[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/5911 –
Forschungs- und Technologieförderung sowie Transfer im Bereich der
erneuerbaren Energien
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat
Bundeskanzler Olaf Scholz die vielbeachtete Rede von der Zeitenwende im Deutschen
Bundestag gehalten. Diese Zeitenwende hat sich nach Ansicht der Fragesteller
auch massiv auf unsere Gas- und damit Energieversorgung ausgewirkt. Daher
ist es nach Ansicht der Fragesteller notwendig, alle Möglichkeiten zu nutzen,
um unabhängig von russischem Gas zu werden. Hierzu gehört nach
Auffassung der Fragesteller insbesondere auch der Bereich Forschung und
Technologie. Mit der vorliegenden Kleinen Anfrage wollen die Fragesteller erfahren,
welche Anstrengungen die Bundesregierung hier seit dem Februar 2022
unternommen hat und wie insgesamt die Strategie der Bundesregierung bei der
Ausgründung wie Lizenzierung von Technologie aus unserem
Forschungsökosystem aussieht.
1. Welche neuen Initiativen hat die Bundesregierung seit Februar 2022
ergriffen, um durch die Entwicklung und Kommerzialisierung von
Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien unabhängiger von
russischem Gas zu werden (bitte alle Initiativen einzeln mit Startdatum,
Projektlaufzeit, Projektvolumen und kurzer Projektbeschreibung auflisten)?
Im Rahmen des Programms EXIST (Existenzgründungen aus der
Wissenschaft) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
wurde das Projekt „Start-up Labor Schwedt“ unmittelbar durch Beschluss der
Bundesregierung vom 16. September 2022 als Bestandteil des Zukunftspakets
„Sicherung der PCK und Transformation in den Raffineriestandorten und
Häfen beschleunigen“ auf den Weg gebracht. Durch die Ansiedlung innovativer
Start-ups soll die Transformation der industriellen Kerne vor Ort im Hinblick
auf die Entwicklung von alternativen Kraftstoffen, der Umsetzung von
klimafreundlichen Technologien und der verstärkten Digitalisierung der Produktions-
und Planungsprozesse vorangetrieben werden. Das Start-up Labor Schwedt
wird zugleich Ankerpunkt für Unternehmensgründungen mit innovativen
digitalen und sozialen Dienstleistungsangeboten, die den gesellschaftlichen
Transformationsprozess in der Bevölkerung und Kommune unterstützen. Da die
Deutscher Bundestag Drucksache 20/6330
20. Wahlperiode 04.04.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom
4. April 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Stadt Schwedt selbst kein Hochschulstandort ist, erfolgt die Umsetzung des
Projekts über die in räumlicher Nähe gelegene Hochschule für Nachhaltige
Entwicklung (HNE) Eberswalde, die bereits mit einer Präsenzstelle in Schwedt
tätig ist. Ziel des Projekts ist es, nach einer Ermittlung der relevanten
Handlungsfelder für industrielle und gesellschaftliche Transformationsprojekte über die
Teilnahmewettbewerbe, bundes- und ggf. europaweit Start-ups für die
Erprobung ihrer Technologieansätze und Dienstleistungsangebote in den jeweiligen
Handlungsfeldern zu gewinnen.
Im Übrigen wird für die seit Februar 2022 im Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) neu in die Förderung aufgenommenen Projekte auf die
Anlage 1* verwiesen.
2. Welche neuen Initiativen wurden seit Februar 2022 ergriffen, um
Forschungsergebnisse im Bereich der erneuerbaren Energien vom Labor in
die Serienproduktion und Anwendung zu bringen (bitte alle Initiativen
einzeln mit Startdatum, Projektlaufzeit, Projektvolumen und kurzer
Projektbeschreibung auflisten)?
Es wird auf die Anlage 2* verwiesen.
3. Welche neuen Ausgründungen sind seit dem Februar 2022 aus den
außeruniversitären Forschungseinrichtungen (AuF) im Bereich der
erneuerbaren Energien erfolgt (bitte alle Ausgründungen einzeln mit
Ausgründungsdatum auflisten)?
4. Bei welchen Ausgründungen aus den außeruniversitären
Forschungseinrichtungen im Bereich der erneuerbaren Energien wurden nach Kenntnis
der Bundesregierung private Investoren bzw. Kapitalgeber bzw. Venture
Capitalists gewonnen (bitte einzeln inklusive Namen der Investoren und
Investitionsvolumen auflisten)?
5. Welchen Anteil an diesen Ausgründungen halten nach Kenntnis der
Bundesregierung die AuF bzw. staatlichen Stellen, wie viele Anteile
halten Gründerinnen und Gründer, und wie viele Anteile halten private
Investoren (bitte einzeln auflisten)?
Die Fragen 3 bis 5 werden im Zusammenhang beantwortet.
Hinsichtlich der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.
(HGF) gilt: bei allen genannten Gründungen liegt keine Beteiligung der HGF
vor, die Anteile liegen vollständig bei den Gründerinnen und Gründern. Bisher
sind in keinem Fall Investorinnen oder Investoren beteiligt, Verhandlungen
hierzu laufen aber aktuell.
• ICODOS GmbH, gegründet am 10. Oktober 2022.
• Renogreen Energy, gegründet am 2. Februar 2022.
• ExoMatter, gegründet am 4. März 2022.
• Am Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum gab es
mit der VFG-Lab GmbH eine weitere, gemeinsame Gründung mit der
Universität Potsdam ohne IP-Vertrag.
Für die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
(MPG) gilt:
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/6330 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
• Batene GmbH, gegründet 1. März 2022; Anteile: MPG 7,6 Prozent,
Gründer über eigene Beteiligungsgesellschaften 63,2 Prozent, privater Investor
Christer von der Burg 11,9 Prozent, Investor Ocean Zero LLC 11,9 Prozent,
Investor Gustav Hasselkog 5,4 Prozent; Gesamt-Invest-Summe: ca. 10 Mio.
Euro.
• Proxima Fusion GmbH: Das Unternehmen wurde laut Gründer im Januar
2023 gegründet. Die zugrunde liegenden Forschungsergebnisse wurden
vollständig veröffentlicht. Die MPG ist nicht an dem Unternehmen beteiligt.
Die Daten sind im Online-Handelsregister noch nicht abrufbar und liegen
daher derzeit nicht vor.
Für die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung
e.V. (FhG) liegen der Bundesregierung keine Gründungsdaten vor.
Weitergehende Angaben können nur für Unternehmen gemacht werden, an denen die
FhG beteiligt ist:
• CargoKite GmbH
• PV2+ GmbH
• CellCircle UG
• Altech Batteries GmbH, Anteile: FhG 25 Prozent, Altech-Group 75 Prozent
• NEW Luneort GmbH, Anteile: FhG 25 Prozent, Gründer 75 Prozent
Bei der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) liegen keine entsprechenden
Ausgründungen vor.
6. Auf welche Weise wurde nach Kenntnis der Bundesregierung diesen
Ausgründungen der Zugang zu Patenten bzw. Intellectual property (IP)
geschaffen (bitte für jede Ausgründung einzeln darstellen)?
Aufgrund der vertraglichen Geheimhaltungspflichten in den Einzelfällen liegen
der Bundesregierung hierzu keine detaillierten Kenntnisse vor.
7. Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung Best-Practice- bzw.
modellhafte Patent- bzw. IP-Regelungen für Ausgründungen an den AuF (bitte
für jede AuF einzeln darstellen)?
Für die FhG gilt:
Die FhG hat eine interne Vertragspolicy zur Verwertung von Patenten/
Intellectual property (IP) an Ausgründungen, in der die rechtlichen Vorgaben und
bisherigen Erfahrungen umgesetzt sind.
Für die HGF gilt:
An allen Helmholtz-Zentren sind Standard-Prozesse und Konditions-Standards
(Wahlmodelle) für eine sehr schnelle Verständigung mit potentiellen
Ausgründungen etabliert. Die HGF hat hierfür insbesondere die Empfehlungen und
Best-Practice-Strategien der „Transferallianz“ umgesetzt.
Verschiedene Helmholtz-Zentren engagieren sich modellhaft in dem Projekt der
Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) zur virtuellen IP-
Lizenzierung.
Für die MPG gilt:
Die MPG lizenziert Rechte an Unternehmen grundsätzlich über ihre
Tochtergesellschaft Max-Planck-Innovation GmbH (MI). Ein entsprechender
Lizenzvertrag räumt den Ausgründungen gewöhnlich Rechte zur exklusiven Nutzung ein.
Im Gegenzug erhält die MPG im Falle einer Ausgründung eine offene oder
virtuelle Unternehmensbeteiligung in der Regel in Höhe von 10 Prozent der
Gründeranteile Eigentümerin der Anteile ist die MPG. MI erbringt für diese Anteile
das Portfoliomanagement für die MPG. In der Regel verbleiben somit 90
Prozent der Anteile vor dem Beitritt von Investoren beim Gründerteam. Die
offenen Beteiligungen räumen der MPG die Möglichkeit ein, bei nachfolgenden
Finanzierungsrunden im Rahmen der Leitlinien für Beteiligungen des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zusätzliche Anteile zu
investorengleichen Bedingungen zu erwerben.
In Einzelfällen werden im Rahmen des Technologietransfers anstelle einer
offenen Beteiligung auch sogenannte „virtuelle Beteiligungen“ vertraglich mit den
Unternehmen vereinbart. Eine komplette Standardisierung der Konditionen ist
aufgrund der unterschiedlichen Werthaltigkeit der einzuräumenden Rechte
nicht möglich.
Für die WGL gilt:
Aufgrund ihrer Eigenständigkeit verfügen die Leibniz-Einrichtungen über
eigene Patentstrategien, die in der Verantwortung der jeweiligen Institutsleitung
liegen. Die Patentstrategien bestehen in der Regel aus einer Reihe von
Maßnahmen, die zum einen transparente Entscheidungswege für Patentierung und
Verwertung schaffen, gleichzeitig aber Spielräume für die notwendige
Beweglichkeit zulassen und den Grundsätzen des jeweiligen Instituts entsprechen. Dabei
beachten die Institute sowohl die individuellen Rahmenbedingungen als auch
die gesetzlichen Regelungen der Zuwendungsgeber. Zudem unterstützen die
Leibniz-Einrichtungen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei
Ausgründungen.
8. Wie viele unterschiedliche Patent- bzw. IP-Nutzungsarten wurden in den
AuF nach Kenntnis der Bundesregierung bislang für Ausgründungen
verwendet (bitte einzeln für jede AuF darstellen)?
Für die FhG gilt:
Ausgründungen der FhG verwerten alle Arten von IP, wobei der Schwerpunkt
auf Patenten, Know-how und Software liegt. Diese werden an die
Ausgründungen lizenziert (nichtausschließlich oder ausschließlich) oder gegebenenfalls
veräußert oder übertragen.
Für die HGF gilt:
In den Helmholtz-Zentren werden insbesondere zwei Modelle der IP-Nutzung
favorisiert: (a) IP-Lizensierung, (b) Kombination Lizenz mit (offener oder
stiller) Beteiligung. Die gebräuchlichsten Modelle sind exklusive bzw. nicht
exklusive Lizenzen. In wenigen Ausnahmefällen wird auch (c) die Übertragung
von IP an die Ausgründung praktiziert. Oft wird an Ausgründungen eine
ausschließliche Lizenz auch nur dann übergeben, wenn eine Ausübungspflicht
oder Mindestlizenz vereinbart wurde.
Für die MPG gilt:
Grundsätzlich lizenziert die MPG die Nutzungsrechte an Patenten,
Patentanmeldungen, Softwarecode und qualifiziertem Know-how an Ausgründungen.
Für die WGL gilt:
Im Sinne des Zieles, Technologien aus der Wissenschaft zu verbreiten und zur
Nutzung an den Markt zu bringen, besteht die bevorzugte Verwertungsstrategie
darin, Patente zu lizensieren und nicht, diese zu verkaufen. Um diese
ausgründungsspezifischen Herausforderungen bestmöglich zu adressieren, werden
Lizenzbedingungen strukturell, aber nicht in Bezug auf das wirtschaftliche
Gesamtergebnis, über die Laufzeit so angepasst, dass in der frühen Phase die
Liquidität der Ausgründung geschont wird.
9. Wie erfolgt die Veröffentlichung von Ausgründungen an den einzelnen
AuF nach Kenntnis der Bundesregierung?
Wie werden dabei insbesondere Investoren individuell angesprochen,
und wie können weitere Investoren von den in jedem einzelnen Fall
konkreten Ausgründungsvorhaben erfahren?
Die Anwerbung von Investorinnen und Investoren variiert nach den
Anforderungen des jeweiligen Einzelfalls sowie nach den Bedürfnissen der
Gründungsteams. Unterstützt werden diese dabei in aller Regel durch die
Transfereinheiten der Außeruniversitären Forschungseinrichtungen (AUF), die über
entsprechende Netzwerke und Know-how verfügen.
Grundsätzlich werden die Ausgründungen zudem auf internen und externen
Websites der AUF veröffentlicht. Zudem erfolgen Mailings an Investoren-
Netzwerke, die Platzierung in Newslettern und die Vermittlung über
Multiplikatoren-Netzwerke. Kontakt besteht auch zu Fonds und Förderbanken, im Falle der
FhG zudem zum Fraunhofer Technology Transfer Fund. Gründerinnen und
Gründer erhalten zudem Gelegenheiten auf Investorenpitch-Veranstaltungen zu
präsentieren oder Partnering-Konferenzen zu besuchen. Im Frühjahr 2023
werden z. B. die vier AUF eine gemeinsame Investorenveranstaltung mit 40
Gründungsteams und bis zu 140 Investorinnen und Investoren durchführen. Zudem
wird auf Formate der Länder und der Kammern zurückgegriffen. Darüber
hinaus werden gezielt Wettbewerbe für Gründerinnen und Gründer genutzt, um
auf neue Ausgründungen hinzuweisen.
10. Nach welchen Kriterien und mit welchen Mechanismen werden nach
Kenntnis der Bundesregierung an den einzelnen AuF Investoren
ausgewählt, wenn es mehrere Interessenten gibt?
Die Entscheidung zur Auswahl von Investoren liegt bei den ausgegründeten
Unternehmen und nicht bei den AUF.
11. Nach welchen Kriterien und mit welchen Mechanismen oder Prozessen
erfolgt nach Kenntnis der Bundesregierung die Zusammenarbeit der
einzelnen AuF mit Unternehmen, insbesondere beim Zugang zu
Technologien und/oder Patenten bzw. IP?
Die AUF sind in erster Linie ihren gemeinnützigen Satzungszwecken
verpflichtet und richten ihre Mechanismen und Prozesse nach den dort verankerten, auf
Wissenschaft und Forschung orientierten Missionen aus. Insbesondere
hinsichtlich des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis kommt in
vielen Fällen der Einbeziehung von Unternehmen eine hohe Bedeutung zu, sofern
beide Partner (AUF und Unternehmen) von der Kooperation profitieren.
Hinsichtlich der Zusammenarbeit und der Abstimmung von IP-Nutzungsrechten ist
dabei die Berücksichtigung der wissenschaftlichen und technischen Bedarfe der
Beteiligten sowie der wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte des jeweiligen
Einzelfalls Rechnung zu tragen. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen erfolgt
insbesondere im Wege der Auftragsforschung (das gilt insbesondere für die
FhG) sowie der gemeinsamen Teilnahme an Verbundprojekten. Darüber hinaus
bestehen weitere Formate wie z. B. Helmholtz-Innovation-Labs, Fraunhofer
Leistungszentren oder WGL-Applikationslabore.
Der Zugang zu Nutzungsrechten von IP – sowie bei Bedarf auch zu
Schutzrechten – erfolgt in aller Regel gegen marktübliches Entgelt (sofern sie nicht
z. B. durch Auftragsvergütung bereits abgegolten sind) und soweit möglich
nicht ausschließlich. Unter Beteiligung von HGF und FhG wurden in einer
gemischten Arbeitsgruppe aus Wirtschaft und Wissenschaft Musterverträge für
die Übertragung und Lizenzierung von IP sowie die Kooperation von
Forschungseinrichtungen mit Unternehmen erarbeitet. Die Musterverträge sind auf
den Seiten des BMWK öffentlich zugänglich und stellen eine breit genutzte
Basis für die sektorübergreifende Zusammenarbeit dar.
Bei der MPG erfolgt die Lizenzierung über die Max-Planck-Innovation GmbH.
Die Kriterien zur Zusammenarbeit der WGL-Einrichtungen mit Unternehmen
obliegen aufgrund ihrer Eigenständigkeit den Instituten selbst, entsprechen aber
weitestgehend diesem Vorgehen.
12. Mit welchem Prozess und anhand welcher Kriterien wurde nach
Kenntnis der Bundesregierung im Fall von „Nexwafe“ entschieden, eine
Ausgründung vorzunehmen?
Die Evaluierung der Geschäftsidee und die Ausarbeitung zu einem
Businessplan ist von Fraunhofer-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen des
internen Programms „Fraunhofer fördert Entrepreneure (FFE)“ in den Jahren
2014 und 2015 erfolgt. Als wesentliche Kriterien für die Erfolgschancen der
Ausgründung wurden das Marktpotenzial, die Kompetenzen im
Gründungsteam und die Finanzierungsfähigkeit des Vorhabens herangezogen.
13. Welche Kriterien waren nach Kenntnis der Bundesregierung
entscheidend für die Auswahl des Gründungsteams und der Anteilseigner?
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FhG, die in die Ausgründung gewechselt
haben (CEO und CTO), weisen eine sehr hohe technologische Kompetenz
(jeweils Mit-Erfinder) und Führungserfahrung auf. Das Managementteam wurde
durch externe, erfahrene Beraterinnen und Berater (u. a. CFO) ergänzt. Weitere
Fraunhofer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die das Gründungsvorhaben
wesentlich unterstützt haben, konnten in sehr geringem Umfang Anteile erwerben.
Außerdem hat die FhG als initialer Investor ebenfalls Anteile übernommen.
14. Auf welche Weise bekam nach Kenntnis der Bundesregierung
„Nexwafe“ den Zugang zu Patenten bzw. Technologien bzw. IP der Fraunhofer-
Gesellschaft (FhG)?
Der Zugang zum IP wurde durch den Abschluss eines Lizenzvertrages gewährt.
Der Lizenzvertrag wurde unter Einbindung der jeweiligen Fachabteilungen der
Fraunhofer-Zentrale und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme
ISE ausgearbeitet und verhandelt.
15. Welche Bedingungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung für
den Zugang von „Nexwafe“ an diese Patente bzw. Technologie bzw. IP
gestellt?
16. Sind die Patente bzw. IP von Nexwafe nach Kenntnis der
Bundesregierung exportierbar bzw. nutzbar außerhalb des Territoriums der
Europäischen Union, und falls ja, warum, und zu welchen Konditionen?
Die Fragen 15 und 16 werden im Zusammenhang beantwortet.
Die Bundesregierung hat keine Kenntnisse zu den detaillierten
Vertragsbedingungen.
17. Wie viel Wertschöpfung und wie viele Arbeitsplätze entstehen nach
Kenntnis der Bundesregierung durch die Patente bzw. Technologie bzw.
IP, die von „Nexwafe“ genutzt werden, innerhalb des Gebietes der
Europäischen Union, und wie viel bzw. wie viele außerhalb?
NexWafe betreibt aktuell Forschung und Entwicklung in Freiburg. Ein
Produktionsstandort, mit dem Ziel von Kapazitäten im Gigawattbereich ist in
Bitterfeld geplant. Aktuell arbeiten ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
Deutschland für NexWafe. Erkenntnisse zu Wertschöpfung und Arbeitsplätzen
außerhalb der Europäischen Union (EU) liegen der Bundesregierung nicht vor.
18. Welche Schlüsse zieht die Bundesregierung aus dem Einstieg von
„Reliance“ bei „Nexwafe“ in Bezug auf die Nutzung von Patenten bzw.
Technologie bzw. IP, die bei Fraunhofer entwickelt wurden?
Der Einstieg von „Reliance“ bei „Nexwafe“ verdeutlicht die Bemühungen der
Bundesregierung, verstärkt europäisches Risiko- und Wachstumskapital im
Deep-Tech-Bereich zu motivieren und die Verwertung sowie den Transfer
insgesamt zu stärken.
19. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Schwerpunktsetzung bei
der FhG in Bezug auf das Ziel der Nutzbarmachung von Patenten bzw.
Technologien bzw. IP?
Ist dabei insbesondere die Wertschöpfung innerhalb des Gebietes der
Europäischen Union prioritär oder die Erzielung möglichst hoher
Patenterlöse?
Die Schwerpunkte der Internationalisierungsstrategie der FhG sind die
wissenschaftliche Wertschöpfung für die FhG sowie positive Effekte sowohl für
Deutschland und Europa als auch für sonstige Partnerländer.
20. Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung einen strukturierten Prozess
in der FhG, um geeignete Teams für Ausgründungen zu identifizieren?
Die Fraunhofer-Institute betrachten mögliche Ausgründungen als Transferpfad
im Rahmen ihrer regelmäßigen Strategieprozesse. Es besteht ein etablierter
Austausch mit den Instituten darüber, welche Maßnahmen geeignet und
notwendig sind, um das Thema Ausgründungen nachhaltig zu unterstützen. In
diesem Sinne hat die FhG zur Unterstützung gründungswilliger Teams zahlreiche
Unterstützungsprogramme institutionalisiert, u. a.
• spricht Fraunhofer-Venture als die zentrale Anlaufstelle für
Ausgründungsinteressierte mit dem Ausgründungsunterstützungsangebot alle Fraunhofer-
Institute an, um zielgerichtet Ausgründungideen zu identifizieren und
umzusetzen sowie die Gründungskultur an den Instituten stetig
weiterzuentwickeln;
• bietet die FhG individuelle Coachings durch den laufenden Austausch
zwischen Fraunhofer Venture und den entsprechenden Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern sowie Entscheidern und Entscheiderinnen an den Fraunhofer-
Instituten. Auch das regelmäßig stattfindende Bootcamp im Rahmen des
Technologietransferprogramms AHEAD bietet entsprechende Maßnahmen
an. Zudem adressiert die FhG im internen Ausbildungsprogramm zum
Forschungsmanager auch das Themenfeld Ausgründungen;
• bündelt die FhG mit dem im Jahr 2019 aufgelegten Förderprogramm für
Technologietransfer AHEAD ihren Maßnahmenkatalog zur Unterstützung
interner Gründungsinteressierter. Das umfangreiche Begleitangebot richtet
sich speziell an Mitarbeitende, die für aktuelle Projekte Unterstützung im
Technologietransfer via Ausgründung suchen. Die FhG begleitet
Ausgründungen auch nach deren Gründung. Regelmäßig bleibt es bei einer engen
Zusammenarbeit mit dem Mutterinstitut, der Nutzung dessen Infrastruktur
und den gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungs-Verträgen.
21. Welche weiteren konkreten Initiativen, neben den auf
Bundestagsdrucksache 20/5129 genannten, wurden von der Bundesregierung wie auch
von der FhG umgesetzt, um die nach Angabe des Fraunhofer-Institutes
für Solare Energiesysteme „effizienteste Solarzelle der Welt“ (
www.ise.f
raunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2022/fraunhofe
r-ise-entwickelt-effizienteste-solarzelle-der-welt-mit-47-komma-6-proze
nt-wirkungsgrad.html) in die Serienfertigung zu bringen?
Die in der genannten Pressemitteilung der FhG dargestellte Solarzelle erreicht
den Wirkungsgrad von 47,6 Prozent unter 665-fach konzentriertem
Sonnenlicht. Sie wurde im durch das BMWK geförderten Vorhaben „50 Prozent“
entwickelt. Bei entsprechender Nachfrage kann sie beim Lizenzpartner AZUR
Space GmbH in Heilbronn in Serie produziert werden. Die Zelle ist zudem
Kernelement eines so genannten „Concentrating Solar Power“ – Systems (CPV
System) für südliche Klimazonen. Zu einem solchen System zählen auch eine
konzentrierende Optik und eine hochgenaue Nachführeinrichtung. Für eine
Serienfertigung eines entsprechenden CPV Systems sind dabei weitere
Forschungsfragen zu lösen. Fraunhofer ISE plant gegenwärtig eine weitere
Ausgründung im Bereich CPV, die Vorbereitungen dazu werden aktuell im Rahmen
des Fraunhofer-internen Förderprogramms AHEAD durchgeführt.
22. Welche konkreten Initiativen wurden von der Bundesregierung wie auch
von der FhG umgesetzt, um Technologien aus dem Bereich der
Windenergie der FhG (insbesondere Institut für Windenergiesysteme [IWES]
und Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik [IEE]) in
die Serienfertigung zu bringen?
Forschung zu Themen der Windenergienutzung wird seit mehreren Jahren im
Schwerpunkt vom BMWK und auch von einzelnen Bundesländern gefördert
und zielt dementsprechend auf eine Zusammenarbeit mit bzw. Unterstützung
der deutschen Windindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie
auf die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis ab. Im Zentrum
stehen häufig Projekte (Standortcharakterisierungen, Simulationsrechnungen)
und Produkte (Komponenten und Systeme für Windenergieanlagen) mit hohem
Technologiereifegrad (TRL) und mit direktem Wertschöpfungspotenzial für die
Industrie.
Im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms (7. EFP) fördert das BMWK
die FhG im Bereich der Windenergie in Einzel- und Verbundvorhaben über
Zuwendungen. Gemäß der Förderbekanntmachung zum 7. EFP findet die
Förderung für die TRL 3 bis 7 statt, d. h. bis zu einem Prototyp in Einsatzumgebung,
aber nicht bis zu TRL 9 (qualifiziertes System mit Nachweis des erfolgreichen
Einsatzes), das Grundlage für eine Serienfertigung wäre. Dementsprechend
findet eine Serienfertigung von Produkten typischerweise erst Jahre nach
Vorhabenende statt und wird in den allermeisten Fällen durch die bei den
Verbundvorhaben beteiligten Unternehmen durchgeführt. IWES und IEE selbst
gewinnen in Verbundvorhaben u. a. Kompetenzen, die für Industrieaufträge im
Anschluss an das Vorhaben verwendet werden können. Beispiele für solche
Industrieaufträge, die in Folge von geförderten Vorhaben entstanden sind, sind
z. B. die LidarBoje oder Baugrund-Voruntersuchungen.
Zudem besitzen die unterschiedlichen Institute, z. B. IWES und IEE, einige
Prüfstände, die auch mit Mitteln aus den Energieforschungsprogrammen des
Bundes finanziert wurden. Diese werden von der Industrie zur Überprüfung,
vor allem aber auch zur Zertifizierung neuer Komponenten, z. B. Rotorblättern
verschiedener Längen, Generatoren und Gondeln unterschiedlicher Größe oder
Blattlagern verwendet. Die Zertifizierung ist für die Industrie ein wichtiger
Schritt, um neu entwickelte Komponenten als Serienprodukte auf den Markt zu
bringen. Konkret zu nennen sind hier die folgenden Prüfstände:
• Im Rahmen des Gesamtvorhabens „Zukunftskonzept“ (Phase 1 und 2)
werden Segment-, Blattabschnitts- und Komponentenprüfungen für Rotorblätter
untersucht. Der neuste Prüfstand ist für Rotorblätter 115m + geeignet und
wird im Juni 2023 in Betrieb genommen. Darüber hinaus existieren weitere
Rotorblattprüfstände am FhG IWES für Längen von 70 m und 90 m.
• DyNaLab: Gondelprüfstand für getriebelose Windenergieanlagen als Teil
des DyNaLab (Dynamic Nacelle Test Laboratory)
• BladeMaker Demo Zentrum/BladeFactory (Fertigungstechnologien und
prozessorientierte Materialevaluierung für eine Rotorblattproduktion mit
hoher Parallelisierung)
• SmartRoMaIn (Smart Rotorblade Manufacturing and Inspection)
• Regenerosionsprüfstand (Regenerosion an Rotorblättern)
• HAPT (Prüfstand für Blattlager von Windenergieanlagen)
• MobilGridCoP (Mobile Testeinrichtung für Grid-Compliance-Prüfungen
von Windenergieanlagen)
• HiL-GridCoP (Zertifizierung elektrischer Eigenschaften von Multi-MW
Windenergieanlagen)
• PQ4Wind (Power-Quality-Test und Impedanz-Modell-Validierung von
Hauptumrichtern von Windenergieanlagen)
• ROSE (Verbundvorhaben: ROSE – Remote Sensing Test Center,
Forschungslabor für die Entwicklung von Kalibrierungsverfahren für neue
Windfernmesstechnologien und innovativen Messdienstleistungen)
Das BMBF fördert im Leitprojekt H2Mare die Integration von Windrad und
Elektrolyseur für die Offshore-Erzeugung von Wasserstoff. Fraunhofer IWES
ist hier maßgeblich beteiligt.
Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE
forscht seit Gründung in erster Linie auf dem Gebiet des Energiesystems, bzgl.
der einzelnen Erzeugungstechnologien nur in bestimmten Fällen.
Ergebnisse, die bereits in der Anwendung sind, sind beispielsweise:
• Virtuelle Kraftwerke
• Windleistungsprognose
• Anomalieerkennung
• Lastreduzierende Regelstrategien.
Dieses Portfolio fließt dabei nicht unmittelbar in die Serienfertigung konkreter
Produkte ein, zahlt jedoch mittelbar auf ein resilienteres und effizienteres
Energiesystem Deutschlands ein.
23. Welche weiteren konkreten Initiativen neben den auf
Bundestagsdrucksache 20/5183 genannten wurden umgesetzt, um die am Helmholtz-
Zentrum Berlin für Materialien und Energie entwickelte Tandemsolarzelle
mit 32,5 Prozent Wirkungsgrad (
www.helmholtz-berlin.de/pubbin/news_
seite?nid=24348&sprache=de&seitenid=1) in die Serienfertigung zu
bringen?
Hinsichtlich der Kooperationen zur Entwicklung der Solarzelle mit einem
Wirkungsgrad von 32,5 Prozent durch das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) mit
Partnerfirmen wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche
Frage 83 des Abgeordneten Thomas Jarzombek auf Bundestagsdrucksache
20/5183 verwiesen. Die Kooperationen des HZB betrafen sowohl bilaterale als
auch von der Bundesregierung geförderte Verbundprojekte. Seitens der
Bundesregierung sind insbesondere die vom BMWK im
Energieforschungsprogramm der Bundesregierung geförderten Projekte mit Zielsetzung der
Kommerzialisierung dieser Technologie durch die an den Verbünden beteiligten
Industriepartner zu nennen:
• „TANTRUM – Entwicklung eines kosteneffizienten Perowskit-
Herterojunction-Tandemprozesses im industriellen Umfeld“,
• „SHAPE – Skalierbare Hochratenprozesse für die
Dampfphasenabscheidung von Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen“,
• „MoQa – PV-Module aus Perowskit-Silizium Tandemsolarzellen auf Basis
der Q.ANTUM Technologie“ oder
• „PeroTec-Effizienz – Entwicklung von Prozesstechnologie für
hocheffiziente langzeitstabile Perowskitsolarzellen nach dem PeroTecTM Verfahren“.
Darüber hinaus fördert das BMBF, ebenfalls im 7.
Energieforschungsprogramm, aktuell mit 4,49 Mio. Euro das Einzelvorhaben PeroWin am HZB, dass
helfen soll, den aktuellen Wirkungsgrad der Tandemsolarzellen weiter zu
verbessern.
Im Übrigen betreibt das HZB als Ganzes, und im konkreten Fall über das
Innovation Lab HySPRINT und das Technologie Transfer Institut PVcomB, ein sehr
aktives Netzwerk-Management, um auch weitere neue Partnerschaften oder
Spin-offs zu eruieren.
24. Wie ist die am 14. Dezember 2022 bekannt gegebene Zusammenarbeit
zwischen dem Helmholtz-Zentrum Berlin und dem Unternehmen „Meyer
Burger“, in dessen Rahmen nach eigenem Bekunden serienreife
Silizium-Bottom-Zellen auf Basis der Heterojunction-Technologie mit einer
Top-Zelle auf Basis der Perowskit-Technologie kombiniert werden
sollen, nach Kenntnis der Bundesregierung zustande gekommen (
www.hel
mholtz-berlin.de/pubbin/news_seite?nid=24366;sprache=de)?
Es bestanden bereits langjährige Partnerschaften zwischen dem HZB und der
Meyer Burger GmbH in Verbundprojekten, um die Heterojunction-Silizium
Solarzellentechnologie zur industriellen Reife zu bringen. Diese Technologie wird
momentan von Produktionsstätten der Meyer Burger GmbH in Bitterfeld-
Wolfen und Freiberg zur Herstellung von Solarmodulen angewandt und weiter
ausgebaut. Zusätzlich zu der bilateralen Vereinbarung die am 14. Dezember 2022
bekannt gegeben wurde, haben das HZB und die Meyer Burger GmbH in den
folgenden Verbundprojekten zusammengearbeitet:
• HERA-Fertigungskonzept für eine effiziente kostengünstige Produktion von
langlebigen PV Modulen basierend auf Heterojunction-Solarzellen mit
rückseitig sammelnden amorphen Emittern
• Next-generation interdigitated back-contacted silicon heterojunction solar
cells and modules by design and process innovations
• Street-Einsatz von hocheffizienten Solarzellen in elektrisch betriebenen
Nutzfahrzeugen
• Entwicklung eines kosteneffizienten Perowskit-Heterojunction-
Tandemprozesses im industriellen Umfeld
25. Wurde nach Kenntnis der Bundesregierung ein öffentliches Verfahren
durchgeführt, sodass sich auch weitere Unternehmen im o. g. Fall für
eine Zusammenarbeit bewerben konnten?
Das HZB arbeitet derzeit mit mehreren in Deutschland ansässigen Firmen
(Produzenten, Maschinenbauern, Zulieferern) zusammen und hat sich zum Thema
der Tandemzellentechnologie mit mehreren Verbundpartnern für Unterstützung
im Rahmen der wettbewerblichen Förderprogramme der Bundesregierung
beworben.
26. Ist der Zugang nach Kenntnis der Bundesregierung für weitere
Unternehmen möglich, insbesondere für Start-ups, und falls ja, wie erfahren
weitere Akteure davon, und auf welche Weise können sie sich für eine
Zusammenarbeit qualifizieren?
Die Regelungen zu den Nutzungsvereinbarungen ermöglichen dem HZB sein
Know-how zu Perowskit Solarzellen auch mit anderen Industriepartnern
gemeinsam weiterzuentwickeln. Das gilt insbesondere auch für Startups, die sich
über das umfangreiche Informationsmaterial z. B. auf den HZB-Webseiten
informieren und die HZB-Technologietransferstellen direkt ansprechen können.
Darüber hinaus präsentiert das HZB diese Technologie regelmäßig auf
Industriemessen wie z. B. der Intersolar in München.
27. Wurde nach Kenntnis der Bundesregierung ein Wettbewerb initiiert, um
die besten Kooperationspartner im o. g. Fall zu finden, und wenn ja, mit
welchen Kriterien?
Das HZB arbeitet mit verschiedenen Firmen zum Thema Tandemsolarzellen
zusammen. Ziel dieser Kooperationen ist die Überführung von HZB-
Technologien in die Verwertung. Kriterien sind etwa die Übereinstimmung der
Technologiefelder, ein abgestimmtes Arbeitsprogramm und ausreichende Abgrenzung
zu anderen Aktivitäten.
28. Wie sehen nach Kenntnis der Bundesregierung der genaue Zugang und
die Bedingungen für das Unternehmen „Meyer Burger“ zu Patenten bzw.
Technologie bzw. IP von Helmholtz aus?
Die Bundesregierung hat keine Kenntnisse über die detaillierten
Vertragsbedingungen dieser Kooperation.
29. Warum wurde nach Kenntnis der Bundesregierung ein Unternehmen
ausgewählt, das außerhalb des Gebietes der Europäischen Union seinen Sitz
hat (bitte Kriterien und Bewertung detailliert benennen)?
Das HZB strebt an, die Tandemtechnologie in Zusammenarbeit mit mehreren
Kooperationspartnern möglichst schnell zur Anwendung im deutschen und im
europäischen Strommarkt zu bringen. Die Kriterien für die Zusammenarbeit
umfassen dabei unter anderem die Komplementarität der Expertisen der
Partner, das Potential zur Beschleunigung des Technologietransfers (Verkürzung
der „time to market“), den maßgeblichen Beitrag zur Etablierung der
Solarzellen-Zukunftstechnologie in Europa, sowie die Sicherung und Schaffung von
Arbeitsplätzen im Rahmen des Aufbaus von Produktionsstätten in Deutschland.
Die Meyer Burger GmbH hat ihren Hauptsitz in der Schweiz, produziert
Solarzellen und Solarmodule aber in Deutschland. Sie ist derzeit die größte
Produzentin von Solarzellen in Deutschland. Die Meyer Burger GmbH baut diese
Produktionsstandorte in Deutschland momentan weiter aus. Die Heterojunction
Solarzellentechnologie, welche die Meyer Burger GmbH in Deutschland
produziert ist kompatibel mit der vom HZB entwickelten Tandemsolarzelle.
30. Welche Start-ups und Investoren im Bereich der erneuerbaren Energien
sind der Bundesregierung bekannt?
31. Mit welchen dieser Start-ups und Investoren gab es nach Kenntnis der
Bundesregierung Kontakt in Bezug auf eine Nutzung von Patenten bzw.
Technologie bzw. IP?
32. Mit welchen dieser Start-ups und Investoren wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung Vereinbarungen zur Nutzung von Patenten bzw.
Technologie bzw. IP geschlossen, und was waren jeweils die Gründe dafür?
33. Mit welchen dieser Start-ups und Investoren wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung keine Vereinbarungen zur Nutzung von Patenten bzw.
Technologie bzw. IP geschlossen, und was waren jeweils die Gründe
dafür?
Die Fragen 30 bis 33 werden im Zusammenhang beantwortet.
Start-ups und Investoren sind Teil der freien Wirtschaft. Die Bundesregierung
erhebt keinen Anspruch auf einen Komplettüberblick aller entsprechenden
Akteure. Insofern liegt der Bundesregierung auch keine Gesamtübersicht der
Kontakte zwischen IP-Rechte-Inhabern sowie Start-ups und Investoren vor.
34. Wie lange haben nach Kenntnis der Bundesregierung die Verhandlungen
über die Nutzung von Patenten bzw. IP bei den letzten fünf
Ausgründungen bei der FhG und der Helmholtz-Gemeinschaft gedauert?
Bei der FhG reichte in den konkreten Fällen die Bandbreite der
Verhandlungsdauer von ca. sieben Wochen bis zu circa elf Monaten Verhandlungsdauer
(Start der Vertragsverhandlungen bis zu deren Abschluss).
Zum Gründungszeitpunkt geht es an den meisten Helmholtz-Einrichtungen in
der Regel sehr schnell, d. h., innerhalb weniger Wochen bis drei Monaten wird
eine Einigung erzielt. Sofern es aufgrund des standardisierten Prozesses und
standardisierten Konditionen überhaupt Diskussionen gibt, dann zeitlich weit
vor der Gründung im Zuge der Gründungsvorbereitung, im Regelfall vor
Beantragung der Gründungsförderung und der Bereitstellung finanzieller
Eigenanteile des Zentrums. Nur in wenigen Fällen gibt es im Verlauf der
Verhandlungen – i.d.R. vor dem Einstieg von Investoren – auch umfassende Änderungen
am Geschäftsmodell und dem entsprechenden Lizenzpaket. In solchen Fällen
können die Verhandlungen auch mehrere Monate oder auch länger als ein Jahr
dauern.
35. Welche Rollen haben nach Kenntnis der Bundesregierung bei der FhG
die Institute, Fraunhofer Ventures und die Fraunhofer-Zentrale bei der
Verhandlung über die Nutzung von Patenten bzw. IP?
Die FhG fördert Ausgründungsideen zur Vermarktung bzw. Verwertung von
Technologien, die maßgeblich durch Fraunhofer-Institute entwickelt wurden.
Die Institute und die Abteilung Lizenz- und IP-Verträge der Fraunhofer-
Zentrale führen die Vertragsverhandlungen in enger Abstimmung und unterstützt
durch Fraunhofer Venture. Fraunhofer Venture übernimmt die Steuerung der
Ausgründungs- und Beteiligungsaktivitäten von der FhG in enger Abstimmung
mit den jeweiligen Fraunhofer-Instituten. Das Leistungsspektrum umfasst die
Betreuung und Beratung vor, während und nach der Gründungsphase.
36. Wie steht die Bundesregierung wie auch die Leitung der Fraunhofer-
Gesellschaft zu der Idee, Patente bzw. IP durch die Institute selbst anhand
eines Sets von Best-practice-Mustern entscheiden zu lassen, um die
Prozesse besser und vor allem sehr viel schneller zu machen?
Die Bundesregierung begrüßt das Nutzen von Best-Practice-Mustern. Der
Transfer von Patenten/IP aus den Instituten ist jedoch häufig ein sehr
komplexer Prozess. Gründe dafür sind u. a. die rechtlichen Rahmenbedingungen und
ein geringer Grad an Standardisierung. Auch Best-Practice-Muster müssen
deshalb stets im Einzelfall überprüft werden. Zur Position der FhG-Leitung liegen
der Bundesregierung keine Kenntnisse vor. Zu den Kenntnissen der
Bundesregierung bzgl. der Umsetzung von Best Practice bei der FhG wird auf die
Antwort zu Frage 7 verwiesen.
37. Welche Start-ups, Unternehmen und Investoren sind an Programmen
beteiligt, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) und/oder das Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz (BMWK) finanziert oder teilfinanziert werden?
Das BMBF und das BMWK bieten eine Vielzahl an Programmen an, an denen
sich grundsätzlich auch Start-ups, Unternehmen und Investoren beteiligen
können. Eine ressortübergreifende Gesamtübersicht über beteiligte Start-ups,
Unternehmen und Investoren liegt nicht vor.
38. Nutzt die Bundesregierung die Strategie von pre-commercial
procurements (vorkommerzielle Beschaffung) im Bereich erneuerbarer
Energien, und falls ja, bitte alle Vorhaben einzeln auflisten und Kriterien
darstellen, falls nein, warum nicht?
Die vorkommerzielle Auftragsvergabe ist anwendbar für die Vergabe von
Aufträgen im Rahmen der Forschung und Entwicklung.
Im Bereich der Erneuerbaren Energien wurde dieses Instrument durch die
Ressorts mangels einschlägiger Beschaffungsprojekte nicht genutzt.
39. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung seit Februar
2022 ergriffen, um Hochschulen bei der Kommerzialisierung von
Technologie im Bereich der erneuerbaren Energien zu unterstützen?
Der Transfer von Technologien in die Anwendung/industrielle Nutzung ist ein
wesentlicher Teil der Projektaufgaben im Rahmen des EIZ – Energie
InnovationsZentrums Cottbus. Auf Anlage 1 wird insoweit verwiesen.
Darüber hinaus wird auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 26
und 27 der Kleinen Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf
Bundestagsdrucksache 20/5669 verwiesen.
Anlage 1 - Antwort zu Frage 1
Titel des Projektes Startdatum Laufzeitende Gesamtzuwendung in
Euro
Kurze Projektbeschreibung
Verbundvorhaben WinZIB 1. Februar 2023 31. Januar 2026 4.873.081 Weltweit einsetzbares, innovatives Zink-Ionen
Batteriesystem. Ziel ist die Entwicklung eines
Labordemonstrators. Ein Konzept für die weitere
Entwicklung bis zur Marktreife liegt vor, erfolgt
jedoch nicht innerhalb des Vorhabens.
CP_Green_Energy_H2 1. Februar 2022 31. Januar 2025 10.504.854 Koordinierungsprojekt für Aktivitäten im Bereich
erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff im
südlichen Afrika
CP_Green_Energy_H2_2 1. Dezember 2022 31. Dezember 2025 27.189.118 Koordinierungsprojekt für Aktivitäten im Bereich
erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff im
südlichen Afrika (Phase 2)
LEAP-RE: Einzelvorhaben
PyroBioFuel
1. Mai 2022 30. April 2025 376.205 Nachhaltige Umwandlung von Biomasse in
Bioenergie durch Pyrolyse
LEAP-RE: Verbundvorhaben
HyAfrica
1. Mai 2022 30. April 2025 405.040 Hin zu einer erneuerbaren Energiequelle der
nächsten Generation - eine Lösung für die
Energieversorgung in Afrika mittels natürlichem
Wasserstoff
LEAP-RE: Verbundvorhaben
MG-Farm
1. Mai 2022 30. April 2025 241.468 Smarte Microgrids als Ansatz zur Elektrifizierung
in der Landwirtschaft
LEAP-RE: Verbundvorhaben
OASES
1. Mai 2022 30. April 2025 350.354 Räumliche Verteilung von Erneuerbaren
Energiesystemen
LEAP-RE: Verbundvorhaben
SoCoNexGen
1. Juni 2022 31. Mai 2025 345.241 Design, Konstruktion, Test und Analyse von vier
verschiedenen mit solarthermischen Kollektoren
und/oder Photovoltaik-Paneelen betriebenen
Indoor-Solarkochern für häusliche Anwendungen
LEAP-RE: Verbundvorhaben
SolChargE
1. Mai 2022 30. April 2025 320.905 Autonome Solarladestation für dezentrale
Verkehrsknotenpunkte im ländlichen Afrika
LEAP-RE: Verbundvorhaben
SunGari
1. Mai 2022 30. April 2024 216.891 Moderne solare Lösung Afrikanische
Grundnahrungsmittel zu verarbeiten
LEAP-RE: Teilvorhaben
LEDSOL
1. Mai 2022 30. April 2025 200.453 Sozialwissenschaftliche Analyse und Evaluierung
des Nutzerbedarfs und der Nutzeranforderungen
sowie der Nutzerzufriedenheit
Verbundvorhaben Care-o-
Sene
1. September 2022 31. August 2025 28.871.525 Katalysatorforschung für nachhaltige
Flugzeugtreibstoffe, Vorbereitung
Serienproduktion vielversprechender
Katalysatoren
Verbundvorhaben Green-
QUEST
1. Oktober 2022 30. September 2025 4.763.882 Nachhaltige Produktion und Nutzung von grünem
Flüssiggas im südlichen Afrika
Verbundvorhaben
H2GlobalAfrica
1. Januar 2023 31. Dezember 2025 4.243.823 Potenziale und Maßnahmen zum nachhaltigen
Wasserstoff- und PtX-Hochlauf in Afrika
Verbundvorhaben Multi-
SOFC im HC-H2
1. November 2022 14. November 2026 23.630.219 Strom- und Wärmeversorgung des Krankenhaus
Erkelenz über ein Multi-Fuel-SOFC-Aggregat
Verbundvorhaben SUK 1. Mai 2022 31. Juli 2024 484.232 Klimaresiliente Stadt-Umland-Kooperation.
Kooperative Lösungen für eine lokale
Wärmewende
HyNEAT: Hydrogen Supply
Networks‘ Evolution for Air
Transport
1. August 2022 30. April 2025 300.134 Entwicklung von
Wasserstoffbereitstellungsnetzwerken für H2-
getriebene Luftfahrt und dessen Integration in
erneuerbare Energiesysteme
Verbundvorhaben hyBit:
Hydrogen for Bremen’s
industrial Transformation
1. August 2022 28. Februar 2026 29.849.125 Ein Initialimpuls für die Entwicklung einer
norddeutschen Wasserstoff-Ökonomie
Verbundvorhaben MOHN 1. September 2022 28. Februar 2024 828.669 Entwicklung eines Masterplans Offshore
Hydrogen NorthSea als no-regret Option
Verena 1. August 2022 31. Juli 2025 6.171.900 Verbesserte Elektrokatalysatorschichten mit
Neuronalen Netzwerk Anwendungen
Verbundvorhaben CYFUN 1. August 2022 31. Januar 2027 1.611.695 Photosynthetische Produktion von "grünem"
Wasserstoff
Verbundvorhaben SeaEly 1. Oktober 2022 30. September 2025 3.704.394 Direkte Meerwasserelektrolyse zur Produktion
von Sauerstoff und Wasserstoff
Verbundvorhaben CFD4H2 1. August 2022 31. Juli 2025 1.597.199 Wasserstoffdirekteinblasung für effiziente
monovalente Wasserstoffmotoren
Verbundvorhaben FROZEN 1. August 2022 31. Juli 2025 2.006.188 Frostschäden bei PEM-Brennstoffzellen
vermeiden für mobile Anwendungen und
Strategien zum sicheren Einsatz bei tiefen
Temperaturen
Verbundvorhaben Hoplyt 1. August 2022 31. Juli 2025 3.412.618 Entwicklung hydrothermalstabiler
Elektrokatalysatoren zur Anwendung in der HT-
PEMWE
Verbundvorhaben HyPoKo 1. August 2022 31. Juli 2025 2.426.086 Leichtmetallhydrid-Polymer-Kompositmaterialien
- Wasserstoffspeicherung unter 100 °C -
Teilvorhaben Modellierung, Simulation und
Bewertung des weiterentwickelten Speichers
sowie ausgewählter Anwendungsszenarien
Verbundvorhaben Me2H2 1. August 2022 31. Juli 2025 1.281.807 Eisen-Dampf-Prozess zum Transport und zur
Speicherung von Wasserstoff
Verbundvorhaben
MESOWAS
1. August 2022 31. Juli 2025 2.280.643 Das Projekt MESOWAS untersucht die
Herstellung von grünem Wasserstoff aus Wasser
mittels Membrantechnologie, wobei
Solarthermie die benötigte Energie abdeckt.
Verbundvorhaben MOPPL 1. August 2022 31. Juli 2025 1.779.676 Integrierte Betrachtung des deutschen
Gastransportnetzes unter Berücksichtigung eines
gekoppelten Energiesystemmodells zur
Bewertung von Transformationsstrategien zur
zunehmenden Einbindung von Wasserstoff
Verbundvorhaben PICASO 1. August 2022 31. Juli 2025 3.081.662 Process Intensification & advanced Catalysis for
Ammonia Sustainable Optimized process
Verbundvorhaben
Pure_Bio_H2
1. August 2022 31. Juli 2025 2.293.050 Konversion von Abfallstoffen zu hochreinem,
klimaneutralem, grünem Biowasserstoff
Verbundvorhaben ReveAl 1. Oktober 2022 30. September 2025 2.920.165 Reversible Alkalisch-Saure Bipolar-Brennstoffzelle
zur kombinierten Nutzung als Elektrolyseur und
Brennstoffzelle
Verbundvorhaben Zn-H2 1. Oktober 2022 30. September 2025 3.895.013 Entwicklung eines Zn-H2
Funktionsdemonstrators
Wasserstoffatlas-D 1. August 2022 31. Dezember 2023 238.584 Wasserstoff- und PtX-Wertschöpfungsketten in
Deutschland – Power2Jobs –
Beschäftigungseffekte durch
Wasserstofftechnologien
H2annibaö 1. Dezember 2022 30. April 2024 9.331.737 Erforschung von Betriebsverhalten und Alterung
eines PEM-Elektrolyseurs in einer Anlage zur
Produktion von Isophorondiamin
Verbundvorhaben HYPOWER 1. Dezember 2022 30. November 2026 13.692.192 Elektrische Integration von Groß-Elektrolysen in
das Stromnetz auf Basis einer 100 MW
Elektrolyse
Verbundvorhaben
TransHyDE_FP5:
Teilvorhaben H2HohlZug
1. Oktober 2022 31. März 2025 1.259.390 Standardisierung, Normung und Zertifizierung
Bio2H-Burkina 1. Juli 2022 30. April 2023 451.317 Sektorale Bewertung der Herstellung von
Grünem Wasserstoff aus Bioenergie in Burkina
Faso
Optimierte Solaranlagen für
die Produktion von Grünem
Wasserstoff in Westafrika:
1. Juli 2022 31. Dezember 2024 3.241.123 Optimierte Solaranlagen für die Produktion von
Grünem Wasserstoff in Westafrika
Verbundvorhaben GreeN-H2-
Namibia
1. Oktober 2022 31. März 2025 1.315.991 Feasibility Study for Green Hydrogen in Namibia
HINT 1. August 2022 31. Juli 2025 398.859 Neuseeländisch-Deutsche Plattform für die
Systemintegration von Grünem Wasserstoff
NZMat4H2Sto 1. August 2022 31. Juli 2025 394.570 Verwendung neuseeländischer Ressourcen zur
Entwicklung von TiFe-basierten
Wasserstoffspeichermaterialien
Verbundvorhaben HighHy 1. August 2022 31. Juli 2025 439.692 Development of highly active anodes for anion
exchange membrane electrolysers to enable
lowcost green hydrogen
H2-LP: H2Giga Iridios 1. März 2023 30. September 2025 5.683.359 Ir-arme hocheffiziente MEA für PEM
Elektrolysestack im MW-Bereich
H2-LP: H2Giga AEM-Direkt 1. März 2023 28. Februar 2026 14.070.161 Direktbeschichtung von anionenleitenden
Membranen für großskalige
Wasserelektrolyseure
H2-LP: H2Giga Nucera
FastTrack Assembly
1. März 2023 31. Dezember 2025 1.253.342 Industriefähige Automatisierungslösungen um
die aktuell rein manuelle Zellmontage zu
beschleunigen und effizienter zu machen.
Verbundvorhaben DRI-EOS 1. Juli 2022 30. Juni 2026 1.407.928 Nutzung von auf DRI-Basis erzeugter EAF-
Schlacke in der Zementindustrie
Verbundvorhaben EIZ 1. August 2022 31. Juli 2026 27.675.000 Energie-Innovationszentrum der
Brandenburgischen Technischen Universität
Cottbus-Senftenberg
Me2H2CloseUp 1. September 2022 30. September 2024 6.707.149 Der Fokus des Vorhabens „Me2H2“ liegt auf der
Etablierung des Eisen-Dampf-Prozesses für den
Transport von chemischer Energie über
regenerativ erzeugten Wasserstoff.
Verbundvorhaben Beautiful 1. Januar 2023 31. Dezember 2025 6.941.982 Belastungsoptimierte Arbeitsgestaltung für
Netzleitstellen kritischer Infrastrukturen -
Kognitive Ergonomie, Assistenzsysteme und
Leitwarten-Simulatoren
Reallabor Burghausen 1. April 2023 31. März 2027 36.668.195 Der Fokus des „Verbundvorhaben H2-Reallabor
Burghausen / ChemDelta Bavaria“ liegt auf der
Transformation der industriellen chemischen
Wertschöpfung hin zu einer nachhaltigen
Wasserstoff-basierten Chemie unter
Realbedingungen vor Ort im Bayerischen
Chemiedreieck.
Anlage 2 - Antwort zu Frage 2
Titel des Projektes Startdatum Laufzeitende Gesamtzuwendung in
Euro
Kurze Projektbeschreibung
Verbundvorhaben CARE-o-
SENE
1. September 2022 31. August 2025 28.871.525 Katalysatorforschung für nachhaltige
Flugzeugtreibstoffe, Vorbereitung
Serienproduktion vielversprechender
Katalysatoren
H2annibal 1. Dezember 2022 30. April 2024 9.331.737 Erforschung von Betriebsverhalten und Alterung
eines PEM-Elektrolyseurs in einer Anlage zur
Produktion von Isophorondiamin
Verbundvorhaben HYPOWER 1. Dezember 2022 30. November 2026 13.692.192 Elektrische Integration von Groß-Elektrolysen in
das Stromnetz auf Basis einer 100 MW
Elektrolyse
H2-LP: H2Giga Nucera
FastTrack Assembly
1. März 2023 31. Dezember 2025 1.253.342 Industriefähige Automatisierungslösungen um
die aktuell rein manuelle Zellmontage zu
beschleunigen und effizienter zu machen.
Verbundvorhaben EIZ 1. August 2022 31. Juli 2026 27.675.000 Energie-Innovationszentrum der
Brandenburgischen Technischen Universität
Cottbus-Senftenberg
Reallabor Burghausen 1. April 2023 31. März 2027 36.668.195 Der Fokus des „Verbundvorhaben H2-Reallabor
Burghausen / ChemDelta Bavaria“ liegt auf der
Transformation der industriellen chemischen
Wertschöpfung hin zu einer nachhaltigen
Wasserstoff-basierten Chemie unter
Realbedingungen vor Ort im Bayerischen
Chemiedreieck.
Im EXIST-Programm werden darüber hinaus seit Februar 2022 folgende Gründungsprojekte im Bereich der Energietechnologie/Erneuerbare
Energien gefördert:
Name Thema Laufzeitbeginn Laufzeitende Zuwendungsempfänger
Naotilus Modulare Plattform zum Monitoring von Betriebs-
und Verbrauchsdaten von Fernwärmenetzen
1. Februar 2022 31. Januar 2023 Hochschule für angewandte
Wissenschaften München
PVMAX Softwareplattform zur Auslegung und Optimierung
von Solarkraftwerken
1. Juni 2022 31. Mai 2023 Technische Universität
München
ReLi Heimenergiespeicher aus gebrauchten
Fahrzeugbatterien
1. August 2022 31. Juli 2023 Technische Universität
Darmstadt
FleXality Dienst zur datenbasierten Optimierung des
Energieverbrauchs in großen Kühlhäusern.
1. Oktober 2022 30. September
2023
Hochschule Hannover
cozewell Entwicklung einer flüssigkeitsbasierten, thermisch
regulierbare Motorradjacke.
1. November 2022 31. Oktober 2023 Universität Paderborn
Atlas Batteriezulieferung für Luftfahrtanwendung
(Verwendung eines selbstentwickelten Schaums, der
dem Übergreifen des thermischen Durchgehens auf
benachbarte Zellen entgegenwirken kann)
1. November 2022 31. Oktober 2023 Technische Universität
München
CENSAI System zur Steuerung von Gebäudetechnik inklusive
Analyse- und Monitoringmöglichkeiten mit dem Ziel
der Energieeinsparung
1. Dezember 2022 30. November
2023
Hochschule für angewandte
Wissenschaften München
ARC-Charge Ladeinfrastruktur für E-Autos (Aufstellen von
öffentlich zugänglichen und nutzbaren Ladesäulen, die
durch Privatpersonen finanziert werden)
1. Januar 2023 31. Dezember
2023
Rheinische Fachhochschule
Köln gGmbH
MELT Standardisierte Wärmespeicher-Module, die auf
Phasenwechselmaterialien basieren, wofür
anwendungsspezifische Salzhydrat-Mischungen zum Einsatz
kommen.
1. Januar 2023 31. Dezember
2023
Hochschule Mannheim
AMPERIAL Nachrüstbare, schaltbare Sonnenschutzfolie für
Fenster, die den Wärmeeintrag durch Sonnenlicht
signifikant senkt.
1. Januar 2023 31. Dezember
2023
Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-
Nürnberg
Envi Connect Softwarelösung, die Windmessdaten von LIDAR-
Systemen automatisiert aufbereitet, Auswertungen
zur Verfügung stellt und Warnmeldungen bei
Messausfällen generiert.
1. März 2023 29. Februar 2024 Universität Stuttgart
EXIST-Forschungstransfer Phase I:
Name Thema Laufzeitbeginn Laufzeitende Zuwendungsempfänger
BioCORE System, das sich zur Aufbereitung und Verstromung
von Rohbiogas sowie als Flexibilitäts-Option im
Stromnetz eignet
1. März 2022 31. August 2023 Technische Universität
München
AZURE Neuartiges Brennerkonzept, das mit Wasserstoff oder
wasserstoffhaltigen Gasgemischen (z. B. Erdgas mit
beigemischtem Wasserstoff) betrieben werden kann.
1. April 2022 30. September
2023
Technische Hochschule
Nürnberg Georg Simon Ohm
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]