie –
Toxikologie
Tübingen
Verbundprojekt. Prävalidierung eines Protokolls für die
Durchführung des „Rat Liver Foci Bioassay“ (RLFB) als
Kurzzeittestsystem in vivo für den Nachweis der
kanzerogenen Wirkung von Chemikalien – Teilprojekt 4
01.07.2000 –
30.06.2002
4 Meier, Klaus Ulrich, Dr.
BASF SE – Abt. Toxikologie
Ludwigshafen am Rhein
Verbundprojekt: Prävalidierung eines Protokolls für die
Durchführung des „Rat Liver Foci Bioassay“ (RLFB) als
Kurzzeittestsystem in vivo für den Nachweis der
kanzerogenen Wirkung von Chemikalien – Teilprojekt 3
01.07.2000 –
30.06.2002
5 Enzmann, Harald, Dr.
Bayer Aktiengesellschaft – Institut
für Toxikologie
Leverkusen
Verbundprojekt: Prävalidierung eines Protokolls für die
Durchführung des „Rat Liver Foci Bioassay“ (RLFB) als
Kurzzeittestsystem in vivo für den Nachweis der
kanzerogenen Wirkung von Chemikalien – Teilprojekt 5
01.07.2000 –
30.06.2002
6 Welle, Frank, Dr.
Fraunhofer-Institut für
Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV)
München
Verbundprojekt: Ersatz von Tierversuchen bei der
biologisch-toxikologischen Prüfung von Medizinprodukten –
Teilprojekt 1
01.03.2001 –
31.05.2003
7 Schleger, Claudia, Dr.
Boehringer Ingelheim Pharma
GmbH & Co. KG – Abt.
Nichtklinische Arzneimittelsicherheit
Biberach an der Riß
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines In-vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Maus-Stammzellen:
Anwendung der Genchiptechnologie zur Erfassung von
Expressionsmustern bei der Zelldifferenzierung –
Teilprojekt 4
01.10.2000 –
30.09.2003
8 Wasinska-Kempka, Grazyna, Dr.
Bayer Aktiengesellschaft – PH-PD
Toxikologie – Abt.
Forschungstoxikologie
Leverkusen
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines In-vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen:
Verwendung molekularer Marker zur Erfassung
verschiedener Differenzierungsendprodukte – Teilprojekt 2
01.10.2000 –
30.09.2003
9 Horst, Heidi, Dr.rer.nat.
G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
Hohenlockstedt
Entwicklung und Etablierung eines ex-vivo-Modells zur
Vorhersage der Bioverfügbarkeit von Arzneistoffen beim
Menschen
01.05.2001 –
30.06.2003
10 Becker, Klaus, Dr.
Bayer Schering Pharma
Aktiengesellschaft – Experimentelle
Toxikologie – Abt. Labordiagnostik
Berlin
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines In-vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen:
Verwendung molekularer Marker zur Erfassung
verschiedener Differenzierungsendprodukte – Teilprojekt 3
01.10.2000 –
31.12.2003
11 Roßberger, Stephan, Dr.
Medical Device Services Dr.
Rossberger GmbH
Gilching
Verbundprojekt: Ersatz von Tierversuchen bei der
biologisch-toxikologischen Prüfung von Medizinprodukten –
Teilprojekt 2
01.03.2001 –
29.02.2004
12 Hengstler, Jan, PD Dr.
Universitätsmedizin der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz –
Bereich Klinisch-Theoretische
Institute – Institut für Toxikologie
Mainz
Verbundprojekt: Entwicklung eines Testkits zur
Einsparung von Tierversuchen auf Basis von verkapselten,
kryokonservierten Hepatozyten zur Prüfung von
Enzyminduktion durch Pharmaka (HEPAKIT) – Teilprojekt 1
01.08.2000 –
31.07.2003
13 Pommersheim, Rainer, Dr.
CAVIS Gesellschaft für
Immobilisierungssysteme mbH
Mainz
Verbundprojekt: Entwicklung eines Testkits zur
Einsparung von Tierversuchen auf Basis von verkapselten,
kryokonservierten Hepatozyten zur Prüfung von
Enzyminduktion durch Pharmaka (HEPAKIT) – Teilprojekt 2
01.08.2000 –
31.07.2003
14 Hartung, Thomas, PD Dr. Dr.
Universität Konstanz –
Biochemische Pharmakologie
Konstanz
Verbundvorhaben: Ersatz des Pyrogentestes am
Kaninchen durch einen Vollbluttest (Phase II) – Teilprojekt 1
01.09.2000 –
31.08.2003
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode15 Montag-Lessing, Thomas, Dr. med.
Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für
Sera und Impfstoffe – Abt. 1 –
Fachgebiet 1/3
Langen (Hessen)
Verbundvorhaben: Ersatz des Pyrogentestes am
Kaninchen durch einen Vollbluttest (Phase II) – Teilprojekt 2
01.10.2000 –
30.09.2003
16 Sputtek, Andreas, Dr.
Universität Hamburg –
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf –
Diagnostikzentrum – Institut für
Transfusionsmedizin
Hamburg
Verbundvorhaben: Ersatz des Pyrogentestes am
Kaninchen durch einen Vollbluttest (Phase II) – Teilprojekt 3
01.10.2000 –
30.09.2003
17 Spielmann, Horst, Prof.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines In-vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen:
Verwendung molekularer Marker zur Erfassung
verschiedener Differenzierungsendpunkte – Teilprojekt 1
01.10.2000 –
31.03.2004
18 Richter-Reichhelm, Hans-Bernhard,
PD Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR)
Berlin
Verbundprojekt: Identifizierung und Prävalidierung von
hepatozellulären Biomarkern zur Erfassung und
Prädiktion toxischer und kanzerogener Wirkungen von
chemischen Stoffen – Teilprojekt 1
01.07.2001 –
30.06.2004
19 Ellinger-Ziegelbauer, Heidrun, Dr.
Bayer Aktiengesellschaft – PH-PD
Toxikologie – Abt.
Forschungstoxikologie
Leverkusen
Verbundprojekt: Identifizierung und Prävalidierung von
hepatozellulären Biomarkern zur Erfassung und
Prädiktion toxischer und kanzerogener Wirkungen von
chemischen Stoffen – Teilprojekt 3
01.07.2001 –
30.06.2004
20 Kröger, Michaela, Dr.
MERCK Kommanditgesellschaft auf
Aktien – Präklinische Forschung
und Entwicklung
Darmstadt
Verbundprojekt: Identifizierung und Prävalidierung von
hepatozellulären Biomarkern zur Erfassung und
Prädiktion toxischer und kanzerogener Wirkungen von
chemischen Stoffen – Teilprojekt 2
01.07.2001 –
31.12.2003
21 Werner, Esther, Dr.
Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für
Sera und Impfstoffe – Fachgebiet 4/1
Bakterielle Impfstoffe
Langen (Hessen)
Validierung serologischer Wirksamkeitsprüfungen für
Clostridien-Impfstoffe ad us. vet.
01.07.2001 –
31.12.2004
22 Korting, Hans Christian, Prof.
Klinikum der Universität München –
Campus Innenstadt – Klinik und
Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie
München
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten
Hautmodellen – (Phase I), Teilprojekt 4
01.09.2002 –
30.09.2004
23 Bock, Udo, Dr.
Across Barriers GmbH (alt)
Saarbrücken
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten
Hautmodellen, (Phase I), Teilprojekt 6
01.09.2002 –
31.08.2004
24 Schäfer-Korting, Monika, Prof. Dr.
Freie Universität Berlin –
Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie –
Institut für Pharmazie –
Pharmakologie Berlin
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten
Hautmodellen – (Phase I), Teilprojekt 1
01.09.2002 –
31.08.2004
25 Lehr, Claus-Michael, Prof. Dr.
Universität des Saarlandes –
Fachrichtung 8.6 – Biopharmazie und
Pharmazeutische Technologie
Saarbrücken
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten
Hautmodellen (Phase I), Teilprojekt 2
01.09.2002 –
31.08.2004
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/313226 Kietzmann, Manfred, Prof.
Tierärztliche Hochschule Hannover
– Institut für Pharmakologie,
Toxikologie und Pharmazie
Hannover
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten
Hautmodellen – (Phase I), Teilprojekt 3
01.09.2002 –
31.08.2004
27 Liebsch, Manfred, Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration mit Hilfe von biotechnologisch hergestellten
Hautmodellen – (Phase I), Teilprojekt 5
01.09.2002 –
30.11.2004
28 Kasper, Peter, Dr.
Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) – Abt.
Experimentelle Pharmakologie und
Toxikologie
Bonn
Verbundprojekt: Photogenotoxizitätsprüfung: In-vitro-
Tests zur Photogenotoxizitätsprüfung als Ersatz von
Photokanzerogenitätsstudien an Nagern (Teilprojekt 1)
01.08.2002 –
30.11.2004
29 Meurer, Krista
Harlan Cytotest Cell Research
GmbH
Roßdorf
Verbundprojekt: Photogenotoxizitätsprüfung: In-vitro-
Tests zur Photogenotoxizitätsprüfung als Ersatz von
Photokanzerogenitätsstudien an Nagern
01.08.2002 –
31.07.2004
30 Brendler-Schwaab, Susanne, Dr.
Bayer Aktiengesellschaft –
Toxikologie
Leverkusen
Verbundprojekt: Photogenotoxizitätsprüfung: In vitro-
Tests zur Photogenotoxizitätsprüfung als Ersatz von
Photokanzerogenitätsstudien an Nagern
01.08.2002 –
31.07.2004
31 Epe, Bernd, Prof. Dr.
Johannes Gutenberg-Universität
Mainz – FB 09 Chemie, Pharmazie
und Geowissenschaften – Institut für
Pharmazie
Mainz
Verbundprojekt: Photogenotoxizitätsprüfung: In-vitro-
Tests zur Photogenotoxizitätsprüfung als Ersatz von
Photokanzerogenitätsstudien an Nagern
01.08.2002 –
30.11.2004
32 Duis, Karen, Dr.
ECT Oekotoxikologie GmbH
Flörsheim am Main
Verbundprojekt: Entwicklung eines Fischembryotests als
Alternative für verlängerte und chronische Fischtests:
Analyse toxischer Wirkungen auf der Basis veränderter
Genexpression im Danio rerio-Embryotest (Gen-DarT),
Teilprojekt 3: Etablierung des Testsystems
01.10.2003 –
30.09.2006
33 Scholz, Stefan, Dr.
Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung GmbH – UFZ –
Nachwuchsgruppe Molekulare
Tierzelltoxikologie
Leipzig
Verbundprojekt: Entwicklung eines Fischembryotests als
Alternative für verlängerte und chronische Fischtests:
Analyse toxischer Wirkungen auf der Basis veränderter
Genexpression im Dario rerio-Embryotest (GenDarT).
Teilprojekt 1: Sensitive Marker-Gene
01.10.2003 –
31.12.2006
34 Nagel, Roland, Prof. Dr.
Technische Universität Dresden –
Fakultät Forst-, Geo- und
Hydrowissenschaften – Fachrichtung
Wasserwesen – Institut für Hydrobiologie
Dresden
Verbundprojekt: Entwicklung eines Fischembryotests als
Alternative für verlängerte und chronische Fischtests:
Analyse toxischer Wirkungen auf der Basis veränderter
Genexpression im Danio rerio-Embryotest: Teilprojekt 2:
Toxizitätstests (DarT und ELST)
01.10.2003 –
31.12.2006
35 Dietrich, Daniel, Prof. Dr.
Universität Konstanz –
Umwelttoxikologie
Konstanz
Verbundprojekt: In vitro Testsysteme zur Früherkennung
Nieren-kanzerogener Substanzen
01.10.2003 –
31.12.2006
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode36 Brüne, Bernhard, Prof. Dr.
Johann Wolfgang Goethe-
Universität Frankfurt am Main – FB 16
Medizin und Klinikum – Gustav-
Embden-Zentrum für Biologische
Chemie – Institut Biochemie I
Pathobiochemie
Frankfurt am Main
Verbundprojekt: In vitro Testsysteme zur Früherkennung
Nieren-kanzerogener Substanzen
01.10.2003 –
31.12.2006
37 Ellinger-Ziegelbauer, Heidrun, Dr.
Bayer Aktiengesellschaft – PH-PD
Toxikologie – Abt. Molekulare und
Genetische Toxikologie
Leverkusen
Verbundprojekt: In vitro Testsysteme zur Früherkennung
Nieren-kanzerogener Substanzen
01.10.2003 –
31.12.2006
38 Krämer/Weißer, Beate/Karin, Dr./
Dr. Paul-Ehrlich-Institut,
Bundesamt für Sera und Impfstoffe – Abt.
Veterinärmedizin
Langen (Hessen)
Entwicklung einer in vitro-Methode zur Bestimmung von
Tetanus-Toxizität
01.07.2003 –
30.06.2007
39 Scheffold, Alexander, Dr.
Deutsches Rheuma-
Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Berlin
Verbundprojekt: Zelltransfektionsarray – eine
Hochdurchsatzmethode für Genfunktionsstudien in
Säugetierzellen als Alternative zu knockout und transgenen
Mausstudien, Teilprojekt 3
01.05.2004 –
31.12.2007
40 Janitz, Michael, Dr.
Max-Planck-Institut für molekulare
Genetik
München
Verbundprojekt: Zelltransfektionsarray – eine
Hochdurchsatzmethode für Genfunktionsstudien in
Säugetierzellen als Alternative zu knockout und transgenen
Mausstudien; Teilprojekt 1
01.05.2004 –
30.04.2007
41 Bielke, Wolfgang, Dr.
QIAGEN GmbH
Hilden
Verbundprojekt: Zelltransinfektionsarray – eine
Hochdurchsatzmethode für Genfunktionsstudien in
Säugetierzellen als Alternative zu knockout und transgenen
Mausstudien; Teilprojekt 2
01.05.2004 –
31.03.2008
42 Becker, Klaus, Dr.
Bayer Schering Pharma
Aktiengesellschaft – Experimentelle
Toxikologie – Abt. Labordiagnostik
Berlin
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines in vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen der
Maus: Analyse embryotoxischer Wirkungen unter
Berücksichtigung neuer Endpunkte und der Metabolisierung
unter Verwendung einer erweiterten Stoffauswahl
01.04.2004 –
30.06.2007
43 Klug, Stephan, Dr.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Campus Benjamin Franklin –
Institut für Klinische Pharmakologie
und Toxikologie
Berlin
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines in vitro-
Embryotoxizitätstests mit Embryonalen Stammzellen der
Maus: Aufbau eines exogenen Metabolisierungssystems
unter Anwendung subzellulärer Fraktionen (S9-Mix) und
permanenter Zelllinienien (Hepatozyten)
01.04.2004 –
31.12.2007
44 Nau, Heinz, Prof. Dr. Dr. h. c
Tierärztliche Hochschule Hannover
– Zentrumsabteilung
Lebensmitteltoxikologie
Hannover
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines in vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen der
Maus: Analyse der embryotoxischen Wirkung unter
Berücksichtigung der Metabolisierung – Synthese von
Stoffgruppen und Analyse der Metaboliten
01.04.2004 –
30.09.2007
45 Meyer, Frauke, Dr.
Nycomed GmbH – Institut für
präklinische Arzneimittelsicherheit
Konstanz
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines in vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen der
Maus: Analyse embryotoxischer Wirkungen unter
Berücksichtigung neuer Endpunkte und der Metabolisierung
unter Verwendung einer erweiterten Stoffauswahl
01.04.2004 –
31.10.2007
46 Mueller, Stefan Otto, Dr.
MERCK Kommanditgesellschaft auf
Aktien – Institut für Toxikologie –
Tox E
Darmstadt
Verbundprojekt: Erfassung und Analyse hepatotoxischer
Wirkungsmechanismen zur Prädiktion kanzerogener
Wirkungen von chemischen Stoffen im subakuten
Toxizitätstest (28-Tage Test/ nach OECD TG 407)
01.07.2004 –
30.06.2007
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/313247 Borlak, Jürgen, Dr.
Fraunhofer-Institut für Toxikologie
und Experimentelle Medizin (ITEM)
München
Verbundprojekt: Erfassung und Analyse hepatotoxischer
Wirkungsmechanismen zur Prädiktion kanzerogener
Wirkungen von chemischen Stoffen im subakuten
Toxizitätstest (28-Tage/OECD TG 407). Teilprojekt:
Genexpressionsanalysen
01.07.2004 –
30.06.2007
48 Richter-Reichhelm, Hans-Bernhard,
PD Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Fachbereich 8
Chemikalienbewertung
Berlin
Verbundprojekt: Erfassung und Analyse hepatotoxischer
Wirkungsmechanismen zur Prädiktion kanzerogener
Wirkungen von chemischen Stoffen im subakuten
Toxizitätstest (28-Tage Test/ nach OECD TG 407)
01.07.2004 –
31.12.2007
49 Kunz-Schughart, Leoni, PD Dr. rer.
nat.
Universität Regensburg –
Medizinische Fakultät – Institut für
Pathologie und Tumorimmunologie
Regensburg
Spheroid-Based-Screen: Aufbau einer technologischen
Plattform zum Einsatz eines 3D-Zellkulturmodells im
industriellen Anti-Tumor-Wirkstoff-Screening-Prozess
01.12.2004 –
28.02.2007
50 Spielmann, Horst, Prof.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Weiterentwicklung eines in vitro-
Embryotoxizitätstests mit embryonalen Stammzellen der
Maus: Analyse embryotoxischer Wirkungen unter
Berücksichtigung neuer Endprodukte und der
Metabolisierung bei Verwendung einer erweiterten Stoffauswahl
01.04.2004 –
30.09.2007
51 Braun, Armin, Dr. rer. nat.
Fraunhofer-Institut für Toxikologie
und Experimentelle Medizin (ITEM)
München
Verbundprojekt: Vermeidung von In-vivo-
Lungenfunktionsmessungen in pharmakologischen und
toxikologischen Untersuchungen
01.08.2004 –
31.07.2007
52 Uhlig, Stefan, Prof. Dr.
Forschungszentrum Borstel Leibniz-
Zentrum für Medizin und
Biowissenschaften – Laborgruppe
Lungenpharmakologie
Borstel
Verbundprojekt: Vermeidung von In-vivo-
Lungenfunktionsmessungen in pharmakologischen und
toxikologischen Untersuchungen
01.08.2004 –
31.07.2007
53 Bock, Udo, Dr.
Across Barriers GmbH (alt)
Saarbrücken
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration (Phase II), Teilprojekt 5
01.11.2004 –
31.12.2005
54 Schäfer-Korting, Monika, Prof. Dr.
Freie Universität Berlin –
Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie –
Institut für Pharmazie –
Pharmakologie
Berlin
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration (Phase II), Teilprojekt 1
01.11.2004 –
30.04.2006
55 Korting, Hans Christian, Prof.
Klinikum der Universität München –
Campus Innenstadt – Klinik und
Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie
München
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration (Phase II), Teilprojekt 3
01.11.2004 –
31.12.2005
56 Kietzmann, Manfred, Prof.
Tierärztliche Hochschule Hannover
– Institut für Pharmakologie,
Toxikologie und Pharmazie
Hannover
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration (Phase II), Teilprojekt 2
01.11.2004 –
31.10.2005
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode57 Lehr, Claus-Michael, Prof. Dr.
Universität des Saarlandes –
Fachrichtung 8.6 – Biopharmazie und
Pharmazeutische Technologie
Saarbrücken
Verbundprojekt: Validierungsstudie zur Prüfung auf
Hautpenetration (Phase II), Teilprojekt 4
01.11.2004 –
31.12.2005
58 Sittinger, Michael, PD Dr. rer. nat.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Medizinische Klinik mit
Schwerpunkt Rheumatologie
Berlin
Verbundprojekt: Evaluierung eines interagierenden 3D
Testsystems als Krankheitsmodell der rheumatoiden
Arthritis (In-vitro-Pannus-Modell) zur effektiven Prüfung
von Wirkstoffen, Teilprojekt 1
01.06.2005 –
31.05.2007
59 Kaps, Christian, Dr. rer. nat.
TransTissue Technologies GmbH
Berlin
Verbundprojekt: Entwicklung eines interagierenden 3D
Testsystems als Krankheitsmodell der rheumatoiden
Arthritis (In-vitro-Pannus-Modell) zur effektiven Prüfung
von Wirkstoffen, Teilprojekt 2
01.06.2005 –
31.05.2007
60 Montag-Lessing, Thomas, Dr.
Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für
Sera und Impfstoffe – Abt.
Bakteriologie – Fachgebiet 1/3 Mikrobielle
Sicherheit und Parasitologie
Langen (Hessen)
Entwicklung eines Tests zur Ablösung von Tierversuchen
beim Nachweis von aktivem Pertussis-Toxin in
adsorbierten Impfstoffen
01.07.2005 –
31.03.2008
61 Breitling, Frank, Dr.
Deutsches Krebsforschungszentrum
(DKFZ) – Arbeitsgruppe
Chipbasierte Peptidbibliotheken (B120)
Heidelberg
In vitro Produktion von humanen monoklonalen
Antikörpern
01.04.2006 –
31.12.2009
62 Böhnel, Helge, Prof. Dr. Dr.
Georg-August-Universität
Göttingen – Fakultät für
Agrarwissenschaften – Institut für Pflanzenbau und
Tierproduktion in den Tropen und
Subtropen – Abt. Tropentierhaltung
und -zucht
Göttingen
Verbundprojekt: Ersatz des Tierversuchs zum Nachweis
der biologischen Aktivität des Botulinum-Neurotoxins
und zum Nachweis spezifischer neutralisierender
Antikörper, Teilprojekt 1
01.08.2006 –
30.04.2008
63 Bicker, Gerd, Porf. Dr.
Tierärztliche Hochschule Hannover
– Physiologisches Institut
Hannover
Verbundprojekt: Ersatz des Tierversuchs zum Nachweis
der biologischen Aktivität des Botulinum-Neurotoxins
und zum Nachweis spezifischer neutralisierender
Antikörper, Teilprojekt 2
01.08.2006 –
30.04.2008
64 Siedow, Norbert, Dr.
Fraunhofer-Institut für Techno- und
Wirtschaftsmathematik (ITWM)
München
Verbundprojekt: Vorhersage der Aufnahme und
Verteilung von Wirkstoffen nach Applikation im Innenohr
mittels Computersimulation als Alternative zu
Tierversuchen, Teilprojekt 1
01.10.2006 –
30.09.2009
65 Susilo, Rudy, Dr.
MCS Micro Carrier Systems GmbH
Neuss
Verbundprojekt: Vorhersage der Aufnahme und
Verteilung von Wirkstoffen nach Applikation im Innenohr
mittels Computersimulation als Alternative zu
Tierversuchen, Teilprojekt 3
01.10.2007 –
30.09.2009
66 Plontke, Stefan, Dr.
Eberhard-Karls-Universität
Tübingen – Universitätsklinikum und
Medizinische Fakultät – Klinik für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Tübingen
Verbundprojekt: Vorhersage der Aufnahme und
Verteilung von Wirkstoffen nach Applikation im Innenohr
mittels Computersimulation als Alternative zu
Tierversuchen, Teilprojekt 2
01.10.2006 –
30.09.2009
67 Oberemm, Axel, Dr. rer.-nat.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR)
Berlin
Verbundprojekt: Konditionierung und Einsatz hepatischer
In-vitro-Systeme zur Identifizierung von Leber-
Karzinogenen mittels Toxicogenomics – Methoden, Teilprojekt 1
01.05.2007 –
30.09.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/313268 Heldmaier, Gerhard, Prof. Dr.
Philipps-Universität Marburg – FB
17 Biologie
Marburg
Tierexperimentelle Übungen online ; eLearning als
Ausbildungsmodul zur Qualifikation von Studierenden und
Jungwissenschaftlern der biomedizinischen
Fachdisziplinen als ein Beitrag zum 3R-Konzept
01.01.2007 –
31.12.2009
69 Rusche, Brigitte, Dr.
Deutscher Tierschutzbund e. V. –
Akademie für Tierschutz
Bonn
Verbundprojekt: Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung, Teilprojekt 1
01.03.2007 –
31.05.2009
70 Welge-Lüßen, Ulrich, Priv. Doz. Dr.
Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg –
Universitätsklinikum – Augenklinik
Erlangen
Verbundprojekt: Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung, Teilprojekt 2
01.03.2007 –
31.12.2010
71 Lindl, Toni, Prof. Dr.
Institut für angewandte Zellkultur,
Dr. Toni Lindl, GmbH
München
Verbundprojekt: Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung, Teilprojekt 3
01.03.2007 –
30.06.2010
72 Reichl, Stephan, Dr.
Technische Universität Carolo-
Wilhelmina zu Braunschweig –
Fakultät 2 – Lebenswissenschaften –
Institut für Pharmazeutische
Technologie
Braunschweig
Verbundprojekt: Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung, Teilprojekt 4
01.03.2007 –
31.05.2009
73 Lemke, Horst-Dieter, Dr. Membrana
GmbH – R&D
Wuppertal
Verbundprojekt: Entwicklung einer technologischen
Plattform als artifizielle Arterie auf der Basis zweier
biomechanisch stimulierter humaner Primärzell-
Kokulturmodellen von Endothelzellen und glatten Muskelzellen.
01.03.2007 –
31.12.2009
74 Seiler, Andrea, Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität, Teilprojekt 1
01.05.2007 –
31.08.2009
75 Schrattenholz, André, Prof. Dr. rer.
nat
ProteoSys AG
Mainz
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität, Teilprojekt 2
01.05.2007 –
30.04.2009
76 Fritsche, Ellen, Dr.
Institut für umweltmedizinische
Forschung gGmbH an der Heinrich-
Heine-Universität Düsseldorf
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität, Teilprojekt 3
01.05.2007 –
30.04.2009
77 Gimsa, Jan, Prof. Dr.
Universität Rostock –
Mathematisch-Naturwissenschaftliche
Fakultät – Institut für Biowissenschaften
Rostock
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität unter Verwendung von
Neurosensorchips, Teilprojekt 5
01.05.2007 –
30.09.2009
78 Bicker, Gerd, Porf. Dr.
Tierärztliche Hochschule Hannover
– Physiologisches Institut
Hannover
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität, Teilprojekt 4
01.05.2007 –
30.06.2009
79 Martin, Ulrich, Prof. Dr.
Medizinische Hochschule Hannover,
Leibniz Forschungslaboratorien für
Biotechnologie und künstliche
Organe (LEBAO)
Hannover
Verbundprojekt: Verbund: QT-Screen RC Ersatz und
Vermeidung von Tierversuchen durch ein „high throughput“
Testsystem für das sicherheitspharmakologische
Wirkstoffscreening; Teilprojekt A
01.02.2007 –
30.09.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode80 Hescheler, Jürgen, Prof. Dr.
Universität zu Köln – Medizinische
Fakultät – Universitätsklinikum –
Institut für Neurophysiologie
Köln
Verbundprojekt: Verbund: QT-Screen RC Ersatz und
Vermeidung von Tierversuchen durch ein „high throughput“
Testsystem für das sicherheitspharmakologische
Wirkstoffscreening; Teilprojekt D
01.02.2007 –
30.04.2010
81 Knebel, Jan, Dr.
Fraunhofer-Institut für Toxikologie
und Experimentelle Medizin (ITEM)
München
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von inhalativ wirksamen Stoffen
(Gase) nach Direktexposition von Lungenzellen des
Menschen an der Luft-/Flüssigkeitsgrenzschicht, Teilprojekt 1
01.10.2007 –
30.09.2009
82 Bauer, Mario, Dr. med.
Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung GmbH – UFZ – Sektion
Expositionsforschung und
Epidemiologie
Leipzig
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von inhalativ wirksamen Stoffen
(Gase) nach Direktexposition von Lungenzellen des
Menschen an der Luft-/Flüssigkeitsgrenzschicht, Teilprojekt 2
01.10.2007 –
30.09.2009
83 Hengstler, Jan, Prof. Dr.
Leibniz-Institut für Arbeitsforschung
an der Technischen Universität
Dortmund
Dortmund
Verbundprojekt: Einsatz hepatischer In-vitro-Systeme zur
Identifizierung von Leber-Karzinogenen mittels
Toxicogenomics-Methoden, Teilprojekt 2
01.01.2007 –
31.03.2011
84 Buschmann, Ivo, Dr. med.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Center for Cardiovascular
Research
Berlin
Verbundprojekt: Biomechanisch stimuliertes humanes
Zellkulturmodell der Arteriogenese als Alternative zum
Tierversuch: industrielle Wirkstofftestung im Bereich
Herz-Kreislauf Erkrankungen
01.02.2007 –
30.04.2010
85 Liebsch, Manfred, Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von inhalativ wirksamen Stoffen
(Gase) nach Direktexposition von Lungenzellen des
Menschen an der Luft-/Flüssigkeitsgrenzschicht, Teilprojekt 4
01.10.2007 –
30.09.2009
86 Wirrwar, Andreas, Dr.
Universitätsklinikum Düsseldorf –
Nuklearmedizinische Klinik
Düsseldorf
Verbundprojekt: Reduktion und Refinement der in vivo
Forschung an Labortieren unter Anwendung der
hochauflösenden und minimalinvasiven Multipinhole-Technik,
Teilprojekt 1
01.09.2007 –
31.05.2010
87 Kiessling, Fabian, PD Dr.
Deutsches Krebsforschungszentrum
(DKFZ) – Abt. für Medizinische
Physik in der Radiologie (E 020)
Heidelberg
Quantitative molekulare Bildgebung mit spezifischen
Ultraschallkontrastmitteln: Reduktion der
Versuchstierzahlen durch individuelle Verlaufsbetrachtung pathologischer
und therapeutischer Prozesse
01.07.2007 –
30.04.2008
88 Bernd, August, Prof. Dr.
Johann Wolfgang Goethe-
Universität Frankfurt am Main – Klinikum
Frankfurt am Main
Verbundprojekt: Zell- und Gewebe-basierte Co-
Kultivierungssysteme zur Prognose sensibilisierender
Eigenschaften von Chemikalien
01.07.2007 –
30.06.2010
89 Reisinger, Kerstin, Dr.
Henkel AG & Co. KGaA –
Unternehmensbereich Biological and
Clinical Research
Düsseldorf
Verbundprojekt: Zell- und Gewebe-basierte Co-
Kultivierungssysteme zur Prognose sensibilisierender
Eigenschaften von Chemikalien
01.07.2007 –
30.06.2010
90 Ziegler, Günter, Prof. Dr.
Friedrich-Baur-Forschungsinstitut
für Biomaterialien an der Universität
Bayreuth
Bayreuth
Entwicklung eines in vitro- Testsystems zur Bestimmung
des Abbauverhaltens von Knochenersatzmaterialien
01.06.2007 –
31.05.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/313291 Funk, Martin, Dr.
MediGene AG
Planegg
Verbundprojekt: Reduktion und Refinement der in vivo
Forschung an Labortieren unter Anwendung der
hochauflösenden und minimalinvasiven Multipinhole-Technik,
Teilprojekt 2
01.09.2007 –
31.08.2010
92 Baumgartner, Laura, Ph.D.
Fraunhofer-Institut für Zelltherapie
und Immunologie (IZI)
München
Verbundprojekt: Pluripotente Stammzellen in der
automatisierten Prädiktion von Entwicklungsosteotoxizität,
Teilprojekt 1: Entwicklung und Etablierung eines
Osteoblastendifferenzierungsassays
01.01.2008 –
31.12.2010
93 Linsel, Gunter, Dr.
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin – Biologische
Arbeitsstoffe
Dortmund
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von inhalativ wirksamen Stoffen
(Gasen)
01.10.2007 –
30.09.2009
94 Seiler, Andrea, Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Pluripotente Stammzellen in der
automatisierten Prädiktion von Entwicklungsosteotoxizität,
Teilprojekt 3: Entwicklung und Etablierung eines
Osteoblastendifferenzierungs-Assays
01.01.2009 –
31.12.2010
95 Arnold, Matthias, Dr.-Ing.
DASGIP Drescher Arnold &
Schneider Aktiengesellschaft für
Informations- und Prozeßtechnologie
Jülich
Verbundprojekt: Pluripotente Stammzellen in der
automatisierten Prädiktion von Entwicklungsosteotoxizität,
Teilprojekt 2: Automatisierte Stammzelldifferenzierung
01.01.2008 –
31.12.2010
96 Schenkel, Johannes, PD Dr.
Deutsches Krebsforschungszentrum
(DKFZ) – Kryokonservierung
Heidelberg
Versuchstiersparende Qualitätskontrollen
kryokonservierter Spermatozoen von Mausmutanten
01.03.2008 –
30.06.2010
97 Duis, Karen, Dr.
ECT Oekotoxikologie GmbH
Flörsheim am Main
Verbundprojekt: Optimierung des Genexpressions-Danio
rerio-Embryotests (Gen-DarT) als Ersatzmethode für
chronische Fischtests. Teilprojekt 3: Prüfung
repräsentativer Substanzen aus unterschiedlichen Wirkklassen
01.03.2008 –
31.07.2011
98 Strähle, Uwe, Prof. Dr.
Sondervermögen Großforschung
beim Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) – Institut für Toxikologie
und Genetik
Eggenstein-Leopoldshafen
Verbundprojekt: Optimierung des Genexpressions-Danio
rerio-Embryotests (Gen-DarT) als Ersatzmethode für
chronische Fischtests – Teilprojekt 2: Identifizierung
Schadstoff-sensitiver Gene
01.03.2008 –
28.02.2011
99 Scholz, Stefan, Dr.
Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung GmbH – UFZ – Department
Zelltoxikologie
Leipzig
Verbundprojekt: Optimierung des Genexpressions-Danio
rerio-Embryotests (Gen-DarT) als Ersatzmethode für
chronische Fischtests – Teilprojekt 1: Charakterisierung
der Markergene und Entwicklung eines Multiplex-RT-
PCR-Nachweisverfahrens
01.03.2008 –
31.07.2011
100 Heldmaier, Gerhard, Prof. Dr.
Philipps-Universität Marburg –
FB 17 Biologie
Marburg
Zentrum für bildgebende Verfahren in der
tierexperimentellen Forschung
01.11.2007 –
31.10.2012
101 Bücker, Arno, Univ.-Prof. Dr.
Universität des Saarlandes – Klinik
für Diagnostik und Interventionelle
Radiologie
Saarbrücken
Magnetresonaztomographische Untersuchungen an einem
Kleintier-MRT zur Verminderung und Verbesserung von
Tierversuchen auf den Gebieten der Onkologie.
Kardiovaskulären Erkrankungen und Erkrankungen des ZNS
01.11.2007 –
30.04.2013
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode102 Hess, Andreas, PD Dr.
Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg – Medizinische
Fakultät – Institut für Experimentelle
und Klinische Pharmakologie und
Toxikologie
Erlangen
Funktionelle Kernspintomographie an Mäusen:
Verbesserung und Reduktion von Tierversuchen
01.03.2008 –
28.02.2011
103 Hotz, Hubert, PD Dr.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Campus Benjamin Franklin –
Chirurgische Klinik I
Berlin
Validierung der Mikrodialyse im Blut und im Zielgewebe
zur Bestimmung der Konzentrations-Zeitverläufe von
pharmazeutischen Prüfsubstanzen
01.05.2008 –
31.12.2010
104 Stahlmann, Ralf, Prof. Dr.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Campus Benjamin Franklin –
Institut für Klinische Pharmakologie
und Toxikologie
Berlin
Verbundprojekt: Entwicklung eines
Biotransformationssystems für die metabolische Aktivierung von validierten
In-vitro-Systemen zur Prüfung auf Embryotoxizität,
Teilprojekt 1
01.07.2008 –
30.06.2011
105 Fabian, Eric, Dr.
BASF SE – Abt. GV/TB
Ludwigshafen am Rhein
Verbundprojekt: Entwicklung eines
Biotransformationssystems für die metabolische Aktivierung von validierten
In-vitro-Systemen zur Prüfung auf Embryotoxizität,
Teilprojekt 2
01.07.2008 –
30.06.2011
106 Christ, Bruno, Prof. Dr.
Martin-Luther-Universität Halle-
Wittenberg – Medizinische Fakultät
und Universitätsklinikum – Klinik
und Poliklinik für Innere Medizin I
Halle
Verbundprojekt: Entwicklung eines
Biotransformationssystems für die metabolische Aktivierung von validierten
In-vitro-Systemen zur Prüfung auf Embryotoxizität,
Teilprojekt 5
01.07.2008 –
30.06.2011
107 Seiler, Andrea, Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Entwicklung eines
Biotransformationssystems für die metabolische Aktivierung von validierten
In-vitro-Systemen zur Prüfung auf Embryotoxizität,
Teilprojekt 3
01.07.2008 –
30.06.2011
108 Nüssler, Andreas, Prof. Dr.
Klinikum rechts der Isar der
Technischen Universität München – Klinik
für Orthopädie und Unfallchirurgie –
Unfallchirurgie
München
Verbundprojekt: Entwicklung eines
Biotransformationssystems für die metabolische Aktivierung von validierten
In-vitro-Systemen zur Prüfung auf Embryotoxizität,
Teilprojekt 4
01.07.2008 –
30.06.2011
109 Hotz, Hubert, PD Dr.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Campus Benjamin Franklin –
Klinik und Hochschulambulanz für
Radiologie und Nuklearmedizin-
Chirurgische Klinik I
Berlin
Validierung einer kontrastverstärkten MRT-Technik zum
in vivo-Monitoring neuartiger angiogenesehemmender
Therapien
01.04.2008 –
31.03.2011
110 Hoehn, Mathias, Prof. Dr.
Max-Planck-Gesellschaft (MPG),
vertreten durch das Max-Planck-
Institut für neurologische Forschung
Köln
Bildgestützte Biomarker der Hirnalterung 01.03.2008 –
29.02.2012
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/3132111 Pichler, Bernd, Prof. Dr.
Eberhard-Karls-Universität
Tübingen – Universitätsklinikum und
Medizinische Fakultät – Klinik für
Radiologie – Labor für Präklinische
Bildgebung und
Bildgebungstechnologie
Tübingen
Entwicklung von Methoden, Protokollen und
Datenbanken zur Reduzierung der Anzahl und Minderung des
Belastungsgrades der Tiere durch die hochauflösende
Positronen-Emmissions-Tomographie und der multimodalen
Bildgebung
01.03.2008 –
29.02.2012
112 Montag-Lessing, Thomas, Dr.
Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für
Sera und Impfstoffe – Abt. EU
Kooperation/Mikrobiologie –
Fachgebiet Bakteriologische Sicherheit
Langen (Hessen)
Entwicklung eines Tests für die Ablösung von
Tierversuchen bei der Prüfung auf Abwesenheit von aktivem
Pertussis-Toxin in adsorbierten Impfstoffen
01.04.2008 –
31.03.2010
113 Rettig, Rainer, Prof. Dr. med.
Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Greifswald – Medizinische Fakultät
– Institut für Physiologie
Greifswald
Validierung der Magnetresonanztomographie zur
Reduktion der Zahl und Belastung von Versuchstieren in der
medizinischen Grundlagenforschung
01.04.2008 –
31.03.2011
114 Seeliger, Mathias, Prof. Dr.med.
Dipl.
Eberhard-Karls-Universität
Tübingen – Universitätsklinikum und
Medizinische Fakultät – Klinik für
Augenheilkunde – Forschungsinstitut
für Augenheilkunde
Tübingen
Ersatz konventioneller Histologie in der experimentellen
Augenheilkunde durch neuartige morphologische
Techniken der in vivo-Diagnostik
01.04.2008 –
31.03.2011
115 Saluz, Hans Peter, Prof. Dr.
Leibniz-Institut für Naturstoff-
Forschung und Infektionsbiologie e. V.
Hans-Knöll-Institut
Jena
PET/CT zur Darstellung von Infektion und Entzündung:
Reduction, Refinement und Replacement von
Tierversuchen
01.05.2008 –
30.04.2011
116 Haas, Helmut, PD Dr. med.
Forschungszentrum Borstel Leibniz-
Zentrum für Medizin und
Biowissenschaften – Abt. Klinische
Medizin – Laborgruppe Zelluläre
Allergologie
Borstel
In vitro-Kultur von Schistosoma mansoni – Kulturschale
statt Säugetierendwirt
01.09.2008 –
31.08.2011
117 Reisinger, Kerstin, Dr.
Henkel AG & Co. KGaA –
Unternehmensbereich Biological and
Clinical Research
Düsseldorf
Verbundprojekt: HET-MN (Hen’s Egg Test –
Micronucleus Induction) als Alternativmethode zur in vivo
Mikrokernprüfung an Nagern, Teilprojekt 1
01.07.2008 –
30.06.2010
118 Lüpke, Niels-Peter, Prof. Dr. Dr.
Universität Osnabrück –
Fachbereich 8 Humanwissenschaften –
Fachrichtung
Gesundheitswissenschaften
Osnabrück
Verbundprojekt: HET-MN (Hen’s Egg Test –
Micronucleus Induction) als Alternativmethode zur in vivo
Mikrokernprüfung an Nagern, Teilprojekt 2
01.07.2008 –
30.06.2010
119 Stuke, Andreas, Dr.
Deutsches Primatenzentrum
Gesellschaft mit beschränkter Haftung –
Leibniz-Institut für
Primatenforschung
Göttingen
Verbundprojekt: In-vitro-Generierung von monoklonalen
Antikörpern mit Hilfe von dendritischen Zellen,
Teilprojekt 1: In-vitro-Immunisierung
01.08.2008 –
31.12.2010
120 Lachmann, Ingolf, Dr.
AJ Roboscreen GmbH
Leipzig
Verbundprojekt: In-vitro-Generierung von monoklonalen
Antikörpern mit Hilfe von dendritischen Zellen,
Teilprojekt 2: Hybridomherstellung
01.08.2008 –
31.12.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode121 Feldmann, Gisela, Dip. Biol.
IOZK Laboratorium GmbH
Köln
Verbundprojekt: In-vitro-Generierung von monoklonalen
Antikörpern mit Hilfe von dendritischen Zellen,
Teilprojekt 3: Dendritenherstellung
01.08.2008 –
31.07.2010
122 Luch, Andreas, PD Dr. Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR) – Zentralstelle zur Erfassung
und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum
Tierversuch (ZEBET)
Berlin
Verbundprojekt: Charakterisierung der metabolischen
Kapazität von in-vitro-Hautmodellen zum Zwecke der
Identifizierung eines optimalen Modells für die
Hauttoxizitätsprüfung sowie zur Expositionsabschätzung von
Substanzen mit dermaler Biotransformation, Teilprojekt 1
01.02.2009 –
31.01.2011
123 Schäfer-Korting, Monika, Prof. Dr.
Freie Universität Berlin –
Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie –
Institut für Pharmazie –
Pharmakologie
Berlin
Verbundprojekt: Charakterisierung der metabolischen
Kapazität von in-vitro-Hautmodellen zum Zwecke der
Identifizierung eines optimalen Modells für die
Hauttoxizitätsprüfung sowie zur Expositionsabschätzung von
Substanzen mit dermaler Biotransformation, Teilprojekt 2
01.02.2009 –
31.01.2011
124 Landsiedel, Robert, Dr.
BASF SE – Abt. Toxikologie
Ludwigshafen am Rhein
Verbundprojekt: Charakterisierung der metabolischen
Kapazität von in-vitro-Hautmodellen zum Zwecke der
Identifizierung eines optimalen Modells für die
Hauttoxizitätsprüfung sowie zur Expositionsabschätzung von
Substanzen mit dermaler Biotransformation, Teilprojekt 4
01.02.2009 –
31.01.2011
125 Merk, Hans, Prof. Dr. med.
Rheinisch-Westfälische Technische
Hochschule Aachen – Fakultät 10 –
Medizin und Universitätsklinikum –
Hautklinik
Aachen
Verbundprojekt: Charakterisierung der metabolischen
Kapazität von in-vitro-Hautmodellen zum Zwecke der
Identifizierung eines optimalen Modells für die
Hauttoxizitätsprüfung sowie zur Expositionsabschätzung von
Substanzen mit dermaler Biotransformation, Teilprojekt 3
01.02.2009 –
30.09.2011
126 Reisinger, Kerstin, Dr.
Henkel AG & Co. KGaA –
Unternehmensbereich Biological and
Clinical Research
Düsseldorf
Verbundprojekt: Charakterisierung der metabolischen
Kapazität von in-vitro-Hautmodellen zum Zwecke der
Identifizierung eines optimalen Modells für die
Hauttoxizitätsprüfung sowie zur Expositionsabschätzung von
Substanzen mit dermaler Biotransformation, Teilprojekt 5
01.02.2009 –
30.04.2011
127 Niemeyer, Christof, Prof. Dr.
Technische Universität Dortmund –
Fakultät Chemie – Lehrstuhl für
Biologisch-Chemische
Mikrostrukturtechnik
Dortmund
Mikrofluidischer In-vitro-Metabolismus 01.01.2009 –
31.12.2011
128 Küster, Eberhard, Dr.
Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung GmbH – UFZ – Fachbereich
Analytik und Ökotoxikologie –
Department Bioanalytische
Ökotoxikologie
Leipzig
Der Zebrafischembryo als Ersatz des akuten Fischtests:
Bestimmung der Biokonzentration, der wirksamen Dosis
und der Wirkungsanalyse von lipophilen organischen
Substanzen mittels chemisch-analytischer und
Proteomanalyse
01.03.2009 –
29.02.2012
129 Hescheler, Jürgen, Prof. Dr.
Universität zu Köln – Medizinische
Fakultät – Universitätsklinikum –
Institut für Neurophysiologie
Köln
Generierung Hepatozyten-ähnlicher Zellen aus murinen
embryonalen Stammzellen: Konzeptstudie für die
Generierung im großen Maßstab für die in-vitro-Testung
01.07.2009 –
30.06.2012
130 Kiessling, Fabian, Univ.-Prof. Dr.
Universitätsklinikum Aachen –
Institut für Biomedizinische
Technologien – Lehrstuhl für Experimentelle
Molekulare Bildgebung
Aachen
Quantitative molekulare Bildgebung mit spezifischen
Ultraschallkontrastmitteln: Reduktion der
Versuchstierzahlen durch individuelle Verlaufsbetrachtung pathologischer
und therapeutischer Prozesse
01.04.2009 –
31.12.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/3132131 Wiemann, Martin, Prof. Dr.
IBE R&D Institute for Lung Health
gGmbH
Marl
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von schwer löslichen, lungengängigen
Stäuben mit dem Vektorenmodell, Teilprojekt 1
01.05.2009 –
30.04.2011
132 Frede, Stilla, Dr.
Universitätsklinikum Essen – Institut
für Physiologie
Essen
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von schwer löslichen, lungengängigen
Stäuben mit dem Vektorenmodell, Teilprojekt 2
01.05.2009 –
30.04.2011
133 Albrecht, Catrin, Dr.
Institut für umweltmedizinische
Forschung gGmbH an der Heinrich-
Heine-Universität Düsseldorf
Düsseldorf
Verbundprojekt: Prävalidierungsstudie zur Prüfung der
toxischen Wirkung von schwer löslichen, lungengängigen
Stäuben mit dem Vektorenmodell, Teilprojekt 3
01.05.2009 –
30.04.2011
134 Schröder, Michael, Prof. Dr.
Technische Universität Dresden –
Fakultät Mathematik und
Naturwissenschaften – Fachrichtung Biologie
– Biotec – Bioinformatik
Dresden
Verbundprojekt: Go3R – Entwicklung und Etablierung
einer semantischen Suchmaschine für
Alternativmethoden zu Tierversuchen (Teilprojekt 1)
01.06.2009 –
31.05.2012
135 Alvers, Michael, Dr.
Transinsight GmbH
Dresden
Verbundprojekt: Go3R – Entwicklung und Etablierung
einer semantischen Suchmaschine für
Alternativmethoden zu Tierversuchen (Teilprojekt 2)
01.06.2009 –
31.05.2012
136 Landsiedel, Robert, Dr.
BASF SE – Abt. GV/TB
Ludwigshafen am Rhein
Verbundprojekt: Go3R – Entwicklung und Etablierung
einer semantischen Suchmaschine für
Alternativmethoden zu Tierversuchen (Teilprojekt 3)
01.06.2009 –
31.05.2012
137 Schrage, Norbert, Prof. Dr. med.
Aachener Centrum für
Technologietransfer in der Ophthalmologie
Aachen
Verbundprojekt: Bewertung von Irritation und Toxizität
durch Chemikalien an der Hornhaut des Auges mit dem
Ex Vivo Eye Irritation Test: Teilvorhaben I – Rating Eye
exposure by an Advanced self-healing Culture Test
(REACT)
01.06.2009 –
30.06.2011
138 Kurz, Heinrich, Prof. Dr.
Rheinisch-Westfälische Technische
Hochschule Aachen – Fakultät 6 –
Elektrotechnik und
Informationstechnik – Institut für
Halbleitertechnik
Aachen
Verbundprojekt: Bewertung von Irritation und Toxizität
durch Chemikalien an der Hornhaut des Auges mit dem
Ex Vivo Eye Irritation Test: Teilvorhaben II – Rating Eye
exposure by an Advanced self-healing Culture Test
(REACT)
01.06.2009 –
31.05.2011
139 Brandtner, Siegfried, Dr.
Innolabtec Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
Stolberg
Verbundprojekt: Bewertung von Irritation und Toxizität
durch Chemikalien an der Hornhaut des Auges mit dem
Ex Vivo Eye Irritation Test: Teilvorhaben III – Rating Eye
exposure by an Advanced self-healing Culture Test
(REACT)
01.06.2009 –
31.05.2011
140 Kalinke, Ulrich, Prof. Dr. rer. nat.
TWINCORE Zentrum für
Experimentelle und Klinische
Infektionsforschung GmbH
Hannover
Verbundprojekt: Organotypische Schnittkulturen
humaner Tonsillen: Etablierung eines dem Tierversuch
überlegenen Modellsystems für die immunologische
Grundlagenforschung und die Zulassungsprüfung neuer
Pharmaka, Teilprojekt 2
01.08.2009 –
31.07.2012
141 Bechmann, Ingo, Prof. Dr. med
Universität Leipzig – Medizinische
Fakultät – Institut für Anatomie
Leipzig
Verbundprojekt: Organotypische Schnittkulturen
humaner Tonsillen: Etablierung eines dem Tierversuch
überlegenen Modellsystems für die immunologische
Grundlagenforschung und die Zulassungsprüfung neuer
Pharmaka, Teilprojekt 1
01.08.2009 –
31.07.2012
142 Rusche, Brigitte, Dr.
Deutscher Tierschutzbund e. V. –
Akademie für Tierschutz
Bonn
Verbundprojekt: „Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodels für die pharmakokinetische
und sicherheitstoxikologische Prüfung – 2. Teilphase“
01.07.2009 –
30.09.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAuch die Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) im Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR) fördert derartige Forschungsvorhaben. Insgesamt wurden im
Zeitraum von 2000 bis 2010 63 Projekte mit insgesamt 3 948 000 Euro gefördert
(siehe Übersicht 2). Des Weiteren schreibt die Bundesregierung jährlich den
mit 15 000 Euro dotierten Tierschutzforschungspreis zur Förderung von Ersatz-
und Ergänzungsmethoden aus. 2010 erhält erstmals auch die „Stiftung zur
Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur
Einschränkung von Tierversuchen“ (set) einen Zuschuss seitens der Bundesregierung in
Höhe von 100 000 Euro.
143 Brandner, Johanna, PD
Universität Hamburg –
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf –
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Venerologie
Hamburg
Verbundprojekt: „Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung – 2.
Teilphase“
01.07.2009 –
30.11.2010
144 Bock, Udo, Dr. rer. nat
Across Barriers GmbH
Saarbrücken
Verbundprojekt: „Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung – 2.
Teilphase“
01.07.2009 –
30.09.2010
145 Mewes, Karsten, Dr.Henkel AG &
Co. KGaA – Unternehmensbereich
Biological and Clinical Research
Düsseldorf
Verbundprojekt: „Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung – 2.
Teilphase“
01.07.2009 –
30.11.2010
146 Reichl, Stephan, Dr.Technische
Universität Carolo-Wilhelmina zu
Braunschweig – Fakultät 2 –
Lebenswissenschaften – Institut für
Pharmazeutische Technologie
Braunschweig
Verbundprojekt: „Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodells für die
pharmakokinetische und sicherheitstoxikologische Prüfung – 2.
Teilphase“
01.07.2009 –
30.09.2010
147 Gabel, Detlef, Prof. Dr.
Universität Bremen – Fachbereich
02 Biologie/Chemie
Bremen
Verbundprojekt: „Prävalidierung eines biotechnologisch
hergestellten Hornhautmodels für die pharmakokinetische
und sicherheitstoxikologische Prüfung – 2. Teilphase“
01.07.2009 –
31.10.2010
148 Egert, Ulrich, Prof.
Albert-Ludwigs-Universität
Freiburg – Fakultät für Angewandte
Wissenschaften – Institut für
Mikrosystemtechnik (IMTEK)
Freiburg
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität – Phase II, Teilprojekt 5
01.09.2009 –
31.08.2011
149 Schrattenholz, Andrè, Prof. Dr.
ProteoSys AG
Mainz
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität – Phase II, Teilprojekt 2
01.07.2009 –
30.06.2011
150 Bicker, Gerd, Porf. Dr.
Tierärztliche Hochschule Hannover
– Physiologisches Institut
Hannover
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität – Phase II, Teilprojekt 4
01.07.2009 –
30.06.2011
151 Fritsche, Ellen, Dr.
Institut für umweltmedizinische
Forschung (IUF) an der Heinrich-Heine-
Universität gGmbH
Düsseldorf
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität – Phase II, Teilprojekt 3
01.07.2009 –
30.06.2011
152 Seiler, Andrea, Dr.
Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR)
Berlin
Verbundprojekt: Entwicklung prädiktiver In-vitro-Tests
zur sicherheitstoxikologischen Prüfung auf
Entwicklungsneurotoxizität – Phase II, Teilprojekt 1
01.09.2009 –
31.08.2011
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/3132Übersicht 2
ZEBET – Forschungsförderung zur wissenschaftlichen Erarbeitung von
Ersatzmethoden zum Tierversuch
Liste der geförderten Forschungsprojekte ab 2000
Gesamtvolumen der Förderung:
2000: 344 006 Euro
2001: 351 326 Euro
2002: 373 545 Euro
2003: 238 102 Euro
2004: 360 377 Euro
2005: 365 864 Euro
2006: 347 100 Euro
2007: 386 856 Euro
2008: 434 884 Euro
2009: 436 117 Euro
2010: 309 819 Euro
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
1 Dr. Gerald Finking
Abteilung Innere Medizin II,
Medizinische Universitätsklinik und
Poliklinik Ulm
Arteriosklerose und Sexualhormone – Etablierung eines
Organkultur-Modells als Ersatz- bzw.
Ergänzungsmethode zum Tierversuch (Weißes Neuseelandkaninchen)
01.08.1998 –
31.07.2000
2 Prof. Dr. Klaus Reymann
Dr. Jörg Breder
FAN Forschungsinstitut
Angewandte Neurowissenschaften
GmbH, Magdeburg
Organotypische Hippokampuskulturen von juvenilen
Ratten als in-vitro-Modell für die Untersuchung protektiver
Pharmaka beim Schlaganfall
01.09.1998 –
31.08.2000
3 Prof. Heinz Nau
Dr. Alfonso Lampen
Zentrumsabteilung für
Lebensmitteltoxikologie,
Tierärztliche Hochschule Hannover
Ein molekularer In-vitro-Differenzierungsassay zur
Evaluierung der teratogenen Potenz von ausgewählten
exogenen Substanzklassen
01.10.1998 –
30.09.2001
4 PD Dr. Rüdiger Schade
Institut für Pharmakologie und
Toxikologie, Charité
Biologisch aktive Faktoren aus dem Eidotter als
Alternative zu fötalem Kälberserum als Zusatz für In-vitro-
Kulturmedien
01.12.1998 –
31.03.2000
5 Dr. Ulrich Schäfer
FR Biopharmazie und
Pharmazeutische Technologie, Universität des
Saarlandes
Rekonstruierte Haut als Ersatzmodell zur Ermittlung der
Arzneistoff-/Substanzpenetration.
Vorhersagemöglichkeit für die Invasion dermal applizierte Substanzen
invivo
01.09.1999 –
31.07.2000
6 Dr. Silke Behnck-Knoblau
Dr. Rainer Joachim Box
Berlin
Bewertung von 40 Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu
Tierversuchen in der experimentellen Biomedizin
01.09.1999 –
31.08.2000
7 Prof. Dr. C.-M. Lehr
FR Biopharmazie u.
Pharmazeutische Technologie,
Universität des Saarlandes
Entwicklung und Validierung eines in-vitro Testsystems
zur Ermittlung der Permeabilität von Arzneistoffen über
das Alveolarepithel auf der Basis humaner alveolarer
Epithelzellmonolayer
01.09.1999 –
31.12.2002
8 PD Dr. A. K. Nüssler
Klinik f. Allgem.-, Viszeral- u.
Transplantationschirurgie, Campus
Virchow-Klinikum, Med. Fakultät
der HU Berlin
Die Evaluierung dreidimensionaler humaner
Hepatozytenkulturen zur Untersuchung des Metabolismus und der
Toxizität von Arzneistoffen als Alternative zu
Tierversuche
01.09.1999 –
31.08.2001
Drucksache 17/3132 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode9 Dr. C. Fehrenberg
PD Dr. Ch. Große-Siestrup
Tierexp. Einrichtung, Campus
Virchow Klinikum,
Charité, HU zu Berlin
Normotherme Hämoperfusion isolierter Organe von
Schlachtschweinen als Tierversuchsersatzmethode
01.09.1999 –
31.08.2001
10 PD Dr. J. Plendl/
Prof. Dr. Dr. F. Sinowatz
Institut f. Veterinäranatomie, Freie
Universität Berlin
In vitro-Modell zur Angiogenese und Antiangiogenese 01.11.1999 –
31.10.2002
11 PD Dr. Ch. Zouboulis/
Dipl. Biol. H. Seltmann
Klinik f. Dermatologie,
Universitätsklinikum Benjamin
Franklin, Berlin
Regulation der immunologischen Antwort humaner
Talgdrüsenzellen (SZ95-Zellinie) in vitro
01.01.2000 –
31.12.2002
12 Prof. Dr. H.-G. Holzhütter
Inst. f. Biochemie, Charité, Med.
Fakultät der HU Berlin
Implementierung eines Computerprogrammes für die
quantitative Bewertung der Phototoxizität von
chemischen Stoffen
01.11.2000 –
30.06.2001
13 Dr. W. Halle
Berlin
Das Register der Zytotoxizität Teil 1 bis 3 (RC 123) –
Abschließende Bearbeitung der Daten zur Aufnahme in die
RC-Datenbank
01.07.2001 –
30.06.2002
14 Prof. Dr. M. Kietzmann
Inst. f. Pharmakologie, Toxikologie
u. Pharmazie, Tier-ärztl.
Hochschule Hannover
In-vitro-Nachweis einer Sensibilisierung gegen Allergene
an passiv sensibilisierten humanen Keratinozyten;
Vorhersage eines allergenen Potentials von Prüfsubstanzen
01.07.2001 –
30.06.2003
15 Prof. Dr. M. Kietzmann
Inst. f. Pharmakologie, Toxikologie
u. Pharmazie, Tierärztl. Hochschule
Hannover
Der isoliert hämoperfundierte Rinderuterus als In-vitro-
Entzündungsmodell zur Prüfung antiphlogistisch
wirksamer Pharmaka
01.07.2001 –
30.06.2003
16 Dr. Ute Schäfer
Biochem. u. experim. Abt., II.
Chirurgischer Lehrstuhl der Universität
zu Köln
Entwicklung eines dynamischen In-vitro-Co-Kultur-
Modells der Blut-Hirnschranke zur Substitution von
Langzeit-Permeabilitätsstudien an Tieren
01.07.2001 –
30.06.2003
17 Dr. S. Plontke
Klinik f. Hals-Nasen-Ohren-
Heilkunde, Univ. Tübingen
3-D-Computersimulation der Wirkstoffverteilung in den
Innenohrflüssigkeiten bei lokaler Pharmaka-Applikation
01.07.2001 –
31.12.2002
18 Dr. R. J. Box, Berlin und
Dr. H. Wohlgemuth, Berlin
Bewertung von 144 Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu
Tierversuchen in der experimentellen Biomedizin
01.09.2001 –
31.08.2003
19 Prof. Dr. E. Schein/
Dr. B. Habedank
Inst. f. Parasitologie u. Int.
Tiergesundheit, FU Berlin
Zucht von Pediculus humanus corporis, der Kleiderlaus
des Menschen, in vitro– eine tierschutzgerechte
Alterantive zur Zucht mittels Kaninchen
01.09.2001 –
30.06.2002
20 Dr. G. Finking
Institut für Arbeits-, Sozial- und
Umweltmedizin
Universität Ulm
Etablierung eines Zellkulturmodells (Primärzellkulturen
arterieller menschlicher glatter Muskelzellen)
01.10.2001 –
30.09.2002
21 Dr. N. Krebsfänger/
Prof. Dr. J. Döhmer
GenPharmTox BioTech AG,
Martinsried
Konstruktion und Charakterisierung von V79 Pathway
Cell LinesTM: Heterologe Koexpression von humanem
Cytochrom P450 1A2 und polymorphen Formen humaner
N-Acetyltransferase Typ2 in V79 Chinesischen
Hamsterzellen zur in vitro-Untersuchung von Toxizität und
Metabolismus von Chemikalien und Arzneimitteln
01.10.2001 –
30.09.2004
22 Prof. H. Nau/
Dr. A. Lampen
ZA f. Lebensmitteltechnologie,
Tierärztl. Hochschule Hannover
Ein molekularer In-vitro-Differenzierungsassay zur
Evaluierung der teratogenen Potenz von ausgewählten
exogenen Substanzklassen: Wege zur Automatisierung und
Testung neuer Substanzen
01.10.2001 –
30.11.2002
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/313223 Prof. Dr. H.-G. Holzhütter
Institut für Biochemie
Charité,
Med. Fakultät der HU Berlin
Entwicklung eines Computerprogrammes zur
biometrischen Validierung der ATC-Methode
01.10.2001 –
31.05.2002
24 Prof. Dr. R. Schade
Inst. f. Pharmakologie und
Toxikologie, Charité, HU zu Berlin
Charakterisierung eines Dotterfaktors (EYF-X) mit
wachstumstimulierenden Eigenschaften in In-vitro-
Zellkulturen. Eratz von fötalem Kälberserum (FCS) durch
EYF-X
15.10.2001 –
14.10.2003
25 Prof. Dr. H. Diehl/
Dr. M. Engelke
Institut. für experimentelle Physik –
Biophysik, Universität Bremen
Entwicklung und Prävalidierung von In-Vitro-Methoden
als Alternativen zum Draize Augenirritationstest unter
Anwendung der Quantitativen Fluoreszenz-Scanning-
Mikroskopie (QFSM)
15.10.2001 –
14.10.2003
26 Dr. Th. Kalteis/
Prof. Dr. J. Grifka
Orthopädische Universitätsklinik
Regensburg
HET-CAM-TEST zur Biokompatibilitätstestung
orthopädisch-chirurgischer Implantate und intraartikulärer
Spüllösungen
01.08.2002 –
31.12.2004
27 Dr. B. Rusche
Akademie für Tierschutz,
Neubiberg
Transgene Tiere – Situation in der Bundesrepublik
Deutschland und Perspektiven für Alternativmethoden
01.11.2003 –
29.02.2004
28 Dr. F. Hänel
Hans-Knöll-Institut für
Naturstoffforschung, Jena
RNAI-Technologie in Säugerzellen als Alternative zu
Knock-out-Mäusen: Funktionelle Untersuchungen von
Proteinen des Myc-Miz-1-TopBP1-Netzwerkes
01.11.2003 –
31.05.2004
29 Dr. S. Plontke
Klinik f. Hals-Nasen-Ohren-
Heilkunde, Univ. Tübingen
Weiterentwicklung und mathematische Testung eines
Modells zur 3-D-Computersimulation der
Wirkstoffverteilung in den Innenohrflüssigkeiten bei lokaler
Pharmaka-Applikation
01.11.2003 –
31.10.2004
30 Dr. S. Lippemeier
BlueBioTech GmbH
Mikroalgen Biotechn., Büsum
Entwicklung von Methoden zur Isolierung und
Analyse von Yessotoxin
01.11.2003 –
31.10.2004
31 Prof. M. Schäfer-Korting
Institut für Pharmazie,
Freie Universität Berlin
Untersuchungen zur Eignung biotechnologisch
gewonnener Hautmodelle auf kutane Resorption unterschiedlich
formulierter Steroidhormone
01.11.2003 –
31.10.2004
32 Prof. Dr. W. Honscha
Institut für Pharmakologie,
Pharmazie u. Toxikologie, Universität
Leipzig
„HPCT-1E3 Hepatocytoma Kulturen zur Bestimmung
von Zytotoxizität; toxikokinetischem
Interaktionspotential und cholestatischen Wirkungen; Pre-
Validierungsstudie“
01.11.2004 –
30.06.2008
33 Prof. Dr. M. Kietzmann
Institut für Pharmakologie,
Toxikologie u. Pharmazie,
Stiftung Tierärztliche Hochschule
Hannover
Das isoliert perfundierte Rindereuter als In-vitro-Modell
zur Charakterisierung des Sensibilisierungspotenzials von
Chemikalien
01.11.2004 –
31.10.2006
34 Prof. Dr. M. Kietzmann
Institut für Pharmakologie,
Toxikologie und Pharmazie, Stiftung
Tierärztliche Hochschule Hannover
Entwicklung eines In-vitro-Modelles zur Prüfung
wundheilungsbeeinflussender Substanzen auf Basis einer
Hautgewebekultur aus Schlachttierhaut
01.11.2004 –
31.10.2006
35 Dr. U. Schäfer/
Prof. Dr. C.-M. Lehr
FR Biopharmazie und
Pharmazeutische Technologie der Universität des
Saarlandes, Saarbrücken
Computerbasierte Risikoabschätzung der dermalen
Wirkstoffaufnahme
01.11.2004 –
30.03.2008
36 Dr. E. Fritsche
Inst. f. umweltmedizinische
Forschung an der Heinrich-Heine-Univ.,
Düsseldorf
Normale humane neurale Progenitorzellen als Screening
Modell für entwicklungsneurotoxische Agenzien
01.11.2004 –
31.10.2007
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode37 Dr. Ch. Helma
in silico toxicology c.helma, Abt. f.
Maschinelles Lernen der Universität
Freiburg
Entwicklung und Validierung einer Induktiven Datenbank
zur Vorhersage kanzerogener Effekte von Chemikalien
01.11.2004 –
31.12.2005
38 Dr. B. Rusche/
Dr. M. Zorn-Kruppa
Akademie für Tierschutz, Neubiberg
Charakterisierung und Prävalidierung eines neuen
humanen Korneamodells zur okulotoxischen
Sicherheitsprüfung
01.11.2004 –
31.10.2006
39 Prof. Dr. H. Sauer1/
PD Dr. M. Wartenberg2
1Physiologisches Institut der
Justus-Liebig-Univ. Gießen
2Zentrum für Physiologie u.
Pathophysiologie, Univ. Köln
Optische Sonde Technik zur Erstellung von Zytostatika-
Resistenz-Profilen in 3-dimensionalen In-vitro-
Tumorzellen
01.11.2004 –
31.10.2006
40 Dr. S. Diabaté
Institut für Toxikologie und Genetik,
Forschungszentrum Karlsruhe
GmbH
In vitro Exposition von Lungenzellen mit Aerosol an der
Luft-Flüssigkeits-Grenzschicht als Ersatz für
Inhalationsversuche mit Tieren
01.11.2004 –
30.04.2008
41 PD Dr. M. Pohl1/
PD Dr. U. Stock2
1Inst. f. Med. Physik u. Biophysik,
Charité – Universitätsmedizin
Berlin,
2Herzzentrum Brandenburg, Bernau
Entwicklung von Bioreaktoren für die In-vitro-Testung
von biologischen Herzklappen zur Reduktion von
Tierversuchen
01.11.2004 –
31.12.2006
42 Dr. M. Engelke
Institut für Pharmazie,
Freie Universität Berlin
Prävalidierung eines auf der Basis immortalisierter
humaner kornealer Zelllinien entwickelten Hornhautmodells
als In Vitro-Alternative zum Draize Augenirritationstest
01.11.2004 –
30.06.2006
43 Dr. W. Halle
Berlin
IC50-Suchkartei-Chemikalien mit IC50-Werten, die nicht
in der RC-Datenbank erfasst sind
01.11.2004 –
30.11.2004
44 Dr. R. J. Box
Berlin
Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu
Tierversuchen in der experimentellen Biomedizin
01.11.2004 –
31.10.2006
45 PD Dr. M. Fährmann
Institut für Pharmakologie,
Medizinische Hochschule Hannover
Gastritische Zell-Linien als Ersatz für native
Magendrüsenzellen zur Untersuchung der Säuresekretion unter
besonderer Berücksichtigung präklinischer Studien
01.08.2005 –
31.12.2008
46 PD Dr. J. Schenkel
Institut für Physiologie und
Pathophysiologie,
Universität Heidelberg
Optimierung der Kryokonservierung von Mausmutanten 01.08.2005 –
31.12.2006
47 Dr. N. Grabe
Institut für Medizinische
Biometrie und Informatik,
Universität Heidelberg
Risikoabschätzung von Substanzen durch räumliches
Multimarker Profiling von 3D-Gewebekulturen
01.09.2006 –
31.08.2009
48 Dr. M. Alvers
CEO, Transinsight GmbH,
Dresden
Knowledge-based Search Engine for Alternative Methods
to Animal Experiments
01.08.2007 –
31.07.2010
49 PD Dr. R. Wanner
TeSens
Conceptual Design of Biological
Assays,
Berlin
Weiterentwicklung des LCSA (loose-fit coculture based
sensitization assay)
01.08.2007 –
31.07.2008
50 Dr. M. König/
Prof. Dr. H.-J. Thiel,
Inst. f. Virologie, FB 10,
Justus-Liebig-Universität Gießen
Ersatz von Tierversuchen (Mausinokulationstest) zur
Messung der Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Tollwut
01.08.2007 –
31.07.2010
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 21 – Drucksache 17/313251 Prof. Dr. M. Kietzmann
Institut für Pharmakologie,
Toxikologie und Pharmazie, Stiftung
Tierärztliche Hochschule Hannover
Equine Präzisionslungenschnitte als In-vitro-Modell
obstruktiver Atemwegserkrankungen zur Identifizierung
möglicher therapeutischer Targets und zur
Charakterisierung von Arzneistoffwirkungen
01.08.2007 –
31.07.2009
52 Dr. L. Kaestner
Prof. Dr. P. Lipp
Institut für Molekulare Zellbiologie
der Universität des Saarlandes
Entwicklung eines Einzellmodells adulter
Kardiomyozyten als Tierversuchsersatzmethode – Optische Messungen
der Erregungs-Kontraktionskopplung unter Einfluss von
Testsubstanzen
01.08.2007 –
31.12.2011
53 Dr. M. Bahramsoltani
Prof. Dr. J. Plendl
Institut für Veterinär-Anatomie,
Freie Universität Berlin
Vorbereitung auf die laborexterne Prävalidierung:
Optimierung der laborintern validierten und standardisierten
Methode zur Quantifizierung der Angiogenese und
Antiangiogenese in vitro durch die Bestimmung des ,
angiogenen Standards‘ der zu verwendenden Zellkultur
01.08.2007 –
31.07.2010
54 Prof. Dr. C.-M. Lehr/M. Bur,
FR Biopharmazie und
Pharmazeutische Technologie der Universität des
Saarlandes, Saarbrücken
Elektropräzipitation von medizinischen Aerosolen auf
epithelialen Zellmonolayern zur Vorhersage der
pulmonalen Arzneistoffabsorption als Alternative zu
Tierexperimenten in der frühen Phase des ADME Screening
01.08.2007 –
31.07.2010
55 Dr. Th. Rockel/Dr. E. Fritsche
Inst. f. umweltmedizinische
Forschung, Heinrich-Heine-Univ.,
Düsseldorf
Etablierung von normalen humanen neuralen
Progenitorzellen als in vitro Screening Modell für die Bewertung
des neurotoxischen Potentials von Chemikalien
01.08.2007 –
31.07.2010
56 Dr. W. Halle,
Berlin
Erarbeitung einer neuen Datenbank „Registry of
Cytotoxicity 5
01.09.2007 –
01.03.2008
57 Dr. S. Diabaté
Institut für Toxikologie und Genetik,
Forschungszentrum Karlsruhe
GmbH
Untersuchung der anti-oxidativen Antworten von
Lungenzellen als Endpunkt für die Bewertung des toxischen
Potentials von Aerosolen nach Exposition an der Luft-
Flüssigkeits-Grenzschicht
01.11.2007 –
31.10.2010
58 Dr. S. Reichl
Inst. f. Pharmazeutische
Technologie, TU Braunschweig
Untersuchungen an humanen organotypischen
Corneaäquivalenten und dessen Verwendung für In-vitro-
Permeations- und Metabolisierungsstudien als Ersatz für
exzidierte Hornhäute von Versuchstieren im Zuge
behördlicher Zulassungsverfahren
01.06.2009 –
31.05.2012
59 Dr. M. Fenske
Fraunhofer-Institut für
Molekularbiologie und Angewandte Ökologie
(IME), Aachen
Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie zur
Fortentwicklung eines industriell einsetzbaren in-vivo Screening
Assays als Tierversuchsersatzmethode zur
toxikologischen (Risiko-)bewertung von Umweltschadstoffen,
pharmazeutischen Wirkstoffen, Lebens- und
Futtermittelkontaminanten
01.08.2009 –
31.07.2012
60 Prof. L. Lehmann
Institut für Pharmazie und
Lebensmittelchemie, Universität Würzburg
Ersatz von transgenen Tiermodellen zur Erfassung von
Mutationen in vivo durch Verfeinerung regulatorisch
vorgeschriebener Tierstudien mit der Technik des Random
Mutation Capture Assays
01.08.2009 –
31.07.2011
61 Prof. W. Honscha
Institut für Pharmakologie,
Pharmazie und Toxikologie, Universität
Leipzig
HPCT-1E3 Zellen als potentielles In-vitro-Modell für
Hepatozyten. Erweiterte Pre-Validierungsstudie
01.08.2009 –
31.07.2011
62 Prof. R. Stahlmann
Institut für Pharmakologie, und
Toxikologie, Charite, Berlin
Weiterentwicklung des LCSA unter Einbeziehung einer
spezifischen T-Zell-Antwort
10.12.2009 –
09.12.2010
63 Prof. H. Fink
Dr. B. Bert
Institut für Pharmakologie und
Toxikologie, Freie Universität Berlin
Vergleich verschiedener Tötungsverfahren mit
Inhalationsnarkotika im Hinblick auf die Belastungsreduktion
bei Labornagern
01.09.2010 –
31.08.2013
Nr. Projektleiter/Institution Thema Laufzeit
Drucksache 17/3132 – 22 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode4. Ist eine Aufstockung der finanziellen Mittel zur Erforschung von
Alternativen zu Tierversuchen in den nächsten ein bis zwei Jahren geplant?
In diesem Jahr fördert die Bundesregierung erstmals auch die Stiftung set
(siehe Antwort zu Frage 3). Eine darüber hinausgehende Erhöhung der
Forschungsförderung für Ersatz- und Ergänzungsmethoden ist seitens der
Bundesregierung derzeit nicht geplant, zumal es in den letzten Jahren im Rahmen des
BMBF-Förderschwerpunkts „Ersatzmethoden zum Tierversuch“ immer
möglich war, alle vom wissenschaftlichen Gutachtergremium als förderungswürdig
bewerteten Forschungsprojekte zu fördern. Die Forschungsförderung ist im
Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten unübertroffen. Eine im Jahr 2008
veröffentlichte Untersuchung* hat den besonderen Einsatz der deutschen
Forschungsförderung bestätigt.
5. Welche Maßnahmen bzw. Projekte werden auf europäischer Ebene mit
dem Ziel einer Reduktion bzw. Ersatz von Tierversuchen gefördert, und
wie hoch ist der Finanzierungsbeitrag Deutschlands an diesen Maßnahmen
bzw. Projekten (insbesondere in Bezug auf das 7.
Forschungsrahmenprogramm)?
Die auf europäischer Ebene mit dem Ziel einer Reduktion bzw. des Ersatzes
von Tierversuchen geförderten Maßnahmen bzw. Projekte werden in den
Tabellen 1 bis 3 aufgeführt. Hinsichtlich der Höhe des deutschen
Finanzierungsanteils zu den einzelnen Projekten liegen der Bundesregierung keine Angaben
vor, da er von der jeweiligen Zusammensetzung des Forschungskonsortiums
abhängt.
Im Jahr 2009 hat die Europäische Kommission zudem einen umfangreichen
Aufruf zu alternativen Teststrategien veröffentlicht. Hierfür sind 25 Mio. Euro
aus EU-Mitteln vorgesehen, weitere 25 Mio. Euro sollen durch die Europäische
Kosmetik-Industrie (COLIPA) bereitgestellt werden.
Tabelle 1
7. Forschungsrahmenprogramm
Thema 1 „Gesundheit“ und Thema 2 „Lebensmittel, Landwirtschaft und
Fischerei und Biotechnologie“
* Devolder et al., „A Review of National Public Funding Programmes in European Countries“, ALTEX 25 (3/08), S. 233 bis 242
Topic-Nr. Topic-Titel Projekt Nr. Acronym Projekt-Titel
EC-Contribution
[Euro]
HEALTH-
2007- 1.3-1
Novel alternative testing
strategies for use in
pharmaceutical discovery and
development.
201619 ESNATS Embryonic Stem
cellbased Novel
Alternative Testing Strategies
11 895 577
HEALTH-
2007- 1.3-1
Novel alternative testing
strategies for use in
pharmaceutical discovery and
development.
202222 Predict-IV Profiling the toxicity of
new drugs: a non
animal-based approach
integrating
toxicodynamics and biokinetics
11 330 907
HEALTH-
2007- 1.3-2
Bottlenecks in reduction,
refinement and
replacement of animal testing in
pharmaceutical discovery
and development.
201187 START-UP Scientific and
technological issues in
alternatives research in drug
development and Union
politics
317 964
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 23 – Drucksache 17/3132Tabelle 2
7. Forschungsrahmenprogramm
Thema 4 „Nanowissenschaften und -technologien, Materialforschung und
neue Produktionstechnologien“
HEALTH-
2007- 1.3-3
Promotion, development,
validation, acceptance and
implementation of QSARs
(quantitative structure-
activity relationship) for
toxicology.
200787 OpenTox OpenTox – An Open
Source Predictive
Toxicology Framework
2 975 620
HEALTH-
2007- 1.3-4
Alternative testing
strategies for the assessment of
the toxicological profile of
nanoparticles used in
medical diagnostics.
201335 NanoTEST Development of
methodology for alternative
testing strategies for the
assessment of the
toxicological profile of
nanoparticles used in
medical diagnostics
2 996 625
HEALTH-
2007- 1.3-5
In silico modelling for
ADMET outcomes.
kein Projekt –
HEALTH-
2009- 1.3-1
New initiatives towards the
implementation of the
Replace, Reduce and Refine
strategy.
241958 AXLR8 Accelerating the
transition to a toxicity
pathway-based paradigm for
chemical safety
assessment through
internationally coordinated
research and technology
development
555 224
KBBE-
2007- 2-5-
03
Development and
application of computational
biology as a complementary
tool to in vivo and/or in
vitro trials
kein Projekt
Summe 30 071 917
Quelle: NKSL Datebank Stand 21. 10. 2010.
Bei den hier ausgewerteten Daten handelt es sich um Antragsdaten von der EU-Kommision.
Im Zuge der Vertragsverhandlung können sich das Budgets und die Zusammensetzung des Konsortiums noch ändern.
Topic-Nr. Topic-Titel Projekt Nr. Acronym Projekt-Titel
EC-Contribution
[Euro]
NMP-
2007-4.0-4
Substantial innovation in
the European medical
industry: development of
nanotechnology-based
systems for in-vivo diagnosis
and therapy (in
coordination with topic HEALTH-
2007-2.4.1-7 and
HEALTH-2007-1.2-3 in
Theme 1 „Health“)
213706 SonoDrugs Image-controlled
Ultrasound-induced Drug
Delivery
10 783 900
Topic-Nr. Topic-Titel Projekt Nr. Acronym Projekt-Titel
EC-Contribution
[Euro]
Drucksache 17/3132 – 24 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeNMP-
2007-4.0-4
Substantial innovation in
the European medical
industry: development of
nanotechnology-based
systems for in-vivo diagnosis
and therapy (in
coordination with topic HEALTH-
2007-2.4.1-7 and
HEALTH-2007-1.2-3 in
Theme 1 „Health“)
213631 NANOTHER Integration of Novel
Nanoparticle based
Technology for
Therapeutics and Diagnosis of
different types of
Cancer
8 479 200
NMP-
2007-4.0-4
Substantial innovation in
the European medical
industry: development of
nanotechnology-based
systems for in-vivo diagnosis
and therapy (in
coordination with topic HEALTH-
2007-2.4.1-7 and
HEALTH-2007-1.2-3 in
Theme 1 „Health“)
212043 NAD NANOPARTICLES
FOR THERAPY AND
DIAGNOSIS OF
ALZHEIMER
DISEASE
10 921 350
NMP-
2008-4.0-1
Development of
nanotechnology-based systems for
diagnosis and/or therapy
for diabetes,
musculoskeletal or inflammatory
diseases (in coordination
with Theme HEALTH)
229289 NanoII Nanoscopically-guided
induction and expansion
of regulatory
hematopoietic cells to treat
autoimmune and
inflammatory processes
5 310 000
NMP-
2008-4.0-1
Development of
nanotechnology-based systems for
diagnosis and/or therapy
for diabetes,
musculoskeletal or inflammatory
diseases (in coordination
with Theme HEALTH)
228933 VIBRANT In Vivo Imaging of Beta
cell Receptors by
Applied Nano Technology
8 075 000
NMP-
2008-4.0-1
Development of
nanotechnology-based systems for
diagnosis and/or therapy
for diabetes,
musculoskeletal or inflammatory
diseases (in coordination
with Theme HEALTH)
228929 NanoDiaRA Development of novel
nanotechnology based
diagnostic systems for
Rheumatoid Arthritis
and Osteoarthritis
9 200 000
NMP-
2008-4.0-1
Development of
nanotechnology-based systems for
diagnosis and/or therapy
for diabetes,
musculoskeletal or inflammatory
diseases (in coordination
with Theme HEALTH)
228827 NANOFOL Folate-based
nanobiodevices for integrated
diagnosis/therapy
targeting chronic
inflammatory diseases
5 150 000
Summe 57.919.450
Quelle: ECORDA Datenbank Stand Frühjahr 2010
Topic-Nr. Topic-Titel Projekt Nr. Acronym Projekt-Titel
EC-Contribution
[Euro]
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 25 – Drucksache 17/3132Tabelle 3
7. Forschungsrahmenprogramm Thema 1 „Gesundheit“
Call for Alternative Testing Strategies
6. Auf welchen Wegen versucht die Bundesregierung, die Erfordernisse der
Industrie in Bezug auf die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen
bei der Ausgestaltung der Forschungsförderung zu berücksichtigen?
Im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunktes „Ersatzmethoden zum
Tierversuch“ wird auf eine frühzeitige und grundlegende Einbindung industrieller
Partner in Forschungsvorhaben Wert gelegt, vorzugsweise durch eine direkte
Teilnahme als Verbundpartner an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Dies unterstützt die Realisierungschancen bzw. die Zeitspanne bis zur
angestrebten Umsetzung der erwarteten Resultate in die Praxis und damit eine
möglichst umfassende Ausschöpfung des Potenzials des 3R-Prinzips. Darüber
hinaus wird die Expertise aus der Industrie in angemessener Weise in
Expertenworkshops und in die Begutachtung der Maßnahme mit einbezogen.
Topic-Nr. Topic-Titel Projekt Nr. Acronym Projekt-Titel
EC-Contribution
[Euro]
HEALTH.2
010.4.2-9-1
Optimisation of current
methodologies and
development of novel methods
to achieve functional
differentiation of
humanbased target cells in vitro
noch kein
Projekt
HEALTH.2
010.4.2-9-2
Exploitation of organ-
simulating cellular devices as
alternatives for long-term
toxicity testing
noch kein
Projekt
HEALTH.2
010.4.2-9-3
Establishment of endpoints
and intermediate markers
in human-based target cells
with relevance for repeated
dose systemic toxicity
testing
noch kein
Projekt
HEALTH.2
010.4.2-9-4
Computational modelling
and estimation techniques
noch kein
Projekt
HEALTH.2
010.4.2-9-5
Systems biology for the
development of predictive
causal computer models
noch kein
Projekt
HEALTH.2
010.4.2-9-6
Integrated data analysis
and servicing
noch kein
Projekt
HEALTH.2
010.4.2-9-7
Coordination project noch kein
Projekt
geplant 25 000 000
Beitrag der
Europäischen Kosmetik-
Industrie – geplant
25 000 000
Drucksache 17/3132 – 26 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Teilt die Bundesregierung die Schätzung der Wissenschaftler Thomas
Hartung und Constanza Rovida vom August 2009 (Nature „Chemical
regulators have overreached“ Vol. 460, S. 1080 – 1081, 27. August 2009),
nach der im Rahmen der durch die REACH-Verordnung notwendigen
Tests bis zu 20-mal mehr Tiere für Tierversuche genutzt werden müssen
als ursprünglich durch die Europäische Union geschätzt, und aus welchen
Gründen teilt die Bundesregierung gegebenenfalls die Ergebnisse der
Untersuchung von Thomas Hartung und Constanza Rovida nicht?
Die Schätzung der Wissenschaftler beruht auf einer Hochrechnung aus der
Anzahl der Vorregistrierungen und vernachlässigt die bestehenden Möglichkeiten
zur Vermeidung von Tierversuchen. Demgegenüber geht die Europäische
Chemikalienagentur (ECHA) davon aus, dass etwa 9 Millionen Versuchstiere
erforderlich sein werden. Diese Zahl wurde von der ECHA in einer Pressemitteilung
vom 28. August 2009 in Reaktion auf den genannten Artikel in „Nature“ erneut
bestätigt (ECHA/PR/09/11).
8. Wie bewertet die Bundesregierung Überlegungen, im Zuge der
Umsetzung der REACH-Verordnung grundsätzlich nur noch Tests im Rahmen
von erweiterten Ein-Generationen-Studien (anstatt Studien an mehreren
Generationen von Versuchstieren) vorzuschreiben?
Falls ja, unternimmt die Bundesregierung Schritte, um die Zulassung
dieser Methode auf europäischer Ebene voranzutreiben?
Die REACH-Verordnung sieht nach Anhang X unter Punkt 8.7.3 für
Herstellung und Import von Stoffen in einer Größenordnung von ≥ 1 000 t/a die
Vorlage einer „Zwei-Generationen-Studie“ zur Prüfung auf Reproduktionstoxizität
vor. Bei bestimmten Gegebenheiten kann die Studie von der Europäischen
Chemikalienagentur (ECHA), die über die Prüfvorschläge von unter REACH
registrierten Stoffen befindet, schon bei niedrigeren Tonnagebändern
angefordert werden. Im Leitfaden zu den Informationsanforderungen unter REACH
wird Ausblick auf die (gegenwärtig noch nicht abschließend beratene)
„erweiterte Ein-Generationen-Studie“ gegeben und in Aussicht gestellt, dass die neue
Prüfmethode – sobald vollständig validiert und in der EU anerkannt – an Stelle
der Zwei-Generationen-Studie als die bevorzugte Prüfmethode für die
definitive Prüfung auf Reproduktionstoxizität verwendet werden könnte. Dies wird
von der Bundesregierung unterstützt.
9. Teilt die Bundesregierung die Auffassung einiger Wissenschaftler, die
vorhersagen, dass ohne eine Anwendung der erweiterten Ein-
Generationen-Studien eine Umsetzung der REACH-Verordnung nicht innerhalb
des geplanten Zeitraumes möglich sein wird?
Auch ohne die erweiterte Ein-Generationen-Studie entsteht bei der Anwendung
der REACH-Verordnung kein Vakuum. Im Fall von
Informationsanforderungen gemäß Anhang X steht als Prüfmethode für die Reproduktionstoxizität wie
bisher die Zwei-Generationen-Studie zur Verfügung.
10. Wie lange dauert nach Kenntnis der Bundesregierung durchschnittlich
die Anerkennung einer Methode, die als Alternative zu Tierversuchen
Anwendung finden könnte, und was sind die Voraussetzungen für eine
solche Anerkennung?
Für die wissenschaftliche Anerkennung einer Methode müssen zunächst deren
Reproduzierbarkeit innerhalb eines Labors und zwischen verschiedenen Labo-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 27 – Drucksache 17/3132ren nachgewiesen werden. Zusätzlich muss die Vorhersagekraft der Methode
bestimmt werden, im Regelfall indem die Ergebnisse mit vorhandenen In-vivo-
Daten verglichen werden und schließlich muss geklärt werden, für welche
chemische Substanzklassen die Methode angewendet werden kann. Dieser Prozess
der wissenschaftlichen Validierung ist in dem Guidance Document 34 der
OECD ausführlich beschrieben. In Abhängigkeit von der Komplexität der
Methode und der verfügbaren Ressourcen wird dieser Prozess innerhalb weniger
Jahre abgeschlossen. Die Methode kann dann durch den wissenschaftlichen
Beirat des Europäischen Zentrums zur Validierung von Alternativmethoden
(ESAC) unabhängig bewertet und ggf. zur behördlichen Anerkennung
empfohlen werden. Die behördliche Anerkennung im Rahmen der
Konsolidierungsprozesse der EU und OECD hat in früheren Jahren ebenfalls mehrere Jahre
gedauert. Die EU, wie auch die OECD haben auch aufgrund des erhöhten Bedarfs
an Alternativmethoden inzwischen ihre formalen Anerkennungsprozesse
beschleunigt. Dies wurde insbesondere durch eine Verkürzung der
Kommentierungsfristen sowie durch die neue Möglichkeit, die auf Ebene der Experten bei
der OECD konsolidierten Methoden in den sich anschließenden politischen
Gremien im schriftlichen Verfahren abzustimmen, ohne die oft nur ein Mal pro
Jahr stattfindenden Sitzungen abzuwarten, ermöglicht. Auch aus diesem Grund
konnten allein in diesem Jahr fünf neue Prüfrichtlinien (TG 417 –
Toxicokinetics, TG 439 – In Vitro Skin Irritation: Reconstructed Human Epidermis Test
Method, TG 442A und TG 442B – Skin Sensitization: Local Lymph Node
Assays, TG 487- In Vitro Mammalian Cell Micronucleus Test) anerkannt werden.
11. Gibt es Pläne, den Nachweis einer ausreichenden Validität und
Reliabilität von im Rahmen der Verwendung einer Alternativmethode
gewonnenen Erkenntnisse zu erleichtern und vom direkten Vergleich mit
Erkenntnissen aus Tierversuchen als Standard zu entkoppeln, und wenn ja,
welche Maßnahmen sind diesbezüglich geplant?
Grundsätzlich muss jede Methode zum Nachweis ihrer Vorhersagekraft mit
bereits bestehenden behördlich anerkannten Daten verglichen werden. Daher
werden für die Validierung von In-vitro-Methoden ausschließlich Chemikalien
getestet, für die bereits zuverlässige Daten aus Tierexperimenten oder auch
Humandaten vorliegen. Nach der Europäischen Verordnung zur Einstufung,
Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP) ist der
Hersteller, der Importeur oder der nachgeschaltete Anwender angehalten, auch
historische Humandaten etwa aus epidemiologischen Studien an exponierten
Bevölkerungsgruppen, Daten über unbeabsichtigte und berufsbedingte
Exposition und ihre Wirkungen und Daten aus klinischen Studien bei der Bewertung
der Gefahreneigenschaften zu berücksichtigen. Für die Mehrzahl der
Chemikalien stehen allerdings ausschließlich tierexperimentelle Daten zur Verfügung.
Ein neuer Ansatz in dieser Hinsicht ist im Bereich der Arzneimittelentwicklung
zu verzeichnen: Hier werden heute verstärkt Daten aus klinischen Studien
neuer Arzneimittel nachträglich mit den präklinischen Befunden (aus
Tierversuchen und Alternativmethoden) korreliert, um den Vorhersagewert dieser
Tests besser beurteilen zu können.
12. Welche Maßnahmen wären nach Auffassung der Bundesregierung
erforderlich, um die Nutzung von Alternativen zu Tierversuchen zu
erleichtern?
In der pharmakologischen Forschung, wie auch in der Chemikalientestung
werden bereits In-vitro-Methoden angewendet, nicht zuletzt da unter
wissenschaftlichen Gesichtspunkten der Schwerpunkt hierbei auf der Stärkung der Prädik-
Drucksache 17/3132 – 28 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodetionsfähigkeit liegt. Zum Teil fehlt Laboratorien allerdings die nötige Expertise
zur sachgerechten Durchführung oder Interpretation der Daten. Die ZEBET im
BfR berät daher Laboratorien in der sachgerechten Durchführung der
Alternativmethoden, stellt Protokolle wie auch notwendige Software zur Verfügung
und trainiert interessierte Wissenschaftler im Rahmen von Praktika. Es ist zu
begrüßen, dass die Revision der Europäischen Richtlinie zum Schutz der für
wissenschaftliche und andere Zwecke gebrauchten Versuchstiere (86/609/
EWG) die Einrichtung nationaler Kontaktstellen vorschreibt, die den
Informationsaustausch zwischen den 27 Mitgliedstaaten und damit die Akzeptanz und
Nutzung von In-vitro-Methoden, wie auch die Koordination der Identifizierung
und Durchführung neuer Validierungsaktivitäten deutlich verbessern dürfte.
13. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung im Rahmen der
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf den Weg
gebracht, um die Anerkennung von Alternativen zu Tierversuchen zu
beschleunigen?
Die Bundesregierung beteiligt sich mit Experten an allen OECD-
Arbeitsgruppen zur Entwicklung, Validierung und gegenseitigen Anerkennung von
Prüfmethoden, die zu einer Minderung der Anzahl von Tierversuchen, einer
verringerten Belastung von Tieren bei Prüfmethoden oder zur Einführung von
Alternativmethoden zum Tierversuch führen. Sie setzt sich in allen Arbeitsgruppen
für eine Beschleunigung der entsprechenden Anpassungen oder
Neueinführungen von Prüfmethoden ein. In Deutschland wurden zusätzliche
Personalkapazitäten bereitgestellt, um insbesondere im BfR die deutsche Koordinierung des
Experteneinsatzes zu optimieren. Die deutlich höhere Anzahl der im Jahr 2010
von der OECD abgeschlossenen Projekte zu Prüfmethoden im Bereich des
Gesundheitsschutzes zeigt erste Erfolge dieser Strategie. Zudem beteiligt sich
Deutschland in der OECD an der Weiterentwicklung von Computermodellen,
in denen aus der Struktur von chemischen Stoffen potenzielle toxikologische
und ökotoxikologische Wirkungen erkannt werden können (Quantitative
Struktur-Wirkungsbeziehungen; QSAR) und an Verfahren, die zu einer verbesserten
Akzeptanz und beschleunigten Anerkennung von Alternativmethoden führen
können, wie zum Beispiel die Entwicklung von „Performance Based Test
Guidelines“ (PBTG). Letzteres soll die Anerkennung von Prüfmethoden
vereinfachen, die mit vergleichbaren experimentellen Ansätzen eine Prüfung desselben
toxikologischen Endpunkts betreffen. Zukünftig soll der Schwerpunkt bei der
Anerkennung von In-vitro-Prüfmethoden auf die Verlässlichkeit der Methode
und nicht mehr auf die Details der Methodik selbst gelegt werden. Des
Weiteren soll das „Guidance Document on the Validation and International
Acceptance of New or Updated Test Methods for Hazard Assessment“ der OECD
(GD 34) unter Beteiligung deutscher Experten weiterentwickelt werden.
14. Welche Initiativen hat die Bundesregierung auf den Weg gebracht, um die
internationale Anerkennung von Alternativen zu Tierversuchen zu
verbessern?
Das BfR war in den letzten Jahren an der Entwicklung einer Vielzahl an OECD-
und EU-Aktivitäten beteiligt. Zum einen war das BfR/ZEBET an der
Entwicklung folgender Prüfrichtlinien federführend beteiligt:
1. Methoden zum Ersatz von Tierversuchen
TG 428: Skin Absorption: In Vitro Method
TG 430: In Vitro Skin Corrosion: Transcutaneous Electrical Resistance
(TER)
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 29 – Drucksache 17/3132TG 431: In Vitro Skin Corrosion: Human Skin Model Test
TG 432: In Vitro 3T3 NRU Phototoxicity Test
TG 437: Bovine Corneal Opacity and Permeability (BCOP) Test
TG 438: Isolated Chicken Eye Test
TG 439: In Vitro Skin Irritation: Reconstructed Human Epidermis (RhE)
Test Method
2. Methoden zur Reduzierung und Verbesserung von Tierversuchen
TG 417: Toxicokinetics
TG 420: Acute Oral Toxicity – Fixed Dose Procedure
TG 423: Acute Oral Toxicity – Acute Toxic Class Method
TG 425: Acute Oral Toxicity – Up-and-Down Procedure
TG 429: Skin Sensitisation – Local Lymph Node Assay
TG 436: Acute Inhalation Toxicity – Acute Toxic Class Method
Zusätzlich war und ist das BfR an der Ausarbeitung einer Reihe von
„Guidance“-Dokumenten federführend oder beteiligt, die vor allem für die
Anwendung und regulatorische Akzeptanz von neuen oder verbesserten Methoden
eine große Bedeutung haben:
GD 14: Detailed Review Document on Classification Systems for Eye
Irritation/Corrosion
GD 16: Detailed Review Document on Classification Systems for Skin
Irritation/Corrosion
GD 19: Guidance Document on the Recognition, Assessment and Use of
Clinical Signs as Humane Endpoints
GD 24: Guidance Document on Acute Oral Toxicity Testing
GD 28: Guidance Document for the Conduct of Skin Absorption Studies
GD 34: Guidance Document on the Validation and International Acceptance
of New or Updated Test Methods for Hazard Assessment
GD 39: Guidance Document on Acute Inhalation Toxicity Testing
GD 69: Guidance Document on the Validation of (Quantitative) Structure-
Activity Relationship [(Q)SAR] Models
GD 105: Report on Biostatistical Performance Assessment of the Draft
TG 436 Acute Toxic Class Testing Method for Acute Inhalation
Toxicity
Darüber hinaus hat das BfR durch retrospektive Evaluierung von bereits
vorhandenen Daten Vorhersagemodelle entwickelt, um die potentiell toxischen
Wirkungen von Substanzen ohne Tierexperimente bewerten zu können. Dazu
gehören:
– das Decision Support System (DSS), das die Bewertung der potentiell
reizenden oder ätzenden Wirkung einer Chemikalie auf Haut oder Augen, auf
Basis von Strukturdaten und chemisch-physikalischen Eigenschaften,
erleichtert,
– das Skin Irritation Corrosion Rules Estimation Tool (SICRET), das mit Hilfe
von Strukturdaten, chemisch-physikalischen Eigenschaften und In-vitro-
Tests, das hautreizende und hautätzende Potential von Chemikalien
vorhersagt,
Drucksache 17/3132 – 30 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode– das „Halle Register“, das eine Vorhersage der oralen Toxizität von
Substanzen in vivo mit Hilfe von In-vitro-Zytotoxizitätsdaten ermöglicht.
Neben diesen Aktivitäten des BfR/ZEBET, hat vor allem auch das
Umweltbundesamt in den vergangenen zwanzig Jahren wichtige Beiträge zur Reduktion
von Tierversuchen im Bereich der ökotoxikologischen Prüfungen an
Wirbeltieren geleistet. So wurde unter anderem die Entwicklung und Validierung des
Fischeitests vorangetrieben. Seit 2005 wird diese Methode inzwischen in
Deutschland als Ersatz für den Goldorfentest bei der Abwasserprüfung
eingesetzt. Derzeit ist eine OECD Test Guideline für den Einsatz dieser Methode in
der Prüfung von Chemikalien in Bearbeitung.
15. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung darüber hinaus, um die
internationale Akzeptanz von Alternativmethoden zu verbessern?
Die Bundesregierung arbeitet in einer Vielzahl von Gremien/Ausschüssen mit,
in denen die Standards der Prüfvorschriften im Chemikalien-, Arzneimittel-,
Pflanzenschutzmittelrecht etc. festgelegt werden. Dabei drängt die
Bundesregierung darauf, Alternativmethoden gegenüber Tierversuchen den Vorzug
einzuräumen, wo immer dies wissenschaftlich vertretbar ist.
16. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, um im Rahmen der
Umsetzung des Vorschlages für eine Richtlinie des Europäischen
Parlaments und des Rates zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke
verwendeten Tiere eine Beschleunigung der Verfahren zur Anerkennung von
Alternativmethoden unter Beibehaltung hoher Qualitäts- und
Sicherheitsstandards zu erreichen, so wie sie ursprünglich vorgesehen war?
Die Anerkennung von Alternativmethoden erfolgt nicht auf nationaler Ebene
durch die Mitgliedstaaten. Durch das nationale Recht kann daher die
Anerkennung von Alternativmethoden nicht beschleunigt werden. Artikel 47 Absatz 6
der Richtlinie sieht vor, dass die Kommission geeignete Maßnahmen trifft,
damit in der Union validierte alternative Ansätze international anerkannt werden.
Deutschland ist aber bereit, die Kommission bei dieser wichtigen Aufgabe zu
unterstützen und hat sich in der Vergangenheit direkt bei der OECD für die
Beschleunigung der Verfahren zur Anerkennung von Alternativmethoden
eingesetzt.
17. Welche Veränderungen der nationalen Gesetzgebung wären im Rahmen
der Umsetzung des Vorschlages für eine Richtlinie des Europäischen
Parlaments und des Rates zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke
verwendeten Tiere (Tierversuchs-Richtlinie, Stand: Dezember 2009) im
Bereich der Anerkennung und Verwendung von alternativen Verfahren zum
Tierversuch erforderlich?
Hinsichtlich der Anerkennung von Alternativmethoden wird auf die Antwort
zu Frage 16 verwiesen. Auch nach der derzeit gültigen Rechtslage, dürfen
Tierversuche nicht durchgeführt werden, wenn anerkannte Alternativmethoden zur
Verfügung stehen (§ 7 Absatz 2 Satz 2 des Tierschutzgesetzes). Etwaiger
darüber hinausgehender Regelungsbedarf im Rahmen der nationalen Umsetzung
der EU-Versuchstierrichtlinie wird zurzeit geprüft.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31 – Drucksache 17/313218. Wie bewertet die Bundesregierung die bisherigen Aktivitäten der
„European Partnership on Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA)“,
und wie unterstützt die Bundesregierung diese?
Die EPAA ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission, von
Europäischen Wirtschaftsverbänden (z. B. COLIPA) und zahlreichen
Industrieunternehmen. Die Initiative wurde im Jahr 2005 mit dem erklärten Ziel ins
Leben gerufen, die Entwicklung, Validierung und Implementierung neuer
Alternativmethoden nach dem 3R-Prinzip im Bereich der Sicherheitstoxikologie
voranzutreiben, indem Ressourcen und Fachwissen gebündelt und allen
Partnern zur freien Verfügung gestellt werden sollten. Bisher haben die Aktivitäten
der EPAA noch nicht im erhofften Ausmaß zur Beschleunigung von
Validierungsprozessen beigetragen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.
19. Wie bewertet die Bundesregierung die Veröffentlichung „Toxicity
Testing in the 21st Century“ des National Research Council aus dem Jahr
2007?
Die Bundesregierung begrüßt die neueren Aktivitäten der amerikanischen
Behörden und Forschungsinstitute, die über ihre Forschungs- und High-
Throughput Screening(HTS)-Programme neue Wege in der toxikologischen
Sicherheitsbewertung gehen. Dabei ist besonders erwähnenswert, dass die dabei
gewonnenen Daten frei zugänglich gemacht werden sollen und damit eine weltweite
zielgerichtete Auswertung der großen Datenmengen ermöglicht wird.
20. Für welche Bereiche lassen sich Tierversuche nach Auffassung der
Bundesregierung durch Computermodelle oder andere Alternativmethoden
ersetzen, in welchen Bereichen hält die Bundesregierung Tierversuche
für unverzichtbar, und welche Beispiele kann sie diesbezüglich
benennen?
Wie wird diese Einschätzung begründet?
Tierversuche lassen sich potentiell durch Computermodelle oder andere
Alternativmethoden immer dann ersetzen, wenn die zur Verfügung stehenden
Methoden zur Beantwortung der Fragestellung geeignet sind. So werden
beispielsweise computergestützte Methoden zur Wirkstoffsuche und -entwicklung in der
pharmazeutischen Industrie genutzt oder In-vitro-Methoden im Bereich der
Prüfung von (Veterinär-)Impfstoffen. Insbesondere bei Fragestellungen, bei denen
das Zusammenwirken eines gesamten Organismus von Bedeutung für die
Resultate ist, kann bis auf Weiteres nicht vollständig auf Tierversuche verzichtet
werden. Hierzu zählt unter anderem die Erforschung von Krankheiten wie
Demenz.
21. Unterstützt die Bundesregierung Forschungsprojekte, die darauf abzielen,
den Aussagewert von Tierversuchen und alternativen Verfahren einander
gegenüberzustellen und diesbezüglich einheitliche Bewertungsraster zu
entwickeln?
Derzeit werden im BMBF-Förderschwerpunkt „Ersatzmethoden zum
Tierversuch“ bzw. der ergänzenden Bekanntmachung keine spezifischen
Forschungsprojekte gefördert, die den Aussagewert von Tierversuchen und alternativen
Verfahren gegenüberstellen. Allerdings ist es das Ziel, bei jedem auf
Alternativmethoden abzielenden Forschungsprojekt die Vergleichbarkeit zwischen
Tierversuch und Ersatzmethode herzustellen.
Drucksache 17/3132 – 32 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDie Validierung und Bewertung von neuen Prüfmethoden, unabhängig davon,
ob diese Methoden Tierversuche einschließen oder nicht, wird seit 2005 durch
das Guidance Document 34 der OECD einheitlich geregelt. Die dort
beschriebenen Bewertungsraster (acht Module einer validierten neuen Methode) sind
international anerkannt und gelten für neue Tierversuche gleichermaßen wie für
Alternativmethoden. Das Guidance Dokument 34 soll nun unter Beteiligung
von Mitarbeitern des BfR überarbeitet werden, um den Anforderungen
ähnlicher, paralleler Test-Entwicklungen besser gerecht werden zu können.
22. Wie bewertet die Bundesregierung die von Manfred Liebsch (von der
Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und
Ergänzungsmethoden zum Tierversuch – ZEBET) öffentlich beschriebene
Problematik, dass sich ein Unternehmen zumeist durch Tierversuche besser vor
Schadensersatzansprüchen schützen kann als durch die Anwendung von
Alternativmethoden, und sieht die Bundesregierung diesbezüglich
gesetzgeberischen Handlungsbedarf?
Die Feststellung von Dr. Manfred Liebsch geht auf konkrete Diskussionen zum
Einsatz von menschlichen Hautmodellen zur Vorhersage ätzender Wirkung auf
der Haut zurück. Bei jedem Ersatz einer etablierten Methode stellt sich die
Frage der Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Umso wichtiger ist eine solide
Validierung neuer Methoden. Gesetzgeberischen Handlungsbedarf sieht die
Bundesregierung hier nicht.
23. In welchen Bereichen bzw. bei welchen Fragen lassen sich schon heute
Tierversuche durch bildgebende Verfahren (z. B. Computertomographie
(CT), Positronen-Emmissions-Tomographie (PET),
Magnetenzephalographie (MEG), funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) oder
andere) ersetzen, und wie fördert die Bundesregierung den Einsatz dieser
alternativen Verfahren?
In Ergänzung der BMBF-Förderrichtlinien „Ersatzmethoden zum Tierversuch“
wurde im Juli 2007 die Bekanntmachung zur Förderung von „Bildgebenden
Verfahren als spezielle Beiträge zur Reduktion von Tierversuchen und zur
Verminderung der Belastungen von Versuchstieren“ veröffentlicht. Mit einem
Gesamtvolumen von 12 Mio. Euro werden neun Projekte gefördert, die durch den
Einsatz geeigneter bildgebender Verfahren bzw. Systeme wesentliche Beiträge
zu den 3Rs leisten können. Diese Methoden können zwar Tierversuche nicht
grundsätzlich ersetzen, da sie am lebenden Tier eingesetzt werden, leisten aber
einen wichtigen Beitrag zur Verminderung von Leiden und zur Verringerung
der Versuchstierzahlen, insbesondere in der Tumorforschung und den
Neurowissenschaften.
24. Gibt es vor dem Hintergrund von Aussagen, wonach allein im
pharmazeutischen Bereich rund 86 Prozent der Tierversuche gesetzlich
vorgeschrieben sind, auf Seiten der Bundesregierung Pläne, die bestehenden
gesetzlichen Vorschriften umfassend dahingehend zu überprüfen, ob sich
die Zahl der gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche reduzieren lässt?
Die gesetzlichen Vorschriften in der Europäischen Union (Richtlinie 2001/83/
EG) und damit auch das deutsche Arzneimittelgesetz berücksichtigen die
Richtlinien der International Conference on Harmonisation of Technical
Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use (ICH-Guidelines).
Diese ICH-Guidelines beschreiben Art und Umfang von Tierversuchen im
Bereich der gesetzlich vorgeschriebenen nichtklinischen pharmakologisch-
toxikologischen Sicherheitsprüfungen von Arzneiinhaltsstoffen und wurden zur
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 33 – Drucksache 17/3132internationalen Harmonisierung unter Beteiligung der Zulassungsbehörden aus
Europa, Japan und den USA erstellt. Im Sinne des 3R-Konzeptes (Reduction,
Refinement, Replacement) haben die internationalen Vereinbarungen bereits in
der Vergangenheit zu einer starken Reduktion der Tierversuchszahlen geführt,
da die Tierversuche nicht wie früher in jeder der ICH-Regionen erneut
durchgeführt werden mussten.
Derzeit liegt der Hauptschwerpunkt der ICH-Aktivitäten auf einer
Aktualisierung der existierenden Richtlinien, wobei die Frage der Nutzung von (neuen)
Alternativen zu Tierversuchen eine zentrale Rolle spielt. Zum Beispiel konnte
2006 auf Vorschlag der Sicherheitsarbeitsgruppe (Safety-Working-Gruppe) der
Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), in der Vertreter der deutschen
Bundesoberbehörden (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
(BfArM) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI)) mitarbeiten, eine weitere
Reduzierung von Tierversuchen erzielt werden.
Im Bereich der immunologischen Arzneimittel und der Blutprodukte sind die
gesetzlichen Anforderungen für Tierversuche bei Zulassung und
Chargenprüfung in den Arzneimittelprüfrichtlinien und den Monographien des
Europäischen Arzneibuches weitgehend festgelegt. Diese Vorschriften basieren auf der
europäischen Gesetzgebung und sind daher durch die Bundesregierung nicht
direkt zu ändern. Diese Vorschriften weisen ausdrücklich darauf hin, dass
Tierversuche durch validierte In-vitro-Tests ersetzt werden können, sofern die
Testergebnisse hinsichtlich ihrer Qualität und Verwendbarkeit für die
Sicherheitsbewertung vergleichbar sind. Die Gebührenordnungen (PEI-Kostenverordnung,
zukünftig auch Tierimpfstoff-Kosten-Verordnung) sehen zudem vor, dass bei
Änderungsanzeigen, die der Einführung von Ersatzmethoden dienen, reduzierte
Gebühren erhoben werden, oder ganz auf Gebühren verzichtet werden kann,
um die Einführung von 3R-Methoden durch die Industrie zu erleichtern.
Das PEI überprüft die Notwendigkeit dieser Tierversuche fortlaufend und trägt
durch eigene Forschungsprojekte und die Zusammenarbeit mit EDQM,
ECVAM und anderen europäischen Behörden zur Einführung von
Ersatzmethoden bei. Durch zahlreiche Vorschläge zur Einführung von 3R-Methoden
(Requests for Revision an die Europäische Arzneibuchkommission) wurde
bereits wesentlich zum Ersatz und zur Verbesserung von Tierversuchen in diesem
Bereich beigetragen.
Die Mitarbeiter der Bundesoberbehörden werden auch zukünftig im Rahmen
des ICH-Prozesses, im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Europäischen
Arzneibuch und anderen EU-Gremien daran mitwirken, den Einsatz von
Alternativmethoden zu fördern und die bestehenden Prüfrichtlinien gegebenenfalls
so zu ändern, dass Tierversuche reduziert werden oder durch geeignete
Alternativmethoden ersetzt werden. Über die wichtigsten Fortschritte hierzu wird auch
im Tierschutzbericht der Bundesregierung regelmäßig Bericht erstattet.
25. Setzt sich die Bundesregierung gegenüber den Bundesländern für eine
Reduktion bzw. für einen vollständigen Ersatz von Tierversuchen im
Rahmen von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen (insbesondere an
Universitäten) ein, und wenn nein, warum nicht?
Die Bundesregierung setzt sich grundsätzlich in sämtlichen Bereichen auch
gegenüber den Ländern für eine Verringerung von Tierversuchen ein, soweit dies
wissenschaftlich vertretbar ist. Im Übrigen sind auch die Aus- und
Fortbildungsstätten durch § 7 Absatz 2 des Tierschutzgesetzes gebunden.
Die Bundesregierung hat im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunktes
„Ersatzmethoden zum Tierversuch“ das Projekt „Tierexperimentelle Übungen
online; eLearning als Ausbildungsmodul zur Qualifikation von Studierenden und
Drucksache 17/3132 – 34 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeJungwissenschaftlern der biomedizinischen Fachdisziplinen als ein Beitrag
zum 3R-Konzept“ gefördert. Im Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis 31.
Dezember 2009 wurde an der Universität Marburg ein Lehrangebot entwickelt, das
Universitäten und Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden soll.
26. Hat die Bundesregierung die Möglichkeit, ein Programm zum Ersatz von
Tierversuchen im Rahmen von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen
aufzulegen, und wenn ja, wird dies geplant?
Forschungsförderung zum Ersatz von Tierversuchen im Rahmen der Aus-,
Fort- und Weiterbildung ist Bestandteil des beim BMBF eingerichteten
Förderschwerpunkts „Ersatzmethoden zum Tierversuch“ (siehe Antwort zu Frage 25).
27. Ist aus Sicht der Bundesregierung die Nutzung von embryonalen oder
adulten Stammzelllinien ein gangbarer Weg zur Reduktion von
Tierversuchen?
Der auf embryonale Stammzellen der Maus basierende embryonale
Stammzelltest (EST) wurde bereits 2002 als In-vitro-Prüfmethode für den Nachweis
embryotoxischer Eigenschaften von Substanzen vom wissenschaftlichen Beirat
des Europäischen Zentrums zur Validierung von Alternativmethoden
anerkannt. Auch wenn der EST noch nicht als OECD-Prüfrichtlinie implementiert
wurde, so wird diese Methode doch bereits weltweit angewendet, insbesondere
in der pharmazeutischen und chemischen Industrie. Gerade in diesem Jahr
konnte im Rahmen eines Projekts innerhalb des 6. European Framework
Programms gezeigt werden, dass die Kombination des EST mit zusätzlichen
Alternativmethoden die Identifizierung embryotoxischer Aktivitäten, die durch ganz
unterschiedliche Wirkmechanismen vermittelt werden, mit hoher Prädiktivität
ermöglicht. Zusätzlich werden am BfR neue Ansätze entwickelt, um den EST
weiter zu optimieren und zum Nachweis toxischer Wirkungen auf die
Entwicklung des Nervengewebes und der Knochen einzusetzen. Dabei werden auch der
mögliche Einsatz humaner Stammzellen und die erst kürzlich entwickelte
Methodik zur Induktion pluripotenter Stammzellen (iPS) untersucht. Für die
Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen gelten die Regelungen des
Stammzellgesetzes.
28. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse vor, ob und in welchem
Umfang aufgrund des hohen Tierschutzstandards in Deutschland
Unternehmen die Durchführung von Tierversuchen in das Ausland verlagert
haben?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Informationen vor.
29. Welche Position nimmt der Forschungsstandort Deutschland
international nach Auffassung der Bundesregierung in Bezug auf die Entwicklung
von Altenativmethoden zum Tierversuch ein?
Europaweit sind die diesbezüglichen Anstrengungen Deutschlands
unübertroffen (siehe Antwort zu Frage 4). Informationen zum weltweiten Vergleich liegen
der Bundesregierung nicht vor, doch es ist davon auszugehen, dass Deutschland
auch hier einen Spitzenplatz einnehmen dürfte.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]